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DIE HÖLLE IST DA - und alle schauen zu

11. Chemievergiftung: Wann bezahlen die Chemiegiganten?

Umweltverschmutzung über Peking April 2006
Umweltverschmutzung über Peking, April 2006 [1]

von Michael Palomino (2002)
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Schlussfolgerungen aus den zugänglichen deutschsprachigen Nachrichten und Dokumentationen zu Umweltschutz und  Industrie (2000 bis 2002).


Flüsse und Meere

Ein Abwasser, das in den Fluss gelangt, verdünnt sich so weit, dass davon am Ende nichts mehr nachweisbar ist. Dies war die weltweite Einstellung der Industriebonzen, der Stadtplaner und der Bürgermeister Europas und "Amerikas" bis in die 1960-er Jahre. Stinkende Flüsse hatte es schon lange gegeben,  aber nun begannen auch, die Fische in den
  

Fluss Rio Nuevo in Mexiko verschmutzt
                        (2003 ca.)
Fluss Rio Nuevo in Mexiko verschmutzt (2003 ca.) [2]

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Flüssen auszusterben bzw. manche Fischart landete plötzlich auf der Liste der "gefährdeten Tierarten". Ein Tier-Holocaust war in Gang gesetzt worden, mit Vergiftungs- und Erstickungstod. Erst jetzt fand bei den Verantwortlichen ein Umdenken statt. Mit Kläranlagen und Ringleitungen um ganze Seen konnten viele Gewässer wieder sauber gehalten werden, wobei die Abwassereinleitungen in Grenzregionen zum Teil bis heute noch andauern. In der Folge der Vergiftung lagerten sich in den Fischen die Giftstoffe an, die durch Verdünnung hätten unsichtbar gemacht werden sollen. Die Verantwortlichen redeten sich dadurch heraus, dass der Mensch nicht vergiftet werde, weil dieser nur das Filet verzehre, worin sich keine Giftstoffe ablagern würden. Pech für alle grossen Fische oder für den Biber, die ganze Fische frassen.  Die Gifte reicherten sich in den grossen Tieren an, und die Verantwortlichen mussten einer neuen Sensibilität Raum geben, die Gewässer konsequent nicht zu vergiften.

Noch 1978 konnte man im Rheinkanal unterhalb der Kembser Schleuse beobachten, wie die gesamten Abwässer der Stadt Basel ungeklärt in den Rhein abgelassen wurden. Im Rhein schwamm das rosarote WC-Papier. Basel erhielt erst 1982 eine Kläranlage, und die Kalisalzeinleitungen des Elsass in den Rhein kamen erst in den 1990er Jahren zum Erliegen. Entscheidend war hier nicht der Fischbestand, sondern die Reklamationen der holländischen Wasserverwaltung, die aus Rheinwasser Trinkwasser herstellen musste, was damals kaum noch möglich war. Der Fischegenozid in den kommunistischen Staaten war noch viel radikaler, da dort für Umweltschutz gar kein Geld zur Verfügung gestellt wurde. Die DDR-Regierung liess tote Flüsse in die BRD fliessen, worin fast kein Fisch mehr leben konnte, so z.B. die Flüsse Werra oder Elbe.

Die Meere seien so gross, da verdünne sich alles zu nicht nachweisbaren Mengen. Und jeder Fluss habe eine selbstreinigende Aktivität. Ergo kann jeder Fluss als "Kläranlage" missbraucht werden. So dachten Industriebonzen, 
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Tote Fische einer Fischfarm in der
                        Provinz Zheijang, China, Juni 2006
Tote Fische einer Fischfarm in der Provinz Zheijang, China, Juni 2006 [3]

   
Stadtplaner und Bürgermeister Europas und "Amerikas" bis in die 1960-er Jahre. In den Meeren fand schliesslich kein Fischegenozid statt. Inzwischen sind aber überall Schwermetalle und andere Verunreinigungen im Meer nachweisbar. Dabei gilt Meeresverschmutzung weiter als Kavaliersdelikt. Die Konsequenzen werden auf die kommenden Generationen überwälzt.

Die Frage bleibt aber, wer die Kosten für die Wiedergutmachung für den Fischegenozid zu tragen hat. Die Hölle ergibt sich dadurch, dass die Gemeinden die Kläranlagen finanzieren müssen, die Betriebe aber jahrzehntelang den ruinösen Zustand der Gewässer herbeigeführt haben und nichts Spezielles an die Beseitigung ihrer hochgiftigen Abwässer beisteuern. Wieso soll die Allgemeinheit Kosten für Investitionen aufbringen, die eigentlich die Industrie als Verursacher übernehmen müsste? Je nach Land ist die Flussverschmutzung bis heute Element der Profitwirtschaft, z.B. in El Salvador, wo "amerikanische" Ölfirmen keine Massnahmen gegen auslaufendes Öl treffen und so im Namen des Profits ganze Urwaldflüsse vergiften. Der Tiere-Genozid scheint bis heute ein wirtschaftliches Element, das von der internationalen Gemeinschaft kaum ahndungswert erscheint.

Ein weiteres Element der Flussvergiftung sind die Abwässer von Spitälern. Diese Chemiemischungen können von den heutigen Kläranlagen nicht herausgefiltert werden. Auf manche Medikamente könnte man dabei verzichten oder ein unschädliches Naturprodukt anwenden. Dabei handelt es sich bei den konventionellen Chemie-Medikamentrückständen im Urin um sehr gefährliche Stoffe, die bei Fischen zum Geschlechterwechsel oder zur Unfruchtbarkeit führen können. In der Schweiz geht deswegen der Fischbestand zurück.  Weichtiere wie Frösche mutieren mit drei oder nur einem Hinterbein etc. Das Erbgut der Wassertiere wird geschädigt. Die Spitalabwässer sind aber bis heute nicht als Sondermüll anerkannt. Wer bezahlt die diesbezüglichen Untersuchungen und Massnahmen für diesen Wassertiere-Holocaust? Von der Chemie, die die Medikamente produziert, kommt scheinbar kein Geld. Das Thema ist dort tabu.



Pillen:
                          Die Rückstände landen im WC und in den
                          Flüssen, Seen und Meeren und haben
                          genmutierende Wirkung...
Pillen [4]: Die Rückstände landen im WC und in den Flüssen, Seen und Meeren und haben genmutierende Wirkung...
Mutierter Frosch durch
                          Umweltverschmutzung
Mutierter Frosch durch Umweltverschmutzung [5]


Felder und Wälder

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Pestizide ab 1945
Pestizide wurden ab 1945 erfunden und durch Traktor versprüht, um "Schädlinge" und "Schmarotzer" auszurotten [6]

  
Nach dem Zweiten Weltkrieg gingen die Chemiefirmen daran, im Zuge der Unabhängigkeit der afrikanischen und asiatischen Länder Pestizide zu erfinden, um die dortigen "Schädlinge" an "Nutzpflanzen" zu bekämpfen. Der Sprachgebrauch ist durchaus der Eugenik und der Nazi-Terminologie entlehnt. In der Tier- und Pflanzenwelt wollten die führenden Schichten der Chemieindustrie, die 1933-1945 nachweislich der NSDAP angehört hatten bzw. in eugenischen "Gesellschaften" Kollektivmitglied gewesen waren, weltweit das vollbringen, was mit den Menschen infolge der Menschenrechtskonvention nur noch eingeschränkt anwendbar war: die Vernichtung "lebensunwerten Lebens", ein Rassismus gegen bestimmte Tiere und Pflanzen, die man fortan auch mit anderen Nazi-Bezeichnungen wie "Schmarotzer" titulierte. Die schweizer Kollektivmitglieder der rassistischen und an der Hitlerschen Eugenik und Euthanasie orientierten Schweizerischen Gesellschaft für Vererbungsforschung (Société Suisse de Génétique), waren u.a. die Firmen  Hoffmann-La Roche, Geigy, Sandoz, Wander und Nestlé (Huonker, S.89), also mit Hoffmann-La Roche, Ciba-Geigy und Sandoz genau diejenigen Firmen, die die Pestizide produzieren.

Die schweizer umweltverschmutzende Industrie, die bis heute meint, sie würde Dienste an der Menschheit leisten:

Sandoz
                        Umweltverpester, Logo     Hoffmann La-Roche Umweltverpester, Logo     Ciba Umweltverpester Logo     Novartis Umweltverschmutzer
Die erstklassigen schweizer Umweltvergifter, die damit Millionen scheffeln: La Roche, Sandoz+Ciba=Novartis [7,8,9,10]

1996 fusionierten Sandoz und Ciba zu Novartis, um die Umwelt noch rentabler mit Chemie und Chemierückständen zu verseuchen. Die schweizer Regierung schreitet bis heute nicht ein, um eine Wende zur aktiven Umweltpolitik einzuleiten.

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Pestizid durch Handpumpenspritze ohne
                        Schutzmaske. Die eingeatmeten Pestizide
                        verändern das Erbgut...
Pestizid durch Handpumpenspritze ohne Schutzmaske. Die eingeatmeten Pestizide verändern das Erbgut... [11]

  
Die Pestizidproduzenten der Welt, darunter die Basler Chemie, konnten also ihr Nazitum nach 1945 innerhalb der Tierwelt ausleben, blind für die üblen Folgen, die Monokulturen und Bodenvergiftung in sich trugen. Auf "wissenschaftliche" Weise wurde weltweit an Universitäten "geforscht", wie man welches Tier oder welche Pflanze zum Verschwinden bringen könnte, um so der Menschheit "zu dienen". Für die Regierungen der neu unabhängig gewordenen Länder, die nun selbst die Bevölkerung zu beherrschen hatten und sich z.T. immer vor einem Umsturz fürchten mussten, waren die neuen Möglichkeiten, die die Chemievertreter versprachen, vielversprechend.

Die Konsequenzen aus dieser Fehlentwicklung hatte die Masse der lokalen Bauern zu tragen. Monokulturen machten den Einsatz von immer mehr Pestiziden notwendig und schmälerten den Lohn. Die Staatsstellen der betroffenen Länder
  

Indio-Landwirtschaft ohne Maschinen

vergrössernIndio-Landwirtschaft ohne Maschinen entgiftet den Boden [12]

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waren lange nicht bereit, die negativen Folgen einzusehen, weil ihnen die Chemiefirmen imponierten. Damit verbunden war die Bodenvergiftung, die lange kaum Beachtung fand und von den Chemievertretern stetig tabuisiert oder verharmlost wurde. Schliesslich gewannen die Informationen der Umweltschützer z.T. die Oberhand.

In Mittelamerika wurde dann vergifteter Boden an die Indiobevölkerung billig verkauft, der die Entgiftung mittels Würmern in geduldiger Arbeit schliesslich gelang. Bis heute ist die Logik der Eugenik und des Nazismus in der Landwirtschaft nicht mehr dominant, aber weiter präsent. Der Gedanke, dass "Schädlinge" erst dann zu "Schädlingen" werden, wenn ihre natürlichen Gegner fehlen bzw. unnatürliche, einseitige Verhältnisse beim Tier- bzw. Pflanzenbestand herrschen, kann sich nur langsam durchsetzen.

Es fragt sich, wie lange die Verantwortlichen Erde wie Wasser noch verschmutzen müssen, um Tier- und Pflanzengenozide zu vollbringen. Wann hat diese Hölle endlich ein Ende? Und: Wann bezahlt die Chemieindustrie endlich den Schaden, den sie im Wahn des Verdünnungsglaubens und der "Schädlings"-Bekämpfung angerichtet hat? Hier wartet ein gewaltiger Schuldenberg. Die Täter und Manipulanten bzw. die Nachfahren laufen bis heute als Verwalter der Profite frei herum. Sie meinen alle, ihre Sünden im Namen der Ausrottung bestimmter Tier- und Pflanzenarten würden ohne rechtliche Folgen bleiben, und die Kosten für Renaturierungen und Entgiftungen von der "Allgemeinheit" übernommen. Wo bleibt das Verursacherprinzip?
Novartis Umweltverschmutzer
Verursacherprinzip für Novartis? Das wäre etwas ganz, ganz neues. Die Basler Milliardäre sind sich bis heute keiner Schuld bewusst, und die korrupte schweizer Justiz in Basel deckt die Schande der Chemie ab. Millionär (Jurist) deckt Milliardär (Chef des Chemiegigant).



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Situation 2006: China wird total verschmutzt - Prognose: Chinesische Auswanderungswelle in 20 Jahren

Die Umweltverschmutzung in China ist derart schlimm geworden, dass die Umweltschäden so hoch wie das Wachstum des Bruttosozialproduktes sind. Die Apokalypse des korrupten Kommunisten-Kapitalismus ist schon im Gang.

Ich denke, wenn China 20 Jahre so weitermacht, kann man in China nicht mehr leben. Dann wird halb China auswandern. Der chinesisch-kommunistische Führung wird es egal sein, denn sie bleibt ja an der Macht...

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BLICK online,
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17.9.2007: Französische Inseln Martinique und Guadeloupe (beide Karibik) sind mit Bananen-Pestiziden vergiftet - Krebs, Missbildungen, Unfruchtbarkeit als Folgeschäden

aus: BLICK online: Bevölkerung auf Antillen vergiftet?  17.9.2007,
http://www.blick.ch/news/ausland/bevoelkerung-auf-antillen-vergiftet-71615

<PARIS - In den französischen Überseedépartements Martinique und Guadeloupe sollen die Menschen seit Jahren vergiftet worden sein. Mit schlimmsten Folgen.

Die Liste der gesundheitlichen Schäden vieler Menschen in den französischen Antillen ist lang: Prostatakrebs, Missbildungen bei Neugeborenen und Unfruchtbarkeit - gravierende Schäden, die ein von Plantagenbesitzern verwendetes Gifts zur Schädlingsbekämpfung verursacht haben soll. Dies sagt jedenfalls der französische Krebsexperte Dominique Belpomme. In einem Interview mit der Zeitung «Le Parisien» sagte Belpomme, die Menschen auf den französischen Antillen seien regelrecht «vergiftet worden».

Der Anstieg von Prostatakrebs, die Zahl von Missbildungen bei Neugeborenen und Unfruchtbarkeit vieler Menschen führt Belpomme auf Schädlingsbekämpfungsmittel und den Wirkstoff Chlordecon zurück, die auf den Bananenplantagen eingesetzt wurden. Das Gift war zwar 1993 verboten worden, aber die Plantagenbesitzer hatten es bis 2002 dennoch heimlich eingesetzt. Resultat: Böden und Gewässer sind gemäss Belpomme bis heute verseucht. Der Verzehr der Bananen aus der Region sei allerdings unbedenklich, weil das Gift nicht durch die Schale dringe.

Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot zeigte sich alarmiert durch den Bericht. Sie kündigte an, sich bei der EU für eine weitere Senkung der Höchstgrenzen für Pestizide in Lebensmitteln und Trinkwasser einzusetzen. Auch Landwirtschaftsminister Michel Barnier sprach von einer «sehr ernsten Situation». Morgen soll der Bericht von Belpomme dem französischen Parlament vorgelegt werden.> (AP/gux)

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Spiegel
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9.5.2009: Weitere 9 Chemikalien weltweit verboten

aus: spiegel online: UMWELTGIFTE: Uno setzt neun Chemikalien auf schwarze Liste; 9.5.2009;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,623865,00.html

<Pestizide und Flammschutzmittel: Die Vereinten Nationen stufen neun Chemikalien als gefährliche Umweltgifte ein und wollen deren Produktion verbieten. 160 Staaten sind Partner des Abkommen.

Genf - Auf einer internationalen Konferenz in Genf beschlossen die Mitglieder des Stockholmer Übereinkommens über persistente organische Schadstoffe (SCPOP), neun weitere Substanzen in ihre Liste aufzunehmen. Sie werden unter anderem in Pestiziden und Flammschutzmitteln verwendet. Die enormen Auswirkungen dieser Chemikalien auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt seien bestätigt, sagte der Leiter des Uno-Umweltprogramms, Achim Steiner.

"Dies ist ein klares Signal dafür, dass Regierungen rund um den Globus die Risiken durch solche giftigen Substanzen ernst nehmen, sagte Steiner. Zu den neun Chemikalien, die besonders für Kinder gefährlich sind, gehören das Insektenvernichtungsmittel Lindan sowie die ihm verwandten Chemikalien Alpha- und Beta-hexachlorcyclohexan (HCH). Letztere werden derzeit zwar nicht mehr direkt produziert, sind aber ein Nebenprodukt bei der Herstellung von Lindan, das aber auch nur noch in sehr wenigen Ländern produziert wird.

Zudem sollen verschiedene Flammschutzmittel verboten werden und zwar Hexabrombiphenyl sowie zwei Gruppen von Bromdiphenylethern. Auch das Insektizid Chlordecon steht auf der neuen Verbotsliste. Der Ausgangstoff für das Pflanzenschutzmittel Pentachlorbenzol (PeCB) wurde ebenfalls verboten. Mit Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) und ihren Abkömmlingen wurden bislang Textilien und Papier fett- und wasserfest gemacht, auch sie stehen nun auf der Liste.

An dem 2004 in Kraft getretenen Stockholmer Abkommen haben sich rund 160 Länder beteiligt. Es betrifft Substanzen, die sich sehr lange Zeit in der Atmosphäre, im Boden oder im Wasser anreichern. Die Vereinbarung zum Verbot der Stoffe soll eine Begrenzung der Verschmutzung durch diese persistenten organischen Schadstoffe (POP) sicherstellen. Bislang standen zwölf Chemikalien auf der Liste, darunter Chlordan und das Pestizid DDT.

lis/AP/dpa>

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Spiegel
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19.2.2010: Uno-Studie: Großkonzerne verursachen billionenschwere Umweltkosten

aus: Spiegel online; 19.2.2010; http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,678963,00.html

<Kraftwerk südlich von Leipzig: "Ein neues Paradigma"

Es ist eine Studie, die für Aufsehen sorgen dürfte: Laut einer Uno-Erhebung haben die 3000 weltgrößten Konzerne 2008 Umweltschäden in Höhe von 2,2 Billionen Dollar verursacht. Wissenschaftler sprechen von einem "absolut neuen Paradigma" in der Klimawandel-Debatte.

Hamburg - Müssten Unternehmen für die Schäden, die sie der Umwelt zufügen, zahlen, würde das ziemlich teuer werden: Einer noch unveröffentlichten Studie der Vereinten Nationen (Uno) zufolge würde das die weltgrößten Unternehmen ein Drittel ihres Gewinns kosten. Das berichtet die britische Zeitung "Guardian" am Freitag.

Die Studie, die von der Londoner Beratungsgesellschaft Trucost erstellt wurde und im Sommer veröffentlicht wird, kommt zu dem Ergebnis, dass der geschätzte Schaden im Jahre 2008 etwa 2,2 Billionen US-Dollar beträgt. Mehr als die Hälfte der berechneten Kosten wird durch den Klimawandel verursacht, der durch Treibhausgase entsteht. Ein weiterer großer Kostentreiber sind die Verschmutzung des Trinkwassers und der Luft durch Feinstaub.

"Wir sprechen von einem absolut neuen Paradigma", sagt Richard Mattison, Studienleiter bei Trucost. "Die globale Wirtschaft ist einem großen Risiko ausgesetzt. Die Märkte sind sich dessen nicht vollständig bewusst und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen."

Zumal die Rechnung einige Kostentreiber noch gar nicht berücksichtigt: Nicht darin enthalten sind die Schäden, die durch privaten und öffentlichen Konsum entstanden sind. Auch sind langfristigen Schäden abseits vom Klimawandel werden nicht quantifiziert. Der Abschlussbericht wird diese Dinge berücksichtigen. Der Schaden dürfte also die 2,2 Billionen Dollar noch übersteigen.

fro>


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n-tv
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2.3.2010: Pestizid Atrazin lässt männliche Frösche in Weibchen mutieren - und geschädigtes Sperma auch bei Reptilien, Fischen und Männern

aus: n-tv online: Aus Männlein wird Weiblein. Pestizid kastriert Frösche; 2.3.2010;
http://www.n-tv.de/wissen/weltall/Pestizid-kastriert-Froesche-article755140.html

<Eines der am weitesten verbreiteten Unkrautvernichtungsmittel könnte für den dramatischen Rückgang der Froschpopulationen weltweit mitverantwortlich sein: In Experimenten von US-Forschern hat das Spritzmittel Atrazin männliche Krallenfrösche chemisch kastriert. Zum Teil verwandelte es die Männchen sogar komplett in Weibchen, berichten die Wissenschaftler in den "Proceedings” der US-Akademie der Wissenschaften.

Atrazin ist seit 1991 in Deutschland verboten, auch auf EU-Ebene gibt es ein Anwendungsverbot. Rückstände der Chemikalie finden sich aber auch heutzutage noch in den Gewässern. In den USA ist die Anwendung des Unkrautvernichtungsmittels weiterhin erlaubt. Tyrone Hayes von der University of California und seine Mitarbeiter hatten eine Gruppe männlicher Afrikanischer Krallenfrösche (Xenopus laevis) in Atrazin-haltiger Umgebung aufgezogen. Die eingesetzte Konzentration entsprach der, der auch Frösche in freier Natur ausgesetzt sind und lag unter dem von der US-amerikanischen Umweltschutzbehörde EPA vorgegebenen Grenzwert für Atrazin im Trinkwasser.

Atrazin-Frösche unterliegen

Als die Tiere ausgewachsen waren, zeigten sich die Auswirkungen der dauerhaften Atrazin-Belastung: Im Vergleich zu den Kontrolltieren war bei den Versuchsfröschen die Größe bestimmter Drüsen reduziert, auch der Kehlkopf der Tiere war verkleinert. Außerdem war ihr Testosteronspiegel niedriger und die Spermienproduktion eingeschränkt, berichten die Wissenschaftler. Beim Werben um Weibchen unterlagen die Atrazin-Frösche in der Regel normalen Männchen. Gelang es ihnen ein Weibchen zu erobern, stellte sich heraus, dass selbst bei hoher Spermiendichte ihre Fruchtbarkeit eingeschränkt war. Das Unkrautvernichtungsmittel hatte die Frösche chemisch kastriert, fassen die Forscher zusammen.

Zehn Prozent der Atrazin-Frösche verwandelten sich gar vollständig in weibliche Tiere mit einem funktionierendem weiblichen Fortpflanzungsapparat. Obwohl sie also genetisch männlich waren, paarten sich diese "Schein-Weibchen" mit anderen Männchen und produzierten lebensfähige Eier. Der Nachwuchs dieser Tiere war naturgemäß komplett männlich.

Beeinträchtigungen auch beim Menschen

Die Wissenschaftler um Hayes weisen darauf hin, dass früheren Untersuchungen zufolge auch Reptilien und Fische durch Atrazin geschädigt werden. Die entmännlichenden Effekte von Atrazin beträfen also Wirbeltiere verschiedenster Klassen. Auch beim Menschen beeinträchtige die Chemikalie einer Studie zufolge die Spermiendichte und -qualität und schränke die Fruchtbarkeit ein.

Experten beobachten seit etwa zwei Jahrzehnten weltweit ein Amphibiensterben. Als Gründe werden die Zerstörung der Lebensräume, der Klimawandel, die Umweltverschmutzung sowie eine Pilzinfektion genannt. Völlig verstanden ist der erschreckende Rückgang der Frösche, Lurche , Kröten und Salamander jedoch nicht. Expertenangaben zufolge sind etwa ein Drittel der 6000 bekannten Froscharten vom Aussterben bedroht.

dpa>

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Spiegel
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London 10.9.2010: Der "amerikanische" Pharmakonzern Wyeth tarnte seine Werbung für ein Hormonmedikament als "Fachartikel" - und erst noch mit falschen Angaben über Nutzen und Risiko

Je mehr Krawatten und weisse Hemden in einem Betrieb arbeiten, desto krimineller ist der Betrieb. Hier trifft es wieder einmal die Praxis in der Chemieindustrie: Wyeth liess Werbung als "Fachartikel" aufschalten, und das ist sicher KEIN Einzelfall. Man sieht, es wird viel zu wenig kontrolliert, oder anders gesagt: Vertrauen Sie ihrem Naturheilarzt, dann gibt es keine Pillenschäden. Aber lesen Sie selbst:

aus: Spiegel online: Erschwindelte Fachartikel: Pharmakonzern liess Werbung als Studien tarnen; 10.9.2010;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,716763,00.html

<Unerlaubte Werbung: Hauptquartier des Medikamentenherstellers Wyeth in Madison, USA.

Gefahren heruntergespielt, Nutzen übertrieben: Der Pharmakonzern Wyeth hat über eine Agentur Artikel über ein Hormonmedikament in Fachblättern platziert. Eine Medizinerin hat den Schwindel nun aufgedeckt.

London - Pharmakonzerne wollen ihre Präparate in Fachzeitschriften in möglichst günstigem Licht erscheinen lassen. Manche schrecken dabei offenbar auch vor unlauteren Methoden nicht zurück: Der US-Hersteller Wyeth bezahlte eigens eine Agentur dafür, Artikel über ein Hormonmedikament in medizinischen Fachblättern zu platzieren. Dass Wyeth die Beiträge in Auftrag gegeben und bezahlt hatte, wurde in den Artikeln nicht erwähnt.

Die Beiträge sollten die Gefahren der Hormonersatztherapie (HRT) bagatellisieren - und den Nutzen betonen. Dies zeigt die Analyse von 1500 Dokumenten, die Wyeth im Zuge einer Klage zugänglich machen musste. Demnach beauftragte der Konzern eine Agentur damit, das Hormonmittel Prempro positiv darzustellen.

Für 20 Fachartikel sollte die Agentur jeweils 20.000 US-Dollar (umgerechnet also rund 15.000 Euro) bekommen. Das berichtet die Medizinerin Adriane Fugh-Berman von der Georgetown Universität in Washington im Online-Journal "PloS Medicine".

Die Texte sollten demnach das Brustkrebsrisiko relativieren, das mit der Hormoneinnahme verbunden ist. Gleichzeitig weisen die Texte auf einen - unbewiesenen - Nutzen der Präparate für das Herz-Kreislauf-System hin. Zudem sollte der Einsatz der Präparate zur Prävention gegen Demenz, Parkinson, Sehprobleme und Falten gefördert werden - diese Wirkungen sind indes ebenfalls nicht nachgewiesenen.

boj/AP>


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20 minuten
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29.9.2010: <Forscher schlagen Alarm: Unsere Flüsse sind "Chemikaliencocktails">

Die Chemie produziert immer mehr Pestizide und Pillen. Und in den Flüssen schwimmt dann das, was durch das Regenwasser und durch die Toiletten in die Flüsse geschwemmt wird. Es ist schrecklich:

aus: 20 minuten online; 29.9.2010; http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/Unsere-Fluesse-sind--Chemikaliencocktails--23426585

<Viele Flüsse auf der Welt sind stark verschmutzt. Fast 80 Prozent der Weltbevölkerung leben im Einzugsbereich belasteter Flüsse.

Giftstoffe, Staudämme, fremde Arten: Die Flüsse der Erde sind ökologisch weit stärker bedroht als bisher bekannt. Dies berichtet ein internationales Forscherteam im Magazin «Nature». Die Wissenschaftler untersuchten erstmals weltweit den Einfluss von 23 Umweltfaktoren auf Fliessgewässer - mit Blick sowohl auf den Menschen als auch auf die Artenvielfalt.

65 Prozent der Flusssysteme stufen die Wissenschaftler als bedroht ein. Die Gewässer versorgen nicht nur fünf Milliarden Menschen, 80 Prozent der Weltbevölkerung, mit Trinkwasser, sie sind auch Lebensraum von Tausenden Pflanzen und Tierarten.

Als Voraussetzung für Leben ist Süsswasser die wichtigste Ressource auf der Erde. Darauf angewiesen ist nicht nur der Mensch, sondern auch zahllosen andere Organismen - von Kleinstlebewesen über Fische, Amphibien und Reptilien hin zu Vögeln und Säugetieren. «Flüsse sind für Menschen die wichtigste Quelle von Wasser», erklärt Charles Vörösmarty vom City College New York (CCNY). «Wenn man die vielen Gefahrenquellen analysiert, findet man heraus, dass sich der Zustand der Flüsse weltweit verschlechtert.»

Wie die Mitarbeiter von neun Forschungseinrichtungen betonen, steht der Zustand der Gewässer in direktem Zusammenhang zum Menschen: In wenig besiedelten Gegenden wie Polarregionen oder Amazonien sind die Flüsse noch weitgehend intakt.

Beunruhigend dagegen ist die Situation in den dicht bevölkerten Gebieten - weite Teile Zentralasiens, Indien, Ostchina sowie Regionen Nordamerikas und nahezu ganz Europa. Dort verschmutzen viele Schadstoffe die Gewässer, darunter nicht nur klassische Umweltgifte wie etwa Pestizide, sondern zunehmend auch relativ neue Gefahren wie etwa Rückstände von Medikamenten. «Durch unsere Wasserwege strömt ein wahrer Chemikaliencocktai», mahnt Vörösmarty.

Gleichzeitig wird von den Flüssen immer mehr Wasser abgezweigt - zur Versorgung der Bevölkerung oder zur Bewässerung von Feldern. Viele grosse Ströme wie der nordamerikanische Colorado River vertrocknen inzwischen, bevor sie ihre frühere Mündung erreichen können.

Einige der grössten Bedrohungen liegen in Europa und den USA

Staudämme bedrohen gewöhnlich zwar nicht die Trinkwasserversorgung von Menschen. Sie gefährden aber die Wanderung von Wasserbewohnern und lassen flussabwärts gelegene Feuchtgebiete vertrocknen. Durch die Veränderungen seien Tausende Pflanzen- und Tierarten vom Aussterben bedroht, mahnen die Wissenschaftler.

«Die Flüsse weltweit befinden sich in einem ausgesprochenen Krisenzustand», erklärt der Süsswasser-Zoologe Peter McIntyre von der Universität von Wisconsin. «Aber dass einige der grössten Bedrohungen in den USA und Europa liegen, liess uns wirklich die Kinnlade runterklappen.»

Der sich verschlechternde Zustand der Flüsse ist nicht nur ein ökologisches Problem, sondern belastet auch zunehmend die Wirtschaft, vor allem in den Entwicklungsländern. «In den Industrieländern gefährden wir unsere Oberflächengewässer und verschleudern dann Milliarden Dollar, um die Probleme zu regeln», sagt Vörösmarty. «Arme Länder können sich das nicht leisten.»

Die Wissenschaftler schlagen vor, nicht nur an den Symptome herumzudoktern, sondern die Wasserressourcen systematisch zu schützen, von den Einzugsgebieten bis zu den Mündungen der grossen Ströme - etwa durch bessere Landnutzung oder sparsamere Bewässerungstechniken.

Da viele Flüsse Ländergrenzen überqueren, fordern sie einen internationalen Ansatz. «Eine Kontrolle der Süsswasserreserven würde sich enorm auszahlen», sagt Vörösmarty. «Das würde kostspielige Konflikte vermeiden, die Qualität von Lebensmitteln sichern, einzigartige Lebensformen bewahren und viele weitere wertvolle Vorteile bieten.»

www.riverthreat.net

(sda)>

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Spiegel
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Devescer (West-Ungarn) 5.10.2010: Die Schwermetall-Schlammlawine einer Aluminiumhütte verätzt ganze Dörfer

Wie lange dürfen sich Chemieunternehmen noch grosse Katastrophen erlauben? Wann bezahlen Chemieunternehmen endlich für die Schäden, die sie verursachen? Scheinbar fehlt etwas in den Gesetzen, das die Verantwortung und die Vorsorge verbessern würde. In Ungarn ist das nicht die erste Chemie-Katastrophe der letzten 20 Jahre. Aber lesen Sie selbst:

aus: Chemieunfall in Ungarn: "Der Schlamm hat ihn bis auf die Knochen verbrannt"; 5.10.2010;
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,721398,00.html

<Von Anna-Lena Roth und Simone Utler

Plötzlich donnerte die Giftwelle über die Häuser hinweg: Beim größten Chemieunfall in Ungarns Geschichte sind ganze Dörfer mit ätzendem Rotschlamm überschwemmt worden. Vier Tote, Dutzende Verletzte - die Natur dürfte sich von dem Desaster lange nicht erholen. Gelangt das Gemisch auch in die Donau?

Hamburg - Das rote Gift bedeckt Straßen, Wiesen und Felder. Brücken und Häuser sind weggerissen oder stark beschädigt. Mindestens vier Menschen sind tot. Gestorben beim größten Chemie-Unfall in der Geschichte Ungarns. Eine Giftschlammlawine hat sich im Westen Ungarns über mehrere Orte gewälzt - in einer Aluminiumfabrik war ein Becken mit Rotschlamm geborsten. Mindestens eine Million Kubikmeter des Abfallprodukts, das voller Blei und anderer Schwermetalle steckt, ergoss sich über ein Gebiet von geschätzt 40 Quadratkilometern.

"Als ich das Donnern der Fluten hörte, hatte ich nur noch Zeit, aus dem Fenster zu springen und auf höher gelegenes Gelände zu rennen", sagt Tunde Erdelyi aus Devecser. Ein Verwandter habe mit einem Rettungshubschrauber nach Budapest gebracht werden müssen. Der ätzende Schlamm habe ihn "bis auf die Knochen verbrannt". In Erdelyis Haus stand die rote Giftbrühe am Dienstagmorgen noch immer 1,50 Meter hoch. Rettungskräfte mussten die Tür zum Wohnzimmer mit einer Axt einschlagen, um die Flüssigkeit auslaufen zu lassen. Auf den Straßen des Ortes gab es noch eine rund zehn Zentimeter dicke Schlammdecke, berichtete ein Fotograf der Nachrichtenagentur AFP. Fast ein Drittel der Gebäude sei beschädigt.

Nicht alle Anwohner konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben, 61 Verletzte mussten sich laut Innenministerium im Krankenhaus behandeln lassen, sechs Personen werden vermisst. Insgesamt seien 7000 Menschen betroffen. Unter den Toten sei auch ein dreijähriges Kind, sagte Karoly Tily, Bürgermeister des Dorfes Kolontár.

Eine "ökologische Katastrophe" konstatiert die Regierung. "Das Erdreich in der Region ist komplett durchsetzt und rot", sagte Robert Damasi vom Umweltministerium zu SPIEGEL ONLINE. Seit Montag versuchen sich Mitarbeiter einen Überblick über das "riesengroße Unglück" zu verschaffen, aber sicher ist Damasi zufolge schon jetzt: "Etwas Vergleichbares hat es in Ungarn noch nicht gegeben." Näheres würden aber erst Untersuchungsergebnisse zeigen. "Wir hoffen, dass wir in ein paar Tagen Genaueres sagen können."

"Eine Katastrophe für die Wasserversorgung"

In drei Bezirken wurde am Dienstag der Notstand ausgerufen, während das giftige Gebräu weiter aus der Fabrik lief. Die Bewohner der Orte Devecser, Kolontár und Somlóvásárhely seien in Gefahr, aber auch Flora und Fauna, sagte Umweltstaatssekretär Zoltan Illés. Der Fluss Raba sei bedroht, der in die Donau fließt. Der stellvertretende Leiter der westungarischen Wasserbehörde, Sandor Toth, sagte, der Giftschlamm könne den Strom in vier bis fünf Tagen erreichen. "Aus Sicht der Wasserversorgung ist eine Katastrophe passiert, da der Bach Torna, in den der Schlamm gelaufen ist, in das Flüsschen Marcal fließt, das in die Raab fließt - die ein Nebenfluss der Donau ist."

"Wir haben tonnenweise Gips in den Marcal geschüttet und hoffen damit den giftigen Fluss zu stoppen", sagte eine Sprecherin des nationalen Katastrophenschutzes. Die Gefährlichkeit der Substanz nehme mit jedem Kilometer ab. Man wolle so gravierenden Umweltschäden vorbeugen. Innenminister Sandor Pinter sagte, bisher sei das Trinkwasser nicht betroffen. Es bestünden "gute Chancen", dass die Giftwelle nicht die Donau erreiche.

Greenpeace warnt vor Folgen für die Natur. Der Bauxitschlamm sei eine Gefahr für das Trinkwasser und die Vegetation. "Der Rotschlamm lagert sich ab und verwüstet so landschaftliche Flächen", sagte Zsolt Szegfalvi, Leiter der Umweltschutzorganisation in Ungarn. Der Wind könne getrocknete Schlammpartikel dann bis zu 15 Kilometer weit wehen. "Wir werden deshalb sofort ein Team nach Kolontár und nach Devecser schicken, wo derzeit am meisten Probleme auftreten." Mit Proben wolle man das Ausmaß der Katastrophe ermitteln und dokumentieren.

Augenirritationen und chemische Verbrennungen

Der Unfall hatte sich am Montag um 12.10 Uhr in der Aluminiumfabrik in Ajkai ereignet, rund 165 Kilometer westlich von Budapest. Aus noch unbekannter Ursache brach der Damm eines Beckens, zäher roter Schlamm lief aus, vermengte sich mit dem Hochwasser, das die Region seit Tagen heimsucht, und lief durch mehrere Dörfer - bis zu anderthalb Meter dick.

Hunderte Menschen haben ihre Häuser verloren oder verlassen müssen. Autos wurden meterweit weggespült. Einigen gelang die Rettung erst in letzter Minute. Viele Menschen litten an Augenirritationen und chemischen Verbrennungen. Diese sind oft nicht sofort, sondern manchmal erst nach Tagen zu erkennen, und könnten zu Schäden des tiefer sitzenden Hautgewebes führen, sagte Arzt Peter Jakabos, der im Krankenhaus von Gyor Betroffene behandelte. Wer in Berührung mit dem roten Schlamm komme, solle die Haut sofort mit viel frischem Wasser abspülen und die Kleidung wechseln, empfahl das Innenministerium.

Dem Ministerium zufolge ist die Lage inzwischen "unter Kontrolle". Das Militär schickte 140 Einsatzkräfte. 350 Polizisten, mehr als hundert Feuerwehrmänner, die Bürgerwehr und der Katastrophenschutz rückten an. Vier Helikopter waren im Einsatz, um Verletzte in Kliniken zu fliegen. Bewohner wurden in der Nacht weggebracht und die Straßen gereinigt. Rettungskräfte in speziellen Schutzanzügen spritzen die Straßen ab, um den roten Schlamm wegzuspülen.

Aluminiumwerk spricht von "nicht vorsehbarer Naturkatastrophe"

Eine Mitarbeiterin der Betreibergesellschaft MAL teilte SPIEGEL ONLINE mit, die Geschäftsführung sei am Unglücksort. Das Unternehmen, das früher zu einem staatlichen Aluminiumkombinat gehörte und nach der Wende privatisiert wurde, spricht von einer "nicht vorhersehbaren Naturkatastrophe". Der Damm eines der Becken sei gebrochen. Dabei sei Rotschlamm aus der Herstellung von Tonerde ausgetreten. Das Gemisch sei nach einer EU-Verordnung hergestellt worden.

Die Behörden müssen jetzt aufklären, ob diese Darstellung richtig ist. War das Becken nach rechtlichen Standards ausreichend gesichert? Wurde mit der Substanz ordnungsgemäß verfahren? Ministeriumsmitarbeiter Damasi zufolge wird derzeit überprüft, ob es sich tatsächlich um einen Unfall handelt oder die Betreiberfirma doch Schuld trifft. Es werde in alle Richtungen ermittelt.

Ministerpräsident Viktor Orbán hält es für möglich, dass menschliches Versagen das Unglück auslöste. Bisher gebe es keine Anzeichen für eine natürliche Ursache, sagte er am späten Nachmittag in einer Pressekonferenz. Eine Gefahr von radioaktiver Verseuchung gebe es nicht.

Kritik an den Behörden
Staatssekretär Illés sagte der deutschsprachigen Online-Zeitung "Pester Llyod", das Unternehmen habe sämtliche Kosten der Schadensbeseitigung zu begleichen. Dazu gehörten die Einsatzkosten der Rettungskräfte, die Versorgung der Verletzten, die Reinigung und Reparaturen in den überfluteten Orten, die Abtragung der vergifteten Erde auf bis zu zehn Kilometern, die Reinigung der Gewässer und alle Kosten für Renaturierung und Aufforstung. Das werde Monate dauern und Zigmillionen Euro kosten.

Laut "Pester Lloyd" wird auch Kritik an den Behörden laut. Diese hätten den Unfall zunächst nicht ernst genug genommen. Das staatliche Katastrophenamt habe spät die Koordinierung von Rettungsmaßnahmen übernommen.

Das Unglück lenkt das Augenmerk auf die immer noch schwierige Umweltsituation in Mittel- und Osteuropa. Im Januar 2000 war im nordwestrumänischen Baia Mare unweit der ungarischen Grenze ein Reservoir mit zyanidhaltigem Klärschlamm aus einem Goldbergwerk geborsten. Die Giftwelle löste im ungarischen und serbischen Abschnitt der Theiß massives Fischsterben aus.

mit Material der Agenturen>

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Ungarn 8.10.2010: Die Regierung in Budapest verschweigt die Wahrheit über die Giftsuppe in Devecser - Arsen und Quecksilber

Wann bezahlen die Chemieunternehmen für den Schaden, den sie anrichten? Hier in Ungarn fühlt sich die Chemiefirma "unschuldig". Unschuld ist immer gut. Aber lesen Sie selbst:

aus: 20 minuten online: Arsen und Quecksilber gefährlich hoch: Budapest verschweigt Ausmass; 8.10.2010;
http://www.n-tv.de/panorama/Budapest-verschweigt-Ausmass-article1669241.html

<Die ungarische Regierung gibt sich große Mühe, den wahren Giftgehalt des Industrieschlamms herunterzureden, der mindestens fünf Dörfer unbewohnbar macht. Regierungschef Orban  behauptet, die Lage werde "beherrscht". Eine Analyse unabhängiger Experten zeigt aber die hohe Toxizität der roten Brühe, die inzwischen in die Donau schwappt. Derweil gibt es weitere Tote.

Nach dem Giftschlamm-Unglück in Westungarn hat sich die Zahl der Toten auf sieben erhöht. Einsatzkräfte bargen in dem Katastrophengebiet zwei weitere Tote. Außerdem starb ein 81-Jähriger im Krankenhaus an seinen Verletzungen, meldete die Nachrichtenagentur FH.

Eine Analyse des Umweltbundesamtes in Österreich ergab, dass der Schadstoffgehalt des Schlamms weit größer ist als angenommen. Nach Greenpeace-Angaben sind vor allem die Arsen- und Quecksilber-Werte gefährlich hoch. Die Umweltstiftung WWF warnte vor weiteren Unfällen dieser Art in Osteuropa.

Regierung verschweigt wahren Giftgehalt

Die Dörfer sind unbewohnbar geworden (Foto: in Devecser).

Laut Greenpeace liegen die Arsen- und Quecksilber-Werte über den bei Rotschlamm üblichen Konzentrationen. Die Umweltschutzorganisation kritisierte, die ungarische Regierung habe die wahren Giftmengen offenbar verschweigen wollen. "Die Informationspolitik der ungarischen Regierung ist alles andere als EU-würdig", sagte der Greenpeace-Chemiker Herwig Schuster. "Wir sind überrascht, dass Greenpeace diese Ergebnisse veröffentlichen muss."

Tausende Hektar Land seien für Jahre nicht mehr nutzbar, hieß es weiter. Insbesondere Quecksilber könne in die Nahrungskette gelangen und etwa den Verzehr von Fischen aus der Region für Jahre unmöglich machen. Die Umweltschutzorganisation hatte am Tag nach dem Unglück im Ort Kolontar Schlammproben genommen und diese vom österreichischen Umweltbundesamt in Wien analysieren lassen.

EU schickt Experten

Der ungarische Innenminister Sandor Pinter gab bekannt, dass die Europäische Union fünf Experten in das Donauland schickt. Die Gruppe werde Messungen vornehmen. Von den Ergebnissen hänge ab, ob Ungarn um weitere Hilfe aus dem Ausland bitten werde. Bayern hat bereits Hilfe angeboten. Ein Team von Schadstoffexperten des bayerischen Landesamtes für Umwelt steht bereit.

Menschen arbeiten mit bloßen Händen

Ungarns Regierungschef Viktor Orban gab an, die Situation sei derzeit unter Kontrolle. "Die Lage wird beherrscht", sagte er in Sofia nach Gesprächen mit seinem bulgarischen Amtskollegen Bojko Borissow.

Greenpeace-Aktivist Bernd Schaudinnus, der sich in Ungarn ein Bild von der Lage machte, zeichnete ein ganz anderes Bild: "Die Behörden haben die Leute mit bloßen Händen arbeiten lassen, und Feuerwehrleute haben mir ihre Hände gezeigt, die total verätzt waren." Er könne sich nicht vorstellen, dass die ungarische Regierung keine Ahnung davon hatte, wie toxisch der Schlamm ist. "Da müssen doch Verantwortliche herumgehen und den Leuten sagen: "Fasst das bitte nicht an, das ist giftig!""

Am Freitag gingen in der Region die Aufräumarbeiten weiter. Hunderte Helfer säuberten die Straßen und Häuser von dem roten Belag. Vielerorts hat die Herbstsonne den Schlamm bereits getrocknet, roter Staub weht durch die Straßen und über die Felder. "Wir wissen nicht, wie giftig er ist, was er uns antut", klagte ein Bewohner von Kolontar. Fernsehsender riefen zu Spenden für die Menschen der Region auf.

Angst am "Eisernen Tor"

Im rumänischen Turnu Severin wird alle drei Stunden das Donau-Wasser im Labor geprüft.

In Rumänien wurde vier Tage nach dem Unglück vorerst Entwarnung gegeben. Nach derzeitigem Informationsstand bestehe keine Gefahr, sagte der rumänische Umweltminister Borbely Laszlo. Frühestens Montagmittag werde verschmutztes Donauwasser Rumänien erreichen, bis dahin dürfte sich die Konzentration der Schadstoffe bis unter die Gefahrengrenze verdünnt haben.

Die rumänischen Behörden bildeten eine Arbeitsgruppe aus Chemikern und Biologen, die alle drei Stunden die Qualität des Donauwassers untersucht. Experten stünden für Einsätze bereit. Sorgen bereitet die Situation vor allem in der 100 000-Einwohner-Stadt Drobeta-Turnu Severin, die ihr Trinkwasser aus der Donau bezieht. Notfalls müsse die Versorgung der Bevölkerung vorübergehend anders organisiert werden, hieß es.

Noch mehr Gefahrenquellen in Ungarn

Die Umweltstiftung WWF warnte unterdessen vor weiteren Unfällen in Osteuropa. So befinde sich in Ungarn eine Deponie bei Almásfüzit zwischen Györ und Budapest direkt an der Donau, in der allein zwölf Millionen Tonnen Giftschlamm lagerten. "Wenn dieses Becken bricht, wäre die Trinkwasserversorgung für weite Teile Ungarns in Gefahr", erklärte der WWF-Experte Martin Geiger in der Mitteilung.

Die Stiftung präsentierte eine Karte potenzieller Giftquellen von Ungarn bis zum Donaudelta. Das Werk bei Almásfüzit zum Beispiel befinde sich in einem erdbebengefährdeten Gebiet. "Die Auffangbecken sind nicht genügend gesichert und kaum mit Ton abgedichtet. Die Wahrscheinlichkeit einer Verschmutzung des Grundwassers ist sehr hoch", so Geiger.

Unternehmen beteuert Unschuld

Das Unternehmen MAL fühlt sich unschuldig.

Das Unternehmen hinter der Giftschlammkatastrophe will nach eigenen Angaben alle seine "Energie" dafür einsetzen, die Auswirkungen zu mindern. Im Kampf gegen die Katastrophe habe es den Behörden umgerechnet bereits 110.000 Euro zur Verfügung gestellt, teilte der ungarische Aluminiumhersteller MAL mit. Erneut versicherte das Unternehmen, völlig schuldlos an der Katastrophe zu sein. Nach Angaben des Bürgermeisters von einem der am schwersten betroffenen Dörfer sollen von dem Betrag die ersten Hilfen an die Einwohner in Höhe von je 360 Euro gezahlt werden.

Am Montag waren aus einem Auffangbecken in der Aluminiumfabrik Ajka, 165 Kilometer westlich von Budapest, etwa 1,1 Millionen Kubikmeter hochgiftiger roter Schlamm ausgelaufen. Neben den sechs Toten wurden 150 Menschen verletzt. Der Schlamm breitete sich über eine Fläche von 40 Quadratkilometern aus, mehrere Dörfer wurden dabei so stark verseucht, dass sie unbewohnbar wurden. Nach Angaben der Regierung müssen deren Bewohner umgesiedelt werden. Zudem floss die Brühe über Wasserläufe in die Donau.

dpa>

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9.10.2010: <Ungarn: Das Schlammbecken hatte schon seit Monaten Lecks>

Die Chemieindustrie in Ungarn scheint es darauf angelegt zu haben, dass der Damm des Schlammbeckens bricht, um so ihr Problem der Entsorgung des Giftschlamms zu "lösen". Scheinbar ist das Land noch zu korrupt, um den Menschen und der Umwelt den notwendigen Schutz zu geben. Aber lesen Sie selbst:

aus: 20 minuten online; 9.10.2010;
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/Schlammbecken-hatte-schon-seit-Monaten-Lecks-31277442

<Der Giftschlamm-Unfall in Ungarn hat sich nach Angaben der Umweltorganisation WWF schon seit längerer Zeit angebahnt.

Die Rotschlammlawine in Ajka, nahe beim Unglücksort am 7. Oktober 2010

Ein im Juni aufgenommenes Luftbild zeige, dass die Wände des Schlammbeckens bereits rund drei Monate vor der Katastrophe marode waren und Lecks aufwiesen.

«Das Giftschlamm-Desaster und die daraus erfolgte Verschmutzung von Flüssen - einschliesslich der Donau - hätten verhindert werden können», teilte die Organisation am Samstag mit.

Eine auf diesem neuen Beweismaterial basierende Untersuchung des Unfalls sei nun dringend nötig, sagte Gábor Figeczky vom WWF Ungarn. Dabei müssten auch andere toxische Schlammbecken in Ungarn miteinbezogen werden.

Das Foto war von einer Firma aufgenommen worden, die im Juni mehrere Schlammbecken und andere, möglicherweise gefährliche Industriegebiete aus der Luft dokumentiert hatte. Das Reservoir in Kolontar habe schon länger Sorgen gemacht, da es so nah an einem bewohnten Gebiet angelegt war, hiess es weiter in der WWF-Mitteilung.

Auf dem Bild sei deutlich zu erkennen, dass die Wände und Dämme brüchig waren und dass giftiger Rotschlamm bereits in Kanäle rund um die Fabrik gelangt war. «Dies war ein deutliches Signal, Inspektionen und Prüfungen der gesamten Wände wären nötig gewesen», schrieb der WWF.

(sda)>

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Schweiz 15.10.2010: Vergiftete Fische mit PCB im Fluss Saane wegen nicht entsorgter Mülldeponie mit viel PCB

Wer bezahlt nun für die Sanierung der Mülldeponie bei Freiburg in der Schweiz? Die Chemieunternehmen zahlen sicher nicht, sondern der Steuerzahler muss blechen. Der "Kanton" bereitet eine Sanierung vor. Es ist zum Verrücktwerden. Wo ist das Verursacherprinzip? Bei der Chemie gilt das nicht. Aber lesen Sie selbst:

aus: 20 minuten online: Umweltgift: PCB-Verseuchung in der Saane weiter hoch; 15.10.2010;
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/14092798

<Der Kanton Freiburg macht sich grosse Sorgen um die Fische in der Saane und im Pérollessee. Der in Fischen gemessene PCB-Gehalt liegt deutlich über dem Grenzwert - und ist teils noch höher als früher.

Malerisch - aber mit dem dioxinähnlichen PCB verseucht: Die Saane im Kanton Freiburg. (Bild: Wikipedia/André Baechler)

Bei einigen Fischen überstieg die Konzentration an polychlorierten Biphenylen (PCB) gar den Höchstwert von früheren Messungen, wie der Kanton Freiburg am Freitag mitteilte. Die Messergebnisse rechtfertigten somit das Fischereiverbot für die entsprechenden Abschnitte.

Die Experten untersuchten einerseits Alet- und Forellenexemplare, die zwischen Mai und Juli unterhalb der ehemaligen Kehrichtdeponie La Pila in der Saane gefischt worden waren. Zum ersten Mal wurden ausserdem Fischproben aus dem Pérollessee am Fusse der Stadt Freiburg entnommen.

Der hohe PCB-Gehalt, den die Fische 2010 aufwiesen, sei besorgniserregend, heisst es in der Mitteilung weiter. Der Kanton klärt ab, ob in letzter Zeit bedeutende PCB-Mengen in die Umwelt gelangt sind.

Deponie wird saniert

Als Ursache für die hohe Konzentration an PCB in Fischen gilt die ehemalige Deponie La Pila in Hautrive unweit von Freiburg. In diesem Sektor schätzen Experten die PCB-Gesamtmenge auf 20 Tonnen. Derzeit sind Abklärungen im Gang, um sekundäre Verschmutzungsquellen ausschliessen zu können.

Der Kanton Freiburg will 2011 die Sanierung der ehemaligen Deponie vorbereiten. Dadurch soll weniger PCB in die Gewässer gelangen.

PCB sind krebserregende Chlorverbindungen, die wegen ihrer isolierenden Eigenschaften und chemischen Stabilität früher in der Industrie breite Verwendung fanden. Seit 1986 sind sie in der Schweiz verboten.

(sda)>

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gmx
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13.5.2011: <Die giftigsten Orte der Welt> - und die Chemieindustrie will für das Reinemachen nicht bezahlen

aus: gmx-Nachrichten; 13.5.2011;
http://www.gmx.net/themen/gesundheit/bildergalerie/bilder/847lt0c-die-giftigsten-orte-der-welt

<Fukushima fällt uns automatisch ein, wenn es um besonders giftige Orte geht. Doch die in New York sitzende Umweltorganisation Blacksmith Institute kennt weitere Städte, die in Sachen Gesundheitsschädlichkeit ebenfalls zu den Top Ten gehören. Das sind die giftigsten Orte alphabetisch nach Ländern sortiert. Autor: Anja Schreiber

Sumgayit, Aserbaidschan: In Sumgayit war es die sowjetische Industrie, die die Stadt nachhaltig geschädigt hat. So wurden dort Chemikalien wie Kunstfasern, Chlor, Aluminium, Reinigungsmittel und Schädlingsbekämpfungsmittel produziert. Auch die verbliebenen Industrieanlagen sind, was ihre Produktionsmethoden und Sicherheitsstandards angeht, hoffnungslos veraltet. Unsachgemäße Ablagerung von Industriemüll verseucht die Stadt zusätzlich. Bis heute hat Sumgayit eine hohe Todesrate: Krebserkrankungen treten dort zwischen 22 und 51 Prozent häufiger auf als im Landesdurchschnitt Aserbaidschans. 


weiter lesen: http://www.gmx.net/themen/gesundheit/bildergalerie/bilder/847lt0c-die-giftigsten-orte-der-welt#.A1000146

Linfen, China: Die Millionenstadt Linfen liegt in der Provinz Shanxi, das Herz der Kohleindustrie Chinas. Dort liegen die Schwefeldioxid- und andere Werte um ein Vielfaches über den Grenzwerten der Weltgesundheitsorganisation WHO. Kein Wunder, dass überdurchschnittlich viele Todesfälle auf den extrem hohen Grad an Luftverschmutzung zurückzuführen sind. Das Bild zeigt einen ortsansässigen Arbeiter.


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Tiangying, China: In der Stadt Tianying ist Blei das große Problem. Der Ort zählt mit seinen Industrieanlagen zu den größten Blei-Produzenten in China. Die durchschnittliche Bleikonzentration in der Luft und im Boden lag nach Angaben des Blacksmith Institute um das 8,5- bis Zehnfache über den Sicherheitsgrenzwerten des Landes. Insbesondere Kinder leiden an der Bleivergiftung und deren Folgen wie Hör- und Sehstörungen, Magenschmerzen, Darmproblemen, Fehlfunktionen der Nieren, Schädigungen des Gehirns und Blutarmut.


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Sukinda, Indien: Im indischen Sukinda sind der Abbau von Chromeisenerz und deren Verarbeitung der Grund für die Umweltverschmutzung. Ungefähr 70 Prozent des Oberflächenwassers und 60 Prozent des Trinkwassers sollen nach Angaben des Blacksmith Institute durch Chrom vergiftet sein. Das ist mehr als das Doppelte des landesweit und international zulässigen Grenzwertes. Auch Luft und Böden sind schwer belastet. Neben den Minenarbeitern sind auch die Bewohner der Dörfer, die weniger als einen Kilometer von den Tagebau-Stätten entfernt liegen, betroffen: 24,47 Prozent dieser Menschen leiden an den durch die Umweltverschmutzung hervorgerufenen Krankheiten.


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Fukushima, Japan: Noch ist Fukushima nicht in die Liste der giftigsten Orte der Welt aufgenommen worden, zu aktuell ist die Katastrophe. Aber die Stadt hat nach der Havarie des Atomkraftwerks beste Chancen dafür. So wird die Evakuierungszone rund um den Unglücksreaktor aus Sicht des japanischen Ministerpräsidenten Naoto Kan für die nächsten 20 Jahre unbewohnbar bleiben. Japan hat die Strahlengefahr, die von dem AKW ausgeht, als genauso hoch eingestuft wie die der ukrainischen Reaktorkatastrophe von Tschernobyl.


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La Oroya, Peru: Die peruanische Stadt La Oroya ist das Bergbau-Zentrum des Landes. Metalle wie Blei, Kupfer, Zink und Silber finden sich in hoher Konzentration im Gestein rund um die Stadt. Die Bewohner sind den giftigen Emissionen ausgesetzt, die beim Schwermetall-Bergbau anfallen. Nach Angaben lokaler Neurologen kommen bereits Babys mit inakzeptabel hohen Bleiwerten im Blut zur Welt. Asthma, Bronchialerkrankungen aber auch Nieren- und Nervenleiden sind unter den Einwohnern weit verbreitet.


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Dserschinsk, Russland: In der russischen Stadt Dserschinsk ist die Herstellung von chemischen Waffen während der Zeit der Sowjetunion der Grund für die extreme Umweltbelastung, die bis in die Gegenwart anhält. Die Stadt war eine der Hauptproduktionsstätten von Chemiewaffen wie Sarin und Senfgas. Die Abfallstoffe von den für die Produktion verwendeten Chemikalien haben das Trinkwasser der Stadt verseucht. Die jährliche Todesrate liegt über dem russischen Durchschnitt.


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Norilsk, Russland: In der sibirischen Industriestadt Norilsk ist der Abbau und die Verhüttung von Nickel und Kupfer das Umweltproblem Nummer 1. Dort befindet sich die größte Verhüttungsanlage der Welt für Schwermetalle. Schwefeldioxid sowie Kupfer- und Nickel-Oxid beeinträchtigen die Luft. Der Schnee soll in Norilsk schwarz sein und die Luft nach Schwefel schmecken. Die Lebenserwartung der Fabrikarbeiter liegt zehn Jahre unter dem russischen Durchschnitt.


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Tschernobyl, Ukraine: Am 26. April 1986 ereignete sich bei einem Test im Kernreaktor in Block IV eine Kernschmelze und Explosion. Bei dem Super-Gau wurde hundertmal soviel Radioaktivität freigesetzt wie bei den Atombombenabwürfen von Hiroshima und Nagasaki. Auch 25 Jahre nach dem Unglück ist die Sperrzone rund um das Kernkraftwerk 4.300 Quadratkilometer groß und damit fast doppelt so groß wie das Saarland.


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Kabwe, Sambia: In der afrikanischen Stadt Kabwe ist unter anderem der Abbau und die Aufbereitung von Blei das Problem. 1902 wurden in Kabwe reiche Vorkommen an Zink und Blei entdeckt, die bis 1994 abgebaut und aufbereitet wurden. Die Folge: Hohe Konzentrationen an Bleistaub im Boden und von Schwermetallen im Wasser. Im Durchschnitt liegen die Bleiwerte im Blut der Kinder von Kabwe um das Fünf- bis Zehnfache über dem höchstzulässigen Grenzwert der US-Umweltbehörde EPA. In vielen Fällen erreichen die Bleiwerte Höhen, die als potenziell tödlich gelten.>


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3.12.2011: <Am 27. Jahrestag: Heftige Proteste der Opfer von Bhopal> - 470 Millionen Dollar bezahlt, 8,1 Milliarden Dollar sind gefordert

aus: 20 minuten online; 3.12.2011;
http://www.20min.ch/news/ausland/story/27284986

<Die Überlebenden der Giftgaskatastrophe im indischen Bhopal haben 27 Jahre nach dem Desaster demonstriert. Die Polizei ging gegen die Protestierenden vor.

Tausende Überlebende des Chemieunglücks von Bhopal haben am Samstag zum 27. Jahrestag der Katastrophe demonstriert. Sie fordern höhere Entschädigungen. Bei den Protesten wurden auch Bahnlinien blockiert.

Bei dem Unglück 1984 in einem Werk der Firma Union Carbide traten giftige Gase aus, die rund 15 000 Menschen töteten und bei Zehntausenden bleibende Schäden hinterliessen. Aktivisten fordern von Dow Chemicals, das Union Carbide 2001 übernahm, insgesamt 8,1 Milliarden Dollar an Entschädigung für mehr als 500 000 Menschen.

Die indische Regierung hat sich nach ihrer Ansicht 1985 mit einer viel zu geringen Entschädigung zufriedengegeben, als sie 470 Millionen Dollar akzeptierte, nachdem sie zuvor 3,3 Milliarden Dollar gefordert hatte.

Die Proteste arten aus
(Video: Youtube/Star News)

Dow Chemicals weigert sich, mehr Entschädigungen zu bezahlen
(Video: Youtube/IBNLive)

(sda)>

Kommentar

Von den Schäden an der Natur redet keiner - der Mensch wird vom Kapitalismus nicht als "Natur" anerkannt.

Michael Palomino, 3.12.2011

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Spiegel
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Deutschland 7.8.2012: Deutsche Gewässer und Äcker sind z.T. hochgradig mit Pestiziden / Insektiziden belastet

aus: Spiegel online: Landwirtschaft: Insektizide belasten Gewässer an deutschen Äckern;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/landwirtschaft-gewaesser-an-aeckern-massiv-mit-insektiziden-belastet-a-848725.html

Forscher haben Gewässer an deutsche Äckern auf Insektizide geprüft - und melden erschreckende Befunde. Die Giftbelastung liegt teilweise um ein Vielfaches über den vorausberechneten Werten. Dabei wurde das Zulassungsverfahren erst vor drei Jahren eingeführt.

Insektenvernichtungsmittel sind in der Landwirtschaft weit verbreitet - und äußerst toxisch. Gelangen größere Mengen zum Beispiel durch Regen in Flüsse und Seen, können sie Tiere absterben lassen und auch für Menschen zur Gefahr werden. Erst 2009 haben die EU und Deutschland eine neue Vorschrift erlassen, wie und in welcher Dosierung neue Insektizide aufgebracht werden müssen. Vor der Markteinführung werden Laborergebnisse und Freilanderhebungen mit Hilfe eines mathematischen Modells verrechnet; am Ende steht eine Prognose über die erwartete Insektizidbelastung.

Doch jetzt stellt sich heraus, dass das Verfahren möglicherweise nichts taugt. Das zumindest legt eine aktuelle Studie der Universität Koblenz-Landau nahe, die demnächst in der Fachzeitschrift "Environmental Science & Technology" erscheint.

Das Forscherteam um den Umweltwissenschaftler Ralf Schulz verglich in 122 Fällen die Insektizidmenge, die in Gewässern um die Äcker herum tatsächlich gemessen wurde, mit den Werten, die im Zulassungsverfahren vorhergesagt worden waren. "Das Ergebnis ist besorgniserregend", sagt Schulz zu SPIEGEL ONLINE. "In bis zu vier von zehn Fällen ist die tatsächliche Belastung der Gewässer höher als vorausberechnet. Bei neuen Insektiziden liegt diese Quote sogar darüber."

Die Messwerte hätten in manchen Fällen die prognostizierten Mengen um das Zehn- bis Tausendfache überschritten. "Das Modell hat nichts mit der Realität zu tun", sagt Schulz. "Die bisherigen Validierungen sind nicht imstande, das Ganze richtig zu bewerten." Wie groß die Gesundheitsgefahr genau ist, lasse sich allerdings nur schwer sagen. Denn anders als für Trinkwasser gibt es für Oberflächengewässer laut Schulz keine Insektizid-Grenzwerte.

Keine ausreichenden Kontrollen

Die überhöhten Konzentrationen, die jetzt in der Umwelt gemessen wurden, könnten neben fehlerhaften Berechnungen noch andere Gründe haben, vermuten die Landauer Umweltwissenschaftler: Landwirte halten möglicherweise die Vorschriften beim Ausbringen nicht ein, oder die Gebrauchsanweisungen der Hersteller sind zu ungenau. Würden die Bauern etwa durch Hecken gezwungen, breite Randstreifen um die Felder herum vom Anbau und damit auch von Spritzmitteln freizuhalten, könnte das die giftigen Substanzen von den Gewässern fernhalten. "Derzeit kann aber so gut wie nicht kontrolliert werden, ob der Landwirt die Gewässerschutzvorgaben tatsächlich einhält", meint Schulz.

Höhere Konzentrationen als vorhergesagt haben die Landauer Forscher etwa bei den Insektiziden Chlorpyrifos, Cypermethrin und Fenvalerate gefunden. "Die Industrie muss ihrer Verantwortung für einen vorsorgenden Umweltschutz gerecht werden", fordert Schulz. "In jedem Fall brauchen wir auch in Deutschland mehr unabhängig gewonnene Daten zur Belastung von Gewässern mit Pflanzenschutzmitteln."

Bis die Ursachen eindeutig geklärt sind, sollten beim Zulassungsverfahren die derzeit gültigen Werte für die vorhergesagten Insektizid-Konzentrationen vorsichtshalber um das Zehnfache erhöht werden, um bei den Prognosen einen Sicherheitspuffer nach oben zu haben und um damit die Gewässer zu schützen, schlagen Schulz und seine Kollegen vor. Außerdem könne man einen nicht landwirtschaftlich genutzten Randstreifen von fünf bis zehn Metern Breite zwischen Ackerfläche und Gewässer vorschreiben.

Damit machen sich die Wissenschaftler genau für das stark, worauf man in Deutschland bei der Überarbeitung des Pflanzenschutzgesetzes im Jahr 2011 verzichtet hatte.>

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Basler Zeitung online, Logo

Muttenz (Schweiz) 25.11.2013: Die Chemiedeponie "Feldreben" wird saniert: <Deponiesanierung wird teuer>

aus: Basler Zeitung online; 25.11.2013;
http://bazonline.ch/basel/gemeinden/Deponiesanierung-wird-teuer/story/22984705

<Die Gemeinde Muttenz saniert die frühere Deponie Feldreben. Die Arbeiten im mit Chemieabfällen belasteten Gelände werden sieben Jahre dauern und 165 Millionen Franken verschlingen.

Die unter anderem mit Chemiemüll belastete Alt-Deponie Feldreben in Muttenz soll für rund 165 Millionen Franken saniert werden. Das am Montag bei der Genehmigungsbehörde eingereichte Sanierungsprojekt sieht eine Grundwasserbehandlung und einen Teilaushub vor.

Zur Genehmigung eingereicht wurde das Projekt am Montag beim Baselbieter Amt für Umweltschutz und Energie (AUE), wie Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektor Thomas Weber vor den Medien sagte. Um Interessenskonflikte zu entschärfen, ist in der Regierung die Verantwortung für das Projekt bei Webers Direktion, die Aufsicht jedoch beim AUE in der Baudirektion angesiedelt.

Teilaushub und Grundwasser

Träger der Sanierung im Muttenzer Gewerbegebiet sind die Kantone Baselland und Basel-Stadt, die Chemie- und Pharmafirmen BASF, Novartis und Syngenta sowie die Gemeinde Muttenz. Das Führungsorgan der Trägerschaft, der «Runde Tisch», habe das Sanierungsprojekt einstimmig verabschiedet, sagte Weber.

Vorgesehen sind ein Teilaushub und eine Grundwasserbehandlung. Vom 500'000 Kubikmeter umfassenden Deponievolumen sollen etwa 115'000 Kubikmeter ausgehoben werden. Entfernen wollen die Verantwortlichen so den grössten Teil der Chlorkohlenwasserstoffe, um nach Sanierungsschluss ohne weitere Massnahmen die zulässigen Grenzwerte gemäss Altlastenverordnung des Bundes einhalten zu können.

70 Prozent des Aushubs sollen per Schiff oder Bahn zur thermischen Behandlung in die Niederlande, nach Deutschland oder Frankreich und der Rest in lokale Deponien gebracht werden, sagte Bernhard Matter, Geschäftsführer des Sanierungskonsortiums. Der bis 15 Meter tief reichende Aushub soll unter versetzbaren Leichtbauhallen mit Unterdruck sowie Abluftreinigung durch Staub- und Aktivkohlefilter erfolgen.

Lange Sanierungsdauer

Mit der Grundwasserbehandlung sollen die Schadstoffe aus dem Fels unter der Deponie entfernt werden, die dort über mehr als 50 Jahre lang eingesickert sind. Im Umfeld des am stärksten belasteten Deponieteils soll die Behandlung zudem im Lockergestein erfolgen. Geplant sind 11 Brunnen von 70 Meter und 13 Brunnen von 35 Meter Tiefe.

Der Aushub dürfte gemäss Projekt etwa sieben Jahre dauern. Falls möglich, soll er mit einer Bebauung des Geländes kombiniert werden; andernfalls werde er separat geplant. Schwierig vorauszusagen ist laut Matter aber die Dauer der Grundwasserbehandlung: Diese könne fünf oder 15 Jahre benötigen, bei der Kostenberechnung seien 20 Jahre eingerechnet worden.

Noch Gegenstand von Verhandlungen sei die Kostenaufteilung. Laut Weber dürfte von den 165 Millionen Franken aber der Bund gut ein Drittel übernehmen. Der Rest entfalle schwergewichtig auf die Industrie mit über 50 Millionen und den Kanton Baselland in der Grössenordnung von 30 Millionen; im einstelligen Millionenbereich bewegten sich die Anteile von Basel-Stadt und Muttenz.

Seit Jahren ein Politikum

Die Deponie Feldreben und die weiteren Muttenzer Alt-Deponien Rothausstrasse und Margelacker sind seit Jahren ein Politikum. Die in der Allianz Deponien Muttenz (ADM) zusammengeschlossenen Kritiker haben die bisherigen Feldreben-Arbeiten wiederholt bemängelt und den Einbezug auch der nahe liegenden Trinkwassergewinnung verlangt.

Nicht zustande kam 2012 eine geplante Begleitkommission für die Sanierung, da ADM und Gemeinden fernblieben. Volksinitiativen der Grünen, die die Totalsanierung der drei Muttenzer Alt-Deponien und die Überwälzung der Kosten auf die Chemie- und Pharmaindustrie wollten, sind allerdings 2010 vom Volk verworfen worden.

Die Deponie Feldreben war ursprünglich eine Kiesgrube und wurde von 1918 bis 1967 betrieben. Bis 1967 wurde die Grube mit Hauskehricht, Bauschutt und Gewerbeabfällen aufgefüllt. Von 1940 bis 1957 lagerten auch Basler Chemie- und Pharmafirmen darin Abfälle ab. Nach der Deponieschliessung wurde das rund 52'000 Quadratmeter grosse Gelände von Gewerbebetrieben überbaut. (amu/sda)>


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Bildernachweis

[1] Umweltverschmutzung über Peking April 2006: http://news.yahoo.com/s/afp/20060530/sc_afp/chinaenvironment_060530175137
[2] Fluss Rio Nuevo in Mexiko verschmutzt (2003 ca.): http://home.flash.net/~bob001/nafta.htm
[3] Tote Fische einer Fischfarm in der Provinz Zhejiang Juni 2006: http://news.yahoo.com/news?tmpl=story&u=/060604/ids_photos_wl/r1372828390.jpg
[4] Pillen: http://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/fischoelkapseln.htm
[5] mutierter Frosch durch Umweltverschmutzung: http://www.critterzone.com/gallery/amphib-frog-mutant-deformed-mutated-gallery.htm
[6] Pestizide mit Traktor versprüht: http://www.fledermausschutz.at/kinderseite/schutz.htm
[7] Sandoz-Logo: http://www.novartis.com
[8] Roche-Logo: http://www.ado-homepage.de/Links/Pharmaunternehmen/pharmaunternehmen.html
[9] Ciba-Logo: http://www.adler-lacke.com/lieferanten.jsp
[10] Novartis-Logo: http://www.central-cost.com/srt/centralcost/flb/show?location.id:=1353
[11] Pestizide ohne Schutzmaske: http://www.inapg.inra.fr/ens_rech/bio/biotech/textes/societe/economie/ogm/mefiance-du-sud.htm
[12] Indio-Landwirtschaft ohne Maschinen entgiftet den Boden. http://www.photocr.com/photos/displayimage.php?album=lastup&cat=22&pos=3&PHPSESSID=2f0fc8cc2480f602d8e3db0210351d99

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