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Traumdeutungen gemäss Patricia Garfield

1. Traumdeutung - Traumwissen - Traumjournal - Traumphasen - Traumarten

Patricia Garfield, Portrait, 1999 ca.
Patricia Garfield, Portrait, 1999 ca.

von Michael Palomino (2006)

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aus: Patricia Garfield: Frauen träumen anders (orig.: "Women's Bodies, Women's Dreams" 1988). Über die Wechselwirkung zwischen Körper und Trauma. Ein Führer durch die weibliche Traumwelt. Scherz-Verlag 1989



Traumdeutung generell

Träume sind ein Barometer der inneren Gefühle. Träume sagen, wo sich das Herz im Augenblick befindet (S.210).

Träume sind auch Verarbeitungsträume des aktuellen Geschehens. Die Freuden oder Leiden der wachen Stunden hallen in den Träumen nach (S.118).

Zu jedem Traum gehört eine spezielle Lebenssituation. Jedes negative Traumbild hat auch positive Seiten, die erkannt werden müssen, eventuell auch der Tod und die Ewigkeit (S.271).

Träume machen das innere Selbst sichtbar. Träume sind "nächtliche Abenteuer" (S.45). Träume übertreiben und emotionalisieren. Patricia Garfield:

"Träume übertreiben. Sie nehmen eine emotionale Wahrheit und dramatisieren sie." (S.60)

Träume können dabei eine karikaturistische Art annehmen (S.168-169).

Die Übertreibungen im Traum können Angst verursachen. Träume brauchen deswegen eine Deutung und Relativierung, um die angedeutete Lebenssituation zu meistern (S.60).

[Kriminelle Träumerinnen
Auf keinen Fall ist ein Traum wörtlich zu nehmen. Frauen, die eine Person im Traum als Vergewaltiger sehen und dann behaupten, die Person sei ein Vergewaltiger, sind absolut kriminell. Die Justiz ist leider noch nicht so weit, diesen Tatbestand der Verleumdung festzuhalten und unter Strafe zu stellen. Desgleichen ist Traumtherapie und in der Justiz das Wisssen um Träume und Traumdeutung noch viel zu wenig verbreitet].

Der Code

Generell am wichtigsten ist im Traum die Unterscheidung, wer sich im Traum wie verhält (S.227).

Träume haben einen "symbolischen Code" und eine "poetische Zunge" zum Ausdrücken der Emotionen. Man kann diesen Code lesen lernen (S.23). Manche Kulturen geben die "Traumsprache" von Generation zu Generation weiter (S.104). In gewissen Ländern unterscheiden sich die Deutungstraditionen (S.300).


Der Code zur Deutung einiger Traumsymbole
Handlung im Traum
Bedeutung
Trefferquote
Widerkehrende Träume
Eine Situation bleibt ungelöst (S.219).
immer (S.219)
einkaufen
einen Beschluss fassen (S.127)
fast immer (S.127)
ein Haus
der Körper der träumenden Person (S.220)
häufig (S.220)
beschädigte Häuser oder Besitztümer
vorübergehend beeinträchtigte, verletzte Körper (S.2579

eine Brücke im Traum
die träumende Person ist in einer Übergangssituation (S.208)
häufig (S.208)
Haustiere
symbolisieren Instinkte der  träumenden Person (S.223)
oft (S.223)
Fahrzeuge im Traum
symbolisieren die Art, sich durchs Leben zu bewegen (S.223)
immer (S.223)
Baumblätter
bedeuten Wachstum der Beziehung (S.64)

etwas durch ein Fenster betrachten
etwas sehen, was den "Standpunkt" der träumenden Person betrifft (S.64)

Exkremente, Abwasser
symbolisieren eine abstossende Seite (S.224)
immer (S.224)
Becken, Vasen, Tunne, Gänge,  Juwelen
symbolisieren die Gebärmutter (S.235)

Landschaften
teilen oft mit, wie die träumende Person die emotionale Umgebung empfindet (S.238)
oft (S.238)
spucken
Samenerguss (S.238)

ein länglicher Gegenstand
Penis (S.238)

Blumen
Liebe generell, oder: Vagina und Schamlippen (S.113)

Blüte
weibliche Sexualorgane Vagina und Schamlippen (S.251)
in Frauenträumen,m Männerträumen, in der Kunst der meisten Kulturen von China bis "USA" (S.251)
Pferde
symbolisieren Triebenergie (S.254)
meistens (S.254)
Tor
symbolisiert den Übertritt in eine andere Welt (S.266)


Allgemein gilt, dass freundliche Tiere im Traum, seltene und bezaubernde Tiere ein Anzeichen für gute Beziehungen zwischen der Seele und dem Triebleben sind (S.165).

Allgemein können Menschen auch persönliche Symbole haben, die mit persönlichen Erlebnissen verknüpft sind (S.235).

Die Träume passen sich der sexuellen Entwicklung an

Die Träume von Mädchen ändern sich  je nach weiblichem Körperbau. Deswegen ist für eine richtige Traumdeutung das Wissen um die sexuelle Entwicklung bei Menschen absolute Bedingung (S.9).

[Traumwissen als Voraussetzung für das menschliche Verständnis
Dieses Wissen ist Voraussetzung für jede Erziehungsaufgabe und den menschlichen Umgang miteinander. Dieses Wissen über Träume war vor dem "technischen Zeitalter" Tradition und ist heute durch die Ablenkung durch die Medien und durch die Massenspektakel in den Hintergrund gedrängt. Viele Märchen basieren auf der Traumsymbolik].

[Entfremdung von der Realität durch Träume
Die Traumdeutung kann zu einer Entfremdung von der Realität führen, wenn die Träume nicht richtig interpretiert werden. Jede Frau muss die Interpretation ihrer Träume beherrschen lernen. Frauen, die Männern vorwerfen, sie würden Träume "nicht verstehen", sind nicht gesellschaftstauglich, so wie Männer, die in ihrem unflexiblen und mechanischen Denken verharren, ohne das Zyklusleben einer Frau zu berücksichtigen].

Traumjournal führen

Als Voraussetzung für eine Traumanalyse sollte ein "Traumjournal" geführt werden. um die verschiedenen Traumarten zu erkennen (S.13), insbesondere die normalen Träume und die übersinnlichen Vorhersageträume (S.45):

-- jeden Abend das Tagesgeschehen kurz aufschreiben, v.a. was die Gefühle bei den Geschehnissen betrifft

-- neben dem Bett sollte ein Notizblock mit Stift liegen, um beim Erwachen sofort alles in Protokollform aufzuschreiben (Traumprotokolle), zumindest die Schlüsselwörter

-- am Tag dann sollte die Traumerinnerung aufgeschrieben werden (S.13)

-- dann gilt es, die Träume mit den Erfahrungen zu vergleichen und die typische Situation bzw. die Lebenssituation und die Bedeutungen der Traumsymbolik herauszufinden (S.13-14).

-- Träume sollen immer in der Gegenwart (im Präsens) aufgeschrieben werden, denn so kann man sich besser an die Traumgefühle erinnern und auch die Gefühle schriftlich niederlegen, bzw. man kann mehr Angst ablegen, von der man noch gar nicht weiss, was sie bedeutet (S.123)

-- man soll merken und aufschreiben, wann wo welche Gefühle im Traum waren (S.123)

-- man soll die Zusammenhänge zwischen dem echten Leben und den echten Gefühlen feststellen, die sich am Tag vor dem Traum ereignet haben, und dann diese mit den Traumabläufen vergleichen, wobei die Träume immer übertrieben sind (S.123)

-- man soll über die Bedeutung der Träume meditieren [z.B. spazierengehen] (S.136)

-- man soll Assoziationen finden zu Figuren, Umgebungen, Gegenständen, Farben etc. (S.134)

-- und man soll die Traumszenen durch die assoziierten Bilder ersetzen und so die Botschaft des Traums erkennen (S.136).


Die Schlafzeit

Die Traumphasen mit körperlicher sexueller Erregung alle 90 Minuten

 
Die gesamte Schlafzeit teilt sich in eine erste erholsame Phase von Tiefschlaf. Die Körpertemperatur sinkt, die Muskeln entspannen sich. Dann folgt eine zweite Phase des leichteren Schlafs. Während des gesamten Schlaft ist alle 90 Minuten das zentrale Nervensystem für eine längere Zeit stark aktiv (S.19).

Alle 90 Minuten werden die Sexualorgane durch das ZNS aktiviert (S.91), egal ob die Träume sexuell sind oder nicht. Diese Aktivierung der Sexualorgane alle 90 Minuten ist normal (S.92). Eine träumende Person ist körperlich immer sexuell erregt (S.92-93).


Traumarten

1. Leichte Träume im Tiefschlaf

Durch den ganzen Schlaf können leichtere Träume auftreten. Es sind Träume, die ohne körperliche Aktivität begleitet sind, insbesondere nicht durch schnelle Augenbewegungen (rapid eye movements REM). Dies sind die "Traumtäler" (S.20).

Charakteristisch für leichte Träume sind ruhige, bedächtige, dokumentarische Träume (S.20).

2. Körperreaktionen beim leichteren Schlaf - die intensiven Träume

-- die Körpertemperatur steigt wieder
-- es ereignen sich kleine Zuckungen der Lippen oder der Finger (S.19)
-- die Pulsfrequenz steigt (S.39)

-- die Sexualorgane werden erregt mit stärkerer Durchblutung mit Erektion bei den Männern  oder bei den Frauen mit anschwellenden Schamlippen (S.20), erigierten Brustwarzen (S.38) und mit feuchter Vagina (S.20), steigende Vaginaltemperatur (S.38)

-- schnelle Augenbewegungen (rapid eye movements REM) (S.30)
-- diese Zeiten sind "Traumberge" mit REM (S.20).

Die schnellen Augenbewegungen (rapid eye movement REM) der intensiven Träume

Die REM sind durch das Nervensystem provoziert: Die Nervenzellen im Stammhirn ("gigantozellulare Tegmental-Feld-Neuronen (GTF)" werden erregt und stimulieren das tiefere Gehirn, wo die Emotionen entstehen. Ab einem bestimmten Grad der Stimulation kommt es zu REM und intensiven Träumen, mehrmals pro Schlaf, die so genannten "Traumberge" (S.20).

Charakteristisch für intensive Träume sind Dramatik, Horror, Krimi (S.20).

REM-Schlaf

Säuglinge

am häufigsten (S.247) [?]

junge Erwachsene

20-25% der Schlafzeit (S.247)

während der Schwangerschaft

am häufigsten (S.152) [?]

30-50-jährige Erwachsene

18-25% der Schlafzeit (S.247)

50-70-jährige Erwachsene

13-18% der Schlafzeit (S.247)


Der REM-Schlaf ist entscheidend für die Gesundheit. Zu wenig REM-Schlaf gefährdet die Gesundheit (S.247).

3. Die archetypischen Träume

Dies sind Träume aus der kreativen Quelle, aus dem universalen Unbewussten, aus der archetypischen Ebene, aus der extrasensorischen Wahrnehmung, aus dem göttlichen Bereich der Grundhandlungen, die jeder Mensch im Leben erlebt (S.23).

Die Urbilder / die archetypischen Bilder in Träumen

Lebenselement

zeichnerischer Ausdruck

Freude

gerundete Linien und kreisförmige Motive

Weiblichkeit

gebogene oder gekreuzte Linien, fast gleich wie die Freude

Depression

Linien im unteren Seitenbereich

friedliche Stimmung

waagrechte Linien mit Tendenz zu Familienbild

Wut

scharfe, gezackte Linien

Männlichkeit

scharfe, schroffe Linien, fast gleich wie die Wut

 

(S.29)


Diese archetypischen Bilder sind in den Träumen drin und können erkannt werden (S.29).

4. Übersinnliche Träume mit übersinnlichen Botschaften

Übersinnliche Träume sind "Vorhersageträume" (S.44-45).

Frauen haben mehr übersinnliche Träume (S.44) / "Vorhersageträume" (S.45) als Männer (S.44).

Frauen nehmen auch eher Botschaften wahr, dass ein Angehöriger krank ist oder stirbt (S.44-45), vielleicht, weil Frauen eher im Traum ihre Beziehungen reflektieren (S.45).

Übersinnliche Träume / "Vorhersageträume" / Prophetieträume
Vorkommnis Traum Resultat
Eine Frau ist noch nicht verliebt. Die Frau wird im Traum immer wieder von einem grünen Mann gejagt. Die Frau lernt dann einen Mann mit Namen "Green" (engl. Grün) kennen. Die Träume hören auf, die beiden heiraten schlussendlich (S.85).
Eine Frau verliebt sich in einen Mann namens "Jack". Sie sieht sich im Traum am Automaten [Symbol für den Penis] den Jackpot gewinnen und die Münzen strömen in Fülle aus dem Automat [die herausfallenden Münzen sind Symbol für Sperma]. Die Frau heiratet schlussendlich Jack (S.113). Es besteht eine direkte Verbindung zwischen "Jack" und "Jack-pot". Sie nutzte ihre Chance (S.114).


5. Aktives, bewusstes Träumen

Frauen, die das aktive Träumen erlernt haben

-- sind im Traum "klarsichtig"
-- sind sich während des Traums bewusst, dass sie träumen
-- erleben während des Traums verstärkte sexuelle Gefühle
-- können ihre Aktivität nach Wunsch steuern und können im Traum entscheiden, ob der Sextraum z.B. bis zum Orgasmus weitergehen soll oder nicht
-- bewusst träumende Frauen können scheinbar die schon vorhandenen physischen Empfindungen steigern
-- die Traumorgasmen können dabei so gesteigert werden, dass sie "umwerfend und überlebensgross" werden (S.92).

Aktiv träumen kann man lernen, indem man trainiert, sich im Traum bewusst zu werden, dass man träumt. Dann sind in den Träumen "unglaubliche Verzückungen" möglich. Die träumende Person kann mitentscheiden, wohin der Traum geht (S.118).

 

Beispiele für aktives, bewusstes Träumen

Vorkommnis

Traum

Deutung

Aktiver Traum mit Sex

Sextraum: Die Träumerin gibt sich ganz der Leidenschaft hin und hat das Gefühl, zwischen Penisspitze und dem Vaginaeingang zu existieren, [wo die sexuelle Reizung für die Frau am grössten ist]. Die Träumerin lässt zu, dass sie mit den Stossbewegungen verschmilzt, und die Lust wird immer grösser, bis zum Orgasmus (S.118).

Die Frau weiss im Traum, dass sie träumt und fühlt den erregten Zustand des Körpers. Die Empfindungen verbinden sich mit den Bildern des Traumes und sie wählt aktiv, wie der Traum weitergeht. Oft wählt sie den Traum bis zum Orgasmus (S.118).

Frau, 82 Jahre alt, war Schulberaterin und ehrenamtlich in einem Heim für missbrauchte Kinder tätig (S.259)

Verlusttraum: Die Frau träumt, sie verliere ihr Portemonnaie. Sie sagt sich im Traum, das muss ein Traum sein, denn sie verliert in Realität nie ihr Portemonnaie. Sie setzt einen Ort fest, wo das Portemonnaie zu finden ist: "Hinter diesem Busch", oder "um die nächste Ecke", oder jemand bringt das Portemonnaie. Und so ist es dann auch (S.259).

Die Frau träumt immer von verlorenen Portemonnaies, wenn sie "unsicher" ist (S.259).



Kombination von Traumebenen

Manchmal sind alle drei oder vier Traumebenen gleichzeitig am Werk (S.23-24).


Fotoquellen

-- Patricia Garfield, Portrait: http://www.patriciagarfield.com/about_pg.htm


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