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Traumdeutungen gemäss Patricia Garfield

7. Heiratsträume und ihre Botschaften

von Michael Palomino (2006)

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aus: Patricia Garfield: Frauen träumen anders (orig.: "Women's Bodies, Women's Dreams" 1988). Über die Wechselwirkung zwischen Körper und Trauma. Ein Führer durch die weibliche Traumwelt. Scherz-Verlag 1989


Heiratsträume: Theaterszenen der Heiratszeremonie - Symbol Ehering

In den Träumen der Verlobten wird die Hochzeitszeremonie in Form von Theaterszenen schon einmal durchgespielt, eventuell mehrmals (S.143). Eines der Traumsymbole ist der Ehering, der für Vereinigung, Ganzheit und Kontinuität einer Liebesbeziehung steht. Das Gold, aus dem der Ring meist gefertigt ist, symbolisiert Dauerhaftigkeit und Unwandelbarkeit (S.148). Auch Brillanten können mit oder ohne Ring eine neue Beziehung andeuten, z.B. in der thailändischen Deutungstradition (S.148).

Heiratstraum als Botschaft für oder gegen einen neuen Liebhaber

Vorkommnis

Traumbild

Deutung

Eine Frau (generell) ist neu verliebt.

Heiratstraum (S.150)

Die Frau muss sich fragen, ob der Traum eine Ermutigung oder Entmutigung für die neue Beziehung ist (S.150).

Eine verheiratete Frau (generell) hat einen Nebenliebhaber.

Heiratstraum (S.150)

Die verheiratete Frau muss sich fragen, ob sie den Traum mit einem neuen Partner von vorne beginnen will (S.150).

Eine verheiratete Frau (genrell) hat einen Nebenliebhaber, nimmt ihn aber noch nicht wahr.

Heiratstraum (S.150).

Die verheiratete Frau wird sich erst durch den Traum bewusst, dass da ein neuer Liebhabers ist und muss sich die Frage stellen, ob sie ihn ernst nehmen soll und von vorne beginnen will oder nicht (S.150).

Träume über Beziehungen mit Heirat mit Ehering

Vorkommnis

Traumbild

Deutung

Eine ledige junge Frau sehnt sich nach einem Mann zum Heiraten.

Die Träumerin sieht sich im Traum, wie sie einen Ehering findet (S.148).

Die junge Frau wünscht eine Beziehung mit Heirat (S.148).

Eine junge Frau aus Thailand (Tiah) hat sich von einem Freund getrennt und sehnt sich nach einer neuen Beziehung.

Die Träumende sieht sich im Traum unter Wasser schwimmen und findet einen schönen, antiken Ring. Sie freut sich, dann verschwindet der Ring wieder (S.148).

Es wird bald etwas Schönes geschehen (thailändische Deutungstradition). Die Deutung von Patricia Garfield ist anders: Die vergangene Beziehung war schön und die Träumerin wünscht sich eine neue Beziehung (S.148).

Eine junge Frau aus Thailand (generell) sehnt sich nach einem Mann zum Heiraten.

Die Träumerin sieht sich im Traum, wie sie einen Brillanten findet, lose oder in einem Ring (S.148).

Es wird bald etwas Schönes geschehen (thailändische Deutungstradition) (S.148).

Eine Frau (generell) ist verheiratet.

Die Träumerin sieht, wie im Traum der Ehering verbogen wird oder zerbricht (S.148).

In der Beziehung stimmt etwas substanzielles nicht (S.148).

Eine Frau (generell) ist verheiratet.

Die Träumerin sieht im Traum, wie sie einen verlorenen Ring wiederfindet (S.148).

Die Frau hat in einer Beziehung etwas Wertvolles neu entdeckt (S.148).


Positive, kenntniserweiternde Heiratsträume

Vorkommnis

Traumbild

Deutung

Eine Frau (Janna) steht einen Monat vor der Hochzeit.

Die Verlobte sieht im Traum, wie sie mit dem Verlobten auf einem Hügel die Aussicht geniesst (S.144).

Die Verlobte ist glücklich und erregt und die Zukunft sieht gut aus (S.144).


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Die Verlobte sieht im Traum, wie sie mit ihrem Verlobten etwas zusammen zeichnen (S.144).


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Die Verlobte sieht im Traum, wie sie mit ihrem Verlobten segeln geht (S.144).

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Die Hochzeit rückt immer näher, und die Verlobte (Naomi)  meint, den Verlobten gut zu kennen.

Die Verlobte hat im Traum immer Angst, dass sie zu spät zur Hochzeit kommen würden. Die Verlobte sieht sich im Traum mit dem Verlobten in einem Vergnügungspark, wo sie im Publikum einer amateurhaften Operntruppe sitzen. Als es dem Verlobten langweilig wird, zieht er sich die Hose aus und ist ab der Gürtellinie nackt. Da überlegt sich die Frau, ob sie ihn heiraten soll, denn scheinbar kennt sie ihn noch zu wenig. Da zieht er sich wieder an.

Der Traum endet an einem Schaufenster, wo beide eine Boxershorts mit einem Regenbogenabzeichen entdecken. Als der Verlobte fragt, ob diese Boxershorts ok seien, bejaht die Frau, aber richtige Kleidung wäre noch besser, meint die Frau. Dann wechselt die Szene in ein Erholungsgebiet mit Gratis-Steaks (S.142). Eine Verwandte der Träumenden erscheint und sucht ihren Sohn, der wohl verspätet zur Hochzeit kommt (S.142-143). Die Verlobte denkt, die Verwandte mache viel Lärm um nichts. Dann wacht sie auf (S.143).

Die Szene mit einer Theatergruppe ist für Hochzeitsträume normal, denn dort wird oft die geplante Hochzeitszeremonie durchgespielt. Der Verlobte lässt die Hose runter. Dies ist eine völlig neue Seite des Verlobten. Aber der Traum geht weiter und relativiert die Verhältnisse: Die Boxershorts im Schaufenster haben einen Regenbogen, ein magisches Glückszeichen, ein Omen für ein gutes Schicksal. Die auftauchende Verwandte symbolisiert einen Teil der Frau, der wegen der vielen Sorgen um die Hochzeit Lärm um Nichts macht. Der verspätete Sohn der Verwandten symbolisiert die Angst, dass noch andere Leute zu spät zur Hochzeit kommen könnten (S.142).

Nach dem Traum erkennt die Frau am Mann eine "herrlich schrullige Seite ", die sie vorher nicht kannte (S.142).

Die Verlobte ist glücklich und kann mit aller Energie auf die Hochzeit zugehen (S.144).

Seit der Jugendzeit flirtet eine Frau (Nina) 17 Jahre lang mit einem Mann und bleibt in romantischen Vorstellungen verhaftet, obwohl sie selbst schon jemand anders geheiratet hat. Da heiratet der 17-Jahre-Flirt eine andere Frau, lädt sie aber zur Hochzeit ein. Die Frau will nicht hin und hat einen Eifersuchtstraum (S.146-147).

Die Träumerin sieht im Traum von ihrem Haus aus durchs Fenster die Hochzeit ihres 17-Jahre-Flirts. Dann nimmt sie an der Hochzeitszeremonie teil, merkt aber, dass sie im Pyjama ist. Dann spielt die Szene wieder im Haus, und die junge Braut des 17-Jahre-Flirts kommt ins Haus und verstellt der Träumerin die Möbel, richtet sich unter der Treppe ein und nimmt sich sogar die Nähmaschine der Grossmutter. Die Träumerin rennt herum und sucht Hilfe und meint sogar, sie müsse die junge, fremde Braut schlagen. Da wacht die Träumerin auf und bekommt tatsächliche Hilfe (S.147).

Die Frau sieht die Hochzeitszeremonie des 17-Jahre-Flirts vor ihrem eigenen Haus und sie ist nicht die Braut. Die Nähe zu ihrem Haus steigert die Eifersucht, obwohl sie selbst beschlossen hat, einen anderen Mann zu heiraten. Sie ist im Pyjama als Symbol, wie ausgeschlossen und blossgestellt sie ist. Dann herrscht die neue junge Braut über die Träumerin und richtet ihr die Wohnung neu ein, und auch das einzige Stück vom Grosi, die Nähmaschine, wird nicht verschont. Die Nähmaschine symbolisiert den wertvollsten Schatz, den die Träumerin hat: den 17-Jahre-Flirt.

Der Gesamtzusammenhang: Die geplante Hochzeit mit dem anderen Mann lässt alte Unsicherheiten mit dem 17-Jahre-Flirt wieder aufkommen. [Die Eifersucht macht das Leid nur noch grösser]. Die falschen Gefühle werden bei der Traumbesprechung erkannt und die Vorbereitung für beide Hochzeiten können weiterlaufen (S.147).


Traumatische Heiratsträume (Hochzeitsalpträume), die als Warnung zu verstehen sind

Die Verlobung dramatisiert oft die Situation - Differenzen kommen ans Licht

Oft kommen nach der Verlobung bei den Paaren die Konflikte hoch "wie Bläschen im Champagner" (S.125). Die Verlobte hat mit den aufkommenden Konflikten oft schreckliche Alpträume (S.131), sogar "Hochzeitsalpträume" (S.132), z.B. mit missratenen Hochzeitszeremonien (S.134), die es richtig zu deuten gilt (S.131).

Die Frauen haben schon als Mädchen dauernd die "Heirat" mit Puppen gespielt und sich Vorstellungen gemacht, wie es sein könnte (S.124).

Die Hochzeitsalpträume der Verlobten sind wichtig für das Verständnis des Lebens. Sie enthüllen Ängste der Verlobten oder machen auf Gefahren für beide Beteiligte aufmerksam, so dass eventuell sogar die Verlobung gelöst wird, weil herauskommt, dass die Verlobten sich gegenseitig etwas vorgespielt haben und nicht zueinander passen (S.141).

[Wenn herauskommt, dass beide Partner sich etwas vorgespielt haben, ist es höchste Zeit, sich zu trennen. Es war ein Sexabenteuer mit unerfüllten Wünschen. Wenn das "Spiel" weitergeht, kann das richtig teuer werden].

Hochzeitsalpträume

Vorkommnis

Traum

Deutung

Eine Frau (Helena), Mitte 30,  hat ene Woche vor der Hochzeit Scheidungsängste (S.124,126): Sie denkt, dass sie mit ihrem Mann nach der Heirat eine "zu normale" Mittelstands-Ehe führen wird und dadurch das Spezielle der Beziehung verloren gehen werde, so dass es eventuell zu einer Scheidung kommen könnte (S.125-126).

In einem Garten sitzt die Verlobte mit dem Verlobten. Da kommt eine Schlange, bläht sich vor dem Verlobten wie eine Kobra auf, beisst ihn schnell und der Verlobte fällt tot um, ohne dass die Frau den Mann vor der Schlange hätte bewahren können. Da wacht die Frau im Bett auf und schreit (S.124).

Die Angst, dass die Beziehung an der Normalität der Ehe scheitern könnte und dass eine fremde Schlange (Penis) in die Beziehung eindringen könnte, ist bei der Frau sehr gross (S.125-126). [Die Frau hat Angst vor einem Seitensprung, den sie bei einer langweiligen Beziehung dann vielleicht begehen würde]. Es stellt sich heraus, dass die Frau ausserdem generell Angst vor Reptilien hat (S.125). Und es sind auch sexuelle Ängste in der Beziehung vorhanden, die keine sichere Basis für die Beziehung sind. Die Schlange stellt als Eindringling dar, dass da noch einiges im Argen liegt. Insgesamt ist der Traum aber total übertrieben (S.126).

Traumreihe

Die Verlobten spielen sich gegenseitig etwas vor, und die Frau (Anne-Marie) findet den Bräutigam einige Wochen vor der Heirat eigentlich nicht optimal, sagt es aber nicht (S.135-140).

Die Verlobte träumt von einer katastrophalen Heiratszeremonie: Der Bräutigam ist im Traum wie ein Clown gekleidet (S.135).

Der Mann in Clownkleidung bedeutet, dass die Frau einiges an ihm auszusetzen hat, sagt es aber nicht (S.135).


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Die Verlobte träumt, der Bräutigam im Traum sei jemand anders, der für eine Heirat nicht in Frage kommt (S.135).

Der fremde Bräutigam repräsentiert die Eigenschaften, die der echte Bräutigam hat (S.135).


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Die Verlobte träumt, die Braut im Traum ist eine andere Frau (S.135).

Die Frau sieht, dass eine andere Frau für den Mann begehrenswerter ist. Die Träumende muss merken, dass sie sich selbst zu wenig begehrenswert fühlt, oder die Frau will die Hochzeit eigentlich gar nicht (S.135).


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Die Verlobte sieht im Traum, wie ihr Partner mit der Mutter der Verlobten schläft (S.139).

Der Verlobte hat die negativen Eigenschaften wie die Mutter der Verlobten (S.139).

Der Verlobte (von Anne-Marie) hat nun in der Woche vor der Hochzeit auch einen Alptraum.

Der Mann träumt, er sei im Gefängnis und wolle heraus (S.139).

Die Heirat wird für den Mann zu einem Gefängnis werden, wenn sie vollzogen wird (S.139).

Der Verlobte (von Anne-Marie) erkennt an den Alpträumen die Gefahr, lässt die Hochzeit platzen und haut ab (S.139). Dann interessiert sich die Ex-Verlobte (Anne-Marie) für einen anderen Mann. Sie bekommt aber intensive Träume über den Ex-Verlobten (S.140).

Die Frau (Anne-Marie) hat Alpträume über den Ex-Verlobten:
- der Ex-Verlobte verführt in ihrem Traum ein Kind (S.139-140)
- die Falsche träumt, sie werde mit einem fremden Mann zwangsverheiratet, der die negativen Aspekte des Ex-Verlobten hat
- die Falsche träumt, manchmal verlocke der Ex-Verlobte die Falsche, ihn wieder zu lieben
- irgendwann ist es der Ex-Verlobten genug und sie fordert im Traum den Ex-Verlobten auf zu verschwinden, und dann kommen die Alpträume nicht mehr (S.140).

Die Alpträume über den Ex-Verlobten zeigen der Frau, wo sie geistig steht: Sie hat noch nie in ihrem Leben nach ihren eigenen Bedürfnissen entschieden, sondern sie akzeptierte immer noch den Ex-Verlobten mit den Eigenschaften der Mutter. Sie braucht lange, um den Ex-Verlobten aus den Träumen rauszuwerfen. Damit beginnt bei der Ex-Verlobten eine  psychische Erkenntnisreise (S.140).

Ein Jahr später: Die Ex-Verlobte (Anne-Marie) ist neu verlobt und plant eine neue Heirat mit einem Neuen. Da erscheint genau ein Jahr nach der geplatzten Hochzeit mit dem Ex-Verlobten ein Traum (S.141).

Die Neuverlobte träumt, wie an einem Hautstück neben dem Körper ein Ausschlag mit riesigen Blasen entsteht, aus denen Wasser läuft, fast wie aus einem Wasserhahn. Das Wasser ist giftig. Zuerst meint sie, das sei eine Schweinerei. Dann merkt sie, dass es ihre Tränen sind. Die alte Wunde von der geplatzten Hochzeit von vor einem Jahr hat sich wieder geöffnet und läuft aus. Die Wunde wird gereinigt (S.140).

Die seelische Heilung von der geplatzten Hochzeit ist weiterhin im Gang. Die Erinnerung kommt hoch. Die Wunde stellt sich als Ausschlag dar, Aber die Wunde ist schon neben ihr, nicht mehr am Körper selbst. Also ist die Neuverlobte schon etwas distanziert von ihrer Vergangenheit. Die Reinigung von der infizierten Vergangenheit geht weiter. Die Ex-Verlobte, die damals ein falsches Spiel gespielt hat, ist bereit für eine neue Bindung (S.141).


Hochzeitsträume auch noch nach der Hochzeit

Hochzeitstraum noch nach der Hochzeit: Die blockierten Flitterwochen

Vorkommnis

Traumbild

Deutung

Eine Frau (Miriam), Mitte 30, heiratet zum zweiten Mal, mit einem jüngeren Mann. Deswegen ist sie nervös. Und nach der Hochzeit nach einem "verzauberten Wochenende" am Vortag der Flitterwochen bricht sich der Mann den Fuss (S.145). Es folgen 6 Wochen Gips und Humpelei (S.145-146). Die Flitterwochen werden verschoben und bei der Frau "versickern alle guten Gefühle". Etwa in der 4. Gipswoche folgt ein Traum (S.146).

Die Träumerin sieht im Traum, wie sie erneut heiratet wie bei ihrer zweiten Heirat. Sie spürt Wellen von Liebe, die immer noch da sind. Da erwacht sie (S.146).

Die Frau bekommt ihre guten Gefühle zurück und gewinnt so ihre Gelassenheit zurück. Der Traum heilt die Frustration vom Gips und bringt neue Energie für ein neues Gleichgewicht (S.146).

[Die Frau projiziert beträchtlich. Der Mann musste 6 Wochen lang humpeln, und sie - ohne Verletzung - hat schlechte Gefühle entwickelt, statt die guten Gefühle zu behalten].


Hochzeitsalpträume auch noch nach der Hochzeit: Den seelischen Panzer ablegen

Vorkommnis

Traumbild

Deutung

Eine Frau (Mimi), um die 40, ist nach der zweiten Scheidung gekränkt und verwirrt gewesen (S.145). Die Frau hat sich in der Zeit davor einen seelischen Schutzpanzer zugetan, wo sie seelisch unerreichbar ist (S.145). Jetzt fand die dritte Hochzeit statt. Sie bleibt nach der dritten Hochzeit nervös, denn der Mann ist etwas jünger als sie. Sie meint, der Mann könne immer eine jüngere Frau nehmen (S.144).

Die Frau sieht sich als Geist durch die Luft fliegen und sieht sich gleichzeitig als 20-Jährige auf einer grünen Wiese sitzen. Der Geist fragt die 20-Jährige, wen sie liebe, und die 20-Jährige antwortet, sie liebe niemanden, auch den neuen Ehemann nicht. Da betritt eine Frau mittleren Alters die Szene und fordert die 20-Jährige auf, in die Zukunft zu sehen. Da sitzt der neue Mann mit Freunden, die ihm zur neuen Heirat gratulieren, Frauen sind keine anwesend. Da bekommt der Geist Angst, dass der Mann sich in eine andere verlieben könnte, klopft dem Mann an die Brust und macht Liebesschwüre, aber niemand merkt das, denn ein Geist ist unsichtbar. Der Geist beginnt zu weinen, da zerspringt die Kristallschale, die den Geist unsichtbar macht. Da halten sie sich beide in den Armen und teilen Liebesschwüre aus (S.144).

Der Traum zeigt, was passiert, wenn die Frau meint, sich zu ihrem Schutz in eine Isolation zu begeben. Die Folge wäre, dass der Mann eventuell eine andere nimmt. Die Kristallschale symbolisiert den seelischen Schutzpanzer gegen neuen seelischen Schmerz nach der zweiten Scheidung. Die Frau muss einsehen: Wenn sie lieben und geliebt werden will, muss sie auch riskieren, verletzt zu werden (S.145). Der Traum heilt die Frustration der beiden vorangegangenen Ehen und bringt neue Energie für ein neues Gleichgewicht (S.146).


Heiratsträume ohne Hochzeitsplanung: Heiratsträume zur Vereinigung seelischer Aspekte in Richtung seelische Ganzheit

Bei geplanter Heirat beleuchten die Hochzeitsträume das bevorstehende, bedeutsame Ereignis. Wenn aber gar keine eigene Heirat geplant ist, beleuchten Hochzeitsträume meistens eine innere seelische Vereinigung verschiedener seelischer Aspekte (S.149-150), die zu einer Ganzheit verschmelzen und mit denen man dann ganz neu umgehen kann (S.150).

C.G. Jung meint,  Hochzeitsträume seien ein Schritt im Prozess, eine Ganzheit zu werden, ein einzigartiges Individuum zu werden. Hochzeitsträume seien ein "Wandlungssymbol". Braut und Bräutigam symbolisieren gemäss Jung verschiedene Teile der Seele, und die Hochzeitszeremonie symbolisiert die Vereinigung der entgegengesetzten Elemente, die eine Seele ausmachen (S.149).

Die Frau soll sich bei Hochzeitsträumen ohne wirkliche Hochzeitsplanung immer fragen, ob es nun Aspekte im Leben gibt, die nun besser zusammenpassen als früher. So ist es eine innere Weiterentwicklung, die auch bei Frauen mittleren Alters geschehen kann. Die Frau kommt der psychischen Ganzheit ein Stück näher (S.150).

Gleichzeitig muss auch immer untersucht werden, ob eine ledige Träumerin bereits eine neue Beziehung zu einer neuen Person hergestellt hat. Falls ja, muss untersucht werden, ob der Traum eine Ermutigung oder Entmutigung ist (S.150).

Eine Verheiratete muss sich auch immer fragen. ob sie bereits eine neue Beziehung zu einer neuen Person hergestellt hat. Falls ja, steht die Frage im Raum, ob die Frau mit einem neuen Partner von vorne beginnen will (S.150).


Heiratstraum zur Vereinigung seelischer Aspekte in Richtung seelische Ganzheit

Vorkommnis

Traumbild

Deutung

Eine Studentin (Berta) in einer Designerschule trennte bisher streng künstlerische von spirituellen Elementen. Nun träumt sie von einer von zwei Lehrpersonen ihrer Schule: Der spirituelle Lehrer heiratet im Traum die Designlehrerin, obwohl eine solche Hochzeit nie stattgefunden hat (S.149).

Der spirituelle Lehrer heiratet die Designlehrerin in einem Teehaus in japanisch-philippinisch-afrikanischer Atmosphäre. Die Szene ist "zauberhaft" (S.149).

Der spirituelle Lehrer (Symbol für das Spirituelle der Seele) heiratet die Designlehrerin (Symbol für das Künstlerische der Seele). Die Schülerin stellt nach dem Traum in ihren Schmuckentwürfen neuen Schmuck in japanisch-philippinisch-afrikanischem Stil her, aber in einer eigenen persönlichen Mischung. Eine genaue Zuordnung ist nicht möglich. Die Schülerin kann plötzlich das künstlerische und das spirituelle Element verbinden. Eine Ganzheit der beiden seelischen Elemente ist entstanden, "gezaubert". Die Produktelinie hat grossen Erfolg (S.149).

Eine Frau (generell) führt ein hauptsächlich intellektuelles Leben (S.149-150).

Symbolischer Hochzeitstraum (S.149).

Die Frau entdeckt eine neue Beziehung zu ihrem Körper (S.149). Die Traumhochzeit stellt die neugefundene Einheit zwischen dem physischen und dem mentalen Selbst dar (S.150).

Gespaltene Persönlichkeit

Symbolischer Hochzeitstraum (S.150).

Symbolische Vereinigung von Beruf und romantischem Leben (S.150).

Gespaltene Persönlichkeit

Symbolischer Hochzeitstraum (S.150).

Symbolische Vereinigung von emotionalem und spirituellem Selbst (S.150).

Gespaltene Persönlichkeit

Symbolischer Hochzeitstraum (S.150).

Symbolische Vereinigung von männlichen und weiblichen Eigenschaften (S.150)

Gespaltene Persönlichkeit

Symbolischer Hochzeitstraum (S.150).

Symbolische Vereinigung von irgendwelchen Gegensätzen (S.150).

 



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