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Das Arbeitsverhältnis, Meldungen (Teil 2)

Acht größte Fehler im Umgang mit dem Chef -- Nach einer Kündigung muss "zumutbare Arbeit" angenommen werden - ansonsten droht Reduktion des Arbeitslosengeldes -- Gute Personalführung: Fairness, Kommunikation, Besuche, Kurse -- Tacheles über den Arbeitgeber - im Internetforum -- "Du" oder "Sie" -- regelmäßige Pausen wichtig -- Psychologie: Frauen und Männer verstehen sich im Beruf oft nicht - Frauen reagieren "durch die Blume" - Männer brauchen klare Anweisungen -- Überstunden, bis die Krise kommt - und dann Überstunden "abfeiern" -- Beispiel Lidl: Massnahmen für ein gutes Image: durch Verantwortung und Kunden-Mitwirkung -- Manager-Praktiken: Nur die sturen bleiben oben -- Nach dem Austritt aus der Firma: <Arbeitsrecht: Arbeitgeber muss Mitarbeiterdaten löschen> -- Chef-Sprüche in Deutschland -- Innere Emigration in der Firma bei 25% der Arbeitnehmer -- Pausen im Job sind so wichtig wie beim Sport -- Millionen Minijobberinnen droht Altersarmut -- Deutsches Arbeitsrecht: 10 Regeln -- Flirt und Liebe im Büro - wie man/frau das hinbekommt -- Gleichbehandlungsgesetz: 62 Jahre alter Mann kann wegen Entlassung klagen und gewinnt -- Österreich: Arbeitsplatz macht 10% der Angestellten krank --  Stundenlohn zu niedrig: Arbeitsloser darf nicht absagen -- Chef-Sprüche -- Bei Konflikten im Büro rasch handeln -- Pendler sind öfter psychisch krank als Leute, die am Wohnort arbeiten -- Angestellte wollen Vorgesetzte spüren --

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

zum Teil 1  

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30.1.2012: <Arbeitspsychologie: Die acht größten Fehler im Umgang mit dem Chef>

aus: Welt online; 30.1.2012;
http://www.welt.de/wirtschaft/karriere/tipps/article13841275/Die-acht-groessten-Fehler-im-Umgang-mit-dem-Chef.html

<Autor: Tobias Schormann

Chefs sind Alphatiere? Von wegen: Viele reagieren auf Kritik sofort allergisch. Mitarbeiter müssen daher höllisch aufpassen. Hier die größten Fettnäpfchen im Arbeitsalltag.

Ein bekannter Werbespot geht so: Ein Mitarbeiter geht gut gelaunt ins Chefzimmer und reißt einen Witz über eine Frau, die gerade das Büro verlässt. Sein Pech: Es war die Frau vom Chef. In so ein Fettnäpfchen zu treten, kann böse Folgen haben. Und wer es sich mit dem Boss verscherzt, hat schnell nur noch wenig zu lachen. Die gröbsten Fehler im Umgang mit dem Chef:

1. Lästern: Zugegeben, über den Chef lästert jeder mal. "Das ist nur menschlich", sagt die Karriereberaterin Claudia Enkelmann aus Königstein im Taunus. Dumm nur, wenn er dann gerade hinter einem steht. Das kann mächtig Ärger geben. Mitarbeiter dürfen sich also beim Tuscheln nicht erwischen lassen. Noch peinlicher: In einer E-Mail über den Vorgesetzten herziehen und dann erst merken, dass er auch im Verteiler ist. "Oder man postet auf Facebook, dass der Chef ein Depp ist, und er kann es mitlesen."

2. Bloßstellen: Der Chef hat keine Ahnung vom Thema? Muss er auch nicht. "Dem Chef muss man zugestehen, dass zehn Prozent von dem, was er macht, Mist ist", sagt Enkelmann. Um das auszubügeln, hat er ja seine Mitarbeiter. Die sollten sich aber besser nicht in großer Runde wie Schweinchen Schlau aufführen, warnt der Karriereberater Jürgen Hesse aus Berlin. Denn der Boss fühlt sich natürlich blamiert, wenn ein Besserwisser ihn vor versammelter Mannschaft als Trottel dastehen lässt. Ihn auflaufen zu lassen und bloßzustellen, ist daher keine gute Idee.

3. Kritisieren: Der Chef hat also immer recht? Selbst, wenn er den letzten Unsinn erzählt? Das nicht – Kritik muss aber richtig serviert werden. "Das ist wie bei bitterer Medizin: immer auf einem Stückchen Zucker", sagt Hesse. Statt einen Vorschlag vom Chef einfach abzubügeln, gehen Mitarbeiter besser erst einmal darauf ein, indem sie etwa sagen: "Ich kümmere mich darum und gebe Ihnen Bescheid."

Hinterher können sie dem Chef immer noch unter vier Augen erklären, warum der Vorschlag keine gute Idee ist. Und zur Not lässt sich das Ganze dann noch auf andere abschieben – etwa so: "Das ist eine interessante Idee, da wäre der Herr Müller am besten für geeignet."

4. Jammern: Weicheier mag kein Chef. Es kommt daher nie gut an, wenn Angestellte ihm mit ihren Problemen die Ohren vollheulen. "Der Chef will keine Mitarbeiter, die anstrengend sind", sagt Hesse. "Er will wissen: Was ist Ihre Lösung?" Es kann daher nach hinten losgehen, wenn Beschäftigte gestresst auf die Aktenberge auf ihrem Tisch zeigen und über die vielen Schwierigkeiten bei einem Projekt stöhnen.

Dabei wollen manche damit nur zeigen, wie viel sie leisten und wie wichtig sie sind. Auf den Vorgesetzten wirken sie dann aber schnell überfordert: "Er denkt dann: Der packt das nicht", erklärt Svenja Hofert, Karrierecoach aus Hamburg.

5. Warten lassen: Der Kunde ist König? Schön für ihn, aber der Chef ist immer noch der Chef im Haus. Wenn er Hilfe beim Erstellen einer wichtigen Präsentation braucht und PC-Probleme hat, ist das wichtiger als eine Kundenanfrage, sagt Enkelmann. "Dann sagt man also besser nicht: 'Kommen Sie damit mal, wenn ich hier mit meiner Arbeit fertig bin.'" Pflichtbewusste Mitarbeiter machen das leicht falsch und denken, dass es reicht, seine Arbeit gut zu machen. Sie sind dann die Dummen.

"Die alltägliche Aktenarbeit fällt nicht auf", erklärt Hofert. Dem Chef aus der Patsche zu helfen, mache dagegen schwer Eindruck. "Wenn man ihn stattdessen warten lässt, nimmt er es am Ende sogar persönlich und denkt sich: Jetzt geb' ich dem mal eine Gelegenheit, und der Kerl lässt mich im Stich", fügt Enkelmann hinzu.

6. Offen und ehrlich sein: Ehrlich währt am längsten? Mag sein, aber man muss dem Chef auch nicht alles gleich auf die Nase binden – zum Beispiel, dass man sich gerade anderswo bewirbt. "Das kann einem schnell auf die Füße fallen", sagt Hesse. Schließlich kann so eine Aussage leicht das Vertrauen in den Mitarbeiter erschüttern. Das Gleiche gilt umgekehrt aber auch für Unehrlichkeit – so ist es natürlich ein tödlicher Fauxpas, sich beim Blaumachen erwischen zu lassen. Die perfekte Steilvorlage dafür: "Ich melde mich krank und poste auf Facebook: 'Super, ich bin gerade beim Bummeln in der Stadt'", gibt Enkelmann ein Beispiel.

7. Zu seinen Schwächen stehen: Ähnlich schlau ist es, wenn Mitarbeiter offen ihre Unlust oder Unwissenheit zur Schau stellen. Erzählt die Sekretärin etwa freimütig, dass sie die Telefonanlage nicht versteht und die ganzen Kundenanrufe eh nerven, mag mancher Kollege verständnisvoll nicken. Der Vorgesetzte dürfte eher hellhörig werden, wenn diese Dinge nun mal zum Job der Sekretärin gehören. "Da muss ich als Chef drauf reagieren", erklärt Hesse. Schlimmstenfalls heißt das, dass er sich eine neue Sekretärin sucht.

8. Schleimen: Ja, der geborene Chef ist ein Narzisst und kann gar nicht genug Lob bekommen. Sagen Mitarbeiter so etwas wie "Ich bewundere das ja, wie Sie das vor dem Vorstand durchgeboxt haben", fühle sich mancher Abteilungsleiter daher tatsächlich geschmeichelt, erklärt Hofert. Versucht jemand aber ständig, dem Chef nach dem Mund zu reden, wirke das schnell aufgesetzt und unsicher.

"Es kommt immer besser an, wenn Mitarbeiter authentisch bleiben." Das heißt aber nicht, dass sie nicht ab und zu ihre Zunge hüten sollten. Hat die Chefin ein neues Parfüm, kommt es also nicht so gut, laut herauszuposaunen: "Puh, wo kommt denn diese Duftwolke her? Das riecht ja wie im Puff!">

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Welt online,
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Deutschland 8.2.2012: Nach einer Kündigung muss "zumutbare Arbeit" angenommen werden - ansonsten droht Reduktion des Arbeitslosengeldes

aus: Welt online: Zumutbare Arbeit ist zu erbringen; 8.2.2012;
http://ratgeber-recht.welt.de/zumutbare-arbeit-ist-zu-erbringen_023908.html

<Autor: Christian Günther, Juristische Redaktion anwalt.de

Bei Kündigungen kann es vorkommen, dass der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer mitteilt, er könne zu Hause bleiben. Das sollte einen nicht dazu verleiten, keine zumutbaren Arbeitsmöglichkeiten wahrzunehmen. Die Kündigung ist nicht automatisch wirksam. Steht nach erfolgreichem Vorgehen gegen sie mit der Kündigungsschutzklage fest, dass die Entlassung unwirksam war, dann ist der entgangene Lohn zu zahlen. Die böswillig unterlassene Erwerbsobliegenheit des Arbeitnehmers kann auf diesen Betrag aber angerechnet werden.

Arbeitgeber befindet sich in Annahmeverzug

Ein Hausmeister sollte fortan in der Wohnumfeldpflege tätig sein. Gegen diese Änderung seiner Arbeitsbedingungen mittels Kündigung klagte er. Bis zur gerichtlichen Bestätigung, dass die Versetzung unrechtmäßig war, verlangte der Arbeitgeber weiter seinen Einsatz in der Wohnumfeldpflege. Der Hausmeister verweigerte jedoch die Arbeit, solange ihm nicht seine angestammte hausmeisterliche Tätigkeit wieder ermöglicht werde. Für diese Zeit von Januar bis Juli 2009 verlangte er den entgangenen Lohn. Diese Forderung war grundsätzlich rechtmäßig, denn sein Arbeitgeber befand sich mit der Annahme seiner geschuldeten Arbeitsleistung als Hausmeister in Verzug.

Erwerbsobliegenheit gilt auch bei Versetzung

Die Richter des Bundesarbeitsgerichts (BAG) stellten allerdings fest, dass der Arbeitnehmer sich das anrechnen lassen müsse, was er bei seinem beklagten Arbeitgeber zu verdienen böswillig unterlassen habe. Insoweit habe nämlich keine unzumutbare Arbeit bestanden. Unzumutbarkeit könne sich aus der Person des Arbeitgebers, der Art der Arbeit und den sonstigen Arbeitsbedingungen ergeben. Nichtvertragsgemäße Arbeit sei aber nicht ohne Weiteres mit unzumutbarer Arbeit gleichzusetzen. Die Arbeit in der Wohnumfeldpflege sei dem Kläger grundsätzlich zumutbar gewesen. Sie habe weder seine Stellung unter den Mitarbeitern verschlechtert, noch bedinge der Anspruch auf eine bestimmte Beschäftigung die Unzumutbarkeit jeglicher von ihr abweichender Arbeiten. Das Kündigungsschutzgesetz stelle maßgebend auf die Obliegenheit ab, einen zumutbaren Zwischenverdienst zu erzielen, nicht aber, wie sich dieser im Kern gestalte. Etwas anderes hätte nur gegolten, wenn während eines unstreitig bestehenden Arbeitsvertrags vertragsfremde Arbeiten verlangt worden wären. Im Falle eines über das Arbeitsverhältnis geführten Rechtsstreits gelte das jedoch nicht. Obwohl der Kläger letztendlich erfolgreich gegen die Kündigung vorging, musste er sich für die komplette Zeit der Auseinandersetzung dasjenige auf den entgangenen Lohn anrechnen lassen, was er böswillig nicht erbracht hatte. Er ging somit leer aus.

(BAG, Urteil v. 17.11.2011, Az.: 5 AZR 564/10)

Christian Günther

Juristische Redaktion anwalt.de>

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Tagesanzeiger
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7.2.2012: Arbeitsverhältnis: Gute Personalführung: Fairness, Kommunikation, Besuche, Kurse

aus: Tagesanzeiger online: Die Mitarbeiter nennen mich Papa; 7.2.2012;
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Die-Mitarbeiter-nennen-mich-Papa/story/28332376

<Von Fabienne Klenger.

Warum gehen Menschen gerne zur Arbeit? Tagesanzeiger.ch/Newsnet hat bei zwei Unternehmen nachgefragt, die kürzlich für ihre Leistung in der Personalführung ausgezeichnet wurden.

Die Kosten stressbedingter Erkrankungen belaufen sich auf Milliardensummen, Tendenz stark steigend. Es lohnt sich also nicht zuletzt aus wirtschaftlicher Sicht, über den Faktor Arbeitszufriedenheit nachzudenken. Doch was macht es aus, dass man nicht schon am Montag den Freitag herbeisehnt?

Die Initianten der Ferieninitiative glauben an den stressreduzierenden Effekt von ausreichenden Pausen und Erholung, das klingt plausibel. Trotzdem ist es alles andere als sicher, dass die Initiative durchkommen wird. Gegner der Initiative wie Bundesrätin Simonetta Sommaruga führen beispielsweise ins Feld, mehr Ferien bedeute, dass bei der Rückkehr an den Arbeitsplatz die doppelte Menge an Arbeit auf dem Schreibtisch liege.

Auch ist nicht wirklich geklärt, wie viel Freizeit zu einer Verminderung der Stressproduktion führt. Untersuchungen zeigen beispielsweise, dass der Effekt von Ferien nach einem Zeitraum von rund zwei Wochen schon wieder verpufft.

«Nichts ist so wichtig wie der Chef»

Arbeitsmediziner und Burn-out-Experte Dieter Kissling sagt, die wichtigste Variable im Unternehmen sei der Chef. «Das Allerwichtigste ist gute Führung – dass ein Chef seinen Mitarbeitern Wertschätzung zeigt, dass er sie fördert, sie bei ihrer Entwicklung unterstützt.»

Auch gut organisierte Arbeitsabläufe seien von Bedeutung, und die Umgebung. «Aber nichts ist so wichtig wie ein Chef mit einer menschenachtenden Grundhaltung.»

«Man gab mir eine Chance, trotz Problemen»

Das IT-Unternehmen Oniko wurde diese Woche vom Rating-Portal Kununu zum beliebtesten Arbeitgeber gekürt, 42 Mitarbeiter gaben ihre Bewertung ab und beurteilten die Firma mehrheitlich positiv.

Das Auffällige daran: Die Kommentare im Rating stützen die These von Kissling. Die meisten führen bei ihrer Bewertung die soziale Kultur des Unternehmens an. «Die Firma geht gut mit den Angestellten um, man fühlt sich ernst genommen», schreibt beispielsweise einer. «Die Firma hat mir eine Chance gegeben, trotz gesundheitlicher Probleme», steht in einer anderen Bewertung.

Auch der Chef glaubt, dass die Firmenphilosophie entscheidend sei: Fairness und Kommunikation sind gross geschrieben. Die Angestellten sollen wissen, dass sie auch bei Schwierigkeiten eine zweite Chance erhalten, sagt Eric Youssoufian auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet. Die Vorgesetzten des Personalverleihers im Bereich IT besuchen ihre Angestellten regelmässig vor Ort.

Bei Problemen könne man jederzeit mit ihm sprechen: «Die Tür zu meinem Büro ist immer offen.» Youssoufian sagt, er führe das Unternehmen wie ein Patron, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: «Die meisten Mitarbeiter sagen Papa zu mir.» Neben der familiären Atmosphäre scheinen allerdings auch die harten Fakten zu stimmen. Youssoufian gibt an, dass die Firma bei Löhnen und Ferien über dem GAV liege.

Knigge-Kurs und soziale Arbeit

Eine ähnliche Strategie fährt die Gebäudetechnikfirma Hunziker und Partner, welche letzte Woche den Nachhaltigkeitspreis der Zürcher Kantonalbank für KMU erhielt. Werte zu leben, sei ihm wichtig, sagt Firmenchef Christian Hunziker.

Er legt seinen Schwerpunkt auf die firmeninterne Weiterbildung: In einem ausgeklügelten Schulungssystem erhalten die Angestellten bei der Firma 50 bis 70 Stunden Fortbildung pro Jahr. Sie bekommen dabei nicht nur technisches Wissen vermittelt, bei einem Kurs kann es auch mal darum gehen, wie man sich bei einem formellen Essen richtig verhält.

Auch Hunziker sagt auf Anfrage, dass man bei den Löhnen über dem Durchschnitt liege. Um seinen Mitarbeitern etwas zu bieten, will er jedoch auch ungewöhnliche Wege gehen. Seine Idee: Ab nächstem Jahr sollen seine Angestellten die Möglichkeit erhalten, an bestimmten Tagen soziale Freiwilligenarbeit zu leisten. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)>

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Welt online,
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7.2.2012: Tacheles über den Arbeitgeber - im Internetforum

aus: Welt online: Internet-Meinungsforen: Mitarbeiter reden online Tacheles über Arbeitgeber; 7.2.2012;
http://www.welt.de/wirtschaft/karriere/junge-profis/article13852795/Mitarbeiter-reden-online-Tacheles-ueber-Arbeitgeber.html

<Autor: Constantin Gillies

Diverse Plattformen sammeln Erfahrungsberichte von Beschäftigten. So können nicht nur Bewerber potenzielle Arbeitgeber durchleuchten. Der Trend zur Transparenz wächst.

Was für ein Traumjob! "Es erwarten Sie ein positives Arbeitsumfeld, eine abwechslungsreiche Tätigkeit und attraktive Karrieremöglichkeiten."

Warum denn gleich in die Tastatur beißen? Seine Meinung über den Arbeitgeber kann man auch im Internet kundtun

So steht es zumindest in der Stellenanzeige des Unternehmens. Doch wer den Namen der Firma in eine Internet-Suchmaschine eingibt, liest ganz andere Dinge. Hässliche Dinge. In den Großraumbüros des Betriebs sei es "so laut wie auf dem Bahnhof", schreibt etwa ein Mitarbeiter auf der Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu. Ein anderer warnt, dass Mobbing an der Tagesordnung sei und die Arbeit eintönig. Und wie steht es um die versprochenen Karrieremöglichkeiten? "Gibt es nur mit Vitamin B", lästert ein ehemaliger Mitarbeiter. Sein Fazit: "Bin froh, dass ich da weg bin!"

Dieser Fall eines Callcenter-Betreibers zeigt: Schlechte Arbeitsbedingungen lassen sich nicht mehr so leicht vertuschen. Dank Web 2.0 kann heute jeder Jobsuchende das Innenleben eines Betriebs genau studieren, bevor er sich bewirbt. Möglich machen das zum Beispiel Bewertungsplattformen wie Kununu. Dort reden Angestellte über ihren Arbeitgeber Tacheles – und zwar anonym.

129.000 Bewertungen zu 44.000 Unternehmen aus Deutschland sind derzeit abrufbar. Andere Arbeitgeberbewertungsportale heißen Jobvoting, MeinPraktikum, Bizzwatch oder Kelzen. Auf diesen Seiten werden Firmen benotet wie anderswo Bücher oder DVDs: Fünf Sterne – top, keine Sterne – Flop. So erhalten Jobsuchende mit ein paar Klicks Antwort auf die alte Frage, wie es ist, für ein bestimmtes Unternehmen zu arbeiten.

Bewerber schätzen die neue Transparenz natürlich. "Die verbreitete Einstellung ist: Ich will alle Informationen – und zwar sofort", beobachtet Constanze Buchheim, Gründerin der Berliner Personalagentur i-potentials. Sie hilft jungen Internetfirmen dabei, offene Stellen zu besetzen und spürt schon, wie sich der Wind auf dem Arbeitsmarkt dreht. "Kandidaten sind zunehmend in der Situation, sich den Arbeitgeber aussuchen zu können", sagt Buchheim. Und wer am längeren Hebel sitze, könne es sich nun mal leisten, wählerisch zu sein.

Offensiver Umgang erfordert Mut

Deshalb überrascht es Personalexperten nicht, dass die Bewerteritis auch den Arbeitsmarkt erreicht. "Jeder vertraut einer persönlichen Einschätzung mehr, als einem offiziellen Statement", sagt Robindro Ullah, Experte für Social Media bei der Deutschen Bahn in Berlin. Das gelte für Produktrezensionen bei Amazon ebenso wie für Arbeitgeberbewertungen auf Plattformen wie Kununu.

Zu den wenigen Firmen, die offensiv mit Netzbewertungen umgehen, gehört die Otto Group. Das Hamburger Unternehmen präsentiert sich sogar mit Logo auf der Startseite von Kununu. "Über uns wird ohnehin online gesprochen, so können wir leichter mitreden", sagt Sonja Königsberg, Leiterin des Personalmarketing.

Der Konzern lässt die Beurteilung durch die Online-Gemeinde nicht nur über sich ergehen, er fördert sie sogar: Kandidaten, die zum Bewerbungsgespräch nach Hamburg eingeladen werden, ermuntert das Unternehmen dazu, eine Bewertung bei Kununu zu schreiben. Mitarbeiter, Auszubildende und Praktikanten werden ebenfalls auf die Abstimm-Möglichkeit im Internet hingewiesen.

Derzeit kommt Otto gut weg: Der Versandhändler erhält bei Kununu im Schnitt 3,8 von 5 möglichen Punkten. Natürlich gibt es nicht nur Lob. Mehrere Ehemalige mokieren sich über "veraltete Strukturen". Personalmanagerin Königsberg nimmt es gelassen: "Das bleibt bei einem über 60 Jahre alten Unternehmen manchmal nicht aus – aber an dem Thema sind wir dran." Grundsätzlich nehme man jede Kritik ernst. Königsberg erwartet, dass Bewertungsplattformen künftig noch stärker genutzt werden. "Das Thema hat gerade erst an Fahrt gewonnen."

So gut kommen allerdings nicht alle Firmen damit klar, von ihren Mitarbeitern an den virtuellen Pranger gestellt zu werden. Bei Kununu melden sich jeden Tag zwei bis drei Betriebe, die eine Bewertung löschen lassen wollen, berichtet Tamara Frast, Sprecherin der Plattform. Meist haben die Beschwerden jedoch keine Aussicht auf Erfolg.

Wüste Beschimpfungen werden gelöscht

"Wir verweisen dann auf die Möglichkeit, Feedback zu hinterlassen oder einen internen Bewertungsaufruf zu starten." Nur Beiträge, in denen wüste Schimpfwörter fallen oder Vorgesetzte namentlich genannt werden, löscht Kununu. Gegen schlechte Bewertungen juristisch vorzugehen, ist ebenfalls schwierig – schließlich gilt auch im Netz das Recht auf freie Meinungsäußerung – auch wenn die Kommentare anonym verfasst werden. Außerdem haben Bewertungsportale wasserdichte Geschäftsbedingungen.

Die Stimmen im Netz würden aber auch sonst nicht verstummen. Denn neben Seiten wie Kununu gibt es auch andere Möglichkeiten, an Informationen über potenzielle Arbeitgeber zu kommen. Viele potenzielle Bewerber nutzen mittlerweile auch ihre Netzwerke bei Facebook oder Twitter, um Mitarbeiter einer Firma zu finden, die bereit sind, Klartext zu reden.

Auch kann es sich lohnen, die Wortmeldungen auf den offiziellen Facebook-Seiten der Betriebe zu lesen. Hier offenbart sich ebenfalls schnell, wie es um die Unternehmenskultur steht. Manche Jobinteressenten hinterlassen sogar vorab anonym kritische Kommentare auf der offiziellen Facebook-Seite und warten ab, wie das Unternehmen reagiert.

Die Firmen haben kaum eine Chance

Den Firmen bleibt also nichts anderes übrig, als mitzuspielen. Und im Mitmach-Netz gilt: Das einzige Mittel gegen Kritik sind positive Bewertungen. Konzerne wie Otto animieren ihre Mitarbeiter deshalb, ihre Eindrücke bei Kununu zu schildern. Sie hoffen so, das klassische Leserbriefproblem – nur Unzufriedene melden sich – in den Griff zu bekommen.

Experten halten diese Strategie zwar für legitim, warnen jedoch davor, Druck auf Mitarbeiter auszuüben. Häufen sich nämlich Top-Bewertungen, steht die Firma am Ende als Blender da – das Negativimage verstärkt sich noch. "Es darf unter keinen Umständen eine Richtung vorgegeben werden", resümiert Personaler Robindro Ullah von der Deutschen Bahn.

Aufzuhalten ist der Trend zu mehr Transparenz jedenfalls nicht. In Zukunft wird im Netz frank und frei über jeden Arbeitgeber gesprochen, kein Unternehmen wird das verhindern können. Die Klugen werden versuchen, mitzureden. "Man muss die Info-Zurückhaltung beenden", sagt auch Personalexpertin Constanze Buchheim. Sie kann sich vorstellen, dass in Zukunft unter einer Stellenanzeige zusätzlich die Twitter-Namen einiger Mitarbeiter stehen, die in der jeweiligen Abteilung arbeiten. Zu ihnen könnte der Jobsuchende vorab Kontakt aufnehmen – um herauszufinden, wie es sich dort arbeitet.>

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Financial
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11.2.2012: <Arbeitsalltag: Im Job lieber "Du" oder "Sie"?>

aus: Financial Times Deutschland online; 11.2.2012;
http://www.ftd.de/karriere-management/karriere/:arbeitsalltag-im-job-lieber-du-oder-sie/60165410.html

<In den Niederlanden duzen sich alle, in den englischsprachigen Ländern gibt es nur "you". Und in Deutschland? Bisher überwiegt im Berufsalltag die Anrede mit Sie, aber viele finden das doof und hätten es gern weniger steif.

von Sabine Meinert 


Eigentlich klingt es höflicher, wenn man sich unter Kollegen mit Sie anspricht. Aber eben auch distanzierter und weniger vertraut. Und deshalb steht das Duzen in beruflichen Teams inzwischen auf dem Prüfstand. Eine Umfrage der Jobbörse Stellenanzeigen.de unter mehr als 1000 ihrer Nutzer ergab jetzt: Mehr als jeder fünfte Angestellte hält heute das "Du" als Anredeform für angemessener.
Damit zeichnet sich ab, dass das "Sie" künftig nicht mehr als allein gültige Variante gelten wird. Grund dafür ist vor allem die wirtschaftliche Globalisierung und der starke Einfluss des Englischen, so die Studienautoren. Außerdem lockern sich derzeit durch die verstärkte Nutzung von Social Media die Kommunikationsformen. Und die Berufsanfänger - die sogenannte Generation Y - nimmt es längst etwas lässiger mit den Umgangsformen, auch im Job.

Immer und überall?

Der Umgangston ändert sich also mit den neuen Berufseinsteigern. Kein Problem, solange das Gegenüber das nicht als aufdringlich oder unangemessen empfindet. Einzig bei Bewerbungen sollten Kandidaten stets bei der Höflichkeitsform bleiben, raten Experten, auch wenn branchenintern das Duzen inzwischen gang und gäbe ist, wie zum Beispiel in Werbeagenturen, in den Medien oder in der Onlinespiele-Branche.

Immerhin will die große Mehrheit (rund 61 Prozent) der Umfrage-Teilnehmer es vom Einzelfall abhängig machen, ob Kollegen mit kumpeligem Du oder respektvollem Sie angesprochen werden. 15 Prozent der Befragten wünschen sich den Job dagegen als duzfreien Raum.


"Du" oder "Sie" im Beruf?
Ich finde das "Sie" heute sehr steif. Das "Du" wäre auch im Büro angemessener. 23,8 Prozent
Der Job sollte generell ein "duzfreier" Raum sein. Ich finde diese Distanzlosigkeit unprofessionell. 15 Prozent
Die Frage nach "Du" oder "Sie" hängt bei mir vom Einzelfall ab. 61,2 Prozent


Wenn junge und ältere Mitarbeiter zusammenarbeiten sollen, prallen aber gerade auch in dieser Frage Welten aufeinander. Denn die Erfahrungswerte und Denkweisen der verschiedenen Generationen sind mehr als unterschiedlich, ebenso Arbeitseinstellung und -moral. Und diese Unterschiedlichkeit spaltet häufig das Team - auch sprachlich.>

Erfolg im Beruf
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n-tv
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15.2.2012: <Beruf: Bei Stress im Job regelmäßig Pausen machen>

aus: n-tv online; 15.2.2012;
http://www.n-tv.de/ticker/Beruf/Bei-Stress-im-Job-regelmaessig-Pausen-machen-article5505241.html

<Hannover (dpa/tmn) - Haben Berufstätige viel Stress im Job, sollten sie darauf achten, regelmäßig Pausen zu machen. «Denn nur wer immer wieder die eigenen Akkus auflädt, kann auf Dauer Höchstleistungen bei der Arbeit erbringen», sagt der Karriereberater Sebastian Mauritz

Der Karrierecoach empfiehlt, pro Tag mindestens zwei längere Pausen von circa einer Stunde einzulegen. Die erste Pause mache man am besten zur Mittagszeit. Bei langen Arbeitszeiten biete sich für die zweite der frühe Abend an, zum Beispiel die Zeit zwischen 18.00 bis 20.00 Uhr. «Denn zu diesen Zeiten haben die meisten Menschen einen Tiefpunkt», sagte Mauritz auf der auf der Bildungsmesse Didacta in Hannover (14. bis 18. Februar).

Nach Möglichkeit sollten Arbeitnehmer diese beiden Pausen dazu nutzen, sich kurz hinzulegen und zu schlafen. «So laden die eigenen Akkus am schnellsten wieder auf», sagte Mauritz. Ist das nicht möglich, weil es etwa bei der Arbeit keinen Ruheraum gibt, reiche oft schon, einfach am Schreibtisch für eine Weile die Augen zu schließen. «Auch das entspannt schon ungemein, weil es viel Energie kostet, dauernd Reize über die Augen aufzunehmen.»

Allerdings sollten Arbeitnehmer nie länger als 20 Minuten schlafen. Denn sonst komme der Körper in eine Tiefschlafphase und der Arbeitnehmer sei nach dem kurzen Nickerchen noch müder als zuvor.

Damit Berufstätige viel von den Pausen haben, ist es am besten, sie möglichst regelmäßig und zu den gleichen Zeiten zu machen. «Das ist genauso wie beim Sport: Die Pausen bringen erst richtig viel, wenn man sie regelmäßig macht», sagt Mauritz. Er empfiehlt, am Anfang eine Art Pausentagebuch zu führen. Darin sollte man eintragen, wann man wie lange Pause gemacht hat. Die meisten Berufstätigen seien erstaunt, wie viel effektiver sie im Job sind, wenn sie bewusst zwei längere Pausen in ihren Alltag einbauen.

Schließlich sollten Arbeitnehmer darauf achten, Pausen nicht erst dann zu machen, wenn sie müde sind. «Dann ist es meist schon zu spät», sagt Mauritz. Besser sei es, in die Pause zu gehen, wenn man sich noch fit fühle. «Das kann man etwa vergleichen mit dem Gefühl, Durst zu haben. Im besten Fall trinkt man soviel, dass man nie Durst hat. Denn wenn das Gefühl von Durst entsteht, ist das eigentlich eine Warnung vom Körper, dass man zu wenig getrunken hat.»

Quelle: n-tv.de / dpa>


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Welt
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20.2.2012: <Psychologie: Frauen und Männer verstehen sich im Beruf oft nicht> - Frauen reagieren "durch die Blume" - Männer brauchen klare Anweisungen

aus: Welt online;
http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article13877497/Frauen-und-Maenner-verstehen-sich-im-Beruf-oft-nicht.html

<Autor: Berit Waschatz

Babylon im Büro: Frauen und Männer kommunizieren anders. Im Berufsalltag führt dies oft zu Konflikten. Die Sprache des jeweils anderen kann man aber lernen.

„Der Toner müsste mal gewechselt werden“ - auf so einen Satz reagieren Männer und Frauen im Büro ganz verschieden. Die Kolleginnen springen fast zeitgleich auf und rennen zum Kopierer. Die Kollegen bleiben sitzen. Der ein oder andere denkt sich vielleicht noch „Ja, stimmt“, das war es aber auch.

"Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus" - dieser Spruch des US-Autors John Gray trifft auch auf den Büroalltag zu. Denn oft genug verstehen Männer und Frauen sich im Beruf nicht

Wer kennt solche Szenen nicht? Die Verständigung zwischen männlichen und weiblichen Kollegen im Büro hakt häufig. Der Grund: Eine solche Aufforderung komme bei Männern einfach nicht an, sagt Kommunikationstrainerin Cornelia Topf aus Augsburg. Das sei auch kein böser Wille. „Aber Männer brauchen klare Anweisungen.“

Zu viel Höflichkeit im Umgang mit Männern

Ein ähnlicher Fall: Eine Mitarbeiterin fragt ihren Kollegen: „Sollten wir nicht mal wieder ein Meeting einberufen?“ Die Reaktion ihres männlichen Kollegen bleibt aus. „Eine Frau will eigentlich nur höflich sein“, erklärt Topf dieses Verhalten. Sie will niemandem einen Termin vorschreiben. Doch im Umgang mit Männern ist genau das der Fehler. Sie hätte ihrem Kollegen konkret sagen sollen, dass nächste Woche Mittwoch um 14.00 Uhr ein Treffen stattfindet.

Das Problem: Frauen drücken sich indirekt aus, benutzen häufig den Konjunktiv. Damit wollen sie Nähe und ein gutes Arbeitsklima erzeugen. „Aber auf Männer wirkt das unsicher und unterwürfig.“ Frauen denken und sprechen zudem eher beziehungsorientiert, Männer eher sach- und lösungsorientiert.

„Deswegen wird ein Mann schnell ungeduldig, wenn eine Frau etwas erklärt, weil er nach dem Problem sucht“, erklärt Führungskräftetrainer Roland Kopp-Wichmann aus Heidelberg. Oft sei aber keines da. Die Frau will sich nur mitteilen oder ihre Gefühle schildern. „Das leuchtet einem Mann nicht ein.“

Frauen seien meist nach den Spielregeln der non-hierarchischen Kommunikation sozialisiert worden, Männer nach denen der hierarchischen, sagt Karrieretrainerin Marion Knaths aus Hamburg. Ein Beispiel aus einer x-beliebigen Konferenz: Frauen sprechen ihren Vorschlag laut in die Runde, adressieren dabei jeden.

Nicht mehr als ein Rauschen in den Ohren des Chefs

„Aber in der hierarchischen Kommunikation ist das ein großer Fehler.“ Wenn eine rangniedere Person in die Runde spreche, sei das nicht mehr als ein Rauschen in den Ohren des Chefs. So kann es dann auch passieren, dass ein männlicher Kollege den gleichen Vorschlag wie zuvor eine Frau macht, aber direkt den Ranghöchsten anspricht - und gehört wird.

Ohnehin ist es für Frauen oft schwieriger, sich in einer größeren Runde Gehör zu verschaffen. „Viele Frauen kommen kaum zu Wort, weil sie immer alle ausreden lassen“, erklärt Knaths. Männer hingegen unterbrechen häufig. „In der hierarchischen Kommunikation sind Unterbrechungen etwas komplett Normales.“

Ihr Tipp: Wenn der Chef von einem Redner genervt ist, ist dies ein idealer Zeitpunkt, den Redner zu unterbrechen. Der Blickkontakt mit der Nummer eins am Tisch zeigt dann auch, ob man weitersprechen darf oder nicht. Mit einer solchen Unterbrechung positioniert man sich in einer Konferenz.

In Konferenzen können aber auch Männer etwas von Frauen lernen. „In vielen Situationen ist es auch gut, mal zuzuhören“, sagt Knaths. Das sei eine weibliche Kernkompetenz, die bei vielen männlichen Managern nicht sehr ausgeprägt sei. Außerdem stellen Frauen häufiger Fragen, um so viele Informationen wie möglich zu erhalten.

Männer sehen dies als Schwäche an

Doch Fragen stellen müsse kein Fehler sein, sondern sei mutig, sagt Kommunikationsexpertin Claudia Enkelmann aus Königstein im Taunus. Man sei dadurch präsent und lasse sich auf den Gesprächspartner ein.

Ein unterschiedliches Kommunikationsverhalten legen Frauen und Männer auch bei der Annahme von Lob an den Tag. „Männer können selbstbewusster etwas annehmen“, erklärt Topf. Werden sie für ihre Arbeit gelobt, strecken sie die Brust heraus und denken vollkommen selbstverständlich: „Ja klar, habe ich gut gemacht.“

Frauen hingegen lehnen Lob in der Regel stärker ab als Männer. „Die meisten Frauen werten das ab“, sagt Enkelmann. Männer reden darüber, was sie geleistet haben. Frauen hingegen arbeiten fleißig und warten ab, dass ihre Leistung entdeckt wird. „Frauen müssen lernen, über ihre Erfolge zu sprechen.“

Auch mit Kritik gehen Frauen anders um

„Männer haben ein dickeres Fell“, sagt Topf. Sie gehen realistischer mit Kritik um. Frauen hingegen trennen die Sach- und Beziehungsebene nicht voneinander. Doch an dieser Stelle müssen sich Frauen ins Gedächtnis rufen, dass Männer einen anderen Sprachgebrauch haben. Sie sagen meist direkt, was sie denken.

„Frauen empfinden das als emotionale Kälte“, sagt Topf. Ein Beispiel: Der Chef kommt ins Büro, ohne „Guten Morgen“ zu sagen. Frauen zermartern sich daraufhin den ganzen Tag den Kopf, was sie falsch gemacht haben könnten. Doch vermutlich war der Mann einfach nur so beschäftigt, dass er jede Höflichkeit vergessen hat. „Frauen sollten nicht alles persönlich nehmen“, sagt Enkelmann.

Die Kommunikations- und Karriereexperten sind sich einig: Die häufigen Missverständnisse zwischen Männern und Frauen im Büro müssen nicht sein. Zuerst müssten beide Geschlechter erkennen, dass Männer und Frauen eine unterschiedliche Sprache haben. Und dann gilt: „Ich kann die Techniken und Regeln des jeweils anderen Kommunikationssystems erlernen“, sagt Knaths.

Das hilft auch bei der Karriere. „Wenn ich als Frau aufsteigen will, muss ich lernen, zu führen“, sagt Enkelmann. Dazu gehört dann auch, von Männern zu lernen und Anweisungen nicht als Bitte zu formulieren.>


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21.2.2012: Überstunden aufschreiben, bis die Krise kommt - und dann überstunden "abfeiern"

aus: n-tv online: Jeder Zweite hat einsArbeitszeitkonten im Kommen; 21.2.2012;
http://www.n-tv.de/ratgeber/Arbeitszeitkonten-im-Kommen-article5557206.html

<Mehr arbeiten während des Booms, Überstunden abfeiern bei Auftragsflauten - dieses Prinzip setzt sich nach Erkenntnissen von Arbeitsmarktforschern in immer mehr Betrieben durch.

Arbeitszeiterfassung per Stechuhr - Arbeitszeitkonten haben in der Krise Konjunktur.

Jeder zweite Beschäftigte in Deutschland hat ein sogenanntes Arbeitszeitkonto. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervor. Vor 20 Jahren habe das erst für 25 Prozent der westdeutschen Arbeiter und Angestellten gegolten und sogar nur für vier Prozent der Ostdeutschen Beschäftigten. Heute seien die Ost-West-Unterschiede verschwunden.

Nach Einschätzung der IAB-Arbeitsmarktforscherin Ines Zapf profitieren von Arbeitszeitkonten sowohl die Beschäftigten als auch die Betriebe. Die Beschäftigten gewännen durch Arbeitszeitkonten an Flexibilität und könnten so leichter Familie und Beruf vereinbaren. Betriebe wiederum würden mit diesem Instrument in die Lage versetzt, Auftragsspitzen ohne bezahlte Überstunden abzufeiern - eine Praxis, die in vielen deutschen Betrieben die Folgen der jüngsten Finanz- und Wirtschaftskrise abgefedert hatte.

Dagegen ist nach Erkenntnissen der Arbeitsmarktforscherin die Zahl der bezahlten Überstunden in den letzten Jahrzehnten daher deutlich zurückgegangen. Während im Jahr 1991 noch jeder Beschäftigte im Durchschnitt 1,2 bezahlte Überstunden pro Woche geleistet habe, sei dieser Wert mittlerweile auf weniger als eine Stunde pro Woche gesunken. In der Wirtschaftskrise sei der Wert im Jahr 2009 sogar auf 0,7 Überstunden pro Woche und Beschäftigter abgerutscht. Keine zuverlässigen Angaben lägen hingegen über unbezahlte Überstunden vor.

dpa>

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21.2.2012: Beispiel Lidl: Massnahmen für ein gutes Image: durch Verantwortung und Kunden-Mitwirkung

aus: Financial Times Deutschland online: Der Wert der Marken: Lidls wundersamer Imagewandel; 21.2.2012;
http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:der-wert-der-marken-lidls-wundersamer-imagewandel/60171864.html

<Früher wurde der Discounter als unfairer Arbeitgeber gebrandmarkt oder als Aldi-Kopie verspottet. Zuletzt aber gewann Lidls Markenwert deutlich hinzu. Die Experten von Interbrand benennen in ihrer jährlichen Untersuchung Auf- und Absteiger und nennen Erfolgsfaktoren.

von Henning Hinze

Lange war Effizienz alles. Wer im Handel, zumal im deutschen, trotz der winzigen Margen Geld verdienen wollte, musste vor allem seine Prozesse im Griff haben. Geringe Kapitalbindung durch geschrumpfte Sortimente, supereffiziente Logistik und ein geringer Lohnkostenanteil - das waren die Stellschrauben, an denen die ganz großen Handelslegenden der vergangenen Jahrzehnte drehten. Die Kunden kamen, solange der Preis stimmte.

"Inzwischen ist alles im Fluss. Unsicherheit ist für Händler normal geworden", urteilt nun nach mehreren Jahren Konsumkrise, Onlinehandel und sozialen Netzwerken im Internet der amerikanische Marktberater Interbrand: "Reaktionsgeschwindigkeit ist deshalb inzwischen wichtiger als Effizienz."

Einmal jährlich erstellt die Firma eine Studie zum Markenwert vieler weltweit wichtiger Handelsunternehmen. In diesem Jahr zeigen sich zwei durchschlagende Trends: der Aufstieg der großen Onlinehändler, die den Umgang mit dem Internet beherrschen. Das gilt vor allem für die USA. Und der Aufstieg der Firmen, die eher als serviceorientiert und verantwortungsbewusst gelten. Das gilt für Deutschland.

Zwar sind hierzulande nach wie vor die Discounter ganz vorn: Aldi ist der wertvollste Name in der deutschen Handelslandschaft, Lidl ist auf Platz drei. Doch die Dynamik deutet in eine Richtung: Aldi setzte bisher allein auf den Preis und verliert deutlich an Wert. Edekas Discounter Netto, Deutschlands neuer Marktführer in Debatten um Mitarbeiterausbeutung, büßt ebenso ein. Lidl dagegen ist größter Aufsteiger unter den wertvollsten zehn: Vor zehn Jahren noch als schlechte Aldi-Kopie verrufen, profitiert die Firma nun von ihren Bemühungen um einen besseren Ruf als Arbeitgeber und die ständige Weiterentwicklung der Läden.

Ähnlich ist der Trend bei Drogerien und Lebensmittelhändlern: Schleckers Markenwert bricht ein, obwohl die Insolvenz noch nicht einmal berücksichtigt ist. Die Drogeriekette DM gewinnt dagegen stark an Wert. Edeka, auf Liebe zu Lebensmitteln beschränkt, gewinnt zwar, doch Konkurrent Rewe mit seinem darüber hinausgehenden halbwegs glaubwürdigen Engagement für Nachhaltigkeit gewinnt 50 Prozent stärker.

Kundenpflge außerhalb des Ladens

Weltweit legen die Marken am stärksten zu, die sich länger um die Kunden bemühen als nur vom Eingang bis zur Kasse. "Durch Social-Media-Seiten und Bewertungs-Portale beschäftigen sich die Kunden nach dem Kauf länger mit dem Produkt", glauben die Interbrand-Forscher. Hier gehe es also um Kanäle, die die Firmen nicht mehr mit ihren alten Methoden beeinflussen können.

Auffällig ist in dem Zusammenhang: Größter Gewinne überhaupt sind die Unternehmen, die in der digitalen Welt groß geworden sind. Amazon  steigerte seinen Markenwert binnen eines Jahres um ein Drittel, Ebay  schafft es erstmals unter die wertvollsten zehn in der Rangliste der US-Unternehmen.

Ebay profitierte den Marktberatern zufolge nicht zuletzt davon, dass die Firma sich von ihrem Ursprung als Auktionshaus entfernt und dort inzwischen mehr als die Hälfte der Verkäufe zum Festpreis erfolgen, oft abgerechnet über Ebays Bezahlsystem Paypal, ebenfalls eine nicht ganz neue Erweiterung des Geschäftsfeldes.

Allen anderen, all denen, die mit dem Umbrüchen der digitalen Welt hadern, empfiehlt Interbrand dagegen einen Rückzug in Klausur. "Marken können wieder Bedeutung gewinnen, indem sie sich auf ihre Ursprünge besinnen und sie ins Jetzt übertragen. So können sie aus etwas Banalem etwas Bedeutsames machen.">


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1.3.2012: Manager-Praktiken: Nur die sturen bleiben oben

aus: Financial Times Deutschland online: Wirtschaftsbücher: Nur die Sturen bleiben oben; 1.3.2012;
http://www.ftd.de/karriere-management/management/:wirtschaftsbuecher-nur-die-sturen-bleiben-oben/60168678.html

<Der Bestsellerautor Jim Collins geht der Frage nach, was Unternehmen dauerhaft erfolgreich macht. In seinem Buch "Oben bleiben. Immer." erklärt er wieso der Mut, Chancen auszulassen, so wichtig ist.

von Claus G. Schmalholz

Ein Guru ist im Hinduismus ein spiritueller Lehrer, dem seine Schüler bereitwillig auf dem Weg zur Erlösung folgen. In der Wirtschaftsliteratur wird dieser Titel allzu vielen Autoren zugeschrieben, die es geschafft ­haben, ein erfolgreiches Buch zu schreiben. Mancher Manager, der nach Erleuchtung sucht, verliert da leicht den Überblick. Einer, der sicher in die illustre Riege der sogenannten Vordenker gehört, ist Jim Collins.

Mit seinem Bestseller "Der Weg zu den Besten" gelang es ihm und seinem Forschungsteam vor zehn Jahren, in einer aufwendigen Studie jene Faktoren zu identifizieren, die den Aufstieg eines Unternehmens zum Spitzen­unternehmen antreiben. Collins ist eben kein Schwafler, der seine Meinung kundtut, sondern mehr ein Wissenschaftler, der seine ­Ergebnisse erläutert.

Nun legt Collins eine neue Untersuchung vor, die sich erneut der Frage widmet, was die besten Unternehmen von den zweitbesten unterscheidet. Eine plumpe Kopie also, weil sich das vorige Buch so schön verkauft hat? Derlei Befürchtungen sind angebracht, aber unbegründet. Zwar zitiert sich Collins oftmals selbst, macht aber dennoch klar, was die Untersuchung auszeichnet, auf der dieses Buch basiert.

Er schaute sich die Entwicklung ausgewählter Unternehmen über mehrere Jahrzehnte hinweg an, verglich sie mit den besten aus ihrer Branche und analysierte die Erfolgspfade. Das Ergebnis: Topunternehmen wie die US-Airline Southwest , Apple  und Chiphersteller Intel  fokussieren sich auf ihre Stärken und gehen stur ihren Weg - in stetigen Etappen, die ein gesundes Wachstum ermöglichen und ihnen genug Energiereserven verschaffen, wenn's mal abwärtsgeht.

Dramaturgisch geschickt, wenn auch nicht immer plausibel, verknüpft Collins seine Analyse mit dem Südpol-Wettlauf der ­Polarforscher Roald Amundsen und Robert Scott. Während Amundsen auch bei Sturm stoisch weitermarschierte, verkroch sich Scott im Zelt und wartete auf besseres Wetter. Amundsen hisste als Erster die Flagge, Scott starb im ewigen Eis.>

Welt
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16.3.2012: Nach dem Austritt aus der Firma: <Arbeitsrecht: Arbeitgeber muss Mitarbeiterdaten löschen>

aus: Welt online:
http://ratgeber-recht.welt.de/arbeitgeber-muss-mitarbeiterdaten-loeschen_024866.html

<Autor: Pia Löffler, Juristische Redaktion anwalt.de

Werden Daten eines Mitarbeiters auf Webseiten des Arbeitgebers nicht gelöscht, nachdem dieser aus dem Unternehmen ausgeschieden ist, verletzt das das Persönlichkeitsrecht des Mitarbeiters.

Löscht ein Arbeitgeber Daten und Fotos eines Arbeitnehmers nicht von seiner Website oder aus einem Unternehmensblog, wenn der Arbeitnehmer aus dem Unternehmen ausgeschieden ist, kann der Arbeitnehmer die Löschung dieser Daten vom Arbeitgeber verlangen.

Die Mitarbeiterin hatte als Rechtsanwältin in einer Anwaltssozietät gearbeitet und der Erstellung eines Online-Profils zugestimmt. Dieses Profil wurde auf der Website und im News-Blog der Sozietät verwendet. Zwar wurde nach ihrem Ausscheiden ihr Profil auf ihr Verlangen hin auf der Website des ehemaligen Arbeitgebers gelöscht, nicht aber aus dem News-Blog der Sozietät.

Verletzung des Persönlichkeitsrechts

Da die Mitarbeiterin hiermit nicht einverstanden war, verlangte sie gerichtlich die Löschung der Daten und war damit erfolgreich. Das Hessische Landesarbeitsgericht (LAG) gab ihr recht und urteilte, dass alle Profildaten von sämtlichen Web-Seiten des ehemaligen Arbeitsgebers entfernt werden müssen. Die Veröffentlichung der Daten nach Ende des Arbeitsverhältnisses ohne die Zustimmung der betroffenen Person verletzte deren Persönlichkeitsrecht.

Werbender Charakter

Grund hierfür sei der werbende Charakter eines solchen Profils. Dieser entstehe durch die Herausstellung der persönlichen Qualifikation und der individuellen Persönlichkeit der abgebildeten Person. Der Eindruck, dass die Rechtsanwältin weiterhin für diesen Arbeitgeber beschäftigt sei, würde dazu führen, dass ihr in ihrer neuen beruflichen Position Nachteile entstehen könnten, da sie weiterhin als Juristin tätig sei.

Ein berechtigtes Interesse des Arbeitgebers an der Verwendung des Profils sei dem gegenüber nicht zu erkennen.

(Hessisches LAG Urteil v. 24.01.2012, Az.: 19 SaGa 1480/11)

Pia Löffler

Juristische Redaktion anwalt.de>



Spiegel
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20.3.2012: Pervers-sadistische Chef-Sprüche in Deutschland

aus: Spiegel online: Chef-Sprüche: "Urlaub verdirbt den Charakter"; 20.3.2012;
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,818716,00.htm

<Von Stefan Schultz

"Macht sieht nur von unten arrogant aus": Der Größenwahn mancher Chefs kennt keine Grenzen, SPIEGEL-ONLINE-Leser können das bezeugen. Sie haben Hunderte Sprüche ihrer narzisstischen Vorgesetzten gesammelt - eine Auswahl der schrägsten und gemeinsten.

Manche Vorgesetzte glauben, dass es nur einen im Laden geben kann, dem sie bedingungslos vertrauen: sich selbst. Ständig geben sie Mitarbeitern das Gefühl, etwas nicht zu können, dass niemand außer dem Chef selbst überhaupt zu etwas nütze ist.

So einen Boss haben Sie auch? Kopf hoch! Es geht Ihnen vermutlich nicht schlechter als Hunderttausenden anderen Deutschen. Vielleicht sogar besser.

"Jeder neigt dazu, sich und die eigenen Fähigkeiten ein wenig zu überschätzen", sagt Dieter Zapf, Leiter der Abteilung Arbeits- und Organisationspsychologie an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität. Das sei auch gut so - "denn Menschen, die sich nicht überschätzen, würde man rasch als depressiv wahrnehmen".

Bei Führungskräften aber scheint sich das Selbstbild oft besonders zu verzerren - bis hin zu Attacken von Größenwahn. Erst denkt der Chef, er sei allwissend. Dann hält er sich für Superman. Und irgendwann ist er überzeugt: "Ich bin größer als Gott."

Narzissmus für Fortgeschrittene

Viele SPIEGEL-ONLINE-Leser scheinen diese Narzissmus-Spirale im Büro live zu erleben. Zumindest haben sie Hunderte Sprüche eingeschickt, die von einer frappierenden Selbstverblendung bei Chefs zeugen. Oder von verzerrter Wahrnehmung ihrer Mitarbeiter, einer mindestens merkwürdigen Motivationstechnik und vielen anderen Führungsdefiziten.

Eine kleine Auswahl der besten Sprüche finden Sie in der Zitate-Galerie unten, eine umfassende Sammlung jetzt auch im neuen SPIEGEL-ONLINE-Buch "Wer lacht, hat noch Reserven". Hier dürfen Sie nicht nur bis zur Erschöpfung lachen, Sie ergründen auch die Welt hinter dem Gelächter: die psychologischen und strukturellen Mechanismen, die zu Entgleisungen vieler Chefs führen. Sie lesen ein umfassendes Interview mit "Stromberg"-Erfinder Ralf Husmann. Dazu lernen Sie in einem Selbstverteidigungskurs, wie Sie Ihrem Chef geschickt Paroli bieten - und ihn notfalls verklagen.

Hier aber erst einmal ein paar besonders schöne Chef-Weisheiten:

"Macht sieht nur von unten arrogant aus": Der Größenwahn von Chefs kennt oft keine Grenzen.

SPIEGEL-ONLINE-Leser können das bezeugen. Sie haben Hunderte Sprüche ihrer narzisstischen Vorgesetzten gesammelt. Eine Auswahl der besten.

"Können Sie lesen? Auf meinem Namensschild steht 'Meyer'. Nicht 'Copperfield'."
Der Chef kann auch nicht zaubern.

"Macht sieht nur von unten arrogant aus."
Begegnung auf Augenhöhe

"Was schauen Sie mich so an? Hab' ich einen Orang-Utan auf der Schulter sitzen?"
Der Alpha-Primat erkennt sich aus Versehen selbst.

"Wenn ihr euch nicht die Mühe macht, am Samstag hier aufzutauchen, dann macht euch gar nicht erst die Mühe, am Sonntag aufzutauchen."
Manager bei Disney

"Wer sich Fahrtkosten erstatten lässt, hat ein Motivationsproblem."
Anstiftung zum Schwarzfahren

"Schicken Sie doch Ihre Frau arbeiten."
Gleichberechtigungsappell in Gehaltsverhandlung

"Ihr Bauch ist auch nicht dicker als meiner."
Wettkampf mit Schwangeren

"Urlaub verdirbt den Charakter."
Der Chef will Sie vor sich selbst schützen.

"Ich weiß nicht immer, wovon ich rede. Aber ich weiß, dass ich Recht habe."
Muhammad Ali, Boxer

"Wenn Sie nicht mehr die Kraft zum Lügen haben, seien Sie wenigstens grausam."
Lehrspruch eines Managertrainers

"Bei den Bienen zählen auch nicht die Flugstunden, sondern es zählt der Honig, den sie nach Hause bringen."
Ergebnisorientiertes Arbeiten

"Karriere macht man nach 18 Uhr."
Geheimtipp für Aufsteiger

"Ich habe einen Pickel an meinem Hintern nach Ihnen benannt. Der stört mich auch immer, wenn ich mich gerade hinsetzen möchte."
Konter gegen penetrante Nachfrager

"Jeder muss irgendwie sein. Aber warum gerade wie Sie?"
Rhetorische Fangfrage

"Sie verschönern jeden Raum beim Verlassen."
Abschiedsfloskel

Und was sagt Ihr Chef?

"Solange Sie noch nicht tot sind, können Sie arbeiten": Manche Chefs liegen mit ihren Sprüchen ganz schön daneben. Ihrer reißt auch schlechte Sprüche? Schicken Sie uns Ihre besten Zitate und Anekdoten!

stefan_schultz@spiegel.de.>


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Deutschland 20.3.2012: Innere Emigration in der Firma: <Jeder vierte Arbeitnehmer hat innerlich gekündigt>

aus: Welt online: Schlechte Vorgesetzte: Jeder vierte Arbeitnehmer hat innerlich gekündigt; 20.3.2012;
http://www.welt.de/wirtschaft/article13932521/Jeder-vierte-Arbeitnehmer-hat-innerlich-gekuendigt.html

<Autor: Hans Evert


<Immer mehr Mitarbeitern fehlt die emotionale Bindung an ihren Arbeitgeber, hat Gallup in einer Befragung ermittelt

Die schlechte Führung deutscher Chefs hat schwere Folgen. Fast jeder Vierte koppelt sich innerlich ab, die Wirtschaft kostet das Milliarden.

Deutschland ist ein kleines Paradies für Arbeitgeber. Viele wollen arbeiten, und sie wollen etwas leisten. 71 Prozent würden sogar ihrer Tätigkeit weiter nachgehen, wenn sie es finanziell nicht nötig hätten. 80 Prozent glauben: Harte Arbeit zahlt sich aus.

„Da spürt man nichts von Freizeitpark oder Werteverfall“, sagt Marco Nink vom Beratungsunternehmen Gallup, das in seiner Studie der Motivation am Arbeitplatz nachspürt. Doch der Gallup-„Engagement Index“ enthält auch eine furchtbar ernüchternde Zahl. Fast jeder vierte Arbeitnehmer hat demnach innerlich gekündigt, genau 23 Prozent.

Übertragen auf die Zahl der Beschäftigten wären das mehr als 7,8 Millionen Deutsche und von Jahr zu Jahr werden es mehr. Das Hauptproblem sind ihre Chefs. Sie geizen mit Lob und wenden sich ganz allgemein zu wenig ihren Mitarbeitern zu. Personalverantwortung liegt oft in den falschen Händen. Das kränkt die Seelen von Arbeitern und Angestellten und fügt dem Land Schaden zu. Unmotivierte Mitarbeiter kosten die Volkswirtschaft nach Schätzung von Gallup rund 124 Milliarden Euro im Jahr.

Viele Führungskräfte sind somit reinste Wertvernichter, was schon etwas seltsam anmutet. Denn Managementliteratur zu Fragen der Führungskultur und Mitarbeitermotivation lässt sich in Regalmetern kaum bemessen. Und ein großes Heer von Beratern lebt vortrefflich von Seminaren zum Thema.

Dennoch sagen Fachleute: Es tut sich ziemlich wenig in deutschen Werkhallen, Büros und Ladenzeilen. Und wird in einem Land mit schrumpfender Bevölkerung und absehbarem Arbeitskräftemangel mittelfristig ein noch viel größeres Problem. „Die Managementausbildung müsste grundlegend geändert werden“, glaubt Nink. Er fühlt deutschen Arbeitnehmern im Auftrag von Gallup den Puls. Alle Studien der vergangenen Jahre zeigen ihm: Am Verhalten von Führungskräften habe sich in den vergangenen Jahren kaum etwas verändert.

Seit 2001 macht Gallup seine ausführliche Befragung in deutschen Unternehmen. Dabei ist der Anteil der hoch motivierten Mitarbeiter über die Jahre recht konstant geblieben. 2001 lag er bei 16, vergangenes Jahr bei 14 Prozent.

Auch das Gros jener mit „geringer emotionaler Bindung“, wie Gallup es ausdrückt, veränderte sich wenig: von 69 Prozent (2001) auf 63 Prozent (2011). Am stärksten wuchs die Problemgruppe: 2001 galten 15 Prozent als innerlich gekündigt, jetzt sind es 23 Prozent.

Deutsche Firmen haben ein Führungsproblem

Angesichts der grundsätzlich hohen Motivation, die sich in der Umfrage zeigt, muss man sagen: Deutschlands Unternehmen haben ein Führungsproblem. Wenn Demotivierte kündigen, dann wegen ihrer Chefs. „Die meisten verlassen nicht das Unternehmen, sondern ihre Führungskraft“, sagt Nink.

Michael Tippmann ist ein Mann, der durch seinen Job mit Führungskräften und den Wünschen deutscher Unternehmen für diese gut vertraut ist. Tippmann ist Partner im Berliner Büro der Personalberatung Kienbaum, ein Headhunter, der Chefs sucht. „Viele Unternehmen müssten beim Thema Personalführung viel mehr machen“, sagt Tippmann. Und vor allem Fehler vermeiden. Denn: „Oft wird jemand für seine fachliche Leistungen befördert – ist dann aber völlig ungeeignet, Mitarbeiter zu führen.“ Egoismus spielt eine weitere Rolle. „Vor allem im mittleren Management beanspruchen viele die Leistungen ihrer Mitarbeiter für sich selbst“, sagt Tippmann.

Ungeeignete Leute werden Chef und treffen dann fast folgerichtig falsche Entscheidungen im Umgang mit Mitarbeitern. Wozu das führt, zeigt die Gallup-Studie an einer Reihe von Beispielen. Wer etwa ohne innere Bindung ans Unternehmen am Arbeitsplatz verharrt, ist häufiger krank, im Durchschnitt 8,5 Tage im Jahr. Zufriedene fehlen durchschnittlich nur fünf Tage. Allein dadurch entstünden Unternehmen Kosten von 10,5 Milliarden Euro, heißt es in der Gallup-Studie.

Lob und Anerkennung wichtiger als Gehalt

Wer seine Arbeit mit innerlicher Distanz ausübt, ist auch weniger innovativ. Chefs müssten sich viel häufiger mit ihren Mitarbeitern auseinandersetzen und nachvollziehbar Lob und Anerkennung aussprechen, sagt Nink. Das sei für eine langfristige Bindung ans Unternehmen wichtiger als Gehaltserhöhung und Dienstwagengröße. „Die Freude darüber verpufft nach kurzer Zeit.“

Die finanzielle Basis müsse aber schon stimmen: Faire Bezahlung und gute Sozialleistungen seien das Fundament, ohne das Zufriedenheit nicht entstehen kann. Dazu passt auch folgendes Ergebnis der Gallup-Erhebung: 58 Prozent der Arbeitnehmer sagen, dass sie eine angemessene Vergütung erhalten.

Bezahlung sei nicht der entscheidende Punkt für die enge emotionale Bindung an das Unternehmen. „Unternehmen, die unter Branchendurchschnitt zahlen, haben von vornherein geringe Chancen auf eine motivierte Mitarbeiterschaft“, sagt Nink.

Michael Tippmann sieht vor allem bei Unternehmen mit großer Belegschaft ein Problem. Jeder Mitarbeiter wolle doch mit seiner Leistung wahrgenommen werden. „Wenn ich nicht sehe, was ich beitrage, wird es schwierig.“ Besser sei es oft bei inhabergeführten Firmen mit rund 500 Mitarbeitern. Und der Führungsstil müsse für die Angestellten berechenbar sein.

Ein weiteres Problem ist Tippmann zufolge oft auch die die eher geringe Wertschätzung von allem, was mit Förderung von Personal und Verbesserung von Führungskultur zu tun habe. „Das wird oft im Unternehmen etabliert, wenn es geschäftlich gut läuft. Geht es der Firma schlechter, verzichtet man schnell wieder darauf“, sagt der Berater.

Doch dieses zyklische Denken ist problematisch. Mitarbeiter bindet man mit Verlässlichkeit an sein Unternehmen. Und wenn das gelingt, kann man auch Krisen leichter überstehen. „Wer wirklich motivierte Leute hat, kann sie beispielsweise auch in schweren Zeiten leichter zum Verzicht bewegen“, sagt Tippmann. Doch dafür müssen Chefs sich ihren Mitarbeitern vorher ausführlich gewidmet haben.>


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28.3.2012: <Pausen so wichtig wie beim Sport: Regeneration im Job muss sein >

aus: n-tv online; 28.3.2012;
http://www.n-tv.de/wissen/Regeneration-im-Job-muss-sein-article5886951.html

<
Was im Sport das Übertraining ist, ist im Arbeitsleben das Erschöpfungssyndrom. Deshalb müssen Pausen sein.

Im Sport sind Pausen normal. Im Berufsleben jedoch werden sie nicht so gern gesehen - völlig zu unrecht. Denn nur wer zwischendurch neue Kraft schöpft, kann danach wieder voll durchstarten.

Die Notwendigkeit von Pausen beim Sport sind unumstritten. Nur wer nach Training und Wettkampf ausreichend und richtig regeneriert, kann sich erholen, neue Kraft schöpfen und Höchstleistungen erbringen. Doch im Arbeitsleben würden Pausen oft als Schwächen angesehen, kritisiert Prof. Ingo Froböse vom Zentrum für Gesundheit der Deutschen Sporthochschule Köln. "Erholung gilt als absoluter Luxus, und für Regeneration ist in unserer Leistungsgesellschaft kein Platz. Dabei sind Pausen im Arbeitsalltag genauso wichtig wie im Sport."

Nur wer ausreichend Pausen macht, könne Höchstleistungen erzielen. "Regeneration bedeutet, sich physisch und psychisch von vorausgegangenen Belastungen zu erholen", betont der Wissenschaftler. "Der Organismus ist nach einem stressigen Arbeitstag ohne ausreichende Pausen extrem anfällig für Infekte." Weitere Folgen seien unter anderem psychische Überbelastung, Verspannungen, Aufmerksamkeitsdefizite, Rückenschmerzen und Durchblutungsprobleme.

Während Sportler einen Wettkampfkalender mit klaren Leistungshöhepunkten haben, muss der Arbeitnehmer jeden Tag maximale Leistung bringen. "Kein Wunder, dass also Probleme oft erst im Urlaub zum Vorschein kommen", sagt Froböse. "Und machen wir Pausen auf der Arbeit, sind diese mit Gesprächen über die bevorstehenden oder geleisteten Aufgaben gefüllt - also auch wenig entspannend." Was im Sport das Übertraining ist, ist im Arbeitsleben das Erschöpfungssyndrom.

Wichtig sei, mehrfach am Tag Pausen zu machen - am besten sogar mit ein wenig Bewegung, rät der Experte. Dazu müsse man nicht zwangsläufig auf den Sportplatz oder in die Trainingshalle. Auch am Arbeitsplatz lasse sich mit Gymnastik und Entspannungsübungen viel erreichen. Froböse empfiehlt außerdem, ausgiebige, arbeitsfreie Mittagspausen an der frischen Luft zu genießen. "Sie beleben Körper und Geist und aktivieren den Stoffwechsel. 20 Minuten spazieren gehen ist Balsam für die Leistung!", sagt er. Das Wochenende sollte nicht als Arbeitszeit eingeplant, sondern zur Erholung genutzt werden. Im Urlaub wird die Erreichbarkeit besser auf ein Minimum oder - wenn möglich - komplett reduziert.

Quelle: n-tv.de, dpa>


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Deutschland 28.3.2012: <Arbeitsmarkt: Millionen Minijobberinnen droht Altersarmut >

aus: n-tv online; 28.3.2012;
http://www.n-tv.de/ticker/Millionen-Minijobberinnen-droht-Altersarmut-article5893696.html

<Berlin (dpa) - Millionen Minijobberinnen in Deutschland sind von Altersarmut bedroht. Gefährdet sind sie vor allem dann, wenn sie jahrzehntelang nur einen 400-Euro-Minijob ohne soziale Absicherung haben. Ihre Rente wird nach heutigen Werten dann monatlich deutlich unter 200 Euro liegen, geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Links-Fraktion hervor. Familienministerin Kristina Schröder kritisierte, dass immer mehr Frauen in Minijobs landen. Für viele junge Mütter, die reguläre Arbeit suchen, werde der Minijob zur Sackgasse, sagte Schröder.

Quelle: n-tv.de / dpa>


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22.4.2012: Deutsches Arbeitsrecht: 10 Regeln

aus: Welt online: Abmahnung & Co.: Die 10 populärsten Mythen des Arbeitsrechts; 22.4.2012;
http://www.welt.de/finanzen/ratgeber_recht/article106211372/Die-10-populaersten-Mythen-des-Arbeitsrechts.html

<Berechtigen drei Abmahnungen zur Kündigung? Darf ich bei Glätte daheim bleiben? Die zehn populärsten Irrtümer aus deutschen Bürofluren und Kantinen im Fakten-Check der Juristen.

Von Harald Czycholl

Kündigungen, zu wenig Lohn oder eine vermeintlich ungerechte Behandlung: Immer wieder geraten Vorgesetzte und ihre Mitarbeiter in der Berufswelt aneinander. Das deutsche Arbeitsrecht ist dabei äußerst kompliziert und für viele Arbeitnehmer oftmals nur sehr schwer zu durchschauen.

Zusätzlich zu den gesetzlichen Bestimmungen gibt es zahlreiche tarifliche Regelungen sowie Betriebsvereinbarungen – die Fülle an Vorschriften macht die Verwirrung bei Arbeitern und Angestellten mitunter komplett.

Nicht von ungefähr geistern unzählige Irrtümer und Halbwahrheiten zu Themen wie Überstunden, Einstellungsgespräch und Kündigung durch Bürogebäude und Kantinen hierzulande. Die meisten Dinge sind in Deutschland jedoch recht klar geregelt.

Die "Welt am Sonntag" hat sich juristische Unterstützung geholt – und konfrontiert die zehn populärsten deutschen Büro-Mythen mit der rechtlichen Realität.

1) Wenn ich krank bin, darf mir der  Arbeitgeber nicht kündigen

"Das ist eine weitverbreitete Fehlvorstellung", sagt Matthias Jacobs, Professor für Arbeitsrecht an der Bucerius Law School (BLS) in Hamburg. Der Arbeitgeber darf nämlich jederzeit kündigen, wenn kein gesetzliches Kündigungsverbot wie etwa bei Betriebsratsmitgliedern besteht.

Auch Michael Henn, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Präsident des Verbandes deutscher Arbeitsrechtsanwälte (VdAA), spricht von einem "fatalen Irrtum": Der Chef könne seinem Angestellten grundsätzlich auch während der Krankschreibung die Kündigung präsentieren. Die Krankmeldung mache den Rauswurf nicht generell unwirksam.

"Der Arbeitgeber darf sogar, wenngleich nur unter sehr strengen Voraussetzungen, wegen einer Erkrankung kündigen", sagt Jacobs. Arbeitsrechts-Fachanwalt Michael Eckert, der auch Mitglied im Vorstand des Deutschen Anwaltsverein DAV ist, konkretisiert das.

"Ist etwa bei einem langzeiterkrankten Mitarbeiter auch für die nächsten etwa zwei Jahre mit einer fortdauernden Arbeitsunfähigkeit von mehr als sechs Wochen im Jahr zu rechnen, die wiederum hohe Lohnfortzahlungskosten und damit einen nicht unerheblichen wirtschaftlichen Schaden für das Unternehmen verursacht, kann eine sogenannte krankheitsbedingte Kündigung in Betracht kommen."

2) Drei Abmahnungen berechtigen zur Kündigung

Eine Kündigung ist immer nur zulässig, wenn dem Arbeitgeber keine milderen Mittel zur Verfügung stehen. Das kann etwa bei einer besonders schweren Pflichtverletzung der Fall sein, etwa bei Diebstahl von Firmeneigentum, weil der Arbeitnehmer hier nicht damit rechnen darf, dass sein Verhalten gebilligt wird.

Bei leichteren Pflichtverletzungen, etwa Zuspätkommen, ist hingegen erst mal eine Abmahnung das "mildere Mittel". "Wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer wegen eines konkreten Fehlverhaltens wirksam abgemahnt hat, kann er aber nur bei gravierenden Verstößen schon im ersten Wiederholungsfall kündigen", erklärt Jacobs.

Andernfalls ist eine zweite oder sogar eine dritte Abmahnung zu prüfen. Ob die Kündigung dann aber bei einem weiteren, noch nicht abgemahnten Verstoß wirksam ist, hängt von weiteren Voraussetzungen ab. So muss insbesondere die Abwägung von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerinteressen zulasten des Arbeitnehmers ausgehen. Und das, so Jacobs, "ist immer eine Frage des Einzelfalls".

3) In der Probezeit kann mir von einem Tag auf den anderen gekündigt werden

Auch das ist so nicht korrekt. Zwar kann in der Probezeit ohne Grund gekündigt werden. Eine Kündigungsfrist gibt es aber trotzdem – sie beträgt im Regelfall zwei Wochen. "Diese Frist darf arbeits- und tarifvertraglich verlängert werden, verkürzte Kündigungsfristen sind dagegen grundsätzlich nur durch den Tarifvertrag möglich", sagt Arbeitsrechtsexperte Jacobs.

Die Probezeit darf dabei höchstens sechs Monate betragen. Eine Sonderregelung gilt für Schwangere: Diesen kann laut Mutterschutzgesetz auch in der Probezeit nur nach Zustimmung der Behörde und dann auch nur bei besonders schweren Verfehlungen wie etwa Diebstahl oder betriebsbedingt gekündigt werden – zum Beispiel wenn der Betrieb aufgrund einer Insolvenz stillgelegt wird.

4) Der Chef kann mir auch mündlich kündigen

"Sie sind gefeuert!" – vor diesen Worten des Vorgesetzten fürchtet sich wohl jeder Arbeitnehmer. Als Rauswurf interpretiert werden können sie aber nur, wenn die Kündigung auch schriftlich erklärt wird.

 "Die Beendigung von Arbeitsverhältnissen durch Kündigung oder Auflösungsvertrag bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform", heißt es nämlich in Paragraph 623 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB). Eine Begründung im Text des Kündigungsschreibens ist dagegen grundsätzlich nicht erforderlich.

"Aus Sicht des Arbeitgebers ist es sogar manchmal unklug, eine Begründung in das Kündigungsschreiben aufzunehmen", sagt VdAA-Präsident Henn. Denn dies könne in einem Kündigungsschutzprozess eine Angriffsfläche bieten.

Um auch wirklich wirksam zu sein, muss die Kündigung beim Arbeitnehmer auch ankommen – der Arbeitgeber muss den Zugang im Zweifel nachweisen. Das Einschreiben mit Rückschein ist dafür entgegen der weit verbreiteten Ansicht nicht geeignet.

Denn schließlich kann die Annahme eines Einschreibens auch verweigert werden. Sicher nachweisen lässt sich der Zugang einer Kündigung dagegen, wenn der Chef sie persönlich übergibt und sich den Empfang des Schreibens bestätigen lässt, eine Zustellung durch Bote oder den Gerichtsvollzieher erfolgt.

5) Kein Arbeitsverhältnis ohne schriftlichen Arbeitsvertrag

Gekündigt werden kann zwar nur schriftlich – Arbeitsverträge können jedoch nach den Regeln des Bürgerlichen Gesetzbuches BGB grundsätzlich formfrei abgeschlossen werden – also auch mündlich. "Bei befristeten Arbeitsverträgen muss zwar die Befristung schriftlich verabredet werden, nicht aber der gesamte Arbeitsvertrag", erklärt Jura-Professor Jacobs.

Dies ist für Arbeitgeber aber besonders gefährlich, erläutert Fachanwalt Eckert: "Wird ein befristeter Vertrag nur mündlich geschlossen, ist zwar der Arbeitsvertrag, nicht aber die Befristung wirksam: Es ist dann ein unbefristeter Vertrag zustande gekommen." 90 Prozent aller Arbeitsverträge würden aber schriftlich abgeschlossen. "Das ist aus Beweisgründen auch empfehlenswert", sagt Jacobs.

6) Ein "Minijob" ist kein richtiges Arbeitsverhältnis

"Minijobs" sind geringfügige Beschäftigungen, bei denen die monatliche Verdienstgrenze von 400 Euro nicht überschritten wird. "Sie sind aber vollwertige Arbeitsverhältnisse mit allen arbeitsrechtlichen Rechten und Pflichten", sagt Jacobs.

Die Besonderheiten liegen alleine im sozialversicherungsrechtlichen Bereich: So hat der Arbeitnehmer keine Sozialversicherungsbeiträge zu leisten. Wichtig für Arbeitgeber ist auch, dass solche Teilzeitbeschäftigte wegen der Teilzeitarbeit nicht schlechter behandelt werden dürfen als vergleichbare Vollzeitbeschäftigte, etwa bei Löhnen, Sozialleistungen oder Ähnlichem, so Eckert.

7) Der Arbeitgeber darf nach Schwangerschaft, Behinderung oder Vorstrafen fragen

"Ein generelles und umfassendes Fragerecht des Arbeitgebers gibt es nicht", bringt es Arbeitsrechts-Professor Jacobs auf den Punkt. Zwar habe der Arbeitgeber ein berechtigtes Interesse, möglichst viel über einen Bewerber zu erfahren – dem stehe jedoch das Persönlichkeitsrecht des Bewerbers gegenüber.

Generell zulässig sind Fragen nach der fachlichen Qualifikation und dem beruflichen Werdegang. Fragen nach Vorstrafen müssen hingegen nur beantwortet werden, wenn die Strafe im Bundeszentralregister noch nicht getilgt ist und die Tat für die angestrebte Tätigkeit bedeutsam ist.

Letzteres gilt auch für eine Behinderung. "Generell unzulässig ist aber die Frage nach der Schwangerschaft einer Bewerberin", so Jacobs. Bei unzulässigen Fragen darf der Arbeitnehmer übrigens sogar lügen – für sein Arbeitsverhältnis muss er dann keinerlei Konsequenzen fürchten.

8) Angeordnete Überstunden müssen in jedem Fall abgeleistet werden

Nur die im Arbeits- oder Tarifvertrag vereinbarte Arbeitszeit muss geleistet werden – Überstunden müssen aber nicht nur dann zusätzlich geleistet werden, wenn ein Not- oder Katastrophenfall vorliegt.

 "Im Fall einer dringenden betrieblichen Notwendigkeit kann der Arbeitgeber im Rahmen der vom Arbeitnehmer geschuldeten Treuepflicht zumutbare Überstunden anordnen, allerdings ist dann das Interesse des Arbeitgebers mit denen des Arbeitnehmers abzuwägen", beschreibt Fachanwalt Eckert den schwierigen Abwägungsprozess zwischen den Parteien.

Im Übrigen muss die Mehrarbeit auf jeden Fall vergütet werden – auch wenn das nicht explizit vereinbart ist. Die häufig in Arbeitsverträgen zu findende Klausel, dass "alle Überstunden mit Zahlung des monatlichen Bruttogehaltes abgegolten" seien, ist laut Bundesarbeitsgericht unzulässig (Az. 5 AZR 517/09).

Statt einer Vergütung können Arbeitgeber und Arbeitnehmer aber auch einen entsprechenden Freizeitausgleich vereinbaren.

9) Ich darf während der Arbeitszeit im Internet surfen und private Telefonate führen

Grundsätzlich gilt: Dienst ist Dienst und privat ist privat. Und während der Arbeitszeit hat ein Arbeitnehmer zu arbeiten und darf sich nicht mit privaten Angelegenheiten beschäftigen. Computer, Telefon und Internet dürfen daher während der Arbeitszeit auch nur dienstlich benutzt werden.

"Diese dienstliche Nutzung kann aber auch bei einem privaten Anruf oder einer privaten Mail vorliegen, etwa wenn man seinen Partner darüber informieren will, dass man heute wegen Überstunden später nach Hause kommt", schränkt Jacobs ein.

Ansonsten gilt: vorher unbedingt fragen. Nur wenn der Arbeitgeber ausdrücklich zustimmt, sind private Mails und Telefonate am Arbeitsplatz auch tatsächlich erlaubt. Das gilt genauso für die Nutzung des Dienst-Mobiltelefons.

Wer selbiges etwa in seinem Urlaub ausgiebig privat nutzt, muss selbst bei einer langjährigen Anstellung mit einer fristlosen Kündigung rechnen, urteilte das hessische Landesarbeitsgericht (Aktenzeichen: 17 Sa 153/11).

10) Bei Straßenglätte, Stau oder Streik im Nahverkehr darf ich daheim bleiben

Auch das ist ein Mythos, sagt VdAA-Präsident Henn: "Wer wegen Naturereignissen wie Schnee, Glatteis, Hochwasser, Vulkanasche oder auch allgemeinen Verkehrsstörungen bei der Arbeit zu spät kommt oder ganz fehlt, riskiert eine anteilige Kürzung seines Gehalts."

Eine Abmahnung oder gar Kündigung drohe aber nicht, wenn kein eigenes Verschulden vorliege, ergänzt Anwalt Eckert. Grundsätzlich gilt: Während der Arbeitgeber das Betriebsrisiko trägt, liegt das sogenannte Wegerisiko beim Arbeitnehmer.>


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23.4.2012: Arbeitsverhältnis: Flirt und Liebe im Büro - wie man/frau das hinbekommt

aus: Welt online: Liebe unter Kollegen: Risiken und Nebenwirkungen der Affäre im Büro; 23.4.2012;
http://www.welt.de/partnerschaft/article106216673/Risiken-und-Nebenwirkungen-der-Affaere-im-Buero.html

<Eric Hegmann ist Single- und Beziehungsexperte der Online-Partnerbörse Parship. Er sprach mit "Welt Online" über unbedingte No-Gos, Missgunst der Kollegen und die schönen Seiten des Flirts im Büro.

Von Nicola Erdmann

Welt Online: Vor welchen Herausforderungen stehen Paare, die sich am Arbeitsplatz verliebt haben?

Eric Hegmann: Zunächst möchte ich erwähnen, dass der Arbeitsplatz nach dem Freundeskreis immer noch als der wichtigste Kuppler gilt. Auf Platz drei folgt dann bereits das Internet. Wer sich also im Job verliebt, muss sich nicht als Sonderfall fühlen. Allerdings bleibt mindestens ein Drittel der Büro-Affären und -Beziehungen geheim, da die Beteiligten Nachteile befürchten.

Wichtig ist hier vielleicht zu betonen: Sie tun nichts Illegales. Nur in Situationen, wo es um Abhängigkeitsverhältnisse geht, greift der Gesetzgeber ein. Dennoch ist doppelte Professionalität gefragt: im Umgang mit dem Job und den Kollegen, denn die Liebe im Büro ist nicht ohne Risiko. Grundsätzlich sollten die Kollegen davon erst erfahren, wenn beide dazu bereit sind. Wer sich also auf der Betriebsfeier kennengelernt hat, sollte mit der Neuigkeit warten, bis sie beide wissen, dass sie es ernst meinen.

Welt Online: Was muss man beachten, damit es funktioniert?

Eric Hegmann: Behandeln Sie Ihren Partner wie einen Kollegen: Verzichten Sie auf Intimitäten, seien Sie im Umgang nicht vertrauter als mit anderen und schließen Sie andere Kollegen nicht aus, gehen Sie also auch mal mit denen Mittag essen und vermeiden Sie den Eindruck, Sie würden gegenseitig beruflichen Vorteil aus Ihrer Beziehung ziehen. Gerüchte und Getuschel sollten durch aktive Gespräche auf ein Minimum reduziert werden; aber denken Sie erst gar nicht, Sie könnten sie ganz verhindern.

Kompliziert wird es, wenn die Beziehung zu Ende ist. Je nach Arbeitsverhältnis müssen sie dann gemeinsam den zukünftigen Umgang miteinander definieren. Eventuell ist ein Jobwechsel dann einfacher.

Welt Online: Wie sollte man sich ganz konkret im Büro-Alltag verhalten?

Eric Hegmann: Da der Flurfunk nicht zu überlisten ist, rate ich zu Offenheit, sobald beide Partner sicher sind, dass sie miteinander eine Beziehung starten wollen. Der Zeitpunkt variiert natürlich individuell, doch zu lange sollten sie nicht warten.

Intimitäten sind eigentlich ein No-Go. Aber: Es ist auch albern, den Arbeitstag über nur zu schauspielern. Finden Sie einen Mittelweg, der andere Kollegen nicht stört – der Anblick von Glück kann manchem schlecht gelaunten Kollegen den Tag noch mehr vermiesen. Lassen Sie sich auch nicht vereinnahmen, wenn Kollegen über Sie an Ihren Partner etwas herantragen möchten. Das gilt auch umgekehrt. Zu Hause sollten sie den Beruf möglichst wenig thematisieren, damit ihre Beziehung auch an anderen Themen wachsen kann.

Welt Online: Welche Vorteile hat die Liebe am Arbeitsplatz?

Eric Hegmann: Für viele Menschen entwickelt sich Liebe aus Zuneigung und Vertrautheit. Das Büro ist hierfür ein idealer Ort, denn wir lernen die Kollegen in unterschiedlichsten Situationen und Belastungsproben kennen. Viele fühlen sich durch Gemeinsamkeiten auch sicher in einer Beziehung und der gleiche Arbeitgeber sorgt natürlich dafür, dass man sich nahe und verbunden fühlt, zieht man doch beruflich am gleichen Strang. Auch fällt manchen die Kontaktaufnahme leichter, wenn man sich häufiger gesehen hat als beim Ausgehen oder in der U-Bahn.

Welt Online: Wie sollten die Kollegen mit dem Paar umgehen?

Eric Hegmann:  Kein Paar hat das Recht, irgendeinen besonderen Umgang von den Kollegen einzufordern. Das bedeutet, das Paar muss sich damit abfinden, dass seine Beziehung aus unterschiedlichen Aspekten thematisiert wird. Hier werden naturgemäß auch Neid, Eifersucht und Missgunst dabei sein.

Wer sich um einen guten Umgang mit einem Paar bemühen möchte, sollte eben diese Emotionen vermeiden ebenso wie Anspielungen: "Hat er/sie wieder deinen Job gemacht?" Sollte es tatsächlich zur Vorteilsnahme kommen, sollten die Kollegen ein Gespräch mit der Personalabteilung und dem Paar suchen.

Welt Online: Kann man das Zusammenarbeiten als ultimativen Beziehungstest sehen?

Eric Hegmann: Der erste gemeinsame Ausflug in ein Möbelhaus am Samstag oder der erste Urlaub bieten zwar ebenso Konfliktpotenzial, aber sind natürlich nicht so dauerhaft. An guten wie an schlechten Tagen im Büro liebevoll, fürsorglich, verständnisvoll gegenüber dem Partner zu sein, ist bei Arbeitsstress sicher eine Herausforderung. Und wer kann tatsächlich abends den Schalter umlegen, der aus dem Kollegen den Lebenspartner macht? Dennoch gibt es viele Beispiele, in denen Liebe im Büro nicht zum Drama wurde. Den Mut verlieren sollten sie deshalb auch in schwierigen Momenten nicht.>



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Deutschland 29.4.2012: <Arbeitswelt: Die krassen Folgen des Gleichbehandlungsgesetzes - 62 Jahre alter Mann kann wegen Entlassung klagen und gewinnt - Klage wegen Diskriminierung wegen Herkunft und Geschlecht hat zum Teil Erfolg

aus: Welt online; 29.4.2012;
http://www.welt.de/wirtschaft/article106236034/Die-krassen-Folgen-des-Gleichbehandlungsgesetzes.html

<In der Praxis galt das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) lange als unerwartet harmlos. Eine Reihe höchstrichterlicher Urteile zeigt aber, dass das Regelwerk stark in Arbeitswelt eingreift.

Von Ileana Grabitz

Monate-, gar jahrelang konnte man den Eindruck gewinnen, das von der Wirtschaft so gefürchtete Antidiskriminierungsgesetz AGG sei in der Bedeutungslosigkeit versunken. In den vergangenen Wochen jedoch schlug das seit seiner Einführung 2006 stark umstrittene Regelwerk gleich zweimal Wellen: Der Bundesgerichtshof (BGH) sprach einem 62-jährigen Klinikchef das Recht auf Schadensersatz zu, nachdem ihm mit Verweis auf sein Alter eine Vertragsverlängerung versagt und er von einem zwanzig Jahre jüngeren Kollegen abgelöst worden war.

Wenige Tage zuvor hatte der Europäische Gerichtshof (EuGH) einer russischen Ingenieurin in Teilen Recht gegeben, die sich bei der Bewerbung um eine konkrete Stelle wegen ihres Geschlechts und ihrer Herkunft diskriminiert fühlte und daher Einsicht verlangt hatte in die Bewerbungsunterlagen des eingestellten Konkurrenten.

Die Klägerin habe zwar kein Recht auf Zugang zu den Firmenakten, befanden die Richter. Allein die Weigerung eines Unternehmens, Einsicht zu gewähren, könne jedoch zum Nachweis der Diskriminierung gereichen – woraufhin die Gründe für die Absage dennoch erläutert werden müssten.

Auf Anraten von Juristen hatten Firmen bis dato auf eine Begründung von Ablehnungen verzichtet; dies biete potenziellen Klägern unnötige Angriffsfläche, hieß es.

AAG wird die Unternehmen verändern

Die zwei aktuellen Urteile führen vor Augen, dass das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz nicht nur mehr Zähne hat als oftmals angenommen – sondern zudem künftig noch mehr Momentum entfalten dürfte. "Die in weiten Teilen der Politik verbreitete Annahme, das AGG werde im Alltag der Unternehmen wenig verändern, hat sich als gänzlich falsch erwiesen", zieht Gregor Thüsing, einflussreicher Inhaber des Bonner Lehrstuhls für Arbeitsrecht am Institut für Arbeitsrecht, fast sechs Jahre nach Inkrafttreten des Gesetzes Bilanz. Auch mit Blick auf die jüngsten Gerichtsurteile ist der Jurist zudem überzeugt, dass das "AGG künftig noch zusätzlich an Fahrt gewinnt".

Zu der von Kritikern befürchteten Klagewelle kam es zwar nicht. Dennoch hat das Regelwerk, mit dem 2006 vier entsprechende EU-Richtlinien in deutsches Recht überführt wurden, weit mehr Juristen, Gerichte und Unternehmen beschäftigt, als seine Fürsprecher damals vermutet hätten.

Olaf Scholz etwa, heute Hamburgs Erster Bürgermeister und ehedem SPD-Bundestagsabgeordneter, hatte den Gesetzentwurf 2005 als "pragmatisch" gepriesen. Wichtigstes Kennzeichen sei, "dass man sich ohne besondere Lektüre dieses Gesetzes gesetzeskonform verhalten" könne.

Viele Verfahren werden außergerichtlich beigelegt

Das AGG spiele in der Praxis heute dennoch eine "Riesenrolle", resümiert einer der führenden deutschen Arbeitsrechtler, Jobst-Hubertus Bauer, Anwalt bei der Kanzlei Gleiss Lutz.

Die genaue Zahl der angestrengten Verfahren ist zwar schwer zu beziffern, zumal viele Fälle gar nicht vor Gericht landen, sondern in einem Vergleich enden. Arbeitsrechtler Thüsing spricht dennoch von einer Verhandlungszahl "relevanter Größe", wobei nicht zuletzt der EuGH hier ein wichtiger Impulsgeber gewesen sei.

Seit 2005 haben die Luxemburger Richter 36 Urteile zu den einschlägigen Antidiskriminierungsrichtlinien gefällt – allesamt Präzedenzfälle, die auch hiesige Gerichte für die Tragweite des Diskriminierungsthemas sensibilisieren dürften.

Entsprechend dürfte auch der Fall des Klinikdirektors, der aufgrund seines Alters keine Vertragsverlängerung bekam, für einen Bewusstseinswandel sorgen. Mit einer Klagewelle ist Arbeitsrechtler Bauer zufolge zwar nicht zu rechnen – "die Unternehmen werden nicht verlängerte Vertragsverhältnisse bei älteren Arbeitnehmern einfach anders begründen und damit potenziellen Klägern die Argumentationsgrundlage entziehen", meint er.

Gesetzliche Altersgrenzen sind problematisch

Dennoch dürfte das Urteil zu einem Umdenken in Wirtschaft und Politik gleichermaßen führen. "Der im Auftrag der Regierung erarbeitete Kodex für gute Unternehmensführung fordert Aufsichtsräte explizit dazu auf, Altersgrenzen für ihre Vorstände festzulegen", sagt Arbeitsrechtler Thüsing. "Diese Forderung lässt sich im Lichte des jüngsten Urteils nicht mehr aufrechterhalten."

Die demografische Entwicklung, im Zuge derer die Zahl älterer Arbeitnehmer drastisch zunehmen wird, dürfte dem Bewusstseinswandel zusätzlich Vorschub leisten. Einer Forsa-Umfrage zufolge ist die Angst vor Altersdiskriminierung schon heute weit verbreitet.

Ab 45 Jahren auf dem Arbeitsmarkt chancenlos

42 Prozent der Deutschen zeigen sich überzeugt, dass man ab 45 Jahren praktisch keine Zukunft mehr auf dem Arbeitsmarkt hat. Entsprechend bereitwillig dürften Betroffene sich des AGG bedienen – und sei es nur argumentativ –, um zu ihrem Recht zu kommen. "In dieser Hinsicht wird sich die Kultur hin zu mehr Akzeptanz älterer Arbeitnehmer wandeln", prognostiziert Thüsing.

Insgesamt fällt die Bilanz von fast sechs Jahren AGG positiver aus, als vielleicht zu befürchten stand: Die Fälle von "AGG-Hoppern" – Leuten, die sich einen Sport daraus machen, mit Verweis auf das Gesetz Schadensersatzansprüche geltend zu machen – halten sich den Experten zufolge in Grenzen.

Die Unternehmen hingegen sind heute vorsichtiger als je zuvor, was den Umgang etwa mit Bewerbern und Angestellten betrifft. Allerorten wurden AGG-Beauftragte ernannt, die Bewerbungsverfahren auf etwaige Benachteiligung aufgrund von Herkunft etwa, Religion oder Geschlecht durchleuchtet und angepasst. Naturgemäß gibt es nach wie vor Diskriminierung am Arbeitsplatz, aber, so Bauer, "das Thema ist präsenter geworden".>



Basler
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30.4.2012: <So wird Mann zum Gentleman im Büro>

aus: Basler Zeitung online; 30.4.2012;
http://blog.bazonline.ch/sweethome/index.php/26697/so-wird-mann-zum-gentleman-im-buro/

<Marianne Kohler am Montag den 30. April 2012

Mit den Manieren steht es im Allgemeinen nicht zum Besten. Obschon in Sachen Wertvollstellungen, Mode und Traditionen ein Backlash statfindet, ist der gute Ton meist verschwunden und einem ruppigen, unhöflichen Umgang gewichen. Dabei machen ein wenig Höflichkeit, Charme und Freundlichkeit den Alltag viel angenehmer. Beginnen Sie im Büro, da sind viele den ganzen Tag und das mit Menschen, die man sich nicht immer ausgesucht hat. Diese Tipps helfen Ihnen ein besserer Mann im Geschäft zu werden:

STIL UND KLEIDUNG:
Ziehen Sie sich gut an, befolgen Sie den Dresscode Ihres Geschäftes zumindest minimal. Zeigen Sie, dass sie erwachsen sind und trotzen Sie nicht mit einem jungenhaften Freizeitlook. Wechseln Sie auch oft die Kleidung, erscheinen Sie nicht eine Woche lang in der selben Hose. Sauberkeit und Körperbewusstsein hat etwas mit Selbstrespekt und Respekt den anderen gegenüber zu tun. Nichts ist unangenehmer als Schweissgeruch im Büro, Kleider, die nach abgestandenem Rauch riechen, Mundgeruch oder eine schmuddlige, ungepflegte Erscheinung. Halten Sie für den Nofall auch ein frisches T-Shirt und Hemd in der Schublade bereit. Sie dürfen während der Arbeit die Jacke ausziehen und die Hemdsärmel hochrollen, kommt aber ein Besucher ins Büro oder haben sie eine Besprechung, ziehen Sie die Jacke wieder an und zeigen sich für Ihre Firma repräsentativ. Bild: Ricky Gervais in der Kultserie «Office». Bei ihm stimmt zumindest die Kleidung.

ETIKETTE:
Im Umgang mit Mitarbeitern, Vorgesetzen und Untergebenen ist Höflichkeit und Respekt das Wichtigste und es gelten eigentlich die gleichen gesellschaftliche Regeln wie im Privatbereich. Der grosse Unterschied aber ist, dass im Geschäftsleben Rang und Hierarchie Priorität haben. Stellt man sonst immer den Mann der Frau vor, ist es im Geschäftsleben andersrum. Dem CEO wird der Assistent oder die Buchhalterin vorgestellt: «Herr Müller Big Boss, darf ich Ihnen Frau Meier von der Buchhaltung vorstellen?» Angestellte werden dem Arbeitgeber vorgestellt, Verkäufer den Kunden und das unabhängig von Alter und Geschlecht.

UMGANG:
Zu Ihren Mitarbeitern sind Sie immer nett und höflich. Sie haben sie oft nicht ausgewählt, verbringen aber fast jeden Tag mit ihnen. Es sind nicht Freunde, denen man aus dem Weg gehen kann, wenn sie einem nicht mehr passen. Vermeiden Sie also ernste Konflikte. Seien Sie auch nett zu Untergebenen, Assistenten, Praktikanten. Die Geschäftswelt ist klein und man trifft sich immer mehrere Male. Auf einmal ist Ihr ehemaliger Praktikant ein Businesspartner oder gar Vorgesetzter.

MITEINANDER:
Arbeiten Sie mit Ihrem Chef, nicht gegen ihn. Informieren Sie ihn/sie gut, auch wenn Sie einen Fehler gemacht haben. Unterstützen Sie ihn/sie und wenn Sie Zweifel an etwas haben, lassen Sie ihn/sie das wissen, aber in einem privaten Moment, nicht in der Öffentlichkeit. Informieren Sie, wenn es um einen Kollegen geht kurz und knapp. Also einfach Alain Meier ist heute nicht hier, und nicht Alain Meier ist heute nicht hier, weil er an einer Sitzung mit der Firma so und so ist. Seien Sie fair mit Kritik und Lob. Beides braucht es, und beides wirkt besser bilateral. Bild: Don Draper und seine Crew in «Mad Men».

DISKRETION:
Lassen Sie Firmenunterlagen nicht einfach herumliegen, wenn Besuch ins Büro kommt. Gehen Sie mit Informationen immer diskret um, zum Beispiel wenn Sie zu diesen aus irgendeinem Grund früher kommen als andere. Befolgen Sie die Firmenpolitik – auch wenn ein Geheimnis ihrer Meinung nach nicht wirklich viel Sinn macht. Wenn Informationen nicht wirklich vertraulich sind, wirkt es dennoch nachlässig von Ihnen, wenn Sie sie einfach weitergeben. Geschwätzigkeit ist nicht sehr vertrauenserweckend.

SO GEHT ES EINFACHER:

Stehen Sie zu Ihren Fehlern: Wenn Sie nach Entschuldigungen suchen, macht das keinen charakterstarken Eindruck.

Seien Sie pünktlich: Zu spät an Meetings zu erscheinen kann für die anderen ganz schön nervig sein.

Hängen Sie nicht rum: Sie wollen ja niemandem auf die Nerven gehen und von der Arbeit abhalten, indem Sie ständig an seinem Pult stehen und quatschen.

Respektieren Sie Privatsphäre: Hören Sie keine privaten Anrufe mit und wenn Sie sie trotzdem mitbekommen, geben Sie vor, nichts gehört zu haben. Wenn der andere über etwas Privates sprechen will, macht er den ersten Schritt.

Hören Sie keine Musik ohne Kopfhörer: Die anderen haben bestimmt nicht den gleichen Musikgeschmack wie Sie.

Seien Sie nett und zuvorkommend: Halten Sie auch mal für jemanden die Türe auf, machen Sie ab und zu Kaffee für die anderen, bringen Sie hin und wieder Gipfeli mit am Morgen.>


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Österreich 30.4.2012: Arbeitsplatz macht 10% der Angestellten krank

aus: Der Standard online: Krankmacher Arbeit: Wenn der Job zur Tretmühle wird; 30.4.2012;
http://derstandard.at/1334796616494/Krankmacher-Arbeit-Wenn-der-Job-zur-Tretmuehle-wird

<Hermann Sussitz, 30. April 2012, 17:11

Der 1. Mai wirft einen Schatten. Jeder zehnte Österreicher leidet an einer arbeitsbedingten Krankheit. Temporäre Beschwerden sind weit häufiger.

Sprichwörtlich im Hamsterrad tritt der US-Amerikaner Luke Trerice. Ein Freund hat ihm einen Streich gespielt und seine Wohnung mit alten Zeitungen sowie dem "Riesenrad" ausstaffiert.

Der Tag der Arbeit ist ein guter Anlass sich der Arbeitswelt der Österreicher anzunehmen. Konkret wollen wir uns mit jenen Gesundheitsproblemen beschäftigen, die Männer und Frauen im modernen Joballtag plagen. Gut jeden zehnten unselbständig Beschäftigten macht seine Tätigkeit schwer zu schaffen. Im Alter sind es verhältnismäßig mehr, oft stecken psychische Gründe dahinter, das geht aus einer Studie von Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) und der Donauuni Krems hervor. Über die von der Arbeiterkammer (AK) in Auftrag gegebene Untersuchung hat derStandard.at schon Anfang April berichtet, der Fokus lag dabei auf den volkswirtschaftlichen Kosten psychischer Krankmacher. In diesem zweiten Teil geht es um die Ursachen von sowohl körperlichen wie seelischen Beschwerden.

Verglichen mit Krankheiten kommen temporäre Beschwerden noch weitaus häufiger vor. Die Studie verweist hier auf über 10.000 Menschen zwischen 15 und 64 Jahren, die europaweit im Rahmen einer Untersuchung (EWCS) befragt wurden. Im Joballtag besonders zu schaffen machen ihnen Rückenschmerzen und Stress. Jeder Fünfte leidet daran. In Österreich sind diese Werte mit 24 bzw. 22,3 Prozent überdurchschnittlich. Weit weniger oft klagen die Menschen über Kopfschmerzen (13 Prozent), Schlafstörungen (7,5 Prozent) oder Sehbeschwerden (fünf Prozent).

Ältere leiden mehr

Was den Job zum Krankmacher macht, ist laut Studie die Arbeitsintensität. Rund die Hälfte ihrer Zeit arbeiten die Menschen in der EU unter starkem Termindruck. Das gilt auch für Österreich. Und ist individuell unterschiedlich. Schließlich gibt es auch jene, die zu 90 Prozent unter Zeitdruck stehen und vice versa. Jene, die der Arbeit großteils kaum nachkommen, leiden häufiger an Beschwerden. Alle abgefragten Gesundheitsprobleme, von Hör- über Seh- bis zu Hautbeschwerden, Kopf-, Rücken- sowie Schulterschmerzen bis hin zur chronischen Müdigkeit kommen dann doppelt so oft vor wie bei jenen Menschen, die die Mehrzahl ihrer Arbeitsstunden stressfrei verbringen. Ob man sich die Arbeit frei einteilen kann - sechs von zehn Österreichern bejahen das - spielt dabei eine verhältnismäßig geringe Rolle.

In welchem Lebensabschnitt Zeitdruck und Überbeanspruchung durchschlagen, hat die Studie anhand von Zahlen der Statistik Austria aus dem Jahr 2007 ausgegraben. Vollzeitbeschäftigte Österreicher leiden demnach vor allem zwischen ihrem 30. und 60. Lebensjahr daran. Nicht verwunderlich, sind das doch die Jahre in denen die Verantwortung im Beruf steigt und gegebenenfalls Karriere gemacht wird. Unter den 40- bis 49-Jährigen sind es rund 35 Prozent der Frauen und 40 Prozent der Männer, die sich in einer "Tretmühle" gefangen sehen. Ähnliches trifft zwischen 50 und 59 zu, wobei dann mehr Frauen als Männer betroffen sind. Nur jeder Fünfte zwischen 15 und 24 sieht sich übrigens mit diesem Problem konfrontiert.

Stress in Gesundheits- und Verkehrsbranche

Branchen, die salopp formuliert als "stressig" oder "weniger stressig" bezeichnet werden könnten, hat die Studie auch errechnet. Über Zeitdruck und Überbeanspruchung klagen vor allem Beschäftigte im Gesundheits- und Sozial- (44,9 Prozent), Verkehrs- (43,2 Prozent) und im Bauwesen (34,8 Prozent). Prozentuell weniger sind es in der Land- und Forstwirtschaft (25,3 Prozent), der Sachgütererzeugung (29,5 Prozent) sowie in Handel und der Kfz-Branche (30,7 Prozent). Die Unterschiede zwischen Männern und Frauen halten sich dabei in Grenzen. Auffallend ist aber, dass in Tourismus- und Immobilienwirtschaft weitaus mehr Männer als Frauen über Stress klagen. In der Wasser- und Energieversorgung verhält es sich gegensätzlich.

Geschlecht spielt eine Rolle bei Krankheiten

Die Verbreitung von arbeitsbedingten gesundheitlichen Beschwerden, also sich dauerhaft festsetzenden Krankheiten, ähnelt jener der Arbeitsintensität. "Arbeitsbedingt", das sind jene Gesundheitsprobleme, die auf die Tätigkeit selbst zurückzuführen sind - und nicht etwa auf schlechte Ernährung oder Umweltfaktoren wie verschmutzter Luft. Auch sie steigen mit dem Alter an. Im Schnitt haben 13 Prozent der Männer und 12,2 Prozent der Frauen ein solches Gebrechen.

Auffallend dabei ist, dass überdurchschnittlich oft Beschäftigte im Unterrichtswesen betroffen sind. So leiden 19 Prozent der männlichen und 16 Prozent der weiblichen Kindergärtner, Lehrer und Professoren an einer arbeitsbedingten Krankheit. Und es gibt auch Berufe, die je nach Geschlecht mal mehr, mal weniger Leid nach sich ziehen. So kämpft jeder fünfte Arbeiter am Bau damit, aber nur jede fünfundzwanzigste Arbeiterin. Jede siebte Ärztin, Krankenschwester oder Pflegerin ist betroffen, während das bei dem männlichen Pendant nur auf jeden Zehnten zutrifft.

Zum Schluss ist festzuhalten, dass es gesünder ist - jobbedingte Krankheiten hin oder her - zu arbeiten als ohne Beschäftigung zu sein. Sowohl psychische als auch körperliche Erkrankungen sind in dem Fall weitaus geringer. Es macht auch aus gesundheitlicher Perspektive Sinn, den 1. Mai zu feiern. (sos, derStandard.at, 30.4.2012)>

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n-tv
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4.5.2012: <Stundenlohn zu niedrig: Arbeitsloser darf nicht absagen>

aus: n-tv online; 4.5.2012;
http://www.n-tv.de/ratgeber/Arbeitsloser-darf-nicht-absagen-article6170626.html

<Ein Stundenlohn von 5,37 Euro ist nicht gerade üppig. Dennoch müssen Arbeitssuchende auch für dieses Geld arbeiten.

Arbeitssuchenden kann das Arbeitslosengeld gesperrt werden, wenn sie eine von der Arbeitsagentur vermittelte Stelle wegen eines angeblich zu geringen Stundenlohns ablehnen. Das hat das Bundessozialgericht (BSG) entschieden. (Az: B 11 AL 18/11)

Der Fall hat die Gerichte fast zehn Jahre lang beschäftigt: Die Klägerin hatte sich im Juli 2002 arbeitslos gemeldet. Etwa drei Monate später erhielt sie ein Stellenangebot, lehnte jedoch ab. Der Stundenlohn von 5,37 Euro sei zu gering. Sie wolle noch das Ergebnis zweier weiterer Bewerbungen abwarten. Daraufhin wurde der Frau für knapp drei Monate die Arbeitslosenhilfe - das heutige ALG II - gesperrt.

Zu Recht, wie nun das BSG befand. Der Stundenlohn sei  kein "wichtiger Grund", der eine Arbeitsablehnung gerechtfertigt hätte. Das erzielbare Nettoeinkommen hätte nicht die bewilligte Arbeitslosenhilfe unterschritten, begründeten die Richter ihre Entscheidung. Die von der Arbeitsagentur verhängte Sperrzeit für den Bezug des Arbeitslosengeldes sei deshalb vertretbar.

Quelle: n-tv.de, ino/AFP>


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11.5.2012: <Chef-Sprüche "Ich bin nicht arrogant, ich bin seit Jahren vollkommen">

Chef: "Seien Sie gefälligst mehr wie ich!"

"Was suchen Sie denn hier? Den Feierabend? Der ist hier nicht!" Die Weisheit großer Bosse beschränkt sich nicht auf die Arbeit. Manche geben auch gern ungefragt Ratschläge für den Rest des Lebens. SPIEGEL-ONLINE-Leser haben Hunderte gesammelt - eine Auswahl der besten.

Der Wert der harten Arbeit wird von Chefs immer gern gepredigt - vor allem, wenn sie Mitarbeiter zu Überstunden, Wochenenddiensten oder anderen unangenehmen Dingen überreden wollen. Es ist allerdings nicht immer klar, ob solche Sprüche wirklich nur Führungsrhetorik sind - oder ob der Vorgesetzte glaubt, die Welt sei wirklich so.

Manche Chefs geben ungefragt Karrieretipps, andere beschränken sich nicht auf die Arbeitswelt. Sie schwadronieren über das Leben, das Universum - und alles andere. "Ich hatte mal einen Chef, der bei jeder Gelegenheit anfing, väterliche Ratschläge zu erteilen", schreibt ein SPIEGEL-ONLINE-Leser. "Absolut unerträglich. Mir wäre lieber gewesen, er hätte mich von morgens bis abends beschimpft."

Inhaltlich ist an vielen Ratschlägen noch nicht einmal etwas auszusetzen. "Wenn Führungskräfte das Unternehmertum preisen und Werte wie Risikobereitschaft hochhalten, dann haben sie ja per se recht", sagt Arbeitspsychologe Dieter Zapf, Leiter der Abteilung Arbeits- und Organisationspsychologie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Bedenklich sei etwas anderes. "Führungspersönlichkeiten neigen dazu, ihr eigenes Weltbild als das einzig wahre und gültige begreifen", so Zapf. Nach dem Motto: "Seien Sie gefälligst mehr wie ich! Dann kommen Sie besser durchs Leben."

Die Welt aus Sicht der Bosse

Viele Mitarbeiter scheinen einen solchen Chef zu haben. Eine kleine Auswahl der besten Sprüche finden Sie in der Zitate-Galerie unten, eine umfassende Sammlung im SPIEGEL-ONLINE-Buch "Wer lacht, hat noch Reserven. Die schönsten Chef-Weisheiten". Hier wird ergründet, wie Chefs die Welt sehen - und welche psychologischen Muster dazu führen. Oder werden Sie unser Facebook-Freund. Dort veröffentlichen wir täglich einen Top-Spruch.>


<Die schlimmsten Chef-Sprüche:

0. Seien Sie froh, dass Sie nicht so viel verdienen, dann zahlen Sie auch weniger Steuern.
1. Gratulationsfloskel bei Schwangerschaft: Sie sind nicht hier, um sich zu vermehren, sondern um was zu schaffen.
2. Selbstwahrnehmung eines Geschäftsführers: "Ich bin nicht arrogant. Ich bin seit Jahren vollkommen."

3. Chefredakteur zu Reporter: "Eine neue Frau finden Sie wieder, aber eine neue Arbeit nicht."
4. Lebensweisheit in einer Event-Agentur: "Nur weil hier jeder an sich denkt, ist noch lange nicht an alle gedacht."
5. Medizinprofessor zu Doktorand: "Sie haben sich gestern abend wohl die Zähne mit 'dekadent' geputzt - und heute morgen mit 'arrogant'."
6. Konter bei Gehaltsverhandlung: "Geld macht unglücklich."
7. Chef zu Azubi: "Seien Sie froh, wenn Sie nicht so viel verdienen, dann zahlen Sie auch weniger Steuern."
8. Firmen-Karneval: "Ich bin der Anti-Robin Hood. Ich nehme es von den Armen und gebe es den Reichen."

9. Buchempfehlung: Wer lacht, hat noch Reserven.
Die besten Chef-Sprüche gibt's jetzt als SPIEGEL-ONLINE-Buch. Darin erklärt "Stromberg"-Erfinder Ralf Husmann, warum immer die Falschen Karriere machen. Und Sie lernen Selbstverteidigung gegen den Boss. Der gönnt Ihnen nichts? Gönnen Sie sich selbst etwas:

10. Spätabendlicher Motivationsspruch in einer Werbeagentur: "Arbeitet nicht mehr so lange, das kostet zu viel Strom."
11. Chefarzt nach 36-Stunden-Schicht:"Grippe ist Charakterschwäche."
12. Abteilungsleiter einer Versicherung: "Wenn ich Sie wär, wär ich lieber ich."
13. Abteilungsleiter einer Versicherung: "Wenn ich Sie wär, wär ich lieber ich."

14. Motivationsspruch II: "Was sollte das denn werden, wenn's fertig ist?"
15.Chef: Wer sind Sie? - Mitarbeiter: Der Projektleiter! - Chef: Aha, der Kreis der Ahnungslosen wird immer größer.
Im Meeting
16. Begrüßungsfloskel für Mitarbeiter, die sich ins Büro des Vorgesetzten trauen: "Was suchen Sie denn hier? Den Feierabend? Der ist hier nicht!"
17. Ihr Boss reißt auch schlechte Sprüche? Sie sind selbst Chef und genervt von Ihren Mitarbeitern? Schicken Sie Ihre Zitate und Anekdoten an: stefan_schultz@spiegel.de.>

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25.6.2012: <Arbeit:
Bei Konflikten im Büro rasch handeln>

aus: n-tv online; 25.6.2012;
http://www.n-tv.de/ticker/Beruf/Bei-Konflikten-im-Buero-rasch-handeln-article6578891.html

<Berlin (dpa/tmn) - Aus kleinen Kabbeleien können große Konflikte werden: Kommt es im Büro zu Streitigkeiten zwischen Kollegen, sollten diese nicht einfach ausgesessen werden.

Besser ist es, bei Streitigkeiten als betroffener Kollege oder als Vorgesetzter rasch zu handeln und möglichst bald das persönliche Gespräch mit der anderen Partei zu suchen, rät die Zeitschrift «Der Freie Beruf». Denn je länger der Konflikt zwischen den Streithähnen andauert, desto mehr verhärten sich die Fronten und umso schwieriger wird es, die Auseinandersetzung wieder zu lösen.

Damit aus kleinen Meinungsverschiedenheiten keine großen Konflikte werden, hilft es, wenn Mitarbeiter und Vorgesetzte auf bestimmte Warnsignale achten. Ein Zeichen für dicke Luft im Büro könne sein, wenn einzelne Kollegen offen oder versteckt vor anderen herabgesetzt werden. Ein weiteres Alarmzeichen sei, wenn einzelne Mitarbeiter sich aus Gemeinschaftsaktionen zurückziehen und bei Gemeinschaftsaktionen nicht mehr mitmachen.

Quelle: n-tv.de, dpa>


Financial Times
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27.6.2012: Pendler sind öfter psychisch krank als Leute, die am Wohnort arbeiten

aus: Financial Times Deutschland online: Untersuchung zu Burn-out Pendeln macht krank; 27.6.2012;
http://www.ftd.de/wissen/leben/:untersuchung-zu-burn-out-pendeln-macht-krank/70055201.html

<Mobilität und Flexibiliät haben ihren Preis: Pendler sind häufiger psychisch krank als andere Beschäftigte. Das ergab der Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse.

von Christiane von Hardenberg, Berlin

Pendeln macht krank. Zu diesem Schluss kommt die Techniker Krankenkasse (TK) in ihrem am Dienstag veröffentlichten Gesundheitsreport. Demnach fehlt jeder Beschäftigte mehr als zwei Arbeitstage pro Jahr wegen psychischer Leiden, Pendler sogar noch öfter. Auch der Arbeitsplatzwechsel sowie der jobbedingte Umzug zählen zu den häufigsten Ursachen eines Burn-outs. Die Zahl der Krankheitstage, die psychisch bedingt sind, stieg 2011 um 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, seit 2006 kletterte sie sogar um 60,8 Prozent.

Jahrelang haben Unternehmen mehr Mobilität und Flexibilität von ihren Mitarbeitern eingefordert. Nun bekommen sie die Rechnung: Die Krankheitszeiten durch Burn-out und Depressionen werden häufiger und zu einer großen Herausforderung. Jeder fünfte Beschäftigte litt zuletzt unter psychischen Störungen. Zu diesem Schluss kommt die Krankenkasse Barmer GEK. In großen Ballungsgebieten ist die Zahl sogar noch höher. Nach Angaben der AOK sind die Krankheitstage aufgrund seelischer Leiden seit 1994 um 91 Prozent gestiegen. Mit durchschnittlich 22,5 Tagen dauert eine Depression oder ein Burn-out doppelt so lang wie ein körperliches Leiden.
Die ständige Erreichbarkeit auch in der Freizeit gehe nicht spurlos an den Arbeitnehmern vorüber, so der scheidende TK-Vorstandsvorsitzende Norbert Klusen: Die Zeit, sich zu erholen, werde immer knapper. Pendler - also jeder zweite Beschäftigte in Deutschland - trifft dies besonders. "Wenn man zusätzlich zu einem acht- bis zehnstündigen Arbeitstag noch zwei bis drei Stunden pendeln muss, ist eine Balance zwischen Arbeit und Gesundheit schwer möglich", so Klusen. Es gehe darum, Strategien für ein gesünderes Arbeiten zu entwickeln, sagte er.

Christian Welzel, Experte für betriebliche Gesundheitsförderung bei Aktivital, setzt daher auf Bewegung und Erholung am Arbeitsplatz. "Was in der Freizeit nicht mehr möglich ist, muss ins Unternehmen verlagert werden", sagte er. 15 Minuten Entspannungs- oder Rückentraining täglich zeigten Wirkung und veränderten die Gewohnheiten.

"Führungskräfte müssen für die Anliegen ihrer Mitarbeiter sensibilisiert werden", forderte er. Es sei anzuerkennen, wenn jemand eine lange Fahrzeit für seinen Job in Kauf nehme. Die Mitarbeiter sollten für die verlorene Lebenszeit entschädigt werden, sagte Welzel. Etwa durch Bonuszeitsysteme, bei denen die Angestellten Zeit geschenkt bekämen. Oder etwa dadurch, dass Firmen gemeinsame Familienaktivitäten anböten. "Das Unternehmen muss etwas zurückgeben."
Denn nicht nur Pendler leiden überdurchschnittlich unter psychischen Störungen. Wer seinen Job wechselt, war 2011 im Schnitt 2,5 Tage krank, wer für seine Arbeit in eine andere Stadt zog, vier Tage. Tendenz steigend: 2010 hatten die Beschäftigten aus diesen Gründen noch 1,95 beziehungsweise 2,11 Tage gefehlt, geht aus dem Gesundheitsreport hervor.>

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Standard online, Logo

30.6.2012: Angestellte wollen Vorgesetzte spüren

aus: Der Standard online: "Leute wollen Vorgesetzte spüren"; 30.6.2012;
http://derstandard.at/1339639375494/Lichtgestalt-Fuehrungskraft-Leute-wollen-Vorgesetzte-spueren

<Karin Bauer,
29. Juni 2012, 17:23

Vom Chef enttäuscht: Es diskutieren Helmut Sattler (CEO Neudörfler Office Systems), Sonja Gimplinger (Geschäftsführerin Shopping Center Nord), Julia Culen (geschäftsführende Gesellschafterin Beratergruppe Neuwaldegg) und Saskia Wallner (Ketchum Publico).

Weltweit ist nur ein Drittel mit den Führungskräften zufrieden. Das aktuelle Karrierenforum diskutierte die dramatischen Ergebnisse des Leadership Monitor der Agentur Ketchum.

Die Enttäuschung in Bezug auf das Wirken der Führungseliten nimmt zu: Die Agentur Ketchum fand heuer weltweit schon zwei Drittel von ihren Vorgesetzten Frustrierte. Führung durch volatile Zeiten mit klarer, ehrlicher Kommunikation und Vorbildfunktion wünschen sich die Belegschaften, bekommen es aber nicht. In solchem Zustand, darf unterstellt werden, sind Engagement, Gefolgschaft, Leistungsbereitschaft kaum möglich.

"Vieles liegt im Argen", verweigert Saskia Wallner, Chefin der Ketchum Publico in Österreich, eine Beschönigung der Ergebnisse. Weil? "Weil Führung anstrengend und mühsam ist, man Menschen schon mögen muss. Die Leute wollen ihre Vorgesetzten spüren." Diese aber hätten ein "Leben in Excel-Sheet und Terminliste".

Im "eigenen Strudel"

Die Arbeit an der eigenen Standfestigkeit komme inmitten der Überforderungen zu kurz, so Julia Culen, geschäftsführende Gesellschafterin der Beratergruppe Neuwaldegg. Manager seien bei hohem Tempo in diesen unsicheren Zeiten sehr im "eigenen Strudel" und würden meist vergessen, dass ihre Mitarbeiter in anderen Geschwindigkeiten, mit anderem Informationsstand leben. Und: Ja, der Anspruch der Belegschaften sei hoch, es gehe aber nicht um "Lichtgestalten", sondern um Konsequenz in der Kommunikation - und das sei mehr als Info. "Präsent zu sein, Vorbild im Sinne des Umgangs, des Vorlebens", so Sonja Gimplinger, Geschäftsführerin des Wiener Shopping Center Nord. Mut zu unpopulären Entscheidungen sei ebenso Grundlage wie das Erklären des Warum.

"Ich fördere Kritik, ich schaffe Orientierung", postuliert Helmut Sattler, Chief Executive Officer der Neudörfler Office Systems, Nummer zwei im heimischen Büromöbelmarkt. Und der neue Weg, Mitarbeiter zu erreichen, mitzunehmen? "Setzen wir doch endlich die Dinge um, die wir wissen, die Basics", so Sattler pragmatisch: Leute entwickeln, klarstellen, dass jeder seinen Beitrag kennt, Mitarbeiter einbinden, fördern und fordern. Wo liegt der Abgrund zwischen Wissen und dessen täglicher Umsetzung? Da zielen alle Erklärungen auf die mangelnde Reflexion, Persönlichkeitsentwicklung der Chefs. Culen: "Die Sehnsucht, gemocht zu werden, wird vielen zur Falle." Für Gimplinger wichtig: "Es macht einen Riesenunterschied, ob man kraft seiner Kompetenz Führungskraft wird oder kraft anderer Wirkkräfte."

Schmerzvermeider

Aber alle sind sich einig: In widersprüchlichen Anforderungen sei man nur herumgeworfen, wenn nicht an der eigenen Haltung gearbeitet werde - sonst bleibe man gefangen in den Ängsten. Darin erweisen sich Vorgesetzte offenbar als ziemliche Schmerzvermeider. Weil, so Gimplinger: "Solange die Zahlen passen, ist alles andere egal." Das gehe in guten Zeiten, wesentlich schlechter in volatilen.

Zur Angst vor Feedback: "Wirklich Gute haben kein Problem, Güte zu fördern." Kommunikation in Wort und Tat bleibt für alle der Drehpunkt. Dass die heute so moderne "Absoftung" der Sprache im Sinne einer überzogenen Political Correctness da kontraproduktiv sei, wird von allen bejaht: In Schleifen und Kunstworten reden bringe Unklarheit, Intransparenz, Unglaubwürdigkeit. (Karin Bauer, DER STANDARD, 30.6./1.7.2012)>


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