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Pferdeleben

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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20 minuten online, Logo

21.4.2010: Gewaltfreie Trainingsmethoden für Pferde mit dem "Pferdeflüsterer"

aus: 20 minuten online: Der Pferdeflüsterer: «Ich bin nicht intelligenter als andere»; 21.4.2010;
http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/-Ich-bin-nicht-intelligenter-als-andere--10853029

<Mit seinen gewaltfreien Pferdetrainingsmethoden überzeugte er sogar die Queen und sein Leben wurde zur Vorlage für «Der Pferdeflüster». Das hat Monty Roberts 20 Minuten Online jetzt geflüstert.

Der amerikanische Pferdetrainer tourt zur Zeit gerade in Europa und machte am 20. April in Winterthur halt. «Problemrosse» trainierte er mit seiner Join-Up-Methode erfolgreich. Die Pferde vermochten nach seinem Training sogar ihre Angst vor Menschen, lauten Geräuschen oder Gegenständen, vor denen sie normalerweise wegzucken würden, zu zügeln. Er zeigte seine Methode und Techniken aber nicht nur an so genannten «Problempferden», sondern brachte auch junge, ungerittene Pferde dazu, erstmals einen Sattel oder den Reiter zu akzeptieren. Während der Veranstaltung kommentierte und analysierte Monty Roberts jedes vorgestellte Pferd und seine Problematik.

Zuschauen ist in Ordnung, filmen jedoch nicht

Vergeblich hofften wir darauf, seine guten Zusprüche in Bild und Ton einfangen zu können. Da seine Methode so einzigartig ist, befürchtet er, sofort kopiert zu werden. Der charismatische Pferdetrainer stand aber in den Pausen den Zuschauern Rede und Antwort und zeigte sein offenes Ohr für jedes Problem von Pferd und Mensch.

Am 24 und 25 April ist Monty Roberts im Sportstadion BEA in Bern zu bewundern.

(mgi)>


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Spiegel
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31.1.2012: Die Forschung hat das "Urpferd" gefunden - 130.000 bis 160.000 Jahre alt

aus: Spiegel online: Genanalyse: Urmutter der Pferde lebte vor rund 140.000 Jahren; 31.1.2012;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,812393,00.html

<Der Pferde-Stammbaum wird neu geschrieben: Forscher haben die genetischen Eigenheiten der Vierbeiner untersucht und festgestellt, dass alle Gruppen offenbar auf eine Vorfahrin zurückgehen.

Washington/Perugia - Die Urmutter aller heutigen Pferde durchstreifte die Steppen Asiens vor etwa 130.000 bis 160.000 Jahren. Dies geht aus genetischen Analysen eines Forscherteams hervor, das einen neuen Stammbaum der Pferde aufgestellt hat.

Die Wissenschaftler um die Italiener Alessandro Achilli von der Universität Perugia und Antonio Torroni von der Universität Pavia haben die genetischen Eigenheiten von 83 Pferden untersucht. Sie analysierten das Erbgut in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zellen, die nur von der Mutter weitergegeben werden. Dabei fanden sie 18 sogenannte Haplogruppen mit spezifischen genetischen Merkmalen, die jeweils auf einen gemeinsamen Ursprung einzelner Pferdegruppen hinweisen.

Alle diese Gruppen deuten auf eine gemeinsame Urmutter, die vor etwa 140.000 Jahren lebte, schreiben die Wissenschaftler im US-Fachblatt "Proceedings of the National Academy of Sciences". Die Forscher unterteilten die untersuchten Nutzpferde in 17 genetische Gruppen. Das Przewalski-Pferd, das vielen Forschern als einziges heute noch lebendes Wildpferd gilt, spiele eine genetische Sonderrolle.

Mit der Genanalyse lasse sich zwar kein exaktes Datum für die Domestizierung des Pferds festlegen. Archäologische Funde deuten nach Angaben der Forscher jedoch auf eine erste Zähmung der Vierbeiner vor 6000 bis 7000 Jahren hin. Andere Theorien sprechen von 5000 Jahren. Ein Vergleich mit dem nun aufgestellten Stammbaum zeige, dass die Domestizierung nicht von einem Zentrum ausging, wie etwa bei Rindern und Schafen, sondern unabhängig an vielen Orten Asiens und Europas ihren Ursprung nahm.

nik/dpa>

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Der Standard
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28.1.2012: <Verhalten: Wenn unter Pferden die Eifersucht ausbricht> - die eifersüchtige Stute

aus: Der Standard online; 28.1.2012;
http://derstandard.at/1326503985625/Verhalten-Wenn-unter-Pferden-die-Eifersucht-ausbricht

<Stuten lassen es sich nicht bieten, wenn Fremde an ihren Sozialpartnern herumknabbern

Eine vorher nicht beteiligte Stute ("Intervener") greift in die Interaktion von zwei anderen Tieren ein. Dabei wird nur gegen das fremde Tier ("Target") vorgegangen, nicht gegen den etablierten Sozialpartner ("Supported").

Regensburg/Greifswald - Auch Pferde können eifersüchtig werden, und das ist evolutionär gesehen auch durchaus sinnvoll: Zoologen der Universitäten Regensburg und Greifswald beobachteten 84 verwilderte Pferde in den italienischen Abruzzen und stellten dabei fest, dass insbesondere hierarchisch höher gestellte Stuten sich daran zu stören schienen, wenn Pferde, mit denen sie engen Kontakt hatten, anderen Tieren aus der Herde näher kamen. Manchmal vertrieben sie die "Störenfriede" sogar.

"Die ranghohen Stuten wollen ohne größeren Aufwand und ohne allzu hohes Risiko verhindern, dass ihre - niedriger gestellten - Sozialpartner zu anderen Pferden 'abwandern' können", erklärte Konstanze Krüger von der Uni Regensburg das beobachtete Verhalten. Das Ziel der Eifersucht war übrigens immer dasselbe: Eingeschritten wurde ausschließlich gegen den Störenfried - der etablierte Sozialpartner hingegen wurde nie "bestraft". Im Gegenteil: Manchmal erfuhr er (bzw. sie) sogar eine Extradosis Zuwendung durch typisches "Beknabbern".

Der Aufbau von Partnerschaften - abseits sexueller Kontakte - ist nach Ansicht der Forscher eine gängige Strategie von sozial lebenden Tieren, um den gemeinsamen Zugang zu Ressourcen zu sichern, Angriffen von außen zu begegnen oder Konflikte innerhalb der eigenen Gruppe zu vermindern. Pferde seien in diesem Verhalten besonders erfolgreich. Bei ihnen ließen sich auch auch andere Konfliktlösungen wie Versöhnung, Schlichtung oder Trösten beobachten. (APA/red)


Abstract
Animal Behaviour: "Third-party interventions keep social partners from exchanging affiliative interactions with others">

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Welt
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15.4.2012: <Jagdrennen: Tierschützer entsetzt über den Tod weiterer Pferde>

aus: Welt online; 15.4.2012;
http://www.welt.de/sport/article106186982/Tierschuetzer-entsetzt-ueber-den-Tod-weiterer-Pferde.html

<Beim umstrittenen Jagdrennen Grand National sind erneut Pferde tödlich verunglückt. Nur 15 von 40 Tieren erreichten das Ziel. Tierschützer sprechen von der "schlimmsten Form der Massenunterhaltung".

Das ebenso berühmte wie umstrittene Galopp-Jagdrennen Grand National in Aintree bei Liverpool ist erneut vom Tod zweier Pferde überschattet worden. Beim Triumph des elf Jahre alten Schimmels Neptune Collonges unter Jockey Darryl Jacob nach Zielfoto-Entscheid vor Sunnyhillboy (Richie McLernon) mussten der Mitfavorit Synchronised und According to Pete nach Stürzen am berüchtigten "Becher's Brook" eingeschläfert werden.

Bei dem Rennen über 7,2 Kilometer müssen Pferde und Reiter 28 Sprünge absolvieren, darunter den berüchtigten "Becher's Brook". Dort liegt der Aufsprung tiefer als der Absprung, was die Tiere aber erst sehen können, wenn sie bereits abgehoben haben.

Nur 15 von 40 Pferden erreichten das Ziel

Das Rennen forderte zahlreiche Opfer, nur 15 der gestarteten 40 Pferde erreichten das Ziel nach 7400 Metern und 29 Hindernissen. Die beiden getöteten Pferde, darunter Top-Favorit Synchronised, starben nach Stürzen und Beinbrüchen an diesem Hindernis.  Mit Synchronised, der zuvor den Cheltenham Gold Cup gewonnen hatte, sollte in diesem Jahr erstmals wieder ein Double-Gewinner gekürt werden.

Neptune Collonges aus dem Stall von Paul Nicholls rang Sunnyhillboy in der wohl knappsten Entscheidung in der Geschichte des Grand National erst im letzten Galoppsprung nieder. Dritter wurde Seabass mit Kate Walsh im Sattel. "Das war definitiv sein letztes Rennen", sagte Nicholls, der durch den Erfolg in dem mit fast einer Million Pfund dotierten Rennen vermutlich erneut Trainingschampion wird.

Die "schlimmste Form der Massenunterhaltung"

Nach den tragischen Vorfällen meldeten sich Tierschützer in England zu Wort und forderten eine Überprüfung der Rennbedingungen. Sie kritisieren seit langem das Traditionsrennen in Aintree. Seit dem Jahr 2000 seien dort mindestens 35 Pferde verendet.

"Der Tod von zwei Pferden im Grand National ist absolut inakzeptabel", sagte Gavin Grant, Vorsitzender des Tierschutzbundes RSPCA, dem Sender BBC. "Wir müssen uns die Zahl der Teilnehmer anschauen, die Zahl der Hindernisse, die Länge des Rennens und die Art und den Aufbau der Hindernisse", sagte der Pferdeexperte weiter.

Andere Tierschutzgruppen bezeichneten das Rennen als "die schlimmste Form der Massenunterhaltung".

Die Organisatoren halten dagegen. "Sicherheit hat bei uns höchste Priorität", sagte Renn-Organisator Julian Thick. "Wir sind unglaublich traurig über den Verlust der beiden Pferde", betonte er.>

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16.5.2012: <Verhaltensforschung: Pferde wissen, wie ihr Besitzer aussieht und tönt> - Pferde können jede Stimme unterscheiden

aus: 20 minuten online; 16.5.2012;
http://www.20min.ch/wissen/news/story/Pferde-wissen--wie-ihr-Besitzer-aussieht-und-toent-16485036

<Pferde können nicht nur Gesichter und Stimmen ihrer menschlichen Bezugspersonen erkennnen. Sie verknüpfen die beiden Sinneswahrnehmungen auch. Diese Fähigkeit wurde bisher nur Menschen zugeschrieben.

Viele domestizierte Tiere erkennen ihre Besitzer entweder an der Stimme oder am Gesicht. Britische Wissenschaftler konnten nun erstmals nachweisen, dass Pferde die beiden Sinneswahrnehmungen - genau wie der Mensch - miteinander verknüpfen können.

Bisher galt die Annahme, dass nur Menschen die Stimme eines anderen mit dessen Bild im Gehirn verknüpfen können, um sich an ihn zu erinnern. Offenbar sind aber auch Pferde dazu in der Lage, wie Leanne Proops und Karen McComb von der University of Sussex in Brighton am Mittwoch online im Fachjournal «Proceedings of the Royal Society B» berichteten.

Die Forscherinnen hatten bereits nachgewiesen, dass Pferde bekannte menschliche Gesichter von unbekannten unterscheiden können, wie der Onlinedienst wissenschaft.de schreibt. Nun haben sie in einer weiteren Studie geprüft, ob die Tiere Stimme und Gesicht miteinander verknüpfen können - eine höhere kognitive Leistung.

Dazu spielten sie den Pferden die Stimmen ihres Besitzers und einer unbekannten Person vor. Sie zeichneten auf, wie schnell, wie oft und wie lange die Tiere zu jener Person schauten, deren Stimme sie hörten. Die Pferde richteten ihre Aufmerksamkeit häufiger auf die Person, die sie sprechen hörten, egal ob es der Besitzer war oder nicht.

Stimme der richtigen Person zugeordnet

In einem zweiten Experiment präsentierten Proops und McComb den Tieren je zwei bekannte Menschen. Es gelang den Tieren, die jeweilige Person mit der passenden Stimme zu verbinden. Ausserdem versuchten einige Pferde, auf die Person zuzulaufen.

Das Ergebnis sei ein klares Zeichen dafür, dass Pferde visuelle und akustische Sinneseindrücke miteinander verknüpfen können, schlossen die Wissenschaftlerinnen. Stuten blickten dabei länger auf die Person, die sie hörten. In freier Wildbahn halten Stuten das Sozialgefüge der Herde stärker zusammen als Hengste.

(sda)>

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England July 15,2013: <Race Horse Death Watch> - every year 420 horses dead by horse race

from: http://www.horsedeathwatch.com/

<Animal Aid's Race Horse Death Watch was launched during the 2007 Cheltenham Festival. Its purpose is to expose and record every on-course Thoroughbred fatality in Britain.

The horse racing authorities have resolutely failed to put horse death information into the public domain, preferring to dismiss equine fatalities as ‘accidental’ and ‘unexplained’. Even when several horses die at a single meeting, the term ‘statistical blip’ is often deployed.

Animal Aid has produced a series of revealing reports over the last seven years exposing the welfare problems associated with Thoroughbred breeding, racing, training and disposal of commercially ‘unproductive’ horses. Our research indicates that around 420 horses are raced to death every year. About 38 per cent die on racecourses, while the others are destroyed as a result of training injuries, or are killed because they are no longer commercially viable.>



England 15.7.2013: <Die Sterbeuhr für Rennpferde> - jährlich 420 tote Pferde durch Pferderennen

aus: http://www.horsedeathwatch.com/

<Die Tierhilfe "Animal Aid" hat im Jahre 2007 während des Cheltenham Festivals eine Sterbeuhr für Rennpferde installiert. Der Zweck ist dabei, jeden Todesfall reinrassiger Tiere bei einem englischen Pferderennen aufzuzeichnen.

Die Organisatoren von Pferderennen haben absolut versagt, den Tod der Rennpferde der Öffentlichkeit bekanntzugeben. Sie bezeichnen solche Vorkommnisse lieber als "zufällig" oder "unerklärbar". Sogar wenn mehrere Pferde an einem einzigen Rennen sterben, benutzen die Organisatoren immer noch oft den Terminus "statistischer Vermerk".

Die Tierhilfe "Animal Aid" hat aber nun während der letzten 7 Jahre einige aufklärende Berichte im Zusammenhang mit der Zucht reinrassiger Pferde veröffentlicht, mit Rennen, Training und mit der Definition von für den Markt "unproduktiven" Pferden. Unsere Forschungen besagen, dass jedes Jahr etwa 420 Pferde an Pferderennen totgeritten werden. Ungefähr 38 Prozent sterben auf dem Parcours selber. Andere sterben an Trainingsverletzungen, oder sie werden getötet, weil sie wirtschaftlich keinen Wert mehr darstellen.>


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Der
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27.7.2013: <Reiter malen Pferde als Schutz gegen Bremsen mit Streifen an>

Pferd mit aufgemalten Zebrastreifen gegen
                      Pferdebremsen
Pferd mit aufgemalten Zebrastreifen gegen Pferdebremsen [1]

aus: Der Standard online; 27.7.2013;
http://derstandard.at/1373513815382/Reiter-malen-Pferde-als-Schutz-gegen-Bremsen-mit-Streifen-an

<Hinter der Taktik stecken angeblich wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Zebra-Forschung

Hannover - Reiter haben im Kampf gegen die blutsaugenden Pferdebremsen ein erstaunliches Gegenmittel entdeckt: Sie malen ihren Tieren Zebrastreifen aufs Fell. Auf Facebook schwören Hunderte Pferdebesitzer auf den Erfolg ihrer Methode. Die Besitzer der Vierbeiner geben Ratschläge zu den vermeintlich besten Mustern und tauschen sich aus über geeignete Zutaten für die Farbe. Die Wissenschaft hat jedoch noch keinen eindeutigen Beweis für die abschreckende Wirkung eines gestreiften Fells auf Insekten.

Der Tenor der Kommentare in den Gruppen ist eindeutig. So fasst etwa Nutzerin Sibylle zusammen: "Klappt gut, deutlich weniger Bremsen, sie schwirren rum, landen aber nicht mehr." Und Nutzerin Lena glaubt, den ultimativen Beweis angetreten zu haben: Nach zwei Dritteln des Fells ihrer "Cinderella" ging die Farbe aus - mit dem Ergebnis, dass die Plagegeister die Streifen mieden - den noch nicht bemalten Teil der Stute aber munter weiter attackierten.

Hauptsache kontrastreich und vertikal

Als grundlegendes Patentrezept gibt die Gruppe Neumitgliedern den Hinweis: "Für dunklere Pferde empfehle ich weiße Streifen und für helle Pferde empfehle ich möglichst dunkle Streifen. Hauptsache kontrastreich und vertikal!" Längst fachsimpeln die Nutzer intensiv über geeignete Farbe. Die Ideen reichen vom Wasser-Mehl-Gemisch (hält nicht so lange) bis hin zu professionellen Viehmarkierungsstiften. Es kursieren ganze Bauanleitungen zu Apparaturen für den temporeichen Farbauftrag.

Kein Aprilscherz, sondern Wissenschaft

Was anfangs wie ein Aprilscherz klingt, hat einen ernsthaften wissenschaftlichen Hintergrund. Biologen aus Ungarn und Schweden zeigten vor gut einem Jahr, dass Zebras ihre kontrastreiche Zeichnung im Fell offensichtlich auch als Schutz vor Insekten dient. Zuvor hatte die Forschung angenommen, die Streifen erschwerten Raubtieren das Erspähen der Beute. Die These lautete, dass Fressfeinde im flimmrigen Licht der heißen Savanne die Zebras schlecht erkennen oder Probleme haben, einzelne Tiere in einer galoppierenden Herde auszumachen.

Doch das Experiment des Forscherteams um Susanne Akesson von der schwedischen Uni Lund zeigte, dass blutsaugende Bremsen mit Lockstoff präparierte Attrappen mieden, wenn die gestreift waren. Mehr noch: Je schmaler die Streifen, desto besser. Das Team schrieb: "Wir folgern, dass Zebras ein Felldesign entwickelt haben, bei dem die Streifen so schmal sind, dass sie eine minimale Attraktivität für Bremsen haben."

Doch genaue Erklärungen fehlen den Forschern immer noch. Tierarzt Burkhard Bauer, Experte für "Lästlinge und blutsaugende Insekten" an der Freien Universität Berlin, warnt: Es gebe zwar die Beobachtung, dass Zebras weniger unter der gefürchteten Tsetsefliege leiden. Das aber auf ihr Fellmuster zurückzuführen, könnte ein Trugschluss sein. Womöglich wehrten sich die Zebras ganz einfach besser, etwa mit dem Zucken ihrer Haut.

Für die Reiter, die ihre Pferde in Zebras verwandeln, hat Fachmann Bauer eine ganz populärwissenschaftliche Botschaft: Vielen Insekten sei das mit Sicherheit völlig egal." Schließlich sei Geruch "das überragende Lockmittel" für die Parasiten. Aber wer sein Pferd in mühevoller Arbeit erst einmal bemalt habe, glaube womöglich auch eher an einen Erfolg. "Ein bekannter psychologischer Effekt", sagt Bauer. (APA, 27.7.2013)

Pferdeanmalen auf Facebook>


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n-tv online, Logo

27.11.2013: Gifte in Ahornsamen und "atypische Weidemyopathie" - <Verdacht fällt auf Ahornsamen
: Mysteriöse Krankheit tötet Pferde>

aus: n-tv online; 27.11.2013;
http://www.n-tv.de/wissen/Mysterioese-Krankheit-toetet-Pferde-article11803031.html

<Schwitzen, Koordinationsstörungen, Koliken, Muskelzittern: Einige Pferdebesitzer glauben, Kriminelle hätten ihre Tiere vergiftet. Doch hinter dem mysteriösen Sterben auf den Koppeln steckt eine Krankheit, die erst allmählich erforscht wird.

Eine für Pferde tödlich verlaufende Muskelkrankheit verbreitet bei Tierfreunden zunehmend Sorge. Es geht um Pferde, die auf der Weide gehalten werden und plötzlich mit Vergiftungserscheinungen verenden. In Nordrhein-Westfalen wurden solche Fälle zuletzt etwa aus dem Raum Aachen bekannt. Auch Pferde in der belgischen Provinz Lüttich und aus einem Gestüt in Hürtgenwald im Kreis Düren sollen der mysteriösen Krankheit zum Opfer gefallen sein.

Der Name der Krankheit lautet "atypische Weidemyopathie" - wobei der Begriff Myopathie für Muskelerkrankung steht. Tiermediziner gehen inzwischen davon aus, dass das pflanzliche Gift Hypoglycin A hinter den Erkrankungen steckt. Es ist zum Beispiel in den Samen des Berg-Ahorn enthalten. Das würde erklären, weshalb nur Weidetiere betroffen sind - und das vor allem jetzt im Herbst, wenn die verwelkten Samen zu Boden fallen.

"Eine Vergiftung beginnt meist mit Schwitzen, Koordinationsstörungen, Koliken und Muskelzittern", hieß es in einer Mitteilung der Städteregion Aachen. Der Tierarzt Johannes Hörmeyer vom Veterinäramt der Städteregion empfahl Pferdebesitzern, zu überprüfen, ob Ahornbäume auf der Weide und in der Umgebung stehen.

"Sehr gefährliche Erkrankung"

Die Expertin Jessika Cavalleri von der Klinik für Pferde der Tierärztlichen Hochschule Hannover sagt: "Es handelt sich um eine sehr gefährliche Erkrankung, die meistens tödlich verläuft." Die Krankheit trete offensichtlich in Wellenbewegungen auf - in den Jahren 2005 und 2009 seien besonders viele Fälle bekannt geworden. Möglicherweise liege das an den Wetterbedingungen der jeweiligen Jahre oder an schwankenden Toxinbelastungen der Bäume, vermutet Cavalleri.

Nach verschiedenen Medienberichten sollen in den vergangenen Wochen allein in Nordrhein-Westfalen Dutzende Pferde an der atypischen Weidemyopathie verendet sein. Die Fachtierärztin für Pferde Prof. Heidrun Gehlen von der Freien Universität Berlin spricht von einer regional auffälligen Häufung in Nordrhein-Westfalen. Aber weil die Krankheit nicht meldepflichtig ist, können weder Wissenschaftler noch Behörden wie beispielsweise das Landesumweltamt genaue Zahlen nennen. Und wenn über steigende Fallzahlen berichtet wird, kann das auch daran liegen, dass die atypische Weidemyopathie mittlerweile eher erkannt wird als noch vor einigen Jahren.

Vermutlich hohe Dunkelziffer

Die Universität im belgischen Lüttich, die mit der Forscherin Dominique Votion zu den führenden Einrichtungen bei diesem Thema gehört, hat bis Mitte November zwölf Fälle in Deutschland registriert. Vermutlich gebe es aber viel mehr bisher nicht gemeldete Fälle, sagt Expertin Cavalleri - ebenso wie ihre Kollegin Katja Roscher, Tierärztin an der Klinik für Pferde der Universität Gießen.

Roscher weist auf immerhin einen beruhigenden Aspekt hin: "Auch wenn die Erkrankung für die betroffenen Pferde meist tödlich endet, gibt es zumindest keinerlei Hinweise darauf, dass sie auf andere Pferde übertragen werden kann." Um eine Tierseuche handelt es sich also nicht.

Die atypische Weidemyopathie hat auch schon die Polizei auf den Plan gerufen - so etwa im besagten Jahr 2009. Damals hatten etliche Pferde auf einem Gestüt in Büren-Ahden (Nordrhein-Westfalen) Vergiftungserscheinungen gezeigt, sechs der Tiere verendeten schließlich. Der betroffene Pferdebesitzer schaltete die Polizei ein. Erst die veterinärmedizinischen Untersuchungen ergaben, dass keine kriminellen Machenschaften zum Tod der Tiere führten.

Quelle: n-tv.de , Michael Kieffer, dpa>


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Schweizer Fernsehen
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Schweiz 9.4.2014: <Reiten ist ein gefährliches Hobby> - rund 8000 Verletzungen pro Jahr durch Reitunfälle - 90% Frauen

aus: Schweizer Fernsehen online; 9.4.2014;
http://www.srf.ch/news/schweiz/reiten-ist-ein-gefaehrliches-hobby

<Pro Jahr verletzen sich in der Schweiz rund 8000 Reiterinnen und Reiter. Nun richtet sich die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) mit einer Broschüre an die Reitenden.

Die etwa 140'000 Reitenden hierzulande setzten sich mit ihrem Hobby grossen Gefahren aus. Pro Jahr gibt es 8000 Verletzte im Pferdesport. 90 Prozent davon seien Frauen. Innert 14 Jahren wurden in der Schweiz sogar 29 tote Reitende gezählt.

Stürze vom Pferd am häufigsten

«Der Hauptgrund für die vielen Unfälle ist die gesteigerte Begeisterung für den Reitsport», erklärt BfU-Sprecher Rolf Moning. Bei Stürzen vom Pferd verletzten sich die meisten Sportler. Pferde seien Lebewesen und kein Sportgerät. Das mache sie unberechenbar.

Die empfindlichsten Stellen der Reitenden sind der Rumpf, der Schultergürtel und der Oberarm. «Besonders gefährlich sind Kopfverletzungen, deshalb empfehlen wir einen Reithelm zu tragen», so Moning.

Wichtig sei eine gute Reitausbildung. Die Unfallhäufigkeit sei bei Anfängern und Kindern besonders hoch. Zudem sei die Ausrüstung entscheidend. Reithelm, Schutzweste, Reithosen, Reithandschuhe und Reitstiefel können laut Moning das Verletzungsrisiko minimieren.

Broschüre für Reitende

Die BfU richtet sich nun mit einer Broschüre an Reiterinnen und Reiter in der Schweiz. Darin sind die wichtigsten Regeln im Umgang mit Pferden festgehalten. Die Broschüre enthält auch Anweisungen, wie sich Tritt- und Bissverletzungen vermeiden lassen.

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Rheinische Post online, Logo

Thüringen 11.5.2014: Grünschnittabfälle vergiften Pferdeherde - 9 tote Jungtiere

aus: Rheinische Post online: Neun Jungtiere verendet: Ganze Pferdeherde in Thüringen vergiftet; 11.5.2014;
http://www.rp-online.de/panorama/ausland/ganze-pferdeherde-in-thueringen-vergiftet-aid-1.4232061

<Meura. Elf Jungpferde sind nach dem Fressen giftiger Pflanzen auf einer Weide im südthüringischen Gräfenthal gestorben. Nach ersten Erkenntnissen hätten Unbekannte Grünschnittabfälle auf die Weide geworfen, die Äste von Lebensbäumen enthielten, teilte die Zuchtleiterin des Haflinger-Gestüts Meura, Katrin Unger, am Sonntag mit. Diese seien für Pferde giftig. Die Obduktion zweier toter Junghengste habe den Verdacht der Vergiftung erhärtet.

Passanten füttern nach ihre Angaben häufig die Tiere. "Viele, die nichts mit Pferden zu tun haben, wissen nicht, dass viele Pflanzen für Pferde giftig sind", sagte Unger. Neun Haflinger der Herde waren am Sonntag noch mit Symptomen in tierärztlicher Behandlung. Die Polizei will ermitteln, wer den Grünschnitt auf die Weide gelegt hat.

Quelle: dpa


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Blick online, Logo

Schweiz 12.5.2014: Pferd tritt Bub (10), weil dieser einen Ball holen will

aus: Blick online: Schüler (10) von Huf getroffen; 12.5.2014;
http://www.blick.ch/news/schweiz/aargau/schueler-10-von-huf-getroffen-beim-ballholen-vom-pferd-schwer-verletzt-id2847142.html

<Beim Ballholen vom Pferd schwer verletzt

LÜSSLINGEN - Er wollte nur den Ball von der Weide holen in der grossen Pause. Doch jetzt liegt der Bub (10) schwer verletzt im Spital.

Heute Morgen in Lüsslingen SO: Der Fussball fliegt in der grossen Pause auf die Pferdewiese neben dem Schulhaus. Ein Schüler (10) kriecht unter dem Zaun auf die Weide. Bevor er den Ball zurückholen kann, geschieht das Unglück: Der Junge wird von einem der drei Pferde auf der Weide getroffen

Der Zusammenstoss mit dem Tier ist so heftig, dass der Bub schwer verletzt wird. Die Rega muss ihn ins Spital fliegen. (bih)>

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Schweinzer Fernsehen online, Logo

Schweiz 19.9.2015: Bauer bearbeitet Felder mit Pferden statt Traktoren - weniger Bodenverdichtung und Wartung - und keine Kosten für Dieseltreibstoff:
Jungbauer David Michel bei Aeschbacher

Jungbauer David Michel bei «Aeschbacher»

http://www.srf.ch/unterhaltung/events-shows/jungbauer-david-michel-bei-aeschbacher

http://www.schweiznews.net/news/jungbauer-david-michel-bei-aeschbacher

<«Sinneswandel»: Biobauer David Michel hat seine Maschinen verkauft und setzt auf seinem Hof nicht auf Motoren-, sondern auf Pferdestärke>

Jungbauer David Michel bei «Aeschbacher»

http://www.srf.ch/unterhaltung/events-shows/jungbauer-david-michel-bei-aeschbacher

"David Michel hat seine Maschinen verkauft und setzt auf seinem Hof nicht auf Motoren-, sondern auf Pferdestärke. - «Sinneswandel»: Biobauer David Michel hat seine Maschinen verkauft und setzt auf seinem Hof nicht auf Motoren-, sondern auf Pferdestärke. Kurt Aeschbacher begrüsst ihn in der nächsten Sendung. David Michel hat sich auf das Altbewährte zurückbesonnen. Der junge Biobauer setzt auf seinem Hof mit Mutterkuhhaltung und Ackerbau auf natürliche Pferdestärke. Anstelle von motorisierten Traktoren bewirtschaftet er seine Felder mit den Kaltblütern Jurek, Leo, Eugen und der Stute Xantia. Viel Tüfteln, Geduld und Ideengeist war bei diesem zweijährigen Entstehungsprozess gefragt. Mit dem Geld, das Michel für Diesel spart, kann er sich nun sogar eine Hilfskraft auf dem Betrieb leisten. Weitere Gäste bei Kurt Aeschbacher zum Motto «Sinneswandel» sind Foodscout Richard Kägi, Elektrosensible Graziella Maiano und Einsiedlerin Schwester Benedikta. schl"


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Fotoquellen
[1] Pferd mit aufgemalten Zebrastreifen gegen Pferdebremsen: derstandard.at/1373513815382/Reiter-malen-Pferde-als-Schutz-gegen-Bremsen-mit-Streifen-an



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