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Stopp Tierversuche - Tierversuche braucht es nicht

Tierversuche sind Tierfolter bis zur Todesfolge, also oft Tiermord - siehe auch: www.ffvff.ch

von Michael Palomino (2007); Meldungen

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Stop die Tierversuche - stop die Tierfolter und den Tiermord, denn Gott braucht keine Tierversuche

Industrielle Produkte, die aufgrund von Tierversuchen entstanden sind, haben auf der Erde nichts zu suchen. Die Menschheit weiss genug, um sich ein Leben ohne Tierversuche zu gestalten.

Das politische Argument, dass die Chemieindustrie mit ihren Tierversuchen Arbeitsplätze sichere, ist ein faules Argument, denn an anderen Stellen ist genug Arbeit vorhanden, die nur nie in Angriff genommen wird, z.B. all die Umweltmassnahmen, um uns vor dem Klimakollaps zu bewahren.

Tiere, an denen Tierversuche durchgeführt werden, sind z.B. unsere Haustiere wie:

Stop
                  Tierversuche - z.B. an Hunden
Hunde [1]

Stop Tierversuche - z.B. an
                  Katzen
Katzen [2]

Stop Tierversuche - z.B. an
                  Meerschweinchen
Meerschweinchen [3]

Weitere Versuchtstiere im Katalog der Chemiegiganten sind

Stop
                  Tierversuche - z.B. an Hasen
Hase [4]

Stop Tierversuche - z.B. an
                  Makake-Affen
Affen: Makake-Affen [5]

Wir müssen die Folter an Tieren zugunsten des zerstörerischen Kapitalismus stoppen.

Die Menschen haben bis vor 100 Jahren keine Tierversuche gebraucht, und auch heute sind Tierversuche überflüssig, wenn man alles Naturwissen beachtet. Gott hat uns alles Nötige gegeben, was die Menschen zum Überleben brauchen. Es existieren pflanzliche Kosmetika und natürliche Arzneimittel ohne jeden Tierversuch. Das politische Argument, die Chemie würde mit ihren Produkten, die mit Tierversuchen hergestellt werden, "Arbeitsplätze" schaffen, ist vorgeschoben, denn: Wenn alle Menschen natürlich leben würden, dann wären woanders viele Arbeitsplätze frei.

Tierversuche braucht es also nicht.

*****

Hier ist eine Meldung über den systematischen Tiermord in der Chemie-Industrie:

20 minuten online, Logo 

29.6.2010: <Tierversuchsstatistik 2009: Über 700 000 Tiere sterben bei Tierversuchen

aus: 20 minuten online; 29.6.2010; http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/26645300

<2009 wurden 706 104 Tiere für Tierversuche verwendet – das sind 3,5 Prozent weniger als im Vorjahr.

Um 12 Prozent zugenommen haben demgegenüber die schwerbelastenden Versuche. Für Kosmetika wurden auch 2009 keine Tiere eingesetzt.

Wie aus der Tierversuchsstatistik 2009 des Bundesamtes für Veterinärwesen hervorgeht, nahm die Zahl der Tiere in fast allen Bereichen ab, insbesondere in der nicht-medizinischen Forschung und in der Grundlagenforschung. In den vorangegangenen Jahren war diese Zahl angestiegen - von knapp 500 000 (2004) auf über 730 000 (2008).

Mehr Tiere für schwerstbelastende Versuche

Deutlich mehr Tiere, insbesondere Fische, wurden 2009 bei der Erforschung der Umweltbelastung durch Gifte, der Oekotoxikologie, eingesetzt. Darauf ist zum Teil die gesamthafte Zunahme der Zahl schwerbelasteter Tiere zurückzuführen, an denen z.B. Operationen durchgeführt wurden: 2008 waren dies insgesamt 15 578 Tiere, 2009 waren es 17 518.

Knapp die Hälfte der Versuchstiere wurde in der Industrie eingesetzt, gut ein Drittel an Hochschulen und Spitälern. Vier Fünftel der Tiere waren Mäuse, Ratten, Hamster oder Meerschweinchen.

Vögel, insbesondere Geflügel, wurden in 8 Prozent der Fälle eingesetzt, für Fütterungsversuche sowie Studien zur tiergerechten Haltung. Weiter wurden Fische, verschiedene Haus- und Nutztierarten, Kaninchen, Amphibien, Primaten und weitere Säugetiere verwendet.

Wie schon 2008 waren 2009 insgesamt 3329 kantonale Tierversuchsbewilligungen gültig. 1051 Bewilligungen wurden neu erteilt (&19 Prozent), wovon zwei Drittel mit Auflagen. 10 Gesuche wurden abgelehnt.

(sda)>


*****

Wieso braucht es diese scheusslichen, tierfeindlichen Forschungen? Bei gesunder Ernährung und gesundem Lebensstil braucht es diese Forschungen nicht. Aber lesen Sie selbst, wie die Forscher mit den vielen toten Tieren umgehen:


Spiegel online, Logo

1.9.2010: <Versuche mit Labormäusen: Wenn Töten einfach zum Job gehört>

aus: Spiegel online; 1.9.2010: http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,713657,00.html

<Von Christoph Titz

Fototexte:

Eine Labormaus, einzig gezüchtet, um für die Forschung ihr Leben zu lassen. Das ist traurig für das Tier und hart für junge Forscher, die den niedlichen Nagern den Garaus machen müssen.
(http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-58565.html)

Mäuse an der Universität: Für seine Versuche benötigt der junge Forscher Stefan Palesch (Name von der Redaktion geändert) Stammzellen aus dem Gehirn. Die kann er nicht verwenden, wenn die Mäuse durch Gas oder Gift getötet werden. Er muss ihnen schnell das Genick brechen.
(http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-58565-2.html)

Paleschs Werkzeug: Mit Pinzette und Schere arbeitet er sich vorsichtig an das Mäusehirn heran. Alles muss schnell gehen, das Gehirn muss unversehrt aus dem Kopf heraus, dann auf Eis...
(http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-58565-3.html)

...und schnell unters Mikroskop. Heute braucht Palesch vier Hirne, damit er genügend Zellen zusammenbekommt. Die Immunologen bringen weit mehr Tiere um, sagt er.
(http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-58565-4.html)

Todeszone: Hinter dieser Tür sind keine lebenden Mäuse erlaubt. Wie an Paleschs Uni müssen auch die Forscher am Münchner Helmholtz-Zentrum die Mäuse, mit denen sie arbeiten, töten, bevor sie die Tiere, oder Teile davon, mit in die Labore nehmen.
(http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-58565-5.html)


Der Artikel:

<Angehende Neurobiologen haben es schwer: Ihre Jobs sind schlecht bezahlt, und regelmäßig bringen sie zum Wohl der Menschheit Tiere um. Die Methoden sind umstritten, viele Forscher belastet das Töten, manche geben deswegen auf. Doch eine Alternative gibt es für sie nicht.

Acht kleine Krallen klammern sich an das Drahtgitter, die Hinterbeine der Maus rudern in der Luft. Mit seiner linken Hand hält Stefan Palesch* ihren Schwanz fest zwischen Daumen und Zeigefinger. In seiner Rechten liegt ein Messer, wie man es in jeder Küchenschublade findet.

"Die weiß, was jetzt kommt", sagt Palesch. Zwei Artgenossen haben in den letzten Minuten bereits ihr Leben gelassen, sie liegen in einer durchsichtigen Plastiktüte, die Köpfe sind abgetrennt. Jetzt schwebt der Messerrücken über dem Nacken der noch lebenden Maus, einige Millimeter hinter den Ohren. Sie quiekt ein letztes Mal, dann drückt Palesch ihr die stumpfe Seite der Klinge in den Nacken, presst ihren Hals auf das Käfigdach und zieht den Schwanz nach oben und weg von seinem Körper. Das Genick bricht, die Maus ist tot.

Palesch macht seinen Doktor in Neurobiologie, und ihm ist dieser Teil seiner Arbeit an der Uni zuwider. Er gewöhne sich einfach nicht dran, sagt der Doktorand, und das wolle er auch gar nicht. Wenigstens habe er wegen der Mäuse keine Alpträume mehr, am Anfang sei das schon noch so gewesen.

Jagd nach dem ultimativen Heilmittel

Umso fester hat er sein Ziel vor Augen. Mit seine Kollegen forscht er an Stammzellen, wie sie in Embryonen oder an bestimmten Stellen des Körpers vorkommen und die sich theoretisch in jedes erdenkliche Gewebe verwandeln können. Diese Zellen, so hoffen es die Forscher, könnten eines Tages helfen, schwere Krankheiten zu heilen.

Paleschs Arbeit ist anstrengend, nicht sonderlich gut und vor allem unregelmäßig bezahlt: Derzeit verdient er rund tausend Euro netto dank eines guten Stipendiums. Manche Kollegen kriegen etwas mehr, andere weniger. Paleschs Stipendium reicht für anderthalb Jahre, dann braucht er eine Verlängerung. Wie er wissen viele seiner Doktoranden-Kollegen nicht, ob sie bis zum Abschluss durchgängig Geld bekommen werden.

Ein Graben, über den keine Brücke führt

Über die Sache mit den Mäusen reden Palesch, der seinen echten Namen nicht veröffentlicht sehen will, und seine Kollegen meist nur anonym, wenn überhaupt. Oft ziehen sich Wissenschaftler wie er den Unmut von Tierschützern zu, darunter auch radikale, die vor Drohanrufen oder Schlimmerem nicht haltmachen.

Unversöhnlich stehen sich Forscher und jene Aktivisten gegenüber, die Tieren ebenso unveräußerliche Rechte zubilligen wie Menschen - und über die sich in ihren Augen niemand hinwegsetzen darf. Die Chance, mit Erkenntnissen aus Tierversuchen Krankheiten zu heilen, sind für Organisationen wie Peta kein Argument. Peta-Sprecherin Tanja Breining sagt, es gebe keine Belege dafür, dass Tierversuche je etwas gebracht hätten. Und ganz allgemein gebe es für das Töten von Tieren keinerlei Rechtfertigung, "weder ethisch noch wirtschaftlich".

Palesch dagegen sagt: "Man darf die menschlichen Grundsätze einfach nicht für Tiere anwenden." Das klinge zwar ziemlich undiplomatisch, aber so sehe er es.

Töten als nötiges Übel

Ein kleiner Zettel auf dem Käfig, der neben Palesch im Labor steht, vermerkt das Geburtsdatum der drei Nager. Sie sind nur einige Wochen alt, dennoch ausgewachsen und unter Paleschs Hand endet nun ihr kurzes Leben.

Warum tut sich ein junger Mensch so eine Arbeit an?

Für Palesch lautet die Antwort: Hoffnung und Leidenschaft. Er brennt für die Forschung. Dafür arbeitet er auch an Wochenenden und manchmal in der Nacht, weil Zellkulturen sich nun einmal nicht an Arbeitszeitbestimmungen halten. Das Töten der Tiere ist dabei nur ein sehr kleiner Teil der Arbeit, ein notwendiges Übel.

Meist sitzt Palesch am Computer, wertet Mikroskopbilder aus, fasst Ergebnisse zusammen oder schreibt an einem Paper. Oder er löst Gewebe auf, zentrifugiert, züchtet Zellen, schaut Dutzende Male am Tag durch das Mikroskop. Palesch spricht gern und enthusiastisch über seine Arbeit, er ist dann sehr detailverliebt, seine Erklärungen werden schnell sehr kompliziert.

Wie viele tote Tiere rechtfertigt eine Entdeckung?

Anders klingt es, wenn Johannes Beckers spricht. Er ist stellvertretender Direktor am Institut für Experimentelle Genetik am Helmholtz-Zentrum München. Auch hier wird mit Mäusen geforscht, die zum Wohl von Menschen sterben.

Beckers ist der Wissenschaftler mit Sätzen, die jeder versteht: "Sie kennen das Schicksal des kleinwüchsigen Pianisten Michel Petrucciani?" Der Mann starb 1999 mit 36 Jahren an einer Lungenentzündung. Das sei typisch für die Glasknochenkrankheit, sagt Beckers. Erst dank der Mäuseversuche konnten seine Kollegen verstehen, dass der Gendefekt nicht nur die Knochen, sondern auch andere Organe wie Herz und Lunge direkt schädigt. "Das hätten sie in der Petrischale nie herausfinden können."

Beckers ist ein geübter Erklärer, denn er muss oft die Arbeit mit Versuchstieren begründen und manchmal auch verteidigen. Am Helmholtz-Zentrum arbeiten an der Seite renommierter Forscher auch Studenten und Doktoranden der Münchner Universitäten. Zwei Stockwerke unter Beckers Büro steht die "German Mouse Clinic". Hier werden Mäuse aus aller Welt auf Gendefekte und deren Folgen untersucht und nachgezüchtet. Die Tiere werden geröntgt und mit Ultraschall und winzigen Kernspintomografen durchgecheckt. Die Forscher machen Blutbilder, EKG, EEG, fast wie beim Menschen. Doch am Ende sterben die Tiere und werden seziert.

Die "Mouse Clinic" hat einen permanenten Bestand von 5000 Tieren. Sie ist Teil der Versuchstierhaltung im Helmholtz-Zentrum, der größten staatlichen Mäusezucht in Deutschland. Mehr Tiere hält und tötet nur die Pharma-Industrie. Herr der Mäuse am Helmholtz-Zentrum ist Jörg Schmidt, Leiter der Abteilung für Vergleichende Medizin. Sein Job ist das Wohl der Tiere, die hier speziell für die Forschung gezüchtet werden. Bei ihm muss jede Maus schriftlich bestellt werden, jede einzelne der 150.000 Mäuse jährlich wird dokumentiert. Und keine sterbe umsonst, darauf achte er, versichert Schmidt.

"Argumentativ bestehen" will gelernt sein

Wer möchte, kann sich an Schmidts Institut erklären lassen, wie er außerhalb über seine Arbeit mit Versuchstieren reden kann, wenn Familie oder Freunde kritisch nachfragen. Mitarbeiter, Tierpfleger, Auszubildende und auch die Wissenschaftler könnten dabei lernen, "argumentativ im Privaten zu bestehen", sagt Schmidt.

Ein solches Coaching gibt es an Stefan Paleschs Uni nicht, und für sich hält er es auch nicht für nötig. Denn bei jedem toten Tier, das vor ihm liegt, sagt er sich: Ohne diese Versuche kein Fortschritt bei den wissenschaftlichen Grundlagen. Ohne Grundlagenforschung kein tieferes Verständnis der Krankheiten. Und ohne das Verständnis weniger Chancen auf Heilung oder Therapie für viele kranke Menschen.

Außer dem Genickbruch sind auch Betäubungsmittel oder die Hypoxie, der Tod durch Ersticken, erlaubt, um Mäuse für die Wissenschaft zu töten. Egal, wie man dem Tier zu Leibe rückt, es erfährt Stress, und den gilt es zu minimieren. Das geschieht zum Wohl der Maus - vor allem aber kann man mit einem toten Tier, dessen Gehirn und Körper mit Stresshormonen geflutet sind, nicht mehr richtig forschen. Die Hormone verfälschen die Ergebnisse des Experiments, es ist dann nicht vergleich- und wiederholbar. Weil das Gehirn für Paleschs Versuche ungestresst und frisch sein muss, durchtrennt er mit dem Genickbruch den zentralen Nervenstrang, alles andere könnte zu Fehlern in den Ergebnissen führen.

Wenn schon töten, dann eigenhändig - meistens

Palesch und seine Laborkollegen kennen mehrere Geschichten von Leuten, die wegen des Tötens der Tiere hingeschmissen oder umgesattelt haben. Eine Doktorandin an einer anderen Universität habe immer wieder heimlich Mäuse aus dem Labor geschmuggelt und sie daheim in einen Käfig gesetzt. Auch altgediente Profis sind vor Blockaden nicht gefeit. Palesch erinnert sich, dass ein dekorierter Forscher nach längerer Pause wieder einmal ins Labor musste und den Nackenschlag nicht schaffte. "Da ist die Maus gekrabbelt und gekrabbelt und er hat es einfach nicht fertiggebracht." Man verlernt die Technik nicht, sagt er, aber die Tötungshemmung sei doch da, und da müsse man immer wieder drüber.

Mit einer scharfen Schere trennt er den Kopf der letzten Maus ab. "Es ist schlimm, wenn du den Körper in der Hand hast und er pumpt und zuckt noch." Die Maus ist dann bereits tot, aber die Nerven sind noch unter Spannung. Wenn der Kadaver erst mal in der Tüte ist, zittern nur noch seine Hände ein wenig.

Mit Daumen und Zeigefinger schiebt Palesch dem Mauskopf das Fell über die Ohren. Mit Pinzette und Schere arbeitet er sich durch den durchsichtigen dünnen Schädel an das daumennagelgroße Gehirn heran. Er löst es heraus und lässt das weißliche Etwas in ein Plastikröhrchen rutschen, es sinkt langsam zu den anderen drei Hirnen hinab. Das Röhrchen kommt zurück in einen Eimer voll Eis.

Vor Palesch liegen zwei weitere schwere Wochen. Zehn Mäuse wird er töten und seine Hände werden wieder zittern. Und an Tagen, an denen es gar nicht geht, hilft auch mal ein Kollege. An einem anderen Tag dann wird es Palesch sein, der für einen anderen Kollegen beim Mäusetöten einspringt. So gleicht sich das alles wieder aus.

*Name von der Redaktion geändert>


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Der Wahnsinn mit den Tierversuchen geht weiter, obwohl für ein gesundes Leben eigentlich kein einziger Tierversuch nötig wäre:

n-tv online, Logo 

17.8.2011: <"Ganz ohne geht es nicht": Immer mehr Tierversuche> - die Anzahl Tierversuche in Deutschland stieg von 2,41 Mio. (2005) auf 2,79 Mio. (2009)

aus: n-tv online; 17.8.2011;
http://www.n-tv.de/wissen/Immer-mehr-Tierversuche-article4070231.html

<Tierversuche bleiben ein großes umstrittenes moralisches Problem: für die einen überflüssige Quälerei, für die anderen wissenschaftiche Notwendigkeit. Fest steht: Die Anzahl der Tierversuche in Deutschland nimmt deutlich zu. Allerdings gibt es auch positive Daten.

Die Zahl der Tierversuche in Deutschland ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Das geht aus dem neuesten Tierschutzbericht des Bundeslandwirtschaftsministeriums hervor, den das Kabinett gebilligt hat. Während deutsche Labors im Jahr 2005 noch rund 2,41 Millionen Tiere für Forschungszwecke verwendeten, waren es im Jahr 2009 bereits 2,79 Millionen Tiere. Diesen Zuwachs erklärt der Bericht unter anderem mit dem Ausbau des Forschungsstandorts Deutschland.

"Ganz ohne Tierversuche geht es nicht", sagte Agrarstaatssekretär Peter Bleser (CDU) der "Rhein-Zeitung". Ohne die Erforschung und Anwendung von Alternativ- und Ersatzmethoden wäre die Zahl der Versuchstiere vermutlich deutlich stärker gestiegen, heißt es im Bericht.

Trotzdem hat Deutschland nach Blesers Einschätzung beim Tierschutz "europaweit Maßstäbe gesetzt". Verwiesen wird dabei unter anderem auf das Einfuhrverbot für Robbenprodukte und das Aus der konventionellen Legebatterien. Weil für die Legehennen seit 2010 geräumigere Käfige vorgeschrieben sind, sank der Anteil der Käfighaltung binnen zwei Jahren von 62 auf 18 Prozent.

dpa>

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Financial Times Deutschland online,
                Logo

22.10.2011: Forschung für Alternativen zum Tierversuch

aus: Financial Times Deutschland online: Arzneimittelentwicklung: Die Labormaus soll aussterben; 22.10.2011;
http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:arzneimittelentwicklung-die-labormaus-soll-aussterben/60119168.html
http://www.ftd.de/unternehmen/handel-dienstleister/:arzneimittelentwicklung-die-labormaus-soll-aussterben/60119168.html?page=2

<Tierversuche sind für die Arzneimittelentwicklung bislang zwar unverzichtbar, aber moralisch heikel. Forscher bemühen sich um Alternativen. Das verlangt eine neue Richtlinie der EU. von Anna Gentrup

Claus-Michael Lehr tut viel dafür, dass in Zukunft hoffentlich weniger Tiere in Versuchen leiden. Der Leiter der Abteilung Wirkstofftransport des Helmholtz-Instituts für harmazeutische Forschung Saarland hat mit seinem Team eine dreidimensionale Zellkultur entwickelt.

Die Wissenschaftler haben dafür in diesem Jahr den Forschungspreis des Landes Rheinland-Pfalz bekommen. Sie brachten menschliche Zellen dazu, sich aneinanderzuheften und so eine künstliche Darmschleimhaut zu bilden. Dann lösten die Forscher mithilfe von Reizstoffen eine chronische Entzündung des Gewebes aus.

An diesem sogenannten In-vitro-Modell könnten Forscher in Zukunft die Wirkung von Medikamenten beobachten, statt sie wie bisher an Tieren zu testen. Laut aktuellem Tierschutzbericht der Bundesregierung gab es in Deutschland im Jahr 2009 2,7 Millionen Versuchstiere. Dass diese Zahl sinken muss, darüber sind sich Regierung, Industrie und Tierschützer einig.

Die Wissenschaft ist willig, aber nicht fähig Eine EU-Richtlinie aus dem vergangenen Jahr erklärt die Abschaffung von Tierversuchen zum Ziel. Gleichzeitig stellt sie aber auch klar, dass dies momentan noch nicht möglich sei. Die Wissenschaft sei nicht weit genug. Um die Sicherheit von Mensch, Tier und Umwelt zu gewährleisten, müsse man weiterhin Tierversuche nutzen.

Neben Arzneimitteln und Chemieprodukten sorgen Tierversuche auch für die Sicherheit von Wirkstoffen in der Veterinärmedizin. Bisher gibt es nur wenige Methoden, die als Alternative zum Tierversuch anerkannt werden. Der Weg von der Entwicklung neuer In-vitro- Methoden bis hin zum Eintrag in das Europäische Arzneibuch sei lang, sagt Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts.


Teil 2: Alternativen brauchen noch mindestens drei [Jahrzehnte?]

Das Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Gesundheitsministeriums arbeitet als Zulassungsbehörde für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel und entwickelt auch selbst Alternativen zu Tierversuchen. "Vom Beginn der Forschung bis zur Anerkennung einer Ersatzmethode kann es zehn Jahre dauern", sagt Cichutek.

Allein die Forschung nehme mindestens drei Jahre in Anspruch, danach müssten die Forscher in Studien noch die Aussagekraft des Verfahrens belegen. Die Pharmaindustrie braucht verlässliche Versuchsmethoden, um Wirkung und Nebenwirkungen neuer Stoffe zu prüfen. Hersteller müssen Neuentwicklungen vielen Tests unterziehen, sagt Siegfried Throm, Geschäftsführer Forschung des Verbands der forschenden Pharmaunternehmen (VFA): "Wir müssen belegen, dass neue Wirkstoffe ungiftig sind, das Erbgut nicht verändern, keine Missbildungen bei ungeborenen Kindern hervorrufen und nicht krebserregend wirken."

Bisher vor allem Vortests tierfrei

Die deutsche und europäische Gesetzgebung schreibt Pharmaunternehmen in vielen Bereichen Versuche an Tieren explizit vor. Viele Unternehmen fördern die Entwicklung alternativer Methoden, dürfen sie aber nur in Einzelfällen anstelle von Tierversuchen einsetzen. "Von zehn neu entwickelten Substanzen können wir beispielsweise neun durch tierfreie Vortests aussortieren", sagt Throm.

Nur die Substanz, die diese Tests besteht, werde am Tier überprüft. So kann die Industrie die Zahl der Tiere für einige Untersuchungen um 90 Prozent reduzieren. Tierversuche ganz durch Alternativmethoden zu ersetzen, erscheint der Industrie aber noch wie Musik aus weiter Ferne. "Das Problem von Modellen wie In-vitro-Zellkulturen ist die isolierte Betrachtung", sagt Throm. Wechselwirkungen im komplexen Organismus würden dabei nicht berücksichtigt.

Medikamente, die nur da wirken, wo sie sollen

Wissenschaftler Lehr hingegen sieht in der zielgerichteten Betrachtung den entscheidenden Vorteil: "Wir nutzen Medikamente, die im gesamten Körper wirken und ihn im Zweifelsfall auch überall belasten", sagt Lehr. Anhand von Zellkulturen könnte man Wirkstoffe entwickeln, die nur dort wirken, wo sie benötigt werden. Der Forscher sieht das Problem vor allem im Vertrauen auf Altbekanntes.

"Tierversuche werden akzeptiert, obwohl oftmals nicht bewiesen ist, dass man die Ergebnisse auf Menschen übertragen kann", sagt Lehr. Da die Zellkulturen auf menschlichen Zellen basierten, könnte man die Ergebnisse unter Umständen sogar besser verwenden.>

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Unvorstellbar:

n-tv online, Logo

Deutschland 10.9.2012: Tierversuche bei der Armee: <Experimente bei der Bundeswehr: Jährlich hunderte tote Tiere>

aus: n-tv online; 10.9.2012;
http://www.n-tv.de/politik/Jaehrlich-hunderte-tote-Tiere-article7174886.html

<Die Mediziner der Bundeswehr sind fleißig. Im Schnitt sterben fast 400 Tiere im Jahr bei Versuchen in ihren Laboren. Das Verteidigungsministerium betont, die Experimente dienen lediglich der Gesundheit der Soldaten. Es werde außerdem versucht, die Zahl der Versuche so niedrig wie möglich zu halten.

Bei medizinischen Versuchen der Bundeswehr oder in deren Auftrag sterben jedes Jahr hunderte Tiere. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf Angaben des Bundesverteidigungsministeriums. Neben Nagetieren verendeten demnach in den vergangenen Jahren auch Kaninchen, Schweine und Affen. Sie kamen unter anderem bei Versuchen mit Pocken-Viren zu Tode.

Jährlich 382 Nagetiere wie Mäuse oder Ratten starben nach Angaben des Ministeriums zwischen 2006 und 2012 im Durchschnitt in den Laboren der Bundeswehr. Zudem habe die Armee Forschungsaufträge beispielsweise an Universitäten vergeben. Dabei seien durchschnittlich 442 Tiere im Jahr getötet worden - neben Nagetieren auch 87 Kaninchen, 76 Schweine und 18 Makaken-Affen.

Die Aktivitäten der wehrmedizinischen Forschung seien "allgemein, langfristig und zukunftsorientiert auf die Gesundheitsversorgung der Soldatinnen und Soldaten im In- und Ausland ausgelegt", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Zeitung. Es werde stets versucht, die Zahl der Tierversuche und der Versuchstiere so weit wie möglich zu minimieren. Affen seien seit 2009 nicht mehr zum Einsatz gekommen.

Quelle: n-tv.de, dpa>


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20 minuten online, Logo
21.5.2013: <Nazi-Vergleich: Tierschützer Kessler gewinnt gegen Vasella> - Diktatoren folterten und mordeten Millionen - die Pharma foltert und mordet Millionen

aus: 20 minuten online; 21.5.2013;
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Tierschuetzer-Kessler-gewinnt-gegen-Vasella-28820426

Der radikale Tierschützer Erwin Kessler hat den Chemiekonzern Novartis und dessen früheren Chef Daniel Vasella durch einen Text mit Nazi-Bezug nicht verleumdet. Das hat das Bundesgericht entschieden.

Das Bundesgericht hat die Verurteilung des Präsidenten vom Verein gegen Tierfabriken (VgT), Erwin Kessler, durch die Zürcher Justiz aufgehoben.

Kessler hatte im August 2009 auf der Homepage des VgT zwei Artikel im Zusammenhang mit Anschlägen von radikalen Tierschützern gegen Novartis und deren damaligen Präsidenten Daniel Vasella veröffentlicht. Im ersten Text sprach er von «Massenverbrechen von Vasella und Konsorten an Milliarden wehrlosen Versuchstieren».

Recht auf Widerstand

Im zweiten Artikel thematisierte er das Buch eines Professors zum Thema Tierversuche. Kessler äusserte sich dabei zur Frage des Rechts auf gewalttätigen Widerstand. Der Buchautor hatte diesbezüglich die Ansicht vertreten, dass niemand das Recht habe, gegen Gesetze zu verstossen, um seine Ideologie zu verwirklichen.

Kessler stellte in diesem Zusammenhang die Frage, ob der Professor damit nicht zutiefst die Hitler-Attentäter beleidige, welche als Helden klar gegen das damals geltende Recht verstossen hätten. Gewaltfreier Widerstand sei im Nazi-Regime ebenso wirkungslos geblieben wie heute gewaltfreie Opposition gegen Tierversuche.

Absurd, aber zulässig

Für die Äusserungen im zweiten Artikel sprach das Zürcher Obergericht Kessler der Verleumdung schuldig und verurteilte ihn zu einer unbedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 130 Franken. Nach Ansicht des Obergerichts hatte Kessler Novartis und Vasella mit seinem Vergleich in die Nähe der Nazis und von Hitler gerückt.

Das Bundesgericht hat die Beschwerde von Kessler nun gutgeheissen. Laut den Richtern in Lausanne lassen sich aus dem fraglichen Text keine ehrenrührigen Tatsachen herauslesen. Kesslers Argumentation sei zwar absurd. Weder Novartis noch Vasella würden aber mit Hitler oder dem NS-Regime verglichen.

Novartis und Vasella abgeblitzt

Die Äusserungen Kesslers würden sich vielmehr gegen den Buchautor richten. Zudem könnten die vom VgT-Präsident aufgeworfenen Fragen nur im rhetorischen Sinn verstanden werden. Ob Kessler dem Professor selber Sympathie für das NS-Regime anlaste, sei zwar nicht ohne Weiteres von der Hand zu weisen, könne aber offen bleiben.

Im Gegensatz zu Kessler sind Novartis und Vasella mit ihrer eigenen Beschwerde vor Bundesgericht abgeblitzt. Sie hatten beanstandet, dass Kessler für die Verwendung des Ausdrucks «Massenverbrechen» vom Obergericht freigesprochen worden war, nachdem ihn die erste Instanz deswegen ebenfalls noch wegen Verleumdung verurteilt hatte.

Publikum rechnet mit Übertreibungen

Laut Bundesgericht ist das Obergericht jedoch zu Recht davon ausgegangen, dass Kessler den Begriff «Massenverbrechen» nicht im juristischen, sondern im ethisch-moralischen Sinne gemeint hat. Die Notwendigkeit von Tierexperimenten sowie die Anforderungen an ihre Zulässigkeit würden kontrovers diskutiert.

Kritik müsse dabei bisweilen auch in überspitzter Form zulässig sein. Die Diskussion um Tierversuche werde oftmals emotional geführt und das Publikum rechne mit Übertreibungen und scharfen Formulierungen. Der Ausdruck «Massenverbrechen» sei wohl provokativ und pointiert, in Bezug auf die Thematik aber zu relativieren.

Noch hängig ist vor Bundesgericht eine Beschwerde Kesslers im parallelen zivilrechtlichen Verfahren. Im Rahmen einer Klage Vasellas wegen Persönlichkeitsverletzung hatte das Thurgauer Obergericht die Bezeichnung «Massenverbrechen» als unzulässig erachtet und Kessler dessen weitere Verwendung verboten.(Urteil 6B_412/2012 vom 25. April 2013)

(sda)>


Kommentar

Die Pharma-Industrie mit ihren millionenfachen Foltern und Morden an Versuchstieren sind tatsächlich mit Diktatoren vergleichbar, die dasselbe an Menschen vollbracht haben, aber nicht nur deutsche Diktatoren, sondern auch russische Diktatoren etc.

Der Grosse Geist braucht KEINEN EINZIGEN Tierversuch, um das Leben schön und positiv zu gestalten.

In diesem Sinn ist die Pharma - wie schon öfters bewiesen wurde - zu 90% ÜBERFLÜSSIG. Herr Vasella ist - aber auch Bayer und Hoechst und andere Pharma-Firmen - sie sind alle zu 90% ÜBERFLÜSSIG. Auch Diktatoren sind überflüssig...

Michael Palomino, 21.5.2013

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Facebook Logo

3.10.2013: Tiere könnten auch Menschenversuche machen

aus: Facebook: Mirjam Hoffmann;
https://www.facebook.com/mirjam.hoffmann.37?ref=ts&fref=ts

Grosse Mäuse und Hasen
                        machen Menschenversuche, Comic
Grosse Mäuse und Hasen machen Menschenversuche, Comic [6]


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Basler Zeitung online, Logo

8.11.2013: Kriminelle Schweiz subventioniert Tierversuche an den Universitätetn - trotz alternativen Möglichkeiten

aus: Basler Zeitung online: Universitäten wollen trotz Alternativen nicht auf Tierversuche verzichten; 8.11.2013;
http://bazonline.ch/schweiz/standard/Universitaeten-wollen-trotz-Alternativen-nicht-auf-Tierversuche-verzichten/story/31882478

<Von Raphaela Birrer

In der Schweiz werden Tierversuche pro Jahr mit 100 Millionen Franken subventioniert. Das entspricht nicht dem Willen der Steuerzahler, wie eine neue Studie zeigt. Der Tierschutz fordert ein Umdenken der Universitäten.

Seit Jahrzehnten unterstützen Bund und Kantone mit Steuergeldern Versuchstierhaltungen und Tierexperimente an Hochschulen und Instituten. Die Ausgaben dafür belaufen sich jährlich auf schätzungsweise 100 Millionen Franken. Das widerspreche klar dem Willen der Steuerzahler, kritisiert der Schweizerische Tierschutz (STS). Zu diesem Schluss kommt er aufgrund einer neuen Umfrage, die er beim Marktforschungsinstitut Demoscope in Auftrag gegeben hat. 1035 Personen wurden dabei über ihre Haltung gegenüber Tierversuchen befragt. Ein zentraler Befund der Studie lautet, dass sich ein grosser Teil der Bevölkerung – drei Viertel der Befragten – mehr Fördergelder für alternative Testmethoden wünscht.

Konkret will die Bevölkerung demnach, dass mindestens 25 Prozent der heutigen Subventionen für Tierversuche in Alternativmethoden investiert werden. Und das wäre bereits heute gut möglich, denn deren Entwicklung sei weit fortgeschritten, betont Corinna von Kürthy von der STS-Fachstelle Tierversuche. «Doch in der Schweiz wird die Erforschung solcher Methoden bislang zu wenig gefördert. Wir laufen Gefahr, in diesem Bereich den Anschluss an innovative Forschungsstandorte wie die USA oder EU-Länder zu verpassen.»

Zellkulturen und Mikrochips

Jährlich werden in der Schweiz über 600'000 Tiere für Versuche eingesetzt – vor allem Mäuse, Ratten, Vögel und Fische. Die Zahl bewegt sich seit zehn Jahren in ähnlichem Bereich. An ihnen werden etwa Tests für Alltagsprodukte wie Spül- und Schädlingsbekämpfungsmittel oder Toxikalitäts- und Abwasserüberprüfungen sowie medizinische Versuche durchgeführt. Bei alternativen Experimenten ohne Tiereinsatz kommen dagegen beispielsweise Zellkulturen, Computermodelle oder Mikrochips, mit denen menschliche Organe simuliert werden, zum Einsatz. Solche Vorgehensweisen hätten entscheidende Vorteile gegenüber Tierversuchen, sagt von Kürthy: «Sie sind meist sicherer, denn die Anatomie der Tiere unterscheidet sich von jener der Menschen. Auf Medikamente oder Chemikalien reagiert ein Kaninchen daher anders als ein Mann oder eine Frau. Zudem sind sie günstiger und effizienter, weil keine Tiere gehalten werden müssen und mehr Tests in kürzerer Zeit durchgeführt werden können.»

Das dürfte gemäss von Kürthy auch der Grund sein, warum die betroffenen Wirtschaftszweige im Vergleich zu den Universitäten und Forschungsinstituten stärker in alternative Methoden investieren: «Die Pharmaindustrie hat den Trend rechtzeitig erkannt; die Tierversuchszahlen sind dort rückläufig.» So zahle etwa der Branchenverband Interpharma jährlich grössere Beträge in die Stiftung 3R ein, welche die Erforschung alternativer Methoden fördert.

Dagegen täten sich die Universitäten gegenwärtig noch schwer, ihre Grundlagenforschung ohne Tiere zu betreiben. Für ein Umdenken wäre entsprechendes Wissen bei den Forschern von morgen nötig – Lehrstühle oder ein nationales Forschungsprojekt zu diesem Fachbereich sieht der STS als eine mögliche Lösung. Und auch die Bevölkerung müsse stärker sensibilisiert werden. Das verdeutlicht die aktuelle Umfrage: Rund ein Drittel der Befragten wusste nicht, dass es Alternativen zu Tierversuchen gäbe. Dem Aufklärungsbedarf will der STS künftig mittels Broschüren, Schulbesuchen, Standaktionen und Tagungen begegnen.

Auch künftig Tierversuche

Der Schweizerische Tierschutz geht davon aus, dass in Zukunft in vielen Bereichen Tierversuche durch Alternativmethoden ersetzt und damit enorme Versuchstierzahlen eingespart werden. Doch Forschungsbereiche wie etwa Verhaltensstudien würden auch künftig Beobachtungen am Tier bedingen. «Es wird also weiterhin derartige Versuche geben – aber ohne starke Belastungen für die Tiere», so von Kürthy. Diese Differenzierung hätten im Übrigen auch die Befragten in der Studie gemacht: 55 Prozent sprachen sich für Tierversuche aus. Was auf den ersten Blick als Bekenntnis zur herkömmlichen Verfahrensweise erscheint, relativiert sich bei genauerem Hinsehen: «Die Schweizer Bevölkerung denkt bei diesem Thema nicht schwarz-weiss. Die Zustimmung zu Tierversuchen nimmt rapide ab, je höher der Schweregrad und damit das Leiden der Tiere ist.» So gaben nur 8 Prozent der Befragten an, dass sie schwerstbelastende Experimente auch weiterhin tolerieren würden. Das Ziel des STS ist es daher, eine Abschaffung dieser Art der Versuche zu erwirken. (baz.ch/Newsnet)>


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Veganblog,
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14.1.2014: <Erfolg: Das Ende für Operationsübungen an Tieren in 9 Ländern> - Finanzierung von 64 TraumaMan-Simulatoren für Chirurgen in Bolivien, Costa Rica, Ägypten, Iran, Jordanien, Mexiko, Mongolei, Panama und Trinidad und Tobago

aus: Veganblog; 14.1.2014;
http://www.veganblog.de/2014/01/14/erfolg-das-ende-fuer-operationsuebungen-tieren-9-laendern/

<9 Länder. 3 Kontinente. Und das Leben tausender Tiere gerettet.

Dank unserem Einsatz und Eurer Unterstützung werden veraltete Tierversuche, bei denen Tiere in Chirurgie-Kursen bislang aufgeschnitten und getötet wurden, in neun Ländern künftig voll und ganz eingestellt. Ab sofort kommen im Rahmen der medizinischen Ausbildung in Bolivien, Costa Rica, Ägypten, im Iran, in Jordanien, Mexiko, der Mongolei, Panama sowie Trinidad und Tobago stattdessen naturgetreue Simulationsmodelle des menschlichen Körpers zum Einsatz. Ihr fragt Euch, wie diese Wende möglich war? Durch die Spende von 64 TraumaMan-Simulatoren – hochmodernen Trainingssimulatoren für Chirurgen, die PETA den Ausbildungsprogrammen der einzelnen Länder nun kostenfrei zukommen ließ.

Aufgrund von begrenzten Finanzmitteln war es in der medizinischen Ausbildung dieser Länder bislang nicht möglich, Schulungen nach dem ATLS-Ausbildungskonzept (Advanced Trauma Life Support) mithilfe von modernen Simulationsmodellen durchzuführen – wie dies beispielswiese in den USA und in anderen Ländern heute gängige Praxis ist. Medizinstudenten und junge Assistenzärzte an zahlreichen Krankenhäusern und Universitäten der oben genannten Länder waren daher bislang gezwungen, im Rahmen ihrer Ausbildung Hals, Bauch, Brustkorb und Gliedmaßen von Abertausenden Hunden, Ziegen, Schweinen und Schafen aufzuschneiden.

In Zusammenarbeit mit Simulab Corporation, dem Hersteller des Simulationsmodells „TraumaMan“, und mit finanzieller Unterstützung der McGrath Family Foundation in San Diego, von unseren Unterstützern und von PETA USA ist es PETA nun gelungen, die grausamen Tierversuche in der medizinischen Ausbildung zu beenden und Jahr für Jahr Tausenden von Ärzten die Arbeit mit dem hochentwickelten Simulationsmodell „TraumaMan“ zu ermöglichen. Als naturgetreue Abbildung der Anatomie und Physiologie des menschlichen Körpers, unter anderem auch mit lebensechten Haut- und Gewebeschichten, Rippen und inneren Organen, rettet das richtungsweisende Ausbildungsgerät das Leben von Mensch und Tier.

Der TraumaMan-Simulator stellt nicht nur eine präzise Abbildung des menschlichen Patienten dar, sondern ermöglicht es den Schulungsteilnehmern zudem, schwierige Eingriffe beliebig oft zu wiederholen, bis diese perfekt beherrscht werden. Zudem hat sich gezeigt, dass sich die Schulung von lebensrettenden Maßnahmen mithilfe des Simulationsmodells effizienter durchführen lässt als durch Eingriffe an lebenden Tieren.

Wie bereits gesagt: Wenn sich Wissenschaft und Medizin von veralteten Tierversuchen verabschieden, profitieren Ärzte, Patienten und letztlich auch die Tiere, deren Leben gerettet wird. Der lebensrettende TraumaMan-Simulator ist ein Paradebeispiel für diese Theorie.


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30.1.2014: <Indien verbietet Tierversuche für Haushaltsprodukte>


aus: Veganblog; 30.1.2014;
http://www.veganblog.de/2014/01/30/indien-verbietet-tierversuche-fuer-haushaltsprodukte/

<Von am

Eins vorab: ja, für Spüli, Waschmittel und Glasreiniger werden auch Tierversuche gemacht, nicht „nur“ für Kosmetika oder Medikamente. Doch gestern wurde eine wegweisende Entscheidung getroffen: Indien verbietet Tierversuche für Haushaltsprodukte! Damit ist Indien das zweite Land der Welt – nach Israel – das Tierversuche auch für Haushaltsprodukte beendet.

Nach einer langen Kampagne von PETA Indien wurden im Juni 2013 schon Tierversuche für Kosmetik untersagt und gestern wurde das Verbot ausgeweitet. Hautirritationstests, bei denen Chemikalien auf die nackte Haut von Meerschweinchen gerieben wurde, werden nun durch tierfreie Methoden ersetzt, die von so genannten Epikutantests abgeschlossen werden. Der nächste Schritt ist nun, dass PETA Indien die indische Regierung überzeugen möchte, auch den Verkauf von an Tieren getesteter Kosmetika und Haushaltsprodukte zu verbieten.

Nicht nur PETA India ist hier aktiv – alle PETA Büros arbeiten hart daran, dass der Tag, an dem keine Tiere mehr für Versuche benutzt werden, bald kommen wird. Bis dahin kann aber jeder Konsument schon etwas für die Tiere tun: Tierversuchsfreie Produkte kaufen!>


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Seite 3 online, Logo

18.5.2014: Systematische Pharmatests mit Hunden - Beispiel Beagle

aus: Seite 3 online: Snoopys* Wort zum Sonntag. Heute: Das traurige Leben der Laborbeagles;
http://www.seite3.ch/Snoopys+Wort+zum+Sonntag+Heute+Das+traurige+Leben+der+Laborbeagles/468962/detail.html

(*Snoopy ist der Seite3.ch-Redaktionshund und ebenfalls ein Beagles).

Keine andere Hunderasse wie der Beagle wird öfter von der Pharmaindustrie für chemische und pharmazeutische Tests missbraucht. Viele meiner Verwandten* werden zu Tode gequält und sehen in ihrem ganzen Leben weder Tageslicht noch grüne Wiesen, kennen keine Zuneigung oder ausgelassenes Spielen. Doch es gibt auch ein paar Hunde, welche die Qual überleben und nach ihrer Entlassung aus der Hölle ein glückliches Leben führen können.


Das Leiden meiner Artgenossen ist unglaublich. Sie werden von der Pharmaindustrie in kleinen Zwinger gehalten und müssen ihr Leben auf einem kantigen Rost verbringen. Dazwischen werden sie mit Medikamenten und äusserst brutalen Versuchen gequält, aber auch geschlagen und verstümmelt. Wer überlebt, verlängert sein Leiden nur. Die meisten meiner Verwandten sterben einen qualvollen Tod, ohne jemals Tageslicht, Wiesen oder Wälder gesehen zu haben.

Der Grund, warum vor allem Beagles für chemische und pharmazeutische Tests genommen werden ist ausgerechnet jener, weil wir als sanftmütige, liebenswürdige Hunde gelten und zu jedem Vertrauen haben.  Und bei Spritzen ohne Knurren und Beissen hinhalten.

Jährlich verenden tausende meiner Verwandten auf grausamste Weise, mit absichtlich gebrochenen Beinen, rausoperierten Organen und Verätzungen durch Medikamente oder Schmerzen durch infizierte Krankheiten.

Doch für ein paar wenige Beagles gibt es Hoffnung. Der deutsche Verein Laborbeaglehilfe vermittelt Tiere, welcher dieser Hölle entkommen sind und sich auf ein hundegerechtes Leben freuen können, sofern sie ein zuhause finden. 

Wer Beagles in Not helfen will, kann sich auf folgenden Websiten erkundigen:

http://laborbeaglehilfe.de/

http://www.laborbeagle.eu/

http://www.laborbeagle.de/>

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Bildernachweis

[1-5] Hunde, Katzen, Meerschweinchen, Hase, Makake-Affen: Stiftung Fonds für versuchstierfreie Forschung (FFVFF), Hegarstrasse 9, Postfach 1766, 8032 Zürich, www.ffvff.ch
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Grosse Mäuse und Hasen machen Menschenversuche, Comic:  Facebook: Mirjam Hoffmann; https://www.facebook.com/mirjam.hoffmann.37?ref=ts&fref=ts



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