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Dinosaurier. Meldungen

präsentiert von Michael Palomino


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20 minuten
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17.4.2012: <Opfer der Evolution: Deshalb sind die Dinosaurier ausgestorben> - weil sie Eier legten und zu träge waren

aus: 20 minuten online; 17.4.2012;
http://www.20min.ch/wissen/news/story/Deshalb-sind-die-Dinosaurier-ausgestorben-26474259

Den Sauriern wurden weder Meteoriten noch Vulkane zum Verhängnis. Verschwunden sind die Riesenechsen, weil sie winzige Eier legten, haben jetzt Forscher der Uni Zürich nachgewiesen.

Dinosaurier wie der Triceratops (vorne) und der Pachycephalosaurus waren gegenüber den Säugetieren nicht konkurrenzfähig.

Das Ei war der entscheidende Nachteil der Dinosaurier gegenüber den lebend gebärenden Säugetieren. Daryl Codron und Marcus Clauss von der Universität Zürich haben zusammen mit britischen Kollegen erforscht, wie dieses Handicap zum Aussterben geführt haben könnte.

Dino-Eier waren im Verhältnis zum ausgewachsenen Tier zu klein, um den Sauriern längerfristig ein Überleben zu sichern.

Eine bedeutsame Einschränkung des Eierlegens ist, dass das Jungtier im Vergleich zum Muttertier extrem klein ist. Das neu geschlüpfte Baby eines vier Tonnen schweren Titanosauriers ist 2500-mal leichter als das Muttertier. Eine gleich schwere Elefantenmutter wiegt lediglich etwa 22-mal so viel wie ihr Neugeborenes.

Eier-Grösse begrenzt

Das kommt daher, dass Eier nicht unbegrenzt grösser werden können. Grössere Eier brauchen eine dickere Schale, die jedoch luftdurchlässig bleiben muss. Darum ist das Wachstum sowohl der Schale als auch des Eis begrenzt.

Folglich musste sich ein Dinosaurierjunges im Laufe seines Wachstums in vielen Lebensräumen - ökologische Nischen genannt - behaupten. Es fing klein an und konkurrierte jeweils mit anderen, gleich grossen Tieren, um Futter oder Schutz. Das Säugetier hingegen lebt komfortabel, weil von der Mutter gesäugt, in der gleichen Nische wie sie.

Dies hatte Konsequenzen für die Artenvielfalt der Saurier, berichteten Codron und Kollegen am Mittwoch in der Zeitschrift «Biology Letters». «Bei den Dinosauriern dürfte eine einzige Art einen Grossteil der Nischen besetzt haben, während die Säugetiere diese durch zahlreiche, unterschiedlich grosse Arten belegen», sagte Codron in einer Mitteilung der Universität Zürich.

Nach Massensterben nicht konkurrenzfähig

Die Computersimulationen der Forscher zeigten, dass insbesondere Dinosaurier von kleiner und mittlerer Körpergrösse mit sehr viel weniger eigenen Arten vertreten waren als die Säugetiere - denn ihre Nischen waren bereits von den Jungtieren der grösseren Arten besetzt.

Fazit der Arbeit ist somit zum einen, dass der Wettbewerb zwischen Dinosauriern zu einer Lücke bei den mittleren Grössen von zwei bis sechzig Kilogramm geführt hat. Umgekehrt konnten aber auch die Säugetiere keine grossen Arten entwickeln, weil die Nische der Giganten bereits besetzt war.

Kleinsaurier wurden zu Vögeln

Am stärksten litten wohl die kleinen Dinosaurier, die sowohl mit den Jungsauriern wie auch mit ihren eigenen Artgenossen konkurrierten. Jene, die nicht unter dem Druck ausgestorben sind, eroberten sich flugs eine neue Nische: Sie gingen als Vögel in die Lüfte, folgerte Codron.

Die Lücke bei den mittleren Grössen wurde den Sauriern beim grossen Massenaussterben an der Kreide-Tertiär-Grenze zum Verhängnis. Soweit bekannt ist, starben damals alle grösseren Tiere mit einem Körpergewicht ab etwa zehn bis fünfundzwanzig Kilo aus. Säugetiere gab es viele unterhalb dieses Schwellenwertes, Dinosaurier nicht. Die Saurier starben aus.

(sda)>


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Welt online,
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18.4.2012: <Metergroße Eier: Sind Dinosaurier die wahren Osterhasen?>

aus: Welt online; 18.4.2012;
http://www.welt.de/wissenschaft/article106200515/Sind-Dinosaurier-die-wahren-Osterhasen.html

<Dinos mussten aussterben, weil die Eier so klein waren, heißt es. Jetzt wurde aber ein metergroßes Ei gefunden. Wie passt das zusammen? Auch über die Form der Eier gibt es neue Erkenntnisse.

Von Ulli Kulke

Vor 65 Millionen Jahren sollen sie ausgestorben sein, aber die Saurier bestimmen die Nachrichten und die öffentliche Debatte, als weilten sie noch unter uns. Letzte Meldung: Angeblich wurden jetzt in Tschetschenien die größten Dino-Eier der Welt gefunden. "In einem abgelegenen Gebiet des Kaukasus", heißt es in einer Erklärung der Staatsuniversität des Landes. 102 Zentimeter lang sollen sie sein. Das wäre das Dreifache dessen, was die Paläozoologie bisher als Maximum annahm.

Valentina Nasarova, Forscherin des Fachs aus Moskau, wo man sowieso nicht gut zu sprechen ist auf das rebellische Tschetschenien, dementierte denn auch umgehend: So große Dino-Eier gebe es nicht. Auch seien die Riesenechsen "nicht wie Eier legende Ziegen durch die Berge gesprungen", weiß die Echsen-Expertin.

Es wäre ja auch noch schöner, würde doch jener Fund umgehend die vorletzte Dino-Meldung widerlegen, die am Mittwoch durch die Presse ging: Dass die Dinos, groß wie sie waren, aussterben mussten, gerade weil sie vergleichsweise winzige Eier legten.

Die Elterntiere waren demnach 2500 Mal so schwer wie der gerade geschlüpfte Nachwuchs, dem deshalb nur die baldige Flucht übrig blieb, mit ungewissem Ziel. Die exorbitante Wuchtigkeit nicht eines Meteoriten, wie man bisher annahm, sondern die der eigenen Eltern löschte demnach die Art aus.

Vielleicht war dies ja auch gar nicht so lange her, wie wir glaubten. Nein, nicht nur wegen der dinogleichen Drachen, die stets fester Bestandteil unserer Mythologie waren, lange bevor wir den ersten Dino ausgruben.

Forscher der Universität Lester fanden jüngst heraus – und dies ist die drittletzte Dino-Meldung, aus der Vorwoche –, dass die Idealform unserer Ostereier, wie wir sie geschnitzt oder auch als Praline kaufen, mit ihren spitzen Enden viel eher dem Gelege von Saurier gleicht als dem der Hühner. Soweit unsere heutige Auswahl aus den neuesten Nachrichten zum Thema Dinos, dieses Mal nur zu ihren Eiern.

Quelle: Reuters>

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Der Standard
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23.5.2012: Abelisaurier in Argentinien gefunden - und das Skelett ist 40 Millionen Jahre älter als bisher bekannt

aus: Der Standard online: Jura: Ungewöhnlicher Fund erhellt Ursprung der Abelisaurier; 22.5.2012;
http://derstandard.at/1336697636852/Jura-Ungewoehnlicher-Fund-erhellt-Ursprung-der-Abelisaurier

<Carnotaurus, der "fleischfressende Stier", zählt zu den bekanntesten Vertretern aus der Gruppe der Abelisaurier. Ein aktueller Fund bringt nun Licht in die Ursprünge dieser Raubsaurier.

Raubsaurier-Gruppe war bislang nur aus der Kreidezeit bekannt - Die in Argentinien entdeckten Überreste sind aber 40 Millionen Jahre älter.

München - Forscher haben in Argentinien das Fossil eines Raubsauriers aus der Jurazeit vor 150 bis 200 Millionen Jahren entdeckt, der bisher nur aus wesentlich jüngerer Zeit bekannt war.  Das Tier lebte damit rund 40 Millionen Jahre vor dem bisher ältesten bekannten Vertreter der Abelisaurier, zu denen es zählt. "Der Raubsaurier gehört zu einer Gruppe, die man bislang nur aus der Kreidezeit kannte. Er ist der bei weitem ältesten Vertreter", sagt der Paläontologe Oliver Rauhut von der Ludwig-Maximilians-Universität München, der an den Ausgrabungen beteiligt war.

"Das zeigt, dass die Abelisauriden eine sehr viel längere Evolutionsgeschichte haben, als wir bisher dachten", ergänzt Rauhut. Die Forschergruppe hat den Fund aus Patagonien in den "Proceedings" der britischen Royal Society veröffentlicht.

Unbekannter Ursprung

Die bis zu zehn Meter langen Raubsaurier auf der Südhalbkugel glichen den nördlichen Tyrannosauriern in vielen Merkmalen - unter anderem in den verkürzten Armen. Einmalig aber war ihr ungewöhnlich hoher und kurzer Schädel. "Bekannt ist, dass die Abelisaurier in der Kreidezeit sehr artenreich und weit verbreitet waren", sagt Rauhut. "Ihr Ursprung aber lag überwiegend im Dunkeln."

Der neue Fund aus der Jurazeit zeigt Übergangsstadien in der Entwicklung. Bei dem Fossil seien die Oberarme beispielsweise noch sehr stark ausgeprägt gewesen. Die Verkümmerung begann daher an Händen und Unterarmen. Die Forscher nannten das Tier Eoabelisaurus mefi - der erste Name heißt so viel wie "Abelisaurier der Morgenröte", der zweite steht für die Abkürzung eines spanischen Paläontologie-Museums.

Riesige Wüste im Zentrum von Pangäa

Und noch etwas ist spannend an dem neuen alten Fund: Das Tier stamme aus der Zeit, als die Kontinente noch zusammenhingen und den Superkontinent Pangäa bildeten, sagt Rauhut. "Es stellt sich also die Frage, warum die Art sich damals nicht auf der Nordhalbkugel ausgebreitet hat." Die Forscher vermuten, dass eine riesige Wüste im zentralen Pangäa die Ausbreitung der Abelisaurier in den Norden verhinderte.

Die Forscher versprechen sich weitere Erkenntnisse von dem Raubsaurier-Fossil, das in Argentinien noch immer untersucht wird. Sein Schädel soll unter anderem einer Computertomographie unterzogen werden. (APA/red, derstandard.at, 23.5.2012)


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n-tv online,
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2.7.2012: Dinosaurier-Babys trugen Daunenkleid

aus: n-tv online: Bild vom Schuppen-Reptil wohl falsch: Dino-Babys trugen Daunen; 2.7.2012;
http://www.n-tv.de/wissen/Dino-Babys-trugen-Daunen-article6634941.html

<Wer heute an Dinosaurier denkt, sieht echsenartige Giganten vor seinem inneren Auge. Kaltblütige Reptilien mit schuppigem Panzer. Doch neue wissenschaftliche Erkenntnisse bringen dieses Bild ins Wanken. Denn zumindest kleinere Dinos schützten sich als Babys mit einem flauschigen Daunenflaum gegen die Kälte.

Dinosaurier hatten zumindest als Jungtiere keine Schuppen, sondern einen weichen, warmen Flaum. "Wir müssen uns von dem Bild der reptilischen Giganten verabschieden. Sie waren wohl alle viel flauschiger", sagte der Konservator an der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie, Oliver Rauhut. Die Forscher hatten einen 150 Millionen Jahre alten Baby-Raubsaurier aus dem Raum Kelheim untersucht und berichten darüber in der Fachzeitschrift "Proceedings" der US-Akademie der Wissenschaften (PNAS). Der Daunenflaum sollte die Ur-Tiere wärmen. Denn sie waren offenbar keine reinen Kaltblüter, wie kürzlich auch andere Forscher herausfanden.

Der rund 70 Zentimeter große Raubsaurier, verwandt mit dem berüchtigten Tyrannosaurus, ist zu 98 Prozent vollständig und Experten zufolge eine der weltweit besterhaltenen Saurier. "Unter ultraviolettem Licht erkennt man Reste der Haut und des Federkleides als leuchtende Flecken und Fasern an dem Skelett", sagt Helmut Tischlinger, einer der Studienautoren. Das Tier war vermutlich frisch geschlüpft. "Wir wissen nun mit Sicherheit, dass sie als Jungtiere Federn hatten, können aber auch nicht ausschließen, dass auch ein ausgewachsener Tyrannosaurus rex noch flauschig war", sagte Rauhut.

Saurier waren wohl Warmblüter

Schon in den vergangenen Jahren hatten Funde gefiederter Saurier aus China das Bild der drachenartigen Reptilienmonster ins Wanken gebracht. Die Federn dienten aber nicht zum Fliegen. "Das ist wahrscheinlich schlicht und ergreifend ein Wärmeschutz. So eine Körperbedeckung macht wiederum nur dann Sinn, wenn die Dinosaurier in gewissem Rahmen die Möglichkeit hatten, ihre Körpertemperatur zu regeln", sagt Rauhut. Damit seien sie eine Art Warmblüter gewesen - unabhängiger von ihrer Umgebungstemperatur, aber auch anfälliger für Futterknappheit, denn Warmblüter brauchen mehr Energie. "In gewissem Sinn kann man sagen, dass die höher entwickelt waren."

Erst im Juni waren Forscher um die Paläobiologin Meike Köhler von der Autonomen Universität Barcelona im Fachjournal "Nature" über andere Wege zu ähnlichen Schlüssen gekommen. Sie verglichen Knochen von Wiederkäuern wie Rentieren in Norwegen und Antilopen in Afrika. Ergebnis: Die Warmblüter hatten die typischen Ringe für Wachstumsschübe, die bislang nur von Kaltblütern bekannt waren. Die Querschnitte sahen demnach genauso aus wie bei ähnlich großen Dinosauriern.

Der kleine Raubsaurier mit großen Augen, stumpfer Schnauze und dicken, kurzen Beinchen war im Oktober in München erstmals öffentlich gezeigt worden und ist nun im Solnhofener Bürgermeister-Müller-Museum zu sehen. "Es ist wohl der bedeutendste Fund eines Raubsauriers seit dem Fund des (ersten) Archaeopteryx 1861", sagt Leiter Martin Röper. Er wertet das Saurier-Baby als wichtigstes Ausstellungsstück vor den beiden Urvogel-Exemplaren in seinem Haus.

Ob flauschig oder nicht: Dinos waren gefährlich

Der neue Dino erhielt den wissenschaftlichen Namen Sciurumimus albersdoerferi. Die Gattung leitet sich von Eichhörnchen (Sciurus) ab, Grund ist der buschige, geschwungene Schwanz. Ob der Saurier ihn wie Eichhörnchen zum Steuern beim Springen verwendete, ist unklar. Zumindest ausgewachsen dürfte er kaum größere Sprünge geschafft haben. Rauhut: "Ausgewachsen mag Sciurumimus durchaus sechs Meter oder mehr erreicht haben." Dann wog er wohl eine Tonne. Der Artname ehrt den Sammler, der das Fossil gefunden und der Wissenschaft zur Untersuchung überlassen hat.

Gerade Jungtiere würden selten gefunden, da sie oft selbst Beute waren und zudem kleine Knochen leichter zerfallen, sagt Rauhut. Dabei gewähren gerade sie oft neue Einblicke in die Lebensweise. Die schlanken, spitzen Fangzähne in der Schnauzenspitze des jungen Sauriers etwa geben Aufschluss über seine Ernährung. Der Sciurumimus ernährte sich vermutlich hauptsächlich von Insekten und kleinen Beutetieren.

Die erwachsenen Saurier hingegen seien Großwildjäger gewesen und hätten sich auch über andere Saurier hergemacht. "Man hat schon längere Zeit vermutet, dass sich die Lebensweise der Raubsaurier im Laufe ihres Wachstums deutlich verändert hat", sagte Rauhut. Auch wenn Dinos flauschig befiedert waren: Sie blieben "die gefährlichsten Raubtiere an der Spitze der Nahrungspyramide".

Quelle: n-tv.de, Sabine Dobel, dpa>

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Wattendorf (Bayern) 24.8.2012: <Wissenschaft: Völlig neue Flugsaurier-Art entdeckt>

aus: n-tv online; 24.8.2012;
http://www.n-tv.de/ticker/Wissenschaft/Voellig-neue-Flugsaurier-Art-entdeckt-article7051241.html

<Wattendorf (dpa) - Das Flugsaurier-Skelett einer neuen Art haben Forscher im fränkischen Wattendorf ausgegraben.

Das einmalige und sehr gut erhaltene Fossil stamme aus der späten Jura-Zeit vor rund 155 Millionen Jahren, sagte der Leiter des Bamberger Naturkunde-Museums Matthias Mäuser der Nachrichtenagentur dpa.

Der Flugsaurier, der noch nicht wissenschaftlich beschrieben ist und somit keinen Namen hat, sei in den vergangenen Monaten aufwendig präpariert worden. Er hatte ungewöhnlich lange Beine, fast wie Stelzen. «Das hat ihm einen Vorteil gebracht beim Waten im Wasser», sagte Mäuser, der seit acht Jahren Grabungen in der Region leitet. Der Saurier ernährte sich von kleinen Fischchen, Krebsen und anderen Lebewesen, die er aus dem Wasser filterte. In seinem Bauch sind sogar Fischreste der letzten Mahlzeit versteinert.

Die Forscher gehen davon aus, dass es sich mindestens um eine neue Art oder Gattung handelt, möglicherweise sogar eine neue Familie, die übergeordnete Kategorie in der Biologie.

Quelle: n-tv.de, dpa>

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n-tv
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26.10.2012: <Wissenschaft Paläontologie: Einige Dinos trugen Federn nicht zum Fliegen> - Federn erst im Erwachsenenalter lassen Paarungszweck vermuten

aus: n-tv online; 26.10.2012;
http://www.n-tv.de/ticker/Wissenschaft/Einige-Dinos-trugen-Federn-nicht-zum-Fliegen-article7576831.html

Washington (dpa) - Straußenähnliche Dinosaurier nutzten ihre Federn möglicherweise nicht zum Fliegen, sondern für die Paarung. Eine Untersuchung von Fossilien legt nahe, dass zumindest einige Saurier Federn und flügelartige Strukturen erst im Erwachsenenalter entwickelten.

Sie könnten dann mit Eintritt der Geschlechtsreife für die Balz wichtig gewesen sein oder im Zusammenhang mit dem Brüten, schreiben Wissenschaftler im Fachmagazin «Science».

In ihrer Studie hatten die Forscher um Darla Zelenitsky von der kanadischen Universität Calgary drei Fossilien des Dinosauriers Ornithomimus edmontonicus untersucht. Diese gehören zu den sogenannten Vogelnachahmer-Dinosauriern und erinnern oberflächlich betrachtet an einen Strauß. Dennoch gehören sie nicht zu den Dinosauriern, aus denen später die Vögel hervorgingen.

Ornithomimus-Dinosaurier lebten in der Kreidezeit. Die drei untersuchten Vertreter wurden in Kanada gefunden, in einer etwa 75 Millionen Jahre alten Gesteinsschicht. Den Forschern zufolge ist es der bisher einzige Fund von gefiederten Dinosauriern in der westlichen Hemisphäre.

Einer der Dinosaurier war als Jungtier gestorben, etwa im Alter von einem Jahr. Bei ihm fanden die Forscher nur Spuren von daunenartigen Federn. Solche Federn bedeckten auch die Körper der beiden ausgewachsenen Tiere. Bei einem der Dinosaurier fanden die Forscher am Unterarm zudem Hinweise auf stabilere Federn mit einem Schaft. Bei dem anderen Fossil fehlten die vorderen Gliedmaßen.

Jungtiere trugen also nicht das gleiche Federkleid wie die ausgewachsenen Tiere, folgern die Wissenschaftler. Vermutlich spielten die später auftretenden, flügelartigen Strukturen eine Rolle bei der Paarung, etwa bei der Balz oder der Brutpflege. Zum Fliegen dienten die Federn wohl erst anderen Dinosauriern, den Maniraptoren, aus denen unter anderem auch die Vögel hervorgingen, heißt es.

Den Forschern zufolge handelt es sich bei den Dino-Exemplaren um die einzigen bisher gefundenen gefiederten Ornithomimiden - obwohl unzählige Fossilien dieser Sauriergruppe bekannt seien. Dinosaurier mit Federn wurden bisher fast ausschließlich in China entdeckt. Das liege aber womöglich vor allem daran, dass an anderen Fundstätten nicht nach Federn gesucht worden sei, schreiben die Forscher.

«Bisher ist man davon ausgegangen, dass gefiederte Dinosaurier nur in den schlammigen Sedimenten ruhiger Seen oder Lagunen versteinern können», erläutert der ebenfalls an der Studie beteiligte Forscher François Therrien vom Royal Tyrrell Museum of Palaeontology (Kanada). Die Entdeckung der Ornithomimiden in Sandstein zeige, dass Federn auch in anderen Gesteinen erhalten blieben. Da viele Saurier-Fossilen aus Sandstein stammten, würden künftig weltweit womöglich noch viel mehr gefiederte Dinos entdeckt.

Quelle: n-tv.de, dpa>


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Der Standard
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9.2.2013: Die Forschung behauptet: <Asteroid beendete tatsächlich Ära der Dinosaurier>

aus: Der Standard online; 9.2.2013;
http://derstandard.at/1360161228900/Grosser-Asteroid-beendete-tatsaechlich-Aera-der-Dinosaurier

<Die neue Studie bestätigt bisherige Annahmen: Kurz nachdem der zwischen 10 und 15 Kilometer große Asteroid im Bereich der heutigen Halbinsel Yukatan in Mexiko einschlug und den Chicxulub-Krater hinterließ, starben die Dinosaurier aus.

Forscher konnten mit neuer Methode belegen, dass ein katastrophaler Einschlag und das Ende der Riesenechsen zeitlich sehr nahe beieinander lagen .

Washington/Bremen - Wie kam es zum Aussterben der Dinosaurier? Die am häufigsten genannte These dreht sich um einen großen Asteroiden oder Kometen, der vor 65 Millionen Jahren im heutigen Mexiko eingeschlagen ist. Doch Unterschiede bei der Datierung dieses katastrophalen Ereignisses ließen in den letzten Jahren Zweifel aufkommen. Manche Forscher hielten den Einschlag für jünger als das Massensterben an der Kreide-Tertiär-Grenze. Andere glaubten, es wären nach dem Impakt über 300.000 Jahre vergangen,  ehe es zum Niedergang der Dinosaurier gekommen war. Daher wurden auch ein signifikanter Anstieg vulkanischer Aktivität und Klimaveränderungen als Ursachen diskutiert.

Nun aber haben Forscher im Fachmagazin "Science" eine Studie vorgestellt, die die Asteroiden-Erklärung weitgehend untermauert: Mit einer verbesserten Analysemethode berechnete ein internationales Team, dass der Einschlag eines Himmelskörpers und das Ende der Urzeittiere zeitlich tatsächlich sehr nah beieinander lagen. Das Fazit: Es war tatsächlich der Asteroid, der den Dinosaurier letztendlich den Garaus gemacht hat.

Bereits in den 1980er Jahren hatten US-Forscher das Aussterben der Dinosaurier mit dem Einschlag eines Asteroiden am Ende der Kreidezeit auf der mexikanischen Yucatan-Halbinsel in Verbindung gebracht. Doch für diese Hypothese fehlten lange die eindeutigen Beweise. "Bisher war immer das Problem, dass die Fehlertoleranz der Hauptdatierungsmethode bei ungefähr einem Prozent lag. Bei 66 Millionen Jahren sind das schon 660.000 Jahre - also ziemlich ungenau", erläuterte der Paläozeanograf Heiko Pälike vom Forschungszentrum Marum der Universität Bremen. Er hat für "Science" einen Begleitartikel zu der neuen Studie geschrieben.

Ein Forscherteam konnte die Messmethode vor einiger Zeit auf eine Fehlertoleranz von 0,1 Prozent verbessern. Damit untersuchte die Gruppe um den US-Geologen Paul Renne vom Geochronology Center der University of California in Berkeley nun Proben aus dem Übergang von der Kreidezeit zum Paläogen - also aus der Zeit, in der die Dinosaurier ausstarben. Außerdem analysierten die Forscher kleine Glasobjekte (Tektite), die beim Einschlag des Asteroiden in Mexiko entstanden sind.

Todesstoß für eine geschwächte Tiergruppe

"Sie konnten darlegen, dass die beiden Ereignisse innerhalb einer Fehlertoleranz von 33.000 Jahren zusammenliegen", sagte Pälike. Ihre Studie untermauert damit die Asteroiden-Hypothese. Allerdings gehen Renne und seine Kollegen davon aus, dass die Dinosaurier zuvor schon sehr geschwächt gewesen waren. Bereits vorher habe es Klimaschwankungen mit kühleren Phasen gegeben, schreiben sie in "Science". Dies habe die Dinosaurier und andere Arten, die an wärmere Temperaturen angepasst gewesen seien, an den Rand des Aussterbens gebracht. "Der Asteroiden-Einschlag hat ihnen dann den Rest gegeben", sagte Pälike.

Eine Ursache für die Klimaveränderungen könnten nach der Studie Vulkanausbrüche im indischen Dekkan-Trapp gewesen sein. Über deren Rolle für das Ende der Dinosaurier könnte nach Angaben von Pälike ebenfalls die verbesserte Analysemethode Aufschluss geben, die Renne und seine Kollegen entwickelt haben. (APA/red, derStandard.at, 08.02.2013)

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