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DIE HÖLLE IST DA - und alle schauen zu

11a3. Die Chemievergiftung durch Pestizide - und die Chemiegiganten bezahlen nie (Teil 3)


Grafik: Das Pestizid Glyphosat (rote
                            Kurve) und Autismus (gelbe Säulen) stehen in
                            direkter Verbindung zueinander
Grafik: Das Pestizid Glyphosat (rote Kurve) und Autismus (gelbe Säulen) stehen in direkter Verbindung zueinander

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Literaturempfehlung

-- F. William Engdahl: Saat der Zerstörung. Die dunkle Seite der Gen-Manipulation; Kopp-Verlag
-- Film: Der Gen-Food-Wahnsinn. Für den Verbraucher meist nicht zu unterscheiden. Produkte mit und ohne Gen-Technik. Dieer Film bringt den Beweis: Gen-Food macht krank!

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30.8.2014: Monsanto muss immer stärkere Pestizide herstellen, weil die Unkräuter Resistenzen entwickeln

aus: Netzfrauen online: Gewissenlosigkeit, Profitgier oder tatsächlich Kalkül?-Unkräuter entwickeln Resistenzen, Monsanto entwickelt stärkeres Herbizid; 30.8.2014;
http://netzfrauen.org/2014/08/30/gewissenlosigkeit-profitgier-oder-tatsaechlich-kalkuel-unkraeuter-entwickeln-resistenzen-monsanto-entwickelt-staerkeres-herbizid/

<Dem Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten (amtl. United States Department of Agriculture, abgekürzt USDA) scheint so sehr daran gelegen zu sein, die Unternehmen Monsanto und Dow Chemical zu unterstützen, dass sie nicht auch nur einen Gedanken an die Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung „verschwenden”.

Und so werden sie in naher Zukunft wieder gentechnisch veränderte Pflanzen zulassen, in denen Verbraucher-, Umwelt-und Bauernverbände eine Gefahr für unsere Gesundheit und die Umwelt sehen.

Die Verbände gehen davon aus, dass ein immer höherer Gebrauch von immer stärkeren Herbiziden die Unkrautresistenz langfristig erhöhen wird und ein erhöhter Einsatz von Herbiziden folglich auch erhöhte Risiken für unsere Gesundheit und Umwelt birgt.

Nachdem das Glyphosat-basierte Herbizid Roundup von Monsanto immer häufiger versagt, weil das Unkraut durch die massenweise Anwendung eine Resistenz entwickelt hat, entwickelte Monsanto eine neues Herbizid, welches den Wirkstoff Dicamba und Glyphosat vereint und unter dem Namen Roundup Xtend vermarktet wird.

Das Unternehmen Dow AgroSciences, eine Sparte von Dow Chemical, entwickelte neue Sorten Mais- und Soja, die resistent gegen ein ebenfalls von Dow entwickeltes Herbizid sind, welches Glyphosat und 2,4-D vereint.

Beide Unternehmen sind von ihren Entwicklungen überzeugt. Michelle Vigna, Produkt-Managerin bei Monsanto, sagte in einer Erklärung, es sei ein wichtiger Schritt und sie würden die Bauern ermutigen, APHIS (Animal and Plant Health Inspection Service) zu bedrängen, diese Aktion so schnell wie möglich abzuschließen. Das Unternehmen Dow sagt aus, die amerikanischen Bauern seien “einen Schritt näher dran, ein dringend benötigtes Werkzeug zu erhalten, um mit resistenten und schwer zu kontrollierenden Unkräutern fertig zu werden”.

Und Monsanto und Dow reiben sich die Hände.

Immer mehr Herbizide, die für extra dafür entwickelte herbizid-resistente Pflanzen kein Problem darstellen. Größere Gewinne für alle daran beteiligten Personen, Unternehmen und Institutionen. Wer fragt da schon nach den Folgen für unsere Gesundheit und die Umwelt?

Da ist es nicht schwierig die nächsten Schritte vorauszuahnen: Noch stärkere Herbizide und herbizid-resistente Pflanzen, die immer unempfindlicher werden.

Wie lange wird dieser Prozess gut gehen? Auf gar keinen Fall unendlich. Und es werden nicht die Unkräuter sein, die dieses “Spiel” verlieren werden. Die Unternehmen werden unsere Gesundheit und unsere Umwelt ruinieren – die Reihenfolge spielt dabei für uns keine Rolle. Gewinner werden sie langfristig aber trotzdem nicht sein – soweit mag aber niemand der Verantwortlichen in die Zukunft schauen.

Es ist noch gar nicht so lange her, da haben die Chefs von kleinen und großen Unternehmen noch weit voraus geplant. Sie hatten Kinder und Enkelkinder, die ihr Lebenswerk übernehmen sollten. Alle Entscheidungen wurden deshalb mit dem Gedanken an einen langfristigen Erfolg getroffen. Die Zukunft des Unternehmens und damit auch der Familie stand auf dem Spiel. Heute werden Entscheidungen von Menschen getroffen, die häufig den dafür verantwortlichen Posten nur eine überschaubare Zeit innehaben. Auch sie werden an ihrem Erfolg gemessen – einem Erfolg, der sich  schnell zeigen muss. Die langfristigen Folgen zählen dabei nicht. Bis die für alle offensichtlich sind, ist der Entscheidungsträger längst in einem anderen Unternehmen oder einer anderen Behörde – finanziell häufig deutlich besser gestellt.

Wir fragen uns, sind all diese Entscheidungsträger gewissenlos, ist es reine Profitgier oder ist es Kalkül, dass unsere Gesundheit und unsere Umwelt immer mehr und immer stärken Giften ausgesetzt werden?

Eine nachdenkliche Netzfrau Kerstin Hördemann>


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Indien 7.9.2014: Schwere Belastung von Tees mit Pestiziden - z.T. verbotene Pestizide

aus: Kopp-Verlag online: In 96 Prozent indischer Tees wurden Pestizide nachgewiesen, die teilweise schon lange verboten sind; 7.9.2014;
http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/gesundes-leben/julie-wilson/in-96-prozent-des-in-indien-hergestellten-tees-wurden-pestizide-nachgewiesen-die-teilweise-schon-la.html

<Julie Wilson

Kürzlich sorgte die Umweltorganisation Greenpeace mit den Ergebnissen einer Studie über ein vermeintlich sehr gesundes Getränk international für Schlagzeilen. Die Organisation hatte elf verschiedene Teesorten von acht indischen Herstellern untersucht; die Proben waren von Juni 2013 bis Mai 2014 gesammelt worden. Was dabei herauskam, kann einem wirklich auf den Magen schlagen. Mindestens 94 Prozent der Proben enthielten Pestizide; fast 60 einen Cocktail aus zehn Chemikalien, eine sogar aus 20 verschiedenen Pestiziden.

n 29 der 49 Proben fanden sich Rückstände von mindestens einem Pestizid in einer Konzentration, die über den von der Europäischen Union festgesetzten Rückstandshöchstgrenzen lagen. Bei fast 40 Prozent der Tees waren die von Regierungen festgelegten Obergrenzen um mehr als 50 Prozent überschritten, hieß es in der Studie mit dem Titel »Trouble Brewing« (zu Deutsch etwa: Da braut sich was zusammen).

Alarmierend ist zudem, dass 67 Prozent der Proben mit DDT kontaminiert waren. DDT ist ein Karzinogen und toxisch für Mensch und Umwelt; in den USA und Indien ist es seit 1989 verboten. DDT wurde von den USA zu militärischen Zwecken und als Insektizid eingesetzt, es verursacht Krämpfe und Tremor, die schließlich zum Tod durch Atemstillstand oder Herzversagen führen.

Die von Greenpeace gesammelten Proben stammten von folgenden bekannten Marken:

  • Hindustan Unilever Limited

  • Tata Global Beverages Limited

  • Wagh Bakri Tea

  • Goodricke Tea

  • Twinings

  • Golden Tips

  • Kho-Cha

  • Girnar

Diese Unternehmen beherrschen den Tee-Markt. Wie die indische Zeitung Business Standard berichtet, exportieren sie nach Amerika, Russland, England, die Vereinigten Arabischen Emirate, Iran und in viele andere Länder. Als Reaktion auf die Ergebnisse von Greenpeace India fordern einige Hersteller mittlerweile ihre Lieferanten auf, keine gefährlichen Pestizide mehr zu verwenden; sie versprachen, bis 2020 werde der nachhaltige Anbau von Tee durchgesetzt. Die Regierung handelt allerdings kaum dementsprechend.

»Indischer Tee ist der Stolz des Landes, er sollte nicht mit toxischen Chemikalien in Verbindung gebracht werden, die ernste Risiken für Umwelt und Gesundheit bergen. Alle Verantwortlichen in der Tee-Industrie sollten schleunigst Schritte unternehmen, damit der Ruf unseres Nationalgetränks nicht geschädigt wird«, sagte Neha Saigal, Aktivistin von Greenpeace India. Hingegen behauptete das Tea Board of India, eine Organisation mit 31 Mitgliedern aus der Industrie, darunter Tee-Produzenten, Händler, Makler Verbraucher, Vertreter der Regierungen der wichtigsten Tee-Anbau-Staaten und Gewerkschaften, indische Tees seien »völlig sicher«.

In einer Erklärung des Boards heißt es: »Nach sorgfältiger Prüfung der Ergebnisse der Greenpeace-Studie können [wir] bestätigen, dass alle getesteten Proben indischen Gesetzen und Bestimmungen entsprechen, die zum Schutz der Verbraucher erlassen wurden. Indische Tees werden auf der ganzen Welt geschätzt und sind völlig sicher; sie genügen strengen Standards.«

Wenn das Board die Ergebnisse der Studie wirklich sorgfältig geprüft hat, dann ist die Stellungnahme schon bemerkenswert. Sie zeigt die Haltung der vom Staat kontrollierten Organisation gegenüber den Konsumenten, eine eklatante Gleichgültigkeit gegenüber Gesundheit und Umwelt. Trotz der nachgewiesenen Gefährlichkeit für die Gesundheit von Mensch und Umwelt ist die Tee-Industrie beim Anbau noch immer in hohem Maße von Pestiziden abhängig.

27 der Proben enthielten Monocrotophos, das im Verdacht steht, mutagen und nervenschädigend zu wirken, es ist für die Verwendung von Tee nicht zugelassen und wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als »hochgefährlich« eingestuft.

Triazophos, eine extreme giftige Organophosphat-Verbindung, wurde in fünf der Proben entdeckt; auch dieser Stoff wird von der WHO als »hochgefährlich« klassifiziert.

Tebufenpyrad, eine nicht registrierte und deshalb illegale Chemikalie, die als potenziell leberschädigend gilt, fand sich in einer Probe des Herstellers Hindustan Unilever, der wichtigsten Marke in Indien.

Neonicotinoid-Insektizide wurden in vielen Proben nachgewiesen; der U.S. Fish and Wildlife Service hat ihren Gebrauch kürzlich in seinen Einrichtungen verboten. Auch in vielen anderen Ländern dürfen sie nicht verwendet werden.

Weitere Quellen:

DeccanHerald.com

HindustanTimes.com

Greenpeace.org

Business-Standard.com

Greenpeace.org [PDF]

Firstpost.com

ORST.edu [PDF]

TeaBoard.gov.in>

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Rettet den Regenwald, Logo

10.9.2014: Pestizide vernichten die Nahrung für Schmetterlinge - Beispiel Monarchfalter in den "USA"

aus: Rettet den Regenwald: Tödliche Gifte: Millionen Schmetterlinge verschwunden; 10.9.2014;
https://www.regenwald.org/aktion/969/toedliche-gifte-millionen-schmetterlinge-verschwunden

<Monarchfalter gehören zu den weltweit schönsten und bekanntesten Insekten. Doch nun sind sie sehr bedroht. Die Zahl der Monarchschmetterlinge in Nordamerika geht dramatisch zurück – um 90 Prozent in den letzten 20 Jahren.

Der Hauptgrund: Der massive Einsatz von Herbiziden wie Monsantos Roundup auf den riesigen Monokulturen mit genetisch verändertem Mais und Soja. Die Gifte vernichten die Futterpflanzen der Schmetterlinge. So zerstört der Boom beim Biosprit und Tierfutter die letzten Reste von Natur.>


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Netzfrauen online, Logo

25.9.2014: <Südtiroler Bürger gegen Pestizide>

aus: Netzfrauen online; 25.9.2014;
http://netzfrauen.org/2014/09/25/suedtiroler-buerger-gegen-pestizide/#more-18773

<Erstmals sprachen sich in Europa Bürger gegen den Einsatz giftiger Pestizide aus.

Vom 22.08.-05.09.2014 fand in der 5.113 Einwohner zählenden Gemeinde Mals in Südtirol ein Referendum über den Gebrauch von Pestiziden statt. Waren es bislang Politiker, die sich auf lokaler Ebene für eine Einschränkung des Pestizideinsatzes aussprachen, so waren es jetzt erstmalig BürgerInnen, die sich mit einem Referendum deutlich gegen Pestizide wendeten.

Von den 4.837 Wahlberechtigten beteiligten sich 3.348 (69,22%) an der Wahl. 2.377 (75,68%) stimmten für eine Aufnahme des folgenden Passus in die Satzung der Gemeinde:

„Das Vorsorgeprinzip zum Schutz der Gesundheit besagt, dass sämtliche Maßnahmen getroffen werden, die eine Gefährdung der Gesundheit von Mensch und Tier vermeiden helfen. Als besondere Zielsetzung der Gemeinde Mals wird deshalb der vorsorgliche Schutz der Gesundheit von Gemeindebürgern und Gästen, ein nachhaltiger Umgang mit Natur und Gewässern, sowie die gleichberechtigte, unbeschadete Ausübung verschiedener Wirtschaftsformen auf dem Gemeindegebiet verfolgt. Um dies zu gewährleisten, wird auf dem Malser Gemeindegebiet der Einsatz biologisch abbaubarer Pflanzenschutzmittel gefördert. Mit nachfolgender Verordnung wird diese Bestimmung im Detail umgesetzt. Unabhängig von dieser ist der Einsatz sehr giftiger, giftiger, gesundheitsschädlicher und umweltschädlicher chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel und Herbizide auf dem Gemeindegebiet nicht zugelassen. Für die Umsetzung und Einhaltung des Volksentscheides sorgt die Gemeindeverwaltung.“

Seit vielen Jahren beobachtete die Umweltschutzgruppe Vinschgau mit steigender Besorgnis, wie der Apfelanbau in der Region chemisch intensiviert wurde und dadurch ökologisch wirtschaftende Betriebe, Tiere und Menschen zunehmend bedrohte. Eine durch die Umweltschutzgruppe in Auftrag gegebene Heu-Analyse ergab relevante Rückstände von neun Pestizid-Wirkstoffen. Die Heuproben waren in der Nähe einer Grundschule genommen worden. Prof. Hermann Kruse von der Universität Kiel ist besorgt, Haut- und Atemwegsprobleme bei Schülern und Lehrern könnten nicht ausgeschlossen werden.

„Als überzeugter Demokrat und gewählter Volksvertreter begrüße ich den Willen meiner Wähler. Ich werde die deutlich geäußerte Stimme der Bevölkerung entsprechend umsetzen. Alle Entscheidungsträger sollten diese einmalige Chance erkennen, um gemeinsam mit der Malser Bevölkerung ein Entwicklungskonzept für die Zukunft zu gestalten.”

Ulrich Veith, Bürgermeister von Mals

Erkenntnis

Malosco, Cavareno, Vallarsa und nun Mals. Drei Gemeinden der Provinz Trient haben die Gefahren erkannt, die vom Pestizideinsatz in der intensiven Landwirtschaft ausgehen und zum Schutz von Mensch und Umwelt bereits wirksame Maßnahmen ergriffen. Malosco hat im Jahre 2010 eine rigorose Abstandsregelung und das Verbot von giftigen und sehr giftigen Substanzen eingeführt. Gegen diesen Beschluss legte Gabriele Calliari, Präsident der „Coldiretti del Trentino“ (Bauernverband) Widerspruch ein. Sowohl das Verwaltungsgericht in Trient, als auch der Staatsrat in Rom wiesen den Widerspruch ab und sprachen der Gemeinde Malosco die Zuständigkeit zum Schutz der Gesundheit zu. Darauf führten die Gemeinden Cavareno und Vallarsa ebenfalls effiziente Maßnahmen zum Schutz vor Pestiziden ein.

Hürden auf dem Weg

Zunächst wurde versucht, die Abstimmung in Mals als illegal zu erklären – angeblich verstoße sie gegen EU-Recht. Dann wurde Druck auf den Gemeinderat ausgeübt. Die Südtiroler Landesregierung hat kurz vor der Volksabstimmung in aller Eile neue Vorschriften zur Anwendung von Pestiziden beschlossen, in der Hoffnung, die Volksabstimmung in Mals als „überholt“ abstempeln zu können. Allerdings wurden Maßnahmen beschlossen, die keinen ausreichenden Schutz der Bevölkerung gewährleisten. Es sollen sogar Landtagsabgeordnete die Überprüfung von Schulhöfen auf Pestizidrückstände abgelehnt haben. Und auch über die Presse wird nach wie vor versucht, den Volksentscheid als überflüssig darzustellen, z.B. indem die Folgen von Pestizidanwendungen bagatellisiert werden. Allen Hindernissen zum Trotz wird Mals seinen Weg machen. Denn zahlreiche Studien stützen die Sorge um die Gesundheit der Bevölkerung. [Siehe auch: Erschreckende neue Studie: Pestizidrückstände verursachen Fehlgeburten, reduzierte Fruchtbarkeit u.v.m.]

„Das Ergebnis dieser Abstimmung wird positive Auswirkungen auf die Gesundheit der Malser Bevölkerung haben und auch die wirtschaftliche Weiterentwicklung der Tourismusbranche und der ökologischen Landwirtschaft begünstigen. Politische Entscheidungsträger sollten nun nicht nur die regionale Landwirtschaftspolitik in Südtirol überdenken, sondern auch auf europäischer Ebene zu einem Umdenken beitragen.“

Koen Hertoge, Vorstandsmitglied von PAN (Pestizid Aktions Netzwerke) Italien

Noch ist nicht klar, welche Pestizide genau unter das Referendum fallen. Die Gegner des Referendums – darunter auch der Bauernbund – machen jedoch bereits Stimmung. Schade, dass sie nicht die Chance begreifen, die eine ökologische Landwirtschaft mit sich bringt.

Quelle: Pressemitteilungen

Netzfrau Andrea Wlazik>


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6.10.2014: Mehr Gentech - mehr Pestizide: Die Grausamkeit mit gentechnisch veränderten Pflanzen vergiftet die Welt

aus: <Gentechnisch veränderte Feldfrüchte erzwingen höheren Einsatz von Herbiziden und Insektiziden>
http://info.kopp-verlag.de/medizin-und-gesundheit/gesundes-leben/david-bronner/gentechnisch-veraenderte-feldfruechte-erzwingen-hoeheren-einsatz-von-herbiziden-und-insektiziden.html

<David Bronner

Die letzten Artikel von Michael Specter im Magazin New Yorker, in denen er die indische Physikerin und Umweltaktivistin Vandana Shiva sowie eine Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Organismen (GVO) scharf angreift, sind nur die jüngsten Beispiele für gut platzierte, medienwirksame Pro-GVO-Artikel, in denen darauf verzichtet wird, sich mit der grundsätzlichen Kritik an gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln in den USA auseinanderzusetzen. Denn statt, wie behauptet, die Ausbringung von Pestiziden zu verringern, erhöhen GVOs deren Einsatz und damit die toxische Belastung für Mensch und Umwelt massiv.

Um die Dinge richtigzustellen, veröffentlichte Dr. Ramon J. Seidler, ein früherer leitender Wissenschaftler der amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA, vor Kurzem in dem Internetmagazin AgMag der Environmental Working Group einen sorgfältig recherchierten Artikel mit der Überschrift »Einsatz von Pestiziden bei gentechnisch veränderten Feldfrüchten«, der die verheerenden Fakten offenlegt und in dem Seidler auf die jüngste wissenschaftliche Literatur und Medienberichte verweist und aus ihnen zitiert.

Dieser Artikel sollte zur Pflichtlektüre aller Journalisten, die über GVOs berichten, aber auch der Bürgerinnen und Bürger allgemein werden, um zu verstehen, warum das Recht, darüber informiert zu werden, ob Nahrungsmittel gentechnisch verändert wurden oder gentechnisch veränderte Bestandteile enthalten, eine so große Bedeutung hat. Im Folgenden eine kurze Zusammenfassung der wesentlichen Erkenntnisse seines fünfseitigen Artikels.

Auf mehr als 99 Prozent der GMO-Anbaufläche werden die Feldfrüchte gentechnisch von den Chemieunternehmen so verändert, dass sie gegen hochgiftige Herbizide wie Glyphosat resistent sind und/oder in jeder Zelle aller Pflanzen während der gesamten Wachstumszeit selbst Insektizide (wie etwa der Bacillus thuringiensis, Bt) produziert werden. Als Folge entsteht ein starker Selektionsdruck, der sehr rasch eine Resistenz gegen Schädlinge hervorrief – das genaue Gegenteil einer integrierten Schädlingsbekämpfung, bei der vernünftigerweise chemische Mittel nur dann eingesetzt werden, wenn es unbedingt erforderlich ist.

Wie im Falle des grotesk übermäßigen Einsatzes von Antibiotika in der Massentierhaltung, die dann folgerichtig zur Entstehung von »Supererregern« führte, was dann wiederum bei den Tieren zu einer noch massiveren Überdosierung mit noch stärkeren Antibiotika führte, breiten sich derzeit in weiten Teilen der USA »Superunkräuter« und »Superschädlinge« aus, die gegen Glyphosat und Bt resistent sind, was wiederum den mengenmäßigen Einsatz noch giftigerer Pestizide in die Höhe treibt.

In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Einsatz systemischer Insektizide, die in das Pflanzengewebe und die Leitungsbahnen ein- und praktisch die ganze Pflanze durchdringen, exponentiell erhöht. Zu den eingesetzten Substanzen gehören auch die sogenannten Neonikotinoide, außerordentlich hochwirksame Neurotoxine, die sich in unserer Nahrung und dem Wasser anreichern und Bestäuber und andere wildlebende Tiere wie Bienen, Schmetterlinge und Vögel schädigen und sogar töten.

Vor allem zwei Neonikotinoide, die in den USA massiv eingesetzt werden, sind in der Europäischen Union (EU) verboten, weil sie maßgeblich für das Bienensterben verantwortlich gemacht werden.

Die Mainstream-Medien, die GMOs befürworten, verschweigen auch gerne, dass große Mengen älterer, und noch giftigerer Herbizide wie 2,4-D und Dicamba zusammen mit großen Mengen an Glyphosat versprüht werden, um die sogenannten »Superunkräuter« zu vernichten.

Aber in diesen einseitigen Berichten wird – und das ist eigentlich noch wichtiger und zugleich unerhörter – darüber hinaus verschwiegen, dass die Zulassung der nächsten Generation gentechnisch veränderter herbizid-resistenter Feldfrüchte bevorsteht, die nicht nur Glyphosat, sondern auch hohen Dosen von 2,4-D und Dicamba gegenüber unempfindlich sind.

Dies dürfte einen weiteren immensen Anstieg des Einsatzes dieser hochgiftigen Substanzen auf den Feldern mit unmittelbaren Auswirkungen für unsere Nahrungsmittel und die betroffenen bäuerlichen Gemeinden nach sich ziehen.

Das amerikanische Landwirtschaftsministerium und die EPA sind offenbar bereit, diese neuen GVOs durchzuwinken, ohne gleichzeitig eine entsprechende Kennzeichnungspflicht einzuführen. Aber diese drohende Zulassung wird von den GVOs befürwortenden Medien gewohnheitsmäßig unter den Teppich gekehrt, während die angebliche geringere Toxizität von Glyphosat gepriesen wird.

Mit einer derartigen Berichterstattung wird der chemischen Industrie und ihren Pestiziden eine »Unbedenklichkeitserklärung« ausgestellt − der gleichen Industrie also, die Millionen Dollar in die Lobbyarbeit gegenüber Regierungen und führenden Medienvertretern steckt und mit allen Mitteln Bürgerinitiativen bekämpft, die eine Kennzeichnungspflicht von GVOs fordern.

Es ist zu hoffen, dass Dr. Seidlers Artikel eine weite Verbreitung und große Leserschaft findet, sodass Journalisten sich mit den entsprechenden Tatsachen auseinandersetzen und ihre einseitig positive Einstellung gegenüber der verzerrenden Propaganda dieser wirtschaftlichen Interessen überprüfen können.

Alle Bürgerinnen und Bürger und alle Verbraucher müssen sich mit der grundlegenden Befürchtung auseinandersetzen, dass die GVOs den Teufelskreis der Pestizide, der unsere Nahrungsmittel und unser Grundwasser verunreinigen, eher beschleunigen als anhalten, während die Chemie- und Biotech-Konzerne, die sowohl die GVOs als auch die entsprechenden Pestizide herstellen, riesige Profite einstreichen.>


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Die "USA" bereitet den Völkermord durch Agent Orange-Pestizid vor:

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Kriminelle "USA" 10.10.2014: "US"-Umweltbehörde EPA genehmigt Agent Orange als "Pestizid" (!!!) - dioxinhaltiges Herbizid von Monsanto und Dow Agro Sciences

aus: Netzfrauen online: BREAKING: EPA genehmigt tödliches ‘Agent Orange’-Giftduo! EPA Approves ‘Agent Orange’ Deadly Duo Poison; 10.10.2014;
http://netzfrauen.org/2014/10/10/breaking-epa-genehmigt-agent-orange-toedliches-gift-duo-epa-approves-agent-orange-deadly-duo-poison/

<Eine Wahnsinnsentscheidung von der EPA: Die amerikanischen staatlichen Behörden genehmigten gestern ein tödliches ‘Agent Orange’-Gift-Duo, ein dioxinhaltiges Herbizid von Monsanto und Dow Agro Sciences.

Die US-amerikanische Umweltbundesbehörde (EPA) hat die Aufforderung, von mehr als 60 Kongressmitgliedern und 1,5 Millionen Bürgern ignoriert und gestern ein schreckliches neues Herbizid zugelassen. Dow und Monsanto haben es wieder mal geschafft! Es handelt sich hierbei um eine Kombination der Zusammensetzungen von Monsantos Roundup und Dows “Agent Orange”  2,4-D.

Das neue Herbizid wird auf dem kürzlich genehmigten Gen-Soja von Dow verwendet, das den massiven Mengen des neuen „tödlichen Duos“ widersteht.

Laut Dow biete das neue System eine Lösung für das in den USA immer größer werdende Unkrautproblem. Siehe: USA: Immer mehr Landwirte kehren Monsanto den Rücken

Kritiker befürchten eher das Gegenteil – neue Gefahren für Mensch und Umwelt. Das Unkrautbekämpfungs-System besteht ähnlich wie bei „Roundup-Ready“ aus einer Pflanze, die gentechnisch so verändert ist, dass nur diese Nutzpflanze beim Ausbringen des dazugehörigen Spritzmittels überlebt. Alles andere Grün stirbt.

 EPA genehmigt tödliches ‘Agent Orange’-Gift-Duo von Monsanto und Dow

Die gestrige Genehmigung des Getreides und des tödlichen Herbizid-Duos von Dow und Monsanto durch die EPA und das US-amerikanische Landwirtschaftsministerium zeigt, dass auch in Zukunft nicht die Absicht besteht, den Gebrauch von immer toxischeren Giften durch die industrielle Landwirtschaft zu beenden.

Die für den öffentlichen Schutz der Gesundheit zuständige Behörde FDA (Food and Drug Administration), besteht zu einem Großteil aus ehemaligen Monsanto Führungskräften (ein Schelm der Böses dabei denkt) – von den USA über den Teich nach Europa – auch nach Deutschland.

Infobox

Ex-CCTV-Moderator nimmt Sicherheit von Gen-Food unter die Lupe

Im Dezember 2013 reiste der bekannte CCTV-Moderator Cui Yongyuan in die Vereinigten Staaten, um einem 70minütigen Dokumentarfilm zur Gen-Debatte zu produzieren. Die Unternehmer, die gerne mehr Gentechnik in China einsetzen würden, argumentieren häufig mit der US-Behörde für Lebensmittelüberwachung und Arzneimittelzulassung (FDA).

Diese habe schließlich – genauso wie das US-Agrarministerium und auch die Weltgesundheitsorganisation – genetisch veränderte Lebensmittel allgemein als „unproblematisch” eingestuft. Dem ging er nach und was er erfahren hat, ist sehr interessant.

So kritisierte die US-Ärztin Hyla Cass in Cuis Dokumentation, warum es die pauschale Unbedenklichkeitsbescheinigung für Genfood durch die US-Behörden gibt. Sie hält die Entscheidung für politisch motiviert und unwissenschaftlich: „Lassen Sie mich erzählen, was die Wissenschaftler von der FDA gesagt haben, als sie erstmals den Vorschlag der Firma Monsanto über genetisch veränderte Lebensmittel für Menschen gehört haben:

Sie sagten: „Das ist sehr gefährlich. Wir wissen nicht, was passieren wird. Genetisch veränderte Lebensmittel Menschen zu geben, birgt große Risiken. Es sollte nicht gemacht werden. Dazu braucht es mehr Studien.” Und was ist dann passiert? Es gab einige politische Manöver, und so änderte sich die Situation:

Das Personal in der FDA wurde ausgetauscht, und plötzlich war genmanipuliertes Essen auch für die FDA okay und es hieß „Oh, alles kein Problem. Alles total harmlos.` Das ist Politik, keine Wissenschaft! – Damit hat die FDA entgegen der wissenschaftlichen Fakten entschieden.” Quelle

Wenn etwas nicht passt, wird es passend gemacht, zu der Dokumentation von Cui werden wir in Kürze berichten. Heute müssen wir wieder feststellen, dass es für Monsanto und Co. ein Leichtes ist, die Zulassungen zu erhalten. Aber wie wir Netzfrauen bereits berichteten, spielt sich dieses Szenarium auch in der EU ab. Lesen Sie dazu: Freihandelsabkommen und der Filz

Genmanipuliertes Soja ist in den USA weit verbreitet. Produziert wird es vor allem für den Export, 60 Prozent der Sojabohnen gehen ins Ausland. Wo wird der überwiegende Anteil dieser neuen Pflanzen verwendet? In der Massentierhaltung als Tierfutter!!!

Auch in der EU wurden bereits mehrere Anträge für den Import dieser gentechnisch veränderten Pflanzen eingereicht. Die gültige Zulassung für 2,4-D läuft am 31.12.2015 aus. Derzeit ist in 26 EU-Staaten der Einsatz von 2,4-D erlaubt.

Kanada hat 2,4-D bereits zugelassen. In diesem Jahr geht es los. Der Freihandelsabkommen EU-Kanada CETA  ist nach vierjährigen Verhandlungen beschlossene Sache und Agent Orange rückt durch ein Freihandelsabkommen mit den USA immer näher.

Bereits mehrfach haben wir darauf hingewiesen, dass die EPA den Antrag auf Zulassung von 2,4-D, für neue Verwendungen bei gentechnisch verändertem Mais und Sojabohnen überprüfte. Die Petition, die das verhindern sollte, haben wir weltweit verbreitet. Und wie wir von unseren amerikanischen Netzfrauen erfahren haben, sind auch hier die Menschen entsetzt, dass auf die Gesundheit der Menschen – und dies weltweit – keinerlei Rücksicht genommen wird. Im Gegenteil: Alle negativen Folgen durch die genmanipulierten Getreidesorten, Pestizide und Herbizide werden einfach ignoriert.

Pestizide – „Mord auf Raten“

Pestizide: Rückstände in Trinkwasser, Brot, Babybrei, Tee, Muttermilch …

Wenn wir es zulassen, dass die Weltmarktführer der Pestizidproduktion, nämlich Monsanto, Dow und DuPont aus den USA, Syngenta aus der Schweiz oder Bayer und BASF aus Deutschland wie bisher ihre Giftbrühe auf den Feldern versprühen, so ist dies „Mord auf Raten“.

Monsanto und Dow

Dow Agro Sciences gehört zu den Weltmarktführern im Bereich Pflanzenschutz und Biotechnologie. Auch in Deutschland ist Dow führend. Auf den DLG-Feldtagen (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) wurden bereits im Juni 2014 unter anderem die Getreideherbizide Broadway für Windhalm oder Ackerfuchsschwanz sowie Primus Perfekt gezeigt. Mit Milestone kommt zum kommenden Herbst ein neues Herbizid auf den Markt. Quelle

Vietnam: Die Folgen von Agent Orange

Wälder entlauben, um die Verstecke des Gegners aufzudecken. So lautete das erklärte Ziel der Operation „Ranch Hand“ – zu Deutsch „Erntehelfer“. Ein harmlos klingender Name für eine Operation, die letztlich für menschliches Leid, Krebserkrankungen und Missbildungen steht. Zwischen 1962 und 1971 versprühte die amerikanische Luftwaffe im Vietnamkrieg das dioxinhaltige Entlaubungsmittel „Agent Orange“ aus Flugzeugen.

Dow Chemical und Monsanto stellten gemeinsam das dioxinhaltige Entlaubungsmittel Agent Orange her, durch dessen Einsatz tausende Vietnamesen und auch amerikanische Soldaten gesundheitlich geschädigt wurden. Bis heute kommt es zu einem vermehrten Auftreten von Schwangerschaftsschäden und Fehlbildungen unter der betroffenen Bevölkerung. Und nun auf unseren Feldern?

Die Höhe des zu erwartenden Einsatzes von 2,4-D ist erschütternd. Wissenschaftler schätzen, dass der weit verbreitete Anbau von Dow 2,4-D-Mais einen 25-fachen Anstieg der Verwendung des Pestizids auslöst, was einen gesteigerten Umsatz von derzeit ca. 4,2 Mio. Pfund auf 100 Mio. Pfund im Jahr 2019 bedeutet.

Agent Orange. Bald auch auf Feldern in deiner Nähe!

Per Mail:  EPA Approves ‘Agent Orange’ Deadly Duo Poison

The U.S. Environmental Protection Agency, ignoring more than 60 members of Congress and a half a million citizens, late yesterday approved a deadly new herbicide, Dow’s Enlist Duo, made from a combination of Monsanto’s Roundup and Dow’s “Agent Orange” 2,4-D.

The new herbicide will be used on Dow’s newly approved corn and soy crops, engineered to withstand massive doses of the new “Deadly Duo” herbicide. Absender

Mehr Informationen erhalten Sie aus unserem Beitrag „Agent Orange! – Aufruf: Verbietet Dow 2,4-D-Kulturen! Tell EPA: Keep Dow’s 2,4-D crops off the market

Wenn die ganze Luft, auf die wir zum Überleben angewiesen sind, vergiftet ist, was können wir dann noch tun? Wie kann man sich darauf vorbereiten?

Agent Orange: Das Gift wirkt bis heute!>

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Wenn die kriminellen Pestizide einen Genozid bei Bienen auslösen, wird in der Schweiz der Pestizidhersteller nicht genannt! - Man kann davon ausgehen, dass der kriminelle Pestizidhersteller "Syngenta" heisst.

20 minuten
                online, Logo

Schweiz 10.11.2014: <Emmental: Mysteriöses Bienensterben ist geklärt> - Pestizidhersteller hat "irrtümlich" ein Fungizid beigemischt und so einen Genozid an 172 Bienenvölkern ausgelöst - wahrscheinlich Syngenta

aus: 20 minuten online; 10.11.2014;
http://www.20min.ch/schweiz/bern/story/27503904

<Das Rätsel um das Bienensterben in der Region Zäziwil ist gelöst. Bei einem Pflanzenschutzmittelhersteller passierte ein Fehler. Die Obstbauern trifft keine Schuld.

Der Fall um die massenhaft verendeten Bienen im Emmental ist gelöst: Beim Hersteller eines zugelassenen Pflanzenschutzmittels ist das Insektizid Fipronil irrtümlich in ein Fungizid geraten. Die Obstbauern der Region trifft keine Schuld.

Das Bienensterben in der Region Zäziwil und Grosshöchstetten schreckte im April Bauern und Imker auf. 23 Bienenbestände mit 172 Bienenvölkern wurden dezimiert. In Proben toter Bienen wurde der Wirkstoff Fipronil nachgewiesen. Fipronil ist ein Insektengift mit schneller, anhaltender Wirkung. Als Pflanzenschutzmittel ist Fipronil in der Schweiz zur Verwendung in der Landwirtschaft und in Hausgärten nicht mehr zugelassen. Untersuchungen nach dem Bienensterben ergaben auch Fipronil-Spuren auf Blättern von Obstbäumen in der betroffenen Region. Wie das Fipronil dorthin kam, konnte zuerst nicht ermittelt werden.

Zugelassenes Mittel verunreinigt

Analysen von Pflanzenschutzmitteln führten nun die Experten auf die richtige Spur. Zwei unabhängige Labors wiesen in einem zugelassenen Pflanzenschutzmittel Fipronil-Verunreinigungen nach, wie der Bienengesundheitsdienst Apiservice in einer vom Landwirtschaftlichen Informationsdienst am Montag verbreiteten Mitteilung schreibt. Diese sei, schreibt Apiservice, von allen Akteuren wie Herstellern, Bundes- und Kantonsstellen, Verbänden und Imkern gemeinsam verfasst worden.

Abklärungen beim Hersteller des zugelassenen Pflanzenschutzmittels ergaben, dass das Fipronil irrtümlich in das Fungizid geraten war. Die Obstbauern in der betroffenen Region trifft demnach gemäss Mitteilung keine Schuld.

Das Bundesamt für Landwirtschaft hat den Schweizer Anbieter des betroffenen Fungizids nun angewiesen, die verunreinigten Chargen zurückzuziehen und die Bauern zu informieren. An einem runden Tisch wollen die involvierten Stellen klären, wie Ähnliches in Zukunft vermieden werden kann.

(sda)>

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Wir danken der Gift-Pharma Novartis, Bayer, Syngenta etc. für Ihre Werke der Umweltzerstörung: Die Erde ist derart vergiftet, dass man bald nichts mehr anpflanzen kann - und diese Chemiegiganten bezahlen immer noch keinen Cent für den Schaden, den sie anrichten (!!!). Wann merken die Regierungen eigentlich, dass Pestizide im Boden bleiben?

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Gift-Schweiz 17.11.2014: Jauche (Phosphor) und Pestizide haben die schweizer Böden total vergiftet - bald kann man nichts mehr anpflanzen, weil nichts mehr wächst (!!!)

aus: Schweizer Fernsehen online: Agrarbericht: Ist bald Feierabend für unsere Böden?- 17.11.2014;
http://www.srf.ch/news/schweiz/agrarbericht-ist-bald-feierabend-fuer-unsere-boeden

Der Experte:

<Der Landwirtschaftsexperte Marcel Liner spricht lieber von der aktuellen Belastung, statt von vergangenen Erfolgen.>

Der Artikel:

<Der Anteil an schädlichem Phosphor in Schweizer Böden ist alarmierend. Jedes Jahr kommt ein Überschuss von 5'900 Tonnen dazu. Das hält der Agrarbericht 2014 fest. Bei den Pestiziden sieht es noch düsterer aus. Hier spricht das Bundesamt gar von einer «Bedrohung der langfristigen Fruchtbarkeit».

n den 90erJahren ist die Schweiz erwacht. Damals gelangte Jahr für Jahr ein Überschuss von 20'000 Tonnen Phosphor in die Umwelt. In den nächsten 10 Jahren konnte diese Zahl auf rund 6'000 Tonnen reduziert werden. Was ermutigend klingt, gibt bei näherer Betrachtung dennoch wenig Anlass zur Euphorie.

Ein Güterzug voll Phosphor – mit 150 Wagen

Denn für den Zustand unserer Böden entscheidender sei der Phosphor, der bereits jetzt zu viel darin enthalten ist, kommentiert der Landwirtschaftsexperte Marcel Liner die Lage. 200'000 Tonnen sind es, rechnet der Agrarbericht des Bundesamtes für Landwirtschaft (BFL) vor. Pro-Natura-Projektleiter Liner kann diese Zahl bestätigen. Aber statt abzunehmen, nimmt diese Zahl weiter zu.

Bei der jetzigen Verwendung von Düngemitteln gelangen immer noch jährlich rund 6'000 Tonnen zu viel des Giftes in unsere Umwelt. Das entspricht einem Phosphor-Güterzug von gut drei Kilometern Länge.

Kaum noch Erfolge zu verbuchen

Was diese 6000 Tonnen zu viel an Phosphor für die Belastung der Böden und Gewässer bedeuten, rechnet Liner am Beispiel des Baldeggersees (LU/AG) vor.

Die aktuelle jährliche Phosphor-Zufuhr beträgt 4,5 Tonnen P/a. Die kritische Zufuhr-Menge beträgt 2,3 Tonnen. «Die aktuelle Zufuhr ist heute also doppelt so hoch wie die ökologisch verträgliche», sagt Liner auf Anfrage von SRF News Online.

Und ökologisch verträglich heisst dabei lediglich, dass ab dieser Menge der See nicht mehr künstliche belüftet werden müsste. Eine Erste-Hilfe-Massnahme, die man dem Baldeggersee seit nunmehr 30 Jahren angedeihen lassen muss. Und dass sich an dieser Situation bald etwas ändert, dafür gibt es kaum Anzeichen.

Zwar hat sich die Lage seit den 90erJahren massiv verbessert. Diese Verbesserungen der Phosphor-Bilanz (Differenz von Input und Output) geht aber auf Bemühungen in den ersten zehn Jahren zurück. «Seit der Jahrtausendwende ist nicht mehr viel passiert», sagt Liner.

Bauernpräsident Ritter weist die Kritik zurück. Die Ausbringung von Dünger sei in den letzten Jahren deutlich zurückgegangen. «Wir haben die Auflage, nur so viel zu düngen, wie die Pflanzen verwerten können, alles andere ist nicht zulässig.» Das werde sehr streng kontrolliert, so Ritter. Tatsächlich ist der Phosphor-Überschuss in den letzten zwanzig Jahren von jährlich 20‘000 Tonnen auf 6000 Tonnen gesunken. Gemäss Agrarpolitik 2014-17soll er weiter bis auf 4000 Tonnen jährlich sinken.

«  Die langfristige Fruchtbarkeit landwirtschaftlicher Böden in der Schweiz ist bedroht. »

Agrarbericht 2014

Noch unerfreulicher ist die Bilanz bei den in der Landwirtschaft eingesetzten Pestiziden und damit bei der Bodenbelastung mit giftigen Schwermetallen. Das Problem an den Schwermetallen: Sie werden kaum abgebaut, sondern einfach in tiefere Bodenschichten abgeschwemmt.

Zwar qualifiziert der Agrarbericht auch hier die Entwicklung als «gesamthaft erfreulich». Fokussiert man sich aber auf die bestehende Belastung durch Cadmium, Blei, Quecksilber, Zink und Kupfer zerfällt die prognostische Gelassenheit ziemlich rasch. Und der Bund räumt ein, dass die langfristige Fruchtbarkeit der Böden nicht mehr gewährleistet werden kann.

Zu viel Gülle, zu viel Gifte

So hat das Wasserforschungsinstitut der ETH im Frühjahr 2014 errechnet, dass in über 70 % der Schweizer Bäche und Flüsse Rückstände von landwirtschaftlichen Pflanzengiften schwimmen. Der Agrarbericht des Bundes spricht nun von jährlich 2000 Tonnen eingesetzter Pestizide.

Namentlich dokumentiert ist eine Gesamtzunahme beim Zink und beim Kupfer. Die Zunahme ist vor allem auf Grasland gemessen worden. Auf diesen Parzellen wurde laut BFL-Agrarbericht sehr viel Gülle ausgebracht, die in der Düngestatistik nicht mit gerechnet wird.
Für Umweltverbände ist klar: Viel ist passiert, aber noch lange nicht genug. Und sollen die Böden auch für unsere Enkel noch etwas taugen, müssen Schadstoffe aus den Böden verschwinden, nicht bloss weniger hinein gelangen.>

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Gift-Firma Monsanto schädigt systematisch das Sperma bei Männern, zum Beispiel mit dem Pestizid "Roundup":

Kopp-Verlag online, Logo

17.11.2014: <Roundup schädigt Spermazellen, gefährdet die Fortpflanzung>

aus: Kopp-Verlag online; 17.11.2014;
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/jonathan-benson/roundup-schaedigt-spermazellen-gefaehrdet-die-fortpflanzung.html

<Jonathan Benson

Bei Männern, die auch nur Spuren des Herbizids Roundup von Monsanto ausgesetzt sind, besteht das ernste Risiko von Spermaschädigung und eingeschränkter Fortpflanzungsfähigkeit, wie eine neue Studie ergab. Professor Gilles-Éric Séralini und seine Kollegen von der Universität Caen in Frankreich entdeckten, dass schon ein kurzzeitiger Kontakt mit Roundup in Konzentrationen, wie sie häufig nach dem Besprühen von Äckern im Wasser vorliegen, langfristige Fruchtbarkeitsprobleme nach sich ziehen kann, unter anderem durch eine Beeinträchtigung des Hormonhaushalts.

An 15 Ratten untersuchte das Team die Auswirkungen eines akuten Kontakts mit Glyphosat, dem bekanntesten Inhaltsstoff von Roundup, bei Säugetieren. Den zwei Monate alten Ratten wurde acht Tage lang eine wässrige Lösung mit 0,5 Prozent Roundup vorgesetzt, ungefähr so viel, wie sich in der Umwelt findet, wenn das Mittel auf Äckern und Rasenflächen versprüht wird.

Nach 68 Tagen (zwei Monaten), 87 Tagen (drei Monaten) und 112 Tagen (vier Monaten) wurden die Ratten erneut auf Veränderungen von Qualität, Menge und Motilität (Beweglichkeit) des Spermas sowie auf Veränderungen der normalen Genexpression in Spermazellen untersucht. Darüber hinaus maßen die Forscher auch den Hormonspiegel der Ratten, da Roundup schon zuvor mit einer Störung des Hormonhaushalts bei Säugetieren in Verbindung gebracht wurde.

Wie sich herausstellte, führte der kurzfristige Kontakt mit Roundup in normaler Konzentration zu Veränderungen in der Genexpression von Spermazellen, die wiederum ein Ungleichgewicht der Sexualhormone Androgen und Östrogen verursachten. Die signifikanteste Veränderung war eine erhöhte Aromatase mRNA, das Nebennieren-Enzym, das die Biosynthese von Östrogenen im Körper in Gang setzt.

Insbesondere bei dem Viermonatswert beobachteten Professor Séralini und sein Team eine erhöhte Expression von GPER1, dem G-Protein-gekoppelten Östrogenrezeptor 1. GPER 1 hilft, die Östrogenwirkung in Zellen und Gewebe zu steuern und den Hormonhaushalt auszugleichen. Mit anderen Worten: Roundup greift direkt in Produktion und Nutzung von Sexualhormonen im Körper ein, mit potenziell langfristigen und sogar dauerhaften gesundheitlichen Folgen.

»Nach Ansicht der Autoren könnte der wiederholte Kontakt mit Roundup in geringeren als in der Landwirtschaft üblichen Konzentrationen langfristig die Reproduktion bei Säugetieren schädigen«, erklärt die Website GMWatch.org. »Menschen, die über längere Zeit wiederholt geringen Dosen ausgesetzt sind – das sind auch Verbraucher, die Pflanzen essen, die mit Roundup produziert wurden, und Menschen, die zufällig anwesend sind, wenn andere sprühen – haben Grund, besorgt zu sein.«

Roundup ist überall, auch in öffentlichen Parks und in Nachbars Garten

Neben der verbreiteten Verwendung in der industriellen Landwirtschaft – der jährliche Verbrauch liegt bei fast 200 Millionen Pfund – ist Roundup auch ein Problem in der näheren Umgebung von Wohnstätten, beispielsweise in öffentlichen Parks, Bepflanzungen an Einkaufsmeilen oder in Nachbars Garten. Man kann ihm also nur schwer aus dem Weg gehen, für Männer ist es gar nicht so einfach, gesund zu bleiben.

»Die Ergebnisse der Studie sollten bei allen Alarm auslösen, die in der Landwirtschaft tätig sind, aber genauso auch bei Menschen, die Roundup im Auftrag von Kommunen versprühen, und sogar bei Hausgärtnern«, heißt es bei GMWatch.org weiter. »Wer ein Kind zeugen möchte, sollte besonders darauf achten, den Kontakt weitestgehend zu vermeiden. Er sollte organische Lebensmittel essen und sich dafür einsetzen, dass das Versprühen von Roundup in Wohngebieten verboten wird.«

Mit den neuen Ergebnissen haben wir weitere Beweise, die die Ergebnisse einer dänischen Studie aus dem Jahr 2010 über die Gesundheit der Männer in unserer modernen Zeit untermauern: Immer mehr werden unfruchtbar, weil sie chemischen Pestiziden und Herbiziden ausgesetzt sind. Und nicht nur das, sondern auch ihr Testosteronspiegel sinkt in nie gekanntem Ausmaß durch den Kontakt mit vielen Chemikalien, die ihnen Libido und Lebensqualität rauben, sie krankmachen und früher sterben lassen.>


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Der Standard online, Logo

Linz 21.11.2014: Pestizide im Brötchen: <Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Mehrkornweckerln entdeckt>

aus: Der Standard online; 21.11.2014;
http://derstandard.at/2000008459007/Rueckstaende-von-Pflanzenschutzmitteln-in-Mehrkornweckerln-entdeckt

<Geringe Konzentration in einem Drittel der Proben - Belastung dürfte aus importierten Mehlen stammen.

Linz - Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat bei einem Test von Mehrkornweckerln in einem Drittel der Proben Rückstände von Pflanzenschutzmitteln gefunden. Die gemessenen Konzentrationen lagen zwar deutlich unter den Grenzwerten, dennoch hätten Schädlingsbekämpfungsmittel nicht einmal in Spuren etwas in unseren Lebensmitteln verloren, so die Konsumentenschützer am Freitag.

15 Proben aus Bäckereien und Supermärkten im Raum Linz wurden untersucht, in fünf wurden Glyphosate nachgewiesen. Diese Stoffe dürften seit Mitte des Vorjahres in Österreich auch im konventionellen Landbau nicht mehr verwendet werden, sagte der Leiter der Konsumenteninformation, Georg Rathwallner auf APA-Anfrage. Es sei daher zu vermuten, dass in den betroffenen Fällen importierte Mehle verwendet wurden, so die AK. Beanstandet wurden die Weckerl von vier Handels- und einer Bäckereikette. (APA, 21.11.2014)>


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Nachrichten.at online, Logo

29.11.2014: <Lachs, das giftigste Lebensmittel der Welt> - Chemikalien, Fischfutterpellets mit Dioxin, Pestiziden oder Insektiziden - nur Bio-Lachs essen

aus: Nachrichten.at online; 29.11.2014;
http://www.nachrichten.at/nachrichten/meinung/blogs/slowfood/Lachs-das-giftigste-Lebensmittel-der-Welt;art157086,1549338

<Philipp Braun

Der Umweltaktivist Kurt Oddekalv spricht Klartext, was schon seit Jahren bekannt ist.

Lachsbrötchen, Lachstartar, gegrilltes Lachsfilet. Vor Jahrzehnten war dies noch der Inbegriff für das besondere Etwas, das Luxusessen für den speziellen Anlass. Kaum ein Weihnachtsschmaus oder eine Silvesterfeier verzichtete auf den Salmoniden. Auch heute stürzen sich Massen gedankenlos auf den Fisch. Bedenkenlos kann er jedoch nicht mehr verzehrt werden, wie kürzlich eine WELTjournal+-Dokumentation aufzeigte.

Der Einsatz von aggressiven Chemikalien gegen die Meereslaus oder Fischfutterpellets, bestehend aus Dioxin, Pestiziden oder Insektizide zeigt von der Verantwortungslosigkeit der Fischzuchtindustrie. Futterreste, Chemikalien und Exkremente bedecken den Meeresboden in den Fischfarmen für Zuchtlachs und ziehen schwere ökologische Folgeschäden nach sich.

Freilich, frischer Wildlachs, soferne es ihn noch gibt und er kein Opfer der Überfischungsindustrie geworden ist, punktet mit Geschmack und 5 bis 7 Prozent Fett. Zuchtlachs jedoch weist alarmierende Schadstoffe, mindere Qualität und einen Fettanteil von 15 bis 34 Prozent aus. Selbst die schwedische Regierung warnt davor, Fettfische wie Lachse oder Heringe zu verzehren, da diese Schadstoffe im Fettgewerbe binden und Gifte mit sich tragen. Aufgrund des Dioxingehalts sollen sie vermieden werden. Sie können den Hormonhaushalt beeinflussen und Krebs verursachen, so die Fernsehdokumentation. Ein Widerspruch zu der Empfehlung des österreichischen Ministeriums für Gesundheit, das pro Woche mindestens ein bis zwei Portionen fettreichen Seefisch wie Makrele, Lachs, Thunfisch und Hering empfiehlt.

Auch der Onkologe Jean Loup Mouysset rät seinen Patienten maximal ein bis zwei Mal pro Monat Fisch zu essen. Der Experte argumentiert ebenso mit dem hohen Gehalt an Pestiziden und Quecksilber und appelliert weiters, dass Menschen Lachs, Dorsch oder Thunfisch aufgrund gesundheitlicher Risiken meiden sollen.

Schlussendlich bleibt es jedem selbst überlassen, was er essen soll, wie er feiern möchte und welche belegten Brötchen verzehrt werden. Davor sollte man sich aber informieren und darum lege ich die Sendung jedem ans Herzen - zu sehen in der ORFTV Thek. Nicht zuletzt um zu erfahren, welchen Wert der Lachs für die Fertiggerichte-Industrie hat.>

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29.12.2014: Pestizid Glyphosat bei genveränderten Nahrungsmitteln und Autismus: <US-Wissenschaftlerin bringt GVO mit Autismus in Verbindung>


Grafik: Das Pestizid Glyphosat (rote
                        Kurve) und Autismus (gelbe Säulen) stehen in
                        direkter Verbindung zueinander
Grafik: Das Pestizid Glyphosat (rote Kurve) und Autismus (gelbe Säulen) stehen in direkter Verbindung zueinander

aus: Kopp-Verlag online; 29.12.2014;
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/f-william-engdahl/us-wissenschaftlerin-bringt-gvo-mit-autismus-in-verbindung.html

<F. William Engdahl

Eine Wissenschaftlerin am renommierten Massachusetts Institute of Technology, einer der führenden Universitäten der Vereinigten Staaten, warnt, im Jahr 2025, also in gerade einmal zehn Jahren, könnte jedes zweite Kind in den USA mit Autismus geboren werden. Die Wissenschaftlerin leitet eine 30-Jahres-Studie über den Zusammenhang zwischen Ernährung und Krankheiten. Nach dieser Studie ist der schockierende Anstieg von Autismus auf den Konsum des hochgiftigen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat zurückzuführen, das routinemäßig auf Genmais und Gensoja versprüht wird, die in den USA (aber auch in der EU, in Russland und China) über Tierfutter in die Nahrungskette gelangen.

Die Biophysikerin und Elektroingenieurin Dr. Stephanie Seneff vom MIT hat über 170 wissenschaftliche Artikel mit so genanntem »peer review« veröffentlicht. Seit einigen Jahren konzentriert sie sich auf die Beziehung zwischen Ernährung und Krankheiten, insbesondere Alzheimer, Autismus und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie auf die Auswirkung von Nährstoffdefiziten und Umweltgiften auf die menschliche Gesundheit.

Bei einer Konferenz Ende Oktober 2014 in Groton, Massachusetts, präsentierte Seneff die neuesten Erkenntnisse ihrer Arbeitsgruppe über die Verbindung zwischen dem Verzehr von Glyphosat und Autismus. Ihren schockierten Zuhörern erklärte sie: »Bei der heutigen Zuwachsrate wird 2025 jedes zweite Kind autistisch sein.« Sie betonte, die Nebeneffekte von Autismus ähnelten einer Glyphosat-Vergiftung, und präsentierte Daten, die eine deutliche Verbindung zwischen der Anwendung von Roundup auf Feldfrüchte wie Mais oder Sojabohnen und der zunehmenden Häufigkeit von Autismus zeigten.

Glyphosat und Monsantos Machtpolitik

Roundup ist der meistverwendete Unkrautkiller der Welt. Jeder amerikanische Landwirt, der GV-Saatgut von Monsanto (oder einem anderen Hersteller) kauft, muss sich vertraglich verpflichten, es auf Gensoja und Genmais zu versprühen. Und das ist keine Kleinigkeit.

1992 einigte sich US-Präsident George H. W. Bush mit Monsanto darauf, keine unabhängige staatliche Gesundheits- und Sicherheitsüberprüfung von Roundup und Roundup-resistenten GVO (gentechnisch veränderte Organismen) durchzuführen. Roundup enthält Glyphosat und weitere nicht deklarierte Giftstoffe. Bis heute werden alle Sicherheitstests von Monsanto selbst geliefert, die Firma wurde wiederholt bei der Übermittlung falscher Daten erwischt.

Abgerundet wird das kriminelle Bild durch die Berufung des früheren Monsanto-Vizechefs Michael R. Taylor zum Stellvertretenden Kommissar für Lebensmittel bei der amerikanischen Lebensmittelsicherheits- und Arzneimittelzulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration).

Dabei wissen nur wenige, dass die am häufigsten angebauten GV-Feldfrüchte – Gensoja und Genmais – gentechnisch so verändert sind, dass sie hohen Dosen des Unkrautkillers Roundup oder ähnlichen Glyphosat-haltigen Mitteln widerstehen. Sie sind nicht genmanipuliert, um höhere Erträge zu bringen oder den Chemikalieneinsatz zu reduzieren. Sondern nur, um gegen hohe Dosen von Glyphosat resistent zu sein.

Autismus und Glyphosat

Wie Seneffs Studie ergab, zeigen Kinder mit Autismus Biomarker für überschüssiges Glyphosat, beispielsweise Zink- und Eisenmangel, niedrige Werte von Serum-Sulfat, Krampfanfälle und mitochondriale Störungen. Anhand von Schaubildern belegte Seneff einen deutlichen Zusammenhang zwischen der zunehmenden Anwendung von Roundup (mit Glyphosat) und der Anstiegsrate von Autismus.

Wie ihr Diagramm zeigt, nimmt die Häufigkeit von Autismus bei Kindern seit 1992 ständig zu, nachdem Präsident Bush Monsanto freie Hand ließ und sich Monsanto-Pflanzen auf amerikanischen Äckern verbreiteten. Heute sind rund 97 Prozent aller Sojabohnen in den USA gentechnisch verändert, die meisten stammen von Monsanto. Über 80 Prozent des Maises in den USA ist mit Glyphosat besprühter Genmais. Seit 1992 ist der Verbrauch von Glyphosat auf amerikanischen Äckern auf fast das 400 000-Fache gestiegen. Seneffs Diagramm zeigt dementsprechend eine erstaunliche Korrelation mit dem Anstieg von Autismus seit 1992. Damals lag die Zahl der neuen Fälle bei 15 000, bis 2010 war sie auf fast 380 000 Fälle gestiegen.

Die MIT-Wissenschaftlerin betont: Die Häufigkeit von Autismus ist von 1:5000 im Jahr 1975 auf heute 1:68 gestiegen, mit weiterhin steigender Tendenz. Und Autismus steht in enger Verbindung mit der zunehmenden Anwendung von Glyphosat. Glyphosat-kontaminierte Soja- und Maisprodukte finden sich heute in besorgniserregenden Mengen in der amerikanischen Ernährung.

Da es praktisch auf den gesamten Genmais in den USA versprüht wird und da fast der gesamte US-Mais gentechnisch verändert wird, finden sich Spuren von Glyphosat in allen Limonaden wie Cola oder Fanta oder allen mit Maissirup gesüßten Süßigkeiten. Alle Chips, Müslis und Schokoriegel sind mit Soja-Füllmitteln versetzt, die die Hersteller zugeben, um natürliche Nahrungsmittel wie Rindfleisch oder Geflügel »zu strecken«. Es gibt Sojaprotein-Isolate oder strukturierte Soja in milchfreier Eiscreme, aufgeschlagenem Tortenüberzug, fettarmem Milchpulver, vorgeformten Hamburger-Fleischplatten und Fleischkäse zum Fertigbacken. Mit Glyphosat besprühte Gensoja findet in der Fastfood- und Snackindustrie vielfache Verwendung, beispielsweise in Chicken Nuggets, Energieriegeln, kohlenhydratarmen Snacks, vegetarischen Produkten und anderen industriell verarbeiteten Lebensmitteln. Auch Weizen wird häufig kurz vor der Ernte mit Roundup besprüht, also enthalten auch alles nicht organische Brot und andere Weizenprodukte giftiges Glyphosat.

Wie Dr. Seneff betonte, braucht der Gehalt von Glyphosat in einzelnen Produkten gar nicht hoch zu sein, trotzdem kann der kumulative Effekt (vor allem angesichts der Menge an industriell verarbeiteten Lebensmitteln, die die Amerikaner essen) verheerend sein.

Glyphosat in der Muttermilch

Am 14. Mai 2014 kamen Vertreterinnen einer Organisation namens Moms Across America in Washington mit hohen Repräsentanten der Umweltschutzbehörde EPA (Environmental Protection Agency) zusammen, um darüber zu beraten, wie der Glyphosat-Einsatz bei Feldfrüchten in den USA verringert werden kann. Um den Termin zu erhalten, hatten die Frauen auf Facebook eine massive Kampagne gestartet. Sie zitierten neuere Studien, wonach die Muttermilch in den USA häufig mit Roundup kontaminiert ist.

Bei jüngeren Studien war in der Milch amerikanischer Mütter Glyphosat in Konzentrationen nachgewiesen worden, die um das 760- bis 1600-Fache über dem Grenzwert für Trinkwasser in Europa lagen. Auch Urinproben ergaben zehnmal mehr Glyphosat im Urin von Amerikanern als von Europäern.

Vor der Presse erklärte Zen Honeycutt, die Gründerin von Moms Across America: »Es ist ein Gift und es ist in unserem Essen. Und jetzt finden sie es in der Muttermilch. Zahlreiche Studien weisen auf schwere Schädigungen bei Säugetieren hin. Wir wollen ein Ende dieser toxischen Chemiecocktails in unserem Essen.« Die EPA versprach eine erneute Untersuchung des Glyphosat-Einsatzes, sie setzte sich eine Frist bis 2015, um über eine Einschränkung oder Einstellung der Anwendung zu entscheiden.

Dabei ist allerdings nicht klar, ob die Untersuchung erstmals seit Beginn der Roundup-Anwendung zu Beginn der 1990er Jahre auch unabhängige staatliche Tests einschließen soll, anstatt sich auf die Ergebnisse von circa 100 bestehenden Tests zu verlassen, denen zufolge Glyphosat in den verwendeten Mengen für Menschen unschädlich ist. Diese Tests wurden fast ausnahmslos von Monsanto und anderen GVO-Produzenten zur Verfügung gestellt.

Bislang gibt es Beweise für Korruption auf hoher Ebene der Behörden der US-Regierung, denen die Verantwortung für Gesundheit und Wohlergehen der Bürger obliegt. Sie werden schwerlich ernsthafte Forschung oder ein Moratorium für Glyphosat auf der Grundlage ausgedehnter Untersuchungen wie einst bei DDT zulassen.

Anfang Dezember 2014 veröffentlichte das US-Landwirtschaftsministerium die Ergebnisse einer Studie, wonach zwar in mehr als der Hälfte der getesteten Lebensmittel Pestizidrückstände nachweisbar waren, diese jedoch bei 99 Prozent der Proben in den von der Regierung als sicher erachteten Grenzen lagen; bei 40 Prozent der Proben fanden sich überhaupt keine Spuren von Pestiziden.

Dennoch räumte das Ministerium ein, aus »Kostenerwägungen« nicht auf Rückstände von Glyphosat getestet zu haben. Aus »Kostenerwägungen« machte man sich nicht die Mühe, auf den aktiven Inhaltsstoff des meistverwendeten Unkrautkillers zu testen? Nach ihrem Vortrag in Groton sagte Dr. Seneff: »Meiner Ansicht nach lässt sich die Lage kaum noch reparieren. Wir brauchen drastische Maßnahmen.« Die Weihnachtszeit ist eine gute Zeit, um über den Wert eines Menschen, eines jeden menschlichen Lebens, nachzudenken. Zu oft scheint das heute in Vergessenheit zu geraten, besonders, wenn die GVO-Lobby ihre Macht ins Spiel bringt.>


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14.2.2015: <Schattenseite der Tulpen: Monokulturen, Ausbeutung und Pestizide>

aus: Netzfrauen online; 14.2.2015; https://netzfrauen.org/2015/02/14/schattenseite-der-tulpen-monokulturen-ausbeutung-und-pestizide/

<Wenn Blumen sprechen könnten, dann würden sie von miserablen Arbeitsbedingungen, Hungerlöhnen, Gesundheitsrisiken und ökologischem Desaster in der Blumenindustrie Afrikas und Lateinamerikas berichten.

Schön anzusehen, aber häufig mit Gift hochgepäppelt. Der Winter ist noch gar nicht ganz passé, da leuchten sie wieder in den Discountern, die Tulpen.

In unseren Discountern und Supermärkten, aber auch in Baumärkten, werden zu jeder Jahreszeit Schnittblumen und Topfpflanzen angeboten. Aldi ist sogar der größte deutsche Blumen-Verkäufer.

Den Anteil der Discounter, Supermärkte und Baumärkte an dem Geschäft ist in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Deren Anteil liegt bereits bei rund 40 Prozent.

Rund 8,7 Milliarden Euro haben die deutschen Verbraucher 2012  für Schnittblumen, Garten- und Zimmerpflanzen ausgegeben – das waren rund 106 Euro pro Kopf.

Viele der zum Valentinstag verschenkten Blumen wurden auf menschenunwürdige Art produziert, sind mit Pestiziden behandelt und gemanipuliert. Die Firmen ersinnen immer neues Saatgut. Blumen erblühen in Farben, die ihnen die Natur nicht zubilligen wollte und schon wandert z.B. die Frankenstein-Tulpe nach einer langen Reise direkt in die Blumenvase auf den Tisch, wo sie recht lange blühen soll. Ob lila, mit Streifen oder bunt, es gibt nichts was es nicht gibt. Sogar Monsanto mischt mit und wer da noch glaubt, die Tulpen seien wie es das alte  Lied verspricht,  aus Amsterdam, auch da müssen wir Sie enttäuschen.

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14.2.2015: Pestizide zur Wanderungszeit der Amphibien ausgebracht töten Amphibien ab

aus: Der Standard online: Landwirtschaftliche Pestizide als tödliche Gefahr für Amphibien 14. Februar 2015, 16:42
http://derstandard.at/2000011477089/Landwirtschaftliche-Pestizide-als-toedliche-Gefahr-fuer-Amphibien

<Zur Laichzeit durchwandern Amphibien oft Agrarflächen - Wanderungszeiträume und Pestizidanwendungen überschneiden sich häufig Landau/Müncheberg - Amphibien zählen zu den am stärksten gefährdeten Tiergruppen weltweit. Als eine mögliche Ursache wird die Intensivierung der Landwirtschaft diskutiert. Die Laichwanderungen der Tiere überschneiden sich häufig mit landwirtschaftlichen Pestizidanwendungen, wodurch die Lurche stark gefährdet sind, berichten Forscher im Fachmagazin "Basic and Applied Ecology".

Vor allem auf dem Weg zu ihren Laichplätzen müssen sie im Frühjahr oft Anbauflächen durchqueren. Bereits 2013 wiesen Forscher nach, dass gebräuchliche Pestizide zu direkter Mortalität bei Amphibien führen können. Nun untersuchte ein Team um Carsten Brühl von der Universität Koblenz-Landau und Gert Berger vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandforschung (ZALF) in Müncheberg, wie sich Pestizidanwendungen auf Laichwanderungen auswirken.

Gefährliche Überschneidung

Über zwei Jahre hinweg analysierten sie auf dutzenden Anbauflächen das zeitliche Zusammentreffen von 330 Pestizidanwendungen mit den Laichwanderungen. Beobachtet wurden dabei vier Arten: Moorfrösche, Knoblauchkröten, Gelbbauchunken und Kammmolche. Wie stark die Amphibien durch Pestizide gefährdet sind, hänge insbesondere vom Zeitpunkt der Laichwanderung ab, da das Pestizidmanagement je nach Kulturpflanze variiere, so die Forscher.

"Die Daten zeigen, dass viele Amphibien Anbauflächen durchwandern können wenn die Pflanzen hoch sind und damit die Gefahr einer direkten Übersprühung der Tiere geringer ist", erklärt Brühl. "Es kann aber auch ein vergleichsweise kleiner Populationsanteil, je nach Pflanzenstand, der vollen Anwendungsrate der Pestizide ausgesetzt sein". Wie groß die tatsächlichen Effekte sind, müsse aber noch genauer erforscht werden. Berücksichtigung in Zulassungsverfahren Denn bislang sei in Laborstudien die Toxizität von nur wenigen Pestiziden untersucht worden. Erste Ergebnisse zeigten jedoch, dass unter Laborbedingungen manche Pestizide bei landwirtschaftlich üblichen Anwendungsmengen zu einer Sterblichkeitsrate von 100 Prozent führen. "Zudem haben wir nur einen Zeitraum von zwei Jahren untersucht. Wir gehen davon aus, dass sich mögliche Effekte der Pestizide erst nach einer größeren Zeitspanne auf die Populationsgröße auswirken", so Brühl.

Weitere Forschung sei dringend nötig, um das Wissen über die Effekte von Pestiziden auf Amphibien auszubauen, betonen die Forscher. Außerdem müsse die Risikoabschätzung für Amphibien Eingang ins Zulassungsverfahren von Pflanzenschutzmitteln finden.

(red, derStandard.at, 14.2.2015)

Abstract

Basic and Applied Ecology: "Temporal coincidence of amphibian migration and pesticide applications on arable fields in spring" - derstandard.at/2000011477089/Landwirtschaftliche-Pestizide-als-toedliche-Gefahr-fuer-Amphibien>

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2.3.2015: Pestizide im Pelz - Pelze sind Sondermüll

aus: Netzfrauen online: Das Ultimative Argument für Pelzgegner : “Wissen Sie, dass Sie Sondermüll um den Hals tragen ?“ - 2.3.2015;
https://netzfrauen.org/2015/03/02/das-ultimative-argument-fuer-pelzgegner-wissen-sie-dass-sie-sondermuell-um-den-hals-tragen/

<Bald kommt der Frühling und eine Jahreszeit geht zu Ende, die vielen Tierfreunden ein großes Maß an Geduld und Toleranz abverlangt. Obwohl es bei den Netzfrauen und auch mittlerweile so ziemlich in jeder  Zeitschrift, in jedem TV Magazin Informationen darüber gegeben hat, welches Ausmaß an Tierleid hinter jedem einzelnen Pelzmantel, Kapuzenkragen oder Mützenbommel steckt, war das Straßenbild mehr denn je geprägt von Menschen, die irgendein Stück Fell von irgendeinem toten Tier stolz zur Schau trugen. Siehe auch Achtung! Das Leid der Tiere – Kunstpelz ist oft echtes Hundefell

„Oh, toller Mantel! Ich hasse auch Tiere“ ist zwar ein origineller Ansatz im Gespräch mit Pelzfans, wesentlich nachhaltiger dürfte jedoch der Spruch wirken „ Wissen Sie eigentlich, dass Sie Sondermüll um den Hals tragen?“.  Denn er ist wahr.

Sondermüll am Hals

Die Pelz-Branche meldet Rekorde. Innerhalb von zehn Jahren sind die Umsätze explodiert, weltweit auf über 12 Milliarden Euro. Das ist ein Plus von 30 Prozent. Allein in Deutschland wird jährlich eine Milliarde Euro mit Pelz umgesetzt. Nur wenige Designer sprechen sich gegen die Verwendung von Echtpelz aus.

Bereits in den vergangenen Jahren, unter anderem in der Spiegelausgabe 49/2011,  gab es wiederholt Schlagzeilen über massive Belastungen mit bedenklichen Chemikalien in Pelzprodukten. Formaldehyd, Alkylphenolethoxylate, Schwermetalle und sogar DDT,  in so hohem Ausmaß, dass eine Gesundheitsgefährdung für Angestellte und Verbraucher nicht auszuschließen sei. (Manfred Krautter vom Prüfinstitut EcoAid.).

Dies übrigens nicht nur bei Billigprodukten, sondern auch bei namenhaften Luxusmarken. Insgesamt hat sich sein Institut 35 Fellproben unterschiedlicher Hersteller angeschaut. 97 Prozent davon seien „stark bis sehr stark belastet“ und deshalb „gesundheitlich bedenklich bis sehr bedenklich“.

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Warum schalten die Netzfrauen Werbung?

Weiter heißt es in dem Spiegel Artikel : „Offenbar enthielten viele davon Stoffe, die als krebs- und allergieauslösend gelten, Nervenschäden und Schleimhautreizungen auslösen können, in das Hormonsystem des Menschen eingreifen und zum Teil in der EU sogar verboten sind. In mindestens zwölf Fällen war die nachgewiesene Belastung der Pelzprodukte so hoch, dass vermutlich gegen gesetzliche Auflagen verstoßen wurde.

„Dazu kommt, dass man nicht weiß, wie dieser Cocktail von Schadstoffen wirkt“, sagt Hermann Kruse, Toxikologe an der Universität Kiel. „Wenn man es an den Kriterien des Chemikaliengesetzes misst, ist das, was die Leute sich um den Hals legen, schlicht Sondermüll“, ergänzt Krautter.“

Seitdem scheint sich wenig geändert zu haben. In der aktuellen Ausgabe des ARD-Magazins PlusMinus vom 18. 02. 2015 wurde erneut über besorgniserregende Laborfunde berichtet.

Krebserregende Chemikalien

Eine Laboranalyse verschiedener Pelz-Proben weist bei allen eine Chemikalienbelastung nach. Teils ist sie sehr hoch.

Der Pelz der Subdued-Jacke enthält 2100 mg/kg Nonylphenolethoxylate – fast das Doppelte des zulässigen Wertes der EU-Chemikalienverordnung REACH. Dieser Stoff kommt etwa beim Waschen der Pelze zum Einsatz. Seine Abbauprodukte sind hormonstörend und fruchtbarkeitsschädigend. Im Pelzbommel der Mütze von Ludwig Beck werden 570mg/kg des krebserregenden und allergieauslösenden Formaldehyds nachgewiesen. Toxikologen sehen eine Gefahr für Verbraucher. Lesen Sie den ganzen Bericht : Gift im Pelz Lukratives Geschäft mit Täuschung und Tierleid

Hermann Kruse, Toxikologe, Universität Kiel:

»Diese Konzentrationen, die hier analysiert wurden, sind so hoch, dass bei sensibilisierten Menschen, aber auch bei denen, die das noch gar nicht sind, schon bei längerem Tragen dieser Pelze auf der Haut erste Reaktionen eintreten können, die sich darin äußern, dass die Haut sich rot färbt, dass sie auch Ekzeme bekommen, die sogar eitrig werden können.«

Für Pelzgegner bleibt der Trost, dass auf diese Weise vielleicht doch der ein oder andere Pelzfan seine Kaufentscheidung überdenkt und damit sich und den betroffenen Tieren etwas Gutes tut.

Netzfrau Bettina.M.Schneider>


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8.4.2015: Kriminelle Schweinz=giftige Schweinz - Pestizide noch und noch in schweinzer Gewässern

aus: Tagesanzeiger online: Studie: Pestizid-Cocktail belastet Schweizer Gewässer, 8.4.2015;
http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/natur/Studie-PestizidCocktail-belastet-Schweizer-Gewaesser/story/30991281

<Von der Landwirtschaft eingesetzte Insekten- und Pilzgifte belasten Seen und Flüsse stärker, als bisher angenommen. Dies zeigt eine neue Studie.

Schweizer Gewässer sind mit einem Cocktail von Pestiziden belastet. Manche dieser Substanzen wie Insekten- und Pilzgifte würden bei den Überwachungsprogrammen zu wenig beachtet, urteilen nun Forschende in einer in der Fachzeitschrift «Aqua Gas» veröffentlichten Studie.

Der Grund ist laut den Wissenschaftlern der Wasserforschungsanstalt Eawag, dass Insektizide und Fungizide in Gewässern meist in geringeren Konzentrationen vorliegen als Unkrautvernichter (Herbizide). Dadurch waren sie bislang schwerer nachzuweisen. Doch seien gerade Insektizide sehr toxisch und vermutlich der Grund, warum es in Flüssen oft keine Insekten mehr gibt.

Das Projekt «Nawa Spez» hatte bereits letztes Jahr zu Tage gefördert, dass Schweizer Flüsse mit zahlreichen Pflanzenschutzmitteln verunreinigt sind. Dafür waren fünf typische Schweizer Bäche auf Pestizide untersucht worden. Im aktuellen Artikel setzt sich das Team um Juliane Hollender nun detaillierter mit den Insekten- und Pilzgiften auseinander und bezieht alle wichtigen Insektizidgruppen ein, wie die Umweltchemikerin erklärte.

Qualitätsziele überschritten

Dabei stellten die Wissenschaftler fest, dass die langfristigen Qualitätsziele häufig überschritten wurden – insbesondere bei der Insektizidgruppe der Pyrethroide, die gegen Tierparasiten und Schadinsekten im Landbau eingesetzt werden.

«Es hat uns überrascht, dass wir so viele Insektizide gefunden haben, obwohl die Einsatzmengen deutlich geringer sind als bei den Herbiziden», sagte Hollender.

«Die in unseren Gewässern vorkommenden Konzentrationen sind vermutlich sehr kritisch für Wasserorganismen wie Wasserflöhe.»Juliane Hollender

Im heutigen Routinemonitoring für den Gewässerschutz seien die Insektizide und Fungizide untervertreten und daher werde ihre Belastung deutlich unterschätzt, schreiben die Forschenden.

Insektizide besser überwachen

Die vielen Überschreitungen von Grenzwerten zeigten, dass insbesondere Insektizide für das Gewässer viel wichtiger seien, als es die Monitoringprogramme nahelegten. Es sei daher nötig, in Zukunft mehr Insektizide routinemässig zu analysieren. Dafür seien zum Teil Spezialmethoden notwendig.

Dieser Forderung schliesst sich auch die Gewässerschutzorganisation Aqua Viva an. Sie fordert die Kantone auf, auch Pilz- und Insektengifte in ihre Monitoringprogramme aufzunehmen. «Da der Bund derzeit eine Strategie Pflanzenschutzmittel ausarbeitet, ist dies der richtige Zeitpunkt», sagte Aqua Viva-Geschäftsführer Stefan Kunz in einer Mitteilung der Organisation.

Vor allem aus Landwirtschaft

Insekten- und Pilzgifte würden vor allem in der Landwirtschaft eingesetzt, insbesondere im Obst- und Gemüsebau, erklärte Hollender. Die Hälfte der Insektizide und 20 Prozent der Fungizide würden aber auch im Siedlungsgebiet und in Gärten als Schädlingsvernichtungsmittel genutzt, so dass auch aus dieser Quelle eine Belastung komme.

Für das Projekt wurden die Flüsse Salmsacher Aach (SG), Furtbach (ZH), Surb (AG), Limpach (SO) und Mentue (VD) untersucht. Laut den Forschern sind ähnlich hohe Belastungen auf weiten Strecken des Schweizer Gewässernetzes zu erwarten.

Das Projekt wurde im Auftrag des Bundes in Zusammenarbeit zwischen Eawag, Bundesamt für Umwelt (Bafu) und fünf Kantonen durchgeführt. Sie hatten die fünf Flüsse zwischen März und Juli 2012 auf gut wasserlösliche synthetische Pflanzenschutzmittel und Biozide untersucht. (pst/sda)>

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8.9.2015: <Neue Studie: Pestizide sind ein Hauptgrund für Unfruchtbarkeit und Erektionsstörungen – New Study: Pesticides a “Major Cause” of Infertility and Male Erectile Dysfunction>

aus: Netzfrauen online; 8.9.2015;
https://netzfrauen.org/2015/09/08/neue-studie-pestizide-sind-ein-hauptgrund-fuer-unfruchtbarkeit-und-erektionsstoerungen-new-study-pesticides-a-major-cause-of-infertility-male-erectile-dysfunction/

<Männer leiden vermehrt unter Erektionsstörungen. Wie kam es zu einem derartig Anstieg im Vergleich zu früher? Auch ist eine steigende Anzahl an Geburtsdefekten zu beobachten.

Dass einige Umweltfaktoren wie Pestizide, Herbizide, Phthalate, organische Chlorverbindungen, Schwermetalle und Strahlung die Hodenfunktion und Gesundheit der Spermien schädigen können, ist bekannt – doch zunehmend wird die enorme Verwendung von Pestiziden in der Umwelt zu einem Problem.

Wir Netzfrauen hatten bereits in 2014 von einer Studie berichtet, die bewies, dass Roundup Spermien schädigt. Diese Studie wurde von Professor Gilles-Éric Séralini und seinem Team durchgeführt.

Auch in London stellten Wissenschaftler fest, dass die Chemikalien, die eigentlich die Insekten vernichten sollen, für Unfruchtbarkeit und Erektionsstörungen bei Männern verantwortlich sind.

Eine aktuelle Studie kommt ebenfalls zu dem Ergebnis und vielleicht ist das ein Grund, dass sich auch die Herren der Schöpfung, die in der Politik leider noch maßgeblich das Sagen haben, jetzt mal intensiver mit dieser Sache auseinandersetzen.

Mögliche Wirkungsweisen von Pestiziden auf die Erektionsfunktion – ein Beitrag zu männlicher Unfruchtbarkeit

Die Fruchtbarkeit von Männern ist rückläufig. Schon seit Jahren versuchen Wissenschaftler herauszufinden, warum das der Fall ist. Die Zahlen sind schockierend – zwischen 60 und 80 Millionen Paare weltweit haben Schwierigkeiten, Nachwuchs zu bekommen. Es gibt eine mögliche Ursache, zumindest, wenn man die Belege der vor kurzem in  Science Direct veröffentlichten Studie heranzieht.

Unter dem Titel Potential pathways of pesticide action on erectile function – A contributory factor in male infertility,” (Mögliche Wirkungsweisen von Pestiziden auf die Erektionsfunktion – ein Beitrag zu männlicher Unfruchtbarkeit), zeigt die Studie, dass – neben Schwermetallen, Radioaktivität und der Luftvergiftung durch die organische Chemie – Pestizide signifikant zu Erektionsstörungen und der nachlassenden Fruchtbarkeit bei Männern beitragen. Natürlich gibt es unzählige weitere Ursachen, die zu berücksichtigen sind: psychische, physische, pathologische, umwelt- und ernährungsbedingte sowie andere.

In verschiedenen Studien geht man davon aus, dass bis zu 52 % aller Männer über 40 unter Erektionsstörungen leiden. Wie kam es zu einem derartigen Anstieg im Vergleich zu früher? Auch ist eine steigende Anzahl an Geburtsdefekten zu beobachten.

Ist es eine Überraschung, nachdem festgestellt wurde, dass Atrazine von Syngenta bei Fröschen dazu führte, ihr Geschlecht zu ändern und zu gravierenden Fruchtbarkeitsproblemen führt? Diese Tatsache wird vom Unternehmen natürlich nicht gerne publik gemacht. Oder wenn Monsanto die wirklichen Folgen ihres Pflanzenschutzmittels Glyphosat auf die Fruchtbarkeit verheimlicht?

Wie man in der Ausgabe vom 16. April 15 in den Proceedings of the National Academy of Sciences : nachlesen kann:

“…Universität von Kalifornien, Berkeley, Developmental Endocrinologist Tyrone B. Hayes, Associate Professor für integrative Biologie und seine Kollegen berichten, dass bei Atrazine-Werten, wie sie auch in der Umwelt vorkommen, Kaulquappen entmannt und zu Hermaphroditen werden – also zu Wesen, die sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsmerkmale aufweisen. Das Pflanzenschutzmittel senkt auch den Wert an männlichen Hormonen bei ausgewachsenen, sexualfähigen Fröschen um den Faktor 10. Der Wert ist dann niedriger als bei normalen weiblichen Fröschen.“

Interessant ist auch der folgende Bericht, erschienen im Journal of Reproductive Toxicology, mit dem Titel „Glyphosat beeinflusst die männliche Reproduktionsfähigkeit, indem es Störungen beim Gonadotropin-Ausdruck hervorruft:”

„Die Studie zeigt erstmals die Folgen für die reproduktive Entwicklung männlichen Nachwuchs von Muttertieren auf, die nur während der perinatalen Phase mit Glyphosat behandelt wurden. Wir stellen fest, dass eine derartige Belastung zu Verhaltensänderungen sowie histologischen und endokrinen Problemen bei den Reproduktionsparametern führt.

Mit derartigen Belegen für Erektionsstörungen durch Pestizide wundern Sie sich vermutlich über den steilen Anstieg dieser Chemikalien in den USA. Um es ganz deutlich zu sagen: Es gibt noch zahlreiche andere Probleme, die sich aus der steigenden Nutzung von Pestiziden ergeben.

Warum sind Pestizide der „Hauptgrund” männlicher Unfruchtbarkeit?

Aus Sicht der Autoren sind Pestizide „ein Hauptgrund männlicher Unfruchtbarkeit.” Dafür gibt es mehrere Gründe, …

… für deren Übersetzung bereits ein fundiertes medizinisches Verständnis vorausgesetzt wird, über das ich leider nicht verfüge und daher auf den Original-Artikel verweisen muss. Ich bitte um Verständnis.

Lesen Sie dazu auch die Studie aus 2014: Roundup schädigt Spermien – Roundup damages sperm – new study>

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8.9.2015: <Studie: Gehirnschädigung durch Glyphosat – Roundup Causes Toxic Damage to Rat Brains>

aus: Netzfrauen online; 8.9.2015;
https://netzfrauen.org/2015/09/08/studie-gehirnschaedigung-durch-glyphosat-roundup-causes-toxic-damage-to-rat-brains/

<Studie zeigt einen bisher unbekannten Mechanismus, der hinter Glyphosat steckt und Gehirne schädigt.

Die renommierte Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation WHO ist zu der Einschätzung gekommen, dass Glyphosat wahrscheinlich krebserregend ist. Dagegen behauptet das BfR in seinem Bericht, dass das Spritzmittel für den Menschen unbedenklich sei. Wir beweisen Ihnen das Gegenteil, denn wir haben weitere Studien, die belegen, was Glyphosat anrichten kann. 

Die EU-Kommission verweigert den Zugang zu einem Report, den das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) über das Herbizid Glyphosat angefertigt hat. Einem Schreiben der EU-Kommission an Testbiotech vom 10. August 2015 zufolge unterliegt der Bericht, den die Bundesregierung an die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA übermittelt hat, vollständig der Geheimhaltung. Gleichzeitig kann die EU-Kommission kein übergeordnetes öffentliches Interesse an einer Veröffentlichung der Daten erkennen.

Für Glyphosat endet nächstes Jahr die europäische Zulassung. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hatte von der EU-Kommission den Auftrag, den Wirkstoff neu zu prüfen – als Entscheidungshilfe, ob Glyphosat weiter verwendet werden darf oder nicht. Der Bericht liegt vor. Die Kommission weigert sich aber, ihn an die Öffentlichkeit herauszugeben.

„Glyphosat ist das am häufigsten eingesetzte Herbizid weltweit, seine Rückstände sind in vielen Lebensmitteln enthalten. Sollte es tatsächlich krebserregend sein, kann es die Gesundheit der VerbraucherInnen erheblich gefährden. Es gibt keinen Zweifel daran, dass eine vollständige Transparenz in der Risikobewertung von höchstem öffentlichen Interesse ist.

Trotz einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs aus dem Jahr 2013, nach der die Daten zur Risikobewertung von Herbiziden öffentlich zugänglich gemacht werden müssen (Case T-545/11), wird die nötige Transparenz bislang weder von der EU-Kommission noch von den Mitgliedsländern gewährt. Wir haben Ihnen eine Studie übersetzt, die belegt, dass Glyphosat das Gehirn schädigen kann.

Dr. Cattani: „Roundup verursacht durch sein Toxin Schädigungen an Gehirnen von Ratten“.

Diese brasilianische Studie zeigt einen bisher unbekannten Mechanismus, der hinter dem Glyphosat-basiertem Herbizid steckt und der das Gehirn von Ratten schädigt. Die Ergebnisse zeigen, dass Roundup möglicherweise zu einem übermäßig extrazellulären Glutamatspiegel und somit zu einer Glutamat-Exzitotoxizität und zu oxidativem Stress im Hippocampus bei Ratten führt.

Mechanismen, denen eine Neurotoxizität von Glyphosat-Herbiziden zugrunde liegen, führen im ausgebildeten Hippocampus von Ratten zu Einbindung einer Glutamat-Exzitotoxizität.

[Als Exzitotoxizität bezeichnet man die Schädlichkeit von Neurotransmittern (insbesondere Glutamat/Kainsäure), die dann zu einer Reizüberflutung der Nervenzelle und folglich zum programmierten Zelltod des Neurons führt (anm.d.Ü.)]

Die Studien belegen, dass die Aufnahme von Glyphosat mit oxidativen Schädigungen und Neurotoxizität in Verbindung zusammen gehören. Ziel dieser Studie war die Analyse, ob eine Belastung mit Roundup (ein Glyphosat-Herbizid) bei unausgebildeten Rattengehirnen zu einer Neurotoxizität im Hippocampus führt. Diese Analyse wurde bei einer akuten Belastung (30 Min.) und einer chronischen Pestizidbelastung (während der Schwangerschaft und Stillzeit) durchgeführt.

Glutamat spielt als wichtigster erregender Transmitter eine zentrale Rolle in der Funktion und bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems

Studie: Mechanisms underlying the neurotoxicity induced by glyphosate-based herbicide in immature rat hippocampus: Involvement of glutamate excitotoxicity. Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24636977

Wir, die Netzfrauen, haben bereits viele Studien über die Schädigungen durch Glyphosat veröffentlicht und fordern die Regierungen auf, dieses nun endgültig zu verbieten.

1. Anstieg der Autismusfälle durch Glyphosat in unserer Ernährung?

2. ES REICHT! Glyphosat-Herbizid: Nun auch in der Muttermilch – Herbicide Found In Mother’s Milk

3. Missbildungen, Krankheit und Viehsterben: der tatsächliche Preis von Glyphosat & GVO Tierfutter?

4. Forscher finden Pflanzengift in Mensch und Tier – Glyphosat

5. 10 Studien beweisen: GVO schaden der Gesundheit

6 .Nach El Salvador verbietet Sri Lanka Monsantos Roundup – tödlich endende Nierenerkrankungen!

7. Das tägliche Gift Pestizide – “Mord auf Raten” – doch Brüssel erkennt die neue Studie nicht an!

8. Vergiftetes Südamerika – Soja-Anbau für Europa.

9. Studie – GVO verursacht Glutenunverträglichkeit

10. Nun ist es bestätigt: Die DNA aus genetisch veränderten Pflanzen wird durch die Nahrung auf den Menschen übertragen>


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10.9.2015: <Handelskonzern Otto und Hagebau entfernen Roundup von Monsanto aus Sortiment>

Es ist eines der meistverkauften Unkrautvernichtungsmittel der Welt: Über eine Million Tonnen des populären Herbizids Glyphosat, besser bekannt unter dem Handelsnamen Roundup, werden jedes Jahr versprüht. Die renommierte Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation WHO ist zu der Einschätzung gekommen, dass Glyphosat wahrscheinlich krebserregend ist.

Gestern erhielt eine Leserin der Netzfrauen den neuen Otto Katalog für den Herbst mit der Post ins Haus. Darunter befand sich die Werbung, die Sie auf dem Foto entnehmen können: Drucksprühgerät ,,Roundup,, für Euro 29,99 an. Die Artikel Nr. ist 304821B.

Wir setzten uns sofort mit dem Konzern Otto in Hamburg in Verbindung und wiesen auf das Produkt hin. Man bestätigte uns, dass das Produkt nicht mehr erhältlich ist und wir bekamen folgende schriftliche Stellungnahme:

Liebe Frau Schreier,

vielen Dank für Ihre Anfrage bezüglich des Verkaufs eines Drucksprühgerätes.

Hierzu sagen wir:

Das in einem Prospekt beworbene Sprühgerät mit der Artikel-Nummer 304821B haben wir noch vor Versand des Prospektes an die Kunden komplett aus dem Programm genommen. Es ist bei OTTO nicht erhältlich. Hintergrund: Erst nach Redaktionsschluss und Drucklegung erfuhren wir von den Bedenken der WHO bezüglich des Wirkstoffes. Da uns die Sicherheit und Gesundheit unserer Kunden sehr am Herzen liegt, haben wir sofort gehandelt.

Mi freundlichen Grüßen

Frank Surholt

Stellvertretender Pressesprecher, Abteilungsleiter • Corporate PR OTTO • MD-UK-CP

Otto (GmbH & Co KG) • Werner-Otto-Straße 1-7 • 22179 Hamburg

Wir bedanken uns für die schnelle Reaktion.

Liebe Leserinnen und Leser, oft erleben wir, dass in verschiedenen Märkten Roundup von Monsanto immer noch angeboten werden, wir rufen dann an und versuchen, erst telefonisch etwas zu regeln. Sollten Sie auch in Baumärkten oder in Werbungen noch Roundup sehen, bitte fotografieren und uns zu kommen lassen. Bitte weisen Sie noch vor Ort auf unsere Seite www.netzfrauen.org hin – denn hier finden die Anbieter zahlreiche Studien, die belegen, wie gesundheitsschädlich Roundup ist.

Risiken für Mensch und Natur durch Glyphosat werden seit Jahren unterschätzt. Immer mehr Länder wachen auf und nehmen die Gefahr ernst, die die Nutzung glyphosatbasierter Herbizide für die Umwelt sowie für die Gesundheit von Mensch und Tier darstellt.

Auch Hagebaumarkt  – gehört zur Otto Group  – hat Roundup entfernt

Bei unserer weiteren Überprüfung stellten wir fest, dass Hagebaumarkt.de – die zu 50,1% zur Otto-Gruppe gehört, immer noch online Unkrautvernichter »Roundup Alphée, 3L« hagebaumarkt-Nr.: 241188 vertreibt . Wir riefen darauf hin an und es wurde uns bestätigt, dass dieses Produkt nicht mehr lieferbar ist, da es ebenfalls aus dem Sortiment genommen wurde.

Nun wird veranlasst, dass es auch auf der Webseite nicht mehr erscheint. Wir Netzfrauen bedanken uns auch hier für die rasche Reaktion.

Info: Die baumarkt direkt GmbH & Co KG wurde 2007 als Joint Venture von Otto Group und hagebau gegründet. Mit seinem Multichannel-Geschäftsmodell erreicht das Unternehmen potenzielle und bestehende Kunden über die Wege Katalog, Internet und Stationärhandel. Neben dem Onlineshop hagebau.de vertreibt baumarkt direkt seine Produktpalette für Heimwerken, Haus und Garten über die Internet-Plattformen und Kataloge der großen Versender innerhalb der Otto Group sowie in den hagebaumärkten.

Wir Netzfrauen haben bereits mehrfach auf die Gefahr von Roundup hingewiesen.

Glyphosat

Glyphosat, ein Hauptbestandteil von RoundUp, wird mit Krebs, Unfruchtbarkeit, Geburtsfehlern, Schäden des Nervensystems und Nierenerkrankungen in Zusammenhang gebracht.  Lesen Sie dazu: Studie weist Zusammenhang zwischen Roundup und Krebs nach

Jedes zweite Kind in den USA leidet heute bereits unter chronischen Krankheiten wie Asthma, Allergien, Autismus, Autoimunerkrankungen, Crohn, Diabetes und Fettleibigkeit. Diese und andere Krankheiten lassen sich direkt mit GVO und Glyphosat, den Produkten von Monsanto, in Verbindung bringen.

Gesundheitsschädliche Gefahren gehen von Glyphosat aus, dem aktiven Bestandteil von Monsantos Flaggschiff – dem Chemiecocktail Roundup.

Lesen Sie auch:

  1. Achtung: Studie weist Zusammenhang zwischen Roundup und Krebs nach – How Roundup Weedkiller Can Promote Cancer, New Study Reveals
  2. Studie: Glyphosat verdoppelt das Blutkrebsrisiko (Non-Hodgkin-Lymphom) – Study: Glyphosate Doubles Risk of Lymphoma 
  3. 17 Gründe, warum Pflanzenschutzmittel Glyphosat stark gesundheitsschädlich ist – Seventeen reasons to ban glyphosate
  4. Erschreckend! 2050 werden Hälfte der Kinder unter Autismus leiden – Half of All Children Will Be Autistic by 2050
  5. Mütter stören die Aktionärsversammlung von Monsanto – Moms Crash Monsanto Shareholder Meeting
  6. Saatgut – Monsanto unter falscher Flagge – auf den Spuren von Monsanto in Europa.
  7. Studie: Gehirnschädigung durch Glyphosat – Roundup Causes Toxic Damage to Rat Brains
  8. Neue Studie: Pestizide sind ein Hauptgrund für Unfruchtbarkeit und Erektionsstörungen-New Study: Pesticides a “Major Cause” of Infertility, Male Erectile Dysfunction

Die Studien über die Schädlichkeit von Glyphosaten, die niemand sehen darf

Auf  der anderen Seite der Erde verweigern Zulassungsbehörden die Veröffentlichung von Schlüsselstudien der Industrie zu Glyphosaten. Dabei untermauern diese Studien eine Zulassungsregulierung und Sicherheitsrichtlinien für dieses Unkrautbekämpfungsmittel.

Bereits früher in diesem Jahr stellte eine Gruppe von chinesischen Verbraucherschützern eine Anfrage an das chinesische Landwirtschaftsministerium, die Studie, die das Ausstellen des Sicherheitszertifikats für den Import von Monsantos auf Glyphosat basiertem Unkrautbekämpfungsmittel Roundup nach China freigibt, zu veröffentlichen.

Das Ministerium antwortete, dass Roundup in China 1988 basierend auf einer Schädlichkeitsprüfung, die von dem Unternehmen Younger Laboratories in St. Louis, Missouri, herausgegeben worden war, registriert wurde.

Kurzer Test belegt Sicherheit für langfristigen Einsatz von Glyphosaten?

Getestet wurde die Schädlichkeit von Roundup an Ratten und Kaninchen, die dem Gift direkt ausgesetzt wurden. Diese Tests hatten eine Höchstdauer von nur wenigen Tagen. Das Roundup wurde den Ratten in den Mund gegeben und den Kaninchen direkt auf die Haut aufgetragen. Den Testergebnissen nach soll es keine Auswirkungen auf Augen oder Haut gegeben haben, und auch Allergien seien keine aufgetreten.

Chinesische Verbraucherschützer fordern Offenlegung der Studien

Die Verbraucherschützer forderten das Landwirtschaftsministerium auf, die Studie herauszugeben. Das Ministerium fragte daraufhin bei Monsanto an. Monsanto antwortete, dass diese Studien Firmengeheimnisse enthielten und weltweit noch nie veröffentlicht wurden. Einer Offenlegung stimmte Monsanto dementsprechend nicht zu. Gegen diese Entscheidung erhoben die Verbraucherschützer Einspruch.

Es fällt schwer zu glauben, dass China die Zulassung eines Unkrautbekämpfungsmittels als sicher im Gebrauch und der Aufnahme von dessen Rückständen in Lebensmitteln über längere Zeit genehmigen würde, wenn Schädlichkeitstests, die nur einige wenige Tage dauerten, die Basis dieser Entscheidung bilden.

Währenddessen in Europa…

In Europa forderte zeitgleich Tony Tweedale, ein in Brüssel stationierter Berater von NGOs in Schädlichkeits- und Risikobewertung, die europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) auf, die beiden Schlüsselstudien über Glyphosate offen zu legen, welche die deutsche Zulassungsbehörde als Grundlage für die Bestimmung der Tageshöchstmenge zur Aufnahme der Chemikalie nutzte.

Deutschland ist der „Berichterstatter“-Staat für die Erneuerung der Marktzulassung von Glyphosat in Europa. Basierend auf den Studien hat Deutschland empfohlen, die Tageshöchstmenge von 0,3 mg auf 0,5 mg pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag zu erhöhen. Das bedeutet, die Zulassungsbehörden erlauben, dass wir diesen Glyphosaten noch mehr ausgesetzt sein werden.(…)

Es wäre interessant zu sehen, ob sich die herunterspielende Interpretation der Daten zur Gefährlichkeit von Glyphosat durch deutsche Behörden auf eigenen Analysen begründen, oder ob sie direkt aus Monsantos Zusammenfassung stammen. Wenn letzteres der Fall ist, dann ist die Annahme, dass irgendeine regulatorische Aufsicht bei Glyphosat stattgefunden hat, illusorisch. Was im Namen einer Aufsicht bzw. Regulation stattgefunden hat, würde sich als nichts weiter entpuppen, als dass Monsanto bekannt gibt, dass die eigenen Produkte sicher sind. Lesen Sie dazu unseren Beitrag: Die Studien über die Schädlichkeit von Glyphosaten, die niemand sehen darf – The Glyphosate Toxicity Studies You’re not allowed to see

Wir sind der Meinung, ein Unkrautvernichtungsmittel, welches Glyphosate und andere krebserregende Stoffe enthält, ist für die menschliche Sicherheit unverantwortlich!

Wir bedanken uns bei unserer Leserin Marion Schnabel – für den Hinweis . Es zeigt sich wieder, was eine nicht schafft, schaffen viele.

Netzfrau Doro Schreier im Namen aller Netzfrauen

Offener Brief: CSU, bei Euch piept es wohl! Glyphosat bleibt in Bayern erlaubt

BIG WIN – El Salvador schmeisst Monsanto mitsamt Saatgut aus dem Land – El Salvador Kicks Monsanto & Their Seeds Out Of Country

Skandal: BfR wertet Monsantos eigene Leserbriefe als „Studien“ für Glyphosat>


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Handelszeitung.ch online, Logo

Frankreich 10.9.2015: Urteil gegen kriminelle Monsanto: Glyphosat vergiftet Bauern - das ist nun gerichtlich mit Urteil festgestellt

aus: Handelszeitung.ch: Urteil: Monsanto vergiftet Bauern; 10.9.2015;
http://www.handelszeitung.ch/unternehmen/urteil-monsanto-vergiftet-bauern-857401

<Ein französischer Bauer hat den US-Agrarchemiegigant Monsanto vor Gericht niedergerungen. Die Richter machen die Firma für Gesundheitsschäden des Bauerns verantwortlich. Monsanto reagiert überrascht.

Ein französischer Bauer, der sich beim Einatmen eines Unkrautvernichters schwere Vergiftungen zuzog, hat einen weiteren juristischen Sieg gegen den US-Agrarriesen Monsanto errungen. Das Berufungsgericht von Lyon machte den Konzern am Donnerstag für die gesundheitlichen Schäden des Bauern verantwortlich.

Es bestätigte damit ein Urteil erster Instanz, das Monsanto zur Zahlung von Schadenersatz an den Bauern verpflichtet hatte.

Bauern leidet noch heute

Paul François hatte im April 2004 versehentlich Dämpfe des Monsanto-Unkrautvernichters Lasso eingeatmet. Ihm wurde daraufhin schlecht, er spuckte Blut aus und musste in die Notaufnahme.

In den folgenden Jahren musste der Bauer aus dem westfranzösischen Bernac immer wieder ins Spital. Er leidet bis heute unter den Folgen der Vergiftung.

In Kanada nicht erhältlich

François ist überzeugt, dass Monsanto von der Gefährlichkeit des Herbizids wusste, das 2007 in Frankreich verboten wurde. Lasso war bereits 1985 in Kanada vom Markt genommen worden, in den 90er Jahren dann auch in Grossbritannien und Belgien. 2012 machte ein französisches Gericht Monsanto für die Vergiftung des Bauern verantwortlich - eine Premiere in Frankreich.

Monsanto legte dagegen Berufung ein. Bei der Berufungsverhandlung im Mai argumentierte der Konzern, das Produkt sei «nicht gefährlich». Nach dem Urteilsspruch der Richter sprach Monsanto-Anwalt Jean-Daniel Bretzner am Donnerstag von einer «sehr überraschenden Entscheidung». Die Argumentation des Bauern sei voller «Ungenauigkeiten und Fehler». Er deutete an, dass der Konzern gegen die Verurteilung in Revision gehen wird.

(sda/mbü/gku/chb)>

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Frankreich 11.9.2015: Nach 8 Jahren Kampf: Bauer gewinnt gegen kriminelle Monsanto

aus: Netzfrauen online: Top! Französischer Bauer hat nach 8 Jahren Kampf gegen Monsanto gewonnen – French court confirms Monsanto guilty of chemical poisoning; 11.9.2015;
https://netzfrauen.org/2015/09/11/top-franzoesischer-bauer-hat-nach-8-jahren-kampf-gegen-monsanto-gewonnen-french-court-confirms-monsanto-guilty-of-chemical-poisoning/

<Paul François hatte im April 2004 versehentlich Dämpfe des Monsanto-Unkrautvernichters Lasso eingeatmet. Ihm wurde daraufhin schlecht, er spuckte Blut aus und musste in die Notaufnahme.

In den folgenden Jahren musste der Bauer aus dem westfranzösischen Bernac immer wieder ins Krankenhaus. Er leidet bis heute unter den Folgen der Vergiftung.

Francois ist überzeugt, dass Monsanto von der Gefährlichkeit des Herbizids wusste, das 2007 in Frankreich verboten wurde. Lasso war bereits 1985 in Kanada vom Markt genommen worden, in den 1990er-Jahren dann auch in Großbritannien und Belgien. 2012 machte ein französisches Gericht Monsanto für die Vergiftung des Landwirtes verantwortlich – eine Premiere in Frankreich.

Monsanto legte dagegen Berufung ein. Bei der Berufungsverhandlung im Mai argumentierte der Konzern, das Produkt sei „nicht gefährlich“. Nach dem Urteilsspruch der Richter sprach Monsanto-Anwalt Jean-Daniel Bretzner am Donnerstag von einer „sehr überraschenden Entscheidung“. Die Argumentation des Landwirts sei voller „Ungenauigkeiten und Fehler“. Er deutete an, dass der Konzern gegen die Verurteilung in Revision gehen wird.
Monsanto muss lernen, dass die Zeit abgelaufen ist – wir wollen Monsanto nicht.

Mitte Februar 2012 hatte der französische Landwirt Paul Francois gegen Monsanto in einem Prozess gewonnen – Monsanto legte Widerspruch ein

Der Konzern habe nicht ausreichend vor den großen Gefahren des bis 2006 in der EU zugelassenen Pflanzenschutzmittels Lasso gewarnt, bestätigten die Richter. Daraufhin hatte Monsanto Widerspruch angekündigt und wieder verloren!

Laut dem US-Konzern fehlt der Kausalzusammenhang zwischen dem Unkrautvernichtungsmittel Lasso und den von Herrn François geschilderten Symptomen. „Wir sind nicht mit der Auffassung einverstanden, dass Lasso bei einem Unfall für den Schaden gesorgt haben könnte oder dass Monsanto dieses zugelassen haben könnte. Wir sind enttäuscht vom Gerichtsentscheid und werden somit Widerspruch einlegen.“

Das Gericht in Lyon hält es dagegen für erwiesen, dass der Agrochemiekonzern die Anwender nicht ausreichend auf die potenziellen Gefahren von Lasso hinwies. Nach Ansicht der Richter gab es sehr wohl direkten Zusammenhang zwischen dem Herbizid und den schweren Gesundheitsschäden, die bei François nach einem Unfall mit Lasso auftraten – so das Gericht 2012.

Der durch das Mittel geschädigte Getreidebauer und seine Mitstreiter im Verein „Phyto-Victimes“ haben  auch diese Berufung Monsantos kämpferisch angenommen: „Unser Anwalt hat einen Schriftwechsel zwischen Monsanto und dem belgischen Agrarministerium aus der zweiten Hälfte der 80er-Jahre wiedergefunden. Der belegt, dass Monsanto die Gefährlichkeit seines Produktes bestens bekannt war“, so Francois.

Original: Victoire pour Paul François après huit ans de combat contre Monsanto.

Infobox

In den USA wurde Alachlor 1969 erstmals zugelassen und von der Firma Monsanto unter dem Namen Lasso auf den Markt gebracht. Die EU-Kommission entschied 2006, Alachlor nicht in die Liste der in der Europäischen Union zugelassenen Pflanzenschutzmittel-Wirkstoffe aufzunehmen. In Deutschland und Österreich ist daher kein Pflanzenschutzmittel mit diesem Wirkstoff zugelassen. In der Schweiz waren einige Pflanzenschutzmittel mit Alachlor im Ackerbau zugelassen, die Bewilligungen wurden allerdings mittlerweile beendet. Alachlorhaltige Präparate durften dort bis September 2011 noch verkauft werden. Nach dem 15. September 2012 dürfen sie nicht mehr verwendet werden. Dazu auch: Das tägliche Gift – Risiko Pestizide

Erst gestern konnten wir Netzfrauen unseren Sieg gegen Monsanto feiern. Lesen Sie dazu: Handelskonzern Otto und Hagebau entfernen Roundup von Monsanto aus Sortiment>

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China 13.9.2015: Pestizide in Teekulturen - Pestizide im Tee - Tee=Gifttee

aus: Netzfrauen online: Faktencheck Tee – Bittere Ernte und viel Gift; 13.9.2015;
https://netzfrauen.org/2015/09/13/faktencheck-tee-bittere-ernte-und-viel-gift/#more-31951

<Tee gehört zu den Lebensmitteln, die relativ häufig mit Schadstoffen belastet sind.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schlägt Alarm: In allen Tees können zu große Mengen von PA-Substanzen enthalten sein. Diese sind noch nicht ausreichend erforscht. Man weiß nur eines: Sie können richtig gefährlich für die Gesundheit sein.

Der BFR testete verschiedene Teesorten auf Gifte. Allen voran Pyrrolizidinalkaloide (PA). In Kräutertee, in Babyfencheltee, in schwarzem, grünem und Roibuschtee wurden die Experten fündig. Biotees sind ebenfalls betroffen.

Beim Fencheltee sind 57 Prozent belastet. Im Babyfencheltee 100 Prozent, wenn auch geringere Konzentrationen. Vereinzelt wurde auch im Pfefferminztee sehr hohe Gehalte gefunden.

Die Konzentration in den Stichproben war so hoch, dass das Institut eine Warnung aussprechen musste. Laut BfR müssen Vielverzehrer demnach mit gesundheitlichen Konsequenzen rechnen. Pyrrolizidinalkaloide sind 400 unterschiedliche Stoffe. Gerade einmal 17 sind den Wissenschaftlern bekannt. Dazu die Warnung durch die BfR:

Gehalte an Pyrrolizidinalkaloiden in Kräutertees und Tees sind zu hoch, veröffentlichte das BfR ( 18/2013, 15.07.2013). Im Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) wurde im Rahmen eines Forschungsprojektes eine Analysenmethode für die Bestimmung von Pyrrolizidi­nalkaloiden in Kräutertee- und Teeproben entwickelt und auf ihre Eignung geprüft. Im Rahmen dieses Projektes wurden 221 verschiedene handelsübliche Kräutertee- und Teeproben sowie Teedrogen aus dem deutschen Einzelhandel auf den Gehalt an 1,2-ungesättigten Pyrrolizidinalkaloiden untersucht.

„… Bei längerfristigem Verzehr überdurchschnittlich hoher Mengen von Produkten mit den derzeit gemessenen mittleren und hohen Gehalten an Pyrrolizidin­alkaloiden könnte aber, wenn sich die ersten Daten bestätigen, ein Risiko einer gesundheitlichen Gefährdung, insbesondere bei Kindern, Schwangeren und Stillenden, bestehen. Allerdings schwanken die Gehalte einzelner Proben auch innerhalb der gleichen Teesorte erheblich, sodass sichere Aussagen zum gesundheitlichen Risiko bei regelmäßiger Aufnahme belasteter Teeaufgüsse derzeit noch nicht möglich sind. Eltern wird daher vorerst empfohlen, ihren Kindern nicht ausschließlich Kräutertees und Tee anzubieten. Auch Schwangere und Stillende sollten Kräutertees und Tee abwechselnd mit anderen Getränken konsumieren. Die ersten erhobenen Daten des Forschungsprojekts müssen, zum Beispiel im Rahmen des Lebensmittel-Monitorings, verifiziert werden.

Pyrrolizidinalkaloide sind sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe, die von einer Vielzahl weltweit vorkommender Pflanzenarten zum Schutz vor Fraß­feinden gebildet werden. Das Vorkommen von Pyrro­lizidin­alkaloiden in Pflanzen variiert stark nach Pflanzenart und Teil der Pflanze und wird auch von weiteren Faktoren (z. B. Klima, Bodenbeschaffenheiten) beeinflusst. Auf Grund ihres gesundheits­schädigenden Potenzials sind ins­be­sondere 1,2-ungesättigte Pyrrolizidinalkaloide (PA) in Lebens- und Futtermitteln unerwünscht. In hoher Dosierung können sie akut zu Leberschädigungen führen. Im Tierversuch haben sich bestimmte PA als genotoxische Kanzerogene erwiesen….in die Schätzung der Exposition wurden folgende Kräuterteesorten einbezogen: Babyfencheltee, Fencheltee, Kamillentee, Kräutertee, Pfefferminztee, Brennnesseltee und Melissentee. Zusätzlich untersuchte Teesorten wurden wegen der insgesamt zu geringen Probenzahl bei der Schätzung der Exposition nicht berücksichtigt: Grüner Tee, Roibuschtee, Schwarzer Tee …

Nach Auffassung des BfR sind wegen der genotoxischen und kanzerogenen Wirkung der PA Anstrengungen notwendig, die PA-Gehalte in Kräutertees und Tees so weit wie möglich zu senken, wenn die Daten der nicht repräsentativen Studie typisch für PA-Gehalte in Kräutertees und Tees sein sollten. Dies ist auch erforderlich, weil eine mögliche zusätzliche PA-Exposition durch andere Lebensmittel wie Honig hinzukommen kann. Das BfR hält ausreichende Kontrollen der PA-Gehalte von Kräutertee- und Teechargen vor der Vermarktung und eine Erforschung der Ursache hoher PA Gehalte in entsprechenden Produkten seitens der Wirtschaftsbeteiligten für notwendig. Die Lebensmittelüberwachung sollte Kontrollen hinsichtlich potentieller PA-Gehalte von Kräutertee- und Teeproben durchführen.“  Quelle: BfR  Die Studie finden Sie hier .

In Deutschland enthält hauptsächlich Kreuzkraut den Schadstoff PA. Das Unkraut wächst wild und verbreitet sich rasant. Rinder und Pferde sind bereits gestorben, nachdem sie die Pflanzen gefressen hatten.

Einsatz von Giften, Monokulturen, schlechte Arbeitsbedingungen.

Monokulturen sind anfälliger für Schädlingsbefall und erfordern im konventionellen Anbau einen verstärkten Einsatz von Pestiziden. Nach Untersuchungen von „Öko-Test“ gibt es seit einigen Jahren zwar weniger Überschreitungen von gesetzlichen Grenzwerten, zugenommen haben allerdings Mehrfachbelastungen. 2012 konnten in grünen Tees bis zu 14 verschiedene Pestizide nachgewiesen werden. Ganz ähnlich waren die Ergebnisse des letzten Tests von schwarzem Tee. Besonders problematisch sind im Übrigen aromatisierte Tees, da unverständlicherweise viel höhere Pestizidmengen gesetzlich zulässig sind als in nicht aromatisierten Tees. Pestizide konnte „Öko-Test“ in Tees aus Bio-Anbau zwar (fast) nicht nachweisen, aber schlechte Arbeitsbedingungen können auch hier ein Problem sein. Selbst der Verein Transfair, der das bekannte Fairtrade-Siegel vergibt, stellt fest, dass sich bislang nur wenige Plantagen – sowohl bio als auch konventionell – haben zertifizieren lassen.

Bio-Tee ist unter anderem wegen des Verbots von chemisch-synthetischen Pestiziden besser für die Umwelt, aber auch für die Plantagenarbeiter, die oft ungeschützt Pestiziden ausgesetzt sind.

Früchtetee: Wenig Frucht, viel Aroma

In den Supermarktregalen gibt es ein meterlanges Angebot verschiedener Sorten. Allen gemeinsam sind die vielen bunten, frischen Früchte, die auf den Verpackungen abgebildet sind: Erdbeeren, Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren oder Rhabarber.

Markt- NDR hat sich diese und andere Tees genauer angesehen und Erstaunliches festgestellt: In vielen Tees sind die abgebildeten Früchte, wenn überhaupt, nur in winzigen Spuren enthalten. Stattdessen finden sich diverse andere Zutaten wie Hibiskus, Apfel und Hagebutte, die allesamt nicht abgebildet sind. Meistens aber sind die Früchte auf den Bildern sogar nur als billiges Aroma enthalten. In einer Sorte waren zusätzlich noch Zitronensäure und Rote Beete für eine kräftige Farbe zugefügt.

Ein Beispiel für Verbrauchertäuschung: Bereits 2012 kritisierte Foodwatch, dass das, was Teekanne mit seinem aromatisierten Früchtetee „Landlust Mirabelle & Birne” veranstaltet, wahrlich kaum zu glauben sei.

Der Hersteller fabuliert auf der Verpackung von einem „kleinen Ausflug aufs Land” und „vertrauten Früchten, die noch in Ruhe heranreifen können” – für Geschmack „wie aus dem eigenen Garten”. Das soll offenbar den stolzen Preis von mehr als 4 Euro je 100 Gramm rechtfertigen.

Doch genau genommen ist das Produkt nichts als schnöde Industrieware aus billigen Standard-Zutaten. Hauptzutaten sind – wie bei den allermeisten aromatisierten Früchtetees – Äpfel, Hibiskus und Hagebutte. Der Geschmack kommt nicht etwa von den namensgebenden Mirabellen und Birnen, die goldgelb auf der Verpackung prangen, sondern aus nicht näher definierten „natürlichen Aromen”. Doch damit nicht genug.

Die Krönung ist: Die beim Bundeslandwirtschaftsministerium angesiedelte Deutsche Lebensmittelbuchkommission erlaubt diesen Schwindel auch noch! Denn gemäß „Leitsatz für aromatisierte teeähnliche Erzeugnisse” darf der Früchtetee „Landlust Mirabelle & Birne” heißen und mit großflächigen Abbildungen werben, auch wenn nicht einmal Mirabellen drin sind. Das nennt man dann wohl staatlich garantierte Verbrauchertäuschung!

Markt NDR konfrontierten die Hersteller mit den Zusammensetzungen der Tees. Teekanne räumte ein: „Erdbeeren und Rhabarber können in getrockneter Form (…) bei Weitem nicht genügend Aroma entfalten, um das bekannte Geschmackserlebnis der Früchte zu erzielen. Vor diesem Hintergrund verwenden wir Aroma, um den vollmundigen Geschmack nach Erdbeeren und Rhabarber zu ermöglichen“. Vorteil für die Hersteller ist sicherlich der günstigere Wareneinsatz. Der Preis der Teesorten ist dagegen erstaunlich: Die meisten der Tees kosten pro Packung 2,80 Euro oder mehr. Verboten ist der Einsatz des Aromas nicht. Die Produkte müssen lediglich vorne auf der Verpackung als „Aromatisierter Früchtetee“ oder ähnlich deklariert werden.

Die Teeernte ist nur in der Werbung der Teefirmen romantisch. Auf den Plantagen arbeiten die Pflücker schwer und regelmäßig wird Gift gespritzt. Und wenn es wie in Ostfriesland, dem Land der Teetrinker heißt  „Teetied“, dann hat der Tee, ob lose oder in Teebeuteln, einen langen Weg hinter sich (s. obige Grafik).

Der Lebensmittelkonzern Unilever erntet für seinen Lipton Tee auch in Kenia. Er ist nach dem Staat der zweitgrößte Arbeitgeber im Land. Die Teepflanzen werden regelmäßig gestutzt, anschließend werden sie mit Gift behandelt. Schon zwei Wochen später wird wieder geerntet.

In Kenia hat der Filmemacher Donatien Lemaître in seinem Beitrag: „Der faire Handel auf dem Prüfstand“ u. a Plantagen in Kenia besucht. Seine Recherchen ergaben, dass das Konzept auf Grund seines Erfolgs auch von den PR-Experten internationaler Konzerne aufgegriffen wird, die damit zu Lasten der Kleinproduzenten ihren Namen „grünwaschen“ – und das ist sicher nicht im Sinne der Erfinder des Fair-Trade-Gütesiegels.

Die  Dokumentation zeigt eine von Unilever betriebene Teeplantage. Donatien Lemaitre ist auf eine seltsam abgeschottete Welt gestoßen.

„12 500 Menschen leben dort und arbeiten im Akkord. Es gibt mit Omo-Werbung bemalte Häuser, Supermärkte mit lauter Unilever-Produkten, aber auch eigene Krankenhäuser und Schulen, die den weitgehend rechtlosen Saisonarbeitern nicht zur Verfügung stehen. Es gibt Klagen über Vergewaltigungen durch Aufseher, die aber von Unilever offenbar nicht ernst genug genommen werden. „Wenn du dich wehrst, schicken sie dich in Ecken, wo wenig Tee ist“, sagt eine Arbeiterin. Auf dem Unilever-Produkt Lipton Tee prangt das Siegel der US-Initiative „Rainforest Alliance“, die auf den Erhalt des Ökosystems Wert legt. Und so führt der Plantagenmanager das Filmteam stolz durch den alten Baumbestand, in dem fröhlich die Affen turnen. Denen scheint es hier besser zu gehen als den Arbeiterinnen.“

Auch Nestlé hat gemeinsam mit der „Rainforest Alliance“ ein Programm entwickelt. Das AAA-Programm ist für Verbraucher intransparent. Es ist ein Versprechen, in Zukunft Basisforderungen an eine faire Kaffeeproduktion zu erfüllen, mehr aber nicht. (S. Kaffeepads und –kapseln „Kaffeegenuss mit Reue“ – Die Müllmacher!)

Gift im Tee – Belastung durch Pestizide über Grenzwerten

Screenshot

Dieses Pestizid wird im Teeanbau verwendet und beinhaltet Glyphosat. Das Unkrautvernichtungsmittel steht unter Verdacht, das Erbgut von Tieren und Menschen zu schädigen. Zum Einsatz kommen auch Fungizide und Insektizide.

Die renommierte Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation WHO ist zu der Einschätzung gekommen, dass Glyphosat wahrscheinlich krebserregend ist.- Hier auch eine neue Studie: Gehirnschädigung durch Glyphosat – Roundup Causes Toxic Damage to Rat Brains

Unter welchen Bedingungen wird der Tee angebaut, den wir im Supermarkt kaufen können? Das wollte NDR Autor Michael Höft herausfinden. Sein Film dokumentiert den massiven Gifteinsatz auf Teeplantagen in Afrika und die ärmlichen Verhältnisse, unter denen die Arbeiter auch bei großen Produzenten leben. Die Recherche war schwierig. Die großen Teefirmen lehnten Interviews ab, nur ein Hersteller aus Ostfriesland öffnete seine Werkstore. Und auch auf den riesigen Teeplantagen in Kenia fand der Journalist nur mit Mühe Gesprächspartner.

Die Recherchetour beginnt im Supermarkt und endet in Kenia. Das Land ist inzwischen einer der größten Tee-Produzenten der Welt. In riesigen Monokulturen werden hier Teepflanzen für große Lebensmittelkonzerne wie Unilever und Finlays angebaut. Das NDR-Team entdeckt schnell, dass der massive Chemieeinsatz auf den Plantagen an der Tagesordnung ist. Was sagen Teeproduzenten wie Meßmer oder Lipton dazu? Wie viel Gift steckt später im Tee, den wir im Supermarkt kaufen? Antworten sucht die Reportage. Ein MUSS für jeden Teetrinker, denn auch der Ostfriesentee scheint mit Pestiziden belastet zu sein.

Tee ist trendy und Teegenuss wird immer häufiger auch außerhalb der heimischen vier Wände in Hotels, Bars und Teelounges zelebriert. Kommst du auf eine Kapsel Tee vorbei? Nestlé freut sich und Starbucks lockt schon mit „Tee to go“.

Tee ist das beliebteste Getränk der Welt. Früher ein Luxusprodukt, ist er heute in jedem Discounter günstig zu haben.Tee hat ein positives Image. Ist angeblich gesund und macht fit. Bis man entdeckte, dass sich viel Geld mit Tee verdienen lässt.

Von wegen gesund: Immer wieder finden Experten Giftstoffe in Tees, wie wir in diesem Artikel feststellen müssen. 

Netzfrau Doro Schreier>

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Quellen

[web01] http://de.wikipedia.org/wiki/Pestizid
[web02] http://europa.eu/legislation_summaries/food_safety/contamination_environmental_factors/ev0023_de.htm
[web03] http://de.wikipedia.org/wiki/Pflanzenschutzmittel
[web04] http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Hungersnot_in_Irland




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