Fachbücher für die Pflege
Fachbücher Veterinärmedizin
Sanft heilen mit Ayurveda
Ratgeber für Gesundheit und Ernährung
Versand in D - andere Länder auf amazon etc.

Kontakt / contact     Hauptseite / page principale /
          pagina principal / home     zurück / retour / indietro
          / atrás / back     Inhalt
ESP

Das Mandala als Heilmittel zur Selbstfindung in Asien und bei den Indianern

Der psychische Erkenntnisweg durch das Finden des eigenen Mittelpunktes mit der Mandala-Meditation

Tipi-Zelt, Indianerzelt als Mandala
Indianerzelt in Mandala-Form

von Michael Palomino (2000 / 2003 / 2005 / 2012)

Teilen:

Facebook




Regenwaldtee von
                                              Regenbogenkreis
Heilung durch Nahrung - Regenbogenkreis - Lübeck - Versand: D, Ö, CH
Rohköstlichkeiten
Regenwaldprodukte
Algen -
Energetisierung
Bücher und DVDs etc. etc. etc.

aus: Rüdiger Dahlke: Mandalas der Welt. Ein Meditations- und Malbuch. Wilhelm Heyne-Verlag, München 1985

ergänzende Quellen:
-- Heike Owusu: Mandala-Welten. 74 Mandalas aus vielen Kulturbereichen; Schirmer-Verlag 1997
-- S.Weny: Website über Indianer in den "USA": http://home.t-online.de/home/s.weny/Index.htm (Stand 2000)

Der psychische Erkenntnisweg durch das Finden des eigenen Mittelpunktes mit der Mandala-Meditation -- 1. Der Ursprung und die Umkehr zum Sinn des Lebens -- Der "Urpunkt" - die Zahl "1" -- "Mandala" [deutsch: Kreis] -- Der Kreis -- Mandala heisst Leben: den Mittelpunkt finden - die Ruhe der Mitte anwenden -- Der Anfang der Welt: die Energie -- Der Lebensweg als "Gralsweg": Der Weg des Grals zur Gralsburg und zurück deckt die dunkle Seite auf -- Das Licht für die "Umkehr": Beispiel "Jesus" und "Weihnachten" -- Beispiele der "Umkehr" -- Das Mandala ist Lehrmittel zur Umkehr -- Weltall und Mandala -- Urknall-Mandala: Schöpfungsmythen mit Mandalas in der Religion -- Der Ur-Punkt -- Mandalas: Sonnen, Planeten, Tänze -- Betrachtungserfahrung -- 2.      Mandalas in der Natur - das Rad ist in der Orange -- Mandala: Das Rad in der Orange -- Das Rad als Mandala - die Formen Kreis und Quadrat -- Das Gleichnis von der Spinne und dem Menschen -- 3. Das      Gehirn-Mandala: Ausgleich schaffen -- Die Spaltung in Links und Rechts im Gehirn-Mandala - Überbetonungen abbauen -- Hilfs - mitte - l  zum Weg zur Mitte -- Beispiel: Wissenschaft: Sich ein "Bildnis" machen -- Das Mandala auf der Tarotkarte -- 4. Häuser als Mandalas      -- Häuser als Mandalas: Tipi-Zelte -- Die Mischform zwischen Quadrat und Kugel als Gotteshaus -- 5. Der Energiefluss durch die Energie-Chakren im menschlichen      Körper - die Schlange als Symbol der Energie um das      Rückgrat -- Menschen und Tiere sind Energie -- Beispiel: Das indische Chakrensystem -- Leitungsbahnen verbinden Energiezentren -- Zusammenfassung: Energie kommt und geht usw. -- Der schlangenförmige Energiefluss um die Wirbelsäule  - die Schlange als Symbol -- 6. Yantras in Asien - Energiefelder -      Mandala-Meditationen im asiatischen Raum - die Con-Zentr-ation --      Tabelle: Die 5 Elemente der Schöpfung im asiatischen Kulturraum  -- Yantras in Indien und Indonesien -- Jede Meditation hat den Mittelpunkt zum Ziel -- Mandala-Meditation: Kon-Zentration -- 7. Meditation als Reise zur Seele und Selbsterkennung - Entwickeln      des 3.Auges (des geistigen Auges) am Mandala-Mittelpunkt -- Zeitumkehrübung am Abend -- "Sehen" lernen -- Meditation in der Empfänglichkeit -- 8.      Mandalas bei den Indianern - Heilung durch Mandalazeremonie -      selber Mandalas malen -- Toleranz bringt Heilung -- Der weisse Rassisten-Mann zerstörte die Mandala-Kulturen [bis auf wenige Reste] -- Mandalas bei den Indianern -- Denkweise der Indianer in 4 Einheiten -- Die geistige Grundlage der indianischen Kulturen -- Anbetung der Sonne in den indianischen Kulturen -- Gleichberechtigung zwischen Sonnenlicht und Mondlicht bei den Indianern -- Der Kreislauf (das Lebens-Mandala) in der indianischen Lebensphilosophie -- Medizin bei Indianern: Der "Grosse Geist" -- Sandmandala-Zeremonie -- Die Meditation im Mandala -- Meditation an Tieren und an der Natur -- Elemente des Heilrituals in der "christlichen" Kirche -- Ähnliche Heilzeremonien in Asien -- Einziges Ziel ist die Geistheilung - die Entstehung von Tics, wenn Rituale fehlen -- Die zerstörerische Kirche spielt die "Heilung" vor -- Mandala selber malen als Selbstdarstellung mit dem eigenen Ritual -- 9. Einweihungsgarten der Zigeuner:      Erkennen der Mitte als eigene Kraft, die von selbst wirkt -- 10.      Der "christliche" Kolonialismus der rassistischen      Weltbeherrscher-Kirche kämpft gegen alle Mandala-Kulturen --   Der weisse Mann zerstört die Mandalas der Primärnationen -- "USA" und Israel wollen den ganzheitlichen Islam vernichten -- Pazifismus -- 11. Mandalas in Religionsbauten: Esoterik in der Kathedrale -- Der Tempelherrenorden THO als Bauherren der Kathedralen -- Kathedralenbau: These des Versöhnungsversuchs -- Kathedralenbau: Licht und die Richtung nach Jerusalem "Orient"-iert -- Sich Orient-ieren -- Rosetten mit Mittelpunkt -- Die Rosenfenster der Gotik -- Rosenthematik: Anordnung -- Gralsfenster - Rosenfenster -- Das Symbol der Rose und der Lotosblume - der Rosenkranz und weitere Rosensymbolik -- Rosetten in der Kathedrale Notre Dame in Paris -- Mandala-Rosetten in Kirchen mit alchimistischen Inhalten -- Ausgleichende Wirkung der Rosette auf die Menschen -- Yin und Yang in Kathedralen -- Rosetten, die Schicksal darstellen -- Wirbel-Rosetten -- Kathedrale von Lyon: Rosette als Urwirbelmandala -- Flammen-Rosetten der späten Gotik -- Das Symbol des Kreuzes -- "Jesus" und Tarot-Symbolik in einer Rosette -- Die Swastika, das drehende Schicksalsrad -- Horoskop-Darstellung in Mandalas -- Der "Urknall" in den Kirchenrosetten -- Die Farben der Rosenfenster -- Farbenlogik -- Das Regenbogen-Mandala -- Der Kreis der Regenbogenfarben
 --
Das "Nachbild" beim geschlossenen Auge: Komplementärfarbe: Der Mittelweg "Weiss" -- Das Glas der Gotik -- Die Kathedralenfenster als Sterne -- Der Davidstern -- Der geistige Inhalt der Rosettenfenster -- Entwicklung der Rosettenfenster -- Hochgotik -- Gralssymbolik in den Rosetten -- 12.      Farbensymbolik in den Rosetten der Religionen -- Rot für die Darstellung von Wärme, Flamme, Energie und Liebe -- Blau für die Darstellung von Kälte, Ruhe, Tiefe und Treue -- Violett für die Darstellung von sakraler, heiliger Bedeutung -- Gold für die "goldene Mitte" -- Gelb als Farbe des Lichts -- Weiss: das Höchste, das ungebrochene Licht -- Farbverteilung bei Rosetten -- Schwarz: ist eigentlich keine Farbe -- Grün als Farbe des Islam -- Farbkombination Rot und Schwarz: Teufel und Zerstörung -- 13.      Zahlensymbolik zur Einteilung der Mandalas -- Das Sechseck -- 14. Islamische      Mandalas -- Grün als Farbe des Islam -- Islamische Gebetsteppiche mit Farbmustern: Lebensbäume als Paradies -- Beispiel: Lebensbaum auf den französischen Euro-Münzen -- 15. Labyrinthe als Mandalas -- Labyrinthe in den Böden von Kathedralen - der Lernvorgang durch das Labyrinth in der Kirche - die Verhetzung zum Religionskrieg -- Labyrinthe in der Steinzeit -- Labyrinth von Chartres: Labyrinth des Minotaurus, des Homer, der Komödie -- Spielzeuglabyrinthe und deren Zerstörung wegen Kindern -- Labyrinth von Orléanville -- 16. Augen-Mandala: Die      Iris und die Irisdiagnostik -- Irisdiagnostik und Heilung -- Die Intoleranz der industriellen Welt - Toleranz bringt Heilung -- Die Entsprechungen von der Kirchenrosette zum Auge -- Auge: Vermittler - das "dritte Auge" -- 17. Heilung von Psychosen und      Neurosen durch Mandala-Malen -- Wirkung von Mandalas und Mandala-Malen -- Die Empfänglichkeit für das Wesen der Mitte -- Die Heilung aus dem Mandala -- Die Heilkraft  des Mandala -- Phantasie-Mandalas malen ist immer positiv -- Partner-Mandalas -- Gruppenmandalas -- Meditation: Das Licht im Innern suchen -- Ausmalen von Mandalas -- Konstruieren von Mandalas -- Das Mandala kann zur Orientierungshilfe im Leben werden  -- Meditation über das eigene Mandala -- 18. Das Ego der      "westlichen" Industriegesellschaft verdeckt die Mitte      und wird immer kränker und kränker -- Das "Christentum" erstarrt in der Kirche -- Die Intoleranz der industriellen Welt  -- Zeichen der Intoleranz der industriellen Welt: Raser-Unfälle mit Todesfolge -- Das Zerstörertum der Industrie-Gesellschaft und der weiss-rassistischen "USA" -- Die "Sonnenanbetung" des industriellen, materialistischen Menschen -- Die Rosettenfenster im Auge des Industrie-Menschen -- Das medizinische "Ritual" der Industrie-Gesellschaft -- Die "Umkehr" bei Manager-Typen: Moderne Psychologie deutet die "Midlife Crisis" -- Die Mandalas in der "Zivilisation" -- 19.      Zusammenfassung -- aus: Rüdiger Dahlke: Mandalas der Welt. Ein      Meditations- und Malbuch. Wilhelm Heyne-Verlag, München 1985      -- ergänzende Quellen: Heike Owusu: Mandala-Welten. 74      Mandalas aus vielen Kulturbereichen; Schirmer-Verlag 1997


Kommentar
Das Mandala ist ein asiatisches Weltsymbol, das zentrale Symbol für die Mitte, für die Schöpfung und für die Ruhe. Die vorliegende Zusammenfassung zeigt uns, dass in fast allen Kulturen der Erde die Mandalas als Lebensweisheit verbreitet sind, ausser in der "christlichen", profitorientierten Industriegesellschaft Europas und bei den Kolonisten "Amerikas", wo die Menschen vor Konsumwahnsinn immer kränker werden.

Die Kraft aus dem Mandala ist das universale Mittel zur Friedensfindung, falls der Meditierende dafür empfänglich ist. Die abwertende Bezeichnung als "Esoterik" ist nicht angebracht, da die Mandalas in Asien und in den indianischen Kulturen der Mittelpunkt der kultischen Handlungen sind und sogar in der industrialisierten Welt eine Reihe Mandalas die Mittel zum Leben darstellen.

Es stellt sich daher die Frage, wann die Industriegesellschaft ihre grossen Lebensfehler - Profitgier, Krieg, Weltherrschaftsstreben und Kriegsbuch Bibel - erkennt, und zur geistigen Gesundheit der Ganzheitlichkeit ohne Waffen zurückfindet.

Wenige, wichtige Ergänzungen wurden in [eckigen Klammern] angebracht.

Michael Palomino
2000 / 2003 / 2005


Literatur
-- über Rosenfenster: Painton Cowen: Die Rosenfenster der gotischen Kathedralen (S.286).
-- über Yantra: Khannee/Madhu: Das grosse Yantra-Buch; Aurum, Freiburg i.Br., 1980
-- über Chakra: Johari: Das grosse Chakra-Buch; Bauer, Freiburg i.Br., 1979
-- über Mandalas: Argüelles: Das grosse Mandala-Buch; Aurum, Freiburg 1974 (S.202)

Über den Tempelherrenorden und die Kathedralen in Europa sind die Bücher von Armin Risi empfehlenswert (speziell: "Der multidimensionale Kosmos Band 3: Machtwechsel auf der Erde", 1999).



nach oben

Inhalt

1. Der Ursprung und die Umkehr zum Sinn des Lebens
2. Mandalas in der Natur - das Rad ist in der Orange
3. Das Gehirn-Mandala: Ausgleich schaffen
4. Häuser als Mandalas

5. Der Energiefluss durch die Energie-Chakren im menschlichen Körper - die Schlange als Symbol der Energie um das Rückgrat
6. Yantras in Asien - Energiefelder - Mandala-Meditationen im asiatischen Raum - die Con-Zentr-ation
7. Meditation als Reise zur Seele und Selbsterkennung -  Entwickeln des 3.Auges (des geistigen Auges) am Mandala-Mittelpunkt
8. Mandalas bei den Ureinwohnern (Primärnationen, "Indianern") - Heilung durch Mandalazeremonie - selber Mandalas malen
9. Einweihungsgarten der Zigeuner: Erkennen der Mitte als eigene Kraft, die von selbst wirkt

10. Der "christliche" Kolonialismus der rassistischen Weltbeherrscher-Kirche kämpft gegen alle Mandala-Kulturen
11. Mandalas in Religionsbauten: Esoterik in der Kathedrale
12. Farbensymbolik in den Rosetten der Religionen
13. Zahlensymbolik zur Einteilung der Mandalas
14. Islamische Mandalas

15. Labyrinthe als Mandalas
16. Augen-Mandala: Die Iris und die Irisdiagnostik
17. Heilung von Psychosen und Neurosen durch Mandala-Malen
18. Das Ego der "westlichen" Industriegesellschaft verdeckt die Mitte und wird immer kränker und kränker
19. Zusammenfassung: Die Mandala-Kultur im Menschen



Inhalt    nach oben

1.
Der Ursprung und die Umkehr zum Sinn des Lebens

Der "Urpunkt" - die Zahl "1"
Alle Form wächst aus einem Punkt, der für sich allein als Form gar nicht existiert. Dies ist der "Urpunkt". Dieser Urpunkt  ist die  "Vollkommenheit". Im Gegensatz dazu stellt der Bezug auf Bipolarität auf zwei verschiedene Punkte die Krankheit dar. Deswegen ist die "1" der Mittelpunkt, auf den alle ungeraden Zahlen zurückgehen. Die "2" verkörpert die Polarität (Bipolarität), auf die alle geraden Zahlen zurückgehen (S.126-128).


"Mandala" [deutsch: Kreis]
-- ist ein Wort aus dem Sanskrit [indische Sprache]
-- Mandalas sind an den Wurzeln jeder Kultur zu finden (S.44)
-- [der schweizer Psychologe] C.G.Jung gibt an, bei Psychosen und ausbrechenden Neurosen treten im Innern der Menschen Mandalas auf (S.45).

Der Kreis
- der Kreis gilt als "das Gesetz" (des Erdkreises)
- der Radius gilt als "der Weg" in die Mitte
- das Zentrum gilt als "der Punkt", die "Wahrheit", der "Logos".

Diese Ansichten stimmen mit den "christlichen" Rosetten überein. Im Kreisumfang befindet sich das polare Leben mit seinen "Gesetzen", Gegenüberstellungen etc., im Zentrum die Ruhe und die Ewigkeit (S.132).


Mandala heisst Leben: den Mittelpunkt finden - die Ruhe der Mitte anwenden
Das Mandala ist der Weg hin bis an den Mittelpunkt - ist die Umkehr am Mittelpunkt - oder anders ausgedrückt: Das Mandala ist der Beginn des bewussten Lebens (S.161-162).

Das Mandala symbolisiert somit die Entwicklung des Lebens, stellt das Urbild des Lebens überhaupt dar (S.161-162).

Das einfachste Mandala: Ein
                    Kreis mit Mittelpunkt
Das einfachste Mandala: Ein Kreis mit Mittelpunkt


Der Gegensatz zwischen ganzheitlicher Welt und technisch-zerstörerischer Welt bleibt dabei so lange bestehen, wie die technisch-zerstörerische Welt herrscht (S.161-162).

Der Anfang der Welt: die Energie
Der Anfang war die Energie in der Mitte eines Mandalas (S.38). Die Mitte des Mandalas ist die Kraft, ist die Kraft und Energie, die den Mikrokosmos Mensch zusammenhält.

Dahlke:
"Je näher wir jenem Mittelpunkt kommen, desto gewaltiger wird die Kraft." (S.250)

Der Lebensweg als "Gralsweg": Der Weg des Grals zur Gralsburg und zurück deckt die dunkle Seite auf
Der Mensch unternimmt seinen Auszug aus dem Heim in ungestümer Weise in die Dunkelheit bis an die Gralsburg - dann erfolgt die Umkehr an der Gralsburg und die geläuterte Heimkehr - dann erst erfolgt das Erkennen des Gralsgeheimnisses: "Der König und sein Land sind eins", z.B. beschrieben im Gralsepos des deutschen Schriftstellers Wolfram von Eschenbach (S.161-162).


Dieser Lebensweg bringt dem Menschen die Kenntnis über den eigenen Schatten beziehungsweise über den verborgenen Teil. Die Verdrängung des Schattens wird aufgelöst. Die Situation ist mit dem Wuchs von Bäumen vergleichbar: Beim Baum ist der verborgene Teil die Wurzel, beim Mensch das Verdrängte, die Familiengeschichte, bei der Kirche die Krypta (S.278).


Das Licht für die "Umkehr": Beispiel "Jesus" und "Weihnachten"
[Der Heiler "Jesus" sei hier als Beispiel angeführt, auch wenn von ihm kein einziger originaler Brief existiert]:

"Jesus" ist ein Licht, das zur "Umkehr" aus der zerstörerischen Brutalität auffordert. Um die Umkehr aus der Dunkelheit zu symbolisieren wurde als "Jesus"-Fest extra das Datum der Wintersonnenwende gewählt (S.163).

"Jesus"-Zitat:
"Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr niemals in das Himmelreich eingehen."

Kinder werden heisst: wieder empfänglich werden, ablassen vom absoluten Egoismus des Erfolgs mit der Konsequenz, dass viele andere keinen Erfolg haben (S.163). Man soll dabei aber nicht zum Hippie werden (S.164).

Das "Himmelreich" ist das Zentrum, der Mittelpunkt des Lebens, der "Logos" der Welt (S.163).

Beispiel: das Labyrinth von Amiens (S.165).


Beispiele der "Umkehr"
-- Johannes dem Täufer appelliert an die "Umkehr"
-- Saulus wird zum Paulus
-- eigentlich ist jede Pilgerreise eine "Umkehr": Es ist eine Reise in die Aussenwelt mit dem Wunsch, etwas Inneres zu erleben (S.166). Dabei ist auf dem Weg die Absonderung notwendig, die Isolation, als Voraussetzung zur inneren Konfrontation bis zur Einsicht
-- die Gralslegende: Der Parsifal muss auf seinem Rückweg alles wieder gutmachen und "Busse" tun (S.166-167).

Das Mandala ist Lehrmittel zur Umkehr
-- jede Katastrophe ist eine Chance zur Umkehr, zurück zur Mitte, zum Ausgleich (S.67)
-- diesen Weg zur Umkehr findet man nach der Katastrophe über das Mandala (griechisch: hé katastrophé, deutsch: Umkehr).


Weltall und Mandala
-- Sterne sind Mandalas (S.32-33) [denn jeder Stern ist eine Sonne mit Planeten darum herum, das ganze Weltall ist ein Mandala-System]
-- der Mensch ist ein Mandala: Fünfeck (S.32-33).

Der Mensch als Fünfeck-Mandala:
                    Der "Mandalamensch"
Der Mensch als Fünfeck-Mandala: Der "Mandalamensch"



Urknall-Mandala: Schöpfungsmythen mit Mandalas in der Religion

-- das Universum dehnt sich immer noch weiter aus
-- die Schöpfung bei den Hindus beschreibt den Atemrhythmus des Brahmas als Basis: einatmen - ausatmen
-- Veden: sehen die Entwicklung in Zyklen, also in Kreisen, Mandalas
-- die Bibel behauptet: Johannes: "Am Anfang war das Wort", also ein Klang, eine Schallwelle, ein Mandala
-- in Indien ist der Klang am Anfang, auch eine Schallwelle, ein Mandala
-- in anderen Mythen ist der Anfang der Welt ein "Licht", auch eine Welle, ein Mandala
-- die Schöpfungsgeschichten sind in Europa z.T. in Zyklen in gotischen Rosetten dargestellt, auch Mandalas, und ein Zyklus ist wieder ein Kreis, ein Mandala (S.35-36).

Der Ur-Punkt
-- hat keine Form
-- wird "aufgeblasen", so entsteht eine Kugel
-- bei den Indern sind Raum und Zeit "die beiden Täuscher"
-- wenn die beiden "Täuscher" wegfallen, so sinkt die ganze Welt in den Urpunkt zusammen und die Täuschung fällt weg (S.40).

Der Punkt, wenn er in der Ebene weitergeführt wird, geht ins Unendliche, und aus dem Unendlichen kommt der Strahl wieder zurück, in einem Kreis (S.40).

Mandalas: Sonnen, Planeten, Tänze
Weitere Mandalas von grundlegender Bedeutung sind jeder Planet und jede Sonne, der Erdkreis, der Globus (S.40).

Auch jeder Kreis-Tanz um eine Mitte bzw. um ein Feuer ist ein Mandala, mit Musik, die wiederum die weibliche Hirnhälfte betont und zur intellektuellen Hirnhälfte einen Ausgleich gibt (S.70-71).

Die Kreistänze wirken auf viele Leute faszinierend. Solche Kreistänze sind: Walzer, Rummelplatz, Karussel, ritueller Dhikr der Derwische, Wirbeltänze. Damit verbunden ist eine Art Ekstase zur Loslösung von der polaren, materiellen Welt, wenn man die Mitte erkennt (S.160). Damit verbunden sind Pirouetten, Reigentänze um den Maibaum / Lebensbaum (S.161).


Betrachtungserfahrung

Mandala / Rosette in die Mitte starren: Ermüdung (S.209).

Mandala / Rosette im Ganzen wahrnehmen, zuerst die Mitte, dann den Gesichtskreis langsam ausweiten, bis das ganze Mandala im Blick liegt: So wird alles gleichermassen erlebt, obwohl das einzelne Detail weniger scharf ist (S.209).

Man kann auch mit seinen Händen das Blickfeld einschränken und langsam öffnen, also langsam von innen nach aussen die Rosette durch die hohle Hand erleben (S.209).

Die Betrachtung des Ganzen ergibt einen Gesamteindruck, wobei alles etwas unscharf bleibt
- der Blick wird entspannter, wirkt weniger fixierend
- auch die Gedanken werden entspannter, weniger auf Einzelheiten fixiert
- alle Sinne lösen sich von Einzelerscheinungen und verlegen sich auf die Erfahrung des Ganzen
- eventuell können Räucherstäbchen und Musik die rechte Hirnhälfte noch mehr anregen (S.209).

Sehübung: 2-4-3 Objekte betrachten (S.211).

Inhalt    nach oben

2.
Mandalas in der Natur - das Rad ist in der Orange



Die Natur liefert uns Mandalas in Hülle und Fülle:
- Früchte mit Kern
- der Querschnitt jedes Halmes, Stängels, Astes, Stammes mit Jahresringen, [Knollen], Blumenblüten (S.176-178)
- Spinnennetze
- die Spinne selber (S.180-183)
- Kalkgehäuse von Schnecken und Muscheln.

Schneckenhäuser mit Spiralenzeichnungen stellen den Urwirbel dar (S.184).

Perlen sind Mandalas, auch, wenn sie entzweigeschnitten sind (S.186).

Jeder Berg ist ein Mandala, denn die Spitze ist oft auch die Mitte (S.189).

Mandala: Das Rad in der Orange

Mandalastruktur: Orange mit
                              Querschnitt, das Rad in der Natur
Mandalastruktur: Orange mit Querschnitt, das Rad in der Natur
Mandala in der Orange und im
                            Schneckenhaus, Zeichnung
Mandala in der Orange und im Schneckenhaus, Zeichnung


Wir haben hier also die Struktur des Rads in natürlicher Form.


Das Rad als Mandala - die Formen Kreis und Quadrat
Das Rad ist dem "Sonnenrad" nachgebildet
- wurde schon vom Steinzeitmensch verehrt: Kreisrunde Formen, z.B. die kreisrunde Höhle im französischen Arriège
- die Höhle von Niaux im Tal der Menschen von Cro-Magnon (S.72).



Das Gleichnis von der Spinne und dem Menschen

Spinnennetze zeigen das Wesen der Spinne und des Netzes. Jeder Mensch lebt in einem ähnlichen Netz, das ihn mit unzähligen Fäden an seine Welt bindet.

Der Mensch muss das Netz erkennen, akzeptieren, bewusst erleben und mit ihm umgehen lernen, bis zur Erlösung nach dem irdischen Dasein.


Bei der Spinne soll das Spinnennetz für die Opfer unsichtbar sein. So ist es auch für "trotzige Menschen", die das Netz erst im Angesicht des Todes nicht länger leugnen können. Solche Menschen sind wie Insekten, die im Netz bzw. im Mandala der Umwelt gefangen sind. Je mehr der Mensch herumtobt, desto mehr verwickelt er sich im Netz (S.180-183).

[Dieses Verhalten ist bei manchen Politikern zu beobachten, die bis heute rassistische Regierungen anführen und die mit dem Bau einer Mauern meinen, ihre Existenz zu sichern...]


 
Inhalt    nach oben
 

3.
Das Gehirn-Mandala: Ausgleich schaffen

Die Spaltung in Links und Rechts im Gehirn-Mandala - Überbetonungen abbauen

Das Gehirn ist eine Art Mandala, eine Art Labyrinth, ist zweigeteilt analog Yin-Yang (S.46-47).

Die linke Hirnhälfte ist männlich, dem hellen Yang zugeordnet:
analytisch denkend, differenzierend, kann schreiben, lesen, rechnen, kann Verstandesfunktionen beherrschen, regiert die rechte Seite des Körpers

Die rechte Hirnhälfte ist weiblich, dem dunklen Yin zugeordnet:
für ganzheitliches Erfassen verantwortlich, für alle künstlerischen Dinge, für Gefühle, für das Empfinden von Farben, Düften, Schwingungen, regiert die linke Seite des Körpers (S.48).

Das
                  zweigeteilte menschliche Gehirn als Mandala
Das zweigeteilte menschliche Gehirn als Mandala
 

Die Mitte - die Kombination zwischen Links und Rechts - ist das Ziel.

Die Situation in der Welt sieht aber meist anders aus:
-- die westliche Zivilisation betont die linke Hirnhälfte viel zu sehr
-- Überbetonungen bringen kein Glück.

Dahlke:
"Weder wird der Westen mit seiner Hälfte glücklich, noch der Osten mit der anderen."

-- die Lösung des Existenzproblems ergibt sich mit dem Finden der Mitte zwischen linken und rechten Anteilen der Hirnhälften, in der Mitte zwischen Nord und Süd, in der Mitte zwischen West und Ost.

Die Verbindungen der beiden Hälften finden  mit "Balken" statt (S.48).


Hilfs - mitte - l  zum Weg zur Mitte
Ziel ist es, die beiden Gehirnhälften zu harmonisieren.
Der Weg dahin ist relativ einfach: Man muss eine Umgebung schaffen, die beide Hälften gleichzeitig anregt. In Traditionen, Meditationen und Religionen wird diese beidseitige Anregung schon seit Jahrtausenden betrieben (S.50).

Mittel zur Harmonisierung:
-- Musik wirkt auf die rechte Hemisphäre
-- die linke Gehirnhälfte "müde laufen lassen"
oo  durch monotones Singen von Mantrams, mit Rhythmus
oo  durch Rezitieren von Herzensgebeten bei den Griechisch-Orthodoxen
oo  durch Rezitieren des Rosenkranzes bei der Kirche (S.50).

Weitere Mittel zur Harmonisierung:
-- Düfte: Weihrauch, Räucherstäbchen
-- Geschmäcker: Speisen (S.50).

Durch diese Praktiken wird alle Wahrnehmung von der linken Hirnhälfte in Richtung Mitte verschoben (S.50).

Die Arbeitsmoral soll nicht einseitig das ganze Leben beherrschen. Die "Mönchsregel" "Ora et labora" ["Bete und arbeite"] ist destruktiv und unvollständig. Meditation und Entspannung gehören zum Leben dazu und bewirken den Ausgleich der Hirnhälften. Arbeit soll schrittweise in jeweils angepasstem Tempo und Mass vor sich gehen (S.68).


Beispiel: Wissenschaft: Sich ein "Bildnis" machen
Die Aktivität, sich ein "Bildnis" zu machen, ist die Aktivität der linken Hirnhälfte. Im Islam ist das "Bildnis" eines Gottes z.B. untersagt. Im Islam dominiert die Ornamentik, die monoton, beruhigend wirkt, zum Ausgleich der Hirnhälften (S.50).


Das Mandala auf der Tarotkarte
mit Schlange und Fabeltier: ist ein "Schicksalsrad", auf- und absteigend, gleicht sich immer aus (S.53).


 
Inhalt    nach oben
 

4.
Häuser als Mandalas

Die Rundform ist das Symbol für das Himmlische, das Viereck das Symbol für das Weltliche.

Jede runde Hütte ist ein Urform-Mandala. In der "Zivilisation" werden runde Formen nur noch bei Kirchen im Basilika-Stil und bei griechisch-orthodoxen Tempeln gebaut. Solche kirchliche Rundbauten bilden die Grundform der tibetischen Yantras: Sie verbinden das Viereck als Symbol für das Weltliche mit der Kugel in der Kuppel als Symbol für das Himmlische. Die Kombination zwischen Kreis und Kugel repräsentiert das "Göttliche" (S.187).

Ein rundes Theater ist ein Mandala (S.188).

Mandalas bei den Indianern sind das Tipi-Zelt und das Runddorf "Pueblo" (S.221).

[und wenn Tipis im Kreis angeordnet sind, so stehen die Mandala-Tipis wiederum in einem Mandala-Kreis. Also ergibt sich dann eine doppelte Mandala-Botschaft].

 
Häuser als Mandalas: Tipi-Zelte
Tipi-Zelt, Indianerzelt als Mandala
Tipi-Zelt, Indianerzelt als Mandala



Indianerzelte der Prärie-Indianer in
                            den "USA"
Tipi-Zelte der Prärie-Indianer
Zerstörte
                            Indianerzelte, Tipis, das Gerüst ist als
                            Mandala erkennbar
Die Struktur von Tipi-Zelten, sichtbar an abgebrannten Tipi-Zelten nach der Indianer-Ausrottungsaktion durch weiss-"christliche" Rassisten 1890

Die Mischform zwischen Quadrat und Kugel als Gotteshaus

-- diese Gebäudeform existiert in den östlichen Kulturen: das Quadrat ist das Symbol für die materielle, polare Welt, der Kreis dagegen ist das Symbol für die göttliche, der Einheit verpflichtete Welt

-- die griechisch-orthodoxen Tempel sind in der Basis als Viereck gebaut, die Kuppel als Verbindung zum Himmel ist halbrund

-- die ersten Kirchen haben in der Romanik runde Fenster, die Wohnhäuser nicht (S.72).

 
Die Formen Kreis und Quadrat in der
                    asiatischen Kultur
   
Griechisch-orthodoxe Kirche in Athen im
                    Quartier Plaka, mit Prinzip von Quadrat und Kuppel.
Griechisch-orthodoxe Kirche in Athen im Quartier Plaka, mit Prinzip von Quadrat und Kuppel.
 


[Ergänzung:
Karierte Stoffe, v.a. Tischdecken mit kariertem Muster, wirken auf manche Personen sehr appetitvermindernd, weil scheinbar die sinnliche Hirnhälfte durch die Ansicht der vielen Quadrate sehr verdrängt wird...].


 
Inhalt    nach oben
 

5.
Der Energiefluss durch die Energie-Chakren im menschlichen Körper - die Schlange als Symbol der Energie um das Rückgrat

Menschen und Tiere sind Energie
Wenn alles, auch jedes Atom, Energie ist, so ist gemäss der "wissenschaftlichen" Physik doch auch der Mensch nur ein Energiephänomen, ein schwingendes Mandala (S.170).

Beispiel: Das indische Chakrensystem
Entlang der Wirbelsäule liegen gemäss der Chakrenlehre am Energiekanal Sushmna die 7 Energiezentren / Chakren, die 7 "Räder", die 7 "Kreise", meist als Blumenform (Lotos) dargestellt. Sie sind die Mandalas der Energie des menschlichen Körpers (S.170).

[Die Tiere haben diese Chakren wahrscheinlich auch].

Alle 7 Chakren hüllen den Menschen in ein kugelförmiges Schwingungsfeld ein. Der Mittelpunkt ist zur Achse geworden: die Wirbelsäule. Die Wirbelsäule entspricht dem grossen Mandala des Makrokosmos,  der Weltachse.

Leitungsbahnen verbinden Energiezentren
Die Leitungsbahnen, die Energiezentren verbinden, werden in China Meridiane genannt in Indien Nadis. Energie dringt durch die unteren Körperöffnungen ein (Muladhara) und steigt dann auf.

Die tibetische Tradition kennt nur 5 Chakren, weil sie je zwei zusammenziehen. Energie dringt am Scheitel ein und steigt dann ab.

Die Hopi-Indianer rechnen nur mit den oberen 5 Chakren des hinduistischen Systems.

Zusammenfassung: Energie kommt und geht usw.
Die Inder sagen: Die Energie geht von hier nach hier. Dies ist das Gesetz der "lebendigen Mitte". Die Energie kommt aus der Mitte und geht wieder zur Mitte (S.171).


Der schlangenförmige Energiefluss um die Wirbelsäule  - die Schlange als Symbol
Die Energie fliesst in den Vorstellungen der Chakra-Kulturen spiral-schlangenförmig in 3 1/2 Windungen um die Wirbelsäule und um die Chakras (S.172).

Sogar in der griechischen Kultur vollzieht die Schlange um den "Stab des Äskulap" 3 1/2 Schlangenwindungen, scheinbar in Anlehnung an die orientalische Anschauung von Chakra und Energie.

[Äskulap ist der griechische Gott der Heilkunst].

Insofern gilt die Schlange als "heiliges Tier" der Gesundheit und wurde in Äskulaps Tempel verehrt.

Der Hermesstab ist mit zwei sich windenden Schlangen dargestellt, mit schwarz-weisser Polarität (S.174).


 
Inhalt    nach oben
 

6.
Yantras in Asien - Energiefelder - Mandala-Mediationen im asiatischen Raum - die Con-Zentr-ation

Yantra ist in der östlichen Philosophie die "Wohnung Gottes" und stellt ein Energiefeld dar. Es ergibt sich dadurch eine unlösbare Verbindung zwischen Yantra und Gott, so dass Religion immer mit jedem Mensch selbst verbunden ist.

Ebensolche Energie-Kraftfelder finden sich bei Pyramidenformen und in Rosenfenstern.

Die Bibel hat diesen Zusammenhang zum Teil übernommen, in Aussagen wie:
"Das Himmelreich Gottes liegt in euch."

Aber die Hilfen, den Satz auch zu erleben, sind verloren gegangen. Nur Asiens Philosophien haben die Gotteserfahrung bewahrt, u.a. mit dem Mittel des Yantra (S.190).

Tabelle: Die 5 Elemente der Schöpfung im asiatischen Kulturraum
Punkt Akasha-Prinzip PunktPunkt
Kreis Luft-Tattva KreisKreis
Dreieck Feuer Dreieck mit
                            der Basis untenDreieck mit der Basis unten
zunehmender Halbmond Wasser Halbmond
                            mit der Basis untenHalbmond mit der Basis unten
Quadrat Erde QuadratQuadrat

Aus diesen 5 Grundschwingungen entsteht die gesamte Schöpfung.

aus: Rüdiger Dahlke: Mandalas der Welt. Ein Meditations- und Malbuch. Wilhelm Heyne-Verlag, München 1985, S.198, 280


Diese 5 indischen Tattvas wirken auf den Menschen. Sind alle diese "Urformen" in einem Mandala enthalten, so können in Menschen die Emotionen geweckt werden. Noch besser ist es, diese Urformen zu plastizieren. Man kann die Mitte nicht sehen, man kann die Mitte nur durch die äussere Form entstehen lassen (S.280).


Yantras in Indien und Indonesien
Die indischen Philosophien kennen auch das Glücksrad, Labyrinthe zur Konzentration und benutzen Mandalas zu Heilungszwecken. Der "Innerste Schrein", das Allerheiligste, steht im Mittelpunkt, wie der Altar am Kreuzungspunkt bei den Kirchen (S.204),

z.B. die Barabadur Stupa in Indonesien, ein vollkommenes Yantra, eine Tempelstadt des 8.Jh. auf einem Berg, mit Wandelweg um den Berg, je höher sie kommen, desto formloser werden die Buddhastatuen (S.204). Dies ist die Andeutung, dass sich das letzte Wissen jeder Form entzieht (S.205).


Jede Meditation hat den Mittelpunkt zum Ziel
Jede Meditationstechnik zielt letztendlich auf dieselbe Mitte. So sind viele verschiedene Meditationen entstanden, so wie es verschiedene Mandalas gibt. Alle sind Wege in die Mitte.

Wichtig ist die Regelmässigkeit der Anwendung, nicht die Art und Weise, denn
-- das Ziel ist dasselbe
-- wichtig ist, den Intellekt und das Selbst in Ausgleich zu bringen bzw. den Intellekt auf ein erträgliches Mass zurückzudrängen (S.194-195).


Mandala-Meditation: Kon-Zentration

Kon [lateinisch: con-]:
meint zusammenfassend:
- alles soll auf das persönliche Zentrum abgestimmt sein
- schon beim Anblick eines Mandala beginnt der Konzentrationsprozess
- es gibt verschiedene Mandalas, und es gibt verschiedene Wege zum Zentrum, das immer gleich bleibt: die Mitte
- bei einem Labyrinth soll der Weg gesucht werden, bei der Rosette werden die Sinne unbewusst in die Mitte gezogen (S.194-195).

Zentration:
bezeichnet das Zentrum selbst.

Kon-Zentration:
heisst also: Alle Wege führen zusammenfassend ins Zentrum des Selbst.

Der asiatische Raum vertraut im Allgemeinen auf die im jeweiligen Muster ruhende Kraft.

Die Gotik in Europa will den Prozess, zur Mitte hingezogen zu sein, mit seinen Rosetten noch durch Verstandsprozesse und Figürlichkeit unterstützen (S.194-195).

Inhalt    nach oben

7.
Meditation als Reise zur Seele und Selbsterkennung -  Entwickeln des "dritten Auges" (des geistigen Auges) am Mandala-Mittelpunkt

Die Meditation
-- ist der Weg von der äusseren Welt der geometrischen Muster in die Innenwelt mit ihren geheimnisvollen Seelenmustern
-- die Meditation konfrontiert die Person mit dem Selbst
-- die Konfrontation ist letztlich unausweichlich und die Verantwortung dafür ebenso
-- durch die Meditation kann man sein Selbst früher kennenlernen und es früher akzeptieren lernen
-- die Meditation ist langfristig für das Leben angenehmer, als die Verdrängung der eigenen Seele, denn sonst kommt das eigene Seelenmuster unvorbereitet, oder man wird zum Schatten seines Selbst
-- Gefahr während dieses Meditationsprozesses kommt von einem selbst, wenn überhaupt (S.219-220).


Zeitumkehrübung am Abend
Als Meditation soll man sich angewöhnen, vor dem Einschlafen den Tag zurück durchgehen bis zum Erwachen. Mit der Zeit kann man sich dann angewöhnen, den Zeitablauf in grösseren Zeitintervallen zurückzudenken (S.168).


"Sehen" lernen
Die Haupterkenntnis ist: Das Bild entsteht im Kopf, nicht im Auge. Wir schauen also nicht wirklich hinaus in die Welt, sondern die Welt schaut herein zu uns. Die Bilder sind immer innen.

Jedes Wesen sieht die Welt anders. Es existieren in der Welt also so viele Weltbilder, wie es Menschen und Tiere gibt (S.169).


Meditation in der Empfänglichkeit
-- Mandala anschauen
-- bei Gedankenabschweifung zum Mittelpunkt zurückkehren (S.42)
-- so: lernen, den Intellekt zu beherrschen
-- die Gedankenschöpfungen lassen nach, die Konzentration auf einen Gedanken nimmt zu (S.43).

Inhalt    nach oben

8.
Mandalas bei den Ureinwohnern (Primärnationen, "Indianern") - Heilung durch Mandalazeremonie - selber Mandalas malen
(S.113-117)

Grün und Braun sind die häufigsten Farben, weil sie in der Natur am häufigsten vorkommen.

Grün ist auch die Farbe des Friedens, des Wachstums und der Hoffnung (S.113-117).


Toleranz bringt Heilung
Bei den Primärnationen (Ureinwohnern) ist es Traditino - wie auch bei den türkischen Teppichknüpferinnen - absichtlich kleine Fehler in ihre Mandalas zu integrieren (S.121), denn das Vollkommene ist nur bei Gott möglich, und Gott soll ja nicht herausgefordert werden (S.122).

[Ergänzung:
Die Vorstellung von Toleranz bei den Indianern hat aber seine Grenzen: Indianerstämme haben untereinander auch Fehden gewaltsam ausgefochten und Kriege geführt, haben sich auch zu Kämpfen zwischen den Parteien der Weissen eingelassen etc.].

Der weisse Rassisten-Mann zerstörte die Mandala-Kulturen [bis auf wenige Reste]
Die Spanier zerschlagen die Kulturen Mittelamerikas mit dem Hauptziel des Goldraubs, bei Azteken, Mayas und Inkas
-- die Indios selbst betrachten den inneren Aspekt: Gold ist Symbol des Sonnengottes
-- die spanischen Besetzer kreieren die Bezeichnung "El Dorado" ["Goldland"]
-- die spanischen Besetzer finden das innere "El Dorado", die innere Weisheit, nicht
-- bis heute versucht die Alchemie, Gold zu produzieren, und der weisse Rassisten-Mann geht bis heute am inneren Schatz des Gleichgewichts zwischen innerer und äusserer Welt vorbei (S.54).

Mandalas bei den Indianern
-- das runde Zelt
-- das Runddorf "Pueblo" (S.221)
-- Sandmandalas der Indianer (S.222)

Denkweise der Indianer in 4 Einheiten
-- Zusammenspiel der 4 Elemente, 4 Jahreszeiten, 4 Richtungen, 4 Lebensalter, 4 menschliche Rassen
-- wenn einer der 4 Pole diese Ordnung verlässt, so kommt für den Indianer das Gleichgewicht durcheinander, v.a. seit die 4 Menschenrassen sich bekämpfen
-- die Indianervölker glauben, dass die Natur mit Katastrophen den Menschen zur Umkehr auffordern möchte (S.222).

[Ergänzung:
Die Indianer sind sich des Kampfes der Rassen bewusst, sehen aber scheinbar nicht, dass sie vom "weissen Mann", dem europäischen Rassisten mit Pistole und Kanone, gar nicht als Menschen anerkannt sind, sondern für den "weissen Mann" als Tiere gelten. Der weisse Mann hat die Indianer - wie auch die Schwarzen - gar nie als Rasse akzeptiert, zum Teil bis heute nicht...].


Die geistige Grundlage der indianischen Kulturen
-- die Indianer versuchen, im Einklang mit der Natur zu bleiben und von ihr zu lernen
-- sie lesen aus kleinen und grossen Ereignissen den Weltzusammenhang mit Schlussfolgerungen für sich selbst [meist ohne Lesekenntnisse, dafür in Ganzheitlichkeit der Lebensweise]
-- sie lernen durch den Prozess Vormachen - Nachmachen
-- sie lernen zu schweigen, bis zum Anhalten des inneren Dialogs und im Kollektiv
-- Sonnenaufgang und Sonnenuntergang werden als Abbild von Leben und Tod betrachtet: Sonnenaufgang als Geburt, Sonnenuntergang als Sterben, wird auch beliebtes Fotomotiv

-- jeder Tag spiegelt bei den Indianern also mit Geburt (Sonnenaufgang) und Tod (Sonnenuntergang) das ganze Leben wider
-- jedes Sterben wird als natürlicher Übergang in eine andere Lebensform betrachtet
-- Kinder werden nie ausgegrenzt, "Alte" werden nie abgeschoben
-- all-ein sein ist keine Tragik sondern kann zur Erfüllung werden (S.223-226)
-- der Rhythmus von Entstehen und Vergehen ist normal (S.228)
-- wer die acht vom Tag spaltet, die Zweiheit verleugnet, landet in Ver-zwei-flung (S.228).

Die Indianer
-- beten das Sonnen-Mandala an wie die Hochkulturen der Ägypter und Inka-Indios
-- erst das Sonnen-Mandala ermöglicht bei den Indianern das Leben
-- sie leben nach der Sonne ohne Uhr (S.230)
[-- Sonne: heute noch in der argentinischen Flagge]
[-- der weisse Mann hat es fertiggebracht, durch die Einführung der Uhr das Wissen um die Sterne zu vernichten, so dass heute nur noch das Wissen über Sonne und Planeten existiert].

Anbetung der Sonne in den indianischen Kulturen
Die Anbetung der Sonne soll zur inneren Öffnung führen: das Herz offen halten für Neues, das Neue einlassen (S.232). Dabei kommt ein Mandala zur Anwendung, das dem indischen Sonnengott Surya geweiht ist (S.233).

Gleichberechtigung zwischen Sonnenlicht und Mondlicht bei den Indianern
-- Sonne und Mond sind gleichberechtigt
-- es gibt Mandalas des Tages und der Nacht: Sonnen- und Mond-Mandalas
-- die Nacht ist die Zeit der Träume
-- die Indianer warten für bestimmte Entwicklungsschritt erst die entsprechenden Traumhinweise ab
-- bei regelmässiger Mandala-Malerei gruppieren sich alle Träume um ein Zentrum, so kann man die Träume als Mandala erleben (S.234-236).


Der Kreislauf (das Lebens-Mandala) in der indianischen Lebensphilosophie
-- Indianer nehmen von der Erde, was sie brauchen, und das mit Ehrfurcht
-- Indianer wissen, dass eine Actio immer eine Reactio zur Folge hat und dass die Menschen der Erde auch etwas geben müssen
-- der "Fortschritt" ist zum Leben nicht notwendig, denn am Kreislauf ändert sich nichts (S.237)
-- jedes Ereignis abwärts zieht ein Ereignis aufwärts nach sich und umgekehrt (S.288)
-- das Mandala des Universums ist in Form des taoistischen T'ai Chi dargestellt (S.290).

--> Indianer richten das Leben streng nach den Rhythmen aus, die ihnen die Natur vorgibt
--> die Indianer bleiben im Lebensstil flexibel, haben kein festes Haus und kaum persönlichen Besitz
--> die Rituale bleiben lebendig, auch die Mandalas bleiben lebendig, es kommt zu keiner Erstarrung (S.238)

-- Mandalas werden spätestens nach 12 Stunden ausgelöscht
-- die Mandalas leben im betreffenden Indianer weiter
-- die Zeremonie soll heilen, und wenn die Zeremonie vorbei ist, kommt eine neue Zeremonie mit einem neuen Mandala (S.238).


Medizin bei Indianern: Der "Grosse Geist"
Der "Grosse Geist" ist bei den Indianern ein Zeichen des Vertrauens in die Schöpfung, in den "Grossen Geist", denn man ist ihm ausgeliefert. Am deutlichsten sichtbar ist der "Grosse Geist" beim Sterben: Der Indianer wird vom "Grossen Geist" aufgenommen (S.238).


Sandmandala-Zeremonie
Die Vorbereitung auf eine Sandmandala-Zeremonie erfolgt durch intensive Reinigung, Fasten, Schwitzen, Erbrechen, sexuelle Enthaltsamkeit, einsames Wachen.

Die Kranken glauben, dadurch an Energie heranzukommen, die mithilft, das Medizin-Mandala zu erschaffen. Das Medizin-Mandala soll den Patienten / die Patientin weihen und heilen. Ziel ist, die Leere zu erreichen. In dieser Leere kann dann die Quelle der eigenen Ursprungsenergie gefunden werden (S.240).

Der Medizinmann sucht vor der Zeremonie die Hilfsmittel zur Gestaltung des Medizin-Mandalas, je nach Lage und Landschaft verschiedene Naturmittel. Bei einem Fruchtbarkeitsritual verwendet er viel Gelb, die Farbe des Frühlings, des Blütenstaubs (S.241).


Die Meditation im Mandala
Ritual: erster Abschnitt:

Am Ende der Vorbereitung durch die äusseren Hilfsmittel sitzt der Patient in der Mitte des Mandala.
Der Patient / die Patientin soll die eigene Mitte finden, indem er in die Mitte des Mandalas gesetzt wird. Dann wird die Patientenperson als erstes vom Medizinmann besungen (S.238).

-- der Gesichtssinn wird zentriert
-- monotone Sprechgesänge richten den Gehörsinn aus
-- duftende Kräuter werden im heiligen Feuer verbrannt
-- Genuss bewusstseinserweiternder Drogen
-- rituelle Streichungen mit einer Adlerfeder an bestimmten Hautpartien.

Der Patient / die Patientin fällt durch all diese Mittel in eine Trance (S.241).

Das Mandala wird auf den Patienten "übertragen": Der Medizinmann legt seine befeuchteten Hände auf den Sand des Mandalas und dann auf den Körper des in der Mitte Sitzenden. So wird die göttliche Ordnung im Patienten verankert, und so soll er seine Mitte in sich selber finden  (S.238).

Ritual zweiter Abschnitt:

Der Medizinmann nimmt von dem Sand und verstreut den ersten Teil im Osten, den nächsten im Süden, Westen und Norden, dann noch eine Portion zum "Vater des Himmels" und gibt die letzte dann der Mutter Erde zurück (S.240).

Dabei können Medizinmann und PatientIn sogar mit Maske arbeiten, was oft vorkommt. Die Individualität ist egal, die Heilkraft ist für alle da (S.249).


Meditation an Tieren und an der Natur

Dahlke:

"Da die Indianer in allem immer das Eine, die eine göttliche Melodie hören, können sie mit diesen Zeremonien natürlich auch Tiere, die sie als ihre Brüder betrachten, ja sogar die Natur behandeln (Regen machen)." (S.241)

Elemente des Heilrituals in der "christlichen" Kirche

Die Kirche hat einige wichtige Elemente des Indianer-Heilrituals übernommen:
- eine Zentrierung in Form eines Altars und die Rosetten-Mandalas und die Hilfsmittel Wein  und Brot
- monotone Kirchengesänge bis 16.Jh. und bei den Katholiken die Monotonie des "Rosenkranzes"
- Kräuter: Weihrauch, um den Geruchssinn einzuhüllen und den Geist mit dem Rauch "nach oben" zu führen (S.243)

Ähnliche Heilzeremonien in Asien

Die Asiaten haben ebenfalls ähnliche Heilzeremonien:
- statt Weihrauch Räucherstäbchen, Räucherkerzen, Blumenparfums
- statt Kirchengesänge in Indien die Mantras
- statt Kirchengesänge bei den Pandits: Sprechgesänge, die die Veden rezitieren
- statt Sprechgesänge in der Ostkirche: Monotonie des Herzensgebete (S.243).

Die Muslime haben ihre Ordnung in der Ornamentik konzentriert (S.243).

Die verschiedenen religiösen Rituale und die Heilungen haben alle dasselbe Ziel und sind alle ähnlich, denn alle zielen auf denselben "einen" Punkt (S.244).


Einziges Ziel ist die Geistheilung - die Entstehung von Tics, wenn Rituale fehlen
Der Prozess, den Geist zu sich zu ziehen und so die Wandlung geschehen lassen, geht so:

Dahlke:
"Je konzentrischer ein Ritual ist, je näher es der Harmonie des kosmischen Mandalas kommt, desto eher kann Heilung, Ganzwerdung geschehen." (S.243)

Insofern existieren viele Rituale, die noch gar nicht bemerkt und erkannt sind (S.243).

Auslöschen von Ritualen ohne Ersatz hat keinen Sinn, denn es entstehen Zwänge, die wieder Ritual werden, Tics, übertriebene Bedürfnisse etc. (S.244)

[Ergänzung:
Die zerstörerische Kirche spielt die "Heilung" vor
Da die Kirche eine Weltherrschaft mit Gewehr und Bomben anstrebt, was durch die "USA" immer mehr verwirklicht wird, ist die "Heilung" durch die Kirche nicht ernst zu nehmen. Die Kirche erscheint als eine unvollständige Kopie der östlichen Heilmethoden, zusätzlich mit einer "Erlöser"-Figur als Lockvogel an einem Kreuz genagelt, die es sonst nirgendwo gibt. Das ist das schreckliche Christentum].


Mandala selber malen als Selbstdarstellung mit dem eigenen Ritual
Das selbst gemalte Mandala stellt einem gemäss den indianischen Kulturen selber dar. Davor werden verschiedene Rituale absolviert:
- Fasten zum Schärfen der Sinne
- einen guten Zeitpunkt und Ort finden
- visuelle Einstimmung mit Kerzen und Blumen
- akustische Einstimmung mit Musik, Mantras
- Geruchseinstimmung mit Ölen, Räucherkerzen, Räucherstäbchen, Weihrauch
- eventuell spezielle Kleidung tragen
- das Mandala eventuell auf einen Mensch oder ein Ereignis ausrichten
- das Bewusstsein auf die eine Mitte hin orientieren (S.252).

"Es" (die Gestaltung des eigenen Mandalas und die geistigen Quantensprünge) wird bald von selbst passieren, wenn die Person sich auf das Ritual einlässt und empfänglich ist (S.252).

Inhalt    nach oben

9.
Einweihungsgarten der Zigeuner:
Erkennen der Mitte als eigene Kraft, die von selbst wirkt

Eine Person sieht eine rote und eine blaue Blume, wenn er drei Blumen sieht, wird die Mitte violett. Am Ende sieht der Zigeuner nur die mittlere Blume, die Harmonie, die nur in ihm existiert. Dies ist das "dritte Auge", ist Ausgangspunkt zur "inneren Reise". Aussage der Selbsteinweihung: "Es geschieht" (S.214).

Inhalt    nach oben

10.
Der "christliche" Kolonialismus der rassistischen Weltbeherrscher-Kirche kämpft gegen alle Mandala-Kulturen


Der weisse Mann zerstört die Mandalas der Primärnationen
Die Spanier zerschlagen die Kulturen Mittel-"Amerikas" mit dem Hauptziel des Goldraubs, bei Azteken, Mayas und Inkas
-- die Indios selbst betrachten den inneren Aspekt: Gold ist Symbol des Sonnengottes
-- die spanischen Besetzer kreieren die Bezeichnung "El Dorado" ["Goldland"]
-- die spanischen Besetzer finden das innere, geistige "El Dorado" gleichzeitig nicht
-- bis heute versucht die Alchimie, Gold zu produzieren, und geht am inneren geistigen Schatz vorbei (S.54).

Die englische Führung [und später die Führung der "USA"] lässt alle ganzheitlich orientierten Kulturen vernichten
-- in "Amerika"
-- in Indien (S.54-55)
-- in Tibet
-- in Australien (S.56).

[Ergänzung:
"USA" und Israel wollen den ganzheitlichen Islam vernichten
um neue "Märkte" zu schaffen...].

Pazifismus
Gandhi: Symbol ist das Spinnrad-Mandala (S.56).

[Frage:
Denken Tiere auch in Mandalas?]


Inhalt    nach oben 

11.
Mandalas in Religionsbauten: Esoterik in der Kathedrale


[Anmerkung:
Es zeigt sich, dass die "schönen" gotischen Kathedralen mit ihren Mandala-Rosetten bis heute leider keine grosse Weisheit vermitteln konnten

und es zeigt sich, dass die Sternbilder und die östliche Symbolik in den Rosetten dem "christlichen" Glauben an Gott eigentlich widersprechen...

und somit ist die "christliche" Kirche eigentlich nur Schizophrenie und Wahnsinn, mehr nicht].


Die Rosetten in den Kirchen und "Kathedralen" sind von geometrischen Grundkonzeptionen der Urbilder der Natur abgeschaut (S.140).

Im indischen Raum in Indien, Tibet und Nepal werden die Mandalas "Yantras" genannt und für religiöse Rituale gebraucht (S.76). Dabei wird symbolisiert, dass es nur eine Wahrheit und eine Quelle gibt (S.74).

[dass also eine "amerikanische" Wahrheit z.B. nicht existiert, auch wenn die Milliardäre noch so sehr ihre Zeitungsinserate und Werbefilme schalten...]


Der Tempelherrenorden THO als Bauherren der Kathedralen
Als Vorbereiter der Gotik gelten die Templer. Das Thema liegt noch im Dunkeln (Stand 1985). Da aber auch relativ kleine Orte plötzlich Kathedralen aufwiesen, muss man sich fragen, woher wohl das Geld für die grossen Kirchenbauten kam. Die Templer waren zu jener Zeit [zwischen 1120 und 1300] neben dem Papsttum die einflussreichste und mächtigste Organisation im Abendland (S.84).

[Es ist wahrscheinlich, dass die Templer den Weg nach "Amerika" kannten und von dort Metalle bezogen, mit Haupthafen La Rochelle, und dies geschah mit Duldung der Kirche. Man kann das nachlesen im Buch von Armin Risi: Der mulitidimensionale Kosmos Band 3: Machtwechsel auf der Erde].

Kathedralenbau: These des Versöhnungsversuchs
Es ist möglich, dass es mittels Rosen und Mariasymbolik einen Versöhnungsversuch zwischen "Christentum" und Islam gab:
-- Erfindung des "Rosenkranzes" durch den Tempelritterorden
-- der Tempelritterorden stand unter dem Zeichen Marias
-- neben Papsttum und Königtum war der THO die reichste und einflussreichste Organisation
-- der THO begann sich, den östlichen Weisheitslehren zu öffnen und eine Verständigung mit den "Weisen des Morgenlandes" aufzubauen
-- der THO bildet den Anfang eines neuen, esoterischen "Christentums" (S.147).


Kathedralenbau: Licht und die Richtung nach Jerusalem "Orient"-iert
Die Rosetten erscheinen in verschieden Farben, je nach Morgen- oder Abendlicht. Insofern sind alle Kathedralen auch gemäss dem Lichteinfall gebaut (S.88-89).

Das Hauptschiff ist meist von Westen nach Osten gebaut, "Orient"-iert in Richtung Osten [in Richtung Jerusalem]. Das Seitenschiff bildet den kurzen Balken des lateinischen Kreuzes von Nord nach Süd (S.92).


Sich Orient-ieren
heisst: "den Osten suchen". Die gotischen Kirchen weisen nach Osten [nach Jerusalem]:
- das Licht kommt aus dem Osten
- die uralte esoterische Weisheit kommt aus dem Osten
- heute misst dem kaum noch ein Priester Bedeutung zu (S.92).


Rosetten mit Mittelpunkt
Die Rosetten betonen geradezu die Mitte mit Logos, Friedens-Symbolen [im Gegensatz zur Kirche selbst, die die Weltherrschaft im Sinn hatte], mit "Gott-Vater"-Symbolen, "Christus", T'aiChi-Symbolen. Darum herum ist jeweils die polare Welt, die "Schöpfung" angeordnet (S.41).

Das falsche
                    "Friedenssymbol" der Kirche
                    "Pax"
Das falsche "Friedenssymbol" der Kirche "Pax"

 


Die Rosenfenster der Gotik
-- sind eine der höchstentwickelten Ausdrucksformen des Mandala
-- Licht, Farbe und Form werden zur Einheit verbunden
-- ab dem 17.Jh. verdrängt die technische Entwicklung die Wirkung der Rosenfenster bis in die Bedeutungslosigkeit: Die Technik verdrängt die Rosenfenster durch das rational zerstückelnde, intellektuelle Weltverständnis
-- der "Intellekt" zerstört immer mehr auch die Mandalas im Osten (S.52).

Rosenthematik: Anordnung
-- Rosetten im Norden von Kirchen stellen "Vergangenheit" dar: Darstellungen aus dem Alten Testament, "Jesus" als Kind, Maria
-- Rosetten im Süden von Kirchen stellen "Gegenwart" mit neutestamentlichen Themen
-- Rosetten im Westen: "Zukunft" dargestellt: mit "jüngstem Gericht", "Jesus" als Weltenrichter, mit dem Aufbau des "neuen Jerusalem" [nach der Vertreibung aller Muslime?]
-- Rosetten im Osten: bleiben ohne Rose, zeitloser Chor ins "Licht" (S.93).

-- aussen an den Rosetten sind Tierkreise, Symbole abgebildet, auch 52 Wochen etc. entsprechend der weltlichen Zeit, es bewegt und entwickelt sich alles
-- innen ist Glück, Rosen, "Jesus", Yin-Yang abgebildet, stellt die Zeitlosigkeit und die Ewigkeit dar, es herrscht zeitlose Ruhe.

Dahlke über den Mittelpunkt:
"Erst, wenn wir zurückgekehrt sind in die Mitte, werden wir erleben, dass alles bleibt, wie es ist: ewig zeitlos." (S.93)

Der Weg durch die Mitte ist der einzige Weg zu Gott, zur Ruhe.

Entsprechend sind gemäss Dahlke die Sätze zu werden:
-- "Niemand kommt zum Vater, denn durch mich".
-- "das Himmelreich ist in euch." (S.94)


Gralsfenster - Rosenfenster
Gralsfenster haben in der Mitte den runden Tisch, darum herum abgebildet sind die "12 Ritter" der Tafelrunde.
Rosenfenster haben in der Mitte die Rose, darum herum
-- 12 Tierkreiszeichen
-- 12 Apostel
-- 4 Elemente / Evangelisten
-- 4 Paradiesflüsse
-- 8 Winde
-- 7 freie Künste
-- "Laster" und "Tugenden" (S.160).

Für die Polare Welt ist alles, was um den Mittelpunkt angeordnet ist, vom "Teufel", weil die Menschen durch die Ganzheitlichkeit für die Matiere weniger manipulierbar werden (S.118).

Zwölfteilige Rosette, Beispiel das Radfenster der
                  Kathedrale von Astorga (Spanien)
Zwölfteilige Rosette, Beispiel das Radfenster der Kathedrale von Astorga (Spanien)
 


Das Symbol der Rose und der Lotosblume - der Rosenkranz und weitere Rosensymbolik

Die "westliche" Tradition der Rose entspricht der "östlichen" Tradition der Lotosblume. Die Lotosblume erblüht als tausendblättriger "Lotos" auf dem Kopf des Erleuchteten. Das "Christentum" sucht seinerseits ein solches Symbol in der Rose und erfindet so den "Heiligenschein" und die Strahlenkrone (S.146).

Die Rose soll wahrscheinlich dem indischen Mala entsprechen, die von Indien aus in die arabische Kultur gelangte, dann von den Kreuzrittern nach Europa gebracht wurde und im Westen zum "Rosenkranz" umgedeutet wurde (S.146).

- die religiöse Kunst der Gotik bezieht die Rose meist zur "Jungfrau" Maria
- die Klöster erfinden ihren "Rosengarten" in jedem Kloster
- die Kirche erfindet den "Rosenkranz" als rituelles Wiederholungsgebet der "Erleuchteten", in Ähnlichkeit mit der Monotonie der tibetischen Gebetsmühlen und in Ähnlichkeit mit dem Koan des Zen. Zweck solcher Gebetsrituale mit Koan, Gebetsmühlen und "Rosenkranz" ist die Ermüdung des Intellekts, um so zur existenziellen Gotteserfahrung zu gelangen (S.146).

Gleichzeitig soll die Rose das Symbol der Liebe und Gottesvereinigung sein, nicht nur bei Christen, sondern auch bei den islamischen Sufis als Symbol der sich öffnenden und hingebenden Liebe. Die Rose gilt als Blume der Isis, der Aphrodite und der Venus, dann der Maria. Somit sind Rosenfenster auch Fenster der Liebe, des Einlassens und des Leidens (S.146). Die Mystik des 13.Jh. sieht Liebe und Rose als Vereinigung mit Gott. Notre-Dame-Kathedralen sind meist Maria geweiht (S.147).

 
Rosenmotive in den
                    Rosenfenstern der Notre Dame, Westflügel und
                    Nordflügel
Rosenmotive in den Rosenfenstern der Notre Dame, Westflügel und Nordflügel

Rosetten in der Kathedrale Notre Dame in Paris

Kathedrale "Notre Dame"
                                in Paris, Westportal
Kathedrale "Notre Dame" in Paris, Westportal
Notre Dame in Paris,
                              Westrosette
Notre Dame in Paris, Westrosette

Kirche Notre-Dame, Paris,
                                Nordrosette

vergrössernKirche Notre-Dame, Paris, Nordrosette

Mandala-Rosetten in Kirchen mit alchimistischen Inhalten
C.G.Jung gibt an, bei Psychosen und ausbrechenden Neurosen treten im Innern der Menschen Mandalas auf. Aus solchen Psychosen sollen die Rosenfenster der Gotik nach den Kreuzzügen und in der Zeit der Inquisition entstanden sein (S.45).

Die Rose gilt bei den Alchimisten als die "Blume der Wissenden". Sie erfinden einen "philosophischen Rosengarten" (S.147):
- Alchimie ist in den Kirchen mittels Symbolen dargestellt
- jede zweite gotische Fensterrose ist auf dem 12er-Schlüssel aufgebaut und enthält die Darstellung der 12 Tierkreiszeichen (S.74)
- die Rosen in den Kathedralen symbolisieren das Unendliche, den Kreis, im Rahmen des Endlichen, im Quadrat (S.76)
- die West-Rose der Notre-Dame in Paris ist 24-teilig (S.78)
- Abbildung christlicher "Heiliger", die alchimistische Kolben tragen
- die Nord-Rose der Notre-Dame in Paris heisst noch heute "Alchimistenrose" (S.80).


Ausgleichende Wirkung der Rosette auf die Menschen
- Rosetten wirken wie auch der monotone Rosenkranz ermüdend durch Formen und Ornamente
- der Verstand soll ermüden
- Rosetten sind geeignet, den Geist aus den Grenzen von Raum und Zeit kurz zu befreien (S.147).


Yin und Yang in Kathedralen
- z.B. in der Kathedrale von Lyon mit dem T'ai-Chi-Zeichen in der Mitte einer Rosette. Es ist genau dort, wo es nach taristischer Philosophie hingehört (S.82)
- z.B. in der Kathedrale von Toulouse mit dem T'ai-Chi-Zeichen in der Mitte einer Rosette, mit zwei Darstellungen des Templer-Kreuzes (S.84).

Yin Yang
                  als Mandala
Yin Yang als Mandala


Rosetten, die Schicksal darstellen
z.B. an der Fassade der Kathedrale von Beauvais: stellt die Symbolik des Zehnten Tarotschlüssels dar. Dies sind ehemalige ägyptische Figuren, hier in abendländischen Gewändern (S.86). Das Schicksal ist insofern ein logisches Ereignis, weil jedes Ereignis abwärts ein Ereignis aufwärts nach sich zieht und umgekehrt (S.288).

Wirbel-Rosetten
Bei den Rosetten ist sogar die Wirbel-Form gebräuchlich, wie z.B. in der Kathedrale von Lyon, in der kleinen Seitenkapelle (S.140).


Kathedrale von Lyon: Rosette als Urwirbelmandala
 

Kathedrale von Lyon, Portal
Kathedrale von Lyon, Portal

Kathedrale von Lyon, Rosette der
                          Seitenkapelle als Urwirbelmandala
Kathedrale von Lyon, Rosette der Seitenkapelle als Urwirbelmandala

Rosette als Urwirbel in der Kathedrale
                          von Lyon, die Struktur
Rosette als Urwirbel in der Kathedrale von Lyon, die Struktur

Flammen-Rosetten der späten Gotik
Das Zusammenwirken von Struktur, Farbe und Licht ergibt bei "Flammen-Rosetten" den Eindruck von Feuer, die die Flammenzungen des "heiligen Geistes" darstellen sollen, z.B. in der Rosette von Amiens (S.144).


Das Symbol des Kreuzes
ist das Resultat einer Mandala-Wandelung aus der Kompass-Rose. So entsteht das Symbol des Rosenkreuzes (S.92). Das Rosenkreuz
- hatte immer einen Bezug zur Esoterik
- ist ein manichäisches Symbol
- vereint das Zeichen der polaren Welt mit dem Symbol der Liebe zu einem 5er-Symbol (S.148).


"Jesus" und Tarot-Symbolik in einer Rosette
z.B. zeigt die Westfassade des Doms von Orvioto einen Christuskopf in der Mitte mit 22 Sprossen, gemäss der 22er Aufteilung im Tarot, auch gemäss den 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets (S.86).


Die Swastika, das drehende Schicksalsrad
ist ein "Schicksalsrad": Oben muss wieder zu Unten werden und umgekehrt
- links herum drehend: mit zerstörenden Kräften
- rechts herum drehend: mit kosmischen, aufbauenden Kräften (S.94-95).

Swastika als Rad der Zerstörung
                    (links herum drehend) und als Rad des Glücks (rechts
                    herum drehend)
Swastika als
Rad der Zerstörung (links herum drehend) und als Rad des Glücks (rechts herum drehend)

Jede Swastika stellt 4 Tore dar (S.202).

[Im Grunde ist die Swastika ein Urwirbel mit stilisierten Schweifen].

Horoskop-Darstellung in Mandalas
Aussen herum  spielen sich dynamische Prozesse ab. Ruhe ist nur in der Mitte (S.96).

Der "Urknall" in den Kirchenrosetten
-- jede Rosette mit einem Mittelpunkt stellt einen Urknall dar
-- gleichzeitig werfen die Fenster am Rand der Rosette das Licht auf den Mittelpunkt zurück, z.B. brennlinsenförmige Gläser in der Südrose von Chartres und 12 Brenngläser rund um die Mitte
-- so werden die mittig dargestellten Symbole zum "Brennpunkt" des Uni-versums, z.B. ein "Jesus"-Kopf (S.98).


Die Farben der Rosenfenster
-- Hauptfarben sind Rot für Feuer und Blau für Wasser, die beide zusammen die Geburt des Lichts verkünden sollen (S.100)
-- von innen nach aussen werden die Farben immer stofflicher und enden am Ende in der steinernen Wandstruktur
-- aus dem weissen Licht, dem Wesentlichen, entsteht die ganze Welt der Farben- und Lichtspiele (S.102).

Farbenlogik
Jede Farbe braucht ihre "Gegenfarbe", um zusammen wieder weiss oder grau zu ergeben:
- rot und grün ergeben weiss
- blau und gelb ergeben weiss (S.103).

Das Regenbogen-Mandala
Der Regenbogen ist ein natürliches Mandala aus weissem, gespaltenem Licht (S.103).


Der Kreis der Regenbogenfarben

Mandala: Der Kreis der
                    Regenbogenfarben
Mandala: Der Kreis der Regenbogenfarben


Wer einen Kreis mit sektoriellen Farben ausschneidet, fixiert und schnell dreht, sieht weiss
- die Kirchenrosetten lösen das Weiss in die Bestandteile auf, so dass sich die Rosette ergibt
- es kann sein, dass man beim Rosettenbetrachten plötzlich nur noch weiss sieht (S.104-105).

[Umkehrschluss: Die Rosetten müssen alle Farben des Farbkreises enthalten, sonst bildet sich kein Weiss].


Das "Nachbild" beim geschlossenen Auge: Komplementärfarbe: Der Mittelweg "Weiss"
Bei geschlossenem Auge kommt das Nachbild immer in der Gegen-/Komplementärfarbe:
-- Grün-Rot
-- Gelb-Violett
-- Blau-Orange
-- Schwarz-Weiss etc. (S.108-109).

Diese Logik ist auf die geistige Welt übertragbar: Jeder Pol, jede Meinung hat seinen Gegenpol, eine andere Meinung
Die Wahrheit ist in der Mitte, das weisse Zentrum, das alle Farbe ist (S.108-109).


Das Glas der Gotik
ist bis heute nicht kopierbar. Es gelingt den "Technikern" bis heute nicht, ähnlich brillantes Glas zu schaffen (S.100).

Die Kathedralenfenster als Sterne
Die Fenster werden zu Sternen der Kathedralen und die Rosetten mit ihren speziellen Farben und Lichtwirkungen zu ihren Sonnen, zu den Wegweisern für die Menschen, wie die Sterne in der Nacht, wie der "Stern von Bethlehem" (S.100).

Der Davidstern
- ist die Darstellung des Dreiecks des Makrokosmos
plus: das Dreieck des Mikrokosmos
- ist oft dargestellt durch die Farben Rot (für Feuer) und Blau (für Wasser), die Hauptfarben aller Rosetten, verkündet die Geburt des Lichts
- z.B. der Davidstern der Kuppel der Kathedrale von Bourgos (S.100) [?, der Stern in Burgos ist gemäss Buch aber nicht sechseckig, sondern achteckig...]


Der geistige Inhalt der Rosettenfenster
Das Wesentliche liegt hinter der Form. Der Weg ins Innere ist der Weg, ans Wesentliche zu gelangen: zum "Logos" in der Mitte (S.102).

Das falsche "Licht" in der Bibel blendet die Menschen immer (S.110).

Entwicklung der Rosettenfenster
Die erste Entwicklung findet in der Romanik statt mit dem romanischen Radfenster:
-- sie lassen das ungebrochene weisse Licht am meisten durch die zentrale Öffnung fallen
-- das Licht kontrastiert stark zum Dunkel der Mauer, wobei die Mauer die Schöpfung symbolisiert
-- z.B. in Astorga in Spanien (S.110).

Hochgotik
Das Symbol des Lichts wird durch das Symbol des Logos oder der Liebe, durch Maria ersetzt (S.112).


Gralssymbolik in den Rosetten

z.B. in Winchester: Gralsritter (S.12 oder 24) werden auf die "Reise" durch die polare Welt geschickt, um die Rose im Zentrum wieder zu erreichen (S.158-159).


 
Inhalt    nach oben
 

12.
Farbensymbolik in den Rosetten der Religionen
(S.113-117)


Bei Kirchenbauten vorherrschend sind

Rot für die Darstellung von Wärme, Flamme, Energie und Liebe
-- reisst empor, vermittelt Wärme, Farbe der Flammen und des "heiligen Geistes", der in Flammenzungen auf die Apostel kommt
-- symbolisiert auch Mut und Begeisterung, wirkt belebend auf die äusserliche Welt, symbolisiert Liebe

Blau für die Darstellung von Kälte, Ruhe, Tiefe und Treue
Blau ist die Farbe des empfangenden, weiblichen Prinzips
-> ist die Farbe des Mantels der "Jungfrau" Maria
-> der Name "Maria" ist von "mare" abgeleitet, symbolisiert Tiefe
-> Blau steht auch für Tiefe, Versinken, Passivität
-> Blau bewirkt schöpferisches Tun in der Ruhe, Weisheit, Wahrheit, Treue, und Unsterblichkeit

Violett für die Darstellung von sakraler, heiliger Bedeutung
-- Violett ist die Mischung zwischen Rot und Blau
-- Violett hat sakrale, "heilige" Bedeutung, kommt z.B. noch in den Messgewändern vor
-> Violett soll im Menschen die Spiritualität, den Weg in die Mitte, anregen, wirkt ausgleichend.

Gold für die "goldene Mitte"
-- wird nur für die Darstellung der "goldenen Mitte" verwendet
-- wird hauptsächlich benutzt zur Darstellung des Logos und des Sonnenlichtes als Symbol des offenbarten Lichtes
-- Gold ist der obersten Gottheit, der Sonne, geweiht bei Mayas, Azteken und Inkas.

[Ergänzung:
Deswegen waren dies auch "Gold"-Kulturen, bis die spanischen Rassisten-Kolonialisten alles Gold zusammenraubten und einschmolzen, um Kriege gegen Frankreich zu führen, oder das Gold landete auf dem Meeresgrund etc.].


Gelb als Farbe des Lichts

Schwefeliges Gelb: Neid

Schwefelgelb ist die Farbe des Neides, der Eifersucht, des Verrats, die Farbe des Judas-"Verräters" [der höchstwahrscheinlich von der Kirche erfunden ist, um die Juden zu verleumden, denn ansonsten kommt Judas nirgendwo vor]

Schwefelgelb ist auch die Farbe des Schwefels, mit dem gemäss der kriminell-kirchlichen Vorstellung der Teufel seine Hölle "heizt".

Weiss: das Höchste, das ungebrochene Licht
Weiss ist die Farbe des ungebrochenen Lichts, ist nur für das Höchste reserviert, ist die Farbe aller Farben, die Farbe der Vollkommenheit.
-> Weiss ist die Farbe der Priestergewänder, auch des Papstes, auch der indischen Gurus
-> Weiss ist die Farbe der "Auferstehung" und der Toten, die im Geist wiedergeboren werden
-> Weiss ist in Indien auch die Farbe der Beerdigung.

[Nicht erwähnt: die "weisse" Rasse
Somit ist die Weisse Rasse für die Kirche bis zur Erklärung der Menschenrechte die "höchste" Rasse. Die Rassismus-Lehren der Universitäten werden erst ab 1945 schrittweise eingestellt].

Farbverteilung bei Rosetten
Im Aussenraum der Peripherie ist das Licht bunt, denn die Ganzheit in dieser geistigen Region fehlt. Zum Zentrum hin wird das Mandala "heiler" und vermittelt den Mittelpunkt der Ruhe, auch farblich (S.160).

In alten Radfenstern ist im Zentrum das weisse Licht der Reinheit, der Vollständigkeit. An der Peripherie mischt sich das Licht mit Steinstrukturen (S.160).


Schwarz: ist eigentlich keine Farbe
Das Gemäuer der Kirche, der Stein um die Rosen und Rosetten, erscheint im Kontrast zu den Rosettenfarben oft als schwarz. Dabei ist Schwarz die absolute Reduzierung:
-- das Fehlen allen Lichts
-- steht für Trauer
-- steht für Tod
-- ist der Saturn (in der Astrologie: "Hüter der Schwelle").

Jede Seele muss aber durch diese Farbe der Reduzierung hindurch, durch den dunklen Pol, durch den  Schatten, durch die Unterwelt.


Grün als Farbe des Islam
symbolisiert Wachstum und Hoffnung (S.116-117).


Farbkombination Rot und Schwarz: Teufel und Zerstörung
Rot und Schwarz in Kombination stellen die Macht der Vernichtung dar und sind "die Farben des Teufels, und der hat in "christlichen" Kirchen offiziell keinen Zutritt". Gemäss Dahlke wählen Anarchisten regelmässig diese Farben [z.B. das Militär in der Schweiz, Hitlers Hakenkreuz-Fahne etc.].

Bei den Navajo-Indianern sind diese Farben die Farben des Zerstörungsgottes (S.117).
 

Inhalt    nach oben 

13.
Zahlensymbolik zur Einteilung der Mandalas

Ausdruck der "Ganzheit" in verschiedenen Zahlensystemen

- "2" in "1": Zweier-System des Yin-Yang

- Dreier-System der Gunas oder der Primärfarben

- Vierer-System der Elemente oder der Typenlehre

- Fünfer-System der chinesischen Elementelehre (20er-System)

- 10er System der arabischen Zahlen

- 12er-System der Astrologie

- 22er-System der Kabbala.

Alle Systeme ergänzen sich und schliessen sich niemals aus (S.129).


Das Sechseck

-- jeder Schneekristall in einer Schneeflocke ist ein Mandala (S.310-315), ist ein Sechseck oder Sechsstern, in strengster Symmetrie, dabei ist jede Schneeflocke verschieden, die Schneeflocken-Mandalas haben unendlich viele Formen

-- auch der Judenstern / Davidstern ist ein Sechseck mit einer Durchdringung von Oben und Unten, der göttlichen und der irdischen Welt (S.142).

Sechseck, Schneekristall und
                    Judenstern
Sechseck, Schneekristall und Judenstern



[Da es König David in der jüdischen Geschichte gemäss neuester Forschung nicht gegeben hat (siehe Finkelstein / Silverman: Keine Posaunen vor Jericho), ist die Bezeichnung "Davidstern" veraltet].

 

Inhalt    nach oben 

14.
Islamische Mandalas

Im Islam ist es untersagt, sich im Glauben "Bildnisse" zu machen. Die Mandalas sind in der Ornamentik integriert, die Monotonie verkörpern und beruhigend wirken sollen (S.50)

Misserghin bei Oran (Algerien):
                  Zentraler islamischer Brunnen als Sternmandala im
                  irdischen Viereck
Misserghin bei Oran (Algerien): Zentraler islamischer Brunnen als Sternmandala im irdischen Viereck
 

[Diese Beruhigung ist seit dem imperialistischen Werk "Der Judenstaat" von Theodor Herzl gestört, und die Islam-Prediger haben sich darauf eingelassen und predigen seit 1896 Hass und Krieg].


Grün als Farbe des Islam
symbolisiert Wachstum und Hoffnung (S.116-117).


Islamische Gebetsteppiche mit Farbmustern: Lebensbäume als Paradies
Die Muster auf den islamischen Gebetsteppichen sind mit Ornamentik rot-blau im harmonischen Zusammenspiel mit Violett dargestellt, mit symmetrischen Anordnungen der Muster. Diese Muster sind der geistige Ausgangspunkt der "Reise" zum Ruhepunkt des Lebens (S.216).

Dabei sind häufig Lebensbäume dargestellt. Wenn die Spaltung in Gut und Böse überwunden ist, dann ist der "Baum des Lebens", das Paradies, erreicht (S.216-218).

Lebensbäume sind zu finden
-- auf muslimischen Gebetsteppichen
-- auch in der jüdischen Kabbala, in vielen "christlichen" Kirchenfenstern
-- auch als Christusvergleich: "Jesus" als "Weinstock" (S.216-218).

Beispiel: Lebensbaum auf den französischen Euro-Münzen
Lebensbaum im Sechseck auf der
                            französischen Euro-Münze
Lebensbaum im Sechseck auf der französischen Euro-Münze
Französische 1-Euro-Münze mit
                            Lebensbaum
vergrössernFranzösische 1-Euro-Münze mit Lebensbaum
Französische 2-Euro-Münze mit
                            Lebensbaum
vergrössernFranzösische 2-Euro-Münze mit Lebensbaum

 

Inhalt    nach oben

15.
Labyrinthe als Mandalas
 

Labyrinth
                  als Mandala
Labyrinth als Mandala
   
Labyrinthe in den Böden von Kathedralen - der Lernvorgang durch das Labyrinth in der Kirche - die Verhetzung zum Religionskrieg

Jean Hani meint, alle Labyrinthe in den Kirchen würden Bilder der Welt darstellen mit Jerusalem als Zentrum. Somit sollen auch die gotischen Kathedralen ein Abbild des "Neuen Jerusalem" sein. Insofern wären die Rosetten der Kathedralen wie Fenster zur "heiligen Stadt" (S.166).

[Wenn der Mittelpunkt eines Labyrints oder Mandalas die Stadt Jerusalem ist, dann hat die Kirche die Weisheit der Mandala-Meditation für ihre eigenen Zwecke missbraucht: Die Kirche hat ihre Behauptung eines "Jesus" als "Erlöser" in den Mittelpunkt gesetzt].

Im Mittelalter tauchen Labyrinthe häufig in den Kathedralen Frankreichs und Italien auf: Sie sind in die Böden von Kathedralen eingelegt, heute z.T. verdeckt, z.B. in Amiens, Bayeux, Poitiers, Saint-Quentin. In anderen Kathedralen sind sie zerstört, z.B. in Reims, Sens, Arras, Auxerre u.a. (S.149).

Das Labyrinth ist derselbe Vorgang wie in der Mandala-Meditation. Ziel ist, den Weg zur Mitte zu finden (S.149).

[Stellt aber die Stadt Jerusalem das Zentrum des Labyrinths dar, dann ist der Mittelpunkt des Labyrinths ein Religionskrieg gegen den Islam und gar nicht der eigene ruhende Punkt der Mitte. Die Kirche führt die Menschen mit dieser Jerusalem-Labyrinth-Meditation also direkt in den Religionskrieg, wenn Jerusalem der Mittelpunkt ist].

Labyrinthe in der Steinzeit
Schon in den megalithischen Epochen [Jungsteinzeit, 3.Jahrtausend vor Christus] sind Labyrinthe zu beobachten, z.B. auf einem Stein bei Pontevedra in Spanien. In vielen Regionen tauchen sie parallel auf:
-- keltische, minoische, etruskische und babylonische Versionen
-- im klassischen Griechenland und im klassischen Rom
-- in Spiralform auf Gotland in Schweden
-- in Neuseeland
-- in Norddeutschland
-- in England
-- in Vietnam (S.149).


Labyrinth von Chartres: Labyrinth des Minotaurus, des Homer, der Komödie
Die Rosette der Kathedrale von Chartres hat den Stierkopf in der Mitte in Anspielung an den Minotaurus. In der Mitte lauert das "Ungeheuer" Minotaurus, die Erlösung liegt im Aussen. Der Suchende muss damit den doppelten Weg machen: hinein, den Minotaurus besiegen, und dann wieder herausfinden mit "Faden" (S.158).

Ebenso wirken die Labyrinthe mit der Odyssee von Homer, wenn Homer in der Mitte abgebildet ist, oder mit Dantes "Göttlicher Komödie" (S.158).

Bis vor Kurzem wurden in der Kathedrale von Chartres Tänze auf dem Labyrinth praktiziert. Die Rosette im Westen korrespondiert mit dem Mandala-Labyrinth auf dem Boden: Die Mittelpunktrosetten sind dieselben (S.149).

Im Mittelalter waren "Sünder" verpflichtet, auf den Knien auf dem Labyrinth bis zum Mittelpunkt zu rutschen und so "Busse" zu tun (S.150).


Spielzeuglabyrinthe und deren Zerstörung wegen Kindern
Die Labyrinthe in den Kirchen sind bzw. waren zum Teil mit Kugel oder mit einem Stierkampf in der Mitte gestaltet. Kerényi behauptet in seinen "Labyrinth-Studien", man habe die Labyrinthe in vielen Kathedralen deshalb zerstört, weil zu viele Kinder auf den Labyrinthen gespielt hätten (S.161).


Labyrinth von Orléanville
Im Zentrum stehen die Worte "Sancta ecclesia" ["Heilige Kirche"].

[Damit ist wieder der Religionskrieg ausgerufen...].

Inhalt    nach oben

16.
Augen-Mandala: Die Iris und die Irisdiagnostik

Mandalas wirken auf die Augen als "harmonische Gebilde". Daraus ergibt sich die Frage, wieso das so ist. Goethe behauptet, das Auge sei eine Sonne: Wenn das Auge eine Sonne sehen kann, so muss das Auge auch eine Sonne sein (S.120).

In der Bibel behauptet Matthäus 6/22, das Auge sei das Licht des Körpers:

"Das Licht des Leibes ist das Auge. Wenn nun dein Auge gesund ist, dann wird dein ganzer Leib licht sein." (S.121)

Das Licht selbst ist ein Mandala mit seiner Welle, also sei das Auge Licht (S.121).


Irisdiagnostik und Heilung

- die Iris ist das Abbild unserer Organe
- ein Mensch ist um so gesünder, je harmonischer seine Irisstruktur ist
- alle Abweichungen sind eine Verschiebung in Richtung Krankheit (S.121).

Die Intoleranz der industriellen Welt - Toleranz bringt Heilung
- alle Menschen in der polaren Welt sind krank, denn es fehlt etwas, um heil zu sein
- für Vollkommenheit muss man die Polarität, das "Weltliche", verlassen
- Indianer und türkische Teppichknüpferinnen machen absichtlich kleine Fehler in ihre Mandalas / Teppiche mit Mandala-ähnlichen Mustern (S.121), denn das Vollkommene ist nur bei Gott möglich
- die westlich-industrielle Lebenseinstellung ist gegen den kleinen Fehler und gegen Toleranzen und geht somit in die Selbstzerstörung ohne Gott (S.122).

Die Entsprechungen von der Kirchenrosette zum Auge
Auge - Rosette
Lederhaut - Steinmauern
Iris - bunte Glaselemente (Polarität)
Pupille - Zentrum der Rose, Logos, Wirklichkeit, die dahintersteht, Einheit, Ganzheit
inneres Auge: Retina: hat denselben Aufbau mit Zapfen-Stäbchen-"blinder Fleck" (S.123).


Auge: Vermittler - das "dritte Auge"
Das "dritte Auge" ist ein Teil des Gehirns, sozusagen das aussen liegende Gehirn (S.123).

Das Auge
- ist der Vermittler zwischen dem äusseren und dem inneren Licht
- ist der Vermittler in eine unbekannte dritte oder eventuell vierte Dimension, in Zeit- und Raumlosigkeit
- das "dritte Auge" ist der Vermittler zwischen dem Urmandala der Sonne und dem Urmandala des Innern
- das "dritte Auge" ist das bewegte Herz [durch die Ganzheitlichkeit der Erkenntnis der Urkraft des Grossen Geistes] (S.124).


Die Heilung
- man soll die äusseren Mandalas erkennen
- man soll dabei das innere Mandala entdecken
- man soll sich selbst entdecken durch Erkennen der Aussenwelt (S.124).

Inhalt    nach oben 

17.
Heilung von Psychosen und Neurosen durch Mandala-Malen


- die Heilung erfolgt bei Übereinstimmung von Mikro- und Makrokosmos, wenn Harmonie zwischen Wunsch und Umweltumständen besteht
- Mandalas treten vermehrt auf in der Kunst und in der Meditation (S.45)
- dieses Mandala-Ritual ist für alle da. Dahlke:
"Die geistige Nahrung kommt auf alle Fälle aus der Mitte, und dieses Mandala-Ritual ist nun wirklich allen Menschen gemeinsam-universal." (S.292)

Mandalas, die sichtbar sind
- das Ursprung-Mandala kam aus dem Mittelpunkt heraus (S.34)
- Spiralnebel im Universum
-> die ganze Welt ist ein Mandala (S.18)
-> "Jedes Mandala ist zugleich Universum"
-> Das Sonnensystem ist ein Mandala (S.20)

 - jeder Planet und jede Sonne ist ein Mandala
- Kristalle haben Kristallstrukturen in Mandala-Form (S.21)

- jede Zelle ist ein Mandala (S.22)
- Zellteilung lässt die Mandalas vermehren und neue Mandalas entstehen (S.23)
- alle Atome sind Mandalas um einen Kern (S.24)
- der Atomkern ist ein Mandala (S.25)

- Labyrinthe sind Mandalas (S.26)


Wirkung von Mandalas und Mandala-Malen
- beim Anblick eines Mandalas soll man die Zeichnung auf sich wirken lassen
- es wirkt eine "vollständige Struktur", die auch auf jede empfängliche Person Auswirkungen auf deren Struktur hat (S.31)
- jeder Mensch hat eine Mitte und wird diese Mitte finden
- Ziel der Meditation: die Mitte finden, Kreisen um die Mitte
- jedes Mandala ist ein Erinnern an die eigene Mitte und somit Meditation (S.32-33)
- Mandalas zu malen ist ein Weg zur Selbstprojektion und zur Selbsterkennung (S.28)
- beim Mandala-Malen soll man auf die eigenen Gedanken achten (S.30)


Die Empfänglichkeit für das Wesen der Mitte

Das Verständnis für das Mitte-Erlebnis in einem Mandala ist abhängig von Raum und Zeit. Wenn kein Raum und keine Zeit mehr zur Verfügung steht, so hört das Verständnis auf (S.41)


Die Heilung aus dem Mandala

Das Auge nimmt die innere Harmonie der symbolischen Geometrie auf und setzt sie in Beziehung zu unseren inneren Mustern:
- innere und äussere Ordnung der Rose verbindet uns mit dem Kosmos der inneren Ordnung
- wenn schlechtes Gefühl entsteht, so wehrt sich etwas gegen die Harmonie

- die Konfrontation löst therapeutische Prozesse aus, ist der Beginn von Psychotherapie: Konfrontation des Menschen mit seiner Tiefe, Verbindung durch das Chaos zum Kosmos und zur Ordnung (S.134).

Das Ziel eines jeden Menschen ist Ausgewogenheit
- weil das Weltall und das Universum ausgewogen sind
- der Mensch wird dorthin gelangen, auf jeden Fall
- der heutige Materialismus der polaren Welt droht die Harmonie, den Logos, das Zentrum zu ersticken (S.134).

-- die Ansicht von Mandalas hilft uns, das Chaos zu akzeptieren
-- die Ansicht von Mandalas hilft uns, sich mit dem Chaos und mit der Harmonie zu konfrontieren

-- Mandalas können auch Unwillen, Zorn und Ungeduld auslösen, weil eben Chaos auch darin abgebildet ist

-- wenn keine Harmonie zustandekommt, so soll man einfach warten, bis man dem Mandala nicht mehr die Schuld gibt (S.135)

und:
Was immer wir tun, ist ein Abschauen oder Kopieren der Schöpfung (S.136).


Die Heilkraft  des Mandala
Die Seele wird bereichert mit Glück, Freude, Zufriedenheit u.a. Am Ende kommt die Verbindung mit der Quelle der unbegrenzten Energie zustande. Es entwickelt sich dabei ein unbegrenztes Potential der Ganzwerdung und Heilung. Die Mandala-Energie wirkt wie ein innerer Arzt / eine innere Ärztin. Diese Kraft ist unsere Projektion (S.292).


Phantasie-Mandalas malen ist immer positiv
können nie falsch sein, denn alles kommt aus der Schöpfung
- immer in der Mitte anfangen mit Zirkel: aus der Mitte (S.136)
- entspricht immer einem selbst, man erlebt das Mandala bis in die eigene Leiblichkeit
- gibt Resonanz, ist eine Schwingung, das Mandala ist ein eigener Schwingkreis (S.138).

Dabei sind verschiedene Techniken anwendbar (S.272), von Fingerfarben auf Packpapier (S.306) bis hin zu Aquarellen, sogenannte "weiche" Mandalas (S.272).

Partner-Mandalas
- abwechselnd an einem Mandala malen, auf die gegenseitigen Gefühle achten
- oder: sich gegenseitig die Farben auswählen (S.298)
- oder: jeder machte eine Hälfte (S.300)
- oder: abwechselnd eine Farbschicht wählen (S.298)
- oder: auf dem Körper eines anderen ein Mandala malen, den Mensch zum Mandala machen, kann in einem Party-Happening oder in optischem Gebet passieren (S.306).

Gruppenmandalas
- zusammen abwechseln Schichten malen
- zusammen konstruieren, abwechselnd schichtenweise, in gegenseitigem Erspüren
- die Krönung ist ein indianisches Schweigen und das totale Verstummen der intellektuellen Hirnhälfte (S.302-304).

Man kann auch einmal versuchen, ein Mandala mit der Hand zu malen, mit der man nicht schreibt (S.282).


Meditation: Das Licht im Innern suchen
- alles äussere Licht abschalten, sich bequem aufrecht hinsetzen
- Augen schliessen, beide Handflächen über die geschlossenen Augen legen, so dass die Zeigefinger einen gewissen Druck auf die Augenlider und somit auch auf die Augäpfel ausüben können (S.257)

-> es treten Lichtwahrnehmungen in verschiedenen Mustern ein, bis zu Mandalas
-> man kann ein lebendiges Bild der eigenen Netzhaut erleben
-> es ist vor dem inneren Auge ähnlich viel Aktivität wie aussen, die "inneren Augen" werden geöffnet (S.257).

Dieselbe Meditation ist mit den Ohren möglich
- Ohren aussen verschliessen
- nur noch auf die inneren Ohren / Töne hören (S.257).

Meditation mit verschlossenem Mund und Nase
- nur noch die inneren Monologe anhören
- ist ein alltäglicher Vorgang (S.257)
- die Beherrschung der Beherrschung ist es, auch die inneren Monologe anhalten zu können (S.258).


Ausmalen von Mandalas
von innen nach aussen:
entspricht der Entstehung der Schöpfung, dem Ausatmen Brahmas, der eigenen Entwicklung durch die Zeit (S.260)

von aussen nach innen:
entspricht der Zurücknahme der Schöpfung, dem Einatmen Brahmas, dem eigenen Heimweg (S.260).


Konstruieren von Mandalas
von aussen nach innen:
-- ist sehr schwierig, mit dem Rückweg zu beginnen, bevor man den Hinweg bewältigt hat
-- ist, wie wenn man das Ego loslässt, ohne es kennengelernt zu haben (S.260).

Möglichkeiten:
-- Mandalas am Strand in den Sand zu gestalten (S.284)
-- die Rosenfenster selbst mit Pappe und Leuchtpapier nachbasteln (S.286), z.B. die Flammenrose der Kathedrale von Beauvais (S.287)
-- Mandalas aus Flusskieseln
-- Mandalas aus Blumen, Blütenblättern, aus Obstschalen, Obstkernen farbigem Herbstlaub
-- den Tisch als Mandala decken, das Essen in Mandala-Form servieren / garnieren
-- runde Kuchen oder Brötchen sind Mandala
-- Mandalas aus Körnern, Samen, Gewürzen, Abfällen (Apfelschalenspirale z.B.)
-- Mandalas aus Sand, Ton, Plastilin dreidimensional
-- Häuser in Mandala-Form, Städte in Kreisform erkennen, das Land als Mandala erkennen (S.296).


Das Mandala kann zur Orientierungshilfe im Leben werden
z.B. ein Mandala-Tagebuch führen
-- ein Mandala jede Woche malen, möglich jeden Tag ein Abschnitt
-- jeden Monat ein Mandala malen
-- oder vor und nach einem wichtigen Ereignis je ein Mandala malen
->> hat meditative Wirkung (S.264)
ebenso:
-- Geburtstagsmandalas oder Neujahrsmandalas (S.264)
-- Mandalas der Trauer, Freude oder Liebe (S.294)
-- Jahreszeitenmandalas
-- Kontinenten-Mandalas
-- Elemente-Mandalas
-- Familienmitglieder-Mandalas (S.276).

Damit sind auch Deutungen möglich (S.266).


Meditation über das eigene Mandala
-- über das Mandala mit gelassenem Blick meditieren
-- über die eigene geistige Reise meditieren, nicht zwinkern, und warten, bis das Mandala in Bewegung gerät
-- die Farben und Strukturen werden  nach einiger Zeit lebendig, wenn man es zulässt (S.272).

 

Inhalt    nach oben 

18.
Das Ego der "westlichen" Industriegesellschaft verdeckt die Mitte und wird immer kränker und kränker

Die "Individualität" und das Ego sind Triebfeder und Mittelpunkt der "Kunst" geworden.
->> das Ego bzw. der Künstler steht im Mittelpunkt statt der Sinn des Lebens
->> das Ego verdeckt den Mittelpunkt, verdeckt den Sinn des Lebens, der Mensch kann den Mittelpunkt nicht finden, weil er auf ihm steht
dabei gehört die Mitte dem unpersönlichen Absoluten: Gott (S.200) [beziehungsweise ist Teil des Grossen Geistes].


Das "Christentum" erstarrt in der Kirche
-- die Kathedralen degradieren ab der Industrialisierung zu Besichtigungsobjekten
-- die Labyrinthe in den Kirchen werden mit Stühlen verstellt oder zerstört
-- die Religion erstarrt in der Kirche in sitzender Position (S.56).


Die Intoleranz der industriellen Welt
-- die westlich-industrielle Lebenseinstellung ist gegen den kleinen Fehler und gegen Toleranz (S.122)
-- alle Menschen in der polaren Welt sind krank, denn es fehlt etwas, um heil zu sein
-- für Vollkommenheit muss man die Polarität, das "Weltliche", verlassen (S.121).

 
Zeichen der Intoleranz der industriellen Welt: Raser-Unfälle mit Todesfolge
Unfallwagen der
                            "Zivilisation"
Unfallwagen der "Zivilisation" 1998


Unfallwagen der
                            "Zivilisation", Schweiz, BLICK
                            21.3.2000
Unfallwagen der "Zivilisation"

 

Die "zivilisierte" Industrie-Gesellschaft geht an ihrer Intoleranz, am Perfektionswahn und an ihren Spannungen zugrunde. 

Das Zerstörertum der Industrie-Gesellschaft und der weiss-rassistischen "USA"
Die Energie, die bei Zerstörung frei wird, ist die Kriegsenergie: von Hammer und Sichel (die "USA" haben den Kommunismus finanziert) über die Vergiftung (mit Amalgam und Erfindung von "Medikamenten" gegen die Beschwerden) bis zur kleinsten Atomstruktur, der Atombombe, kommt jede Dimension vor (S.250).


Die "Sonnenanbetung" des industriellen, materialistischen Menschen
-- Reisewellen in den "Süden"
-- Sonnenbrand, Brandblasen (S.232)
[-- am Ende Hautkrebs durch zu viele Sonnenbrände und zu wenig Hautpflege].


Die Rosettenfenster im Auge des Industrie-Menschen
Die Rosettenfenster sind "tote Hülsen" geworden, da es kaum noch Menschen gibt, die sie lebendig deuten können. Die Kathedralen verkommen zu Touristikobjekten, ohne dass die Touristen die Bauten mehr in den geistigen Zusammenhang einordnen können (S.238).


Das medizinische "Ritual" der Industrie-Gesellschaft
Der Patient sitzt hier auch in der Mitte: umgeben von einem Kreis anderer Patienten, die alle an der profitgierigen Gesellschaft und am Fehlen eines geistigen Bodens in ihrem Leben zugrunde gehen (S.238).

Verdrängen heilt nicht, und Medikamente vermitteln keinen Geist und keine Wärme (S.244). Somit wird der Arztbesuch zu einem Ersatzritual (S.246). Sogar Placebos wirken, dank Arztbesuch-Ritual (S.248)

[und die Ärzteschaft und die Chemie-Industrie, die Heilung behauptet, verdient sich dabei dumm und dämlich, weil keine grundlegende Heilung vermittelt wird und die Patienten immer wiederkommen].


Die "Umkehr" bei Manager-Typen: Moderne Psychologie deutet die "Midlife Crisis"
Heute wird die Umkehr an einem Punkt, wo es nicht mehr weiter geht, als Midlife Crisis bezeichnet, ein Punkt, wo sich alle Werte austauschen, heute ein normales soziologisches Phänomen. Der Eintritt erfolgt häufig, wenn die grösste materielle Machtentfaltung erreicht ist, wenn der materielle Ehrgeiz gestillt ist, wenn alles "erreicht" ist und sich somit über das Gemüt die Sinnfrage ausbreitet, eine Verdunkelung, eine Niedergedrücktheit, Dunkelheit. Diese Krise in der Lebensmitte ist die wichtigste des Lebens, wobei zeitlich keine Fixierung möglich ist und Variationen des Zeitpunkts möglich sind (S.163).

Eventuell tritt ein "Licht der Erkenntnis" ein und damit die Möglichkeit einer Rückkehr und Einkehr, die dem Mandala-Prozess entspricht (S.163).

[Der Massenkonsum als Ersatzbefriedigung verdeckt jedoch meist den Weg in die Ganzheitlichkeit].


Die Mandalas in der "Zivilisation"
-- kommen zum Vorschein in Wahnsinn- und Drogenexzessen
-- schleichen sich als Rad in die "Technik" ein
-- der Mensch beginnt sich als "Rad" zu fühlen (S.56)
-- die Mandalas können aber nicht untergehen, solange noch ein Mensch lebt (S.58).




 
Inhalt    nach oben
 

19.
Zusammenfassung: Die Mandala-Kultur im Menschen

1. Die Mandala-Kulturen haben sich von Asien aus mit den Indianern über ganz Nord- und Süd-"Amerika" ausgebreitet.

2. Der Islam hat den Stämmen in der Zeit der Ausbreitung einen grossen Halt gegen Kriminalitäten gegeben, mit Mandala-Kultur.

3. Die Kreuzritter waren im Stande, die Mandala-Kultur in fast ganz Europa zu etablieren.

4. Die Erfindung der Schusswaffe brachte Europa ein Gefühl der Überlegenheit gegenüber allen anderen Rassen, so dass die Rassen ohne Schusswaffen konsequent versklavt wurden, darunter alle Mandala-Kulturen.

5. Die Industrielle Revolution beeindruckte die Menschen in Europa derart, dass die Verbindung zur Ganzheitlichkeit verloren ging und gleichzeitig eine neue "Zivilisation" ausgerufen wurde, und die Kirche missbrauchte die Mandalas, indem sie "Jerusalem" ins Zentrum der Labyrinthe setzte.

6. Die "Zivilisation" wird heute immer kränker und aggressiver, weil sie das Ego ins Zentrum setzt, während die Mandala-Kulturen kaum mehr Medizin benötigen als vor 1000 Jahren.

7. Die "Zivilisation" ist zur Umkehr aufgefordert, alle Geldgier und Destruktivitäten zu unterbinden, wozu v.a. die Kriegsführung, die Waffenproduktion (Minen!), die Medikamentenmanipulation und die Produktion viel zu schneller Autos und Motorräder gehören.

8. Es werden bis heute diejenigen Menschen als psychisch krank beschrieben, die Opfer von Aggressionen sind. Dies ist ein Grundfehler der "Zivilisation": Es sind diejenigen Menschen krank, die Krieg und Aggressionen verursachen. Auch die Produzenten und Händler von Mitteln zu Krieg und Aggression sind krank, sind die Hehler des Todes.

9. Der kränkste Mensch auf der Welt ist der "amerikanische" Präsident der "USA", der bis heute die Indianer in Grossraum-Gefängissen "unterbringt", genannt "Reservate".

10. Der zweitkränkste Mensch auf der Welt ist der israelische Premier, der bis heute die Palästinenser in Grossraum-Gefängnissen "unterbringt", genannt Gazastreifen und Westjordanland, mit einer Mauer umgeben.

11. Solange es Menschen gibt, wird es Mandala geben, weil der Mensch aus Mandala besteht. Die Kunst besteht darin, nach dem Mandala zu leben.


Mandalastruktur: Orange mit Querschnitt, das
                      Rad in der Natur
Mandalastruktur: Orange mit Querschnitt, das Rad in der Natur


Inhalt    nach oben

Teilen:

Facebook




  Wie Sie Menschen sofort durchschauen
                              und wirksam überzeugen. Jetzt hier
                              klicken!
Buch von Stefan Moreno, Diplom-Psychologe und Erfolgscoach (Zürich) - Versand: D, Ö, CH, Li, Lux

Bildernachweis

-- Orangen, Querschnitt: http://www.bigstockphoto.com/photo/view/551687
-- Tipi-Zelte der Prärie-Indianer: aus: S.Weny: Die umkämpften Nördlichen Prärien; http://home.t-online.de/home/s.weny/NPrairie.htm (2000

-- die Struktur von Tipi-Zelten, sichtbar an abgebrannten Tipi-Zelten nach der Indianer-Ausrottungsaktion durch weiss-"christliche" Rassisten 1890; aus: Das Massaker am CHANKPE OPI WAKPALA (Wounded Knee Creek); In: S.Weny: http://home.t-online.de/home/s.weny/Wounded.htm

-- griechisch-orthodoxe Kirche in Athen im Quartier Plaka: http://www.mackoo.com/grece/athenes.htm

-- Kathedrale "Notre Dame" in Paris, Westportal: http://mynewwebsite.free.fr/page10bis.htm
-- Kathedrale "Notre Dame" in Paris, Westrosette: http://ancre.chez-alice.fr/paris/notre-dame.htm
-- Kathedrale "Notre Dame" in Paris, Nordrosette: http://12koerbe.de/azur/fenster.html; http://12koerbe.de/azur/fen-nor.html

-- Kathedrale Lyon, Portal: http://naturellementvotres.chez-alice.fr/lyon/vues_a_lyon_02.htm
-- Kathedrale Lyon, Seitenkapelle: Urwirbelmandala: http://enkiea.free.fr/Voyage/france_lyon_cath.html

-- achteckiger Sternbrunnen in Misserghin bei Oran: http://www.misserghin.com/; http://www.misserghin.com/relance.php?nom_apel=http://www.misserghin.com/mis_p3_01.htm

-- französische 1-Euro-Münze und 2-Euro-Münze mit Lebensbaum: http://www.lesfrancs.com/euro_france.html
http://www.lesfrancs.com/francais/1efrh.jpg; http://www.lesfrancs.com/francais/2efrh.jpg

-- Unfallwagen der Zivilisation 1998: aus: http://www.bfvo.ch/einsatz/1998.htm#15.11.98 (2000)
-- Unfallwagen der "Zivilisation", aus: Schweiz, BLICK online, 21.3.2000

Inhalt    nach oben