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Psychologie: Die Psyche von Brandstiftern

Brennendes Haus, wahrscheinlich
                          Brandstiftung
Brennendes Haus, wahrscheinlich Brandstiftung
Buschfeuer in Australien,
                          verursacht durch mutwillige Brandstiftung
Buschfeuer in Australien, verursacht durch mutwillige Brandstiftung

Brandstifter haben meistens persönliche Probleme, oder sind sensationsgeil und machtgeil. Oft sind es frustrierte Feuerwehrleute...



Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Einleitung

Scheinbar fehlt hier eine Schulung als Prävention gegen Brandstiftung als Mittel zum Frustabbau. Scheinbar sind hier Männer zu viel alleine und haben keine Idee, wie sie ihr Leben verbessern können. Denn immer wieder wird Frustration im Privatleben als Grund zum Brände legen angegeben, absolut unverständlich bei der Höhe des Sachschadens und bei der Gefährdung von Menschenleben, die mit einem brennenden Haus verbunden sind.

Michael Palomino, 25.8.2010



Stern online,
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Fall Sylt 23.8.2010: Der Feuerteufel weiss nicht, warum er 17 Mal Brände gelegt hat

aus: Stern online: Brandserie auf Sylt: Mutmaßlicher Feuerteufel gesteht und schweigt; 23.8.2010;
http://www.stern.de/panorama/brandserie-auf-sylt-mutmasslicher-feuerteufel-gesteht-und-schweigt-1596178.html

<Zehn Tage lang war Sylt in Sorge: 17-Mal brannte es auf der Insel. Nun wurde der mutmaßliche Täter gefasst: ein 46-jähriger Taxifahrer. Der Mann hat alles gestanden - nur das Warum kann er nicht beantworten. Von Niels Kruse

Der junge Mann, der den Sylter Feuerteufel hörte und die Polizei rief

Was in seinem Kopf vorgeht, ist den Ermittlern auch einen Tag nach der Festnahme ein Rätsel. Immerhin: Er hat gestanden. 17-Mal will ein 46-jähriger Taxifahrer auf Sylt Brände gelegt haben - unter anderem in einem Hotel, im Schulungszentrum, in einer Kneipe und einem Schuppen. Doch über den Grund schweigt er sich aus. "Vielleicht wollte ich Aufmerksamkeit erregen", soll er im Verhör zu Protokoll gegeben haben, wie Staatsanwältin Ulrike Stahlmann-Liebelt stern.de sagte. Der mutmaßliche Feuerteufel sitzt in Untersuchungshaft - wegen des Verdachts der mehrfachen besonders schweren Brandstiftung.

Zehn Tage lang hat der Sylter Feuerteufel sein Unwesen getrieben: Gleich in der ersten Nacht brannten ein Pflegeheim, ein Hotel und ein Schulungszentrum. Die Gebäude mussten evakuiert und 400 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Vier Personen wurden verletzt, drei davon bei einem Verkehrsunfall mit einem Löschfahrzeug. Der Sachschaden geht in die Millionen.

Erleichtert, dass er gefasst worden sei

Knapp eine Woche nach Beginn der Brandserie machte sich der mutmaßliche Täter an einem Ferienhaus mit Reetdach zu schaffen, in dem 13 Menschen schliefen. Nur ein 13-jähriger Junge war noch wach. Ihm fielen ungewöhnliche Geräusche auf, weshalb er seine Eltern weckte und die Polizei verständigte. Sie fand nach kurzer Suche den Taxifahrer, der sich laut Staatsanwaltschaft zunächst versteckt haben soll. Später aber wird er den Beamten sagen, er sei erleichtert, weil es nun vorbei sei.

Über die Gründe, die den geschiedenen Mann antreiben, der vor drei Jahren aus Gelsenkirchen nach Sylt gezogen ist, lässt sich nur spekulieren. "Der typische Serienbrandstifter ist selten intelligent und hat einen einfachen Job", sagt Kriminalpsychologen Georg Sieber wenig schmeichelhaft über Menschen wie den 46-Jährigen. Feuerteufel seien meistens Loser, die versuchen, mit möglichst wenig Aufwand große Aufmerksamkeit zu erregen, so Sieber weiter.

Nach dem Zündeln stets den Tatort verlassen

So gesehen würde das dürre Sätzchen des 46-Jährigen über seine eigene Motivation passen. Allerdings habe der Mann nach dem Zündeln stets den Tatort verlassen, sagt Staatsanwältin Stahlmann-Liebelt, was dem klassischen Brandstifter-Typus widerspricht. Über mögliche Konsequenzen scheint sich der Taxifahrer selten Gedanken gemacht zu haben: Bereits mehrere Tage vor Beginn der Brandserie war in einem Mehrfamilienhaus ein Feuer ausgebrochen - genau dort, wo der Verdächtige selbst wohnt und, wie gestanden hat, den er selbst gelegt haben will.

Von Niels Kruse>

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20 minuten
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Meilen 24.8.2010: <Feuerwehrmann: Brände gelegt, um Dampf abzulassen>

aus: 20 minuten online; 24.8.2010, http://www.20min.ch/news/zuerich/story/31475960
von Attila Szenogrady - Aus Wut hat ein psychisch gestörter Feuerwehrmann in Meilen sechs Brände gelegt. Nun wurde der Täter zu drei Jahren Freiheitsentzug verurteilt.

<Es war am 16. November 2007, als der heute 22-jährige Lastwagenchauffeur und Mitglied der freiwilligen Feuerwehr von Meilen das erste Mal zuschlug. Kurz vor Mitternacht zündete er in einem Holzschuppen an der Pfarrhausgasse mit einem Feuerzeug ein Kissen an und begab sich danach in ein Restaurant. Schon kurz darauf stand der Schuppen in Flammen. Als die Feuerwehr am Tatort eintraf und den Brand löschen konnte, war der Abstellraum bereits zerstört.

Tatmotiv: Wut, Frust und Langeweile

In den nächsten vier Wochen legte der Angeklagte in Meilen vier weitere Brände. So am 27. November 2007, als er am Bootstrockenplatz ein Segelschiff anzündete. Oder eine Nacht später, als an der Erlenstrasse eine ganze Scheune ausbrannte. Später war ein Lastwagenwagen an der Reihe.

Die Serie endete vorerst am 21. Dezember 2007. So wurde der Chauffeur endlich erwischt. Die Staatsanwaltschaft See/Oberland leitete eine Strafuntersuchung gegen ihn ein.

Bedenklich dabei: Der bald aus der Haft entlassene Täter wurde wieder rückfällig. Im Juli 2008 steckte er einen Abfallcontainer in Brand. Am 14. Oktober 2008 fackelte er ein Rebhäuschen ab und wurde kurz darauf von der Polizei festgenommen. Seither sitzt er im Gefängnis.

Während der Untersuchung gab er Wut, Frust und Langeweile als Tatmotiv an. Der gesamte Sachschaden überstieg die Summe von 350 000 Franken.

Sofortige Freilassung verlangt

In einem ersten Prozess am Bezirksgericht Meilen wurde der geständige Angeschuldigte im letzten Herbst wegen mehrfacher und in einem Fall wegen versuchter Brandstiftung zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Zudem wurde während des Strafvollzugs eine ambulante Psychotherapie angeordnet. Ein psychiatrisches Gutachten hatte vor einem hohen Rückfallrisiko seitens des psychisch gestörten Brandstifters gewarnt.

Eine gegenteilige Auffassung vertrat die Verteidigerin, die Berufung einlegte und am Montag vor dem Zürcher Obergericht mit einer bedingten, jedoch nicht bezifferten Freiheitsstrafe die sofortige Haftentlassung ihres jungen Mandanten verlangte.

Verteidigung abgeblitzt

Die Rechtsanwältin wehrte sich auch gegen die Anordnung einer ambulanten Psychotherapie und berief sich dabei auf ein erstes Kurzgutachten nach der ersten Brandserie. Dieses hatte den Angeklagten noch als normal eingestuft und eine Rückfallgefahr als leicht bis moderat erhöht eingestuft.
Das Obergericht verwarf aber das erste Gutachten und folgte wie schon das Gericht in Meilen dem zweiten, ausführlichen Bericht eines zweiten Arztes, der den Angeklagten als gefährlich bezeichnet hatte.

Mit der logischen Folge, dass die Verteidigung abblitzte und das Obergericht das Urteil von Meilen umfassend bestätigte. Sowohl die unbedingte Freiheitsstrafe von drei Jahren, als auch die Anordnung einer ambulanten Massnahme im Gefängnis. Damit bleibt der junge Mann weiter hinter Gittern.>

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Der Standard
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Feuerteufel in Berlin 23.8.2011: <Berliner zündelte aus "Hass auf Schwaben"> - Hauptstädter hetzen gegen Zuzügler aus dem Ländle - elf Kinderwagen abgefackelt

aus: Der Standard online; 23.8.2011;
http://derstandard.at/1313024956845/Brennende-Autos-Berliner-zuendelte-aus-Hass-auf-Schwaben

<Berlin - Der Berliner Polizei ist es gelungen, einen mutmaßlichen Brandstifter festzunehmen. Zwar kann sie dem 29-jährigen Zeitungsausträger keine Brandstiftung an Autos nachweisen. Doch er gestand, in den vergangenen Wochen elf Kinderwagen in Stiegenhäusern abgefackelt zu haben.

Als Motiv gibt der Mann an: "Hass auf Schwaben". Damit erreicht die Hetze von alteingesessenen Berlinern gegen Zuzügler aus Westdeutschland einen neuen Tiefpunkt.

Der Geständige stammt aus Berlin-Neukölln, einem Problembezirk mit hohem Migrantenanteil. Gezündelt hat er in Prenzlauer Berg, jenem Ostberliner Bezirk, dem in Reiseführern gern das Attribut "Szene" vorangesetzt wird. Dort wohnen zwar auch Berliner, aber nicht mehr so viele. Der Bezirk ist vor allem bei "Neu-Berlinern" beliebt.

Klischeebeladener Tenor der Kläger: Die Neuen, die "irgendwas mit Medien machen", würden ohne mit der Wimper zu zucken überhöhte Immobilienpreise für schicke Dachgeschoßwohnungen in schweinchenrosa renovierten Altbauten sowie Bio-Tofu-Häppchen im Reformhaus zahlen. Ur-Berliner, die sich den Schnickschnack nicht leisten können, werden immer mehr verdrängt.

Als Feindbild, auf den all dies zutrifft, wurde schon in den Neunzigerjahren "der Schwabe" auserkoren. Eine wirkliche Erklärung gibt es dafür nicht, vermutet wird, weil die Schwaben als strebsam, ordentlich und diszipliniert gelten, nach dem Motto: "Schaffe, schaffe, Häusle baue" - während es der Berliner, der seine Stadt jahrelang am Subventionstropf hängen sah, eher gemütlich angeht.

Schon in den Neunzigerjahren hingen am Prenzlauer Berg plötzlich Zettel mit der Aufschrift "You are now entering the Schwabisch Zone". Schmierereien wie "Schwaben raus" sieht man auch heute an den Hauswänden. Neuerdings heißt es an einer Wand in der Kollwitzstraße sogar "Tötet Schwaben".

Das Stadtmagazin Zitty, das genussvoll über den "Porno-Hippie-Schwaben" herzieht (Porno wegen der großen Spiegel-Sonnenbrillen), fragte seine Leserinnen und Leser, wen sie eigentlich am wenigsten gerne als Nachbarn hätten. Die kaum erstaunliche Antwort: eine junge Familie aus dem Prenzlauer Berg, einen "Ökofaschisten" und natürlich einen Schwaben. (bau/DER STANDARD, Printausgabe, 24.8.2011)>


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23.10.2011: <Aus Frust Brände gelegt: Berliner Auto-Feuerteufel ist gefasst> - Videofahndung und Handyfahndung

aus: 20 minuten online; 23.10.2011;
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/25639724

<Mehrere Monate tappte die Berliner Polizei im Dunkeln. Jetzt hat sie einen 27-jährigen Arbeitslosen geschnappt, der über 60 Fahrzeuge in Brand gesteckt haben soll. Die Polizeigewerkschaft sieht aber noch keinen Grund zur Entwarnung.

Nach monatelangen Brandanschlägen auf Autos in Berlin hat die Polizei einen mutmasslichen Serien-Brandstifter gefasst. Der 27-Jährige sei am Freitag festgenommen worden, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag und bestätigte damit einen Bericht der «Bild»-Zeitung. Der Mann solle von Juni bis August eine «hohe Zahl» von Autos vor allem in den Stadtteilen Mitte, Spandau und Charlottenburg in Brand gesetzt haben, sagte die Sprecherin.

Nach Informationen der «Bild»-Zeitung soll es sich um bis zu 60 Fahrzeuge handeln. Der mutmassliche Zündler sei nicht auf frischer Tat ertappt worden, hiess es weiter. Aufgrund seiner «sehr konkreten Erinnerungen» habe er bei seiner Vernehmung sogar einzelne Automarken und Strassenzüge benennen können, erfuhr die Zeitung aus hochrangigen Ermittlerkreisen. Offenbar hat der Mann nicht aus politischen Motiven gehandelt. Laut «Bild» soll er gegenüber den Ermittlern angegeben haben, die Brände aus Frust über seine damalige Arbeitslosigkeit gelegt zu haben.

Nach Polizeiangaben sind in der Hauptstadt in diesem Jahr bei Brandstiftungen über 625 Fahrzeuge beschädigt worden, davon mehr als 270 bei politisch motivierten Brandanschlägen.

Kein Anlass zur Entwarnung

Innensenator Erhart Körting (SPD) sah sich in der Annahme bestätigt, «wonach hinter vielen Brandstiftungen ein Einzeltäter stecken könnte, der nicht aus der linken Szene stammt». Er sagte dem Tagesspiegel, in der Hälfte aller Autozündeleien sei zwar zunächst der Staatsschutz mit den Ermittlungen beauftragt worden, der für politisch motivierte Taten zuständig ist. Dies liege jedoch daran, dass man sich nicht dem Vorwurf aussetzen wollte, «der Senat sei auf dem linken Auge blind».

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sieht keinen Anlass zur Entwarnung. «Brandanschläge bleiben ein Mittel der öffentlichen Aufmerksamkeit auch für extremistische Kräfte», sagte Gewerkschaftschef Bernhard Witthaut der Leipziger Volkszeitung. Dies hätten die jüngsten Anschläge auf Bahnanlagen im Grossraum Berlin gezeigt. In Zusammenhang mit diesen Vorfällen konzentrierten sich die Ermittlungen nach Informationen aus Sicherheitskreisen auf eine kleine Gruppe von höchstens zehn Personen.

Brandstifter hatte es auf deutsche Automarken abgesehen

Der mutmassliche Brandstifter soll vor allem in Charlottenburg Nord, Mitte, Spandau und Westend zugeschlagen haben. Allein im August soll der 27-Jährige 47 Autos angezündet haben. 14-mal schlug er im Juni und sechsmal im Juli zu. In einem Fall habe das Feuer auf ein Wohnhaus in Lichtenrade übergriffen. Bei einer weiteren Autobrandstiftung in der Kurfürstenstrasse habe der Wagen direkt unterhalb einer Seniorenresidenz gestanden. Das Haus musste evakuiert werden. Der 27-Jährige hatte es vor allem auf Marken deutscher Autobauer wie Audi, BMW und Mercedes abgesehen.

Der Leiter des LKA, Christian Steiof, sprach von einem sensationellen Fahndungserfolg. Die Ermittler waren dem mutmasslichen Brandstifter durch Videoüberwachungen in den Bussen und U-Bahnen der Berliner Verkehrsbetriebe auf die Spur gekommen. Es habe einen zeitlichen Bezug zu den Taten und den Fahrten im öffentlichen Nahverkehr gegeben, hiess es. Zudem seien Handydaten ausgewertet worden. Der Mann soll ausserdem mit dem Fahrrad und zu Fuss zu den Tatorten gelangt sein.

(dapd)>

Kommentar
-- es fehlt die Angabe des Berufs des Täters
-- und es fehlt der Grund für den Frust.

Das Verschweigen des Frustgrunds lässt vermuten, dass es sich dabei um einen schweren Amtsmisbrauch handeln könnte, auf den der Täter mit seinen Bränden aufmerksam machen wollte, um sich Gehör zu verschaffen, zum Beispiel ein einseitig ausgesprochenes Besuchsverbot für seine Kinder.

Michael Palomino, 23.10.2011

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Spiegel online,
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25.10.2011: Berliner Auto-Brandstifter: Angeblicher Frust wegen Arbeitslosigkeit - psychischer Schaden mit Freude am Feuer

aus: Spiegel online: Brandstiftung: Frustvolles Spiel mit dem Feuer; 25.10.2011;
http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,793700,00.html

<Von Julia Jüttner

André H. hat gestanden, in Berlin 67 Autos angezündet und insgesamt mehr als hundert zerstört zu haben. Doch was empfindet ein Brandstifter beim Zündeln? Und was treibt ihn an? Experten können diese Fragen recht genau beantworten.

Info
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Hamburg - Monatelang durchkämmten Polizeibeamte die Straßen Berlins, meist nachts, in der Hoffnung, Brandstifter auf frischer Tat zu ertappen. Ein schwieriges Unterfangen. Es brannte an vielen Orten in der Stadt - scheinbar ohne System, ohne Taktik, manchmal vier Nächte in Folge. Mehr Autos als je zuvor gingen in Flammen auf, allein in Berlin waren es 530 innerhalb von acht Monaten.

Von der autonomen Szene war die Rede, von politisch motivierten Taten, Trittbrettfahrern, gelangweilten Jugendbanden. Die Berliner Polizei stieß personell an ihre Grenzen, gemeinsam mit der Bundespolizei und dem Staatsschutz waren bis zu 400 Beamte im Einsatz.

Erst am vergangenen Wochenende konnten sie einen ersten Fahndungserfolg präsentieren: André H. hat zugegeben, in der Zeit vom 7. Juni bis zum 27. August in den Berliner Bezirken Charlottenburg, Mitte, Spandau und Wilmersdorf 67 Autos in Brand gesetzt zu haben. Das Feuer griff auf insgesamt 102 Wagen über, aber auch auf den Dachstuhl eines Wohnhauses und eine Seniorenresidenz. Der Schaden geht in die Millionen, dem 27-Jährigen drohen mindestens zehn Jahre Haft.

André H., ein Gelegenheitsarbeiter, sagt, er sei zum Tatzeitraum arbeitslos gewesen und habe ausschließlich die Automarken Mercedes, BMW und Audi in Brand gesetzt. Laut Ermittlern handelte H. aus Frust. Als er einen neuen Job gehabt habe, habe er aufgehört, Feuer zu legen.

Das ist selten. Oft beenden Feuerteufel die Serie erst, wenn sie gefasst werden. Wie der Taxifahrer, der wochenlang die Bewohner Sylts in Angst versetzte. 17-mal brannte es mitten in der diesjährigen Hochsaison: in einem Hotel, einer Kneipe, einem Schulungszentrum und einem Pflegeheim. Hunderte Personen mussten in Sicherheit gebracht werden, der Sachschaden geht ebenfalls in die Millionen.

"Sie wollen das Knistern hören, das Lodern sehen"

Bei Brandstiftung geht es oft um Versicherungsbetrug, politisch motivierte Gewalttaten, das Verdecken einer Straftat - oder um Pyromanie, krankhaft motiviertes Legen von Feuer. Experten zufolge handelt es sich dabei um eine folgenschwere, seelische Störung, die von Kriminologen, Forensikern und Psychologen untersucht wird.

"Viele Brandstifter haben eine ausgeprägte Affinität zu dem Element Feuer: Sie wollen das Knistern hören, das Lodern sehen", sagt Heike Esch, zertifizierte Polizeiliche Fallanalytikerin beim Hessischen Landeskriminalamt in Wiesbaden. Brandstifter empfinden demnach bereits großes Vergnügen daran, Feuer zu legen, und Lust und Genuss an den Flammen selbst. Die Folgen des Brandes, was sie anrichten und wen sie gefährden, seien ihnen weitestgehend gleichgültig.

Es gehe um die Faszination des Feuers, sagt auch Volker Faust, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie. Der pathologische Brandstifter empfinde Spannung oder affektive Erregung, bevor er das Feuer lege. Schlagen die Flammen um sich, zeige er sich interessiert, neugierig, gebannt. Oft, manchmal sogar regelmäßig, tauche er bei seinen Taten als "Zuschauer" auf oder gebe sich gar als Entdecker der Tat.

Den Brand genießt er in vollen Zügen. "Danach, selbst angesichts der entstandenen Zerstörung oder Schädigung von Besitz, Gesundheit oder gar Leben, dominiert in der Regel Gleichgültigkeit, ja Zufriedenheit, Behagen, Wohlgefühl oder Entzücken", so Faust.

Mit diesen positiven Gefühlen kompensieren die Täter ihren Frust: Kriminalpsychologen haben 2007 die Akten von 98 Berliner Brandstiftern ausgewertet. Demnach zündelten die meisten aus Neid, Ärger, Rache - und Frust. Kriminologen vermuten, dass Brandstraftaten auf mangelnder Konfliktlösungs- und Kommunikationskompetenz beruhen. Viele Täter empfinden demnach Ungerechtigkeit und zugleich Hilflosigkeit.

André H. wurde am vergangenen Freitag von Beamten des Staatsschutzes festgenommen - in der Wohnung seiner Mutter in Berlin-Moabit, bei der er lebte. Der 27-Jährige ist verschuldet.

Mit dem, was von André H. bekannt ist, entspricht er bislang dem Bild, das Kriminologen von Brandstraftätern zeichnen: Studien zufolge sind 90 Prozent der Brandstifter männlich, die meisten sind Jugendliche, Heranwachsende oder junge Erwachsene. Zwischen 70 und 90 Prozent sind alleinstehend, unverheiratet, geschieden, ledig oder haben in Bezug auf sexuelle und langfristige Beziehungen große Schwierigkeiten. Die meisten leben sozial isoliert, wenn auch mit einem festen Wohnsitz, oder aber bei der Familie.

Viele Brandstifter haben keinen oder nur einen geringen Schulabschluss und keine Berufsausbildung, viele sind oder waren bereits arbeitslos. Häufig verdienen sie ihren Unterhalt als Gelegenheits-, Schwarz- oder ungelernte Arbeiter. Vier von zehn Tätern sind vorbestraft.

Die meisten stammen - wie viele Kriminelle - aus einem problematischen Elternhaus, wachsen in großen, aber unvollständigen Familien auf, meist ohne Vater, oder auch in einem Heim. Im Umfeld gibt es häufig Probleme mit Alkoholismus, Drogensucht, Gewalt oder psychischen Störungen.

"Vielleicht wollte ich Aufmerksamkeit erregen"

Schätzungen zufolge sind 24 bis 90 Prozent der Brandstifter psychisch gestört, der Anteil ist signifikant höher als bei anderen Straftaten. Persönlichkeitsstörungen sind eine der häufigsten, wenn nicht gar die häufigste Diagnose bei Brandstiftern, in ihrer Vita finden sich oft Suizidversuche, Selbstverletzungen, Schizophrenie und andere wahnhafte Störungen.

Feuerlegen stillt das Bedürfnis nach Aufmerksamkeit. Brennende Gebäude, lodernde Flammen, sprühende Funken und die Hitze ängstigen und faszinieren gleichzeitig. Mit wenig Aufwand erzielt der Täter größtmögliche Aufmerksamkeit. Ein Zeitungsausträger, der in mehreren Großstädten Kinderwagen anzündete, sagte einmal, ihm habe die anschließende Berichterstattung geschmeichelt.

Vor kurzem wurde ein geständiger Feuerwehrmann vom Landgericht Schweinfurt wegen Brandstiftung in fünf Fällen zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt. Als Motiv nannte der 23-Jährige die Kameradschaft innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr und den Adrenalinschub beim Löschen eines Brandes.

Nur jede zehnte Brandstiftung ergibt verwertbare Hinweise auf die Persönlichkeitsstruktur des Täters. Die Schauspielerin Maria Kwiatkowsky, die im Juli im Alter von 26 Jahren starb, hatte 2005 eine Kita in Berlin angezündet. Die Feuerwehr rettete sie damals vom Dach des brennenden Gebäudes. Dramaturg Carl Hegemann sagte in der Zeitschrift "Cicero" zu der Brandtat: "Das hatte etwas von einer kindlichen Allmachtsphantasie. Sie musste exzessiv leben, weil sie sich vielleicht sonst nicht gespürt hat. Ihre Lebenslust verband sich mit der völligen Gleichgültigkeit, ob sie das, was sie macht, überlebt.">


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n-tv online,
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3.1.2012: <Drei Millionen Dollar Schaden: Deutscher legte Hollywood-Brände>

aus: n-tv online; 3.1.2012;
http://www.n-tv.de/panorama/Deutscher-legte-Hollywood-Braende-article5120246.html

<Mindestens 50 Mal brennen in Hollywood Carports und Autos. Die Angst vor einem Serienbrandstifter geht um. Schließlich präsentieren die Sheriffs einen 24-jährigen Deutschen als mutmaßlichen Täter. Neue Brände gibt es seitdem nicht mehr.

Ein 24 Jahre alter Deutscher ist in Los Angeles als mutmaßlicher Serienbrandstifter festgenommen worden. Wie die Polizei nach Angaben der "Los Angeles Times" mitteilte, wurde der Mann am Montagmorgen gefasst. Der 24-Jährige habe in den vergangenen Jahren in Südkalifornien gelebt. Seit Freitag sind in der Region Los Angeles - vor allem in Hollywood - mindestens 50 Brände gelegt worden. Der Schaden betrage mehr als drei Millionen Dollar.

Die Tatmotive des 24-Jährigen seien unklar, hieß es. Ein hoher Beamter der Polizei von Los Angeles sagte nach Angaben der Zeitung, der Mann sei bei einer Anhörung bei der Einwanderungsbehörde im Zusammenhang mit dem Aufenthaltsstatus seiner Mutter ausfällig geworden und habe anti-amerikanische Äußerungen von sich gegeben.

In den meisten Fällen soll er Autos und Carports angezündet haben, die Flammen hätten aber auch auf Häuser übergegriffen. Seit der Festnahme des Mannes habe es in dem Gebiet keine Brandstiftungen mehr gegeben.

dpa>

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20 minuten
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Brugg 5.1.2012: Vier Jugendliche zündeten 2 Autos und 2 Häuschen an - vorsätzlich und alkoholisiert

aus: 20 minuten online: Brugg AG: Vier Jugendliche stehen hinter Brandserie; 5.1.2012;
http://www.20min.ch/news/mittelland/story/Vier-Jugendliche-stehen-hinter-Brandserie-24064015

<Vier junge Schweizer haben gestanden in Brugg mehrere Brände gelegt zu haben. Sie hatten im vergangenen Sommer ein Auto und zwei Häuschen angezündet.

Die Brandserie in Brugg AG von Anfang August ist geklärt. Vier Schweizer im Alter von 19 bis 20 Jahren haben gestanden, einen Personenwagen, den Teil eines Schrebergartenhäuschen sowie ein Vogelschutzhäuschen in Brand gesetzt zu haben. Es entstand ein Schaden von mehreren zehntausend Franken.

Die vier Personen aus der Region müssen mit einer Anklage wegen Brandstiftung rechnen, wie die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach am Donnerstag mitteilte. Die Brände waren in der Nacht auf den 1. August gelegt worden und hatten die Feuerwehr sowie die Polizei auf Trab gehalten.

Alle vier Tatverdächtigen sassen zwischen Anfang Dezember bis kurz vor Weihnachten in Untersuchungshaft. Das sagte Nicole Burger, fallführende Staatsanwältin, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Die der Tat dringend verdächtigten Schweizer gaben gemäss Staatsanwaltschaft an, am Abend des 31. Juli gemeinsam eine grössere Menge Alkohol getrunken zu haben.

Zwei der Beschuldigten sagten aus, es habe sich bei den Bränden um vorsätzliche Brandstiftung gehandelt. Ein Beschuldigter sprach von Fahrlässigkeit, und eine weitere Person will sich aufgrund des Alkoholkonsums nicht mehr an die Geschehnisse erinnern.

Aufwendige Ermittlungen

Die Staatsanwaltschaft geht nach eigenen Angaben angesichts der Untersuchungsergebnisse, der Aussagen von Zeugen und Tatverdächtigen von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Den Beschuldigten droht neben Schadenersatzklagen eine Freiheitsstrafe von mindestens einem bis maximal 20 Jahren.

Die Ermittlungen gestaltete sich aufwendig. Nachdem ein erster Tatverdacht gegen einen der Beteiligten bereits kurz nach der Tatnacht vorlag, gelang es der Staatsanwaltschaft erst nach längerer Untersuchungstätigkeit, auch die übrigen Tatverdächtigen zu überführen.

(sda)>

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26.1.2012: Brandstifter von Elgg geschnappt - ein Feuerwehrmann legte 26 Brände in 12 Monaten

aus: 20 minuten online: Feuerteufel geschnappt: «Ich bin tief erschüttert»; 26.1.2012;
http://www.20min.ch/news/zuerich/story/-Ich-bin-tief-erschuettert--30932568


<Endlich hat die Polizei den Serien-Brandstifter von Elgg ZH geschnappt. Es ist - ausgerechnet - ein Feuerwehrmann. Der Kommmandant ist betroffen und gleichzeitig erleichtert über die Festnahme.

Nach der Brandserie in Elgg ZH hat die Polizei den mutmasslichen Brandstifter festgenommen. DNA-Spuren führten zu einem 25-jährigen Schweizer. Er ist seit Jahren bei der Feuerwehr tätig und hat ein Teilgeständnis abgelegt.

«Ich bin tief erschüttert - und gleichzeitig erleichtert, dass die Brandserie endlich aufgeklärt ist», sagt Feuerwehrkommandant Roger Gysi zu 20 Minuten Online. Er hätte nie im Leben gedacht, dass gerade jener Mann hinter der Brandserie stecke. «Er war unauffällig und hat sich nicht übermässig in der Feuerwehr engagiert.»

Die Polizei ermittelte den Feuerwehr-Feuerteufel mit Hilfe einer DNA-Spur. Auswertungen ergaben, dass die DNA des 25-Jährigen mit an Brandplätzen gesicherten Spuren übereinstimmte. Aufgrund dieser Erkenntnisse nahm die Polizei im Beisein eines Staatsanwaltes der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland den Mann am Mittwochabend an dessen Wohnort im Bezirk Winterthur fest.

26 Brände in 12 Monaten

In der Region Elgg wurden seit Februar 2011 insgesamt 26 Brände gelegt. Abgesehen hatte es der Brandstifter hauptsächlich auf Scheiter- und Holzbeigen. Feuer gelegt wurde aber auch in einer Jagdhütte, in einem Vereinslokal, einem Holzschnitzellager, in einer Waldhütte und in einem Stallgebäude.

Der Sachschaden wird auf eine halbe Million Franken geschätzt. Beim jüngsten Brand vom 13. Januar im Weiler Oberhof musste ein Mann mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Spital gebracht werden. Bei den übrigen Bränden gab es keine Verletzten.

Nach dem Brand einer Reithalle im November 2011 hatte die Polizei die Patrouillentätigkeit in Elgg und Umgebung stark erhöht. In die Ermittlungen einbezogen wurde zudem ein Profiler. Darüber hinaus setzte die Polizei eine Belohnung von bis zu 10 000 Franken aus.

(som/sda)>





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Tagesanzeiger
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27.1.2012: Der Feuerteufel von Elgg - <ein "offener" und "umgänglicher" Typ>

aus: Tagesanzeiger online: Elgger Brandstifter: Ein offener und umgänglicher Typ; 27.1.2012;
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/region/Elgger-Brandstifter-Ein-offener-und-umgaenglicher-Typ/story/26475869

<Von Jvo Cukas

Der Feuerteufel von Elgg entspricht nicht den typischen Merkmalen eines Brandstifters. Sie zu identifizieren, ist selbst für die Berufsfeuerwehren schwierig. Psychologische Tests dazu gibt es nicht.

Beim Schweizer Alpen-Club ist man ratlos. Der Vereinspräsident der Sektion kann kaum glauben, dass jener Mann, der jahrelang als Leiter bei Touren für Jugendliche aktiv war, der Feuerteufel von Elgg sein soll. «Er ist ein sehr offener und umgänglicher Typ und im Verein gut integriert.»

Zwar habe man gewusst, dass er bei einer freiwilligen Feuerwehr arbeite. Eine besondere Faszination fürs Feuer oder andere Auffälligkeiten seien aber nie zutage getreten. Auch scheint der 25-Jährige psychologisch nicht ins typische Bild eines Brandstifters zu passen. Weder Einsamkeit noch ein schwaches Selbstbewusstsein, wie sie ein Psychologe den Brandstiftern zuordnet, fielen im Verein auf.

Gut integriert, offen, in Vereinen aktiv: Woran soll man einen Brandstifter also erkennen? Besonders bei der Feuerwehr, die durch einen Feuerteufel in ihren Reihen einen deutlichen Imageschaden erleiden kann.

Psychologischer Test nicht möglich

«Einen psychologischen Test, der potenzielle Brandstifter identifiziert, gibt es nicht», erklärt Fabian Hegi, Sprecher von Schutz und Rettung Zürich. Bei der Berufsfeuerwehr durchlaufe man eine Reihe von Tests, so unter anderem zur Intelligenz, zu logischem Denken, Sportlichkeit oder Höhenangst. Auch Gespräche und eine Untersuchung durch einen Arzt stünden auf dem Programm.

Zudem müsse man neben einem Strafregisterauszug zusätzlich einen Auszug zu schweren Bussen- und Verkehrsdelikten vorlegen, bevor man überhaupt zu den anderen Tests eingeladen würde. «Dadurch werden sicher viele Leute ausgeschlossen, die eine kriminelle Energie aufweisen könnten», meint Hegi. Eine Garantie, dass ein Brandstifter dadurch identifiziert werden könne, gebe es aber nicht.

Hürden bei Milizfeuerwehr kleiner

Der Brandstifter wollte bereits zur Zeit seiner Aushebung zur Berufsfeuerwehr, wurde dort aber nie angenommen. Deshalb meldete er sich offenbar bei der freiwilligen Feuerwehr. Dort sind die Aufnahmehürden kleiner als bei der Berufsfeuerwehr.

Nach der Überprüfung der Personalien und des Arbeitgebers stehe vor allem das persönliche Gespräch im Vordergrund, wie Sascha Zollinger, Kommandant der Feuerwehr Uster, erklärt. «Darin finden wir heraus, wie jemand im Leben verankert ist.» Zollinger ist überzeugt, dass man in Gesprächen spüren könne, ob jemand nur aus Abenteuerlust zur Feuerwehr kommen wolle. «Gerade junge Menschen haben nicht immer die nötige Reife.»

Einen psychologischen Test gebe es bei Milizfeuerwehren in der Regel nicht. Erfahrungen mit Anwärtern, die für ihn wie mögliche Brandstifter wirkten, hat Zollinger keine. «Das kommt ja auch selten vor.» Auch die Gefahr, dass man aus Personalmangel Leute einstelle, deren psychologische Eignung fraglich sei, besteht laut Zollinger nicht: «Wir sind sehr gut aufgestellt und können ungeeignete Anwärter stets ablehnen.»

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)>


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29.2.2012: <Der Elgger Brandstifter ist «eine graue Maus» > - Lagerist, Lagerleiter, freiwilliger Feuerwehrmann

aus: Tagesanzeiger online; 29.2.2012;
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/Der-Elgger-Brandstifter-ist-eine-graue-Maus/story/22374755

<Von Stefan Hohler

Der mutmassliche Feuerleger ist Lagerist, leitet SAC-Kletterlager für Kinder und wollte Berufsfeuerwehrmann werden.

Das Profil eines brandstiftenden Feuerwehrmannes hatte der deutsche Sicherheitsfachwirt Frank D. Stolt aufgrund seiner langjährigen Erfahrung im «Landboten» wie folgt beschrieben: «Anfang bis Mitte zwanzig, männlich, kein Migrationshintergrund, mittlere bis unterdurchschnittliche schulische und berufliche Leistungen, Probleme mit der Akzeptanz durch andere, grosses Engagement in der Feuerwehr, graue Maus.» Und: Es seien fast ausschliesslich Angehörige freiwilliger Feuerwehren. Dieses Profil erfüllt der junge Mann, der in Elgg und Umgebung seit rund einem Jahr 26 Brandstiftungen und -versuche verübt haben soll, fast auf «ideale» Weise.

Der mutmassliche Brandstifter ist männlich, Schweizer, 25-jährig, arbeitet in einem KMU-Betrieb in Winterthur als Mitarbeiter im Ersatzteillager, ist seit fünf Jahren in der freiwilligen Feuerwehr Eulachtal aktiv und hätte eigentlich Berufsfeuerwehrmann werden wollen. Er wird von Bekannten und Kollegen als ruhig und eher zurückgezogen beschrieben; nie hätte man ihm eine solche Tat zugeschrieben.

Jugendleiter im SAC

Der junge Mann, der momentan in Untersuchungshaft sitzt, wohnte bis zu seiner Verhaftung bei seinen Eltern in einem neueren Mehrfamilienhaus am Rande des historischen Städtchens Elgg. Er ist der einzige Sohn. An seinem Arbeitsplatz, wo er seit rund einem Jahr tätig ist, wird er vom Chef als zuverlässig, anständig umschrieben: «Wir sind alle geschockt», sagt er.

Auch beim Schweizer Alpen-Club, wo der 25-Jährige in einer Sektion als Jugendleiter amtet, ist man ratlos. «Wir können kaum glauben, dass jener Mann, der jahrelang als Leiter bei Klettertouren für Jugendliche aktiv war, der Feuerteufel von Elgg sein soll», sagt der Sektionspräsident. «Er ist ein sehr offener und umgänglicher Typ und im Verein gut integriert.» Zwar habe man gewusst, dass er bei einer freiwilligen Feuerwehr arbeite. Eine besondere Faszination fürs Feuer oder andere Auffälligkeiten seien aber nie zutage getreten. Der junge Mann plante, im kommenden Sommer wieder als Hilfsleiter in einem Kletterlager für Kinder teilzunehmen.

Die Familie wohnte bis vor rund drei Jahren in einem anderen Teil des 4000-Seelen-Dorfes: direkt gegenüber der Reithalle, die am 18. November 2011 angezündet wurde. Dabei entstand ein Schaden von mehreren Hunderttausend Franken. Es war die folgenschwerste Brandstiftung in der ganzen Serie. Eine ehemalige Nachbarin am alten Wohnort sagte, dass sie geheult habe, als sie von seiner Verhaftung gehört habe: «Es war ein flotter und lieber Kerl, mir tun vor allem seine Eltern leid.»

Polizei will sich nicht äussern

Bei der freiwilligen Feuerwehr ist man vor allem auf den Inhalt des Teilgeständnisses gespannt, wie ein Mitglied sagt. Der Brandanschlag auf die Reithalle und den ganz in der Nähe befindlichen Pferdestall der «Reitlegende» Paul Weier passe nämlich nicht ins Schema der übrigen Brände. Der Täter hatte zum grössten Teil an Holzbeigen und Holzschnitzellagern Feuer gelegt.

Die Kantonspolizei Zürich will sich zum jetzigen Zeitpunkt zum Geständnis und dem Motiv des Verhafteten nicht äussern. Interessant ist, dass die Polizei zwei Tage vor dem 18. Januar, an dem bei sämtlichen Feuerwehrleuten DNA-Proben genommen wurden, noch zwei weitere Brandversuche ohne Schaden entdeckt hatte. Den Zeitpunkt dieser zwei missglückten Brandstiftungen konnte sie aber nicht genau eruieren.

Wie schon der Feuerwehrkommandant Roger Gysi in der Vergangenheit gesagt hatte, betonte auch ein weiterer Feuerwehrmann, dass man nie geglaubt habe, dass es einer von ihnen gewesen sei. Und wenn, dann wäre man nicht auf den Beschuldigten gekommen. Der nur 161 Zentimeter grosse Lagerist sei unauffällig gewesen und etwas unsicher, aber nicht ein potenzieller Brandstifter.

Für wie viele der von ihm selbst gelegten Brände der Beschuldigte aufgeboten worden war, ist nicht bekannt. Die Feuerwehr Eulachtal hat mehrere Alarmgruppen: Die einen Feuerwehrleute werden nur in geraden, andere nur in ungeraden Monaten aufgeboten. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)>

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Zürich 4.12.2012: Brandserie wurde von 15 Jahre altem Mädchen verursacht

aus: 20 minuten online: Jugendliche verhaftet: Der Zürcher Feuerteufel ist ein Mädchen
http://www.20min.ch/schweiz/zuerich/story/22340420

<Fahndungserfolg nach der unheimlichen Brandserie in Zürich: Die Polizei hat eine 15-jährige Schülerin festgenommen. Sie ist geständig - und wird mit weiteren Bränden in Verbindung gebracht.

Nach einer Brandserie in den Zürcher Stadtkreisen 3 und 4 ist am letzten Freitagabend eine 15-jährige Tatverdächtige verhaftet worden. Bei der ersten Befragung durch die Jugendanwaltschaft habe sie sich geständig gezeigt, schreibt die Stadtpolizei in einer Mitteilung vom Dienstag.

Die 15-Jährige, die in der Stadt Zürich wohnt und noch zur Schule geht, war nach einem Brand an der Seebahnstrasse in der Nähe des Tatorts kontrolliert worden. Sie dürfte gemäss Stadtpolizei nicht nur die Brände Ende November in der Umgebung des Albisriederplatzes gelegt haben, sondern auch mehrere in den vergangenen Monaten in Zürich-Nord.

Mit der Brandserie an der Hardstrasse 96 dürfte das Mädchen gemäss ersten Erkenntnissen nichts zu tun haben. In dem Mehrfamilienhaus hat es innert weniger Wochen gleich sieben Mal gebrannt. Die Polizei nahm Ende November schliesslich zwei Personen fest. Eine tatverdächtige Person sitzt immer noch in Haft, sagt Polizeisprecher Marco Cortesi auf Anfrage.

Verdächtige Gegenstände im Gepäck

Nachdem es zwischen dem 23. und 25. November in den Kreisen 3 und 4 zu mehreren Brandstiftungen gekommen ist, erhöhte die Polizei die sichtbare Präsenz in den Quartieren und sensibilisierte die Bevölkerung mit einem Flugblatt. Am 30. November brannte erneut ein Container im Innern eines Mehrfamilienhauses. Die Feuerwehr konnte das Feuer rasch löschen, verletzt wurde niemand.

Eine Polizeipatrouille kontrollierte unweit des Tatorts einen Mann und eine junge Frau. Der Mann wurde nach der Überprüfung wieder entlassen, bei der 15-jährigen Schweizerin erhärtete sich dagegen der Verdacht, dass sie etwas mit dem Brand zu tun haben könnte, weil sie verdächtige Gegenstände bei sich trug. Um welche Gegenstände es sich handelt, will die Polizei nicht sagen. Das Motiv ist derzeit noch völlig unklar.

(meg/sda)>

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Kanton Luzern 19.3.2014: Delikte eines Feuerwehrmanns: Mehrfache Brandstiftung, Gehilfenschaft, Betrug, Anschuldigung, Diebstahl, schlimme Sachbeschädigungen - 9 Jahre 6 Monate

aus: 20 minuten online: Feuerteufel zu 9 Jahren und 6 Monaten verurteilt;
http://www.20min.ch/schweiz/zentralschweiz/story/29928856

<Über mehrere Jahre hat ein ehemaliger Feuerwehrmann im Kanton Luzern vorsätzlich Brände gelegt und weitere Verbrechen begangen. Nun wurde er vom Kriminalgericht verurteilt.

Die Liste der Vergehen, für die der Mann (59) bestraft wird, ist lang: mehrfache Brandstiftung, Gehilfenschaft zur Brandstiftung, mehrfacher Betrug, mehrfache falsche Anschuldigung, gewerbs- und bandenmässiger Diebstahl, mehrfache qualifizierte Sachbeschädigung, Sachbeschädigung.

Die Delikte verübte er zwischen Januar 2000 und Mai 2008. So hat der Beschuldigte in zwei Wohnungen, in denen er 2001 und 2006 lebte, Feuer gelegt. Um die Ermittler zu täuschen, inszenierte er 2006 eine Brandstiftung: Er deponierte selbst verfasste Drohbriefe in seinem Briefkasten und brach die Wohnungstür auf – danach stellte er eine Flasche Brandbeschleunuiger auf den Küchentisch.

Wohnungsmieter gaben Brände in Auftrag

 
 

Nach dem Brand erstattete der Mann Anzeige und beschuldigte bei Polizeibefragungen auch Drittpersonen der Tat. Zudem meldete er den Schaden der Versicherung und traf Vorkehrungen, um diese zu täuschen. Mit Erfolg: Die Versicherung bezahlte. «Der Beschuldigte handelte vorsätzlich und in der Absicht, sich unrechtsmässig zu bereichern», heisst es im Urteil des Kriminalgerichtes. Auch im anderen Fall (2001) spiegelte er der Versicherung falsche Tatsachen vor: Der Brand sei durch die Strahlungswärme eines Scheinwerfers ausgelöst worden. Wiederum erhielt er Geld.

Doch nicht nur zu Hause war er am Werk: Im Auftrag von Bekannten steckte er auch deren Wohnungen in Brand. Dabei ging er jeweils nach ähnlichem Muster vor: Er hat «Gegenstände – meistens Fernseher oder andere elektronische Geräte – in Brand gesetzt», steht im Urteil. Zudem gestand der Mann, Bekannten Ratschläge zur Brandstiftung erteilt zu haben. Er habe ihnen erklärt, wie man eine Brandstiftung als technischen Defekt tarnt.

Mit Ausnahme eines Falles ereigneten sich alle Brände in Mehrfamilienhäusern. Viele Brände legte der Beschuldigte nachts, als die Hausbewohner schliefen. Es habe jeweils die Gefahr bestanden, dass die Flammen auf andere Wohnungen übergreifen und Personen sowie Gegenstände gefährdet würden.

Brandstifter war auch Einbrecher

Der Täter zeigte sich nach anfänglichem Bestreiten kooperativ und legte ein umfassendes Geständnis ab. Bei den Befragungen habe er Fallkenntnisse gezeigt, die nur der Brandstifter selbst gehabt haben kann.

Der Beschuldigte hat weiter gestanden, mit einem Komplizen und teilweise mit weiteren Mittätern während rund eineinhalb Jahren zahlreiche Diebstähle begangen zu haben. «Insgesamt hat der Beschuldigte 136 Diebstähle und 181 Diebstahlsversuche verübt», heisst es im Urteil. Der Deliktsbetrag: rund 140'000 Franken. So habe er sich ein regelmässiges Einkommen verschafft, «mit dem er einen grossen Teil des Lebensunterhaltes seiner Familie bestreiten konnte.» Bei den Einbrüchen sei es auch zu diversen Sachbeschädigungen gekommen. Wegen der hohen Fallzahl hätte der Täter teilweise bei den Befragungen Schwierigkeiten gehabt, sich an Details zu erinnern oder Fälle verwechselt.

Nun muss der vierfach vorbestrafte Mann hinter Gitter. Das Kriminalgericht verurteiltet ihn zu einer Freiheitsstrafe von 9 Jahren und 6 Monaten. Zudem muss er mit weiteren Beteiligten für Zivilforderungen in der Höhe von rund 3,3 Millionen Franken haften. Hinzu kommen rund 140'000 Franken. Schadenersatz und Gerichtskosten von rund 68'000 Franken. Das Urteil ist rechtskräftig.

Leicht verminderte Schuldfähigkeit

Gemäss eines für den Täter erstellten forensisch-psychiatrischen Gutachtens stünden die Verfehlungen des Beschuldigten mit seinem Gesundheitszustand in einem direkten Zusammenhang. Darum werde ihm eine leicht verminderte Schuldfähigkeit bei der Tatausübung zugebilligt.

Für das Gericht ist jedoch klar: «Ferner steht ausser Zweifel, dass die im Gutachten beschriebene psychische Störung eine besondere Behandlung durch entsprechende Fachleute erfordert. Zur Massnahmebedürftigkeit des Beschuldigten hält der Gutachter fest, dass die für die Tatzeit festgestellte psychische Störung weiterhin bestehe und eine erhebliche Rückfallgefahr vorliege.»

(gwa)>
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Fotoquellen
[1] brennendes Haus wahrscheinlich wegen Brandstiftung: http://www.onlinereports.ch/Faits_divers.116+M5abc610ee29.0.html
[2] Buschfeuer in Australien durch Brandstiftung:
http://www.merkur-online.de/nachrichten/welt/fotostrecke-tote-verheerende-buschfeuer-australien-70110.html?popup=media


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