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Mobbing: Schulmobbing 002 ab 13.8.2013

Schwere Körperverletzung durch primitives Schulmobbing bis zum Selbstmord - und die Handhabung

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino


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Mobbing: Das Prinzip der 3

aus: Facebook: Emely Kraml, 6.7.2013;
https://www.facebook.com/emely.kramml?fref=ts

<Zum Mobbing gehören immer drei: Einer, der mobbt, einer, der sich mobben lässt, und die, die nichts dagegen unternehmen!!!>

Die psychischen Schäden durch Schulmobbing in den "Schulen" der "Zivilisation" sind bis heute nicht aufgearbeitet. In der kriminellen Schweiz, in Dumm-Deutschland und im rassistischen Osteuropa sind noch Milliardenbeträge offen. Die Richter sind aber bis heute nicht fähig, den Mobbing-Opfern ihr Recht zuzusprechen, weil die Regierungen die Formulierung entsprechender Strafgesetze verweigern, und weil eine "Verjährung" gilt. Die Regierungen verweigern eine Regelung betreffs Schulmobbing, und die Täter, die kriminellen Rektoren und die kriminellen Militaristen-Lehrer mit ihren kriminellen Mobbing-Methoden gegen Schüler in den 1970er Jahren,
bleiben bis heute ungestraft, z.B. im "Mathematisch-Naturwissenschaftlichen" Gymnasium in Basel  in der kriminellen Schweinz (Schweiz).

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Spiegel online, Logo

13.8.2013: <Ausgegrenzt im Alltag:
Studie offenbart Diskriminierung an Schulen und Unis>

aus: Spiegel online; 13.8.2013;
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/jeder-vierte-migrant-fuehlt-sich-in-schule-und-uni-diskriminiert-a-916280.html

<Wer anders ist, hat es in Schulen, an Unis und am Arbeitsplatz schwer: Kinder mit Migrationshintergrund, Behinderte und Homosexuelle leiden häufig unter Diskriminierung, wie eine Studie des Bundes zeigt. Hilfe bekommen die Betroffenen zu selten.

Es fängt häufig schon in der Kita an, geht in der Schule weiter, sogar an der Hochschule und später im Arbeitsleben: Diskriminierung gehört an Schulen und Universitäten zum Alltag. Das zeigt eine Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS), die heute dem Bundestag vorgelegt werden soll (hier finden Sie die Studie). Demnach fühlt sich jeder vierte Schüler oder Student mit ausländischen Wurzeln diskriminiert. Schülerinnen und Schüler würden aufgrund ihres türkischen oder arabischen Hintergrunds oft beschimpft.

Die ADS hat für die umfangreiche Studie wissenschaftliche Analysen und Expertengespräche in Auftrag gegeben und Beratungsanfragen an die ADS und andere Beschwerdestellen sowie externe Studien auswerten lassen. Die Daten liefern einen Überblick über Art und Umfang von Diskriminierungen und Diskriminierungsrisiken bei der kindlichen Frühförderung, in Schule und Ausbildung, an Universitäten und auf dem Arbeitsmarkt.

Auch im Verhältnis von Lehrern und Schülern sind Diskriminierungen der Studie zufolge alltäglich. So könne dem 450-seitigen Bericht zufolge zum Beispiel ein türkischer Name oder eine niedrige soziale Herkunft von Schülern dazu führen, dass Lehrer Leistungen schlechter bewerten würden. Eltern mit Migrationshintergrund berichten ebenfalls von erschwerten Bedingungen etwa bei der Einschulung.

Auch sechs Prozent der Befragten mit einer Behinderung gaben an, benachteiligt, ausgegrenzt oder gemobbt worden zu sein. Vor allem Eltern behinderter Kinder klagen häufig über Schwierigkeiten, ihre Kinder in integrative Einrichtungen aufnehmen zu lassen.

Negative Auswirkungen auf Leistung und Motivation

Homosexuelle Schüler berichteten ebenfalls von Beleidigungen auf dem Schulhof. Erfahrungen von Diskriminierung wirken sich der Studie zufolge auch negativ auf Leistung und Arbeitsmotivation aus. Zudem bemängeln die Studienmacher ein Fehlen von genügend unabhängigen Hilfs- und Beratungsangeboten, an die sich Opfer von Diskriminierungen wenden können.

Beim Zugang zur Arbeit und im Arbeitsleben selbst klagen Betroffene oft über Benachteiligungen aus Gründen des Geschlechts oder des Alters, über Nicht-Anerkennung im Ausland erworbener Qualifikationen oder über Vorbehalte gegenüber Menschen mit Behinderung. Auch negative Einstellungen gegenüber Menschen nichtdeutscher Herkunft hindert viele Betroffene daran, einen passenden Beruf zu finden. Arbeitgeber glauben häufig, der oder die oben genannten Personen passten nicht in den Betrieb. Gerade jedoch auf dem Arbeitsmarkt wird deutlich, dass Unternehmen von Vielfalt profitieren können, wenn sie nur auf die Qualifikation eines Menschen schauen, so die Antidiskriminierungsstelle.

"Es ist das erste Mal in Deutschland, dass Benachteiligungserfahrungen bei Bildung und Arbeit derart umfassend untersucht wurden", sagte die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle, Christine Lüders. Deutschland könne es sich "langfristig nicht leisten", ganze Gruppen von Schülern nicht chancengerecht am Bildungserfolg "teilhaben zu lassen". Sie fordert nun, unabhängige Stellen an Schulen und Hochschulen einzurichten, die Betroffenen rasche Hilfe anbieten.

lgr/dpa/AFP>

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Spiegel
                    online, Logo

30.8.2013: <Misshandlungsvorwürfe: Schweden schließt Elite-Internat wegen Mobbing>

aus: Spiegel online; 30.8.2013;
http://www.spiegel.de/schulspiegel/ausland/schwedisches-elite-internat-lundsberg-nach-mobbing-geschlossen-a-919263.html

<Von Frauke Lüpke-Narberhaus

Mit einem Bügeleisen sollen schwedische Internatsschüler einen Jungen misshandelt haben, jetzt haben die Behörden die Lundsberg-Schule westlich von Stockholm dichtgemacht. Seit Jahren gehören Mobbing, Gewalt und Erniedrigung dort zum Alltag.

Die Schüler helfen einander, sie passen aufeinander auf und übernehmen Verantwortung für ihre Freunde: So steht es auf der Webseite der Lundsberg-Schule, einem schwedischen "Reichsinternat", gegründet 1896, das auch Prinz Carl Philip besuchte. "Ein Schülerheim ist wie eine große Familie mit Freundschaften, die oft ein Leben lang halten", wirbt das Internat. Rund 200.000 Kronen zahlen Eltern pro Schuljahr, das sind 23.000 Euro.

Jetzt hat die schwedische Schulaufsichtsbehörde das Internat in Storfors, rund 300 Kilometer westlich von Stockholm, schließen lassen. Erst mal für sechs Monate, vielleicht für immer. Vielleicht darf sich die Schule bald nicht mehr Reichsinternat nennen, dann bekäme sie keine finanzielle Unterstützung mehr vom schwedischen Staat.

Seit Jahren sollen sich Schüler dort gegenseitig misshandeln und demütigen. Von einem "informellen Regelsystem" schreibt die Behörde in einem Bericht: "Es hat sich ein Phänomen normalisiert, das in der übrigen Gesellschaft als unakzeptabel angesehen wird." Den Bericht schrieben die Inspektoren bereits im Jahr 2011. Seitdem hat sich offenbar nicht viel verändert.

Am Wochenende, zum Schuljahresstart, sollen neun Schüler zwei Jungen misshandelt haben, mindestens einen von ihnen mit einem Bügeleisen. Mit einem verbrannten Oberkörper meldete sich einer der Jungen Samstagabend auf der Krankenstation des Internats, die wiederum alarmierte die Polizei. Vier Tage später verkündete die Schulaufsichtsbehörde die Schließung.

"Ich habe nie so viel geweint wie auf Lundsberg"

Man könne jetzt von vielen verschiedenen Gefühlen überwältigt werden, schreibt ein Journalist von "Dagens Nyheter" in einem Kommentar. Aber Verwunderung könne wohl kaum dazu gehören. Schließlich besuchten viele der Eltern früher selbst das Internat. Sie hätten wissen müssen, wie es dort zugeht.

Das Lundsberg-Internat ist nicht die einzige Bildungseinrichtung, die mit mobbenden Schülern zu tun hat, Schweden nicht das einzige Land. An US-Unis müssen Bewerber für Studentenverbindungen oft grausame Prüfungen bestehen, sie werden mit Eiswasser übergossen, mit Urin eingerieben, mit Elektroschocks gequält.

Bei der schwedischen Polizei gingen im Jahr 2011 mehrere Anzeigen wegen Misshandlungen ein. Danach besuchte die Schulaufsichtsbehörde das Internat und befragte Schüler, Krankenschwestern sowie den Rektor. In der Zeit meldeten sich auch Schüler von damals: "Ich habe nie so viel geweint wie auf Lundsberg", sagte ein Mann namens Jan-Åke dem schwedischen Fernsehen SVT. Er hatte das Internat von 1966 bis 1972 besucht. Die Jüngsten der Schule, sagte er, hießen nur "Tarm", Darm.

So heißen sie bis heute, wie aus dem Bericht der Behörde hervorgeht. Teilweise bezeichnen sich demnach die Schüler selbst so. In dem Bericht ist von "Sklaven" die Rede, die ältere Schüler sich halten. Sie müssen beispielsweise Hosen bügeln und Toiletten putzen. Manchmal wecken ältere Schüler die jüngeren mitten in der Nacht, um ihnen einen "freundschaftlichen Klaps" zu geben. Es gibt "Darm-Ringkämpfe", bis ein Schüler nicht mehr kann. Jedes Jahr verließen laut dem Bericht Schüler das Internat, weil sie mit diesem "informellen Regelsystem" nicht zurechtkämen.

Hat der Rektor die Riten geduldet?

Der Rektor Staffan Hörnberg teilte damals in einer Pressemitteilung mit, die Schule nehme die Angaben der Behörde ernst. Er schrieb aber auch, die Aufsicht zeichne "ein zu dunkles Bild von unserer Schule". Im vergangenen April beendete die Schulinspektion ihre Untersuchungen in Lundsberg - in dem Glauben, die Schule habe jetzt alles im Griff.

Allerdings berichtet "Dagens Nyheter" jetzt, dass der Schulleiter sogar zum Teil vom Mobbing gewusst haben soll. Die Zeitung beruft sich auf ein Mitglied der Schulstiftung: Hörnberg soll mit einigen Schülern darüber gesprochen haben, was erlaubt sei und was nicht. Das "U-Boot" soll der Direktor demnach erlaubt haben. Beim "U-Boot" liegt ein Schüler auf dem Rücken und muss eine Röhre in den Mund nehmen. Dadurch gießen die anderen Schüler dann Wasser. Der Schulleiter wurde inzwischen entlassen.

Hörnberg weist die Vorwürfe entschieden zurück. In einem offenen Brief auf Facebook spricht er von einer "Verfolgungsjagd, die ihresgleichen sucht". Er wolle mit aller Deutlichkeit unterstreichen, dass alle Formen von Mobbing und Initiationsriten zum Schulstart verboten seien. Er habe auch niemals das "U-Boot" im Internat erlaubt. "Diese Behauptung ist verletzend. Es handelt sich dabei um reine Verleumdung", schreibt er. Die Schulschließung sei ein "drastischer Beschluss", der die Schule überrascht habe. Und unter dem jetzt alle Schüler leiden müssten. Sie müssen jetzt vorübergehend andere Schulen besuchen.

Einige Schüler nehmen ihr Internat in Schutz: "Ich habe jede Sekunde genossen, die ich auf der Schule war", sagte ein Schüler "Sveriges Radio". Ein anderer verurteilte zwar, dass seine Mitschüler einen anderen Jungen mit dem Bügeleisen misshandelt haben sollen. Und trotzdem sagte er: "Aber deswegen muss man nicht die Schule schließen. Das Bild, das die Medien zeichnen, erkenne ich nicht wieder."

Jan-Åke, der Schüler, der vor 40 Jahren die Schule besuchte, sagte damals dem schwedischen Fernsehen: "Die einzigen Verletzungen in meinem Leben, habe ich in der Schule erfahren." Darunter leide er bis heute.>

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20
                      minuten online, Logo

Wil (Kanton St. Gallen, Schweiz) 31.10.2014: <Yik Yak – Kanti-Schüler mobben mit neuer App> - anonyme SMS provozieren SchülerInnen zu neuen Beleidigungen und Rufmorden

aus: 20 minuten online;
http://www.20min.ch/schweiz/ostschweiz/story/18911705

<An der Kantonsschule Wil kursiert eine neue App namens Yik Yak: Schüler schicken anonyme Nachrichten an die ganze Schule, darunter auch wüste Beleidigungen.

«D Herpes vo derä Frau isch wieder am eskaliere» oder «Kerim figgt Müettere» – solche oder ähnliche Nachrichten werden an der Kantonsschule Wil über die neue App Yik Yak verschickt. Laut einer Umfrage wird die App an der Kanti Wil rege genutzt: Mindestens einmal pro Stunde wird etwas gepostet, wie die «Wiler Nachrichten» berichteten.

Die kostenlose App Yik Yak wurde von zwei amerikanischen College-Absolventen erfunden und kam Ende vergangenen Jahres auf den Markt. Yik Yak ermöglicht es jedem, anonyme Nachrichten zu verschicken. Die Nachrichten können von allen App-Benutzern in einem Umkreis von gut zwei Kilometern empfangen werden.

Durch die Anonymität und die enge geografische Zusammengehörigkeit der Nutzer scheint Yik Yak wie geschaffen dafür zu sein, intimste Gedanken, dunkelste Geheimnisse, saftigen Tratsch und beissende Kritik zu verbreiten. Das führt dazu, dass die App, die eigentlich als Kommunikationsplattform für Schulen und Universitäten gedacht war, auch an der Kanti Wil immer mehr zu einer Mobbing-Plattform wird und sich Informationen in Windeseile an der ganzen Schule verbreiten.

App auf dem Schulareal sperren lassen

 
 

Wegen immer wieder auftretender Cybermobbing-Vorfälle haben mehrere Schulen in den USA die App nun auf ihren Arealen gestoppt: Auf Antrag der Schulen haben die Yik-Yak-Verantwortlichen den Dienst, der über GPS funktioniert, für bestimmte Gebiete gesperrt.

Die App auf dem Schulareal zu verbieten oder wie in den USA sperren zu lassen stellt aber für die Kanti Wil keine Lösung dar: «Verbote reizen dazu, sie zu übertreten und scheinen mir in diesem Zusammenhang nicht sehr zielführend», so Rektorin Doris Dietler.

Auch Christoph Mattle, Leiter des Bildungsdepartements des Kantons St.Gallen, ist nicht sicher, ob eine solche App-Sperre an Schweizer Schulen umsetzbar wäre. Zudem wisse er nicht, ob die Massnahme etwas bringen würde. Mattle: «Wenn wir diese App an unseren Schulen sperren, kommt nach wenigen Monaten bestimmt eine neue App, die diese Sperre umgehen kann.»

An Schüler appellieren

Mehr verspricht sich Mattle von der Aufklärung der Jugendlichen: «Wir müssen die Leute zur Reife bringen.» Auch Rektorin Dietler möchte bei den Schülern der Kanti Wil ansetzen: «Wir wollen sie dabei unterstützen, moralische Massstäbe zu entwickeln, die einen solchen Missbrauch nicht zulassen. Auch ist es wichtig, dass wir ihnen beibringen, mit einer solchen Plattform vernünftig umzugehen und sie sinnvoll einzusetzen.»

Deshalb habe man seit einiger Zeit damit begonnen, für den nächsten September einen Projekttag zu planen, der sich den Themen Umgang miteinander und gegenseitige Verantwortung widmet. Selbstverständlich kämen dabei auch Mobbing und Cybermobbing zur Sprache.

(qll)>

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Der
                      Standard online, Logo

Österreich 10.10.2014: <Justizminister: Cybermobbing wird Mitte 2015 Straftat>

aus: Der Standard online; 10.10.2014;
http://derstandard.at/2000006701173/Justizminister-Cybermobbing-wird-Mitte-2015-Straftat

<Interview
|

Wolfgang Brandstetter erklärt, warum er den Verhetzungsparagrafen verschärfen und mobbende Internet-Nutzer unter Strafe stellen will.

STANDARD: Nach Deutschland hat nun auch die Schweiz ein Verbot der Terrororganisation "Islamischer Staat" beschlossen. Warum nicht auch Österreich?

Brandstetter: Die IS ist de facto verboten, weil das österreichische Strafrecht ohnehin harte Strafen gegenüber Personen vorsieht, die eine Terrororganisation unterstützen. Sowohl Staatsbürger als auch Menschen mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht werden allein für die Mitgliedschaft mit bis zu zehn Jahren Haft bedroht. Ein weiteres eigenes Verbot wäre reiner Populismus.

STANDARD: Stattdessen will die schwarze Regierungshälfe nun mit einem eigenen Maßnahmenpaket gegen den islamistischen Terror neue Paragrafen schaffen bzw. bestehende nachschärfen. Ist das juristisch nicht viel umständlicher - und angesichts von 140 Jihadisten, die von Österreich aus in den "Heiligen Krieg" aufgebrochen sind, auch recht medienwirksam?

Brandstetter: Grundsätzlich möchte ich festhalten, dass der neue islamistische Extremismus, zu dem Hassprediger Jugendliche verleiten, auch hierzulande ein Riesenproblem ist. Wo mein Ressort konkret nachschärfen muss, ist beim Verhetzungsparagrafen - und dass dies dringend notwendig ist, haben wir schon beim Platzsturm von Bischofshofen im Juli gesehen, bei dem propalästinensische Jugendliche bei einem Testspiel eine israelische Fußballmannschaft angegriffen haben.

STANDARD: Nach jetziger Gesetzeslage fällt der Platzsturm von Bischofshofen nicht unter den Verhetzungsparagrafen, weil dafür "eine breite Öffentlichkeit" von rund 150 Personen hätte aufgewiegelt werden müssen?

Brandstetter: Es könnte zum Problem werden, dass bei diesem Testspiel nur wenige Zuschauer waren. Und das ist der Punkt: Dort sind antisemitische Parolen skandiert und entsprechende Transparente geschwenkt worden, dazu gab es Gewalttaten. Aber für das Verfahren, das gerade läuft, muss man sich möglicherweise eines anderen Tatbestandes als der Verhetzung bedienen - und zwar der versuchten Körperverletzung. Damit sind wir bei einem vergleichsweise schwachen Delikt und beim Bezirksgericht. Das kann man nicht so belassen. Hier braucht es eine adäquatere juristische Reaktionsmöglichkeit auf jegliches totalitäre Gedankengut in Verbindung mit Gewaltbereitschaft - daher möchten wir den Verhetzungstatbestand präziser ausformulieren.

STANDARD: Sie sind dafür, dass entsprechende Handlungen künftig vor einem Publikum mit rund zehn Personen genügen?

Brandstetter: Richtig. Allerdings müssen wir parallel dazu auch die infrage kommenden Tathandlungen noch treffsicherer formulieren, weil ich nicht auch gleich jedes dumme Gerede am Stammtisch vom Verhetzungstatbestand erfasst wissen möchte. Es geht nicht um jede abfällige Bemerkung über eine Bevölkerungsgruppe im Bekanntenkreis, es geht um den konkreten Aufruf zu Gewalt in Verbindung mit entsprechenden Aussagen.

STANDARD: An nicht wenigen Stammtischen hierzulande kann man sich aber wohl zu fortgeschrittener Stunde jede Menge anhören, wer aller am besten gleich am nächsten Baum aufgeknüpft gehört. Eine juristische Gratwanderung?

Brandstetter: Definitiv - und genau das ist die Frage der legistischen Kunst, mit der sich mein Haus auch gerade beschäftigt, denn die Novelle soll so bald wie möglich im Laufe des nächsten Jahres in Kraft treten. Grundsätzlich will ich diese Art der Redereien hier sicher nicht verteidigen - dafür gibt es andere Tatbestände wie die Ehrenbeleidigung.

STANDARD: Unlängst haben Sie auch erklärt, dass das, was sich mitunter in den sozialen Netzwerken abspielt, nicht den Namen "sozial" verdient. Welche Maßnahmen schweben Ihnen gegen antisemitische, antiislamische und jihadistische Hassposter vor?

Brandstetter: Bei den Ermittlungsmöglichkeiten gegen sogenannte Hassposter wird sich im Zuge von verhetzenden Äußerungen nicht viel ändern. Schon jetzt kann man bei entsprechendem Richterbeschluss ja die Daten der betreffenden Personen ausheben lassen. Allerdings möchte ich darauf hinweisen, dass offensichtlich bei vielen Postern die Hemmschwelle sinkt, wenn sie vermeintlich anonym per Knopfdruck ihre Botschaften ins Netz schicken.

STANDARD: Werden die Betreiber von Foren stärker in die Pflicht genommen?

Brandstetter: An dieser Stelle möchte ich schon an die freiwillige Selbstkontrolle der Medien appellieren, gegen solche Postings auch selbst vorzugehen, um den Missbrauch von Foren für kriminelle Zwecke zu verhindern und weitgehend abzustellen.

STANDARD: Rechnen Sie damit, dass die Verurteilungen wegen Verhetzung bald stark ansteigen?

Brandstetter: Nicht unbedingt - nicht zuletzt auch weil ich mir durch die neue Ausformulierung eine klare Signalwirkung erwarte, was in Österreich geht, was nicht.

STANDARD: Wie hoch stellen Sie sich die Strafandrohung vor, die derzeit bei bis zu zwei Jahren Haft liegt?

Brandstetter: Das gilt es noch mit den Fachleuten zu beraten.

STANDARD: Von Experten und der Islamischen Glaubensgemeinschaft wird gerade der Entwurf für das neue Islamgesetz Ihrer Regierungskollegen Sebastian Kurz (ÖVP) und Josef Ostermayer (SPÖ) als verfassungsrechtlich bedenklich zerpflückt. Ihr Urteil zum geplanten Gesetzeswerk?

Brandstetter: Ich bin mit meinen eigenen Projekten derart ausgelastet, dass ich bis dato noch keine Gelegenheit hatte, mir diesen Entwurf genau anzusehen.

STANDARD: Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass islamische Vereine nicht mehr aus dem Ausland gesponsert werden dürfen. Solche Restriktionen würden der Regierung bei der katholischen Kirche doch wohl nie einfallen?

Brandstetter: Klar ist: Zu diesem Thema wird es immer verschiedene Auffassungen geben. Das muss man in Kauf nehmen. Aber ich bin überzeugt davon, dass Kurz und Ostermayer sich das alles sehr genau überlegt haben.

STANDARD: Angesichts eines Schülerselbstmordes in Kärnten möchten Sie nun einen neuen Tatbestand bei Cybermobbing schaffen. Ihr vorgeschlagener Gesetzestext lautet: "Wer eine Person im Wege der Telekommunikation oder unter Verwendung eines Computersystems längere Zeit in ihrer Privatsphäre verletzt, ist mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr zu bestrafen." Was soll "längere Zeit" bedeuten?

Brandstetter: Hier müssen wir bis Mitte 2015 im Strafrecht eine gesetzliche Lücke schließen, weil virtuelles Mobbing bisher kaum verfolgbar ist. Die Frage des Zeitraums wird letztlich die Judikatur auslegen, hier muss man einen Spielraum lassen. Das wird auch von Fall zu Fall individuell sein, unter Umständen könnten für eine Verurteilung aber schon wenige Vorfälle etwa über zwei bis drei Wochen hinweg ausreichen.

STANDARD: Gerade Jugendlichen ist oft gar nicht bewusst, was Sie mit hämischen Postings auf Facebook bei Gleichaltrigen anrichten können - sollen auch sie mit Strafen bedroht werden?

Brandstetter: Nein. Bei Jugendlichen helfen Strafverschärfungen wenig. Das Wichtigste in diesem Bereich ist es, Bewusstsein zu schaffen, deswegen bin ich mit Unterrichtsministerin Gabriele Heinisch-Hosek im Gespräch, dass wir hier wie in den USA mit Experten in den Schulen ansetzen.

STANDARD: Wie genau?

Brandstetter: Ich denke, dass die Schüler am besten auch durch schulfremde Personen aufgeklärt werden könnten, etwa durch Polizisten oder Staatsanwälte. Das erhöht wahrscheinlich eher ihre Aufmerksamkeit, als wenn ausschließlich ihre Lehrer über das Phänomen referieren.

STANDARD: Befürchten Sie, sobald dieses Interview auf derStandard.at erscheint, einen Shitstorm?

Brandstetter: Wenn ich mich vor so etwas fürchten würde, dann würde ich meine Funktion nicht sinnvoll ausfüllen können. Ich lese Postings auch nur sehr unregelmäßig, denn das schaffe ich zeitlich gar nicht. Außerdem zähle ich auch hier auf Ihre freiwillige Selbstkontrolle, damit der Shitstorm, falls aus strafrechtlicher Sicht nötig, eingedämmt wird. (Peter Mayr Nina Weißensteiner, DER STANDARD, 11.10.2014)

Wolfgang Brandstetter, geboren 1957 in Haag, ist seit Ende 2013 Justizminister. Davor arbeitete er als Strafverteidiger und war Vorstand am Institut für Österreichisches und Europäisches Wirtschaftsstrafrecht an der WU-Wien.>

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Der Standard online, Logo

28.11.2014: <Forscherin: "Nicht altersgemäße Gewaltspiele fördern Cybermobbing">

aus: Der Standard online; 28.11.2014;
http://derstandard.at/2000008695070/Forscherin-Durch-nicht-altersgemaesse-Gewaltspiele-steigt-Cybermobbing

<Interview |

Machen Gewaltspiele am PC aggressiv? Eine neue Studie stellte diese Frage - und zeigte, dass zuerst das Spiel kommt und dann die Gewalt

Linz - Dass sich vor allem Buben vor den PC setzen, um Gewaltspiele zu spielen, wusste man bereits. Eine neue Studie von Dagmar Strohmeier, Professorin an der Fachhochschule Linz, bestätigt das. So hatten 72 Prozent der befragten Mädchen angegeben, nie derartige PC-Games zu spielen. Bei den Buben betrug dieser Anteil nur 18 Prozent. Keineswegs einig ist man sich hingegen, ob Gewaltspiele aggressives Verhalten bedingen oder umgekehrt. In der Studie wurden beide Annahmen untersucht. Mit überraschendem Ergebnis.

derStandard.at: Welche Wechselwirkung zwischen Gewaltspielen und aggressivem Verhalten hat Ihre Studie gezeigt?

Strohmeier: Wir haben 370 Jugendliche zwischen 10 und 13 Jahren aus ganz Österreich und allen Schulformen, die Gewaltspiele am Bildschirm spielen, in die Erhebung eingebunden. Dazu haben wir sie innerhalb eines Jahres zweimal befragt. Die Jugendlichen machten zu zwei Zweitpunkten Angaben zu ihrem Spielverhalten und ihrem aggressiven Verhalten. Daraus haben wir eindeutige Befunde bekommen: Die Richtung geht von den Spielen zur Gewalt und nicht umgekehrt.

derStandard.at: Jugendliche, die brutale Bildschirmspiele spielen, werden also innerhalb eines Jahres aggressiver?

Strohmeier: Der Punkt ist, dass es sich oft um nicht altersgemäße Spiele handelt. Durch das Spielen nicht altersgemäßer, gewalthaltiger Games steigt Cybermobbing, also aggressives Verhalten im Internet. Darunter fallen das Versenden von gemeinen und verletzenden SMS, E-Mails, Fotos oder Videos. Unsere Hypothese, dass es durch das Spielen am Bildschirm einen Transfer zur Gewalt im Internet gibt, da es sich um das gleiche Medium handelt, wurde bestätigt. Wir haben aber verschiedene Formen der Gewalt untersucht, auch offenes aggressives Verhalten oder Mobbing im "echten" Leben. Der Zusammenhang zwischen Gewaltgames und allen drei Formen der Gewalt war signifikant.

derStandard.at: Wenn ein Zwölfjähriger Games spielt, die ab seiner Altersklasse freigegeben sind, hat das keine negativen Auswirkungen auf sein Verhalten? Ist der Rückschluss zulässig?

Strohmeier: Was unter Gewalt verstanden wird, ist laut Klassifizierung abhängig davon, ab welchem Alter das Spiel freigegeben ist. Das Pan-European-Game-Information-System hat keinen absoluten, sondern einen relativen Gewaltbegriff. Man mutet älteren Kindern härtere Gewalt zu als jüngeren. Die Gewalt, die für 12-Jährige freigegeben ist, ist mild im Vergleich zu jener, die für 16- oder 18-Jährige zugelassen ist.

Wir haben Kinder gefragt, ob sie gewalthaltige Games spielen, wie oft sie das tun und ob sie auch welche spielen, die erst ab 16 oder 18 Jahren freigegeben sind. Jene Kinder, die bei allen drei Fragen hohe Werte angegebenen haben, zeigten ein gesteigertes aggressives Verhalten. Daher rate ich Eltern, auf die Einhaltung der Altersfreigabe zu achten.

derStandard.at: Ihre Ergebnisse basieren allerdings ausschließlich auf der Selbsteinschätzung der Kinder.

Strohmeier: Das ist eine Einschränkung der Studie. Das ist natürlich nicht die Realität, aber wenn es um das aggressive Verhalten geht, muss man davon ausgehen, dass die Wirkung der Gewaltspiele auf das tatsächliche Verhalten noch unterschätzt wird. Die wahren Befunde sind damit noch stärker, als in der Studie ausgewiesen.

derStandard.at: Warum spielen die Jugendlichen diese für sie eigentlich viel zu brutalen Games so gerne?

Strohmeier: Sie wollen "cool" sein und zu den Größeren gehören. Meine Kollegin Eva-Maria Schiller hat die Spielmotive im Detail erhoben. Interessant war, dass die Jugendlichen angaben, sich nicht aus Langeweile vor den PC zu setzen oder um Wut abzulassen. Vielmehr war ihnen das Leistungsmotiv besonders wichtig. Es geht nicht um die Gewalt an sich, sondern darum, dass sie sich beweisen wollen, besser werden wollen.

derStandard.at: Diese "Leistungen" können auch bei harmlosen Sportspielen gesteigert werden.

Strohmeier: Das stimmt, diese Spiele sind für Buben aber nicht so attraktiv. Den bedenklichen Effekt, dass man mit Gewaltspielen nicht nur die Leistung trainiert, sondern zugleich aggressives Verhalten einübt, den sehen die Kinder nicht. Außerdem spielt der Gruppendruck eine entscheidende Rolle. Die Jugendlichen machen es, weil es ihre Freunde auch machen. Sie können dann gemeinsam online spielen, was als weiteres Motiv genannt wurde. (Kerstin Scheller, derStandard.at, 28.11.2014)

Dagmar Strohmeier ist seit Februar 2011 in Linz FH-Professorin des Masterstudiengangs Soziale Arbeit der Fakultät für Gesundheit und Soziales. 1992 maturierte sie in Graz, anschließend studierte sie dort auch Psychologie. 2001 begann sie in Wien mit dem Studium der Naturwissenschaften Dissertationsgebiet Psychologie, wo sie 2006 auch promovierte.>

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Mobbing an den Schulen in der kriminellen Schweinz - hier ein weiterer Fall:

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Kanton Genf 1.7.2016: Kriminelles Mobbing an der Schule - Mutter darf ihre Tochter nicht schützen, sondern wird vom Schulhof verbannt (!)
Genf: Mütter werden vom Schulhof verbannt
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/24337197

<Eine Mutter wollte ihre Töchter in der Schule besuchen. Doch vor dem Eingang wurde sie abgewiesen. Für die Verantwortlichen ist sie ein Störenfried.

Eltern auf dem Schulhof sind eigentlich nichts Aussergewöhnliches. Und doch darf nicht jede Mutter das Schulareal betreten, wie ein Fall aus dem Kanton Genf zeigt: Eine Mutter wollte zu ihren beiden Töchtern in der Schule in Lancy, als sie vor dem Gelände auf Polizisten traf. «Weil ich sie kannte, fragte ich sie lachend, was sie denn da machten», sagt die Frau zu «Le Matin». Tatsächlich waren die Beamten ihretwegen da. «Während einer Woche positionierten sie sich viermal täglich vor dem Gelände, immer bei Schulbeginn und -schluss.»

Frédéric Renevay, bei der Gemeinde für Soziales, Sport und Sicherheit zuständig, bestätigt, dass es in Lancy gegen zwei Mütter ein Schulhofverbot gibt. Eine davon ist die betroffene Frau. Das Problem: Die Mutter liegt mit der Schule im Clinch. Sie habe ein loses Mundwerk, schreibt die Zeitung. «Ja, ich kann auf die Barrikaden gehen», bestätigt die Frau. Eines ihrer Kinder werde seit mehreren Monaten gemobbt, seine Finken seien schon sechsmal in der Toilette gelandet. Also suchte die Mutter Hilfe, auch bei der Polizei.

Verbot kann auch andere treffen

Dem Bildungsdepartement wurde das offenbar zu bunt. Es schickte ihr schliesslich ein Schreiben, in dem sie über das Schulhofverbot informiert wurde, das bis zum Ende des Schuljahrs gelte. Dies, weil die bisherigen Massnahmen keinen Erfolg gezeigt hätten, um einen funktionierenden Schulalltag zu gewährleisten. Zum konkreten Fall will Sprecher Pierre-Antoine Preti gegenüber der Zeitung keine Stellung nehmen. Die Verbannung sei eine Form der Verwarnung, erklärt er hingegen. «Sie sind oft die Folge von begangener oder möglicher physischer oder psychischer Gewalt oder Ähnlichem. Dieses Verbot bezieht sich genauso auf Eltern wie auch auf Schüler oder auf Drittpersonen.»

Die Massnahme könne auch weitere nach sich ziehen, etwa eine Strafanzeige, sagt Preti. Das liege aber im Ermessen anderer. Bisher hätten es die beiden Parteien noch nicht geschafft, sich für Diskussionen gemeinsam an einen Tisch zu setzen. Folglich bleibt der Frau nichts anderes übrig, als ausserhalb des Schulareals auf ihre Töchter zu warten.

(vro)>

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