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Wald in Europa. Meldungen

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Schweiz 15.9.2010: Die Waldfläche in der Schweiz nimmt weiter zu - Rodungen sollen "ökologisch und landschaftlich wertvolle Flächen" schützen - Flexibilisierung der Rodungspraxis

aus: 20 minuten online: Dem Wald mit der Säge zu Leibe rücken; 15.9.2010;
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/20021236

Mancherorts droht die Schweiz zu verwalden. Das Parlament will die Waldfläche aber konstant halten und prüft deshalb, Rodungen zu erlauben.

Weil sich in manchen Gebieten der Schweiz der Wald zu stark ausdehnt, soll das Rodungsverbot gelockert werden. Die Umweltkommission des Ständerates (UREK) hat am Mittwoch Vorschläge für Gesetzesänderungen in die Vernehmlassung geschickt.

Ein Zivildienstleistender bei Naturarbeitenim Raum Brugg im Kanton Aargau (29. Oktober 2009).

Die geplante Änderung des Waldgesetzes geht auf eine parlamentarische Initiative zurück, der die Räte zugestimmt hatten. Ziel ist es, die unerwünschte Zunahme der Waldfläche zu bremsen. Landwirtschaftliche oder ökologisch und landschaftlich wertvolle Flächen sollen vor einer Ausdehnung des Waldes geschützt werden können.

Die UREK schlägt zu diesem Zweck vor, die Rodung flexibler zu regeln. Heute muss bei einer Rodung stets dieselbe Fläche aufgeforstet werden. Dies soll zwar auch künftig zwingend sein, doch nicht unbedingt in der Nähe der gerodeten Fläche. Neu soll der Wald auch anderswo in der Gegend ersetzt werden können.

Mehr Flexibilität

In bestimmten Fällen kann auch ganz auf den Ersatz verzichtet werden. Nämlich dann, wenn «gleichwertige Massnahmen» zugunsten des Natur- und Landschaftsschutzes getroffen werden. Weiter sollen die Kantone die Möglichkeit erhalten, auch in Gebieten ausserhalb der Bauzone eine statische Waldgrenze festzulegen, wenn sie eine Zunahme der Waldfläche verhindern wollen. Ausserhalb dieser Zone könnte neu wachsender Wald dann ohne Rodungsbewilligung entfernt werden.

Mit diesen Massnahmen könnte die unerwünschte Zunahme der Waldfläche gebremst werden, schreibt die UREK. Am Prinzip des Rodungsverbotes werde aber nicht gerüttelt.

Die Waldfläche nimmt in einigen Gebieten der Schweiz stark zu. Im Alpenraum etwa nahm der Wald nach Angaben der Kommission innert rund zehn Jahren um eine Fläche in der Grösse des Kantons Schaffhausens zu. Interessierte können bis zum 15. Dezember zu den Vorschlägen Stellung nehmen.

(sda)>

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Deutschland 14.9.2010: Wald-Naturwunder "Nationalpark Harz" auf Platz Eins - es folgen Lerautal, Nationalpark Hainich, Rachelsee im Bayrischen Wald und Kellerwald Edersee

aus: n-tv online: Schönstes Naturwunder Deutschlands: Nationalpark Harz knapp vorn; 14.9.2010;
http://www.n-tv.de/reise/Nationalpark-Harz-knapp-vorn-article1486156.html

<Der Nationalpark Harz ist zu Deutschlands schönstem Wald-Naturwunder gewählt worden. Er hat bei einer Abstimmung im Internet von 19 zur Wahl stehenden Waldgebieten die meisten Stimmen erhalten.

Blick in das eingeschnittene Tal des Flusses Bode am nördlichen Harzrand bei Thale. Um 300 Meter überragen die Felsen der Roßtrappe (l) und der des Hexentanzplatzes (r) den Hirschgrund.

Jubel rund um den Brocken: Kein Wald in Deutschland ist bei den Bürgern so beliebt wie der Nationalpark Harz. Zu diesem Ergebnis kommt eine bundesweite Abstimmung im Internet, die von der Heinz Sielmann-Stiftung organisierte wurde.

Der Nationalpark Harz erhielt von 19 zur Wahl stehenden Waldgebieten mit rund 20 Prozent die meisten Stimmen, teilte die Stiftung im Oberharz mit. Die weiteren Plätze belegten das Lerautal im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald, der Nationalpark Hainich, das Gebiet um den Rachelsee im Nationalpark Bayerischer Wald und der Nationalpark Kellerwald Edersee. An der Abstimmung beteiligten sich mehr als 8000 Internet-Besucher.

Ergebnis überrascht nicht

"Wir freuen uns sehr, dass wir als erster länderübergreifender Nationalpark mit unserer Natur und unserem Image einen solchen Abstimmungserfolg erzielen konnten", sagte Leiter des Nationalparkes Harz, Andreas Pusch. Die Umfrage der Sielmann-Stiftung habe zwar im Internet stattgefunden. Das Ergebnis stimme im Trend aber mit vorangegangenen repräsentativen Befragungen überein, sagte Nationalpark-Sprecher Friedhart Knolle.

Blick auf den Rundkurs des Baumkronenpfades bei Bad Langensalza im Nationalpark Hainich. Er kam auf den dritten Platz.

Die Geschäftsführerin des Harzer Tourismusverbandes (HTV), Carola Schmidt, sagte, es wundere sie nicht wirklich, dass der Nationalpark rund um den Brocken in diesem Jahr zum schönsten deutschen Naturwunder gewählt wurde. "Wir haben hier wirklich eine wunderschöne Landschaft." Das Abstimmungsergebnis zeige auch, welch "riesiges Potenzial" der Harz als Urlaubsregion besitze. "Wir müssen mit diesem Pfund nur noch mehr wuchern."

Sachsens-Anhalt Umweltminister Hermann Onko Aeikens sagte, die Auszeichnung sei für den Harz Anerkennung und Verpflichtung zugleich. "Wir in Sachsen-Anhalt werden weiter dafür einstehen, dass der Reiz des Nationalparks, der auch in seiner Ursprünglichkeit liegt, bewahrt bleibt", sagte der Minister.

Blick für Schönheiten schärfen

Die Sielmann-Stiftung möchte mit ihrem Naturwunder-Wettbewerb nach Angaben einer Sprecherin die Bekanntheit der teilnehmenden Regionen fördern und zugleich den Blick für die Schönheit und den notwendigen Schutz der Natur schärfen.

Die Internet-Abstimmung hatte im vergangenen Jahr erstmals stattgefunden. Dabei war das Wattenmeer an der Nordseeküste als schönstes Naturwunder gekürt worden.

dpa>

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Region Basel 19.9.2010: Der aus Asien importierte Buchsbaumzünsler lässt keine Buchsbäume mehr stehen - der Buchs-Wald am Hörnli ist entlaubt

aus: 20 minuten online: Basel: Raupen fressen jetzt ganze Wälder kahl; 19.9.2010;
http://www.20min.ch/news/basel/story/Raupen-fressen-jetzt-ganze-Waelder-kahl-12796452

Die Bäume des Waldes ob dem Hörnli in Grenzach hat der Buchsbaumzünsler schon komplett kahl gefressen – nun befürchten Experten das Schlimmste.

Revierförster Markus Dischinger zeigt einen komplett entlaubten Buchsbaumzweig. (Bild: apn)

Der grosse Buchs-Wald an den warmen Rhein-Südhängen vor Basel ist Vergangenheit: Ein Falter hat den Wald innert drei Wochen kahl gefressen - zur Überraschung von Experten. Der Buchsbaumzünsler ist von Gärten in den Wald geflogen. Er breitet sich weiter aus.

2007 war der Buchsbaumzünsler erstmals aufgetaucht, zuerst im Raum Basel. Seither hatten sich die Raupen dieses Falters vor allem an Buchs-Zierbüschen und -Hecken gütlich getan. Das mutmasslich mit Pflanzenimporten aus Asien eingeschleppte Tier hat bisher keine natürliche Feinde; es bringt drei Generationen im Jahr hervor.

Als die Basler Stadtgärtnerei diesen April auf den Buchsbaumzünsler aufmerksam machte, ging man noch davon aus, dass er nur gepflanzten Buchs bedroht, etwa auf Friedhöfen wie dem Basler «Hörnli». Just dahinter, an den Südhängen ob Grenzach (D), lag der grösste zusammenhängende natürliche Buchswald von ganz Deutschland.

Naturdenkmal weggefressen

Davon ist jetzt kaum mehr etwas übrig, wie Revierförster Markus Dischinger zur Nachrichtenagentur SDA sagte: 150 Hektaren Buchs seien heute beige statt grün; davon 100 Hektaren Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung. Buchen und andere Bäume darüber blieben unbehelligt - das einst blickdichte Unterholz sieht aber erbärmlich aus.

[Die Zünsler-Plage]
Im Gegensatz zu Gärten, in denen nun ein paar Spritzmittel für gezielten Einsatz erlaubt sind, kann man den Buchsbaumzünsler im Wald aus ökologischen, praktischen und rechtlichen Gründen nicht bekämpfen. Auch nicht in jedem Garten wird nachgesehen, Raupen abgelesen oder gespritzt. So dürften sich künftig immer mehr Zünsler fortpflanzen.

In Liestal und Ormalingen BL hat der Zünsler den Wald-Buchs bereits angefressen, wie Ueli Meier, Leiter des Amtes für Wald beider Basel, sagt.

Laut der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) gibt es grössere Buchsbestände ausser im Raum Basel auch entlang des Jurasüdfusses, vor allem in Solothurn, sowie im Tessin und punktuelle Bestände im Mittelland oder in der Ostschweiz.

«Globalisierungs-Opfer» - [die Frage, wie die Buchsbäume reagieren - die Raupen überwintern]

Ob sich der Grenzacher Buchs vom Kahlfrass erholt, weiss Dischinger noch nicht. Beat Forster von der WSL rechnet immerhin damit, dass die als zäh geltende Pflanze im nächsten Jahr wieder ausschlägt. Wie sie allfälligem Dauer-Frassdruck standhält, bleibt abzuwarten.

Die enorme Zünsler-Population dieses Sommers dürfte zwar kollabieren, sobald Buchs als Futter und zur Eiablage fehlt, schätzt die Basler Biologin Florine Leuthard, die für ihre Dissertation zum Zünsler forscht. Doch mit überwinternden Raupen beginnt der Zyklus im nächsten Jahr von vorne.

[Impoprtierte Buchsbäume haben Buchsbaumzünsler-Eier dran - Buchstopf für 1 Euro - Buchs-Hecken werden ausgerissen]

Vor allem aber gibt es überall stetig Zünsler-Nachschub: Im Handel fand Leuthard immer noch Import-Buchs mit Zünslerraupen oder - Eiern daran. Hiesiger Buchs sei «ein Globalisierungs-Opfer», sagt Dischinger mit Verweis auf Ein-Euro-Buchstöpfe beim Baumarkt. Die Basler Stadtgärtnerei hat schon begonnen, Buchs-Hecken auszureissen.

Regulatorische Achtlosigkeit - [Buchsbaum gegen Steinschlag - Wildschweine haben keine Verstecke mehr]

Für Meier hat der Bund den richtigen Zeitpunkt zum Handeln verpasst, als er nach ersten Zünsler-Funden kein Importverbot erliess. Anders als bei Viren diskutiere man Neobioten-Risiken zu wenig - «da müssen wir über die Bücher». Er hoffe, dass der Zünsler nicht plötzlich beginne, wichtige Bäume wie die Eiche zu fressen.

Weil mit dem neuen Licht am Boden nach dem Kahlfrass wohl andere Gehölze profitierten, befürchten Dischinger und Forster keine Destabilisierung betroffener Waldhänge über Siedlungsgebiet. Das hofft Meier auch, denn in Hölstein BL oder Waldenburg BL dient Buchs als Schutzwald gegen Steinschlag.

Für das Ökosystem Wald insgesamt wäre der Verlust des Buchs' gemäss Meier hingegen «nicht dramatisch»: Das vermutlich von den Römern eingeführte Gehölz sei immer noch nicht voll integriert in die Nahrungskette; kein hiesiger Organismus sei für das Überleben darauf angewiesen.

Der kahlgefressene Buchs bringt indes Bewegung ins Wild: Die Wildschweine, die gerne versteckt im Immergrün schliefen, sind umgezogen - das macht vor allem Mais-Bauern der Umgebung Sorgen.

(sda)>

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28.9.2010: Herbstlaub wird zuerst gelb, dann rot - und der Grund: Bei warmen Tagen und kalten Nächten ("goldener Herbst") bleibt der Photosynthesezucker im Blatt und das Blatt wird rot

aus: n-tv online: Frage & Antwort, Nr. 141: Warum wird Herbstlaub nicht immer rot? 28.9.2010;
http://www.n-tv.de/wissen/frageantwort/Warum-wird-Herbstlaub-nicht-immer-rot-article1544226.html

<von Andrea Schorsch

Die Blätter der Laubbäume verfärben sich allmählich, und auf meinen täglichen Spaziergängen sehe ich viele gelbe, aber nur wenige rotgefärbte Bäume. Woran liegt das? (fragt Judith G. aus Erfurt)

Botanikerin Gesche Hohlstein ist am Botanischen Garten und Botanischen Museum der Freien Universität Berlin tätig.

[Die Bäume bereiten sich auf die "Trockenpause" vor]

Auch wenn gerade erst Herbstanfang war und Sie es eigentlich nicht hören wollen: Der Winter naht. Das spüren auch die Pflanzen. Die Temperaturen sinken, und in einigen Wochen gibt es Niederschläge womöglich nur noch in gefrorener Form. Für die Pflanzen in unserer Region bedeutet Winter daher vor allem eines: Trockenstress. Nicht so sehr die Kälte ist problematisch für sie, sondern, wie uns Gesche Hohlstein, Botanikerin im Botanischen Garten Berlin, erklärt, die "mangelnde Verfügbarkeit von Feuchtigkeit". Deshalb bereiten sich die Pflanzen vor, um den Winter und die damit verbundene Trockenpause zu überstehen.

Weniger Blätter, weniger Oberfläche

Gut zu erkennen: die unterschiedlich hohe Chlorophyll-Menge in verschiedenen Teilen des Blattes.

Laubwerfende Bäume haben dafür eine spezielle Strategie entwickelt. Ihre Blätter bilden eine große Oberfläche, über die sie viel Feuchtigkeit verlieren. "Also", sagt Hohlstein, "reduzieren sie die Oberfläche, indem sie das Laub abschmeißen, und verringern so den Feuchtigkeitsverlust." Doch in den Blättern sind auch wertvolle Inhaltsstoffe enthalten. Und diese wollen die Bäume natürlich möglichst nicht verlieren. Deswegen baut die Pflanze die wertvollen Bestandteile zunächst nach und nach ab und transportiert sie in den Stamm, bevor sie sich von den Blättern trennt. So auch den grünen Blattfarbstoff, das Chlorophyll, in dem "als zentraler Inhaltsstoff Magnesium enthalten ist. An ein solch wertvolles Spurenelement kommt die Pflanze sonst nur schwer heran", betont die Expertin.

Erst jetzt, da der grüne Farbstoff abgebaut wird, werden die anderen Farbstoffe sichtbar, die ebenfalls in den Blättern enthalten sind und bisher von Chlorophyll überlagert wurden. "Das sind", sagt Hohlstein, "größtenteils Carotinoide, die gelb und orange sind". Ist das Blatt dann irgendwann komplett abgestorben, ist es braun. "Deswegen", so Hohlsteins Hinweis, "gibt es manchmal diese interessanten Muster auf den Blättern: In der Nähe der Blattadern, die in den Blättern verlaufen, ist die Farbe noch grün, während das Blatt in Bereichen, die weiter von den Blattadern entfernt sind, schon braun wird."

Das Wetter muss stimmen

Grün, gelb, orange, braun – da fehlt uns immer noch das Rot. "Eine knallrote Blattfärbung kann entstehen, wenn das Wetter ganz besonders ist", verrät jetzt die Botanikerin. "Das passiert also nicht immer." Besonders heißt in diesem Fall, dass tagsüber kräftig die Sonne scheinen und es recht warm sein muss, während die Temperaturen nachts stark abfallen. "Dann nämlich", sagt Hohlstein, "betreibt der Baum tagsüber viel Photosynthese und baut also im lichtbetriebenen Prozess Zucker auf. Normalerweise würde er diesen Zucker in der Nacht über Zweige und Stamm zu den Wurzeln bzw. den Speicherorten transportieren oder dorthin, wo er verbraucht wird. Wenn es nachts schon sehr kalt ist, funktioniert der Zuckertransport aber nicht mehr. Und dann…", und jetzt kommen wir endlich zur Farbe Rot, "bilden sich in den Blättern zuckerhaltige Farbstoffe, die sich Anthocyane nennen, und sie bewirken, dass das Laub flammendrot aussieht."

Wenn der Oktober in diesem Jahr ein goldener werden sollte, haben wir also gute Chancen auf bunte, gelb-orange-rote Herbstwälder unter blauem Himmel.

Übrigens: Einige Baumarten, wie zum Beispiel der kanadische Zuckerahorn, neigen eher zur Rotfärbung als andere. Darüber hinaus gibt es Züchtungen, die das ganze Jahr über rot aussehende Blätter haben. Dazu gehört zum Beispiel die Blutbuche.>


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5.12.2010: Waldschutz im Inland und unkontrollierter Holzimport aus dem Ausland ergibt eine negative Bilanz für den Wald weltweit

Man kann nur den Kopf schütteln: Wann kommt die Welt als Ganzes endlich zur Sonnenenergie? Stattdessen wird Holz unkontrolliert importiert. Aber lesen sie selbst:

aus: n-tv online: Wissen: Groteske Umkehrreaktion: Waldschutz auf Kosten anderer; 5.12.2010;
http://www.n-tv.de/wissen/Waldschutz-auf-Kosten-anderer-article2071011.html

<Der gute Wille ist da, der Resultat ist gleich Null: Länder, die ihren eigenen Waldbestand schützen und aufforsten, importieren in der Folge mehr Holz und zerstören damit Wälder im Ausland. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler der kalifornischen Stanford University.

Einige Entwicklungsländer forsten zwar ihre Wälder auf, verursachen durch ihre steigende Nachfrage aber anderenorts wiederum das Abholzen. Zu diesem Schluss kommen Forscher um Eric Lambin von der Stanford University in einer Studie.

Das Team hatte die Länder China, Chile, Indien, El Salvador, Costa Rica und Vietnam untersucht. Dabei berechneten die Forscher den Holzverbrauch und die Nachfrage und berücksichtigten das Bevölkerungswachstum sowie internationale Handelsströme. Die sechs Länder haben sich im Untersuchungszeitraum von 1961 bis 2007 von "Netto-Abholzern" zu "Netto-Aufforstern" entwickelt, berichten die Experten in den "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften.

In fünf der sechs Staaten – Indien ist die Ausnahme – wurde die Rückkehr der Wälder von einem Rückgang des Holzeinschlags begleitet. Zudem entstand weniger neues Farmland. Das schuf einen Bedarf für den Import von Holz und Agrarprodukten aus anderen Regionen. Für 100 wiederaufgeforstete Flächeneinheiten, so erklärt das Team, haben die fünf Länder ein Holz-Äquivalent von 74 Flächeneinheiten eingeführt.

Hauptautor Patrick Meyfroidt von der Universität im belgischen Louvain ergänzt: "Wenn man noch die landwirtschaftlichen Exporte der Länder berücksichtigt, werden 22 Flächeneinheiten in anderen Ländern genutzt." In den vergangenen Jahren habe sich dieses Verhältnis weiter verschoben, ergänzt er. Inzwischen werden für 100 aufgeforstete Flächeneinheiten etwa 52 importiert.

Wenn der Waldschutz in einer Region zum Abholzen in anderen Gebieten führe, gebe es für die Natur im Ganzen keinen Gewinn, erklärt Lambin. Zusammen mit seinen Kollegen empfiehlt er eine bessere internationale Zusammenarbeit bei der Aufforstung. Dazu gehöre es, die Handelsströme zu berücksichtigen. Dem Verbraucher würde es helfen, wenn er sich für nachhaltig gewonnene Holzprodukte entscheiden könne – hierbei wären Zertifikate hilfreich.

dpa>

Zertifikate nützen nichts. Sondern es sollte endlich global die Sonnenenergie entwickelt werden. Aber gewisse Regierungen blockieren ja die Entwicklung der Technik in Sachen Sonnenenergie...

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gmx Logo

1.2.2011: <Deutschlands Wäldern geht es etwas besser>

aus: gmx Nachrichten; http://www.gmx.net/themen/wissen/klima/7676u6w-deutsche-waelder-erholen-sich

<Berlin (dpa) - Den Wäldern in Deutschland geht es etwas besser. Wie das Bundeslandwirtschaftsministerium in Berlin berichtete, waren im vergangenen Jahr 38 Prozent der Bäume ohne Nadel- oder Blattverlust.

2009 lag diese Zahl noch bei 36 Prozent. Vor allem die Buchen haben sich erholt. Hier ist der Anteil der Bäume, bei denen die Kronen stark ausgedünnt sind, von 50 auf 33 Prozent zurückgegangen.

Dagegen zeigen mehr als die Hälfte aller Eichen deutliche Kronenverlichtungen - zum Erhebungsstart 1984 waren es lediglich neun Prozent. Dem Waldbericht zufolge leidet die Eiche vor allem unter verschiedenen Schmetterlingsraupen. Blätter, die nach den Fraßschäden wieder austreiben, würden häufig von Eichenmehltau befallen. Der Pilz entziehe den Blättern Nährstoffe, so dass sie abfielen. Der Kronenzustand von Fichte und Kiefer blieb unverändert.>

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ARD online, Logo

Betrug in Schweden 14.2.2011: Schwedische Papierfirma "Stora Enso" holzt rücksichtslos ab und zertifiziert das Holz mit Umweltsiegel

aus: Report Mainz (ARD): Kahlschlag für Ökoholz: Trotz Umweltsiegel holzen Papierhersteller rücksichtslos ab; 14.2.2011;
http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=7462706/11y3uve/index.html

<Der weltgrößte Papierhersteller kommt aus Schweden und heißt Stora Enso. Er beliefert den deutschen Markt u.a. mit Papier, aus dem Zeitungen oder Verpackungsmaterial hergestellt wird. Diese Produkte sind FSC zertifiziert, soll heißen: Ein Umweltsiegel garantiert dem Verbraucher, dass Stora Enso kein Holz aus schützenswerten Wäldern einschlägt.

Dies aber ist falsch. Stora Enso fällt systematisch und flächendeckend in jahrhundertealten Wäldern. Schwedische Umweltschützer und Waldexperten kritisieren das großflächige Abholzen und verweisen zudem auf einen Interessenskonflikt. Der Zertifizierer werde von den Auftraggebern bezahlt; dies gehe zu Lasten der Unabhängigkeit im Zertifizierungsprozess. Die Kritiker fordern, dass es für solche Produkte kein Umweltschutzsiegel geben dürfe.>


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15.6.2011: <Uno-Bericht: Europas Wälder wachsen> - aber in Russland nicht

aus: Spiegel online; 15.6.2011;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,768498,00.html

<Den Wäldern Europas geht es überraschend gut: Laut einer Uno-Studie sind sie in den vergangenen 20 Jahren deutlich gewachsen. Allerdings benennt das Papier auch Probleme und verlangt von der Forstwirtschaft, dass sie mehr Holz liefern muss und trotzdem grüner werden soll.

Mehr als ein Viertel des weltweiten Waldes zu bewahren - über diese Aufgabe beraten Vertreter aus 46 Staaten auf der Ministerkonferenz zum Schutz der europäischen Wälder im norwegischen Oslo. Weil auch Russland zu den Teilnehmern gehört, ist die Waldfläche, über die dort gesprochen wird, enorm: Es geht um insgesamt 1,02 Milliarden Hektar Wald, 80 Prozent davon befinden sich auf russischem Boden.

Laut dem in Oslo vorgestellten Bericht "Zustand der europäischen Wälder 2011" gibt es gute Nachrichten: In den vergangenen 20 Jahren wuchsen die Waldflächen in allen Regionen zumindest etwas - mit Ausnahme von Russland. Insgesamt habe sich der Wald durch Aufforstung und natürliches Wachstum um rund 17 Millionen Hektar Wald ausgedehnt.

Dass der Wald auch in Deutschland an Fläche gewinnt, hatte Bundesagrarministerin Ilse Aigner (CSU) bei der Präsentation des Waldschadensberichts im Februar betont: In den vergangenen 40 Jahren wuchs die Fläche um rund zehn Prozent oder eine Million Hektar.

In den achtziger Jahren hätte wohl kaum jemand für möglich gehalten, dass Europas Wälder sich wieder ausbreiten. Damals war das Waldsterben ein bestimmendes Thema. Mit Blick auf die aktuellen Zahlen mag die Angst vorm sauren Regen als Hysterie erscheinen. Allerdings brachte die Politik damals wichtige Umweltschutzmaßnahmen auf den Weg: So durften etwa Autos nur noch mit Katalysator fahren.

Nutzwald statt Urwald

Laut dem aktuellen Bericht nahmen in den vergangenen 20 Jahren auch Walddichte und Baumhöhe zu, so dass der Baumbestand um 8,6 Milliarden Kubikmeter gewachsen ist - das sei so viel Wald wie in Deutschland, Polen und Frankreich zusammen. Insgesamt 56 Millionen Hektar Wald stehen unter Naturschutz, etwa 30 Prozent davon liegen in Russland. In den vergangenen zehn Jahren sind pro Jahr eine halbe Million Hektar mehr zum Schutzgebiet erklärt worden, heißt es in dem Bericht, der maßgeblich von der Uno-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO) sowie von "Forest Europe" erstellt wurde.

Das erklärt auch, warum in Europa - Russland wieder ausgenommen - die Waldfläche zwar gestiegen ist, trotzdem aber weniger Wälder für die Holzwirtschaft verfügbar sind: Sie sind entweder Naturschutzgebiete oder dienen der Naherholung.

Um vom Menschen kaum berührte Natur handelt es sich bei den meisten Waldflächen jedoch nicht. Etwa 70 Prozent hat der Mensch durch Forstwirtschaft so verändert, dass sie als semi-ursprünglich eingestuft werden.

Die Wälder erfüllen wichtige Aufgaben:

  • 870 Millionen Tonnen Kohlendioxid pro Jahr hätten die Wälder zwischen 2005 und 2010 pro Jahr aus der Atmosphäre geholt - was zehn Prozent der Treibhausgasemissionen der beteiligten Staaten entspreche.
  • Mehr als 578 Millionen Kubikmeter Holz haben die Wälder 2010 geliefert, der Wert davon lag bei etwa 21,1 Milliarden Euro.
  • Als wichtigste weitere Waldgüter nennt der Bericht Weihnachtsbäume, Früchte und Beeren sowie Kork.

Der Wald wächst - die Gefahren auch

Allerdings gibt es auch weniger gute Nachrichten. So stellte sich 2009 bei einer Untersuchung heraus, dass die Krone jedes fünften Baums so licht war, dass er entweder als krank oder tot eingestuft werden musste. Zudem hätten Insekten und Krankheitserreger den Bäumen stark zugesetzt. In Nord-, West- und Osteuropa seien Stürme und Schneefälle für Schäden verantwortlich, in Russland und Südeuropa Waldbrände.

Der Waldbericht für Europa nennt für die kommenden Jahre mehrere Hauptaufgaben und damit verknüpfte Probleme:

  • Der Wald spielt eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel.
  • Die Wälder müssen sich veränderten klimatischen Bedingungen anpassen.
  • Holz werde in Zukunft in größeren Mengen als Energierohstoff benötigt.
  • Beim Abbau des Holzes müssten die Wälder nachhaltig bewirtschaftet und die Artenvielfalt erhalten werden. Die Forstwirtschaft könne sich weiterhin als "grüne Ökonomie" hervortun.

Die Ministerkonferenz in Oslo endet an diesem Donnerstag. Die Politiker beraten unter anderem über ein bindendes Vertragswerk zum Schutz der Wälder.

Weltweit steht es übrigens alles andere als gut um die Wälder. Im Februar hatte die FAO ihren globalen Bericht vorgestellt. Das Fazit der weltweiten Betrachtung: Die Wälder schwinden rapide.

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25.6.2011: Fünf deutsche Buchenwälder werden zum Weltnaturerbe erklärt: Brandenburg, Thüringen, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern (2 Wälder)

aus: n-tv online: Unesco-Ehren für Deutschland: Buchenwälder sind Weltnaturerbe; 25.6.2011;
http://www.n-tv.de/reise/Buchenwaelder-sind-Weltnaturerbe-article3662806.html

<Fünf deutsche Buchenwälder dürfen sich fortan mit dem Titel "universelles Erbe der Menschheit" schmücken. Das entscheidet das zuständige Unesco-Komitee. Außerdem hofft Deutschland weiter auf die Aufnahme einiger Denkmäler in das Weltkulturerbe.

Die Unesco hat fünf deutsche Buchenwälder zum universellen Erbe der Menschheit erklärt. Das zuständige Komitee der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur stimmte einem entsprechenden Antrag der Bundesrepublik zu. Er umfasste fünf Wälder in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Thüringen und Hessen. Als Unesco-Weltnaturerbe stehen die Gebiete nun unter besonderem Schutz und auf einer Stufe mit so bekannten Naturwundern wie dem Grand Canyon oder den Galápagos-Inseln.

Zu den zum Welterbe erklärten Naturdenkmälern zählen der Buchenwald Grumsin in Brandenburg, der Nationalpark Hainich in Thüringen sowie der Nationalpark Kellerwald-Edersee in Hessen. Aus Mecklenburg-Vorpommern sind der Nationalpark Jasmund und der Serrahner Buchenwald im Müritz-Nationalpark mit dabei. Alle ergänzen künftig das bereits bestehende Weltnaturerbe "Buchenurwälder der Karpaten" in der Slowakei und der Ukraine. Dieses war bereits 2007 eingeschrieben worden.

Kulturerbe-Entscheidung erst Montag

Auf der Weltnaturerbeliste der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur war aus Deutschland lange Zeit nur die Fossillagerstätte Grube Messel in Hessen eingeschrieben. Erst 2009 kam das Wattenmeer hinzu.

Mit der Entscheidung über Weltkulturerbe-Anträge aus Deutschland wird erst am Montag gerechnet. Deutschland hofft unter anderem auf einen Titel für eine von Walter Gropius entworfene Schuhleistenfabrik im niedersächsischen Alfeld. Als Teil grenzüberschreitenden Weltkulturerbes stehen neben dem Fagus-Werk zwei Häuser in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung auf der Kandidatenliste. Sie wurden von dem französisch-schweizerischen Architekten und Stadtplaner Le Corbusier entworfen.

dpa>

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Basler Zeitung online, Logo

5.7.2011: Ein Wald kann geziehlt gelichtet werden - das hilft auch der Artenvielfalt

aus: Basler Zeitung online: Wie Abholzung dem Wald helfen kann; 5.7.2011;

<An 14 Standorten in der Region Basel wurde der Wald gelichtet. Profitiert davon haben nicht nur die Waldeigentümer.

Mittelwald, wie er von hundert Jahren verbreitet war, besteht aus locker stehenden hohen Bäumen und dazwischen niedrigeren Arten. Auch der Waldboden hat in Mittelwald mehr Licht und Wärme als im heute dominanten dunklen Hochwald. Solcher entsteht, wenn die Unterschicht nicht regelmässig genutzt und dabei gelichtet wird.

Mit der Schaffung neuer Mittelwälder will die bei der Christoph Merian Stiftung in Basel ansässige Walder-Bachmann Stiftung die Artenvielfalt im Wald verbessern. Sie zeigt sich heute zufrieden mit dem, was bei ihrem 2006 gestarteten fünfjährigen Projekt erreicht worden ist.

40 Prozent der Bäume weg gelichtet

An 14 Standorten (BS: Riehen; BL: Sissach, Niederdorf, Liestal, Dittingen, Therwil, Münchenstein, Ramlinsburg; AG: Magden; SO: Meltingen, Hofstetten, Büsserach, Kleinlützel, Nunningen) wurden dank Stiftungsgeldern jeweils 30 bis 40 Prozent des Baumbestandes entfernt. Stabile und wertvolle Einzelbäume blieben stehen.

Die anfangs deutlich sichtbaren Rodungen wachsen laut Stiftung rasch zu; schon ein Jahr nach dem Eingriff sind solche Böden wieder grün. Innert zwei bis drei Jahren kämen junge Sträucher und Bäume auf. In neuen Mittelwäldern seien denn auch bereits erste verschwundene Tierarten wiederentdeckt worden.

Die Kombination von Hoch- und Niederwald erlaubte es früheren Generationen, auf der gleichen Fläche Bau- und Brennholz zu gewinnen. Im Allschwiler Wald bei Basel zum Beispiel lag der Mittelwald-Anteil um 1900 bei 75 Prozent; seither ist er fast verschwunden.

Lebensraum für gefährdete Tierarten

Die Stiftung will seltene Baumarten wie Eiche, Wildbirne oder Speierling fördern und so Lebensraum für gefährdete Tierarten wieder herstellen. Im Rahmen des wissenschaftlich begleiteten Projekts wurden pro Hektare Mittelwald 7000 Franken bezahlt. Die Stiftung arbeitete dabei mit dem Forstamt beider Basel zusammen.

Die Walder-Bachmann Stiftung war 1992 von Hermann Josef Walder-Bachmann (1930-1992) ins Leben gerufen worden. Sie engagiert sich für den Naturschutz im Wald und vergibt jährlich den mit 50'000 Franken dotierten Hermann Walder-Preis für besondere Verdienste für die Natur. (amu/sda)>

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3.9.2011: Stickstoffhaltiger Steinboden "düngt" Pflanzen, Bäume und Tannen

aus: n-tv online: Lehrbuchwissen auf den Kopf gestellt: Gestein düngt Pflanzen; 3.9.2011;
http://www.n-tv.de/wissen/Gestein-duengt-Pflanzen-article4208556.html

<Bisher galt die Annahme, dass Pflanzen den lebenswichtigen Stickstoff nur aus der Luft aufnehmen können. Jetzt haben die Forscher eine andere Stickstoffquelle ausgemacht und müssen ihr Lehrbuchwissen über den Haufen werfen.

Stickstoffhaltiges Gestein düngt einer neuen Untersuchung zufolge die Pflanzen, die über ihm wachsen. So bilden Nadelbäume mehr Nadeln aus, wenn der Wald auf stickstoffreicherem Gesteinsuntergrund steht, berichten US-Umweltwissenschaftler im Fachblatt "Nature". Bisher hatten Wissenschaftler angenommen, dass Pflanzen nur Stickstoff aus der Atmosphäre aufnehmen – die im Gestein fest gebundenen Stickstoffvorkommen galten als unverwertbar.

Stickstoff ist für alle Lebewesen lebenswichtig und kurbelt das Wachstum an. Daher besteht Pflanzendünger hauptsächlich aus leicht verwertbaren Stickstoffverbindungen. Da Stickstoff- und Kohlenstoffkreislauf eines Ökosystems miteinander verwoben sind, könnten die Erkenntnisse bestehende Kohlendioxidprognosen über den Haufen werfen, vermuten die Forscher. Es müsse nun geklärt werden, wie Stickstoff in Gestein den Klimawandel beeinflusse.

"Wir waren geschockt"

"Wir waren richtiggehend geschockt: Alles, was wir immer über den Stickstoffzyklus geglaubt hatten, und alle Theorien aus den Lehrbüchern wurden durch unsere Daten auf den Kopf gestellt", sagt Benjamin Houlton von der Universität von Kalifornien in Davis in einer Mitteilung der Hochschule. In Steinen ist Stickstoff in Form chemischer Verbindungen in komplizierte Gerüstwerke eingeflochten – daher sei es für die Pflanzen kaum zugänglich, so hieß es bis jetzt immer. Doch auch Felsen verwittern mit der Zeit und geben dann ihren Stickstoff an den Boden ab, lautet die neue Erkenntnis der Forscher.

Hauptautor Scott Morford und seine Kollegen hatten zwei Nadelwälder im Norden Kaliforniens untersucht: Der erste Wald wächst auf Gesteinsuntergrund, der etwa zwölf Mal so viel Stickstoff enthält wie der Felsuntergrund, auf dem der zweite Wald steht. Ansonsten unterschieden sich die Wälder nicht, schreiben die Umweltwissenschaftler: Lage, Niederschlagsmenge, Baumbestand und durchschnittliche Temperatur seien vergleichbar.

"Der Stickstoffgehalt in der Erde sowie in den Nadeln der Bäume ist auf stickstoffreichem Gestein um mehr als 50 Prozent höher im Vergleich zu ähnlichen Wäldern auf stickstoffarmen Gestein", heißt es in "Nature". Zudem bildeten nach Angaben der Forscher die Kiefern 70 Prozent mehr Nadeln aus – das stickstoffreiche Gestein kurbelt offensichtlich das Wachstum an. Der Stickstoff werde langsam über die Zeit freigesetzt und mache Wälder auf lange Dauer fruchtbar, sagt Co-Autor Randy Dahlgren. Ein Würfel Gestein mit einer Kantenlänge von 2,5 Zentimetern aus dem ersten untersuchten Wald enthalte genug Stickstoff, um das Wachstum des Nadelwalds etwa 25 Jahre lang zu fördern.

Wird das Ausmaß des Klimawandels überschätzt?

Der Gehalt an Stickstoff im Felsuntergrund beeinflusst nach Angaben der Forscher auch, wie viel Kohlenstoff die Pflanzen aufnehmen: Nadelbäume auf dem stickstoffreichen Gestein speicherten bis zu 60 Prozent mehr Kohlenstoff als Bäume auf stickstoffarmen Untergrund, schreiben sie. "Die erstaunliche Erkenntnis, dass Wälder sich auch von Stickstoff in Felsen ernähren können, könnte alle Hochrechnungen zum Klimawandel verändern", glaubt Houlton. Stickstoff beschränkt für gewöhnlich, wie schnell Pflanzen wachsen und wie viel Kohlendioxid sie im Laufe ihres Lebens aus der Luft aufnehmen. Wenn Bäume auf mehr Stickstoff zugreifen können als ursprünglich gedacht, führe das möglicherweise dazu, dass mehr Kohlenstoff gespeichert werde und daher weniger Kohlendioxid in der Atmosphäre verbleibe.

dpa>

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20.9.2011: Der Mammutbaum aus "Amerika" im deutschen Wald - das birgt Konflikte

aus: Welt online: Expertenwarnung: Riesige Mammutbäume schaden dem deutschen Wald; 20.9.2011;
http://www.welt.de/wissenschaft/article13615267/Riesige-Mammutbaeume-schaden-dem-deutschen-Wald.html

<Die Heimat der Mammutbäume ist der Westen Amerikas. Doch auch im Nordwesten Deutschlands gedeihen die Nadelbäume

Gut für die Holzwirtschaft, schlecht für Waldbewohner: Amerikanische Mammutbäume wachsen bis zu 100 Meter hoch und viermal schneller als Fichten.

Vor dem großflächigen Anbau von schnell wachsenden amerikanischen Mammutbäumen in Niedersachsen hat der Naturschutzbund Nabu gewarnt. Dabei würde ein Wald entstehen, in dem heimische Tier- und Pflanzenarten kaum noch gedeihen könnten, sagte Nabu-Waldexperte Carsten Böhm. Der Wald dürfe nicht genauso wie viele Wiesen und Grünlandflächen der Biomasseproduktion geopfert werden.

Hintergrund der Kritik sind jetzt bekanntgewordene Versuche der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt (Standort Hann.Münden) zur Ansiedlung der bis zu 100 Meter hohen Nadelbaumart. Mammutbäume wachsen nach Angaben der Forschungseinrichtung viermal schneller als Fichten. Sie könnten dadurch den zunehmenden Rohstoffbedarf sehr viel besser decken als sämtliche europäische Nadelbäume.

Die Nordwestdeutsche Forstliche Versuchsanstalt experimentiert nach eigenen Angaben seit rund 20 Jahren mit Mammutbäumen. Die bisherigen Resultate seien sehr positiv, sagte ein Sprecher. Die Bäume würden bestens gedeihen. Einziges Problem sei derzeit noch, dass ein Teil der Mammutbäume relativ kälteempfindlich sei. Es habe jedoch schon erhebliche Fortschritte gegeben.

dpa/db>


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23.9.2011: Der Asiatische Laubholzbock-Käfer aus China ist in der Schweiz angekommen - Laubbäume werden zerfressen - in den "USA" wurde bereits ein Schaden von 3,5 Milliarden Dollar angerichtet

aus: 20 minuten online: Anoplophora glabripennis: Baumkiller macht sich im Sensebezirk breit; 23.9.2011;
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/26088948

<von A. Hirschberg
- Alarm im Bundesamt für Umwelt: Im Kanton Freiburg ist einer der schädlichsten Organismen der Welt entdeckt worden – der schwarz-weiss gemusterte Asiatische Laubholzbock-Käfer.

Er wird 20 bis 35 Millimeter gross, stammt auch China und gilt als einer der schädlichsten eingewanderten Organismen der Welt: Der Asiatische Laubholzbock ist eine Bedrohung für Alleen, Gärten und Pärke, denn der schwarze Käfer mit den weissen Tupfen tötet innert weniger Jahre gesunde Bäume.

Im Bundesamt für Umwelt ist man sehr besorg, denn nun hat eine Privatperson im Sensegebiet im Kanton Freiburg den gefährlichen asiatischen Käfer entdeckt. «Wann und wie er dorthin kam, wissen wir noch nicht», sagt Mediensprecherin Rebekka Reichlin vom Bundesamt für Umwelt. Ein Spezialist von der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) fand darauf noch einen weiteren Käfer und Eiablagen.

Mögliche Käfer einfangen und einschicken

Nun untersuchen Spezialisten die Bäume und Hecken im Sensegebiet, um zu klären, wie gross der Befall ist. Die Bevölkerung wird zudem mittels Flugblatt über den Laubholzbock informiert. «Wer einen solchen Käfer findet, soll ihn einfangen, in ein Einmachglas stecken und einfrieren», so Reichlin. Das tote Insekt soll dann mit genauen Fundangaben an die WSL geschickt werden, wo die Art bestimmt wird.

Der Fund im Sensebezirk kommt nicht ganz unerwartet. Bereits im Juli dieses Jahres war der Bund alarmiert worden. In Weil am Rhein D, direkt an der Schweizer Grenze, wurden Bäume vom Laubholzbock befallen. Schon damals waren auch Schweizer Pflanzenschutz-Experten unterwegs, um die Schäden an den Bäumen zu begutachten und die Bäume in Basel zu untersuchen.

Käfer fressen sich tief ins Innere des Baumes

«Die Transporteure und Spediteure wurden angehalten, ihre Transportkisten auf einen möglichen Käferbefall zu überprüfen und Funde sofort zu melden», fügt Reichlin an. Denn man geht davon aus, dass der Schädling in Holztransportboxen von Steinen aus China nach Europa eingeschleppt wird.

Bei einem Befall legen die erwachsenen Tiere ihre Eier unter die Rinde von Laubbäumen wo sie sich in Larven verwandeln. Die Larven fressen sich dann in kreisenden Bewegungen zwei bis drei Zentimeter tief in den Baum hinein und verpuppen sich. Als junge Käfer bleiben die Insekten im Baum, graben sich für den «Reifungsfrass» tief ins Innere hinein und zerstören das Gefäss-System des Baumes.

Quarantäne-Zonen eingerichtet

In Nordamerika, wo der Käfer 1996 zum ersten Mal entdeckt worden war, mussten schon tausende Bäume gefällt werden. Der Laubholzbock ist dort eines der gefährlichsten importierten Insekten und hat bisher jährliche Schäden von schätzungsweise 3.5 Milliarden Dollar verursacht.

In den städtischen Regionen an der Ostküste Nordamerikas sind 30 bis 35 Prozent der Bäume gefährdet, darunter auch die Hartholz- und die Ahorn-Sirup-Industrie, was zu tiefgreifenden wirtschaftlichen Einschnitten führen könnte. Um die Ausbreitung zu stoppen, wurden Quarantäne-Zonen eingerichtet, aus denen kein Holz ohne spezielle Inspektion wegtransportiert werden darf. Befallene Bäume werden verbrannt und die Käfer mit Insektiziden bekämpft.

Welche weiteren Massnahmen in der Schweiz zur Bekämpfung des Laubholzbocks eingeleitet werden, ist im Moment noch offen. «Wir müssen zuerst wissen, wie und woher der Schädling eingeschleppt worden ist und welches Ausmass der Befall hat. Anschliessend entscheidet der Eidgenössische Pflanzenschutzdienst zusammen mit dem Kanton über die Bekämpfungsmassnahmen», so Reichlin. Befallene Bäume müssten in jedem Fall gefällt und vernichtet werden.>


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25.9.2011: Wald: Der Förster von heute rechnet viel und ist auch viel im Büro

aus: Spiegel online: Förster: Der Wald ist nicht genug; 25.9.2011;
http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,787929,00.html

<Ein Männlein steht im Walde, redet mit Rehen, umarmt abwechselnd einen Baum und seinen Dackel - ein Berufsbild von vorgestern. Mit Heimatfilmen der fünfziger Jahre kann man moderne Förster jagen. Sie tragen Funktionsjacken statt Loden, sitzen viel im Büro und verstehen sich als Öko-Manager.

Ein gutes Dutzend Mal werden wir noch wach, dann verwöhnt uns das ZDF mit 28 brandneuen Folgen seiner Serie "Forsthaus Falkenau". Gefühlt ist es die 87. Staffel, tatsächlich hat diese Altlast bis dato erst 21 Jahresringe und schöpft ihre restaurative Kraft schamlos aus den Heimatfilmen der fünfziger Jahre.

Was war das für eine sittenstrenge Zauber- und Sauberwelt: Da pirscht Förster Alfons durchs Unterholz und schießt das Wild daher, gar wie es ihm gefällt. Zu seinem Glück fehlt dem Naturburschen nur eine blondulierte Liesel, auf die aber auch der ältliche Dorflehrer scharf ist. Nach allerlei dramatischen Verwicklungen (Eifersucht! Feuersbrunst im Sägewerk! Showdown mit Wilderern, dass dem Morgen graut!) kommt es zum Happy End: Der Alfons ehelicht die Liesel, die füttert seinen Kampfteckel Muck vom Furzenstein, bis ein letztes heiseres Kläffen durch den Wald schallt - Flatulenz im Endstadium, dann endlich ist unter allen Wipfeln Ruh'.

In Deutschlands Altenheimen erinnert man sich gern; Deutschlands Förster dagegen werden sich schön bedanken für das Heimatfilm-Jägerlatein, das so hartnäckig an ihnen klebt. In den Städten leben tatsächlich Menschen, die glauben, dass es ihn noch gibt - diesen in Loden gekleideten Mann, der ständig mit Waldi und Flinte durch den Wald streift. Nur eine Verklärung des Förster-Berufs, sagt Carsten Wilke, Präsident des Deutschen Forstvereins: "Wir sehen uns nicht in der Rolle des einsamen grünen Männleins, das im Wald mit Rehen und Bäumen redet."

Wald ist jetzt eine Management-Aufgabe

Vielmehr sieht Wilke den Förster längst in der Rolle des Öko-Managers, der Naturschutz, Forstwirtschaft und Freizeit unter einen Hut bringen muss. Und dafür braucht er Technik, soziale Kompetenz, Manager-Qualitäten. Das Berufsbild des Waldhüters ist ein zentrales Thema bei der Jahrestagung des Deutschen Forstvereins vom 21. bis 25. September (Motto: "Wir sind Wald!").

Die Vereinten Nationen haben 2011 zum "Internationalen Jahr der Wälder" ausgerufen. In Aachen treffen sich rund tausend Vertreter der Forst- und Holzwirtschaft, Waldbesitzer und Experten aus dem In- und Ausland. Es geht zum Beispiel um die Folgen des Klimawandels, um den globalen Holzmarkt und um Entwicklungshilfe. Einer der Seminartitel: "Förster aus dem Silberwald oder Ökosystemmanager?"

Einst gab der Förster den Ton an, der Wald war sogar zeitweise fürs Publikum geschlossen. Heute will jeder den Wald. Und jeder will etwas anderes von ihm: Der Spaziergänger ist für viele gut ausgebaute Wege, der Naturschützer will mehr Natur und weniger Mensch - also auch keine Jäger. Die Jäger wollen trotzdem in den Wald, und die Wasserwirtschaftler haben beim Gewässerschutz ein Wörtchen mitzureden. Dazwischen gibt es noch ein bisschen Forstwirtschaft. Je näher der Wald an den Ballungsgebieten liegt, desto vielseitiger die Ansprüche, desto schwieriger das Geschäft.

Uwe Schölmerich muss ein Meister der Moderation sein. Der Chef des Regionalforstamts Rhein-Sieg-Erft passt schon äußerlich nicht ins Klischee. Er trägt moderne Funktionskleidung, und statt mit dem Dackel ist er mit einer Bracke unterwegs, einem etwas hochbeinigeren Jagdhundtyp. 2,4 Millionen Menschen leben im Einzugsgebiet "seines" Waldes. Mit 62.000 Hektar - das entspricht einer Fläche mehr als eineinhalbmal so groß wie Köln - ist das Forstamt eines der größten in Deutschland.

Für den Ernstfall ein Konflikttraining

"Die Leute haben den Wald entdeckt", sagt Schölmerich, "die Wertschätzung für den Wald ist enorm gestiegen." Das ist gut, macht aber außer der eigentlichen Aufgabe, der Pflege des Waldes, jede Menge Arbeit. Vor allem Städter verstehen den Wald nicht mehr, beschweren sich, wenn zur Holzernte auch mal schwere Transporter über die Wege donnern.

"Die Öffentlichkeitsarbeit ist unsere Hauptaufgabe. Wir müssen den Wald erklären", sagt Schölmerich. Ihm sei das Lust, keine Last.

So einen wie Schölmerich hätten sich die Waldbesucher einst wohl gewünscht - etwa im Spessart. "Im Spessart gibt es aus der Mitte der sechziger Jahre eine lange Liste mit Förstermorden", erzählt Professor Volker Zahner von der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf in Bayern. Die Förster griffen gegen Wilderer und Holzdiebe mit harter Hand durch, das Volk begehrte auf. "Es gab richtige Aufstände. Forsthäuser wurden angesteckt", sagt Zahner, der angehende Förster ausbildet.

Das sollte heute auch anders gehen, auch wenn es weniger um Wilderei als um Holzklau geht. Bei ihrer Ausbildung bekommen angehende Förster einen Methodenkasten mit. An der Fakultät für Wald- und Forstwirtschaft lernen sie Moderations- und Verhandlungstechniken. Und für den Ernstfall gibt's auch ein Konflikttraining.

Von Elke Silberer, dpa/Jochen Leffers>

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19.12.2011: Wälder mit vielen verschiedenen Baumarten wachsen besser als Monokulturen-Wälder

aus: Spiegel online: Segensreiche Artenvielfalt: Multikulti-Wälder wachsen besser; 19.12.2011;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,804586,00.html

<Naturpark Schlaubetal (Brandenburg): Vielfalt produktiver als Monokultur.

Je mehr verschiedene Baumarten in einem Wald wachsen, desto besser gedeihen sie. Dies ist das Ergebnis einer Computersimulation. Eine größere Artenvielfalt macht den Wald widerstandsfähiger gegen Stürme und Schädlinge - und sorgt so letztlich für mehr Holz.

Zürich/Freiburg - Schon seit Jahren vermuten Experten, dass gut durchmischte Wälder mit vielen Baumarten besser sind als Monokulturen. Einen Beweis dafür haben nun Forscher um Harald Bugmann von der ETH Zürich per Computersimulation geliefert. Das beobachtete Phänomen habe mehrere Ursachen. So gebe es in artenreichen Wäldern mehr verschiedene Pflanzen, die auftretende Lücken wie nach Stürmen oder anderen Störungen schneller schließen können. Dazu zählen Gewächse, die gut mit schattigen Verhältnissen zurechtkommen.

Artenreiche Wälder können so schneller auf Änderungen ihrer Umwelt reagieren, berichten die Wissenschaftler im Fachblatt "Ecology Letters". Die Ergebnisse demonstrierten, dass der Kampf der Pflanzen ums Licht einen positiven Effekt auf die Produktivität der Wälder habe, heißt es. Diese Aussage gilt dem Team zufolge für viele europäische Wälder.

Monokulturen, in denen nur eine Art wächst, sind besonders anfällig für Sturm-, Schädlings- und Krankheitsschäden. Die darin gepflanzten Bäume wachsen zwar schnell, sie können aber auch massenhaft von Schädlingen heimgesucht werden. Zudem gibt es dort keine Arten, die schnell nachwachsen können.

In einem intakten, naturnahen Wald gibt es nach Angaben der Forscher eine größere Widerstandskraft. Wenn verschiedene Baumarten vorkommen, sei das Wurzelgeflecht im Boden komplexer und der Boden dadurch stabiler, sagt Bugmann. "Ein Multikulti-Wald ist produktiver als eine Monokultur und kann seine Aufgaben, zum Beispiel als Schutzwald im Alpenraum, besser erfüllen."

Das Computermodell kann die Entwicklung eines Waldes zu jedem beliebigen Zeitpunkt abbilden, berichten die Forscher, zu denen auch Michael Scherer-Lorenzen von der Universität Freiburg gehört. Mit dem Modell lässt sich der Zuwachs in Waldbeständen mit ganz unterschiedlicher Baumarten-Zusammensetzung errechnen. Mit dem Computermodell untersucht das Team den Zusammenhang zwischen Biodiversität und Baumproduktivität. Das Modell umfasst 30 Baumarten und kann zahlreiche Klimabedingungen simulieren.

In einem nächsten Schritt soll es auf weitere Wälder in ganz Europa ausgedehnt und für Aussagen zur künftigen Entwicklung eingesetzt werden. "In den Wald gehen müssen wir dafür nicht", erklärt Bugmann, "die Simulationen sind dank der guten Datenbasis ausreichend und ergänzen die vorhandenen Beobachtungsdaten und Experimente ideal."

hda/dpa>

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18.12.2012: Karpaten in Rumänien: <Auch Europas Urwälder schrumpfen immer weiter>

aus: Der Standard online; 18.12.2012;
http://derstandard.at/1355460033468/Auch-Europas-Urwaelder-schrumpfen-immer-weiter

<Ein beispielhafter rund tausend Quadratkilometer großer Ausschnitt aus einem Landsat-Satellitenbild von Nordrumänien. Die Farben zeigen den Waldverlust in unterschiedlichen Zeitperioden: blau 1988-89; gelb 1989-94; grün 1994-2002; orange 2002-2006; rot 2006-2009.

Forscher weisen mithilfe von Satellitenbildern Abholzungen naturnaher Wälder in Rumänien nach - auch innerhalb von Naturschutzgebieten.

Die Karpaten zählen zu den wichtigsten Biodiversitäts-Hotspots in Europa. Der Gebirgszug stellt als "grüner Korridor" die Verbindung zwischen Zentraleuropa und dem Schwarzen Meer dar und verfügt über Osteuropas größte, gemäßigte Waldregion; auch einige der letzten europäischen Urwälder sind in dieser Region zu finden. Die Auswertung aktueller und früherer Satellitendaten zeigen allerdings, dass der Anteil von Naturwäldern in den Karpaten allmählich zurückgeht.

"Der Naturschutz, und insbesondere die Errichtung von Naturschutzgebieten, sind wichtig zur Wahrung unserer natürlichen Lebensräume. In den Karpaten kam es in den letzten Jahren, nicht zuletzt dank der Osterweiterung der Europäischen Union, zu einer Ausweitung des Schutzgebietsnetzwerks. Es bleibt jedoch die Frage offen, inwiefern diese Schutzgebiete ihre Aufgabe wirklich erfüllen", sagt Jan Knorn vom Geographischen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Forschergruppe untersuchte deshalb das Ausmaß und die Ursachen der fortschreitenden Entwaldung in den Karpaten, insbesondere in Rumänien. Mithilfe von Satellitenbildern und einer neu entwickelten Methode zur großräumigen Kartierung von Veränderungen der Waldbedeckung konnten die Forscher zeigen, dass allein im letzten Jahrzehnt in Rumänien über 2700 Hektar wertvoller Naturwald abgeholzt wurde.

Besonders Besorgnis erregend ist, dass die Ergebnisse Abholzungen auch innerhalb von Naturschutzgebieten offenbaren. Als Hauptursachen hierfür sehen die Forscher institutionelle Umbrüche vor allem in der Zeit nach 1989 und rapide Veränderungen der Eigentumsverhältnisse. Die Enteignung privater Waldbesitzer nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in Rumänien seit Beginn der 1990er Jahre stufenweise rückgängig gemacht. Knapp zwei Drittel des Staatsforstes wurden seitdem (und werden immer noch) ihren ehemaligen Besitzern zurückgegeben.

Natur und Kultur mehr denn je bedroht

Die Untersuchung verdeutlicht den gravierenden Einfluss sozioökonomischer Veränderungen auf den Naturschutz und die damit einhergehende Gefahr des Raubbaus an den natürlichen Ressourcen einer Region. Trotz umfangreicher Maßnahmen im Rahmen der EU-Osterweiterung scheint der Erhalt der Biodiversität und einzigartiger Ökosysteme an vielen Stellen mehr denn je gefährdet zu sein.

"Die Abholzung hat bedeutende Auswirkungen auf das Ökosystem der Karpaten, die weit über den Waldbestand als solchen hinausgehen", so Knorn. Über 125 Tier- und Pflanzenarten, darunter der Wolf, der Braunbär und der Luchs, sind stark bedroht. Bodenerosion und Hangrutschungen nehmen zu, die Gefahr von Überflutungen steigt nachweislich. Die Biodiversität und damit verbundene Ökosystemdienstleistung nehmen ab oder sind gefährdet. Nicht zuletzt ist der Karpatenraum auch ein Hort traditioneller Bräuche und Kulturen - es verwundert insofern nicht, dass der Verlust des Naturraums oft auch mit dem Verlust des Kulturraums einhergeht. (red, derStandard.at, 18.12.2012)

 


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