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Architektur: Ideen für Hotels und Hotelführung

Ideen für Hotels

Hallenansicht des "Hüttenpalast" mit dem
                "Sweet Home"
Hallenansicht des "Hüttenpalast" mit dem "Sweet Home" in Berlin

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Michael
              Palomino, Portrait
Michael Palomino gibt Tipps über die untere bis mittlere Hotellerie aus Erfahrung

Ideen für die Hotellerie

von Michael Palomino (2012)

Nach vielen, verschiedenen Reisen in meinem Leben hat sich einiges angesammelt, was hier veröffentlicht werden kann.

Erfolgreich ein Hotel führen

Erfolgreich ein Hotel führen heisst, dass ein Hotel sich die optimalsten Bedingungen einrichtet, um dann das Niveau zu steigern und so Stammkunden zu erwerben und die Einnahmen zu verbessern.

Die Umgebung eines Hotels

-- ruhige Nachbarn ohne Disko und ohne Hahngeschrei: Hotels sind auf ruhige Nachbarn angewiesen. Hotels neben Diskotheken werden keinen Erfolg haben, wie auch Hotels neben Hühnerställen mit viel Hahngeschrei Kikeriki ab 3 Uhr früh (in Peru leider sehr oft anzutreffen) keinen grossen Erfolg haben können, denn die Hotelgäste werden am nächsten Tag flüchten und nie mehr wiederkommen.

-- Parking neben dem Hotel: Ein Parkplatz neben dem Hotel oder im Hof des Hotels sollte so organisiert sein, dass kein grosser Lärm entsteht, weder am Tag noch in der Nacht. Das heisst: Wenn der Parkplatz mit einer Mauer umgeben und mit einem Tor abgeschlossen ist, sollte ein Wächter das Tor bewachen, und es sollte kein Geläute mit Klingel nötig sein, und es sollte ein Hupverbotsschild am Eingangstor angebracht sein, damit die Hotelgäste nicht meinen, dass man mit einem Hupen das Tor öffnen kann. Das Eingangstor zum Parking sollte sich ausserdem leise bewegen und schliessen.

Falls ein Parkplatz viel Lärm erzeugt, reisen viele Gäste am nächsten Morgen ab und werden nie mehr gesehen und das Hotel hat keinen grossen Erfolg.

-- Swimmingpool: Ein Swimmingpool ist heikel, braucht Pflege und kostet viel Wasser. Ausserdem können Kinder im Swimmingpool ertrinken. Besser ist ein Spielplatz oder eine grosse Gruppenschaukel oder ein sonstiges Gruppengerät.

-- Kirchengeläut: Hotels direkt neben Kirchen, die ein "starkes", jüdisch-biblisch-"christliches" Glockengeläut haben, das auch die Nacht hindurch oder schon am frühen Morgen um 6 Uhr bimmelt (leider in der Schweiz oft anzutreffen), werden immer weniger eine Chance haben, weil die Nachtruhe und der Schlaf dann immer gestört sind. Kirchenglocken neben Hotellerie sind generell kaum vereinbar.


Das Hotelzimmer

-- Zimmerboden: Der Zimmerboden sollte dem Klima gemäss angepasst sein, das heisst bei heissem Klima mit Kacheln, bei mässigem und kaltem Klima mit Holz, Linol oder Teppich auf isoliertem Boden; kalte Kacheln in kaltem Klima sind unbedingt und absolut zu VERMEIDEN (Kacheln sind leider oft in Süd-"Amerika" auch in den hohen Anden anzutreffen)

-- Grundmöblierung: Im Zimmer sollten sich befinden: ein Bett, ein Nachttisch, ein Stuhl und ein Tisch, wobei der Tisch nicht gross sein muss, aber für Computerarbeiten oder für ein Frühstück angenehm ist; zwei Stühle mit Tisch in Doppelbett-Zimmern sind absolut super.

-- Bettposition: Das Bett sollte nicht am Fenster liegen und sollte stabil gebaut sein und nicht knarren, lieber ein festes Bett, das wenig flexibel ist als eine "Knutschtante"

-- die Matratze: Entweder es werden gute Matratzen gekauft, die lange halten (in Peru sehr oft der Fall, auch in günstigen Hotels), oder dann billige, die oft ausgewechselt werden müssen. Auf billigen, alten Matratzen zu schlafen ist absolut widerlich (ist leider oft in Chile anzutreffen).

-- Nachttische auch als kleine Tische: Es gibt Nachttische, die unten offen sind und auch als kleiner Tisch gebraucht werden können, ist aber nur in kleinen Zimmern eine Notlösung

-- Lichtschalter über dem Bett: Zentral ca. 1 Meter über dem Bett sollte ein Lichtschalter für das Hauptlicht sein

-- Garderobenstange: Eine Garderobenstange bzw. ein Regal mit Garderobenstange mit 2 billigen Kleiderbügeln ist angenehm, billige Kleiderbügel deswegen, weil die immer wieder gestohlen werden, aber doch Standard sein sollten

-- Nachttischlampe ist bereits zweitrangig, zentral über dem Bett mit indirektem Licht angebracht ist angenehm

-- Kleiderschrank ist drittrangig

-- Zimmer mit geteiltem Bad ist dann sehr gut, wenn auf maximal 4 Zimmer ein Bad kommt, das Bad grosszügig mit Dusche und einem Gestell ausgestattet ist und wenn es ausserdem noch eine separate, kleine, zusätzliche Toilette gibt.

-- Bilder und Verzierungen: Man kann Hotelzimmer wunderschön gestalten, aber bitte nicht mit teuren Bildern und Verzierungen, die geklaut werden können, sondern in günstigen Hotels können es auch einfache Bilder oder Kopien sein, die aber doch versteckt angeschraubt sind, und bei Verzierungen eher Malereien als Metalle. Das kommt sehr gut an. Man kann somit jedes Zimmer charakterlich verschieden gestalten.

Es gibt sogar kreative Hotels, die die Betten verschieden gestaltet haben.

In Luxushotels sind bis heute kaum charakterliche Gestaltungen der Zimmer üblich, sondern es sind eher alle Zimmer gleich öde.


Der Fernseher im Hotelzimmer

-- Hotelzimmer ohne Fernseher: Es gibt alternative oder billige Hotels, die keine Fernseher in den Zimmern haben, oder die eine Etage ohne Fernseher haben, dafür ein Fernsehzimmer oder einen Fernseher in der Aufenthaltsecke. Dasselbe gilt für Familienhotels, die keine Fernseher in den Zimmern haben, um Streit in Kindergruppen um das Programm und eventuellen Schäden vorzubeugen.

-- Stockwerk ohne Fernseher: Prinzipiell sollte es in jedem Hotel ein Stockwerk mit Zimmern ohne Fernseher geben für Menschen, die ohne Fernseher und ruhig leben möchten, und dort sollte Fernseher dann absolut verboten sein, und kein Gast sollte einen eigenen Fernseher mitbringen dürfen

-- Lautstärke technisch limitieren: Die Lautstärke des Fernsehers im Hotelzimmer sollte technisch manipuliert und auf leise bis mittlere Lautstärke limitiert sein, damit es nie zu Lärmbelästigungen des Nachbars kommen kann; so werden Konflikte wegen lauten Fernsehern präventiv vermieden, weil der Fernseher gar nie laut sein kann.

-- Fernseher oben an der Wand: Wenn der Fernseher oben an der Wand angebracht ist, sollte der Fernseher so hoch angebracht sein, dass man mit dem Kopf nicht anstösst, also in einer Ecke oder mindestens 1,90 m hoch; in Mittel- und Süd-"Amerika" sind die Menschen im Durchschnitt aber 1,65 m gross, und deswegen kommt es vor, dass Menschen mit 1,75 sich dort schon regelmässig den Kopf am dummen Fernseher anstossen - sehr unangenehm.

-- Porno: Porno im Hotel ist erlaubt, wenn die Gäste alle über 18 Jahre alt sind. In Familienherbergen sind Pornosender oder Pornovideos in der Bibliothek sicher nicht angebracht. Wenn dies die Eltern wollen, können sie ihre Filme gerne selber mitbringen.

-- Hotels für Kinder und Familien: Regierungen können gerne Familienhotels einrichten, wo es nur Kinderfernsehen "mit der Maus" gibt, dafür aber auch ein Spielplatz bzw. in regenreichem Klima eine Spielhalle und ein paar Tiere.


Das Bad im Hotel

-- Warmwasser: Warmes Wasser im Hotel ist nur bei mässigem und kaltem Klima angebracht

-- der rote Punkt: Ganz wichtig ist ein roter Punkt beim Wasserhahn für heisses Wasser in der Dusche und allenfalls am Lavabo, denn je nach Land ist der Wasserhahn für das heisse Wasser rechts oder links

-- Duschkopf: Es gibt ganz unpraktische Duschköpfe, die leicht verstopfen, oder die nur dann einstellbar sind, wenn sie nicht verkalken. Das heisst: Ein Hotel sollte Duschköpfe auswählen, die nicht leicht verstopfen und die nicht eingestellt werden müssen. Andernfalls sollte das Hotelpersonal die Duschköpfe regelmässig reinigen und entkalken. Hotels ohne Duschköpfe trifft man in der Karibik an, wirkt aber irgendwie schäbig.

-- die Duschbatterie: Generell sollte die Mischbatterie der Dusche auswechselbar sein und nicht eingemauert sein, denn sonst wird sie nie erneuert und dies ist ekelhaft, wenn die Duschbatterie nicht mehr richtig funktioniert und man alle 10 Sekunden die Einstellung der Dusche korrigieren muss, um sich nicht zu verbrennen oder einen Kälteschock zu erleiden (das ist leider in Peru sehr oft der Fall).

-- Benutzung der Dusche und Bakterien: In einer Dusche können sich Bakterien (bis zu Legionellen) ansammeln, wenn die Dusche nicht regelmässig genutzt wird. Das Hotelpersonal ist deswegen in Zeiten mit wenig Zimmerauslastung angehalten, die Duschen pro Tag ein bis zwei Minuten laufen zu lassen, um Bakterien auszuspülen.

-- Abgrenzung der Dusche: Die Abgrenzung zur Dusche aus Kacheln sollte 15 cm betragen und der Duschvorhang sollte diese Abgrenzung um 8 bis 10 cm überlappen, so werden unfreiwillige Überschwemmungen absolut vermieden.

-- Duschabfluss bei jedem Zimmerwechsel säubern: Das Putzpersonal ist gebeten, den Duschabfluss immer zu reinigen bzw. zu enthaaren, denn auch wenn keine Haar sichtbar sind, so können doch Haare im Ablaufgitter gefunden werden, die dann den Duschabfluss verstopfen und beim nächsten Kunden negativ auffallen.

-- Lavabo mit Stützsäulen: Das Lavabo ist am besten mit zwei Stützsäulen montiert, so dass es garantiert nicht zu Bruchschäden kommt, wenn Hotelgäste auf das Lavabo sitzen (kommt vor).

-- Seifenschale und Regal: Eine Seifenschale und ein kleines Regal über dem Lavabo unter dem Spiegel sind im Hotel-Bad absolute Pflicht, damit der Hotelgast seine Sachen hinlegen bzw. hinstellen kann.

-- sicherer Verschluss: Die Toilettenspülung sollte unbedingt einen schweren und sicheren Verschluss haben, damit in der Nacht nicht der ganze Wassertank des Hotels entleert wird (ist in Peru und in Kolumbien leider oft der Fall); eventuell muss man bei leichten Verschlüssen mit einem Aufsatz nachhelfen, der in jeder Schlosserei gekauft werden kann und leicht montierbar ist; sich unbedingt schulen lassen.

-- Wassertank: Die Toilettenspülung sollte einen horizontal geformten und keinen runden Wassertank haben, so dass man auch dort etwas draufstellen kann.

-- Toilette ohne Brille ist in billigen Hotels normal und fast hygienischer als WC-Brillen, die kaum geputzt werden.

-- bemalte Wände im Bad: Künstlerisch bemalte Wände können in einem Bad einen grossen Eindruck hinterlassen, z.B. Bemalungen mit verschiedenen Fischen oder anderen Wassertieren, wie es in der Jugendherberge in Figino im Kanton Tessin in der Schweiz zu beobachten war.

In günstigen, aber sauberen Hotels mit Gästen über 18 ist auch kleine, erotische Fantasiebemalung im Bad eine Abwechslung. Die Sauberkeit sollte dabei immer gegeben sein, damit nicht der Eindruck entsteht, es ginge dem Hotel nur um die Bemalung...


Die Hoteltheke - das Sekretariat des Hotels

-- kleiner Kiosk: Ein kleiner Kiosk an der Hoteltheke ist empfehlenswert mit Chips, kleinen Schokoladen, Keksen und Mineralwasser, manche Hotels verkaufen auch Bier, ein kleiner Zusatzverdienst, der ausserdem Gemütlichkeit und Kommunikation sowie Stammkunden fördert.

-- internationale Stromstecker zum Ausleihen: Die Hoteltheke sollte für internationale Gäste auch internationale Stromstecker bereithalten und gegen Depot ausleihen.

-- Schliessfächer: Die Hoteltheke sollte auch Schliessfächer haben.

-- Statuen und Kunst oder Pflanzen in der Eingangshalle oder in Korridoren: Statuen und Kunst findet in Ecken ihren sicheren Platz, wo kaum Unfälle auftreten. Alternative, kleine Hotels benutzen die Eingangshalle auch für Ausstellungen oder Kunstpräsentationen, oder Künstler gestalten die Eingangshalle.

Dabei sollte darauf geachtet werden, dass in einer Hotel-Eingangshalle verschiedene Motive in ausgewogener Menge gezeigt werden, so dass "für jeden Geschmack" etwas dabei ist und keine Überbetonung von Motiven stattfindet. Eine Eingangshalle nur mit Draht-Ameisen und Draht-Insekten, wie es in Argentinien in Bahía Blanca zu beobachten war, ist also sicher nicht für jeden Geschmack geeignet. Und Blumen in nur derselben Farbe sind auch eher langweilig.

In Korridoren haben Statuen eigentlich nichts verloren, weil - wie es der Name schon sagt (lateinisch: correre=rennen) - dort eher Bewegung herrscht und Statuen oder Blumen dort eher im Wege stehen. Kunst in Form von Bildern kann gerne in Korridoren aufgehängt werden. In Familienhotels sind dies dann auch die Zeichnungen der kleinen Künstler (Kinderzeichnungen).


Die Korridore im Hotel

-- keine Kachelwände: Die Korridore sollten KEINE Kachelwände haben, denn die reflektieren den Schall sehr laut und so wird das gesamte Hotel laut und unfreundlich.

-- Linol bei heissem Klima: Die Korridorböden können bei warmem Klima aus Kacheln bestehen, am besten ist aber gutes und ansehnliches Linoleum, das leicht zu putzen ist, aber den Schall nicht zu sehr reflektiert.

-- Teppich: Teppichböden in Korridoren schlucken den Schall und machen das Hotel angenehm ruhig, sind aber extrem pflegebedürftig - aber bitte nicht vor 9 Uhr saugen, und dann bitte nur mit einem leisen Miele-Staubsauger.


Das Hotelpersonal

-- Kleidung: Das Hotelpersonal sollte an einem Kleidungsstück erkenntlich sein, z.B. eine einheitliche Bluse, Schürze, Abzeichen oder Kappe.

-- Staubsaugen: Staubsaugen im Hotel sollte man nur mit einem superleisen Miele-Staubsauger, und zwar nur von 9 bis 17 Uhr, keinesfalls schon um 7 Uhr, weil da manche Gäste noch gerne Ruhe haben und den Morgen geniessen möchten, und schon gar nicht um 7 Uhr früh mit einem lauten Staubsauger, so vertreibt man die Gäste auf Nimmerwiedersehen.

-- im Korridor: Das Hotelpersonal sollte am frühen Morgen nie schnell herumlaufen, um keine Hektik zu verbreiten, sondern ganz gelassen bleiben, auch wenn Hektik herrscht, denn andere Gäste wollen noch ausruhen; schnelles Herumlaufen ist eigentlich nur notfallmässig und dann nur von 9 bis 17 Uhr angebracht, wenn sich wenig Leute im Hotel aufhalten.

-- die Piepser: Zur Kommunikation des Personals zwischen den Stockwerken bzw. zwischen Hotelempfang und Putzpersonal bzw. Bettenpersonal können Piepser eingesetzt werden wie im Spitalbetrieb; Telefonanlagen und Lautsprecheranlagen in Hotels zum Herbeirufen von Hotelpersonal sind nicht sehr angenehm, Handykommunikation ist zu teuer und Funkgeräte wirken abstossend wie Polizei.

-- TV am Hotelempfang: Der Fernseher des Hotelempfangs sollte nie laut eingestellt sein, denn Hotelgäste möchten sicher nicht vom TV-Sender des Personals belästigt werden.

-- Weiterbildung: Wenn das Hotelpersonal nichts zu tun hat, wirkt es nicht sehr gut, wenn das Personal nur Fernsehen schaut, sondern es wäre besser, wenn sich das Hotelpersonal mit Büchern oder sonstigen Möglichkeiten weiterbilden würde.


Die Mikrohotellerie: Zimmer mit geteiltem Bad im Anbau - Ferien auf dem Bauernhof

In vielen Regionen der Welt fehlt die Mikrohotellerie mit zwei bis drei Zimmern und einem geteilten Bad in einem erweiterten Privatgebäude. Diese Mikrohotellerie bringt den armen bis mittleren Familien nützliche Einnahmen, und bringt dem Reisenden günstige, aber sichere Unterkunftsmöglichkeiten, eventuell mit Küchenbenutzung. Allgemein wird die Möglichkeit der Mikrohotellerie viel zu wenig genutzt. Eventuell kommt dabei auch noch ein Familienanschluss und ein gemeinsames Frühstück in Betracht.

Ferien auf dem Bauernhof sind eine ausgeweitete Mikrohotellerie, dann auch mit Familienanschluss und mit Tierbesuch oder sogar mit freiwilliger Landwirtschaftsarbeit bei hoffentlich guter Luft, gut und heilend für die Atmung, die Lungen und für die Sauerstoffversorgung des Körpers bzw. für den Kreislauf.


Zimmer oder 1-Zimmer-Wohnung für eine Woche

Für manche Touristen oder Geschäftsleute bietet sich auch der 1-Wochen-Vertrag in einem möblierten Zimmer mit Bad oder in einer möblierten 1-Zimmer-Wohnung an. Der Vertrag ist jeweils um eine Woche verlängerbar. Die Bewohner im Touristenort müssen wissen, dass die Angebote für eine Woche von mittelreichen Touristen gerne genutzt werden, um mit ein wenig mehr Komfort, aber doch mit Häuslichkeit die Ferienzeit zu verbringen.

Dabei sollten die Touristen oder Geschäftsleute aber auch darauf achten, dass die Umgebung nicht zu sehr mit lauter Musik oder Saufgelagen oder anderen Festen belästigt wird, sonst wird der Umgang für die Nachbarn ungemütlich. Der Besucher hat sich der Mentalität des Landes anzupassen.


Aufenthaltsraum

-- grosse Schiebetür: Der Aufenthaltsraum sollte gut durch Mauer und Türe abgrenzbar sein, weil es dort eventuell laut und sportlich oder auch feucht-fröhlich zu und hergehen kann, auch zu später Nachtzeit noch, wenn andere Gäste gerne ihre Ruhe hätten. Das heisst: Am besten für einen Aufenthaltsraum ist eine grosse Schiebetür, die offen ist, wenn sich Kinder dort aufhalten, um diese jeweils nicht ganz ohne Aufsicht zu lassen; und im Aufenthaltsraum sollte der Fernseher ballsicher untergebracht sein, falls dort ein Fernseher steht.

-- Ball im Aufenthaltsraum aus Zeitungen und Klebeband: Man kann Kindern einen Ball aus Zeitungspapier und Klebeband herstellen; dieser Papierball ist sehr leicht und richtet kaum Schäden an und alle Fensterscheiben bleiben heil. Diese Ballkonstruktion eignet sich für jede Garage und jeden Spielraum und wird in Peru auch auf Pausenhöfen angewandt.

-- "Aufenthaltsecken": "Aufenthaltsecken" mit Fernseher ohne Abgrenzung sollten unbedingt vermieden werden, weil man nie weiss, ob eventuell eine Touristengruppe kommt, die am Abend noch gerne einen langen Film schauen möchte und die "Aufenthaltsecke" dann gerne in ein Kino verwandeln würde. Das heisst: "Aufenthaltsecken" sollten nur OHNE Fernseher sein.

-- Fernsehzimmer: Ein separates Fernsehzimmer im Hotel ist immer gut, dann sind die Kino-Fans dort und haben keine grosse Nebenwirkungen auf die anderen. Angebracht ist ein separates Fernsehzimmer auch in alternativen oder günstigen Hotels, wo die Zimmer generell ohne Fernseher sind, oder in Familienhotels, wo wegen Schadengefahr oder Streitgefahr durch Kindergruppen ebenfalls kein Fernseher in den Zimmern ist.


Waschmaschine und Tumbler im Hotel

Waschmaschine und allenfalls ein Wäschetrockner (Tumbler) sollten wegen des Lärms und wegen den Schwingungen nie im Hotel selbst untergebracht sein, sondern ausserhalb in einem gut schallisolierten Waschhäuschen, allenfalls mit schalldichten Fenstern, die geöffnet werden, wenn kein Betrieb herrscht.

Andere Hotels lassen ihre Wäsche in einer Wäscherei waschen und haben keinen Lärm von Waschmaschine oder Tumbler.

Wenn Waschmaschine und allenfalls ein Tumbler im Hotel untergebracht werden, dann sollten diese lauten Maschinen sicher nicht unter Hotelzimmern oder Hotelfenstern stehen.


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Basler
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Berlin 12.8.2011: Wohnwagenhotel - viele alte, restaurierte Wohnwagen sind die Zimmer im Hotel "Hütten-Palast" - aus einer alten Fabrikhalle wird ein Kuschel-Hotel

aus: Basler Zeitung online: Warum in Berlin nicht mal im Wohnwagen übernachten? 12.8.2011;
http://blog.bazonline.ch/sweethome/index.php/17189/ferien-in-der-hutte-im-wohnwagen-im-hotel-in-berlin/

<Marianne Kohler am Freitag, den 12. August 2011

Ferien im Wohnwagen aber ohne lästige Insekten? Eine Reise in eine Grossstadt aber ohne grosse Hotelrechnung? Hüttenzauber und trotzdem urbaner Lebensstil? – Das alles vereint das neue Berliner Hotelprojekt Hütten Palast unter einem Dach. Für 40 – 60 Euro pro Nacht, inklusive Kaffee und Croissant können Sie in diesem stylishen und unkonventionellen Hotel übernachten.

Hinter dem Hütten Palast stehen die zwei Frauen Silke Lorenzen und Sarah Vollmer. Im Berliner Stadtteil Neukölln fanden sie eine alte Farbrikhalle, in der sie ihre Kreativität voll entfalten konnten. Entstanden ist ein Hotel der anderen Art. Es bietet Übernachtungsmöglichkeiten in Wohnwagen, Hütten und Zimmern an. Die Nasszellen teilt man mit den anderen Gästen.

[Hütten]
Die Hütten samt Fenstern und Türen sind kleine Häuser im Haus und bestechen durch ihre stilvolle Schlichtheit. Das ehemalige Fabrikbüro heisst heute «Alter Palast» und ist ebenfalls zu einer Miethütte umgewandelt worden.

[Restaurierte Wohnwagen]
Die Wohnwagen haben liebevolle Namen wie «Kleine Schwester», «Herzensbrecher» oder «Schwalbennest», sind stilvoll und praktisch eingerichtet, inklusive Berliner Coolnessfaktor. Vor den Wohnwagen stehen Gartenbänke und Birkenstämme, letztere dienen auch als Kleiderständer. Der Wohnwagen «Kleine Schwester» hat ein cooles Innenleben und fällt durch sein ungewohntes Design besonders auf. Der Wohnwagen «Schwalbennest» kokettiert mit bürgerlicher Gemütlichkeit. «Herzensbrecher» heisst dieser restaurierte Wohnwagen. Sein edler Stil verspricht viel Romantik.

Fotos über den "Hüttenpalast" in Berlin [1]:

Hallenansicht des "Hüttenpalast" mit dem
                "Sweet Home"
Hallenansicht des "Hüttenpalast" mit dem "Sweet Home"

Die
                Innenansicht des "Sweet Home"
Die Innenansicht des "Sweet Home"

Das
                Ex-Fabrikbüro wurde ebenfalls zur Wohnhütte
Das Ex-Fabrikbüro wurde ebenfalls zur Wohnhütte

Der
                Wohnwagen "Kleine Schwester"
Der Wohnwagen "Kleine Schwester"

Der
                Wohnwagen "Kleine Schwester", Innenansicht
Der Wohnwagen "Kleine Schwester", Innenansicht

Der
                Wohnwagen "Schwalbennest"
Der Wohnwagen "Schwalbennest"

Der
                Wohnwagen "Herzensbrecher"
Der Wohnwagen "Herzensbrecher"

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Spiegel
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9.9.2011: Bettwanzenkampf

aus: Spiegel online: Ungeziefer in Hotels: Was wirklich gegen Bettwanzen hilft; 9.9.2011;
http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,785054,00.html

<Von Lisa Goldmann

Dieses Souvenir wünscht sich kein Tourist: Bettwanzen sorgen in den Hotels der Großstädte immer häufiger für Ärger. Sie hinterlassen fies juckende Spuren und reisen manchmal sogar im Gepäck mit nach Hause. Betroffene werden die Biester nur schwer wieder los.

Sie sind braun, flach und nur fünf Millimeter groß, aber sie sind gemein. Tagsüber verstecken sie sich in unzugänglichen Ritzen in Bett und Wand. Nachts kriechen sie aus ihrem Unterschlupf und gehen auf Beutezug. Dabei fressen sie schon mal das Dreifache ihres Körpergewichts. Ihre Nahrung: menschliches Blut. Am nächsten Morgen bleiben nur winzige Kotkrümel auf der Matratze und juckende Stiche am ganzen Körper zurück.

Bettwanzen, lateinisch Cimex lectularius, sind Ungeziefer, dem keiner gerne begegnen möchte. Blöderweise breiten sie sich aber immer mehr aus und werden für Hotelgäste weltweit zum echten Ärgernis.

[Die "Wanzen-Liste" - Wanzenmetropolen Las Vegas, New York City und San Francisco]

Die Berichte über Wanzenprobleme in Großstädten häufen sich: In Paris und New York klagen immer mehr Hotelgäste über die widerstandsfähigen Widerlinge. Und die Plage nimmt kein Ende. Das amerikanische Hotelbewertungsportal raveable.com hat sogar eine eigene Rubrik eingerichtet: Unter "Bed Bug Watch" sind alle Hotels aufgelistet, in denen Nutzer Bettwanzen gesichtet haben.

Ein bahnbrechendes Jahr für Wanzen

Laut Betreiber der Seite gibt es 2011 schon jetzt sechsmal mehr Wanzenmeldungen als im Vorjahr. In einem soeben veröffentlichen Ranking stehen die Städte Las Vegas, New York City und San Francisco auf den Spitzenplätzen, sie sind die Wanzenmetropolen. "Es ist ein bahnbrechendes Jahr für Bettwanzen", sagt Philip Vaughn, Geschäftsführer von raveable.com.

[Bettwanzenalarm auch in Deutschland - und zunehmende Resistenz gegen Pestizide]

In deutschen Unterkünften scheinen sich die Wanzen auch wohl zu fühlen. "Wir müssen immer häufiger ausrücken, um Bettwanzen zu beseitigen", sagt Jens Heuter, Marketing-Manager beim Schädlingsbekämpfer Rentokil. "Betroffen sind sowohl Privathaushalte als auch viele Hotels." Die Menschen würden immer mehr reisen, das sei einer der Gründe für die Ausbreitung. Außerdem werde übers Internet vermehrt mit alten Möbeln gehandelt, in denen die kleinen Tierchen sich verstecken und auf den nächsten großen Auftritt warten. Bettwanzen können viele Wochen ohne Nahrung überleben.

Auch Birgit Habedank, Parasitologin beim Umweltbundesamt, bestätigt, dass es in Deutschland immer mehr Hinweise auf Bettwanzen gibt: "Sie können überall eingeschleppt werden, egal, ob eine Wohnung gepflegt ist oder nicht, auch Hotels aller Kategorien können betroffen sein." Es sei zu beobachten, dass Wanzen zunehmend resistent gegen die gängigen Pestizide sind, was eine erfolgreiche Bekämpfung schwierig mache.

Beim Dehoga, dem deutschen Hotel- und Gaststättenverband, gibt es jedoch keine Statistiken. "Wir können dazu nichts sagen. Die Hotels geben uns keine Rückmeldung, wir reichen jedoch Informationsbroschüren über Bettwanzen an die Hoteliers weiter", sagt Pressesprecherin Stefanie Heckel.

Braune Krümel auf weißer Wäsche - [die Stiche und die Salben]

Informationen brauchen auch die Hotelgäste. Denn viele wissen wenig oder nichts über Bettwanzen. Die gute Nachricht: Wanzenbisse sind relativ harmlos. Zwar können die Insekten theoretisch Krankheiten übertragen, dafür müssten aber so viele unwahrscheinliche Faktoren zusammenkommen, dass es praktisch kaum möglich ist. Bei manchem Gebissenen bilden sich unangenehme und stark juckende Quaddeln auf der Haut, bei vielen jedoch nur kleine rote Punkte. Dagegen helfen Salben mit Antihistaminika, die den Juckreiz lindern.

[Ähnlichkeit mit Mücken- oder Flohbissen - Stichgruppen - Kotkrümel]

Die Unscheinbarkeit der Insekten ist aber auch Teil der schlechten Nachricht: Es ist sehr schwer zu erkennen, ob man von Bettwanzen gestochen wurde. "Die Stiche ähneln Mücken- oder Flohbissen, häufig findet man mehrere dicht beieinander. Wanzen sind nachtaktiv, und man bekommt sie selten zu Gesicht", sagt Habedank.

Doch die Insekten hinterlassen Spuren. Denn kurz nach der Nahrungsaufnahme folgt auch schon die Nahrungsausscheidung, winzige schwarz-braune Kotkrümel auf Bettwäsche, Fußboden oder Möbeln. "Man sollte gezielt nach Kotspuren suchen. So lassen sich oft auch die Verstecke der Parasiten ausfindig machen", sagt Habedank.

[Die Wanzen in der Ritze und im Koffer]

Wenn der Hotelgast erst einmal erkannt hat, dass sein Zimmer von Wanzen befallen ist, sollte er sofort das Hotel informieren und unbedingt das Zimmer wechseln.

Oft reiche das schon aus. "Die Wanzen halten sich in der Nähe des Wirtes auf. Nachdem sie nachts Blut gesaugt haben, verkriechen sie sich meist in geschützte Verstecke wie Ritzen und Spalten am Bett oder in der Tapete, hinter Leisten, Bilderrahmen, Steckdosen oder auch in Holzmöbeln", sagt Habedank. Dass sie in Kleidung oder Koffer kriechen, passiere eher selten und vermutlich vor allem dann, wenn diese auf dem Wanderweg der Bettwanzen liegen.

Aber es kommt vor. Und der Gast nimmt die kleinen Biester mit - ins nächste Zimmer, ins nächste Hotel und womöglich mit nach Hause. Was dann?

Ab ins Gefrierfach - [Waschaktionen ab 45 Grad oder Gefrieraktionen]

Wer den Verdacht hat, Wanzen im Gepäck zu haben, sollte zu Hause den gesamten Kofferinhalt auf einem weißen Laken gründlich untersuchen. Dann hilft Hitze oder Kälte. Wäsche sollte bei mindestens 45 Grad gewaschen und am besten vorher einige Stunden in Seifenlauge eingeweicht werden. Den feinen Kaschmirpulli kann man auch gut in Plastik verpackt für ein paar Tage ins Gefrierfach legen.

[Hungerkur im Plastiksack - und dann kommen sie alle heraus - in einem Glas einsammeln, kochendes Wasser übergiessen und ins Klo damit]

Für einen Koffer oder Rucksack ist dort meist kein Platz. Gepäckstücke kann man luftdicht in Plastik einpacken und einige Wochen an einer warmen Stelle lagern. Die robusten Tiere lassen sich zwar nur schwer aushungern. Aber wenn man den Koffer danach auf einem weißen Tuch wieder enthüllt, kommen die nach Blut lechzenden Tiere sehr schnell heraus und auf den Menschen zugekrabbelt. Habedank rät, sofort alle Wanzen einzusammeln, am besten in einem Glas, mit kochendem Wasser zu übergießen und im Klo runterzuspülen.

[Der Wohnungstest: weisse Bettwäsche und Doppel-Klebeband - Verstecke aufspüren und überwachen]

Ob sich die Tiere bereits in der Wohnung ausgebreitet haben, lässt sich mit weißer Bettwäsche oder stark haftendem, doppelseitigem Klebeband testen. "Dann hilft leider nur noch ein Profi", sagt Habedank. Und selbst für den Schädlingsbekämpfer stellt das Ungeziefer eine kleine Herausforderung dar. "Er sollte Erfahrung mit der Bekämpfung von Bettwanzen haben, ihre Verstecke vor Ort suchen und noch einige Wochen lang überwachen, ob wirklich alle Wanzen getilgt wurden. Gegebenenfalls muss er noch einmal eingreifen." Denn nur wenn jede Wanze getötet wird, breiten sich die Biester nicht weiter aus.>


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Welt online,
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13.9.2011: Bettwanzen kaum rauszukriegen

aus: Welt online: USA: Bettwanzen-Plage so schlimm wie zuletzt vor 70 Jahren; 13.9.2011;
http://www.welt.de/reise/article13601786/Bettwanzen-Plage-so-schlimm-wie-zuletzt-vor-70-Jahren.html

<Egal, welche Hotelkategorie man bucht, unwichtig, wie penibel das Zimmermädchen sauber macht: Gegen "Bed Bugs", Bettwanzen, kommen Hotels kaum an.

Sie leben in den Falten und Spalten von Matratzen, Sofas und Decken. Dann, kurz vor Tagesanbruch, kommen sie hervor, um sich von menschlichem Blut zu ernähren. Sie haben Studentenwohnheime, Krankenhäuser, Obdachlosenunterkünfte und billige Hotels von New York bis Chicago und Washington befallen. Die Bettwanzen breiten sich derzeit in den USA so stark aus wie zuletzt vor dem Zweiten Weltkrieg.

Bettwanzen: Die behaarten Winzlinge können unbemerkt in Koffern und Taschen mitreisen, vor allem aber auch in Kartons auf Lastwagen, Schiffen, Zügen und Flugzeugen

Wo sich gerade besonders viele „Bed Bugs“ aufhalten und für Aufregung sorgen, kann man anhand des „Bed Bug Trackers“ ablesen: Auf einer interaktiven Karte des Schädlingsbekämpfungsunternehmens Terminix kann man die entsprechenden Städte anklicken, die Schwere des Befalls ablesen ("high", "severe") und korrespondierende Bettwanzen-Artikel zur jeweiligen Stadt lesen.

Die kleinen rotbraunen Insekten sind aber offenbar für immer mehr Hotelketten, Vermieter und Wohnungsbehörden ein großes Problem. Immer öfter melden sich besorgte Bürger. Ein Problem sind die Bettwanzen auch deshalb, weil es kaum noch effektive Mittel gegen sie im Handel gibt. Die Pestizide, die früher eingesetzt wurden, wie zum Bespiel DDT, sind inzwischen aus Umwelt- oder Gesundheitsgründen verboten.

Es liegt nicht an mangelnder Hygiene. „Wenn sie erst mal irgendwo drin sind, breiten sie sich aus und sind auch in blank geputzen Kachelstudios und sehr gepflegten Wohnungen zu finden“, sagt René Gottschalk, Chef des Frankfurter Gesundheitsamtes.

Mit dem globalen Tourismus-Boom und dem weltweiten Handel gebrauchter Güter erklären Fachleute die Ausbreitung der behaarten Winzlinge. Sie können unbemerkt in Koffern und Taschen mitreisen, vor allem aber auch in Kartons auf Lastwagen, Schiffen, Zügen und Flugzeugen. „Sie lieben Hölzer und Kartonagen“, sagt Gottschalk. Und glücklicherweise suchten sie sich eher selten neue Lebensräume. Zur weltweiten Ausbreitung sollen auch Resistenzen gegen Schädlingsbekämpfungsmittel geführt haben.

Aus Nordamerika, Australien, Dänemark und der Schweiz gebe es eindeutige Hinweise auf eine Zunahme, berichtet Schmolz. Und in Deutschland? „Ein Befall wird ungern zugegeben. Schädlinge sind allgemein ein Tabu-Thema“, weiß Rainer Gsell, Bundesvorsitzender des Deutschen Schädlingsbekämpfer-Verbands (DSV).

Raveable, das Online-Portal für Hotelbewertungen wurde 2009 von den ehemaligen Microsoft-Angestellten Philip Vaughn und Rafik Robeal gegründet, sagt, dass Bettwanzen allein in Las Vegas um 330 Prozent zugemommen haben. Die Zahl der Hotels, die Bettwanzen-Vorkommnisse melden habe gegenüber 2010 um 250 Prozent zugenommen. Raveable hat sogar einen Bedbugs-in Hotels-Kanal geschaltet. Auf The Bedbug Registry kann man konkrete Hotels suchen.

Bettwanzen ernähren sich von menschlichem Blut. Um ihre Wirte zu stechen, nutzen sie deren Ruhephasen aus, befallen sie also meist im Schlaf. Wer von einer Bettwanze gestochen wird, merkt den Stich selbst in der Regel nicht, kann jedoch einen juckenden Hautausschlag davon bekommen.

Die bis zu sechs Millimeter großen und braunen Insekten bevorzugen dunkle Verstecke und sind daher neben Falten in Bettmatratzen auch in Mauerritzen, hinter Tapeten, Teppichleisten, Bilderrahmen sowie in Kleidung und Nähten von Koffern oder Rucksäcken zu finden. Über Kabelkanäle können sie sich von Raum zu Raum fortbewegen. Bettwanzen-Weibchen können bis zu 500 Eier legen, so dass eine rasche Ausbreitung der Blutsauger möglich ist.

Da Bettwanzen sehr genügsam sind und rund ein Jahr ohne Nahrung auskommen können, ist ihnen nur schwer beizukommen. Zudem sind sie in manchen Fällen gegen Insektizide resistent. Weil sie zu einem großen Teil aus Eiweiß bestehen, das ab 45 Grad denaturiert, rücken ihnen Schädlingsbekämpfer inzwischen mit einer Thermo-Therapie erfolgreich zu Leibe: Mit speziellen Öfen erhitzen sie die befallenen Räume über einen längeren Zeitraum auf rund 60 Grad und töten damit Insekten und Eier ab.

Ein Bettwanzen-Video des TV-Senders Q13Fox.

dpa/dapd/heg >


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6.10.2011: Was kostet ein Hotelzimmer in Deutschland? - Münster 60% teurer als Gelsenkirchen

aus: n-tv online: 50 größte deutsche Städte im VergleichMünsters Hotels am teuersten; 6.10.2011;
http://www.n-tv.de/reise/Muensters-Hotels-am-teuersten-article4464541.html

<Ein Vergleich der Hotelpreise der 50 größten deutschen Städte ergibt Unterschiede zwischen der teuersten und der günstigsten Stadt von bis zu 60 Prozent. Das Preisniveau in westdeutschen Großstädten ist 14 Prozent höher als im Osten. Und in der Hauptstadt kann man immer noch günstig übernachten: Berliner Hotels sind deutlich billiger als der deutsche Durchschnitt.

Münster hat die durchschnittlich höchsten Hotelpreise der 50 größten deutschen Städte. Besucher zahlen für eine Übernachtung im Doppelzimmer im Schnitt 107 Euro und damit 60 Prozent (40 Euro) mehr als in der günstigsten Stadt Gelsenkirchen. Dort kostet eine Nacht im Durchschnitt 67 Euro. Dies ergab eine Analyse des unabhängigen Vergleichsportals CHECK24.de. Untersucht wurde der durchschnittliche Preis für eine Übernachtung im Doppelzimmer in den Hotels der 50 größten deutschen Städte seit 2009.*

Hotels im Westen der Bundesrepublik berechnen im Durchschnitt 88 Euro pro Nacht im Doppelzimmer und damit 14 Prozent (elf Euro) mehr als Hotels im Osten (77 Euro). Im Gesamtdurchschnitt verlangen die Hotels aller untersuchten Städte 86 Euro pro Nacht im Doppelzimmer. Hotels in Berlin liegen unter dem Bundesdurchschnitt und sind im Schnitt für nur 80 Euro pro Nacht zu buchen.

Münster 60 Prozent teurer als Gelsenkirchen

Hotels in Münster sind mit durchschnittlich 107 Euro pro Nacht im Doppelzimmer am teuersten. Eine Übernachtung in Münster kostet knapp 60 Prozent (40 Euro) mehr als eine Nacht in einem Hotel der günstigsten Stadt Gelsenkirchen (im Durchschnitt 67 Euro).

Die Plätze zwei und drei der Städte mit den teuersten Hotelpreisen belegen Stuttgart (103 Euro pro Nacht) und Freiburg im Breisgau (102 Euro pro Nacht).

Durchschnittskosten im Westen Deutschlands höher

Das durchschnittliche Hotelpreisniveau liegt in westdeutschen Großstädten bei 88 Euro pro Nacht. Es ist 14 Prozent (elf Euro) höher als das Preisniveau der Hotels in Städten im Osten der Bundesrepublik (77 Euro).

In fünf der sieben untersuchten Städte im Osten Deutschlands (Rostock, Halle, Chemnitz, Dresden und Leipzig) bezahlen Besucher für eine Übernachtung im Doppelzimmer zwischen 70 und 76 Euro. Sie gehören im Hotelpreisranking neben den West-Städten Gelsenkirchen und Wuppertal zu den günstigsten Reisezielen.

Berliner Hotels günstiger als deutscher Durchschnitt

Die Hotels der 50 größten Städte Deutschlands berechnen im Durchschnitt 86 Euro für eine Übernachtung im Doppelzimmer. Ein Doppelzimmer in Berlin ist günstiger. Besucher zahlen dort im Schnitt nur 80 Euro pro Nacht. In Münster, der Stadt mit den teuersten Hotels, kostet eine Übernachtung mit 107 Euro beispielsweise knapp 34 Prozent (27 Euro) mehr als in Berlin (80 Euro).

*Der Durchschnitt wurde aus allen über CHECK24.de getätigten Hotel-Suchanfragen in den 50 größten deutschen Städten seit 2009 berechnet.

abe/Check24>


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7.10.2011: Das Kinderhotel - super für Familien

aus: n-tv online: Kinderhotels: Wo Familien gern gesehen sind; 7.10.2011;
http://www.n-tv.de/ratgeber/Wo-Familien-gern-gesehen-sind-article4479691.html

<Urlaubsplanung sieht ganz anders aus, sobald das erste Kind da ist. Die Schulferien mögen im Kindergartenalter noch keine Rolle spielen - Fragen wie Kinderbetten im Hotelzimmer oder Betreuungsmöglichkeiten tun es. Spezielle Familienhotels versprechen Abhilfe.

Nicht in allen Hotels sind Kinder wirklich gern gesehene Gäste. Und nicht alle Hotels sind überhaupt für Kinder geeignet. Das fängt bei fehlenden Hochstühlen im Speiseraum an und hört bei mangelnden Betreuungsmöglichkeiten auf. Familienhotels wollen das anders machen. Sie bieten nicht nur Spielplätze, sondern im besten Fall auch ein umfassendes Betreuungsprogramm. Ziel: Erlebnisurlaub für die Kinder, Erholung für die Eltern.

"Im Grunde kann sich jedes Hotel als 'Familienhotel' bezeichnen, der Begriff ist nicht geschützt oder definiert", weiß Ulrich Bär von Check24. Das Vergleichsportal hat im Auftrag von n-tv den deutschen Markt unter die Lupe genommen. Nicht ganz einfach, angesichts der fehlenden allgemeinen Standards.  Als Familien- oder Kinderhotels wurden deshalb Häuser klassifiziert, die mindestens einen Babysitter oder Kinderbetreuung anbieten. Keine hohe Schwelle - und dennoch bleibt die Zahl der Hotels, die sie erreichen recht gering. Im Allgäu waren es immerhin zehn, im Bayerischen Wald sieben, im Harz fünf und im Sauerland dann noch vier. An der ganzen deutschen Küste gibt es gerade mal acht Familienhotels.

Ganzheitliches Konzept

Klare Leistungs- und Qualitätsstandards bietet die Hotel-Kooperation Familotel. Mit insgesamt 56 Häusern in Deutschland, Österreich, Italien, der Schweiz und Ungarn hat sich Familotel erfolgreich als Marke für qualitativen, allerdings auch recht teuren Familienurlaub etabliert. Vorstand Michael Albert erklärt die ganzheitliche Ausrichtung des Hotels: "Die Ausstattung muss kindgerecht sein, das fängt schon bei sicheren Steckdosen an. Mindestens genauso wichtig sind aber die Mitarbeiter und ihr Umgang mit den Kindern."

Wie das aussehen kann, zeigt beispielsweise das "Familotel Sonnenpark" im Sauerland: Hier passt nicht eine überforderte Studentin auf eine Schar von Kindern jeden Alters aus. Stattdessen gibt es Rundum-Betreuung vom frühen Morgen bis in den Abend - in speziellen Gruppen für Babys, Kinder, und die Juniors, inklusive Kinderhallenbad, Streichelzoo und Ponyreiten. Damit die Eltern ihre Kinder bedenkenlos allein lassen können, hinterlassen sie genaue Infos, etwa über eventuelle Allergien. Und während die Kinder toben, können sich die Eltern im hauseigenen Spa-Bereich entspannen.

Perfekte Organisation hat allerdings ihren Preis: Im November und Dezember außerhalb der Ferien kostet die Woche "All Inclusive Premium" für zwei Erwachsene und zwei Kinder unter sieben Jahren 1732 Euro. In den Herbstferien kann man nochmal 350 Euro drauflegen. Es gibt deutlich günstigere Anbieter, das wurde auch im Check24-Vergleich offensichtlich. Allerdings muss man hier den Babysitter extra bezahlen und auch die Betreuung für die Älteren ist nicht überall kostenlos.

ino>


Tabelle: Familienhotels in Deutschland (Familotels)
Allgäu
-- Alpenhotel Oberjoch / Allgäu Familotel Allgäuer Alpen
-- Alpenhotel Sonneck Bad Hindelang
-- Familotel Allgäuer Berghof
-- Familotel Bavaria Pfronten
-- Familotel Krone
-- Hotel Pfeiffermühle Wertach
-- Kur- und Sporthotel Bad Hindelang
-- Landhotel Zerlaut
-- Mondi-Holidag Hotel Oberstaufen
-- Parkhotel Frank Oberstdorf
-- Seespitz am Weissensee
Familienhotels im Allgäu, Tabelle
Familienhotels im Allgäu, Tabelle
Bayerischer Wald:
-- Ferienpark Bischofsmais
-- Ferienpark Geyersberg
-- Haus Bayerwald
-- Hotel und Resort Landhaus zur Ohe (Familotel)
-- Resort Reutmühle
-- Sonnenhotel Bayerischer Hof Waldmünchen
-- Wellness und Golf Resort Bayerischer Hof
Familienhotels im Bayerischen Wald,
                          Tabelle
Familienhotels im Bayerischen Wald, Tabelle
Harz
-- AKZENT Hotel Goldene Krone
-- Panoramic Hotel Bad Lauterberg im Harz
-- RAMADA Hotel Vier Jahreszeiten Hahnenklee
-- Romantischer Winkel Spa&Wellness Resort Bad Sachsa
-- Sonnenhotel Kreuzeck Goslar / Hahnenklee
Familienhotels im Harz, Tabelle
Familienhotels im Harz, Tabelle
Mecklenburgische Seenplatte
-- BEST WESTERN PREMIER Marina Wolfsbruch
-- DORFHOTEL Fleesensee
-- Hotel Müritz Klink
-- Resort Linstow
-- Robinson Club Fleesensee
Familienhotels in Mecklenburg-Vorpommern,
                          Seenplatte, Tabelle
Familienhotels in Mecklenburg-Vorpommern, Seenplatte, Tabelle
Nordsee (Schleswig Hostein)
-- DORFHOTEL Sylt / Rantum
-- Dorint Strandresort & Spa Sylt / Westerland
-- Grand SPA Resort A-ROSA Sylt
Familienhotels an der Nordsee
                          (Schleswig-Holstein), Tabelle
Familienhotels an der Nordsee (Schleswig-Holstein), Tabelle
Ostsee (Schleswig-Holstein)
-- Carat Golf und Sporthotel
-- DORFHOTEL Boltenhagen
-- Grand SPA Resort A-ROSA Travemünde
-- Gut Nisdorf in Nisdorf
-- Iberotel Boltenhagen
Familienhotels an der Ostsee
                          (Schleswig-Holstein), Tabelle
Familienhotels an der Ostsee (Schleswig-Holstein), Tabelle
Sauerland
-- Familotel Ebbinghof Sauerland
-- Familotel Sonnenpark Hochsauerland
-- Hotel Belvedere
-- Sauerland Stern Hotel
Familienhotels im Sauerland, Tabelle
Familienhotels im Sauerland, Tabelle


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19.10.2011: Diebe im Hotel - alles geht mit, was nicht fest montiert ist - Akademiker klauen am meisten!

aus: n-tv online: Akademiker am schlimmsten: Viele Deutsche bestehlen Hotel; 19.10.2011;
http://www.n-tv.de/reise/Viele-Deutsche-bestehlen-Hotel-article4553191.html

<Viele Gäste nehmen gern aus dem Hotelzimmer etwas mit, mehr als die Hälfte der Deutschen sind es einer aktuellen Umfrage zufolge. Am beliebtesten dabei: Badeutensilien und Stifte. Erlaubt ist das eigentlich nicht.

Der Bademantel war doch aber so schön flauschig ... Mehr als jeder zweite Deutsche hat schon mal in einem Hotel etwas mitgehen lassen - genau gesagt 56 Prozent sind es laut einer repräsentativen Gfk-Umfrage im Auftrag von lastminute.de, für die über 1000 Erwachsene in Deutschland befragt wurden.

Bei Frauen und Männern gibt es dabei keine Unterschiede. Aber: Je jünger die Gäste sind, umso eher wird etwas mitgenommen. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind es 63 Prozent und bei den 30- bis 39-Jährigen sogar 66 Prozent. Ab 40 liegt der Anteil dann um 50 Prozent.

Studierte stibitzen am häufigsten

Am häufigsten übrigens stibitzen Leute aus dem Hotel, die ein abgeschlossenes Hochschulstudium haben: 66 Prozent. Grundsätzlich handelt es sich aber um Kleinigkeiten, wenn etwas mitgenommen wird: Die liebsten "Einstecksel" sind Badeutensilien wie Seife, Shampoo und Duschgel sowie Stifte. Auf Platz drei wird es schon exklusiver mit Handtüchern. Es folgen Zeitungen und Zeitschriften, Hausschlappen, Bademantel und Kleiderbügel.

Die meisten Hotels drücken bei Kleinigkeiten wie Seife ein Auge zu - Fakt ist jedoch: Alles, was zur Benutzung im Hotel bereitsteht, ist auch nur dafür gedacht. Und nicht als Souvenir - auch wenn der Bademantel noch so weich ist.

Top 7 der beliebtesten "Mitnimmsel" im Hotel

1. Badutensilien (Seife, Shampoo, Duschgel): 78 Prozent (Männer: 73 / Frauen: 85)

2. Stifte: 31 Prozent (Männer: 31 / Frauen: 30)

3. Handtuch: 16 Prozent (Männer: 18 / Frauen: 15)

4. Zeitungen/Zeitschriften: 16 Prozent (Männer: 17 / Frauen: 15)

5. Hausschuhe: 13 Prozent (Männer: 12 / Frauen: 14)

6. Bademantel: 3 Prozent (Männer: 3 / Frauen: 3)

7. Kleiderbügel: 2 Prozent (Männer: 3 / Frauen: 1)

Die repräsentative Umfrage erfolgte im Auftrag von lastminute.de durch die GfK im September 2011. Über 1000 Frauen und Männer ab 18 Jahren in Deutschland wurden online befragt.

abe/dpa/ots>


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22.10.2011: Hotelpreise in Deutschland: Etap ist oft am günstigsten

aus: Welt online / Marcopolo: Studie: Etap hat in vielen Städten die günstigsten Hotels; 22.10.2011;
http://www.marcopolo.de/reise-news/studie-etap-hat-in-vielen-staedten-die-guenstigsten-hotels

<Mit günstigen Preisen werben alle Budget-Hotels. Doch die sind nicht immer so billig, wie sie versprechen. Der ADAC hat insgesamt 660 Preise von 55 Budget-Hotels in elf deutschen Städten an unterschiedlichen Wochentagen erhoben.Dabei kam heraus, dass Sparfüchse bei Etap am wahrscheinlichsten ein günstiges Zimmer finden.Aldi und Ryanair haben gezeigt, dass billig nicht zwangsläufig schlecht sein muss. Der Billig-Trend machte auch vor dem Gastgewerbe nicht Halt. Der ADAC hat 55 Budget-Hotels in elf deutschen Großstädten auf ihre Preise abgeklopft. Spitzenreiter ist Etap, die sich gegen andere Ketten wie Holiday Inn Express, B&B, A&O, Meininger, Motel One und Ibis durchsetzten. Die Hotels der Ein-Stern-Hotelmarke von Accor galten in neun der elf untersuchten Städte als die günstigsten. Die Häuser in Berlin, Dortmund, Frankfurt am Main, Köln, Leipzig, Nürnberg und Stuttgart wurden als "sehr günstig" bewertet. Auch in teureren Städten wie Hamburg und München erreichten sie zumindest das Urteil "günstig".

40 Euro für eine Nacht inklusive Frühstück

Das günstigste der 55 getesteten Hotels ist das "Leipzig Nord Ost". Mit einem Preis von 40 Euro für eine Übernachtung im Einzelzimmer inklusive Frühstück ist das Etap-Hotel in der Messestadt Leipzig wahrscheinlich das günstigste Hotel im ganzen Bundesgebiet. Der ADAC hatte 660 Preise an unterschiedlichen Wochentagen zwischen dem 03. Mai und dem 08. Juni 2011 erhoben. In jeder Stadt wurden die fünf zentralst gelegenen Budget-Hotels ausgewählt. Service und Ausstattung wurden bei der Bewertung jedoch nicht berücksichtigt.

Discounter für die Nacht

Spätestens seit den Krisenjahren 2008/2009 haben die Bundesbürger ein größeres Bewusstsein für Preise entwickelt. Einkaufen beim Discounter, Schnäppchenjagd bei Elektromärkten und Preisvergleiche bei Airlines halfen beim Geld sparen. Dabei ist das Prinzip meist das Gleiche. Niedrige Preise, die durch den Verzicht auf meist überflüssigen Service möglich sind, ziehen viele Kunden an. Das Discountprinzip hielt auch im Hotel- und Gastgewerbe Einzug, als 1982 das erste Budget-Hotel in Berlin eröffnete. Die Konkurrenz ließ nicht lange auf sich warten. Hierzulande gibt es mittlerweile mehrere Ketten. Motel One wirbt mit "Viel Design für wenig Geld", während Etap mit dem Slogan "Hier schlafen die Schlauen" bekannt wurde. .


Von Chi Vi Van, MARCO-POLO News-Redaktion >


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5.2.2012: Hotels: Kinderprogramme sorgen für Stammgäste

aus: Welt online: Service: Wie Luxushotels ihren Gästenachwuchs heranziehen; 5.2.2012;
http://www.welt.de/reise/article13847625/Wie-Luxushotels-ihren-Gaestenachwuchs-heranziehen.html

<Autor: Stefanie Bisping

Kinder können in bestimmten Hotels vom Kochkurs in der Küche bis zum separaten Empfang an der Rezeption eine besondere Behandlung erfahren

Vom Kid’s Concièrge bis hin zu Kinder-Kochkursen: Mädchen und Jungen sind die Stammgäste von morgen. Gute Hotels verwöhnen deshalb die Kleinsten. Zehn Beispiele.

Längst ist es kein Luxus mehr, Kinder auf Reisen mitzunehmen. Ganz im Gegenteil, der Nachwuchs wird von vielen Hotels heftig umworben – um ihn frühzeitig zu binden und seine Eltern zu sorglosem und damit womöglich längerem Aufenthalt zu verführen.

Damit alle Gäste, ob Jung oder Alt, gut entspannen, lassen sich gerade Vier- und Fünfsternehäuser einiges einfallen. Dazu gehört neben finanziellen Anreizen und ausgefeilten Sicherheitsmaßnahmen auch die kreative Bespaßung der Kinder und Jugendlichen.

Gute-Nacht-Gruß mit Milch

Am Abend klopft es an der Tür. Wer stört denn jetzt noch? Es ist ein Zimmerkellner. Er bringt ein Glas Milch und einen Teller mit Plätzchen – es ist ein Gute-Nacht-Gruß für den jüngsten Gast im Zimmer.

Und befällt ihn bei Tag unstillbarer Durst, schenkt der Barkeeper unverzüglich Orangensaft ein. Auch dazu gibt es freilich Kekse. Alles geht aufs Haus. Im „Millennium Hilton Bangkok“ will man es gar nicht so weit kommen lassen, dass Kinder dehydrieren oder einen Hungeranfall bekommen.

So essen die Kleinsten bis sechs Jahre kostenlos, was auf der Kinderkarte steht. Und sonst: Beim Einchecken werden Kinder persönlich begrüßt. Am separaten Check-in erlaubt ihnen ein Treppchen, auf Augenhöhe mit dem Personal zu sprechen. Kinder bis 12 übernachten kostenlos im Zimmer der Eltern oder der Großeltern. Auf ein zweites Zimmer für den Nachwuchs gibt es 50 Prozent Nachlass.

„Millennium Hilton Bangkok“, DZ mit Frühstück ab 120 Euro, www.hilton.de/bangkok.

Kinder dinieren gratis

Während Mama und Papa in der Bar auf Day Beds liegen und Cocktails schlürfen, vergnügt sich der Nachwuchs mit einem Menü aus Spaghetti, liebevoll geschnitzten Gurkenstücken, Mango-Sorbet und Lebkuchen.

Auch örtliche Klassiker wie Khao Phad und internationale Fast-Food-Bestseller (Fisch und Chips) stehen zur Wahl. Und der Clou der Kinderkarte: Ihre Preise erscheinen nicht auf der Rechnung, sofern das Kind unter fünf Jahren ist, Kinder zwischen sechs und elf Jahren zahlen die Hälfte.

Das gilt nicht nur für die Bar, sondern auch für die diversen Restaurants des „Evason Hua Hin Resort & Six Senses Spa“, wo zudem zwei Kinder bis zu zwölf Jahren ohne Aufpreis im Zimmer der Eltern schlafen können.

„Evason Hua Hin Resort & Six Senses Spa“, DZ ab 135 Euro, www.sixsenses.com.

Filme zum Frühstück

Damit die jüngsten Gäste sich beim Sonntagsfrühstück der Eltern nicht langweilen, stellt man ihnen im Prager „Mövenpick Hotel“ nicht nur ein eigenes Buffet zusammen, sondern hält dazu noch Schmankerl bereit, die Kinder garantiert stundenlang beschäftigen: Nintendo, Wii-Konsolen, Zeichentrickfilme.

Gratis ist dieses Sonntagsvergnügen für Kinder bis sechs Jahre. Sieben- bis Zwölfjährige zahlen die Hälfte.

„Mövenpick Hotel“, DZ ab 90 Euro, www.moevenpick-hotels.com.

Ein Foyer als Kinderspielplatz

An Wochenenden und während der Ferien ist das „Thistle Brighton“ fest in der Hand englischer Familien, für die das Seebad Brighton ohnehin der Inbegriff familienfreundlichen Badelebens ist.

So wird im Sommer die große Empore über der Lobby mit Spielzeug bestückt und zum Indoor-Spielplatz umfunktioniert. Hier können die Kleinen nach Herzenslust Krach machen.

Auch im Restaurant oder in der Lobby werden tobende Kinder mit englischer Nonchalance toleriert – und freundlich angelächelt.

„Thistle Brighton“, DZ ab 130 Euro, www.thistle.com.

Planschbecken mit Zaun

Was könnte schöner sein als ein privates Planschbecken? Vorausgesetzt, der Pool stellt keine potenzielle Todesgefahr für nichtschwimmende Kinder dar.

Die „Four Seasons Resorts“ auf Koh Samui, Bali und den Seychellen haben sich deshalb etwas Besonderes einfallen lassen: Kaum haben die Gäste ihre Villa bezogen, rückt Personal an und errichtet einen soliden Zaun samt abschließbarem Gitter rund um den Pool.

Nach einer halbe Stunde ist alles fertig und die Eltern können entspannt die Augen schließen. Weiterer Pluspunkt: Ein Kind bis einschließlich 18 Jahre schläft kostenfrei im Zimmer der Eltern.

„Four Seasons Resort Bali at Sayan“, DZ/F ab 348 Euro, „Four Seasons Resort Koh Samui“, DZ ab 473 Euro, „Four Seasons Resort Seychellen“, DZ/F ab 630 Euro, www.fourseasons.com.

Kostenlose Kochkurse für Kinder

In Italien ist niemand zu jung zum Kochen. Deshalb gibt es in der „Masseria Torre Coccaro“ an der Küste Apuliens Kochkurse, an denen sowohl die Eltern als auch die Bambini teilnehmen können.

Während etwa die Großen lernen, wie man Orechiette-Pasta formt, bereiten die Kleinen zu, was sie am meisten lieben: Schokolade und Pizza. Hoch konzentriert rühren sie die flüssige Masse und belegen die Teigfladen, die in einen Ofen aus dem 16. Jahrhundert geschoben werden. Für Kinder sind die Kurse frei, Erwachsene zahlen 100 Euro.

„Masseria Torre Coccaro“, DZ/F ab 170 Euro, www.masseriatorrecoccaro.com.

Schaumstoff für die Sicherheit

Eine Familie mit Kleinkind reist an. Das Zimmer ist vorbereitet: Die Steckdosen sind gesichert, Türen werden durch Stopper daran gehindert, Kinderfinger einzuklemmen, scharfe Kanten sind mit Schaumstoffecken gepolstert.

Auch sonst zieht man im „Four Seasons Hotel Ritz Lisbon“ alle Register: Kakao, Kuchen, Kinderspielzeug stehen bereit, am Abend werden Milch und Plätzchen gebracht, Fläschchen, Windeln, Schnuller, Badeschaum und Kindershampoo liegen im Zimmer.

Alles ist gratis, ebenso wie die Benutzung von Leihkinderwagen und Flaschenwärmer. Und auch hier schlafen Kinder bis 18 Jahre ohne Aufpreis im Zimmer der Eltern.

„Four Seasons Hotel Ritz Lisbon“, DZ/F ab 330 Euro, mit dem Angebot „Stay longer – complimentary nights“ ist bei einem Aufenthalt von drei Nächten die vierte Nacht kostenlos, bei fünf Nächten sind die sechste und siebte Nacht gratis, www.fourseasons.com.

Concièrge für die Kleinen

Eine „Kid’s Concièrge“ ist im Londoner Hotel „The Athenaeum“ darauf spezialisiert, für jede Altersgruppe und Interessenlage ein passendes Sightseeing-Programm zu entwickeln. Ein Service, der schon vor der Anreise beginnt.

So ermittelt der „Kid’s Concièrge“ anhand eines Fragebogens, den die Eltern ausfüllen müssen, Lieblingsfilme, -musik, -lektüre und beschafft Spiele.

Sogar nach den Lieblingsfrüchten wird gefragt – und neben der Harry-Potter-DVD und der Beatles-CD warten bei der Anreise dann Bananen und Weintrauben auf die Kleinen. Der Service ist kostenlos. Zudem stehen im Haus vier Nannys bereit, die Kinder zu hüten.

„The Athenaeum“, DZ ab 390 Euro, www.athenaeumhotel.com.

Kostenlos kleckern

Österreichische Hotels sind besonders bekannt dafür, viel für Familien zu tun. Ein Beispiel dafür ist das „Sport- und Vitalhotel Ellmau“ in Saalbach-Hinterglemm.

Hier gehört es zu den Gratisleistungen, die verschmutzte Wäsche der Kinder zu reinigen. Kostenlose Getränke, Eis und eine Kindersaftbar ergänzen das familienfreundliche Angebot, das jedoch auf die Sommermonate beschränkt ist.

Das Doppelzimmer kostet dann ab 160 Euro; Kinder bis zu fünf Jahren übernachten gratis im Zimmer der Eltern, für Kinder bis zu 14 Jahren werden 55 Prozent des Zimmerpreises berechnet.

„Sport- und Vitalhotel Ellmau“, www.sporthotel-ellmau.at.

Schatzsuche im Hotel

Wer bei einer Berlin-Reise neben dem Gepäck nicht auch noch den Kinderwagen mitnehmen will, ist im „Ritz-Carlton Berlin“ gut aufgehoben, denn das Hotel hat eine hauseigene Flotte an Marken-Buggys zum Ausleihen.

Und wenn die Kinder mal nicht auf Tour durch die deutsche Hauptstadt wollen, können sie in der Brasserie Waffeln backen, bei einer Schatzsuche das Hotel durchforsten oder auch ganz vornehm beim Afternoon Tea auf goldenen Mini-Sesseln Plätzchen naschen.

Je nach Verfügbarkeit gibt es zum Superior-Zimmer für 225 Euro ein zweites für die Kinder für 99 Euro. Es ist ein besonderes Familien-Arrangement, bei dem der Nachwuchs von zwei bis 16 Jahren auch nur die Hälfte für Speis und Trank zahlt.

„The Ritz-Carlton, Berlin“, www.ritz-carlton.com.>


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Welt
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3.3.2012: Legionellen in der Hotel-Dusche, wenn diese nur wenig benutzt wird

aus: Legionärskrankheit: Wenn die Dusche im Hotel zur tödlichen Gefahr wird; 3.3.2012;
http://www.welt.de/reise/article13899941/Wenn-die-Dusche-im-Hotel-zur-toedlichen-Gefahr-wird.html

<Schlecht ausgelastete Hotels bergen gesundheitliche Risiken, an die kaum ein Gast denkt. Denn in selten genutzten Warmwasserleitungen lauern oft Legionellen.

Hotels, die wenig besucht werden, können für Gäste zu einer Gefahr werden. Denn in Warmwasserleitungen, die wenig benutzt werden, tummeln und vermehren sich Legionellen. Auch in Klimaanlagen oder Whirlpools, die nicht allzu oft in Betrieb sind, können Legionellen auftreten.

Besucher schlecht ausgelasteter Hotels sollten dort deshalb vor dem Benutzen von Dusche oder Badewanne die Wasserhähne aufdrehen und das Wasser einige Minuten lang laufen lassen, um die Bakterien aus den Leitungen zu spülen. Das rät Dieter Köhler von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin in Werne.

Drehen Sie den Hahn auf und verlassen Sie das Bad!

Hotelgäste müssten aber aufpassen, dass sie die Bakterien dabei nicht einatmen. Sie sollten daher die Luft anhalten, sobald das Wasser läuft, aus dem Bad gehen, und es bei geschlossener Tür laufen lassen. Das Badezimmer sollte außerdem gut gelüftet werden.

Legionellen können eine mitunter tödlich verlaufende Lungenentzündung auslösen. Die Lungenentzündung, auch als Legionärskrankheit bekannt, bricht zwischen zwei und zehn Tage nach der bakteriellen Infektion aus und verläuft dann ähnlich wie eine Grippe mit Kopf- und Muskelschmerzen, trockenem Husten und Fieber. Dass dahinter Legionellen stecken, wird oft zu spät erkannt – dabei muss möglichst zeitnah mit hoch dosierten Antibiotika behandelt werden.

dpa/nics>


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Welt
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18.6.2012: Hotelführung: Hotelreinigung mit Keimübertragung, wenn die Putzfrau nicht aufpasst

aus: Welt online: Bakterien-Test: Die größten Keimschleudern im Hotel; 18.6.2012;
http://www.welt.de/gesundheit/article106622188/Die-groessten-Keimschleudern-im-Hotel.html

<Optisch sauber reicht nicht: Eine US-Studie enthüllt Schwachpunkte der Reinigungspraxis in Hotels. Dabei werden auch Krankheitserreger über Putzlappen von einem Zimmer zum nächsten verbreitet.

In einem Hotelzimmer stecken die meisten Keime auf der Fernbedienung und auf dem Schalter der Nachttischlampe. Deutlich weniger stark belastet sind die Klinke der Badezimmertür oder das Kopfteil des Bettes.

Das zeigt eine Studie US-amerikanischer Forscher in Hotels von drei verschiedenen US-Bundesstaaten. Wie viele Krankheitserreger unter den festgestellten Bakterien seien, sei unklar, denn man habe nur die Gesamt-Keimzahl ermittelt.

Aber eine hohe Zahl von Bakterien sei ein guter Indikator für eine schlechte Hygiene an solchen Stellen, berichteten sie bei der Jahrestagung der American Society for Microbiology in San Francisco.

Viele Bakterien fanden die Wissenschaftler erwartungsgemäß auch im Waschbecken und in der Toilette der Hotelzimmer. Am besorgniserregendsten sei jedoch die hohe Belastung von Putzgegenständen der Reinigungskräfte: Dort habe man hohe Keimzahlen auf Schwämmen, Lappen und anderen Putzhilfen gefunden, sagen die Forscher.

Da diese Utensilien meist in mehreren Räumen eingesetzt würden, könnten darüber Krankheitserreger leicht von einem Hotelzimmer in das nächste weitergetragen werden.

Der optische Eindruck ist leider trügerisch

"Bisher wird die Sauberkeit eines Hotelzimmers in erster Linie nach dem rein optischen Eindruck beurteilt", sagte Katie Kirsch von der University of Houston, die die Studienergebnisse auf der Tagung präsentierte.

Zudem gebe es in der Branche keine einheitlichen Standards oder Verfahren für die Reinigung von Hotelzimmern. Das erhöhe das Risiko für Hotelgäste. Denn der Kontakt mit kontaminierten Oberflächen sei ein möglicher Übertragungsweg für Krankheiten. Vor allem Menschen mit einem geschwächten Immunsystem seien dadurch gefährdet.

"Das Zimmerpersonal reinigt meist 14 bis 16 Räume in einer Acht-Stunden-Schicht und hat nur rund 30 Minuten für einen Raum", sagte Kirsch. Daher sei es für sie besonders wichtig zu wissen, welche Objekte in einem Hotelzimmer besonders stark keimbelastet seien.

Aufgrund der neuen Informationen könnten die Hotels ihre Reinigungspraktiken anpassen und so das potenzielle Gesundheitsrisiko durch die mikrobielle Belastung senken.

Risikostrategie der Nasa soll auf Hotels angewendet werden

Die jetzige Studie sei erst der Beginn einer ausführlicheren Bestandsaufnahme, betonten die Forscher. Sie steht im Rahmen eines Projekts, bei dem eine ursprünglich von der US-Raumfahrtbehörde Nasa

entwickelte Test- und Vorbeugestrategie gegen potenzielle biologische, chemische und physikalische Risiken nun auch auf Hotels angewendet werden soll. Im Rahmen dieses Systems werden standardisiert Problempunkte identifiziert und dann entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Für ihre Tests hatten die Forscher in den US-Bundesstaaten Indiana, North Carolina und Texas Räume in jeweils drei Hotels untersucht. In jedem Hotelzimmer nahmen sie dabei Proben von 19 verschiedenen Oberflächen sowie von den Reinigungswägen der Putzkräfte.

Bisher noch keine Angaben über einzelne Erreger

Anhand der Proben wurde zunächst nur jeweils die Gesamtmenge der Bakterien bestimmt, einzelne Erreger identifizierten die Wissenschaftler noch nicht.

Potenzielle Keimschleudern werden aber nicht nur in Hotels, sondern vor allem auch in privaten Haushalten zur Gesundheitsgefahr. Vielen Menschen ist im Zuge der zahlreichen Hygienedebatten mittlerweile zwar bewusst sein, dass Toiletten nicht unbedingt die Keimschleuder Nummer eins in einem Haushalt sind.

Telefone oder Tastaturen werden zu selten gereinigt

Doch während Toiletten laut einer repräsentativen Umfrage des Gesundheitsmagazins "Apotheken Umschau" häufig (69,1 Prozent der Befragten putzen ihre Toilette mindestens alle zwei bis drei Tage) gesäubert werden, Kühlschränke (49,8 Prozent) immerhin mindestens einmal im Monat geputzt und auch Spültücher (45,1 Prozent) mindestens einmal pro Woche ausgetauscht werden, werden Tastaturen und Displays stark vernachlässigt.

Denn in vielen Haushalten werden Telefon oder Handy (49,7 Prozent) beziehungsweise Computer-/Notebooktastaturen (53,0 Prozent) – sofern vorhanden – seltener als einmal im Vierteljahr oder gar nicht gereinigt werden.

dapd/oc>

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Der
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20.6.2012: Keimschleudern im Hotel: Toilette, Fernbedienung und Nachttischlampe etc.

aus: Der Standard online: Hotel-Fernbedienungen sind Keimschleudern; 20.6.2012;
http://derstandard.at/1339638461723/Krankheitserreger-Hotel-Fernbedienungen-sind-Keimschleudern

<Fernbedienungen werden offensichtlich nicht sehr häufig gereinigt.

Eine neue Studie zeigt, wo sich in Hotelzimmern die meisten Bakterien befinden - Toilette, Fernbedienung und Nachttischlampe rangieren ganz oben.

San Francisco -  Fernbedienungen für TV-Geräte und die Schalter von Nachttischlampen gehören in Hotelzimmern zu jenen Gegenständen, die mit den meisten Keimen belastet sind. Das geht aus einer Studie der Universität Houston hervor, die im Rahmen der Jahrestagung der American Society of Microbiology in San Francisco präsentiert wurde.

Reinigungsutensilien können Keime verbreiten

Erwartungsgemäß fanden sich auch viele Bakterien in Toiletten und Waschbecken. Besorgniserregend fanden die Forscher die Anzahl an Keimen auf Reinigungsutensilien wie Schwämmen, Tüchern oder Wischmops, die sich auf Putzwägen befinden. Da diese Gegenstände in mehreren Zimmern zur Anwendung kommen, können sich auf diesem Weg die Keime und Krankheitserreger verbreiten. Überraschend sauber waren die Kopfenden von Betten, Gardinenstangen und Türklinken der Badezimmer.

Die Forscher analysierten für ihre Studie 19 verschiedene Oberflächen inklusive den Reinigungswägen der Putzkräfte von insgesamt neun Hotels aus drei Bundesstaaten. Anhand der Proben wurde die Menge an aeroben Bakterien und Fäkalbakterien bestimmt. Fäkalbakterien fanden sich auf 81 Prozent der Flächen.

"Das Zimmerpersonal reinigt in acht Stunden rund 14 bis 16 Räume, wobei nicht mehr als 30 Minuten Zeit pro Hotelzimmer bleiben", so Studienautorin Katie Kirsch von der Universität Houston. Es sei daher besonders wichtig zu wissen, welche Objekte in einem Hotelzimmer stark keimbelastet seien. Kirsch hofft, dass durch die Studie, trotz der kleinen Stichprobengröße, die Reinigungspraktiken in den Hotels entsprechend angepasst werden und potenzielle Gesundheitsgefahren reduziert werden. (red, derStandard.at/Reuters, 20.6.2012)

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Der
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22.6.2012: <Tod nach Infektion im Whirlpool: Freispruch für Salzburger Hotelier> - giftige Bakterien Pseudomonas Aeruginosa im Whirlpool verursachen Multiorganversagen

aus: Der Standard online; 22.6.2012;
http://derstandard.at/1339638721424/Prozess-Tod-nach-Infektion-im-Whirlpool-Freispruch-fuer-Salzburger-Hotelier

<Bedingte Haftstrafe aus Urteil in erster Instanz aufgehoben.

Salzburg - Ein Hotelier aus dem Salzburger Pinzgau ist am Freitag in einer Berufungsverhandlung am Landesgericht Salzburg vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen worden. In erster Instanz war der 49-jährige Mann noch für schuldig befunden worden, für den Tod einer Urlauberin im Jahr 2010 verantwortlich zu sein. Die Frau hatte sich in einer Wanne seines Hotels mit einem Bakterium infiziert, das eine letztlich letale Blutvergiftung zur Folge hatte.

Die 49-jährige Touristin aus Regensburg in Bayern war im Februar 2010 für einige Tage in das Wellnesshotel im Salzburger Saalachtal eingecheckt. Das Paar nächtigte in einer romantischen Blockhütte, die mit einer Wanne mit Whirlpool-Düsen ausgestattet war. Doch just die Entspannung im blubbernden Wasser dürfte der Frau zum Verhängnis geworden sein. Laut Anklage hat sich die Frau in der Wanne mit dem giftigen Bakterium "Pseudomonas Aeruginosa" angesteckt. Noch im Urlaub klagte die Frau über Bauchschmerzen und reiste heim. Dort verschlimmerte sich ihr Zustand rapide. Die Frau erlitt eine Sepsis und starb wenige Tage später an einem Multiorganversagen in einer Klinik in Bayern.

Bakterien in der Hütte

Eine Untersuchung förderte später eine hohe Bakterienkonzentration im Nassbereich der Hütte zutage. Laut einem Hygienegutachter habe der Hotelier die Wanne nur unzureichend gewartet, Reinigung und Wartung hätten nicht den Vorgaben der ÖNORM entsprochen. Der Pinzgauer wurde deshalb wegen fahrlässiger Tötung angeklagt und am 15. Februar 2012 in erster Instanz am Bezirksgericht Saalfelden zu einer bedingen Freiheitsstrafe von zwei Monaten verurteilt.

Der Verteidiger des Hoteliers, Roman Wagner, berief damals gegen das Urteil. "Es war ein tragischer Todesfall, für den keiner etwas kann", betonte er am Freitag in der Berufungsverhandlung. "Mein Mandant hat alles getan, damit es eben nicht zu einer Infektion kommt." Der Hotelier habe sich an die Betriebsanleitung für die Wanne gehalten und die Reinigungsintervalle wie empfohlen eingehalten. "Darauf musste er vertrauten."

Zweiter Keim gefunden

Zudem sei die Wanne im Zuge der Bewilligung nicht beeinsprucht worden. "Ihm hier eine Mitschuld am Tod der Frau zu geben, ist eine Überspannung der Sorgfaltspflicht." Zumal sei bei der Frau im Zuge der Obduktion ein zweiter Keim gefunden worden, der genauso für den Tod der Frau verantwortlich sein könnte. "Die Frau ist schon krank angereist. Ein nach ihrer Rückkehr vom Hausarzt verschriebenes Medikament hat ihr Immunsystem weiter geschwächt."

Der Berufungssenat schloss sich dieser Argumentation nicht an. "Es ist unstrittig, dass die Wanne nicht der ÖNORM entsprechend gereinigt wurde und ein Konstruktionsfehler vorlag", argumentierte die vorsitzende Berufungsrichterin. Allerdings sei der Einbau von einem Professionisten durchgeführt und die Reinigung vom Hotelier entsprechend der Betriebsanleitung durchgeführt worden.

Außerdem liege eine Baugenehmigung für den Einbau der Whirl-Wannen vor, an die sich der Hotelier bei der Umsetzung auch gehalten habe. "Dass die Bedingungsanleitungen und die Konstruktion des Whirlpools nicht den Bestimmungen entsprochen haben, konnte er nicht wissen. Unter diesen Umständen ist ihm keine Sorgfaltswidrigkeit vorzuwerfen." Der Freispruch ist rechtskräftig. (APA, 22.6.2012)>

Kommentar: Badewanne im Hotel zuerst selber ausspühlen

Als Hotelgast sollte man die Badewanne zuerst selber mit einem Waschmittel ausspühlen, um solche Infektionen zu vermeiden. Das ist kein Einzelfall, und vor allem in teuren Hotels, die oft nicht ausgelastet sind können sich Bakterienherde bilden.

Michael Palomino, 22.6.2012


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Welt online, Logo

Unterammergau 19.9.2012: <Deutschland: Erstes Heuhotel eröffnet>

aus: Welt online: Marcopolo; 19.9.2012;
http://www.marcopolo.de/reise-news/deutschland-erstes-heuhotel-eroeffnet

<Naturliebhaber kommen ab sofort in Unterammergau voll und ganz auf ihre Kosten: Das erste Heuhotel Deutschlands hat hier vor Kurzem seine Pforten eröffnet und bietet Gästen eine Schlafstätte aus original Ammergauer Heu.

Wer schon immer mal in einem Heulager nächtigen wollte, kann dies ab sofort im Heuhotel in den Ammergauer Alpen tun: Das neue Hotel beherbergt insgesamt fünf Heulager und drei Mehrbett-Zimmer. Zunächst muss das Lager aber gebaut werden: Rund 300 Kilogramm Heu aus den Ammergauer Alpen stehen in den fünf Gruppenlagern zur Verfügung und werden von den Gästen in ein gemütliches Bettlager verwandelt. Zudem gibt es Decken und Hüttenschlafsäcke zum Ausleihen.

Mit Lavendelduft in eine Traumwelt versinken

Besucher, die eher für sich sein wollen, wählen einfach eines der drei Mehrbett-Zimmer. Diese verfügen über Holzbetten mit Heu-Auflagen. Jedes der Zimmer und Nachtlager hat einen eigenen Geruch: In dem Heu werden Blüten verteilt, die für einen angenehmen Duft zum wohligen Einschlafen sorgen - von Lavendelblüten bei Einschlafproblemen bis hin zu Rosenblüten bei Herzproblemen oder Liebeskummer. Die Preise für eine Nacht in einem Heulager beginnen bei 28 Euro pro Person. Außerdem können Gäste ein Frühstück dazubuchen.

Natur und Luxus vereint

Auch für ein wenig Luxus ist im Heu-Hotel gesorgt: Unter anderem stehen ein Whirlpool und eine kleine Saunahütte im Freien zur Verfügung. Klaus Aurhammer, selbst Oberammergauer und Gründer des Hotels, betont: "Das ist der kleine, aber feine Unterschied zu Heustadl-Anbietern, die ihren Schwerpunkt eher auf die urige Atmosphäre legen." Auch eine neue Speisekarte soll her: Zusammen mit dem Chefkoch des Hotels werden neue Gerichte - unter anderem aus biologischer Heumilch – kredenzt, um auch Wanderern und Ausflüglern leckere, biologische Gerichte servieren zu können.

Von Katharina Schneider, MARCO POLO News-Redaktion >


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20
                        minuten online, Logo

10.10.2012: <Manipulierte Stifte: Hacker brechen Hotelzimmer mit links auf> - elektrische Schlösser von Hotels können leicht gehackt werden

aus: 20 minuten online; 10.10.2012;
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/16369851

<von S. Marty
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Mit einem neuen Trick lassen sich Millionen Hoteltüren kinderleicht öffnen. Betroffen sind auch Schweizer Hotels - diese treffen nun Sofortmassnahmen.

Von aussen sieht er aus wie ein normaler Filzstift. In seinem Inneren aber wurde er von Hackern so präpariert, dass er wie ein Karten-Schlüssel funktioniert und innerhalb weniger Sekunden ein Hotelzimmer öffnen kann (siehe Box). Der Kopf des Stiftes wird dabei an der Schloss-Unterseite in eine Öffnungen gedrückt.

Stift einfach selbst basteln

Betroffen sind insgesamt vier Millionen Hoteltürschlösser der Firma Onity – auch in der Schweiz gibt es Hotels, die bisher auf diesen Schloss-Typus vertraut haben. «Innerhalb der Accor Gruppe sind in der Schweiz zehn Hotels betroffen», so Jürg Sigerist, Sprecher von Accor Schweiz, zu welcher Hotels wie Novotel, Ibis oder Mercure gehören. Bis jetzt gab es noch keine Zwischenfälle.

Dies könnte sich in Zukunft ändern: Im Internet kursieren zahlreiche Anleitungen zum Entsperren der Schlösser. Laut dem Sicherheits-Experten Cyrill Brunschwiler von der Firma Compass Security AG sei dies ziemlich einfach: «Wenn man ein bisschen etwas von Elektronik und Programmieren versteht, ist es keine Hexerei sich selbst so einen Stift für etwa 20 Franken zu bauen.»

Schweizer Hotels reagieren

In der Schweiz werden deshalb bereits Massnahmen getroffen. Sigerist: «Accor ist dabei, zusammen mit Onity und anderen grossen Hotelakteuren das Problem zu lösen.» So hat Onity angekündigt, die Öffnungen mit einem entsprechenden Verschluss zu versiegeln. Reiseveranstalter raten ihren Kunden aber trotzdem: «Wertsachen sollten im Safe oder bei der Rezeption deponiert werden», so Roland Schmid, Tui-Sprecher.>

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Spiegel online, Logo

14.11.2012: Forschung gegen Bettwanzen: Ivermectin-Präparate lassen Wanzen sterben und verhindern auch den Nachwuchs

aus: Spiegel online: Selbstversuch Medikament macht Bettwanzen den Garaus; 14.11.2012;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/bed-bugs-ivermectin-koennte-gegen-bettwanzen-wirken-a-867241.html

<Bettwanzen sind in Hotels rund um den Globus eine Plage - und wer die Parasiten erst ins eigene Schlafzimmer eingeschleppt hat, wird sie so schnell nicht mehr los. Doch ein bereits bekanntes Medikament könnte zur Waffe gegen die Blutsauger werden.

Die globale Billigfliegerei hat diverse Schattenseiten. Eine davon ist die rapide zunehmende Verbreitung von Cimex lectularius, besser bekannt als Bettwanze oder Bed Bug. Der Parasit krabbelt meist des Nachts aus dunklen Ritzen hervor und macht sich über Menschen her. Die haben am nächsten Morgen juckende Pusteln am Körper.

Im Internet kursieren zahlreiche Tipps, wie man die Plagegeister wieder loswird. In vielen Fällen aber hilft am Ende nur der Kammerjäger, der eine Menge Geld für die aufwendige Prozedur verlangt. Neue Hoffnung verspricht nun ein Stoff namens Ivermectin. Unter dem Handelsnamen Stromectol wird er bisher als Mittel gegen parasitische Würmer, Läuse, Milben und Zecken eingesetzt. Jetzt berichten Wissenschaftler, dass die Arznei offenbar auch gegen Bettwanzen wirkt.

Drei von fünf Bed Bugs, die einen mit Ivermectin behandelten Menschen gebissen hätten, seien drei Stunden später tot gewesen, erklärten die Forscher um John Sheele von der Eastern Virginia Medical School in Norfolk dem US-Nachrichtendienst Bloomberg.

Die Basis dieser Erkenntnis ist bisher allerdings denkbar klein: Sheele testete die Ivermectin-Methode lediglich an sich selbst und drei Kollegen, wie er auf dem Jahrestreffen der American Society of Tropical Medicine and Hygiene erklärte. Man habe sich von drei jungen und drei ausgewachsenen Bettwanzen beißen lassen - jeweils vor der Einnahme der Arznei sowie drei, acht, 22 und 54 Stunden danach. Die Forscher schluckten nach eigenen Angaben eine Standarddosis von 200 Mikrogramm Ivermectin pro Kilogramm Körpergewicht.

Drei Stunden nachdem sie das Ivermectin-Blut vertilgt hätten, seien die Bettwanzen entweder erkrankt oder gestorben, sagte Sheele. Zudem habe das Medikament offenbar auch die Jungtiere daran gehindert, sich zu häuten, was ein entscheidender Schritt in ihrer Entwicklung ist.

"Ivermectin wirkt gegen eine große Palette von Insekten", sagte Sheele. Nun gelte es, seine Wirkung gegen Bettwanzen unter realen Bedingungen zu testen: "Wir wollen befallene Menschen behandeln und sehen, ob sie die Bettwanzen loswerden." Bis dahin allerdings sollten Bed-Bug-Opfer aus Sicherheitsgründen wohl besser nicht gleich zu Ivermectin greifen, um den Parasiten Paroli zu bieten - immerhin gibt es auch noch den Kammerjäger.>


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Marco Polo-Reisen online, Logo

Deutschland 14.11.2012: <Reisestudie: Die größten Ärgernisse für Hotelgäste> - Abzocke mit Zusatzkosten und fehlende Servicebereitschaft stehen ganz oben

aus: Marco Polo online; 14.11.2012;
http://www.marcopolo.de/reise-news/die-groessten-aergernisse-fuer-hotelgaeste

<Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben: Schlechtes Essen, durchgelegene Matratzen und schmutzige Zimmer sind die größten Befürchtungen der Hotelbucher. Doch worüber ärgern sich Hotelgäste vor Ort tatsächlich? Hotel.de hat eine repräsentative Umfrage gestartet und kommt zu ganz anderen Ergebnissen.

Die Hitliste der zehn häufigsten Hotelärgernisse wird weder von schlechtem Essen noch von schmutzigen Zimmern angeführt, sondern von nicht immer offensichtlichen Zusatzkosten für Internetzugang, Parkplatz oder sogar Frühstück. Ganze 65,5% haben Erfahrung mit dieser gefühlten Abzocke gemacht.

Gleich danach folgt die fehlende Servicebereitschaft. Gerade im Urlaub legt man besonderen Wert auf eine zuvorkommende Behandlung, die 53,9% aller Hotelgäste vermisst haben. Erst danach geht’s ums Essen: Eine zu geringe Auswahl beim Frühstück monieren 48,2% aller Gäste.

Auf Platz 4 folgen unbequeme Betten (45,9%), dicht gefolgt vom Ärgernis über unsaubere Zimmer (43,1%). Bei knapp der Hälfte also haben sich die am meisten verbreiteten Befürchtungen bewahrheitet. Unfreundlichkeit, mangelhafte Frühstücksqualität und zu dünne Wände sind die Klagen auf den Rängen 6, 7 und 8.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist nur für ein knappes Drittel (29,9%) aller Hotelgäste nicht akzeptabel; für nur 26,2% aller Bucher hält das Hotel nicht, was es versprochen hat.

Hier die komplette Liste: 1. Zusatzkosten für Internetzugang, Parkplätze, Frühstück etc.: 65,5% 2. Fehlende Servicebereitschaft: 53,9% 3. Auswahl beim Frühstück: 48,2% 4. Bett zu unbequem: 45,9% 5. Zimmer unsauber: 43,1% 6. Unfreundlichkeit: 35,2% 7. mangelhafte Frühstücksqualität: 32,9% 8. Zimmerlautstärke: 30,6% 9. schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis: 29,9% 10. Hotel hält nicht, was es verspricht: 26,2%

von Solveig Michelsen>

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Basler Zeitung online, Logo

1.12.2012: Die sinnlichen Ansprüche der Frauen an Hotels

-- Frauenparkplätze
-- gut beleuchtete Gänge und Wege
-- Zimmer in der Nähe des Aufzugs
-- weibliches Personal
-- grosse Ablageflächen im Bad
-- Ganzkörperspiegel im Zimmer
-- gesunde Snacks und Getränke in der Minibar
-- keine Teppichböden
-- wenn Teppichböden, dann Einweghausschuhe / Slipper
-- Raumlimaregulierung
-- Musikanlage
-- persönlicher Umgang im Hotel
-- Ausgehtipps, Veranstaltungstipps
-- Frau am Empfang
-- Blumen, Obst, Körperpflege
-- Fitness- und Wellnessbereich kostenlos
-- veränderbares Licht im Zimmer

aus: Basler Zeitung online: Attraktive Frauenzimmer; 1.12.2012;
http://bazonline.ch/leben/gesellschaft/Attraktive-Frauenzimmer/story/23097930

<Von Marie Dové (Clack). Aktualisiert am 30.11.2012

Frauen haben ganz andere Ansprüche an Hotels als Männer. Vor allem auch in Sachen Sinnlichkeit.

Männer sind einfach gestrickt, auch was ihre Hotelwahl anbelangt. Männer, das zeigen Studien, wollen: kostenloses WLAN, eine gute Matratze, eine Dusche. Damit sind sie zufrieden. Aber was erwarten Frauen von einem guten Hotel?

Vieles. Die deutsche Genderforscherin Uta Brandes, Autorin des neu erschienenen Buches «Frauenzimmer im Hotel – Wie Geschäftsfrauen sich Hotels wünschen», weiss, dass auf der Checkliste von Frauen bis zu 35 Dinge und Serviceleistungen stehen, wenn sie sich für ein bestimmtes Hotel entscheiden. «Wobei gilt, dass Frauen auch sehr auf eine insgesamt gute Atmosphäre achten, viel mehr als Männer», sagt Brandes in einem Interview mit «Welt online». (Lesen Sie auch: «Die teuersten Hotels der Welt»)

Sicherheit und Genuss

Uta Brandes ist Professorin für Gender und Design an der Köln International School of Design und hat sich mit einem Studententeam der Kritik von 150 Geschäftsfrauen angenommen. Konkrete Resultate der Untersuchung:

  • Thema Sicherheit: Frauen wünschen sich Frauenparkplätze, gut beleuchtete Gänge und Wege, ein Hotelzimmer in Aufzugnähe und weibliches Personal auf der Etage oder in schneller Erreichbarkeit.
  • Thema Einrichtung: Frauen wünschen sich ein Bad mit grossen Ablageflächen und einen Ganzkörperspiegel im Zimmer. (Lesen Sie auch: «Der neuste Trend: Spiegelfasten») Sodann: Minibar mit gesunden Snacks und Getränken, keinen Teppichboden (sonst unbedingt Einweghausschuhe/Slipper), Raumklimaregulierung, Musikanlage.
  • Thema Service: Frauen schätzen einen persönlichen Umgang im Hotel, Abfrage von individuellen Wünschen, Ausgeh- und Veranstaltungstipps, einen vertrauenswürdigen Hotelansprechpartner, am liebsten eine Frau.
  • Thema Genuss und Sinnlichkeit: Frauen wünschen sich frische Blumen, Obst, hochwertige Körperpflegeprodukte, einen kostenlosen Fitness- und Wellnessbereich, veränderbares Licht zum Arbeiten, Lesen und Entspannen.

Von Frau zu Frau

Was Frauen in Hotels allerdings gar nicht suchen, will man der Studie Glauben schenken, ist: ein Abenteuer. Brandes: «Unsere Untersuchung hat keine Hinweise darauf gegeben, dass Frauen im Hotel nach Partnern Ausschau halten. Was sie aber gern annehmen würden, wäre ein Onlineservice, der Businessfrauen miteinander vernetzt, und zwar so, dass sie wissen, wer an jenem Tag in dieser Stadt ebenfalls als Geschäftsfrau übernachtet, um gemeinsam essen gehen zu können.» (Lesen Sie auch: «Wer sich schnell mal abschleppen lässt»)

Es ist Hotelmanagern zu raten, Brandes' Erkenntnisse in Zukunft zu berücksichtigen. Denn die Zielgruppe der allein reisenden Geschäftsfrauen wächst rasant. In Deutschland und der Schweiz ist bereits jeder vierte Businessreisende weiblich, in Nordeuropa sind es sogar 40 Prozent. Bei rückläufigen Umsätzen in der Branche ist dies für innovative Betriebe eine gute Möglichkeit, sich von der Konkurrenz abzugrenzen.

Indessen warnt Brandes davor, allzu offensiv mit «female friendly» zu werben. Das könnte auch schiefgehen. Denn: Das erinnere zu stark an «dogs are welcome».

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Dann lesen Sie auch: «Die besten Städtereisen für Shopping-Fans» auf Clack.ch – Ihrem Online-Magazin. (baz.ch/Newsnet)>

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Marco Polo-Reisen, Logo

1.12.2012: <Thailand: Ein Baumhaus in Bangkok bewohnen> - Baumhaus-Hotel mit 12 Baumhäusern

aus: Marcopolo online; 1.12.2012;
http://www.marcopolo.de/reise-news/thailand-das-bangkok-tree-house-hotel

<Natur und Großstadt-Feeling verbinden – das geht in Bangkok: In der Hauptstadt Thailands haben Touristen sowie Einheimische jetzt die Möglichkeit, in Baumhäusern zu nächtigen. Der Umweltschutz wird dabei groß geschrieben.

Bangkok-Reisende, die keine Lust auf ein überfülltes Hotel inmitten der lauten Millionen-Metropole haben und ein ruhiges Plätzchen im Grünen vorziehen, können 15 Kilometer vom Stadtkern entfernt in einem der Baumhäuser des Bangkok Tree House Hotels unterkommen. Mitten in der "grünen Lunge" der Stadt, wie der Bezirk Phra Pradaeng gerne genannt wird, können sich Besucher in ihrem eigenen "Nest" von der Hektik der Großstadt erholen. Phra Pradaeng liegt in einer Schleife des Chao Phraya, der nach dem Mekong und dem Saluen einer der größten Flüsse Thailands ist.

Besondere "Nest-Kategorien"

Insgesamt bietet das Bangkok Tree House Hotel elf Wohneinheiten an. Darunter sind verschiedene Kategorien buchbar: Neben der Einheit "View with a room", bei der höchstens zwei Personen unter freiem Himmel schlafen, gibt es die Kategorien "Tree Top Nest", "Honeymoon Nest" und das für vier Personen geeignete "Family Nest". Die beiden letztgenannten "Nester" sind seit Mai 2012 buchbar. Gleich in der Nähe des Hotels – nur 10 Minuten mit dem Fahrrad entfernt – befindet sich der Bang Nam Pheung, der berühmte schwimmende Markt, der jedes Wochenende von 8 bis 14 Uhr mit köstlichen Speisen, Obst und Gemüsesorten sowie mit Utensilien aus dem Kunsthandwerk lockt.

Das „grüne“ Konzept des Hotels

Die Idee für das Tree House Hotel beruht auf einem umweltfreundlichen Tourismus und steht unter dem Motto "I’m green". Das ist bereits vor der Ankunft spürbar: Das Hotel der besonderen Art ist nicht mit dem Auto zu erreichen. Reisende müssen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Boot anreisen. Die Baumhäuser sind zum großen Teil aus natureigenen Materialien wie zum Beispiel Bambus gebaut. Auf dem Gelände des Hotels gibt es weder Plastikflaschen noch Klimaanlagen und für heißes Wasser sorgt die Sonne. Auch die Beleuchtung im Restaurant und im Außenbereich wird mit Solar- und Windenergie betrieben. Auf der Webseite des Tree House Hotels können Interessierte im "Grünen Alphabet" noch mehr über das Konzept lesen.

Von Katharina Schneider, MARCO POLO News-Redaktion>


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Ausgefallene Betten für Hotels

http://www.welt.de/reise/nah/article114049608/Verrueckte-Betten-Wo-Schlafen-zum-Erlebnis-wird.html

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Tagesanzeiger online, Logo

Tschechien 10.6.2017: Einfaches Hotel aus Containern
Ein Hotel aus Schiffscontainern
http://blog.tagesanzeiger.ch/sweethome/index.php/85008/ein-hotel-aus-schiffscontainern/

Containerhotel in Tschechien 01  Containerhotel in Tschechien 02,
                              Gegenseite  Containerhotel in Tschechien 03,
                              Innenraum mit Möbeln auf Rollen und
                              Bullaugenfenster
vergrössernContainerhotel in Tschechien 01 - Gegenseite 02 - Innenraum mit Möbeln auf Rollen und Bullaugenfenster

<Von Marianne Kohler

In diesem genialen Wurf tschechischer Architekten wünscht man sich: gute Fracht!

Man kann aus allem etwas machen. Das dachten sich die jungen Architekten des tschechischen Architekturbüros Artikul und bauten das Contain Hotel mit alten Schiffscontainern.

Die Idee ist, dass man das Hotel schnell und einfach auf- und abbauen kann. Es heisst also nicht nur Reisende willkommen, sondern kann selbst auf Reisen gehen. Dazu lassen sich die Container auch auf die Bahn verladen.

Das kleine Hotel hat fünf Zimmer und bietet Platz für 13 Personen. Die meisten Zimmer befinden sich in der oberen Etage, die über eine Aussentreppe erreichbar ist.

Das Projekt zeigt gleichzeitig, wie flexibel, stilvoll und einfach modernes Wohnen heute sein kann.

Als Basis für den unkonventionellen Bau dienen drei Schiffscontainer, die restlichen Materialien inklusive Möblierung sind günstig. Holz dominiert das Contain Hotel, als Terrassengitter etwa dient ein einfaches Netz.

Die grosse Terrasse, auf der man an kleinen Tischchen auch essen kann, verbindet die Hotelzimmer. Kleine Details wie Lukenfenster nehmen das Schiffsthema kokett auf. Auch die Möbel sind flexibel, haben kleine Räder und können beliebig verschoben werden.

In einem der Container im Erdgeschoss befindet sich ein Zimmer mit Kajütenbetten, die natürlich auch an das Leben auf hoher See erinnern.

Das kleine Container-Hotel ist voller raffinierter, platzsparender Ideen – zum Beispiel das kleine Netz neben dem Bett, in dem Bücher und anderer Kleinkram Platz findet. Eine perfekte Lösung, die auch zu Hause umsetzbar ist.

n den Badezimmern, die sich im dritten Container befinden, sind die typischen Containerwände in Weiss zu finden, kombiniert mit hellem Holz. Grosse Blechzuber wurden zu Lavabos und Spiegelrahmen umfunktioniert.

Gemütlich, spannend und auf kleinem Raum viel komfortablen und stilvollen Wohnraum bietend, steht das Contain Hotel hier mitten im Grünen. Es ist eine echte und sehr schicke Alternative zu Campingferien im Wohnwagen oder Zelt, die aber ein vergleichbares Abenteuererlebnis verspricht.

Credits: 

Architektur: Artikul Architects, Třeboutice u Litoměřic
, J. Vlček, P. Lejdar, J. Gabriel
Fotografie: Michal Hurych>







Fotoquellen
[1] http://blog.bazonline.ch/sweethome/index.php/17189/ferien-in-der-hutte-im-wohnwagen-im-hotel-in-berlin/


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