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Geigenschule "Die Geige", Band 1

Sicheres Notenlesen und Pausenlesen - und der sichere Strich auf leeren Saiten in Übungen und Duos

von Michael Palomino (1991 bis 1993, vormals Michael Schulz (bis 1999)

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Violinschule    Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Titelblatt mit Beschriftung der Teile einer Albani-Geige (Kopf, Schnecke, Wirbel, Wirbelkasten, kleiner Sattel, Hals, Griffbrett, Besaitung, Decke, Boden, Zargen, F-Löcher, Steg, Saitenhalter, Kinnhalter, darunter der grosse Sattel, und der Knopf mit der Saitenhaltersaite). In der Geige befinden sich Stimmstock und Bassbalken. Die Geige ist in reinen Quinten gestimmt. Die Saiten heissen von unten nach oben (von links nach rechts): g - d - a - e

Der Bogen besteht aus Bogenstange, Frosch, Spitze und Bogenhaaren vom Pferdeschwanz (Rossschwanz) mit präzis gegenläufiger Häkelung. Das Kolophonium (Baumharz) lässt die Häkelung "aufstehen", so dass die Bogenhaare die Saite besser greifen. Wenn Sie einmal die Gelegenheit haben, bei einem Geigenbauer einen frisch bespannten Bogen ohne jegliches Kolophonium zu spielen, so werden Sie sehen, dass da ohne Kolophonium überhaupt kein Ton herauskommt.

Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 2, Inhaltsverzeichnis
Inhalt

Systematisch erlernt der Schüler / die Schülerin die Noten und die Pausen, indem beim ersten Durchgang der Geigenschule "Die Geige" nur gezupft wird. Erst wenn die Noten und die Pausen erlernt sind, wird der Bogen in die Hand genommen und ein sicherer Strich und Stricharten erlernt.

Quellenverzeichnis S. 3
Eine leere Saite, Viertelnoten, halbe Noten, punktierte Halbe, ganze Noten S.4
Duos S. 8
Alle leere Saiten, Auftakt S. 11
Erste Bindungen, erstes Portato S.13
Duos S.14
Alle leere Saiten mit Pausen (Viertelpausen, halbe Pausen, ganze Pausen) S.24
Duos S.29
Zwei leere Saiten auf einmal S.36
Duos S.38
Wurfbogen S.44
Achtelpausen S.46

1. Durchgang: nur zupfen - dann Bogenübungen
2. Durchgang: mit Bogen

Die Geigenschule "Die Geige" wurde jeweils so gebunden, dass links immer eine freie Seite zum Malen bleibt, wo Kinder ihre Phantasie mit Farbstiften / Buntstiften / Filzstiften ausleben können, wenn sie sich von einem Stück besonders angesprochen fühlen. Die Geigenschule "Die Geige" wird auf diese Weise gleichzeitig zu einem Malbuch, und diese Verbindung bringt seelisch einen grossen Gewinn für das Kind, wenn da nicht nur sterile Noten im Buch stehen. Auch Eltern oder Verwandte oder Bekannte können dem Kind ein Bild in die Geigenschule "Die Geige" malen. So bekommt die Geigenschule "Die Geige" einen viel höheren emotionalen Wert als nur ein steriles Notenbuch. Ausserdem wurden viele Kinderlieder und Volkslieder mit den gesamten Texten (alle Strophen) integriert, so dass die Geigenschule "Die Geige" auch zu einem Liederbuch wird.

Diese ganzheitliche Methodik (eine Geigenschule "Die Geige" , die ein Malbuch und ein Liederbuch ist) hat nicht nur Freude am Spiel, sondern auch viele Neider bei den Lehrerkollegen verursacht, vor allem bei Lehrerkolleginnen, die nicht wussten, wie man Kinder motiviert, oder wie man den Kindern die Tonreinheit beibringt. Wenn die Schulleitung dann die "alten" unwissenden Lehrerkolleginnen schützt, die z.B. stolz darauf sind, keine Kenntnisse in Methodik zu haben, so kann dies eine dramatische Berufssituation bewirken.

Die Geigenschule "Die Geige" ist so angelegt, dass nach Einzelübungen viele Duos folgen, so dass sich das Kind beim Spiel so wenig wie möglich alleine fühlen muss. Dies wirkt motivierend auf alle Kinder. Die Lehrerstimme ist dabei teilweise ziemlich anspruchsvoll gehalten, so dass die Lehrperson "fit" bleibt und nicht aus der Übung kommt, und das Kind soll auch mitbekommen, was alles auf der Geige möglich ist. Das Kind soll sich auch an einen vollen, zwei- bis dreistimmigen Klang gewöhnen und nicht erst im Ensemble lernen, mit anderen Personen zusammenzuspielen. Dabei muss der Lehrer / die Lehrerin dein eigenen Ton dem des Kindes anpassen, um das Kind nicht zu dominieren, sondern um eine Gleichwertigkeit herzustellen. So behalten die Kinder ein "gutes" Gefühl, und so können die Kinder auch, wenn man später ein Ensemble mit seinen Schülern und Schülerinnen führt, viel leichter zusammenspielen, weil sie das Zusammenspiel mit dem Lehrer / mit der Lehrerin bereits geübt haben.

Es sind schweizer Volkslieder und Chansons in die Geigenschule "Die Geige" eingearbeitet. Je nach Region und Gegend kann man andere Volkslieder oder Chansons für die Geigenschule "Die Geige" finden oder arrangieren, so dass für das Kind auch der Bezug zwischen Musik und Region gegeben ist.

Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 3, Quellenverzeichnis
Quellenverzeichnis

Es war überraschend festzustellen, dass keine Geigenschule "Die Geige" so einfach und systematisch vorgeht wie die oben genannte Methodik. Die Geigenschule "Die Geige" wurde mit den besten Beispielen aus vielen einzelnen Geigenschule "Die Geige" n zusammengestellt, so dass der Schüler / die Schülerin am besten geführt wird.

-- Bartosch, Josef / Huber, Franz: "Ich bin  ein Musikant". Neue Violinschule "Die Geige" (Verlag Doblinger, Wien-München 1935)
-- Iten, Felix: "Lager Lieder Buch" ("La Li Bu"); 4461, Anwil, Schweiz
-- Küchler, Ferdinand: "Violinschule "Die Geige" ", Neuausgabe von Isaa Pagel (Hug & Co., Zürich 1964)
-- Matter,Mani: "Us emene lääre Gygechaschte". Berndeutsche Chansons (Benziger Verlag, Zürich, Köln 1972)
-- Matter, Mani: "Warum syt dir so truurig?" Berndeutsche Chansons; (Benziger-Verlag, Zürich, Köln 1973)
-- Maurer, Erwin: Violin-Schule (Musik-Verlag Emil Bauermann, Leipzig-Thonberg)
-- Metz, Louis: Vioolmethode (Broekmaans en van Poppel, Amsterdam, 1964)
-- Peterer, Jane: "SingIn SingOut". Volkslieder aus aller Welt (Edition Melodie Anton Peterer, Postfach 260, 8049 Zürich)
-- Schneider, Willy: Die Geigenfibel (Hug-Verlag, Zürich)
-- Schloder, Josef: Das Geigenspiel (Hieber-Verlag, München 1952)
-- Seling, Hugo: "Wie und Warum". Die neue Geigenschule "Die Geige" (Peters, Leipzig, 1952)
-- Volkart-Schlager, Käthe: Arbeitsbuch für kleine Geiger; Süddeutscher Musikverlag, Heidelberg 1960


Übungen auf einer leeren Saite



Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 4


Eine leere Saite, Viertelnoten, halbe Noten, ganze Noten

Viertelnoten mit der oberen und unteren Hälfte des Bogens

o.H. = obere Hälfte (Mitte bis Spitze), u.H. = untere Hälfte (Frosch bis Mitte)
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 5
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 6

Ganzer Bogen - 2 mal o.H. - ganzer Bogen - 2 mal u.H.

Bogenübungen im 3/4-Takt
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 7

Strichübungen mit vier und sechs Viertelnoten

Beim ersten Durchgang wird alles nur gezupft, und auch der Lehrer / die Lehrerin zupft. Das Kind soll zuerst die Grundnoten und die Pausen lesen lernen. Das Zupfen macht den Kindern Spass, weil so der Bogen noch auf sich warten lässt und nicht alle Schwierigkeiten von Geigenspiel und Notenlesen auf einmal kommen. Wenn man will, kann man die Geige zuerst auch wie eine Gitarre "unter den Arm" nehmen, und erst nach 2 Wochen die Geige auf die Schulter setzen, die dann von der linken Hand an der Zarge locker gehalten wird. Mit der Geige unter dem Arm kann man die Kinder auch herumlaufen lassen, damit sich die Geige noch mehr in das Körpergefühl integriert.

Man soll immer wieder kontrollieren, ob das Kind eine lockere Haltung hat, damit sich keine Verkrampfungen einschleichen. Am besten ist es, wenn die Lehrperson auch ein bisschen über Körperhaltung und Alexandertechnik Bescheid weiss, so dass man Grundfehler wie gebeugte Haltung, krummer Hals oder hochgezogene Schulter gleich korrigieren kann. Man tippe dabei mit einem Bleistift leicht auf die Körperstelle und gebe mündlich die Anweisung, das reicht völlig aus, und das Kind korrigiert von selbst.

Man soll das Kind am Anfang nicht zu sehr mit den abstrakten Noten und Übungen stressen. Deswegen ist am Anfang in den ersten drei Monaten eigentlich eine halbe Stunde pro Woche genug, das heisst, die "Geigenstunde" (die normal 40 oder 50 Minuten hat) wird zu einer "Geigen-Halbestunde" reduziert. Ausserdem bringt die Zupferei mit sich, dass sich an den Fingern eventuell Blasen bilden, und wenn man nur eine halbe Stunde macht, kann man die Blasenbildung meistens verhindern. Das Kind soll auch wissen, dass zu viel Zupfen Blasen verursacht, und entsprechend ist 20 Minuten üben pro Tag genug. Später kann man die ausgelassene Zeit nachholen, was mit den Eltern abgesprochen werden muss. Man kann z.B. Gutscheine ausstellen, damit auch das Kind weiss, dass es nicht 10 Minuten verloren hat. Oder wenn der Lehrer / die Lehrerin gerne singt, kann man in der restlichen Zeit mit dem Kind Lieder singen, die später dann auf der Geige gespielt werden. Aber auch dies ist mit den Eltern des Kindes abzusprechen, damit diese den Sinn verstehen, der dahintersteckt. Man kann sich kaum vorstellen, wie dumm teilweise die Eltern sind, und welche Gerüchte sie gegen die Lehrpersonen verbreiten, wenn sie den Sinn nicht begriffen und vorgekaut bekommen haben.

Vor dem zweiten Durchgang der Geigenschule "Die Geige" - das Kind kann nun die Grundnoten und die Pausen lesen und hat ein Rhythmusgefühl entwickelt - braucht es "trockene" Bogenübungen mit dem Bogen. Das Kind soll sich den Bogen "einverleiben" und muss die Bogenebenen kennenlernen und spüren lernen, indem der Bogen am Frosch und an der Spitze in einer lockeren Haltung auf der Höhe des Bauchnabels vor dem Bauch gehalten wird, zuerst mit der Faust, dann in offener Handhaltung, und so Übungen gemacht werden, z.B. einen Halbkreis  wie ein Scheibenwischer, oder auf und ab wie eine Fensterstore, oder eine "Rolle". Als nächste Bogenübung kann man in der linken Hand eine WC-Rolle halten und den Bogen durch die WC-Rolle fahren lassen, zuerst auf der Höhe des Bauchnabels, dann immer höher. So lenkt die WC-Rolle den Bogen und bewirkt einen geraden Bogenstrich. Das Kind erlernt so das Gefühl für einen geraden Bogenstrich im rechten Arm. Der rechte Arm lernt, wie er sich zu bewegen hat, um einen geraden Bogenstrich zu bewirken.

Beim zweiten Durchgang der Geigenschule "Die Geige" wird der Bogen weiterhin in einer einfachen, barocken Bogenhaltung gehalten, also etwas aufwärts des Frosches in einer lockeren Haltung ohne speziellen "Griff". Gleichzeitig soll das Kind aber wissen, dass der Bogen parallel zum Steg geführt werden soll (das wurde schon mit der WC-Rolle geübt), und dass sich die Strichstelle in etwa in der Mitte zwischen Steg und Griffbrett befindet. So wird jegliches Kratzen verhindert, und das Kind gewöhnt sich an einen lockeren Ton ohne grosse Verkrampfungen am Oberkörper. Das Kind lernt auch bald gut hören, wenn ein Ton "gut" ist oder nicht, wenn an der falschen Stelle gestrichen wird.

Es ist darauf zu achten, dass im weiteren Verlauf die Armhaltung des Bogenarms in etwa mit der gespielten Seite im Verhältnis steht. Das Kind soll sich von Anfang an daran gewöhnen, dass der rechte Arm beim Spiel auf der G-Saite hoch gehalten werden muss, um auf dieser dicken Saite einen optimalen Klang zu erhalten. So gewöhnt sich das Kind auch gleich an einen optimalen Klang. Beim Spiel auf der E-Saite soll der rechte Arm entsprechend tief gehalten werden. Ausserdem braucht die feine E-Saite nicht viel Druck. Wenn dies dem Kind gesagt wird, so gewöhnt sich das Kind von Anfang an an die verschiedenen Charaktere der Saiten. So kommt es, dass kein Kind auf der Geige "kratzt", weil die Kinder dies dann selber darauf achtgeben, dass nichts kratzt.

Die "richtige" Bogenhaltung mit einem "modernen" Bogengriff des 19. Jh. (runder Daumen, kleiner Finger auf der Bogenstange als Regulator des Bogengewichts) kann man mit den "trockenen" Bogenübungen einführen, wenn die Zeit dafür reif erscheint, ca. nach 3 Monaten. Es werden alle "trockenen" Bogenübungen mit dem neuen Bogengriff wiederholt, und dann zusätzlich die wichtige Übung "Bahnschranke" eingeführt, um das Gefühl für den runden, kleinen, federnden Finger auf der Bogenstange zu entwickeln: Zuerst wird der Bogen mit beiden Händen waagrecht vor dem Bauchnabel gehalten, und dann lässt die linke Hand den Bogen los und der kleine Finger der rechten Hand übernimmt die Regulation des Gewichts des Bogens. Nun folgen Handgelenksdrehungen der rechten Hand mit dem Bogen (wie eine "Bahnschranke", auf und ab), und Zeigeübungen, mit dem Bogen im Bogengriff auf Gegenstände zu zeigen etc. So wird der Bogen nach 3 Monaten "ein Teil" des rechten Arms, und es hat nie irgendetwas "gekratzt"...

Duos mit einer Stimme auf einer leeren Saite


Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 8
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 9
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 10





Übungen auf allen leeren Saiten - Auftakt


Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 11


Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 12
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 13

Saitenübergänge bzw. die Wechsel der Bogenebenen werden im Verhältnis mit der Höhe des rechten Ellenbogens durchgeführt. Die Einstellung der Bogenebene findet im ersten Jahr des Geigenspiels im Schultergelenk statt. Ein bis zwei Jahre später kommt dann die Variation mit dem Unterarm, wenn es sich nur um kurzzeitige Saitenwechsel handelt.

Gebundene Saitenwechsel werden so erklärt, dass für eine kurze Zeit beide Saiten erklingen müssen. So erlernt der Schüler / die Schülerin weiche Saitenwechsel.




Duos



Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 15
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 14, schweizer Volkslied "Es wott es Fraueli z'Märit gah"; aus: Hans Trüb:"Fahrtenlieder der Schweizer Wandervögel", arr.  Michael Palomino
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 16

Vater Jakob / Bruder Jakob
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 17

Übungen für das Schultergelenk
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 18

"In des Waldes tiefen Gründen", aus: Felix Iten: LaLiBu, arr. Michael Palomino
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 19
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 20

Lustige Weise - Holländisches Kinderlied - Melodie
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 21

Himmel und Erde müssen vergehn - Schlaf Kindchen (Kindlein), schlaf
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 22

Duette
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 23

Wer recht in Freuden wandern will,  aus: Felix Iten: LaLiBu,arr. Michael Palomino



Alle leere Saiten mit Pausen (Viertelpausen, halbe Pausen, ganze Pausen)
Es ist meine Erfahrung, dass die Pausen dann gut gelernt werden, wenn die Lehrperson die Pausen ruhig und sicher vorspielt. Klatschübungen habe ich nie verwenden müssen, um Kinder für Pausen zu "disziplinieren". Das Vorbild der Lehrperson wirkt viel besser. Man kann die Kinder auch herumlaufen lassen, um Pausen zu üben. Das wirkt sehr abwechslungsreich, mit oder ohne Geige in der Hand, und mit der entsprechenden Vorsicht.
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 24
Kurze Striche auf der E-Saite (Arm dem Körper zu senken).

Kontrolle: Bogen parallel zum Steg und ungefähr in der Mitte zwischen Steg und Ende des Griffbrettes.

Kurze Striche auf der G-Saite (Arm im Schultergelenk heben).
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 25
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 26
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 27
Saitenwechsel während der Pause vollziehen (Heben und Senken des Oberarms)

Strichübungen mit dem ganzen Bogen

Mit nach leicht aufwärts gebogenem Handgelenk am Frosch ansetzen und den ganzen Bogen bis zur Spitze durchziehen. Dabei streckt sich das Handgelenk aus und wird dann leicht nach unten gebogen. Der Bogen muss immer parallel zum Steg geführt werden. Beim Aufstrich ist die Bewegung von Handgelenk und Arm in umgekehrter Reihenfolge zu vollführen. In der Pause Kontrolle der Haltung.

Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 28
Strichübungen mit der oberen Hälfte des Bogens

Der Bogen wird in der Mitte (M) aufgesetzt und bis zur Spitze (Sp) durchgestrichen. Ausgleichende Bewegung von Arm und Handgelenk, damit der Strich immer parallel zum Steg verläuft (siehe Abbildung). Der kleine Finger kann während des Abstriches die Bogenstange verlassen [eigentlich nur beim Tremolo an der Spitze, und nur für Fortgeschrittene]. Beim Aufstrich von der Spitze zur Mitte gehen Handgelenk und Finger in ihre Ausgangsstellung zurück.

In der Pause bleibt der Bogen ruhig auf der Saite liegen. Die Haltung ist zu kontrollieren.

Strichübungen mit der unteren Hälfte des Bogens

Der Bogen wird in der Mitte auf die Saite gesetzt und bis zum Frosch geschoben. Arm und Handgelenk machen dabei eine ausgleichende Bewegung nach vorne aufwärts, damit der Strich parallel zum Steg verläuft. Der kleine Finger darf nicht über die Bogenstange abgleiten. Besonders zu beachten ist, dass der Ellbogen in der Strichebene bleibt. Beim Abstrich bis zur Mitte nimmt das Handgelenk seine ausgestreckte Haltung allmählich wieder ein. Auf den unteren Saiten ist der Arm im Schultergelenk gut zu heben!

u.H. = untere Hälfte des Bogens
Duos



Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 30
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 31

An der Saale hellem Strande - Tänzchen
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 32

Taler, Taler - Der Winter ist vergangen
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 33

Kleiner Walzer
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 34

Übungsstück. Heiter bewegt - Lebhaft - Südafrikanisches Volkslied
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 35

Lustige Art des Zählens (du spielst mit dem Lehrer zusammen die Melodie)



Zwei leere Saiten auf einmal - Achtelnoten, Achtelpausen
Die Kinder sollen bald lernen, dass man gezielt auch zwei Saiten auf einmal spielen kann. Die Bogenebenen der 4 Saiten werden nun durch die Zwischenebenen ergänzt. Das verdoppelt den Klang, und die Kinder fühlen sich dann "grösser" bzw. das Unterbewusstsein des Kindes gibt vor, das Kind habe sich verdoppelt, weil die Anzahl gespielter Stimmen auf der Geige sich verdoppelt. Und wenn der Lehrer oder die Lehrerin dann auch noch Doppelgriffe spielt, dann hat man schon 4 Stimmen zusammen, und das ist schon ein kleines Orchester.

Die Übungen bauen z.T. auf den Bogenebenen auf und gehen dann in die Zwischenebene über.



Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 36
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 37
Doppelgriffe

Wenn wir zwei oder mehr Töne gleichzeitig spielen, nennen wir das Doppelgriffe.

Doppelgriffe sind im Anfang schwer zu spielen, aber wenn wir sie immer wieder üben, können wir sie allmählich mit schönem Klang und später hoffentlich auch ganz rein spielen. Voraussetzung dafür: es nicht aufgeben, sondern dauernd üben.

Oft vorkommender Fehler: Bogen ruht nicht auf zwei Saiten.

Verbesserung: Bogen ruht auf zwei Saiten. Bogen auf zwei Saiten ruhen lassen.

Auf keinen Fall auf den Bogen drücken, um zwei Saiten zu berühren.
Duos



Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 38

Steirischer Ländler - Polka
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 39

Ferner Gruss - Marsch
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 40

Mani Matter: Arabisch, arr. von Michael Palomino
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 41

Doppelgriff-Tänzchen - Ländler
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 42

Clementine, aus: Felix Iten: LaLiBu, arr. Michael Palomino
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 4

Im Frühtau zu Berge, aus: Felix Iten: LaLiBu, arr. Michael Palomino






Wurfbogen und Achtelpausen



Man kann nun - wenn sich die Einstellung der Bogenebenen stabilisiert hat, eine erste Variante des Wurfbogens einführen. Auch die Achtelpause kommt nun noch hinzu, und so ist in Sachen Spiel mit Leeren Saiten innerhalb von 4-5 Monaten alles erlernt, und die nächsten 4 Monaten mit dem Erlernen der linken Hand gehen dann sehr leicht, weil mit der Bogenhand die Grundlage für einen schönen Ton auf allen Saiten gelegt wurde - im Zusammenspiel mit der Lehrperson im Duo.
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 44

Mani Matter: Eskimo, arr. von Michael Palomino
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 45

Das alte Haus von Rocky-Tocky, aus: Felix Iten: LaLiBu, arr. von Michael Palomino
Violinschule
Violinschule "Die Geige" Band 1, Seite 46

L'invernol'è passato, aus: Felix Iten: LaLiBu, arr. von Michael Palomino


Ergänzungen des Geigenunterrichts

Man kann die erste Zeit des Geigenunterrichts ergänzen
-- mit einem Gang zum Geigenbauer
-- mit dem Bau eigener, kleiner Instrumente mit dem Vorgang, wie man einen Körper und eine Saite mit Schwingungen zum klingen bringt
-- mit dem Einarbeiten von Kinderliedern, die das Kind in die Stunde bringt
-- mit dem Besuch von Vorspielübungen und Konzerten
-- Singen der Lieder, die später in der Geigenschule "Die Geige" drankommen
-- ein Spiel in den letzten 10 Minuten der Geigenstunde, das das Kind gerne spielt, damit das Kind sich von der Lehrperson ernstgenommen fühlt, falls dies für das Kind notwendig erscheint
etc.

Es ist dabei immer die Absprache mit den Eltern notwendig. Manche Eltern fördern das Kind gerne und sind für integrative, ganzheitliche Ergänzungen des Unterrichts offen, andere meinen, zu viel Förderung sei "ungesund" und der Lehrer habe sich strengstens auf das Beibringen von Noten und Geigenspiel zu beschränken etc. Als Lehrperson weiss man eigentlich nie genau, ob man es "richtig" macht, vor allem, was die Meinung dummer Eltern angeht, die gar kein Instrument spielen. Wenn man als Lehrer / Lehrerin nichts "falsch" macht, hat man aber schon vieles "richtig" gemacht.



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Fotoquellen
Hintergrundbild: Schulorchester bei der Probe: http://www.shz.de/artikelbilder/bild/1/newsgalerie/2014262/796.html?user_dimbildergalerie_pi1[bildlistid]=1
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