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Vulkane - generelle Angaben

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präsentiert von Michael Palomino

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28.5.2010: Ein paar gefährliche Vulkane - viel schlimmer als der Eyja

<Teil 1: Wilde Vulkane: Wenn die Erde Feuer spuckt

aus: Spiegel online: Wilde Vulkane: Wenn die Erde Feuer spuckt; 18.5.2010;
http://www.spiegel.de/deinspiegel/0,1518,697050,00.html

Tagelang durften Flugzeuge nicht fliegen, Urlauber saßen fest, Geschäftsreisende stiegen auf die Bahn um. Und alles nur, weil auf Island ein Vulkan einen Haufen Asche in die Luft gespuckt hat. Dabei ist der Eyjafjallajökull weder der gefährlichste Vulkan der Welt noch der größte. Dein SPIEGEL, das Nachrichtenmagazin für Kinder, zeigt die Hitliste der wahren Lava-Monster.
 
DPA

Die Gefährlichsten

1. Popocatépetl (Mexiko)
Er liegt nahe Mexico City, rundum gibt es 20 Millionen Einwohner. Popocatepetl bedeutet in der Nahuatl-Sprache "rauchender Berg"


2. Vesuv (Italien)
Der einzige noch aktive Vulkan auf dem Festland von Europa liegt nur neun Kilometer von der Großstadt Neapel weg. Vor fast 2100 Jahren begrub er die römische Stadt Pompeji und ihre Bewohner unter heißer Asche, die Überreste sind heute noch zu sehen.

3. Unzen (Japan)
Ist eigentlich ein Gruppe von mehreren Gipfeln und Kratern nahe der Stadt Shimabara. Nach 200-jähriger Pause fing er vor 20 Jahren wieder an zu rumpeln.>

<Teil 2: Die Unaussprechlichsten

aus: http://www.spiegel.de/deinspiegel/0,1518,697050-2,00.html

DPA

1. Theistareykjarbunga (Island), 19 Buchstaben

2. Alney-Chashakondzha (Russland), 18 Buchstaben

3. Gunung Galunggung (Indonesien), 16 Buchstaben

4. Kuchinoerabu-jima (Japan), 16 Buchstaben

5. Eyjafjallajökull (Island), 16 Buchstaben>


<Teil 3: Die Schlimmsten

aus: http://www.spiegel.de/deinspiegel/0,1518,697050-3,00.html

AP

1. Tambora (Indonesien)
Brach 1815 aus, rund 60.000 Menschen starben. Die Aschewolke verdunkelte noch Monate den Himmel und kühlte die Temperatur auf der Erde ab. Das folgende Jahr wurde bekannt als "Jahr ohne Sommer", in vielen Ländern war deshalb die Ernte besonders schlecht.

2. Montañas del Fuego (Spanien)
1730 riss auf der Insel Lanzarote der Boden auf. Bis die Ausbrüche sechs Jahre später endeten, waren 32 neue Vulkane entstanden. Etwa ein Viertel der Insel war meterhoch mit Lava bedeckt. Die "Feuerberge" mit ihren Asche- und Geröllmassen sind heute ein beliebtes Ziel für Touristen.

3. Nevado del Ruiz (Kolumbien)
1985 starben dort 23.000 Menschen. Besonders schlimm war eine riesige Schlammlawine, die aus Asche und Regen bestand und alles mit sich fortriss.>


<Teil 4: Die Spektakulärsten

aus: http://www.spiegel.de/deinspiegel/0,1518,697050-4,00.html

AP

1. Pinatubo (Philippinen)
1991 konnten Wissenschaftler den Ausbruch sehr genau vorhersagen, Menschen brachten sich in Sicherheit. Aber die Explosion war gewaltig: Seine Aschesäule stieg fast 20 Kilometer in den Himmel.

2. Mount St. Helens (USA)
Weil sich im Innern so viel Lava staute, wuchs dem Berg über Wochen eine fette Beule, die 1980 explodierte. Die Asche verkauften die Anwohner später in kleinen Plastikdosen an Touristen.

3. Krakatau (Indonesien)
Brach 1883 aus. Den Knall hörte man noch in 5000 Kilometer Entfernung.>


<Teil 5: Die Wiederholungstäter

aus: http://www.spiegel.de/deinspiegel/0,1518,697050-5,00.html

1. Arenal (Costa Rica) 19 Ausbrüche,
Pelee (Martinique) 19 Ausbrüche

2. Ibusuki (Japan) 15 Ausbrüche
Taupo (Neuseeland) 15 Ausbrüche

3. Hekla (Island) 13 Ausbrüche
Vesuv (Italien) 13 Ausbrüche>


<6. Teil: Die Höchsten

aus: http://www.spiegel.de/deinspiegel/0,1518,697050-6,00.html

Da gibt's mehrere Kandidaten. Normalerweise wird die Höhe eines Berges vom Meeresspiegel aus gemessen. Demnach liegen die höchsten Vulkane der Welt alle in Südamerika, der höchste wäre mit 6887 Metern der Ojos del Salado in Chile. Doch die Vulkane dort liegen auf einer Hochebene, der eigentliche Berg beginnt also erst ab rund 3000 Meter Höhe.

Wenn man vom Fuß des Berges bis zum Gipfel misst, ist der höchste Vulkan der Mauna Kea auf Hawaii. Er ragt zwar nur gut 4000 Meter über den Meeresspiegel hinaus, aber sein Fuß liegt unten am Grund des Meeres. Von dort bis zum Gipfel sind es rund 9500 Meter. Und wenn man die gesamte Welt betrachtet, ist der allerhöchste Vulkan der Mons Olympos, er ist gut 20 Kilometer hoch. Angst brauchen wir vor dem allerdings nicht zu haben: Er ist längst erloschen und außerdem sehr weit weg - Mons Olympos liegt auf dem Mars.


Dieser Text ist ein Beitrag aus "Dein SPIEGEL - einfach mehr wissen".>

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n-tv online,
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Guatemala 28.5.2010: Vulkangewalt: Herumfliegende Gesteinsbrocken des Vulkans Pacaya erschlagen und verletzen Menschen

aus: n-tv online: Journalist von Steinbrocken erschlagen - Vulkanausbruch in Guatemala; 28.5.2010;
http://www.n-tv.de/panorama/Vulkanausbruch-in-Guatemala-article895178.html

<Beim Ausbruch des Vulkans Pacaya in Guatemala wird ein Fernsehjournalisten von umherfliegenden Steinbrociken erschlagen. Viele weitere Menschen werden verletzt. Präsident Colom verhängte den Ausnahmezustand in einigen Provinzen.
 
Beim Ausbruch des Vulkans Pacaya in Guatemala ist ein Fernsehreporter ums Leben gekommen. Präsident Álvaro Colom verhängte den Ausnahmezustand in den Provinzen Guatamala, Escuintla und Sacatépequez. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Auch Guatemala-Stadt, wo rund drei Millionen Menschen leben, war von den Folgen betroffen. Dort löste Asche- und Sand-Regen am Freitag ein Verkehrschaos aus. Der Flughafen wurde geschlossen.

Der Fernsehreporter Aníbal Archila war mit seinem Team im Gebiet des Vulkanes unterwegs, um über das Naturereignis zu berichten. Er wurde in der Nacht zu Freitag von Steinbrocken erschlagen.

Vulkanasche in Las Calderas in der Provinz Escuintla.

In San José Calderas und San Francisco und anderen Ortschaften durchschlugen Steinbrocken die Dächer von Hütten. In Panik seien die Menschen davongerannt, berichtete die Zeitung "La Prensa". Auch die Dörfer El Rodeo und El Patrocinio in bis zu fünf Kilometer Entfernung seien betroffen. Mehrere Einwohner würden vermisst, darunter Kinder.

Wie das Seismologische Institut des mittelamerikanischen Landes (Insivumeh) mitteilte, schleudert der Vulkan seit Donnerstagabend Asche mehr als 1500 Meter in die Höhe. Rund 1800 Einwohner wurden aus gefährdeten Ortschaften in Vulkan-Nähe in Sicherheit gebracht.

Der 2500 Meter hohe Pacaya ist einer der aktivsten Vulkane in Mittelamerika. Er liegt rund 25 Kilometer südlich von Guatemala-Stadt. Zuletzt musste im Jahr 2000 der Hauptstadtflughafen wegen eines Ausbruchs gesperrt werden.

Feuer und Asche

Kurz nach dem Ausbruch des Pacaya hat auch ein Vulkan in Ecuador Feuer und Asche gespuckt. Der 5010 Meter hohe Tungurahua sei am Freitagmorgen von einer heftigen Explosion erschüttert worden, teilte das geophysische Institut in der Hauptstadt Quito mit. Über dem Vulkan, etwa 130 Kilometer südlich von Quito, stand demnach eine sieben Kilometer hohe Asche- und Rauch-Säule. Es trete auch Lava aus. Die Behörden ordneten vorsorglich die Räumung von zwei Ortschaften an. Der Tungurahua ist nach längerer Ruhe seit 1999 wieder aktiv.
 
.dpa>

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Stern
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Java 2.9.2010: Der Vulkan wird mit Opfergaben besänftigt

aus: Stern online: Bizarres Ritual auf Java: Wenn Büffel dem Berg geopfert werden; 2.9.2010;
http://www.stern.de/reise/fernreisen/bizarres-ritual-auf-java-wenn-bueffel-dem-berg-geopfert-werden-1597669.html

<Indonesien gehört mit seinen über 17.000 Inseln und 240 Millionen Einwohnern zu den größten Ländern der Erde. Das Eiland Java ist vulkanischen Ursprungs und Schauplatz eines ungewöhnlichen Rituals.

Morgennebel auf Java: das Dorf im Bromo Tengger Semeru National Park, in dem die Probolinggo, so der Name des Stammes, zu Hause sind.

Zum 500 Quadratkilometer großen Nationalpark gehört auch der Mount Semeru, der mit 3676 Metern höchste Berg Javas.

Büffelköpfe für den Berg: Für das Yadnya Kasada Festival werden Früchte und Tiere geopfert .

Auch lebende Tiere, wie dieses weiße Huhn, werden für das religiöse Ritual von der Bevölkerung aus der Ebene bergaufwärts getragen.

Opfergaben für den Gipfel: Andere Einheimische schleppen kunstvolle Blumen- und Früchtearrangements.

Kälte auf 3000 Metern Höhe: Dieser Dorfbewohner schützt sich vor den frostigen Temperaturen mit einer Gesichtsmaske. Der Käscher wird für die Zeremonie benötigt.

Das Ritual beginnt im Morgenlicht: Vom Kraterrand wirft ein Probolinggo das Federvieh ins Zentrum des Vulkans - eine andere Person versucht das Huhn jedoch aufzufangen - und das Fangspiel beginnt von neuem.

Das Yadnya Kasada Festival erstreckt sich über einen ganzen Monat. Viele Probolinggo haben deshalb hoch oben am Vulkan eine Zeltstadt errichtet.

Am Kraterrand stapeln sich Gemüse und Früchte, die bald dem Berg übergeben werden. Der Vulkan ist bis heute aktiv.

Die Probolinggo gehören ein Minderheit an: Denn in dem islamischen Staat Indonesien existieren nur wenige ethnische Gruppen, die hinduistischen Glaubens sind. Eine Ausnahme bilden auch die Einwohner der Insel Bali, die zu 90 Prozent Hindus sind.

Jetzt rollt der in bunte Tücher eingewickelte Büffel in Richtung der Caldera, in den mit Wasser gefüllten Kessel des Vulkans.

Auch Kinder nehmen an dem Opferfest teil, dessen Ursprung auf das 15. Jahrhundert zurückgeht.

Am wärmenden Feuer in der Nacht wird die alte Legende den Jüngeren erzählt: Die Prinzessin Roro Anteng und ihr Ehemann Joko Seger hatten die Götter um Nachwuchs gebeten.

Dem Wunsch des kinderlosen Paares wurde entsprochen, allerdings unter einer Bedingung: Das 25. Kind sollte den Göttern geopfert werden.

Roro Anteng gebar 24 Kinder. Dann kam Kesuma zur Welt, die nach anfänglicher Weigerung in den Schlund des Vulkans geworfen wurde.

Die alte Tradition des Opferwerfens hält bis heute an. Nur werden statt Kinder inzwischen Pflanzen und Tiere in die Caldera geworfen, um die Berggötter zu besänftigen.>

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Der Standard online, Logo

12.12.2012: <Das Klima kann die globale Vulkantätigkeit beeinflussen> - es werden neue Spannungen in der Erdkruste aufgebaut

aus: Der Standard online; 12.12.2012;
http://derstandard.at/1353209002880/Das-Klima-kann-die-globale-Vulkantaetigkeit-beeinflussen

<Aschelagen in Bohrkernen geben ein Bild von der Geschichte des Vulkanismus im Pazifikraum während der vergangenen paar hunderttausend Jahre. Dabei stießen die Forscher auf ein Muster: Auf schnelle Temperaturanstiege folgte stets erhöhte vulkanische Aktivität.

Schnelle Erwärmung führt zu Gletscherschmelze und steigendem Meeresspiegel - Gewichtsumverteilung baut Spannung im Erdinneren auf.

Kiel - Dass große Vulkanausbrüche ein zumindest kurzfristig bedeutender Klimafaktor sein können, ist seit langem bekannt. Nun berichtet das Kieler Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung (GEOMAR), dass auch ein Zusammenhang in umgekehrter Richtung bestehen dürfte. Das schließen Forscher aus Datenanalysen, die den Zeitraum der letzten eine Million Jahre umfassten. Die Studie ist im Fachblatt "Geology" erschienen.

Der Entdeckung gingen zehn Jahre lange Forschungsarbeiten über die Vulkane Zentralamerikas voraus: "Unter anderem haben wir anhand von Aschelagen im Meeresboden die Geschichte der Vulkanausbrüche dort für die vergangenen 460.000 Jahre rekonstruiert", erklärt der Vulkanologe Steffen Kutterolf vom GEOMAR. Dabei fielen ihm und seinen Kollegen besondere Muster auf: "Es gab Epochen, in denen wir deutlich mehr große Eruptionen fanden als in anderen", sagt Kutterolf, der auch Erstautor der aktuellen "Geology"-Studie ist.

Zeitliche Übereinstimmung

Bei einem Vergleich mit der Klimageschichte ergab sich eine verblüffende Übereinstimmung. Die Phasen hoher vulkanischer Aktivität folgten jeweils mit leichter Verzögerung auf schnelle, globale Temperaturanstiege und die damit verbundenen schnellen Eisschmelzen. Um diese Entdeckung auf eine breitere Basis zu stellen, überprüften die Forscher noch weitere Bohrkerne aus dem gesamten Pazifikraum. Sie waren im Rahmen des internationalen Integrated Ocean Drilling Program (IODP) beziehungsweise seiner Vorgänger-Programme gewonnen worden und decken rund eine Million Jahre Erdgeschichte ab. 

Der dahintersteckende Mechanismus

"Tatsächlich fanden wir auch in diesen Kernen das gleiche Muster", sagt die Geophysikerin Marion Jegen vom GEOMAR, die ebenfalls an der aktuellen Studie mitwirkte. Zusammen mit Kollegen der Harvard-University machten sich die Kieler Wissenschafter anschließend auf die Suche nach einer möglichen Erklärung. Und glauben sie mit Hilfe von Computermodellen auch gefunden zu haben: "In Phasen der Klimaerwärmung schmelzen die Gletscher auf den Kontinenten relativ schnell ab. Gleichzeitig steigt der Meeresspiegel. Das Gewicht, das auf den Kontinenten lastet, wird also in kurzer Zeit kleiner, das auf den ozeanischen Erdplatten größer. Dadurch steigen die Spannungen im Erdinneren und in der Erdkruste öffnen sich mehr Wege, an denen Magma aufsteigen kann", erklärt Jegen.

Die Abkühlungen am Ende der Warmphasen liefen dagegen viel langsamer ab, deshalb bauten sie im Untergrund nicht so große Spannungsänderungen auf. "Wenn man den natürlichen Klimazyklen folgt, befinden wir uns aktuell eigentlich am Ende einer Warmphase. Deshalb ist es vulkanisch ruhiger. Wie sich die von Menschen verursachte Erwärmung auswirken wird, kann man bei dem derzeitigen Forschungsstand noch nicht absehen", sagt Kutterolf. Jetzt müsse man die Untersuchungen mit größerer zeitlicher Auflösung präzisieren, um die Prozesse im Erdinneren noch besser zu verstehen. (red, derStandard.at, 12. 12. 2012)


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