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Psychologie: Die Psyche von jungen Männern

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präsentiert von Michael Palomino

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Frankreich 7.1.2011: Abgeschaffte Wehrpflicht bringt mehr desorientierte, junge Männer

Bürgerliche Tugenden und Disziplin wird durch militärische Disziplin vermittelt. Wenn die Wehrpflicht fehlt, dann werden diese Tugenden weniger vermittelt. Das ist ein Problem. Scheinbar wird Disziplin, Pünktlichkeit, Ausdauer und Kameradschaft (Ehrlichkeit) einfach zu wenig vermittelt, denn man kann das doch auch anders ohne Militär vermitteln. Aber der Artikel bedauert nur das Fehlen des Militärs und deutet keine neuen Wege der geistigen Schulung für junge Erwachsene an. Nun, lesen Sie selbst:

aus: Welt online: Wie Frankreich ohne Wehrpflicht verlottert; 7.1.2011;
http://www.welt.de/debatte/article12030945/Wie-Frankreich-ohne-Wehrpflicht-verlottert.html

<Frankreich schaffte die Wehrpflicht mit denselben Argumenten ab wie jetzt Deutschland. Inzwischen mangelt es jungen Männern an wichtigen Tugenden.

Ende August vergangenen Jahres sandte die ehemalige Präsidentschaftskandidatin der französischen Sozialisten, Ségolène Royal, dem damaligen Verteidigungsminister Hervé Morin einen Brief mit einem delikaten Angebot. Morin wollte einen Regimentsstandort in La Rochelle schließen. Frau Royal, die Präsidentin der Region Poitou-Charentes ist, schlug vor, die Schließung zu verhindern und den Soldaten eine neue Aufgabe zuzuweisen: Sie könnten an einem „Experiment“ teilnehmen und straffällig gewordene junge Erwachsene ausbilden.

Eine militärische Erziehung, ein „encadrement militaire“, solle diesen die Wiedereingliederung in die Gesellschaft erleichtern. Morin, im Verteidigungsministerium inzwischen von Alain Jupée abgelöst, lehnte ab: Die Umerziehung fehlgeleiteter Jugendlicher gehöre nicht „zur Arbeit der Soldaten“. Die seien nicht dazu da, um Delinquenten zu betreuen. Dafür gebe es andere staatliche Institutionen. Welche, sagte er nicht.

Es macht sich das Gefühl breit, der Gesellschaft fehle etwas

Ségolène Royal bemängelte daraufhin „einen Widerspruch zwischen den Erklärungen des Präsidenten der Republik“, der behaupte, gegen die „Unsicherheit“ in den Städten „Krieg zu führen“, und der Ablehnung ihres „ebenso konkreten wie effizienten Vorschlages“. Damit verlief die Geschichte erst einmal im Sande. Man könnte Royals Initiative als Teil ihrer Bemühungen abtun, sich erneut als Präsidentschaftskandidatin zu positionieren.

Schon im Wahlkampf 2007 hatte sie das „encadrement militaire“ ins Gespräch gebracht. In Umfragen erhielt der kurios anmutende Vorschlag damals hohe Zustimmungswerte. Die kommen nicht von ungefähr: Frankreich hat 1997 die Aussetzung der Wehrpflicht beschlossen. Seit 2001 werden keine Wehrpflichtigen mehr zum Dienst herangezogen. Und inzwischen macht sich das Gefühl breit, dass der Gesellschaft etwas fehlt. Genau auf diesen Phantomschmerz reagiert Ségolène Royal mit ihrem Vorschlag.

Eine Generation ist ohne militärische Disziplin erwachsen geworden

Man mag daran zweifeln, dass militärische Schulung die richtige Methode ist, um straffällig gewordene junge Männer wieder auf die Spur zu bringen. Doch der Verdacht ist nicht ganz von der Hand zu weisen, dass die Zahl derer, denen es an bürgerlicher Tugend und Disziplin mangelt, geringer wäre, wenn es noch die Wehrpflicht gäbe.

Die Argumente für das Ende der Wehrpflichtarmee waren in Frankreich dieselben, wie man sie nun auch in Deutschland hören konnte: Die geostrategische Situation habe sich verändert, Wehrgerechtigkeit sei nicht mehr gewährleistet, moderne Streitkräfte bräuchten mehr Professionalität. Stimmt wahrscheinlich alles. Doch inzwischen sind in Frankreich zehn Jahre ins Land gegangen. Eine ganze Alterskohorte ist erwachsen geworden, ohne mit militärischen Disziplinierungstechniken und Hierarchiemustern in Berührung gekommen zu sein.

Und die Zahl derer, die sich fragen, ob es wirklich eine gute Idee war, die Wehrpflicht abzuschaffen, wächst. Für das Militär mögen die Verluste zu kompensieren sein. Schwerer zu ermessen ist, was ausgerechnet der Zivilgesellschaft verloren geht, wenn die Armee als Bürgerschule, Integrationshelfer und männlicher Disziplinierungsapparat langfristig ausfällt.

Die Armee wurde ein Symbol der Gleichheit aller Bürger

Die Idee des Soldaten, der zugleich ein überzeugter Citoyen ist, der die Werte der Republik verinnerlicht hat und für sie eintritt, entwickelte sich während der Französischen Revolution. Gesetzlich verankert wurde die Wehrpflicht mit dem „Loi Jourdan“ im Jahr 1798. Knapp 200 Jahre später war es Präsident Jacques Chirac, der die allgemeine Wehrpflicht zum Auslaufmodell erklärte.

Wie in Deutschland ließe sich auch in Frankreich trefflich darüber streiten, ob die Wehrpflicht tatsächlich so „allgemein“ gültig war, wie sie vorgab zu sein. Nicht selten waren es die gehobenen Kreisen entstammenden Absolventen französischer Eliteschulen, die ihre „Militärzeit“ als Praktikanten bei französischen Unternehmen im Ausland in angenehmem Ambiente absolvierten, anstatt sich wie die breite Masse auf schlammigen Truppenübungsplätzen drillen zu lassen.

Doch trotz solcher Ausnahmeregelungen erfüllten die französischen Streitkräfte eine Aufgabe, die sie mit dem französischen Schulsystem teilten: Sie weckten bei jungen Menschen aus unterschiedlichen Schichten das Bewusstsein, gleichberechtigte Bürger zu sein, und vermittelten zugleich elementare Kenntnisse über bürgerliche Rechte und Pflichten. Die Armee wurde so zu einem Symbol der Gleichheit aller Bürger und leistete einen entscheidenden Beitrag zum inneren Zusammenhalt der Nation.

Die Wehrpflicht hat Perspektiven eröffnet

Dieser Zusammenhalt steht heute immer häufiger in Zweifel, und zwar nicht nur dann, wenn französische Staatsbürger mit maghrebinischen Wurzeln im Fußballstadion beginnen zu pfeifen, sobald die Marseillaise gespielt wird. Gerade für die in Frankreich geborene zweite und dritte Generation der Zuwanderer ist es heute nicht mehr selbstverständlich, sich als französischer Citoyen zu fühlen.

Sie sind oft die Ersten, die das Schulsystem aussortiert. Sie leben oft – nicht nur bildlich gesprochen – am Rande der Gesellschaft in den Banlieus, wo die Arbeitslosigkeit hoch und der Weg in die Kriminalität kurz ist. An dieser Lage hat die Wehrpflicht in Frankreich wenig ändern können, doch oft hat sie den Absolventen zumindest das Gefühl gegeben, Teil einer Gemeinschaft zu sein, und hat ihnen Perspektiven innerhalb dieser Gemeinschaft eröffnet.

Das Militär vermittelt den Wehrpflichtigen elementare Tugenden

Nebenbei vermittelte das Militär den Wehrpflichtigen elementare zivile Techniken, um die es heute allgemein nicht mehr gut bestellt zu sein scheint: Disziplin, Pünktlichkeit, Ausdauer und Kameradschaft. Letztere heißt bloß neuerdings "Teamfähigkeit“. Eine gängige Klage in mittelständischen französischen Handwerksbetrieben lautet, dass die Zahl junger Berufsanfänger, die in der Lage sind, fünfmal die Woche pünktlich zur Arbeit zu erscheinen, stark zurückgegangen ist, seit der Militärdienst abgeschafft wurde.

Bislang liegt keine Studie vor, die diese Einschätzung belegen könnte. Doch sie ist ein Indiz dafür, dass der französischen Zivilgesellschaft Fertigkeiten abhandenzukommen scheinen, die das Militär offenbar in der Lage war zu vermitteln. Es wird interessant sein zu beobachten, wie lange es in Deutschland dauern wird, bis nach der De-facto-Abschaffung der Wehrpflicht die ersten Verlustanzeigen vorliegen.>



Kommentar: Sozialdienst absolvieren ist besser

Es ist nicht das Militär, das "Tugenden" vermittelt, sondern das Gruppenerlebnis allgemein. Das heisst:

-- ein Sozialdienst bringt eher die Vermittlung sozialer Verantwortung
-- in Kombination mit Gruppentreffen, Gruppenarbeiten und Gruppensport.

Man muss also nicht ein teures Militär organisieren, sondern Sozialdienst in Kombination mit Gruppentreffen, Gruppenarbeiten und Gruppensport. So entwickelt sich eine Verantwortung in den Menschen, die das Leben lang anghält, OHNE Waffen und OHNE Aggression.

Michael Palomino, 3.8.2011

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Der Standard online, Logo

26.8.2011: Erwachsen ist man erst ab 30 - einschneidende Lebensereignisse prägen die Wesenszüge mit

aus: Der Standard online: Persönlichkeit erst mit 30 Jahren ausgereift - einschneidende Lebensereignisse besitzen Einfluss auf Wesenszüge - Ab einem Alter von 70 Jahren weitere bedeutende Veränderungen; 26.8.2011;
http://derstandard.at/1313025272733/Studie-Persoenlichkeit-erst-mit-30-Jahren-ausgereift

<Münster - Die Persönlichkeit eines Menschen ist einer Studie zufolge erst mit 30 Jahren weitgehend ausgereift. Diese häufige Erfahrung von Klassentreffen wird durch neue Erkenntnisse von Psychologen bestätigt, wie die Universität Münster am Freitag berichtete.

"Im Allgemeinen ist die Persönlichkeit eines Menschen zwar relativ stabil", erläuterte Mitverfasserin und Diplompsychologin Jule Specht. So habe beispielsweise die im Kindesalter entwickelte Persönlichkeit Auswirkungen auf das Verhalten im Erwachsenenalter. "Unsere Ergebnisse zeigen jedoch, dass die Persönlichkeit insbesondere bis zu einem Alter von 30 Jahren und ab einem Alter von 70 Jahren dennoch auch bedeutenden Veränderungen unterliegt", erklärte Specht. Die Studie ist im "Journal of Personality and Social Psychology" erschienen.

Einschneidende Ereignisse

Mit der Untersuchung der Universitäten Münster, Mainz und Leipzig liegt nach Angaben der Autoren die erste große, repräsentative Stichprobe vor, welchen Einfluss einschneidende Lebensereignisse auf Wesenszüge haben. Das Spektrum reicht dabei von Heirat über Geburt eines Kindes bis hin zum letzten Arbeitstag. "Ändert sich unser Leben maßgeblich, dann hat das auch Auswirkungen auf unsere eigentlich stabile Persönlichkeit", resümierte Wissenschaftlerin Specht, die kürzlich von Münster nach Leipzig wechselte.

Die Studie der Psychologen nutzt nach Angaben der Hochschule die Daten des sozioökonomischen Panels (SOEP) des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, eine der ältesten und größten Längsschnittstudien privater Haushalte. In den Jahren 2005 und 2009 wurden bei fast 15.000 Menschen fünf zentrale Persönlichkeitsmerkmale erfasst: emotionale Stabilität, Extraversion (etwa Geselligkeit), Offenheit für Erfahrungen, Verträglichkeit und Gewissenhaftigkeit. (APA)>

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