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Tiergefängnis Zoo

Das Tiergefängnis "Zoo" und seine Exzesse - "artgerechte" Tierhaltung gibt es in einem Zoo eigentlich nicht

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Im Zuge des Kolonialismus wurden nicht nur "exotische" Tiere nach Europa gebracht, die in den Zoos in kleinen Käfigen gehalten wurden (und vor allem in "Entwicklungsländern" zum Teil heute noch werden), sondern auch Eingeborene in Zoos präsentiert, wie wieder die datenreiche Webseite www.kartoffel-geschichte.de berichtet:

Verschleppung von brasilianischen Eingeborenen und Feuerländern und Präsentation im Zoo

<Von zwei weiteren Verschleppungen sei berichtet: Ähnlich Carl Friedrich Philip von Martius, der 1820 Brasilien besuchte und von dort acht Kinder (sechs starben bereits auf der Anreise) nach München verschleppte; beide Über­lebenden (Miranha und Juri) wurden mehrere Monate Opfer von Sensationslust und Ratlosigkeit der Münchner Schickeria, bis auch sie – die sich untereinander nicht verständigen konnten – starben, obwohl ihnen doch das Weihnachtsfest nahegebracht wurde.  

Und nicht zu vergessen: Carl Hagenbeck, der 1881/1882 elf Feuerländer ins Straussenhaus des Berliner Zoos ­verbrachte und die »Fütterungszeiten« dieser »Kannibalen« bekannt­geben liess; sieben starben während ihres Europa-Aufenthaltes, einer davon angeblich an Schwindsucht – aber es war »nur« Syphilis.  

Feuerländer müssen der »Renner der Saison« gewesen sein, denn auch im Pariser »Jardin de Plantes« konnte man eine »Muster­sammlung« von vier Frauen, vier Männer und vier Kinder, besichtigen. Die Zoo-Pioniere verfolgten neben imperiali­sti­­schen auch die damaligen Ziele des liberalen Bürgertums: geistige Ver­vollkommnung, Weltoffenheit, Freiheits­liebe und Geselligkeit.>

<Der Zoologische Garten ist eine Erscheinung des 19. Jahrhunderts. Die ersten Gärten der Neuzeit entstanden in Grossbritannien, es folgen Belgien und die Niederlande und dann Frankreich. Deutschland ist das letzte Land, dass Zoologische Gärten einrichtet. Die Tradition dieser Zoos reicht aber bis in die Römerzeit zurück, wo sich die Wohlhabenden Menagerien einrichteten.

Der Zoo­logische Garten der Protestan­ten in Köln war »gegen« den bischöflichen gerichtet, der Frankfurter eine Demonstration der jüdischen Finanzaristokratie. Ergänzt, vervollständigt, wurde der Zoo durch den Zirkus, der seinen Ursprung in königlich-fürst­lichen Reitschulen hatte und in dem neben Trapez- und Seilkunststücken hippologische Kriegsereignisse vorgeführt wurden (1825 wurde z.B. im »Royal Amphitheatre« Napo­leons Russfeldzug unter dem Titel »The Burning of Moscow, Or Bonaparte’s Invasion of Russia« aufgeführt). Im übrigen: Zirkus ist wie Lungenhaschee – nicht öfter als einmal im Jahr. > [1]

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Zoo in Frauenfeld (Schweiz) 29.8.2010: <Affenbande türmt aus Zoo>

Es ist kein Zoo gross genug, wenn draussen der Wald lockt. Das mögen sich diese Affen gedacht haben, und sie waren sicher keine "Affen", sondern sehr gescheit, ihrer Gefangenschaft ein Ende zu setzen. Brenzlig wird es dann, wenn Affen sich in Siedlungen breit machen und man die Fenster nicht mehr offen halten kann, weil sonst Affen einbrechen, aber so weit ist es noch nicht gekommen. Spätestens im Winter werden die Affen zurückkommen, meint der Zoobesitzer. Aber lesen Sie selbst.

aus: 20 minuten online; 29.8.2010; http://www.20min.ch/news/ostschweiz/story/23786638

<von Deborah Rast/Michèle Vaterlaus - Affenalarm im Thurgau: In Frauenfeld sind sechs Berberaffen aus dem Zoo ausgerissen. Die Chancen, dass die Tiere in der Freiheit überleben, stehen gut, so ein Experte.

Die Berberaffen vom Plättli-Zoo in Frauenfeld durften vergangenen Donnerstag zum ersten Mal ihr neues Gehege erkunden. Diese Gelegenheit nutzte das Alphamännchen zur Flucht: «Ein kräftiger Sprung – und weg war er», so Zoobesitzer Walter Mauerhofer gegenüber der «Thurgauer Zeitung». Dem Leittier seien ein weiteres Männchen sowie zwei Weibchen mit ihren Jungtieren über den Zaun gefolgt.

Seitdem fehlt von den Affen jede Spur. Mauerhofer vermutet, dass sich die Tiere im nahegelegenen Wald aufhalten. Er ist überzeugt, dass sich seine Schützlinge in der Freiheit gut zurechtfinden: «Im Moment haben sie im Freien noch genug zu fressen. Es gibt viel Obst und Mais.»

Der Leiter des Affenbergs Salem, Roland Hilgartner, ergänzt: «Mit ihrem Winterfell sind sie auch gegen winterliche Temperaturen gut vorbereitet.» Wenn Spaziergänger den Affen im Waldstück begegnen, sollten sie diese auf keinen Fall füttern oder streicheln. «Denn fühlen sie sich stark bedrängt, können sie auch beissen oder kratzen», so Hilgartner.

Mauerhofer versucht nun, seine Tiere auf sanfte Art ins Gehege zurückzulocken – er streut regelmässig Obst in der Nähe des Zoos. «Ich hoffe, dass sie spätestens im Winter zurückkommen, wenn es weniger Nahrung gibt», so Mauerhofer. Ein Betäubungsgewehr will er aber nicht benutzen: «Wenn ich nicht korrekt treffe, kann das für die Tiere tödlich enden.»>

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Die "Affenbande" provozierte viele Zuschauer, so dass die Zooleitung entschied, die Affen wieder zurückzulocken:

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3.9.2010: <Plättli-Zoo: Das Affentheater ist zu Ende> - [sie klauten sich Äpfel, Mais und Tomaten aus Schrebergärten]

aus: 20 minuten online; http://www.20min.ch/news/ostschweiz/story/Das-Affentheater-ist-zu-Ende-28010574

Die Affenbande ist zurück. Der Plättli-Zoo in Frauenfeld hat seine sechs ausgebüxten Berberaffen eingefangen.

Die zwei Weibchen, zwei Jungen und zwei Männchen hatten neun Tage in einem Wäldchen in der Nähe des Zoos gelebt. Weil die Tiere sich partout nicht zurück in ihr Gehege locken liessen, hatte der Zootierarzt am Freitag eine Aktion gestartet. Brigitta Portillo, Mitarbeiterin des Plättli-Zoos, bestätigte einen Beitrag von «Schweiz Aktuell» des Schweizer Fernsehens.

Am frühen Freitagabend konnten die beiden Weibchen mit ihren Jungen zurück in den Zoo geholt werden. Wie die Weibchen, wurden später auch die Männchen mit ihrem Lieblingsessen - mit Nussgipfeln - gefüttert. Was die Affen nicht wussten: Der Leckerbissen war mit einem Schlafmittel präpariert worden.

Um auf Nummer sicher zu gehen, beschoss der Zoo-Tierarzt die Ausreisser mit einem Betäubungs-Blasrohr. Anschliessend hatten die Zoo-Mitarbeiter leichtes Spiel. Die schlafenden Affen wurden ins Gehege zurückgebracht.

Leben in Freiheit vorbei

Mit der Einfangaktion ging das Leben in Freiheit für das Alphatier, ein weiteres Männchen, zwei Weibchen und zwei Jungtiere zu Ende. Die Gruppe hatte vergangene Woche Reissaus genommen, als sie gerade in ein neues Gehege dislozierten.

Die Affenbande lebte in einem nahen Wäldchen und frass Äpfel, Mais oder Tomaten aus Schrebergärten. Zuerst übten sich die Zoo- Mitarbeiter in Geduld. Sie hatten gehofft, dass die Tiere zurückkehren würden, wenn ihnen die Nahrung ausgeht.

(am/sda)>

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2.9.2010: Zoo-Rating in der Schweiz

Mit einer Bilderstrecke wurden 45 Beispiele angeführt. Nun, so weit man diese Tiergefängnisse überhaupt bewerten kann, so gibt es bessere und schlechter Tiergefängnisse. Elefanten sollten zum Beispiel gemäss Tierschutz ein Gehege von mindestens 10.000 m2 haben. Aus dem Kanton Bern ist nur ein Tierpark erwähnt, und aus der Westschweiz oder aus Graubünden oder dem Tessin sind keine Zoos oder Tierparks erwähnt. Die Sammlung ist also unvollständig. Aber lesen Sie selbst:

aus: 20 minuten online: Schweizer Zoos unter der Lupe: Zeugnis für die schweizer Zoos; 2.9.2010;
http://www.20min.ch/diashow/diashow.tmpl?showid=32385

Tierpark Langenberg (bei Langnau am Albis)

<Als Paradebeispiel der 24 begutachteten Schweizer Zoos führt der Schweizer Tierschutz den Tierpark Langenberg an. Hier ist laut dem STS alles vom feinsten: Das Vorzeigegehege der Braunbären etwa, oder
das für die Zuschauer begehbare Gehege der Wildschweine. Auch die Wölfe und die Luchse hätten in Langnau am Albis genügend Platz und Rückzugsmöglichkeiten.


Tiergefängnis ("Zoo") Basel ("Zolli")

Positiv erwähnt vom Schweizer Tierschutz werden folgende Anlagen im Zoo Basel:
Die Aussenanlage der Meerkatzen (Bild) und der Wollaffen sei grosszügig, mit vielfältigen Kletter- und Rückzugsmöglichkeiten. Die Distanz zu den Zoobesuchern sei genügend gross.


Ebenfalls als gelungen beurteilt der STS die für die kleinen Erdmännchen grosse Anlage mit vielfältigen Strukturen wie Höhlen, Baumstrünken und Felsen.

Ebenfalls als gelungen beurteilt der STS die für die kleinen Erdmännchen grosse Anlage mit vielfältigen Strukturen wie Höhlen, Baumstrünken und Felsen.Bildstrecke nochmals anschauen

Als sehr gutes Beispiel für die neue Generation der Tierhaltung führt der STS die Gemeinschaftsanlage im Etoscha-Haus an. Dort nutzen Klippschliefer, Siedelweber und Borstenhörnchen gemeinsam eine helle Innenanlage. Da es sich um tropische Arten handle, sei kein Aussengehege vorhanden. Die Vögel können im ganzen Raum frei fliegen – auch im Bereich der Besucher.

Das Vogelhaus und das Lorihaus des Basler Zolli sind laut dem STS sehenswerte Anlagen, in denen die Vögel im ganzen Haus frei herum fliegen können und die Besucher mitten im Lebensraum der Tiere stehen. An der Längsseite beim Vogelhaus seien grosse Volieren angebracht, die über ebenso grosse Aussenbereiche verfügen. Auch das Lorihaus verfüge über eine grosse, artgemäss strukturierte Aussenvoliere.

Die Anlage der Brillenpinguine sei seit dem letzten STS-Bericht vergrössert worden. Den Tieren stehe ein zusätzlicher Bereich mit natürlichem Untergrund und einem kleinen Wasserbecken zur Verfügung. Allerdings seien diese für die schnellen Schwimmer und guten Taucher immer noch nicht optimal.

Negatives aus dem Zoo Basel gibt es über die Haltung der Wölfe zu berichten: Die Anlage sei von den Strukturen und von den Einrichtungen her gut gelöst, aber zu klein. Den Tieren stehe ein Gehege zu Verfügung, dass sie in wenigen Augenblicken erkundet haben. Platz für herumrennen, simuliertes Jagen, spielen etc. gäbe es nicht, auch zurückziehen könnten sich die Tiere nicht.

Auch das Antilopenhaus der Giraffen, Okapi und der Kleinen Kudu wird vom STS bemängelt: Dieses Haus sei Zeuge einer längst vergangenen Tierhaltung in Zoos. Zwar seien im Laufe der Jahre die Anzahl Tierarten im Antilopenhaus reduziert worden. Doch die Haltung sei nach wie vor ungenügend. Die Ställe seien in einem Halbkreis angeordnet und allesamt klein und ohne Strukturen. Einzige dank der Nutzung von mehreren Stallabteilen durch eine Tierart entstünden Rückzugsmöglichkeiten vor Artgenossen. Der Aussenbereich der Giraffen sei deutlich zu klein und zu wenig strukturiert.

Als negativ bewertet der STS die Haltung der Afrikanischen Elefanten, deren Anlage zu klein sei und den anspruchsvollen Tieren nicht die nötige Beschäftigung und Bewegungsmöglichkeiten biete. Zwar plane der Zoo Basel eine Erneuerung und Erweiterung, doch habe er bis jetzt noch keinen Zeithorizont festgelegt.

Malaienbär: Diese nicht mehr zeitgemässe Haltungsanlage werde gemäss Auskunft der Zooleitung in nächster Zeit nicht mehr für die Haltung von Malaienbären verwendet. Im Moment lebe dort noch ein sehr betagtes Tier, das seinen Lebensabend in Basel verbringt. Nach dessen Ableben werde die Anlage nicht mehr für eine Haltung dieser Bärenart verwendet.

Im Gegensatz zu den Brillenpinguinen leben die Königs - und Eselspinguine in kalten Klimazonen und müssen daher bei uns im Sommer in gekühlten Räumen gehalten werden. Für den STS ist es darum fraglich, ob es Sinn macht, solche Tierarten in unseren Breitengraden zu halten. Der klimatisierte Raum sei für eine tiergerechte Pinguinhaltung zu klein. Das Gehege biete wenig Abwechslung und kaum Rückzugsmöglichkeiten. Im Mini-Schwimmbecken könnten die Tiere weder mit Tempo schwimmen noch ausgiebig Tauchen. Etwas Positives sieht der STS darin, dass sich die Besucher in einem relativ dunklen Raum befinden und deshalb von den Tieren im hellen Gehege wohl kaum richtig wahrgenommen werden.


Tiergefängnis ("Zoo") Zürich

Positiv vom STS wird die Haltung der Brillenbären bewertet. Die grosszügige und reich strukturierte Anlage stelle eine Vorzeigehaltung von Bären dar. Öfters brauche es einen geschulten Blick oder Geduld, bis man die Tiere entdecke. Hier sei es gelungen, ein grosszügiges Gehege zu schaffen, welches dem natürlichen Lebensraum der Tiere nachempfunden sei und ihnen ein artgemässes Verhalten ermögliche.

Auch die Haltung der Tiger werde als zeitgemäss und gut beurteilt. Die Anlage dürfte für diese riesigen Katzen zwar etwas grösser sein. Das Gehege sei indessen artgemäss ausgerüstet, mit einem grossen Bad, Rückzugsorten und erhöhten Flächen, Kratzbäumen, etc. Speziell zu erwähnen seien die computergesteuerten Futterkisten, welche einen Teil des Jagd- und Lauerverhaltens der Tiger simulieren sollen. Damit hätte das frühere Gitterlaufen (ein stereotype Verhaltensstörung) des Tigers «geheilt» werden können.

Auch das Gehege der Schneeleoparden gebe den natürlichen Lebensraum dieser seltenen Grosskatzen gut wieder. Die Tiere verfügen über Aussichtsplätze, ungestörte Ruheorte und Möglichkeiten, sich zurückzuziehen. Trotzdem könnten laut dem STS die eleganten Katzen von den Besuchern gut aus Distanz beobachtet werden.

Noch ein Lob des STS an den Zoo Zürich für die neue Anlage der Löwen. Zwar sei die Innenanlage relativ klein geraten, es sei aber davon auszugehen, dass die Löwen den Grossteil des Jahres freien Zugang zum grossen Aussengehege haben werden.

Auch das Gehege der Wölfe sei gelungen. Es verfüge über Wald und über offene Gelände. Die Tiere seien für die Besucher nur von bestimmten Stellen aus sichtbar, was dem scheuen Naturell der Wölfe entgegenkomme.

Masoala-Halle: Das sei eine neue Dimension der Zootierhaltung, in welcher die Besucher die Tiere zum Teil suchen müssen. Zoo-Freiwillige seien oft anwesend und zeigen den Besuchern Tiere, die auf den ersten Blick nicht entdeckt würden. Ein Fernglas in die Masoala-Halle mitzunehmen sei eine gute Idee, so der Schweizer Tierschutz.

Negatives Beispiel aus dem Zoo Zürich ist für den STS die Haltung der Asiatischen Elefanten: Die aktuelle Haltung sei ungenügend. Das Gehege zu klein, die Strukturierung unzureichend. So fehle z. Bsp. ein grosses Bad. Auch Rückzugsgebiete oder Flächen, auf denen die Tiere sich ausgiebig bewegen könnten fehlen. Ein artgemässes Gehege, welches den riesigen Tieren mit ihrem grossen Bedürfnis nach Bewegung und Beschäftigung (Schlammbad, Staubbad, Futtersuche, etc.) sowie ihrem komplexen Sozialverhalten gerecht werden wolle, stelle für jeden Zoo eine extreme Herausforderung dar. Zurzeit sei eine neue Elefantenhaltung in Planung

Königspinguine leben natürlicherweise auf antarktischen Inseln, wo ganz andere Temperaturen herrschen, als in unseren Sommern. Somit sei eine Aussenhaltung dieser Tiere nur im Winter möglich, im Sommer müsse ihnen ein klimatisierter Raum zur Verfügung gesellt werden. Aus rein finanziellen Gründen stosse man schnell an Grenzen und somit stehe den Pinguinen in der warmen Jahreszeit nur ein kleines Gehege, mit einem minimalen Becken zur Verfügung. Richtig mit Tempo schwimmen können diese Schnellschwimmer im max. 10 Meter langen Becken nicht. Das Gehege sei zudem wenig abwechslungsreich.

Auch die Haltung der Gorillas und Orang Utans gefällt dem STS nicht. Denn die Käfige seien in die Jahre gekommen und nicht mehr zeitgemäss. Die Gehegegrössen der beiden grossen Menschenaffenarten seien gemessen an den Bedürfnissen der Tiere und an modernen Haltungsbeispielen im Ausland dürftig. Bei einer Spannweite der Arme von über drei Metern bei erwachsenen Orang-Utan Männchen sei wegen der sehr beschränkten Fläche zum Beispiel ein ausgeprägtes Hangeln kaum möglich.


Winterthur Wildpark Bruderhaus

Fast alles richtig macht laut dem Schweizer Tierschutz der Wildpark Bruderhaus. Der im Wald gelegene Wildpark beherberge neun verschiedene Tierarten: Wolf, Luchs, Wisent, Sikahirsch, Damhirsch, Rothirsch, Mufflon, Przewalskipferd und Wildschwein. Alle diese Tiere Tiere seien in grosszügigen, naturnahen Anlagen gehalten. Für die Zukunft des Wildparks sind umfassende Umbauten und Neugestaltungen geplant. Einzig als negativ wurde vom STS die Haltung von zwei mittelgrossen Goldfischen beurteilt. Die leben in einem kleinen, mit Gitter abgedeckten Brunnen beim Restaurant. Für den STS ist es unverständlich, wieso diese beiden Fische dort gehalten werden. Der kleine Brunnen biete überhaupt keine Abwechslung, es fehlen Rückzugsgebiete, Naturboden zur Futtersuche etc.


Gossau (Kanton St. Gallen): Walter Zoo

Positiv wird die Haltung der Lamas und Rinderarten beurteilt. Sie lebten auf einer Weide und hätten einen Unterstand zur Verfügung. Auch die Waschbären-Anlage sei geräumig. Ein Bach reichere das Gehege an.

Lob auch für die Haltung der Tiger. Die Platzverhältnisse seien optimal und durchdacht ausgenützt worden. Positiv zu bewerten sei die Grundstruktur der Anlage mit vielen Nischen und Ebenen.

Auch die Anlage der Schimpansen sei zweckmässig und gut strukturiert mit zwei recht grossen Aussengehegen.

Leopard und Schwarzer Panther: Ca. 250 m2 können die auch nachtaktiven Tiere während den Nachtstunden nutzen und dort neuen Gerüchen und Markierungen (Tiger) begegnen. Diese Bereicherung sei durchaus positiv zu bewerten. Ebenso wie die reiche Strukturierung mit Verstecken, erhöhten Ebenen, Wasserstellen und unterschiedlichen Bodensubstraten.

Negativ wird die Haltung der Alligatoren bewertet. Neben der kleinen Aussenanlage können die Tiere stets auch eine Innenanlage nutzen. Die totale Grundfläche sei zwar akzeptabel, im Winter stehe den grossen Tieren aber nur die Innenanlage zur Verfügung. Die freie Wahl des Aufenthaltsortes im Sommer sei positiv. Der Aussenteich sei aber zu klein, damit die Tiere wirklich schwimmen und tauchen könnten.

Auch negativ fiel dem STS die Anakonda-Haltung auf. Gemäss Auskunft der Zooleitung solle die mangelhafte, zu kleine Anlage nächstens innen vergrössert und mit einem grossen Wasserbecken ergänzt werden. Zudem sei für die Riesenschlangen eine Aussenanlage geplant.


Tierpark Goldau

Positive Beispiele sind hier die Gemeinschaftshaltung der Wölfe und der Bären. Die neue, zwei Hektaren grosse Gemeinschaftsanlage stelle eine wegweisende, zukunftsorientierte Tierhaltung dar, bei der die Bedürfnisse der Tiere im Zentrum stehen. Ein Teil der einmaligen Naturlandschaft im Bergsturzgebiet ermögliche den Tieren ein artgemässes Leben. Grosse Streifgebiete, Teiche, Bäche, Felsen, Bäume und Sträucher – ein Stück Natur, welches als unterteilbares Gehege eingezäunt wurde- können Bär und Wolf ausgiebig nutzen.

Auch schön leben laut dem STS die Wildschweine. Ihnen stehe eine grosszügige Anlage zur Verfügung. Der Untergrund bestehe aus Naturboden, der artgemässes Wühlen ausgiebig zulasse. Das Gehege erlaube den Tieren, sich bei Bedarf zurückzuziehen, enthalte eine grosse Schlammsuhle. Es sei eine vorbildliche, sehr tierfreundliche Anlage. Ebenfalls lobend erwähnt werden die Gehege der Baummarder, der Europäischen Wildkatzen und der Eulen.

Ungenügend: Die Freilaufanlage in denen Sikahirsch, Damhirsch und Mufflon leben. Die Tiere können sich frei bewegen, ein Teil des Gebietes sei für Besucher zugänglich. Problematisch sei, dass Besucher Futter kaufen können. Es sei nicht kontrollierbar, wie viel die Tiere fressen. Aus Sicherheitsgründen werden zudem den Hirsch-Stieren die Geweihe abgesägt, was eine Verstümmelung darstelle. Ausserdem wachsen fast ausschliesslich Brennnesseln, was auf eine starke Überdüngung des Bodens hinweise.


Bern: Tierpark Dählhölzli

Positiv beurteilt der STS die Haltung von Wisent, Papageientaucher (Bild), Waschbär, Marderhund,......Seehund und das Vivarium. Negativ fällt die Haltung der Pinguine auf, doch diese werde nach letzter Kritik des Tierschutzes aufgehoben, die letzten Tiere noch platziert.


Kinderzoo Rapperswil

Positiv sieht der Tierschutz das grosse Gehege der Erdmännchen und Fuchsmanguste. Ebenfalls das Gemeinschaftsgehege der Totenkopfaffen und der Goldaguti wird positiv bewertet.

Lob gibts auch für die Haltung der Giraffen, Zebras, Watussi-Rinder und Perlhühner und für das nigelnagelneue Gehege der Kamele im Kinderzoo Rapperswil.

Zu verbessern sei hingegen die Haltung der Seelöwen. Unter anderem seien die Becken zu klein und zu wenig tief. Trotzdem sieht der Tierschutz auch hier etwas positives: Der Zooleitung seien die Mängel bewusst und die Anlage soll in nächster Zeit neu konzipiert werden.

Elefanten:
Erfreulicherweise wurde die Anlage mit der frei gewordenen Nashornanlage um 450 m2 erweitert, sodass den Elefanten jetzt mehr Fläche zur Verfügung stehe. Wie in allen Schweizer Zoos, die Elefanten halten, sei jedoch die Anlage mit jetzt 2010 m2 immer noch klein geraten. Ein Expertenbericht des STS gehe von 5.000 bis 10.000 m2 für eine tiergerechte Elefantenanlage aus. Wenigstens sei die Anlage des Kinderzoos gut strukturiert mit verschiedenen Bodensubstraten und Scheuermöglichkeiten.


Lipperswil (Kanton Thurgau): Connyland

Während der Schweizer Tierschutz für den Wildpark Langenberg nur lobende Worte findet, hagelts für das Connyland ausschliesslich Kritik.

Zwar ist die Haltung der Papageien unter den positiven Beispielen aufgeführt. Denn sie erlaube den Tieren zumindest kurze Flüge und ausgiebiges Klettern. Doch die Show, zu welcher die Tiere benutzt würden, lässt die Beurteilung ins Negative kippen. Die vorgeführten Kunststücke seien weder artgerecht noch würdevoll. Zudem zeige ein Tier eine massive Verhaltensstörung, es zeige ununterbrochen stereotype Kopfbewegungen.

Zu den negativen Beispielen gehört die Haltung der Hauptdarsteller des Connyland, der Delfine. Zwar rühme sich das Connyland für seine vorbildliche Haltungsanlage. Tatsache sei aber, dass trotz Überschreitung der Mindestvorschriften der Tierschutzverordnung auch diese Haltung den anspruchsvollen Meeressäugern nicht gerecht werden könne.

Die Delfin-Show fokussiere zu sehr auf das Können der Trainer. In der Showarena sei es nicht möglich, das natürliche Verhalten der Tiere zu beobachten, wie schnell sie schwimmen, tauchen und jagen. Und auch ihre freiwilligen Sprünge blieben dem Zuschauer weitgehend vorenthalten.
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n-tv online, Logo

24.11.2011: Deutschland überlegt Verbot für Wildtiere in Zoos

aus: n-tv online: Tiere: Bund schliesst Wildtierverbot im Zirkus nicht mehr aus; 24.11.2011;
http://www.n-tv.de/ticker/Bund-schliesst-Wildtierverbot-im-Zirkus-nicht-mehr-aus-article4854756.html

<Berlin (dpa) - Nach jahrelangem Drängen von Tierschützern schließt der Bund ein Verbot von Bären, Elefanten und anderen Wildtieren in Zirkussen nicht mehr aus. Die Länder seien um belastbare Daten gebeten worden, sagte ein Sprecher von Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner. Sollte sich herausstellen, dass eine tierschutzgerechte Haltung nicht möglich sei und bisherige Maßnahmen nicht ausreichten, würden weitere Optionen geprüft. Dazu könne in letzter Konsequenz auch ein Verbot bestimmter Wildtiere in Zirkusbetrieben gehören.

Quelle: n-tv.de / dpa>


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<MOSKAU, 12. August (RIA Novosti).

Costa Rica löst seine Zoos auf: Die Regierung des zentralamerikanischen Staates hat beschlossen, alle Zootiere in die Freiheit zu lassen. Erste Zoos sollen schon im März geschlossen werden, wie lateinamerikanische Medien berichten.

„Wir wollen keine Tiere in Käfigen sehen, es sei denn sie müssen gerettet werden“, sagte Umweltminister René Castro. Die Zoos nahmen den Beschluss der Regierung mit Bedenken auf. Es ist unklar, wo die Tiere freigelassen werden sollen und ob sie in der freien Wildbahn überleben.

Viele lateinamerikanische Staaten verschärfen ihre Tierschutzvorschriften. So hat das Parlament von Salvador vor kurzem verboten, Tiere im Zirkus zu zeigen. Davor war ein solches Verbot bereits in Bolivien, Brasilien, Peru, Paraguay und Kolumbien in Kraft getreten.>

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Spiegel online, Logo

2.11.2013: Tierarten überlebten manchmal nur noch durch den Zoo: Sumatra-Nashorn, Antilopen, Iltis, Rotwolf, Guamralle, Kondor, Amphibien, Salamander

aus: Spiegel online: Artenschutz: Endstation Zoo; 2.11.2013; 
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/sind-zoos-tierschauen-oder-zufluchtsorte-fuer-bedrohte-arten-a-925620.html

<Von "National Geographic"-Autorin Elizabeth Kolbert

Zoos sind umstritten - Kritiker sehen sie als überkommene Tierschauen. Doch viele Spezies würde es nicht mehr geben, hätten sie nicht in Zoos überlebt.

Terri Roth legt Chirurgenkleidung an, bindet sich die langen braunen Haare zu einem Knoten und zieht einen durchsichtigen Plastikhandschuh über, der ihr fast bis zur Schulter reicht. Ihre Patientin steht schon eingesperrt in einem kleinen Verschlag - ein 680 Kilo schweres Sumatra-Nashorn namens Suci. Dann steckt sie ihren Arm durch den After tief in den Darm des Nashorns.

Roth ist Direktorin des Zentrums für den Schutz und die Erforschung bedrohter Wildtiere am Zoo von Cincinnati. Zwei Tage zuvor hatte sie versucht, die 2005 im Zoo geborene Suci künstlich zu befruchten. Jetzt ist es Zeit für die Nachuntersuchung per Ultraschall. Wem eine Ultraschalluntersuchung bei einem Nashorn übertrieben erscheint, dem gibt die Tierärztin Folgendes zu bedenken: Als der Zoo von Cincinnati 1875 seine Tore öffnete, streiften vielleicht eine Million Sumatra-Nashörner durch die Wälder zwischen Bhutan und Borneo. Heute leben auf der ganzen Welt weniger als hundert. Falls diese Art überlebt, ist das auch Terri Roth zu verdanken, die seit 16 Jahren Blutproben bei Zootieren sammelt, deren Hormone misst und sie per Ultraschall untersucht.

Ähnliches wie für die Sumatra-Nashörner gilt für eine wachsende Liste anderer Arten. Wenn die Bestände der Wildtiere schrumpfen, übernehmen Zoos zunehmend die Funktion einer modernen Arche: Hier überleben Arten, die draußen untergehen. In Europa engagieren sich viele Zoos dazu im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP).

Stellvertretend für viele Kollegen in Zoologischen Gesellschaften weltweit sagt der Artenschutzbiologe Robert Lacy von der Chicago Zoological Society: "Zoos müssen einige wirklich schwierige Entscheidungen treffen. Soll man ein paar große, haarige Arten retten, weil sie das Publikum anziehen? Oder soll man sich um eine viel größere Anzahl kleinerer Arten kümmern? Für die begeistern sich zwar die Besucher nicht so schnell, aber man könnte mit dem gleichen finanziellen Aufwand viel mehr erhalten."

Weniger charismatische Arten haben ein Problem

Es gibt zahlreiche Beispiele für Arten, die ihre Existenz nur noch Nachzuchten in Zoos verdanken. Die Arabische Oryxantilope gehört dazu, der Schwarzfußiltis, der Rotwolf, die Guamralle, der Kalifornische Kondor. Davon gab es 1982 noch gerade mal 22 Vögel. Deshalb wurden alle, die noch in freier Natur lebten, eingefangen und in die Zoos von Los Angeles und San Diego gebracht. Dort pflanzten sie sich in menschlicher Obhut fort, der Nachwuchs wurde mit großem Aufwand für das Überleben in der Natur trainiert. Heute leben wieder mehr als 200 Kondore in Freiheit.

Die meisten vom Aussterben bedrohten Arten gibt es wahrscheinlich bei den Amphibien, den Fröschen, Kröten und Salamandern. Nach Angaben der IUCN, die auch die Rote Liste führt, sind mehr als ein Drittel aller Arten akut gefährdet. Das Problem: Amphibien haben nicht das Charisma eines Kondors. Sie sind auch keine Publikumslieblinge wie Pandas, die in freier Wildbahn noch nicht vom Aussterben bedroht sind.

"Die Hälfte aller lebenden Exemplare einer Art zu betreuen, ist eine ungeheure Verantwortung", sagt Jim Breheny, der Leiter des Bronx Zoo. Dort wurde eine hochmoderne Zuchtstation installiert - für die Vermehrung der Kihansi-Gischtkröten (Nectophrynoides asperginis). Auf der anderen Seite des Kontinents, am Institut für Artenschutzforschung des Zoos von San Diego, angelt Marlys Houck eine Schachtel voller kleiner Plastikgefäße aus einem Tank mit flüssigem Stickstoff. "Da ist er", sagt sie und meint den Weißwangen-Kleidervogel - oder das, was von ihm noch übrig ist. Er lebte früher auf Maui, der zweitgrößten Hawaii-Insel, und starb vermutlich ein oder zwei Jahre nach 2004 aus - zu jener Zeit hatten Artenschützer einen letzten Versuch unternommen, den Vogel zu retten.

Zusammen mit Tausenden weiteren, ähnlich aussehenden Gefäßen sind die Röhrchen mit den Zellen des Weißwangen-Kleidervogels Teil eines Projekts, Arten zu erhalten, auch wenn man in der Natur die letzte Gelegenheit dazu verpasst hat. Dieses Projekt ist der "Tiefkühl-Zoo". Viele Arten in diesem "Zoo" sind stark bedroht, der Sumatra-Orang-Utan zum Beispiel, der Amurleopard und die Palmer-Drossel, ein Singvogel von der Hawaii-Insel Kauai. Eine ähnliche Sammlung, genannt "Cryo-Brehm", unterhält auch das deutsche Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik im saarländischen Sulzbach.

Ist das die Zukunft des Artenschutzes? Anstatt die entsprechenden Lebensräume in der Natur zu erhalten, konservieren wir Zellen und Gewebe von Fröschen und Vögeln, von Tigern und Orang-Utans in flüssigem Stickstoff? Für Oliver Ryder, den Leiter der genetischen Abteilung am Zoo von San Diego, ist das keine Frage: "Ich bin überzeugt, von immer mehr Arten wird es lebendes Material bald nur noch im Tiefkühl-Zoo geben."

Auszug einer Fotoreportage aus National Geographic Deutschland , Ausgabe Oktober 2013, www.nationalgeographic.de >
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Quellen
[web01] http://www.kartoffel-geschichte.de/Erste_Furche/Bei_den_Flamen/bei_den_flamen.html


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