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Mückenschutz

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino
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22.4.2010: Mückenschutzmittel mit DEET oder Icaridin - oder Autan Family Care - und ein Netz

aus: n-tv online: Haushalt: StechattackenWas gegen fiese Mücken hilft; 22.4.2010;
http://www.n-tv.de/ratgeber/test/haushalt/Was-gegen-fiese-Muecken-hilft-article836185.html

<Kaum sind die ersten Sonnenstrahlen zu sehen, kommen auch die kleinen Plagegeister: Stechmücken. Bis jetzt sind sie noch relativ selten, doch mit steigenden Temperaturen ändert sich das. Mittel gegen Mücken gibt es viele. In unseren Breiten gibt es laut Stiftung Warentest eine ganze Reihe von Produkten, die zuverlässig wirken.

Bei Malaria- und Gelbfiebermücken klappt das nicht so oft. Einige Mückenmittel, die die Tester untersucht haben, sind sogar völlig wirkungslos. Die Mücken attackieren dann schnell und heftig. Ob Spray, Gel oder Lotion – von den 21 getesteten Mückenmitteln zum Einreiben bieten nur sieben einen effektiven Schutz vor den Plagegeistern. Insgesamt reichten die Ergebnisse von "gut" bis "mangelhaft".
Hautreizungen und allergische Reaktionen

Der Testsieger Anti Brumm Forte hält tag- und dämmerungsaktive Mücken sowie Malariaüberträger für mehrere Stunden vom Stechen ab. Wer in den Tropen unterwegs ist, sollte sich unbedingt schützen und zu einem Mittel mit dem Wirkstoff Diethyltoluamid, kurz DEET, greifen, raten die Tester. Hochdosierte DEET-Produkte sind bei häufiger Anwendung nicht unbedenklich. Deshalb sind in Deutschland weniger schleimhautreizende Mittel mit dem Wirkstoff Icaridin wie Autan Protection Plus zu empfehlen.

Am sanftesten zur Haut und mit vier Stunden durchschnittlicher Wirkzeit noch "gut" ist Autan Famliy Care. Am schlechtesten schützen Produkte mit ätherischen Ölen. Auch sie haben meist ein hohes schleimhautreizendes Potential und können zum Teil allergische Reaktionen auslösen.

Generell sind Mückenmittel nichts für die dauerhafte Anwendung. Für zuhause reicht ein feinmaschiges Fliegengitter vor dem Fenster. Sie halten Mücken wirkungsvoll draußen.

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22.8.2011: <Gesundheit: Mückenschutz als Allergiker vorsichtig anwenden> - Asthma, Allergien und empfindliche Haut verlangen vorsichtige Anwendung

aus: n-tv online; 22.8.2011;
http://www.n-tv.de/ticker/Gesundheit/Mueckenschutz-als-Allergiker-vorsichtig-anwenden-article4109291.html

<Mönchengladbach (dpa/tmn) - Nicht jeder Mückenschutz ist für Menschen mit Asthma, Allergien oder empfindlicher Haut empfehlenswert. Denn die Mittel enthalten oft reizende oder allergene Konservierungs-, Duft- oder Farbstoffe, die nicht vollständig angegeben werden müssen.

Da Mückenabwehrprodukte zu den Bioziden zählen, müssen bei ihnen - im Gegensatz zu Kosmetika - die Inhaltsstoffe nicht zwingend vollständig angegeben sein. Darauf weist der Deutsche Allergie- und Asthmabund (DAAB) in Mönchengladbach hin. Aber auch deklarationspflichtige Duftstoffe wie Citral oder Citronellal sind für empfindliche Menschen oft problematisch.

Mückenschutzmittel sind nicht für Kinder unter zwei Jahren geeignet. Auch für den andauernden Gebrauch sind sie nicht gedacht, sondern nur nach Bedarf. Wird der Schutz nicht mehr benötigt, rät der DAAB, das Mittel von der Haut abzuwaschen. Auch die Hände sollten nach dem Eincremen immer gewaschen werden. Auf wunder oder sonnenverbrannter Haut dürfen die Produkte nicht angewendet werden. Solche Stellen schützt man am besten mit Bekleidung.

Grundsätzlich bietet Kleidung einen guten Schutz vor den Insekten, wenn sie weit genug ist. Durch eng anliegende Hosen zum Beispiel stechen Mücken durch. Babys lassen sich zusätzlich mit Netzen schützen. Außerdem ist heller Stoff sinnvoll: Darauf sehe man die Plagegeister eher, erläutert der DAAB. Das gelte auch für Zecken. Hat sich doch eine Zecke auf der Haut festgesaugt, sollte sie vorsichtig mit einer Zeckenzange entfernt werden.

Aus der Wohnung fernhalten lassen sich stechende Insekten am besten Mückengittern und Moskitonetzen. Der DAAB rät wegen gesundheitlicher Risiken vom Gebrauch von Insektenverdampfern ab.

Quelle: n-tv.de / dpa>

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23.8.2011: <Tropenmedizin: Stechmücken verbreiten West-Nil-Virus in Europa> - Ost- und Südeuropa sind bereits betroffen

aus: Welt online; 23.8.2011;
http://www.welt.de/gesundheit/article13561192/Stechmuecken-verbreiten-West-Nil-Virus-in-Europa.html

<Der in den Tropen und Subtropen bekannte West-Nil-Virus ist in Europa angekommen: Wer nach Ost- und Südosteuropa reist, sollte sich vor Mücken schützen.

Das West-Nil-Fieber breitet sich in Ost- und Südosteuropa aus und kann auch für Touristen gefährlich werden. Seit Ende Juli wurden nach Angaben des Centrums für Reisemedizin (CRM) aus Griechenland, Rumänien, Russland und Albanien 56 Fälle gemeldet. Wer in diese Länder reist, sollte sich deshalb vor Mücken schützen, die das für die Krankheit verantwortliche Virus übertragen.

Foto: dpa
Forscher am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg haben im vergangenen Jahr Sindbis-Viren bei Culex-Mückenarten (l.) in Baden-Württemberg gefunden. Auch die Tigermücke (r.) wurde bereits in Deutschland nachgewiesen. Der eingewanderte Blutsauger überträgt Krankheiten wie Dengue-Fieber oder den West-Nil-Virus.

Die Zahl der Erkrankungen ist nach Beobachtung des CRM bereits 2010 im Vergleich zu den Jahren davor deutlich angestiegen. Allein in Griechenland gab es 257 bekanntgewordene Fälle. Viele Patienten waren ins Krankenhaus gekommen, weil sie Anzeichen von Hirnhautentzündungen hatten. Für diesen Sommer und Herbst sei mit zahlreichen weiteren Fällen zu rechnen.

[Das West-Nil-Fieber]

Das West-Nil-Fieber ist eine grippeähnliche Virusinfektion, die lange Zeit vor allem in den Tropen und Subtropen bekannt war, aber schon seit längerem auch in Nordamerika vorkommt.

Die Krankheit bricht drei bis sechs Tage nach der Infektion aus. Symptome sind zum Beispiel Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten und Fieber. Etwa ein Drittel der Erkrankten bekommt einen Hautausschlag an Brust, Rücken und Armen. Seltener sind Hirnhautentzündungen. Im schlimmsten Fall verläuft die Krankheit tödlich.

[Moskitonetze und gut gelüftete Räume]

Das Virus wird durch nachtaktive Mücken übertragen. Mückenschutz ist deshalb insbesondere nachts wichtig - und in der Dämmerung. Dazu gehört, in Innenräumen Fenster und Bett mit Moskitonetzen zu schützen. Die Netze sollten nach Empfehlung der Reisemediziner eine Lochgröße zwischen 1,2 und 1,5 Millimeter haben. So sind sie feinmaschig genug, die Mücken tatsächlich abzuhalten.

Sicherheitshalber kann das Netz noch mit dem Insektizid Permethrin imprägniert werden, raten die Experten vom CRM. Ein guter Mückenschutz ist außerdem ausreichende Luftzirkulation.

Im Freien sollte die Kleidung möglichst viel Haut bedecken, damit die Mücken nicht so leicht zustechen können. Auf freie Hautstellen werden am besten Mückenabwehrmittel aufgetragen - solche, die den Wirkstoff Diethyltoluamid (DEET) enthalten, schützen in der Regel mindestens drei Stunden vor stechenden Insekten.

Mehr Informationen zum Thema:

dpa/oc>

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26.9.2011: Mückenschutz: Weite, helle Kleidung - Duftsprays, die den Duft der Haut verändern - DEET

aus: Welt online: Ratgeber: Wirksamer Mückenschutz;
http://www.marcopolo.de/magazin/mueckenschutz-im-urlaub/wirksamer-mueckenschutz

<Achtung Urlauber, die Blutsauger sind unterwegs — und zwar in Form von Mücken! Meistens sind sie vor allem nervig, manchmal aber sogar richtig gefährlich. Jedoch muss sich niemand den blutsaugenden Quälgeistern hilflos ausgeliefert fühlen, denn es kann einiges für ihre Abwehr getan werden!

Was genau Stechmücken warum und wie anzieht, ist wissenschaftlich noch ein großes Rätsel. Sicher ist, dass die Milch- und Fettsäuren im Schweiß dabei eine Rolle spielen. Aber auch vom Menschen ausgeatmetes Kohlenmonoxid lockt die fliegenden Schmarotzer wahrscheinlich an. Allerdings stechen lediglich die trächtigen Weibchen zu, weil ihre Eier das Blut zur Entwicklung benötigen. Mückenmännchen sind harmlose Vegetarier, die sich von Pflanzensaft und Nektar ernähren.

Angelockt von süßem Blut

Stechmücken besitzen gleich vier Mundwerkzeuge, um an das menschliche Blut zu gelangen: Zwei Sägen und zwei Dolche, sogenannte Stiletts. Mit jedem Stich injiziert das Weibchen ein wenig von ihrem Speichel, in dem ein Betäubungsmittel vorhanden ist. Das macht nicht nur den Einstich für Menschen weniger schmerzhaft, sondern lässt als Gerinnungshemmer das Blut besser fließen. Drei Tage nach ihrer Blutnahrung legt das befruchtete Weibchen ungefähr 150 Eier in seichte Gewässer wie kleine Bäche, Regentonnen oder Vogeltränken – aus denen sich in kürzester Zeit weitere blutrünstige Insekten entwickeln.

Übrigens ist es ein Irrglaube, dass Frauen häufiger gestochen werden als Männer! Bestimmte Duftkomponenten im Blut und im Schweiß ziehen die Mücken mehr an als andere, weshalb in diesen Fällen von "süßem Blut" gesprochen wird und manche Menschen bei den Insekten als echte Leckerbissen gelten. Die Zusammensetzung dieser Lockstoffe ist allerdings von Mensch zu Mensch verschieden, sie hat nichts mit dem Geschlecht zu tun.

Perfekter Stich-Schutz

Auf reisen in ferne Länder können Schnaken und Bremsen häufig schlimme Krankheiten wie Malaria oder Gelbfieber übertragen. Aber auch daheim, beim Grillen, Sport oder am Badesee sind sie unangenehm und störend. Wichtigster Schutz ist deshalb trotz hoher Temperaturen am besten weite, feste und lange Kleidung. Dadurch gibt man den Mücken keine Chance, auf der Haut zu landen oder durch enganliegende Stoffe zu stechen. Da sich die Tiere auf dunklem Untergrund wohlfühlen, ist außerdem helle Kleidung zur Mückenabwehr ideal.

Zusätzlich bieten Anti-Mückenmittel optimalen Schutz vor diversen Arten von Insekten. Diese so genannten Repellents (vom Lateinischen repellere = vertreiben) sind meistens als Spray oder Creme zu erhalten und stören mit ihren Wirkstoffen den Orientierungsmechanismus der Mücken. Durch einen Duftmantel auf der Haut wird der Körpergeruch verändert, so dass die Angreifer ihre Opfer nicht mehr erkennen können. Manche Mittel wirken dabei sogar bis zu acht Stunden und einige dürfen sowohl auf empfindlicher als auch auf der Haut von Kindern angewendet werden.

Keine Chance zum Blutraub

Der effektivste Wirkstoff in Anti-Mücken-Mitteln ist DEET (Diethyltoluamid), der bereits 1946 entwickelt wurde und seitdem die perfekte Abwehr unter anderem gegen aggressive südostasiatische Insekten ist. Er verfügt über ein breites Wirkungsspektrum und ist zudem langanhaltend in seiner Wirkung. Die Weltgesundheitsorganisation WHO rät deshalb zur Verwendung DEET-haltiger Präparate bei einem Aufenthalt in den Tropen. Und auch für den Aufenthalt in Malaria-Gebieten ist ein wirksames Repellent Pflicht. Allerdings ist die häufige Verwendung von hochdosierten DEET-Produkten über einen längeren Zeitraum hinweg gesundheitlich nicht ganz unbedenklich.

Wichtig für die optimale Wirkung ist zudem die richtige Anwendung: Das Insektenschutzmittel sollte nach dem Auftragen einer wenig duftenden Sonnencreme verwendet werden. Außerdem ist es ratsam, beliebte Stichstellen wie Nacken und Knöchel nicht zu vergessen. Nach dem Baden oder heftigem Schwitzen sollte das Auftragen unbedingt wiederholt werden — dann haben lästige Mücken keine Chance zum Blutraub!

Text: Anne Kirchberg>


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Der Standard online, Logo

26.9.2011: <Lange ungeklärte Frage: Warum DEET so erfolgreich gegen Mücken wirkt> - Substanz "Diethyltoluamid" verfälscht Signalstärken der Mücken-Antennen

aus: Der Standard online; 26.9.2011;
http://derstandard.at/1316733438962/Lange-ungeklaerte-Frage-Warum-DEET-so-erfolgreich-gegen-Muecken-wirkt

<Die Substanz Diethyltoluamid macht Insekten orientierungslos, indem sie die Signalstärken ihrer Antennen verfälscht.

Auch die Gelbfiebermücke (Aedes aegypti) lässt sich von DEET verwirren.

Das Insektenabwehrmittel DEET (Diethyltoluamid) wird bereits seit Jahrzehnten gegen verschiedene stechende und beißende Insekten erfolgreich eingesetzt. Warum es wirkt und wo es bei den Tieren ansetzt, war aber bis heute nicht ausreichend erklärt. Wissenschafter der Rockefeller Universität, New York, in Kooperation mit dem Max Planck Institut für chemische Ökologie, Jena, sind jetzt der Wirkungsweise von DEET auf die Spur gekommen.

Der Stoff ist nämlich nicht, wie lange vermutet, ein Blockierer von anlockenden Duftsignalen blutspendender Säugetiere, und er löst auch nicht ein aktives Fluchtverhalten von Mücken oder Fruchtfliegen aus. Seinen Siegeszug als Antimückenmittel konnte er antreten, weil er die Nervensignale von Geruchsrezeptoren unterschiedlicher Insektenarten individuell moduliert. Diese als odorant receptors (OR) bezeichneten Proteine dienen der Wahrnehmung von speziellen Duftsignalen, an denen die Insekten ihren Wirt oder ihre Nahrungsquelle erkennen und gezielt dorthin fliegen. DEET verstärkt oder schwächt die durch einen Duftstoff ausgelösten Nervensignale je nach Art des Rezeptors und des stimulierenden Duftstoffes - mit der Folge, dass die Tiere die Orientierung verlieren.

Ende eines jahrzehntelangen Diskurses

Mit der jetzt im Fachjournal "Nature" erschienen Arbeit aus der Gruppe um die Neurobiologin Leslie Vosshall von der Rockefeller University, USA, konnte ein jahrzehntelanger wissenschaftlicher Diskurs aufgeklärt werden. DEET, im Jahr 1946 als wirksames Mittel gegen Mückenstiche entwickelt und seitdem im weltweiten Einsatz, wirkt nämlich weder als Reizblocker noch als aktives "repellent" (Abwehrstoff): Der für uns Menschen schwach riechende Stoff ist für Insekten sehr wahrscheinlich ein "confusant" - ein Verwirrstoff. In Kooperation mit Bill Hansson und Marcus Stensmyr vom Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena, die die Duftstoffanalytik durchgeführt haben, konnten die Wissenschafter den Wirkmechanismus von DEET mittels moderner neuro-, molekularbiologischer und chemischer Verfahren aufklären.

Für ihre Experimente kam den Forschern die Anatomie des Geruchsapparats ein Stück weit entgegen. Die Antennen des Versuchsobjekts Drosophila melanogaster (Fruchtfliege) besitzen in ihren Riechhärchen (Sensillen) spezifische Geruchsrezeptoren (ORs), die sich in der Zellmembran eines dazugehörigen Nervs (olfactory sensory neuron - OSN) befinden. Mindestens zwei solcher OSNs sind in einem Sensillum verborgen. In den Versuchen wurden die elektrischen Signale je eines OSN gleichzeitig aufgenommen und miteinander verglichen. Bei Zugabe eines ausgesuchten Duftstoffs, beispielsweise Linalool, wurde dann festgestellt, dass DEET einen stimulierenden Effekt auf das OSN mit dem Rezeptor Or59b und parallel einen inhibierenden Effekt auf das OSN mit dem Rezeptor Or85a hatte.

"Mentale Duftkodierung" verändert

Insgesamt wurden die Reaktionen von vier OSNs auf zehn verschiedene Duftstoffe verglichen. Alle Nerven reagierten, und dies sogar abhängig von der Konzentration der Gerüche in der Umgebung, bis auf drei Ausnahmen unterschiedlich im Beisein von DEET. In Abwesenheit eines Duftstoffes wirkte DEET hingegen so gut wie gar nicht. Der Stoff verändert somit die "mentale Duftkodierung" der Tiere, die demzufolge nicht mehr gezielt, sondern verwirrt reagieren. Natürliche Variabilität der Duftrezeptoren könnte der Grund für das breite Wirkspektrum von DEET gegen verschiedenste Insektenarten sein

Um den Wirkmechanismus von DEET zu entschlüsseln, wurde der Rezeptor Or59b genauer analysiert. Die Duftreaktionen von 18 an verschiedenen Orten der Welt gesammelten Fruchtfliegen wurden miteinander verglichen und zeigten ähnliche Ergebnisse wie der Laborstamm - bis auf einen Stamm aus Brasilien, der sich als insensitiv gegen DEET herausstellte und gegenüber bestimmten Düften andere Aktivierungsmuster zeigte. Das Or59b kodierende Gen aus dem südamerikanischen Stamm wurde daraufhin mit dem Gen des Laborstammes verglichen und zeigte mehrere Abweichungen in den abgeleiteten Aminosäuresequenzen.

Die individuelle Untersuchung der einzelnen Aminosäureaustausche unter Einsatz von transgenen Fruchtfliegen zeigte, dass schon eine Veränderung von Valin nach Alanin im brasilianischen Stamm ausreichte, um die DEET Wirkung aufzuheben - ein Beweis, dass der Stoff direkt mit einem OR interagiert und nicht mit ebenfalls im Rezeptorkomplex vorhandenen konservierten Untereinheiten wie beispielsweise Orco (olfactory receptor coreceptor). Weil das Repertoire an unterschiedlichen ORs in verschiedenen Insektenarten und deren Ökotypen groß ist, könnte hierin der Grund für das enorm breite Wirk- und Wirtsspektrum von DEET liegen. (red)

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20 minuten online,
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Ellikon (Schweiz) 19.4.2013: <Amtlich bewilligt: Bio-Waffe gegen drohende Mückenplage> - Bakterien "BTI" sollen Mücken töten

aus: 20 minuten online; 19.4.2013;
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/31150457

<von L. Hanselmann
-

Der Kanton Zürich lässt Mücken keinen Stich: Er will ihre Larven durch den Einsatz von Bakterien töten. Naturschützer befürchten, dass mückenfreie Sommer bald zum Normalfall werden.

[Renaturierte Thur-Mündung führt zu stehenden Gewässern und Mückenplage bei Ellikon]

Stechmücken nerven. Beim Einschlafen treiben sie einen mit ihrem Surren in den Wahnsinn und nach dem romantischen Spaziergang am Wasser heisst es oft kratzen statt küssen. Die Bewohner der Zürcher Gemeinde Ellikon konnten im letzten Sommer am Abend nicht einmal mehr draussen sitzen. Die Renaturierung der Thurmündung führte zu stehenden Gewässern entlang des Flusses und einer Mückenplage. Seine Helferinnen seien auf der Erntemaschine fast gefressen worden, klagte damals ein Bauer der «Andelfinger Zeitung». Der «Landbote» schreibt von einem «halben Volksaufstand».

Dieses Jahr soll sich das nicht wiederholen: Der Kanton Zürich hat diese Woche die geplanten Massnahmen gegen die Stechmücken vorgestellt. Unter anderem sollen im Naturschutzgebiet auch Bakterien eingesetzt werden können. Die nötige Bewilligung dazu wurde heute im Amtsblatt des Kantons publiziert. Gibt es keine Rekurse, kann die Bio-Waffe in einem Monat verspritzt werden.

Umweltschützer warnen vor Folgen - [Sprayen von oben: Das Bakterium tötet auch die harmlose Zuckmücke und die Grünalgen]

Gegen die Bakterien haben die Mücken im wahrsten Sinn des Wortes keinen Stich: Das Bacillus thuringiensis israelensis (BTI) produziert ein Gift, die Larven der Stechmücken fressen dieses und sterben. In der Magadinoebene TI und am Greyerzersee FR wird BTI schon eingesetzt. In Deutschland am Oberrhein werden die Bakterien gleich mit Helikoptern versprüht. Der Bestand wurde so um bis zu 95 Prozent reduziert. Der flächendeckende Einsatz sorgt aber seit längerem für Kritik von Umweltschützern: BTI würde auch die harmlose Zuckmücke und die für die Nahrungskette wichtigen Grünalgen abtöten.

Auch in der Schweiz gibt es Skepsis: Der Verband Aqua Viva – Rheinaubund schreibt von einer «fragwürdigen Entwicklung». Es würden auch andere Organismen vom Gift betroffen, der Eingriff in die Nahrungskette wirke sich negativ auf Libellen oder Vögel aus und es könnten sich Resistenzen gegen BTI bilden.

Trotz allem wird er die Bewilligung des Kantons voraussichtlich nicht anfechten, um weitere Revitalisierungsmassnahmen nicht zu gefährden.

Bakterien für den Gartenteich - [BTI-Bakterien sind besser als chemische Mittel]

Mückenexperte Pie Müller vom Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut in Basel, hat hingegen keine Vorbehalte gegen die Bio-Waffe. Studien hätten gezeigt, dass sie keinen negativen Effekt auf das Ökosystem hat. «BTI wirkt sehr spezifisch auf Stechmücken und wird rasch und gut abgebaut.» Dasselbe sagt Biologe Ralph Schwarz, Geschäftsführer von Andermatt Biogarten. «Die Frage ist, ob man die Stechmücken überhaupt bekämpfen will. Wenn ja, dann ist BTI sicher besser als chemische Mittel.»

Schwarz verkauft auch BTI-Mittel für den Hobbygärtner, bei denen die Bakterien inzwischen sehr beliebt sind. Der Rheinaubund befürchtet denn auch, dass BTI je länger je mehr eingesetzt wird, weil sich die Bevölkerung an die mückenfreien Gebiete gewöhne.

[BT-Pflanzen im Ausland]

Im Ausland wird bereits Mais und Baumwolle angepflanzt, die durch ein eingeschleustes Gen selbst BT-Gift produzieren, um Insekten abzuwehren. In der Schweiz ist der Anbau der Gen-Pflanzen allerdings (noch) verboten.>


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Schweizer Fernsehen
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7.7.2014: <Hausmittel gegen Mückenstiche>: Zitronensaft, Zwiebelsaft, Spucke, Aloe-Vera, Hauswurz, Tebaumöl, Nelkenöl, Lavendelöl, Aussaugen

aus: Schweizer Fernsehen online: Hausmittel gegen Mückenstiche ; 7.7.2014;
http://www.srf.ch/gesundheit/alltag-umwelt/hausmittel-gegen-mueckenstiche

<Feucht und warm – so lieben es die Mücken. Sind gerade nicht die gängigen Mittel aus der Apotheke zur Hand, um den Juckreiz zu lindern, helfen auch Hausmittel.

Quält der Juckreiz durch einen Mückenstich, können Zwiebeln und Zitronen wahre Wunder bewirken – auch gegen Bienen-, Wespen oder Hummelstiche. Dazu einfach den Saft der Zwiebeln oder Zitronen auf den Stich träufeln, danach kann man eine Zitronen- oder Zwiebelscheibe auflegen. Das neutralisiert die Insektengifte und verdünnt das Gift. Insofern erfüllt auch Spucke im Notfall den gleichen Effekt.

Hilfe von der Fensterbank

Wer eine Aloe Vera auf der Fensterbank stehen hat, hat das perfekte Naturheilmittel – besonders gegen grossflächige Hautreaktionen – bereits zuhause: einfach Aloe-Vera-Saft auf den Stich streichen. Die Aloe Vera unserer Breitengrade ist übrigens die Hauswurz, die man auch entlang des Weges findet. Ihr Saft erfüllt den gleichen Zweck.

Als ätherische Öle bieten sich zur Behandlung Teebaum-, Nelken- oder Lavendelöl an. Die Öle sollte man allerdings nur sehr lokal anwenden, da manche mit Allergien auf sie reagieren. Am besten ist es übrigens, man testet die Reaktion der Haut vorher einmal an einer kleinen Stelle aus, bevor man Stiche so behandelt.


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