Fischfang. Meldungen (Teil 3)



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Fischfang. Meldungen (Teil 3)

Norwegen verbietet 8 genmanipulierte Pflanzen im Fischfutter der Fischfarmen --

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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3.12.2014: Fischfarmen und Aquakulturen: Dioxine, Antibiotika und Soja im Futter - das provoziert die Abholzung des Regenwalds - Norwegen verbietet 8 genmanipulierte Pflanzen für Fischfutter

aus: Netzfrauen online; 3.12.2014;
http://netzfrauen.org/2014/12/03/norwegische-behoerden-verbieten-gm-fischfutter-wegen-antibiotika-resistenz-angst/#more-21207

<Norwegische Behörden verbieten GM-Fischfutter wegen Antibiotika-Resistenz-Angst>

<Massenwassertierhaltung und ihre Folgen

Weil die Gewässer fast leer geplündert sind, stillen Fischfarmen und Aquakulturen den zunehmenden Hunger auf Fisch. Lachse und Doraden, Karpfen, Pangasius, Muscheln oder Garnelen aus der Wassertierhaltung füllen längst die Kühlregale von Supermärkten und Gaststätten. Die freie Wildbahn haben sie nie erlebt. Sie werden gemästet wie Schweine.

Das Problem mit Aquakulturen

Aquakulturen, vor allem in Norwegen, tragen zur Vervielfachung der Produktion des Lachses bei.  Zuchtlachs jedoch weist alarmierende Schadstoffe, mindere Qualität und einen Fettanteil von 15 bis 34 Prozent auf. Selbst die schwedische Regierung warnt davor, Fettfische wie Lachse oder Heringe zu verzehren, da diese Schadstoffe im Fettgewerbe binden und Gifte mit sich tragen. Aufgrund des Dioxingehalts sollten sie vermieden werden. Sie können den Hormonhaushalt beeinflussen und Krebs verursachen.

Die Fischfütterung und ihre versteckten “Nebenwirkungen”

Wegen der Überfischung der Meere werden inzwischen ein Teil des tierischen Proteins im Fischfutter durch pflanzliche Proteine aus Soja, Kartoffeln, Raps oder Erbsen ersetzt.

Aber auch hier kommt das gleiche Problem wie schon in der Massentierhaltung von Geflügel, Schweinen oder Rindern zum Tragen. Vergleichbar mit der Intensivtierhaltung an Land stehen in der Aquakultur der hohe Flächenbedarf sowie der Einsatz von Agrarchemikalien für die Futtermittelproduktion in der Kritik. Vor allem für den Anbau von Soja sowie den Ausbau der Infrastruktur in den Produktionsländern, die hauptsächlich auf dem amerikanischen Kontinent liegen, werden riesige Flächen an Regenwald abgeholzt.

Eine weitere Gefahr bei Fischfutter stellt der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen (GVO) dar. Dies betrifft in der Aquakultur vor allem Soja und Raps. Soja wird hauptsächlich aus außereuropäischen Ländern wie Argentinien oder den USA importiert. Doch 99 Prozent der argentinischen sowie 90 Prozent der US-Sojabohnen sind genmanipuliert und wandern in europäische Futtermittel, somit auch ins Fischfutter.

Und ein weiteres Problem ist Antibiotika, wie in unserem Beitrag Antibiotika-Resistenzen eine zunehmende globale Gefahr beschrieben.

In Norwegen, und nicht nur dort, werden Antibiotika dem Futter beigemischt. Die Antibiotika-Resistenz ist bereits zu einem weltweiten Problem geworden. Für uns neu ist aber, dass dies bereits bei der Herstellung von genmanipuliertem Saatgut entstehen kann. Das wäre ein weiterer Grund, Genmanipuliertes zu meiden.

Norwegische Behörden verbieten GM Fischfutter wegen  Antibiotika-Resistenz-Angst

Alle vier großen norwegischen Fischfutter-Produzenten besitzen seit dem Jahr 2008 die Erlaubnis, in ihrem Futter auch gentechnisch veränderte Inhaltsstoffe einzusetzen. Routinemäßig hätten Skretting, Ewos, Biomar und Polarfeed vor sechs Jahren bei der Norwegischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (NFSA) eine Ausnahmegenehmigung für den Einsatz von GMOs in ihrem Futter beantragt und würden diese jährlich verlängern lassen.

Damit dürften die Hersteller 19 verschiedene GM-Pflanzen einsetzen, darunter Mais, Soja und Rapssaat. Alle besitzen eine Sicherheitsbewertung und Zulassung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Doch inmitten zunehmender Probleme mit Antibiotika resistenten Infektionen hat Norwegen jetzt acht Sorten von genmanipuliertem Fischfutter verboten.

Die Sorge, dass Bakterien mit Resistenzen gegen bestimmte Antibiotika in den Darm der Fische aufgenommen werden könnten und somit in die Nahrungskette gelangen, ist groß. Die Antibiotika resistenten Gene könnten aus dem jeweiligen Boden des Landes kommen, wo das genmanipulierte Getreide angebaut wurde. Eine Überlegung, der dringend nachgegangen werden müsste.

Auch heißt es in der Nachricht, dass Wissenschaftler zu wenig darüber wissen, in welchem ​​Umfang, und speziell in diesem Fall, welche Genen, die durch genetische Modifikation verändert wurden, eingesetzt werden. Wenn die Gene bereits während des Gentechnikverfahrens ein Bakterium besitzen, können sie sich schnell weiterverbreiten.

Dieses ist ein wichtiges Signal für die norwegischen Behörde für Lebensmittelsicherheit. Die norwegischen Behörden haben wiederholt ihre Besorgnis über die Antibiotika resistenten Infektionen, die sich auch in Norwegen erhöhen wird, geäußert. Das Fischfutter für die Fischfarmen, welches bereits zugelassen wurde, wird verboten. 

Der norwegische Presseartikel berichtet ebenfalls über den Widerstand der Verbraucher gegen Fische, die mit Genmanipuliertem gefüttert werden. 

Anmerkung von unserer Netzfrau Birgit aus Chile: In Chile werden vermehrt von norwegischen Firmen Fischfarmen für Lachse betrieben. Der Grund sind die, im Gegensatz zu Norwegen, lascheren Umweltauflagen.

Netzfrauen Doro Schreier>

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