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Korruption im Gesundheitswesen. Meldungen (Teil 3)

ab 6.7.2017

Wenn Pharma-Firmen auf Gewinnsteigerung angewiesen sind, ist es klar, dass es immer mehr Kranke geben muss, und dass alles manipuliert ist

Arztkittel
              mit vielen Euro drin
Arztkittel mit vielen Euro drin [1]


Die Medikamentenmafia: Antibiotika werden mit Traubenzucker gestreckt und werden dadurch wirkungslos. Laut WHO sind weltweit 7% aller Medikamente gefälscht. Die gefälschten Medikamente werden in Indien oder China hergestellt (31'30''). Sie wirken nicht, und dann wird eine Antibiotikaresistenz erfunden und gleichzeitig ein Milliardenprofit erwirtschaftet (33'13''). Gleichzeitig sterben die Kranken, weil die Antibiotika gefälscht sind (33'30'').
aus: Video: SOKO Kitzbühel Staffe 4 Folge 3 Ganze Folge: Mord im Schloss (31min. bis 32min.). https://www.youtube.com/watch?v=cdtYUG5RZ98 


Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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Reiche Schweinz (Schweiz) verblödet:

Tagesanzeiger online,
                                      Logo
Kriminelle Schweinz (Schweiz) 6.7.2017: Unnötige Chirurgie mit rund 16.000 unnötigen Knieoperationen - 70 Millionen Franken Verschwendung pro Jahr - 43 Meniskusoperationen PRO TAG (!!!)
Unnötige Eingriffe am Meniskus kosten 70 Millionen pro Jahr
http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/unnoetige-eingriffe-am-meniskus-kosten-70-millionen-pro-jahr/story/24240360
<Ärzte führen jährlich rund 16'000 Knieoperationen durch – obwohl klar ist, dass diese nutzlos sind.

Den Nutzen von Operationen bei Meniskusrissen stellen Forscher schon länger infrage. Seit 2013 ist die Studienlage jedoch eindeutig: Ausser nach einem Unfall ist bei Kniebeschwerden nicht eine Operation, sondern eine konservative Behandlung mit Medikamenten, Trainings- oder Physiotherapie angezeigt. Eine neue Studie im Auftrag der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) zeigt nun, dass Orthopäden in der Schweiz kaum auf diese Erkenntnis reagieren. Im Vergleich zu 2012 haben sie die Meniskusoperation im Jahr 2015 nur wenig seltener durchgeführt. Damit bleibt diese der häufigste Eingriff der Orthopäden.

Ambulant statt stationär

Die Studie präsentiert erstmals Zahlen zur Häufigkeit der Meniskusoperationen in der Schweiz. Hochgerechnet handelt es sich um 16'000 Eingriffe pro Jahr bei Kniepatienten ohne Unfall. Diese kosten Kantone und die Grundversicherung rund 70 Millionen Franken. «Diese Kosten liessen sich ohne Nachteil für die Patienten einsparen», sagt Studienautor Leander Muheim von der Universität Zürich.

Beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) läuft zurzeit eine Evaluation der Kniearthroskopien, von denen Meniskusoperationen einen grossen Teil ausmachen. Der Abschluss der Überprüfung wird für 2018 erwartet. Am Ende könnte eine Einschränkung der Vergütung durch die obligatorische Krankenpflegeversicherung stehen, wie es auf Anfrage heisst. Beobachter halten dies aufgrund der Studienlage für wahrscheinlich. Das wäre auch im Sinn der Krankenversicherer. «Wir fordern, dass diese Leistung in der Krankenpflege-Leistungsverordnung klarer limitiert wird», sagt Helsana-Sprecher Stefan Heini.

Studienautor Leander Muheim erhofft sich nun eine Diskussion über Fehlanreize im Gesundheitswesen: «Wenn Ärzte an der Front nicht auf wissenschaftliche Studien reagieren, droht am Ende ein regulatorischer Eingriff.» Er betont zudem die wichtige Rolle der Hausärzte: Sie sollen Kniepatienten möglichst selber konservativ behandeln, statt sie gleich zur Magnetresonanzuntersuchung (MRI) und dann zum Orthopäden zu schicken.


Lesen Sie die genauen Zahlen für die Schweiz. (ABO+)


In der SAMW-Studie zeigt sich auch, dass drei Viertel der Patienten stationär behandelt wurden. Dies, weil der Eingriff dann besser vergütet wird als ambulant. Beispielsweise in den USA operieren Ärzte hingegen nur gerade ein Prozent der Meniskuspatienten stationär. Das BAG prüft deshalb auch, ob der Eingriff künftig ausschliesslich ambulant vergütet werden soll. Gehandelt haben die Kantone Zürich und Luzern. Sie erlauben künftig bei Meniskusrissen und weiteren chirurgischen Eingriffe nur noch eine ambulante Durchführung. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 06.07.2017, 22:25 Uhr>

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18.7.2017: Offizielle Statistik: Novartis schmiert die Ärzte am meisten
Novartis ködert Ärztinnen und Ärzte am meisten
https://www.infosperber.ch/Artikel/Gesundheit/Medikamente-Novartis-kodert-Arztinnen-und-Arzte-am-meisten

<Markus Grill und Stefan Wehrmeyer / 18. Jul 2017 -

Oft verschreibt ein Arzt nicht das geeignetste Medikament , sondern eines, für das ihn die Pharma speziell bezahlt.

upg. Pharmakonzerne müssen in den USA seit 2013 alle Zahlungen an Ärzte, Spitäler und Patientenorganisationen offenlegen. Im Internet kann jede Frau und jeder Mann den Namen eines Arztes oder einer Ärztin eingeben und erfährt dann, wie viel Geld der Gesuchte von Pharmakonzernen entgegen genommen hat, und für welche Zwecke. Eine vergleichbare gesetzliche Vorschrift in europäischen Ländern wollen die Pharmafirmen mit allen Mitteln verhindern und geben deshalb «freiwillig» einige Zahlen bekannt.

[Die "Anwendungsbeobachtungen" zur "Verträglichkeit"]

Zum Beispiel erhalten viele Ärzte Geld, wenn sie ihren Patientinnen ein bestimmtes Medikament verordnen und anschliessend einen Fragebogen etwa zur Verträglichkeit zu Handen der Herstellerin ausfüllen. Die Patienten wissen meistens nichts davon. Für solche «Anwendungsbeobachtungen» erhielten Ärzte letztes Jahr in Deutschland 100 bis 200 Millionen Euro. Genauer sagen es die Pharmakonzerne nicht, weil sie den Posten «Anwendungsbeobachtungen» mit dem Posten «klinische Studien» zusammenfassen. Markus Grill, Stefan Wehrmayer, Irene Berres, Heike Le Ker und Christina Elmer vom unabhängigen Recherche-Zentrum correctiv.org haben die von den Pharmakonzernen in Deutschland freigegebenen Zahlen aufgearbeitet. Novartis hat die grössten Summen verteilt.

Nur jeder vierte Arzt legt offen, was er von Pharmafirmen erhält

Im Jahr 2016 haben die Pharmakonzerne 562 Millionen Euro an Mediziner und Kliniken in Deutschland gezahlt. Als die Firmen anschliessend gefragt haben, ob sie diese Zuwendungen veröffentlichen dürfen, hat nur jeder vierte Arzt zugestimmt. Im Jahr zuvor waren es noch 31 Prozent mit einer Veröffentlichung einverstanden.

2016 finanzierten die Pharmaunternehmen Tausenden Ärztinnen und Ärzten Besuche auf Kongresse, bezahlten sie für ihre Vorträge bei Tagungen, erstatteten ihnen Hotelrechnungen und zahlten Honorare für Studien. 54 Pharmafirmen, die nach eigenen Angaben 75 Prozent des Gesamtmarktes abdecken, haben ihre Zahlungen grob offengelegt.

Sie allein haben 2016 insgesamt rund 66'000 Ärzte, Apotheker und andere Gesundheitsberufler sowie rund 6'020 Institutionen wie Kliniken und Praxen finanziell unterstützt. Die Zahlungen beliefen sich auf insgesamt 562 Millionen Euro. Sie teilten sich wie folgt auf:

  • 356 Millionen Euro erhielten die Empfänger für sogenannte Anwendungsbeobachtungen (AWB) und klinische Studien;
  • 105 Millionen Euro bekamen einzelne Ärzte, Apotheker und Heilberufler für Vorträge, Fortbildungen und Beratung;
  • 101 Millionen Euro empfingen Krankenhäuser und andere Einrichtungen für Sponsoring, Beratung und Veranstaltungen.

Nicht jede Verbindung zwischen der Industrie, Kliniken und Ärzten ist zu verteufeln. So ist es zum Beispiel wichtig, dass praktizierende Ärzte Pharmafirmen bei der Entwicklung neuer Medikamente beraten. Anders als bei Medizinern steht bei den Firmen jedoch nicht allein das Wohl der Patienten im Mittelpunkt, sondern auch das Streben nach einem möglichst grossen Gewinn.

[Ärzte mit vielen Verbindungen zur Gift-Pharma verschreiben teurere Medikamente]

Diese verschiedenen Interessen können die unabhängige Urteilskraft von Ärzten beeinflussen, müssen es aber natürlich nicht.

  • Studien haben allerdings gezeigt, dass Mediziner mit vielen Verbindungen zur Pharmaindustrie Gefahr laufen, Nebenwirkungen eher herunterzuspielen oder eher teure Medikamente verschreiben.

Die US-Regierung reagierte bereits 2010 auf die Problematik und schuf ein Gesetz, das die Offenlegung aller Pharma-Zahlungen an Mediziner seit 2013 vorschreibt. Um eine solche Regelung in Deutschland zu verhindern, starteten die Lobbyorganisationen VfA und FSA 2015 den Transparenzkodex. Dieser sieht vor, dass die 54 Mitgliedsunternehmen neben Gesamtsummen jeweils eine Liste mit den Namen einzelner Ärzte und den an sie gezahlten Leistungen veröffentlichen.

Das Mitmachen der Ärzte ist freiwillig

Das Problem: Die Firmen nennen die Namen nur, wenn Zahlungsempfänger der Veröffentlichung zugestimmt haben. Im vergangenen Jahr waren dazu 31 Prozent der Empfänger bereit, in diesem Jahr lag die Quote nur noch bei 25 Prozent – also nur bei jeder vierten Person, die Pharmaleistungen empfangen hat. Anders gesagt: Drei Viertel aller Betroffenen wollen die Zahlungen geheim halten. Trotz des geringen Anteils liefern die Dokumente die Namen von mehr als 16'500 Personen, die zusammen Leistungen im Wert von knapp 24 Millionen Euro erhalten haben.

Um auf Basis dieser Daten eine grösstmögliche Transparenz zu schaffen, hat Correctiv gemeinsam mit dem Datenteam von «Spiegel Online» die Informationen aus den Dokumenten zusammengefasst und die Datenbank «Euros für Ärzte» 2016 erstellt. Darin lassen sich die Summen für jene Ärzte und Fachkreisangehörige suchen, die einer Namensnennung zugestimmt haben. Auch die Institutionen, Organisationen und Kliniken sind auffindbar samt erhaltener Summe. Ausserdem gibt es so genannte «Null-Euro-Ärzte», die Pharmazahlungen laut eigenen Angaben ablehnen. Ärzte können sich selber eintragen.

Die meisten der aufgeführten Ärzte und sogenannten Fachkreisangehörigen bekamen weniger als 1000 Euro, wie die folgende Auflistung verdeutlicht:

  • 9,1 Prozent erhielten unter 100 Euro;
  • 47,4 Prozent erhielten unter 500 Euro;
  • 70,4 Prozent erhielten unter 1000 Euro.

Daneben gab es jedoch auch Einzelpersonen mit enorm hohen Beträgen. Rund 1,3 Prozent der Ärzte kam auf mehr als 10'000 Euro. Dem Spitzenreiter der Liste liessen Pharmafirmen sogar eine Summe von fast 200'000 Euro zukommen. Er ist allerdings der einzige Arzt in der Datenbank, bei dem die Summe die 100'000-Euro-Marke überstieg. Gezahlt wurden die Gelder vor allem für Beratungs- und Dienstleistungshonorare sowie Reise- und Übernachtungskosten im Zusammenhang mit Fortbildungen.

Folgende Pharmafirmen zahlten 2016 die grössten Geldsummen an Mediziner, Fachkreisangehörige und Institutionen:

  • Novartis Pharma: 23,6 Millionen Euro
  • Bayer: 17 Millionen Euro
  • MSD: 12,1 Millionen Euro
  • Berlin-Chemie: 11,7 Millionen Euro
  • Bristol-Myers-Squibb: 11,2 Millionen Euro

Die im vergangenen Jahr zum ersten Mal aufgeschlüsselten Daten bedeuten eine Zäsur. Noch nie erhielt die Öffentlichkeit einen so detaillierten Einblick in die finanziellen Verbindungen von Medizinern, Kliniken und der Industrie. Dennoch krankt das aktuelle System neben dem Prinzip der Zustimmung für eine Offenlegung noch an einem weiteren Punkt: Es klammert einen Grossteil der Zahlungen aus.

Umstrittene Anwendungsbeobachtungen

Die detailliert aufgeschlüsselten Angaben umfassen aktuell nur Leistungen im Zusammenhang mit Beratung, Fortbildung oder etwa Sachspenden. Welche Personen und Institutionen wie viel Geld im Zusammenhang mit Forschungsprojekten bekommen haben, halten die Unternehmen weiterhin geheim. Damit verschweigen sie Details über eine Summe von 356 Millionen Euro – mehr als 60 Prozent der Gesamtzahlungen.

Kritiker sehen darin Kalkül, da die Unternehmen so Ausgaben für eine umstrittene Praxis verschweigen können. Neben wichtigen klinischen Studien, bei denen potenzielle neue Medikamente vor ihrer Zulassung erprobt werden, enthält die Summe von 356 Millionen auch Zahlungen für sogenannte Anwendungsbeobachtungen. Dabei erhalten Mediziner Geld, wenn sie ihren Patienten ein bestimmtes Medikament verordnet haben und anschliessend einen Fragebogen etwa zur Verträglichkeit ausfüllen.

Die wissenschaftliche Qualität der Anwendungsbeobachtungen sei äusserst schlecht, wird oft kritisiert. Statt dem Wohl der Patienten dienen sie demnach vor allem dazu, die Ärzte für die Verordnung des neuen Mittels zu bezahlen und die Behandelten langfristig an das Präparat zu binden. Die Unternehmen hingegen rechtfertigen die Untersuchungen als wichtige Praxisprobe - und wollen deshalb auch bei der Veröffentlichung der Zahlen keine Unterscheidung zwischen diesen und gesetzlich vorgeschriebenen klinischen Studien machen.

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Diese Recherche beruht auf einem gemeinsame Datenprojekt von «SpiegelOnline» und dem Recherchezentrum Correctiv.org. Den direkten Link zur Datenbank «Euros für Ärzte» finden Sie hier.>

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26.8.2017: Anticholinerga-Medikamente bewirken die Zerstörung des Gehirns und des gesamten Körpers im Alter

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Anticholinergika. Wahrscheinlich sagt ihnen das erst mal gar nichts.

Die Medikamentengruppe der Anticholinergika ist so umfangreich, dass ich die gar nicht aufzählen kann. Diese Wirkstoffe sind zum Beispiel in Mitteln gegen Unruhe, Parkinson, Blasenschwäche, Antidepressiva, starken Schmerzmitteln, Schlafmitteln, Bauchkrämpfe oder gegen Allergien enthalten.

Und genau diese Wirkstoffgruppe soll für den teilweise schweren geistigen und körperlichen Abbau im Alter mitverantwortlich sein:

http://www.naturheilt.com/medikamente/anticholinerga.html

Das ist genau das, was ich seit Jahren bei solchen Patienten beobachte.

Über die Multimorbidität älterer Patienten (die zahlreiche Medikamente einnehmen), muss man sich da nicht mehr wundern.

Und diese Mittel sind teilweise auch ohne Rezept zu erhalten!

Herzliche Grüße,

Ihr

René Gräber
www.rene-graeber-buecher.de

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6.10.2017: Zanärzte in der Schweinz (Schweiz) besorgen sich Arbeit, indem sie haufenweise Löcher ERFINDEN
ETH-Studie: Test entlarvt Zahnärzte – jeder 4. bohrt ohne Grund
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/25351392

"Die ETH Zürich schickte einen Testpatienten zum Zahnarzt. In jedem vierten Fall wurde ihm eine teure, unnötige Behandlung vorgeschlagen.

Eine neue Studie fördert einen brisanten Befund zutage: Die Wissenschaftler der ETH Zürich schickten in einem Feldversuch eine Person zu 180 zufällig ausgewählten Zahnärzten im Kanton Zürich. Diese gab an, die Dentalhygiene habe ihr eine Kontrolle empfohlen.

Obwohl der Testpatient nach Ansicht von vier Experten keine Behandlung benötigte, wollten 50 Zahnärzte mindestens eine Füllung machen – im Schnitt sollte die Behandlung 535 Franken kosten, wie aus dem im Internet veröffentlichten Arbeitspapier der ETH-Ökonomen Wanda Mimra, Christian Waibel und Felix Gottschalk hervorgeht.

Ein Zahnarzt wollte sechsmal bohren

Ein Zahnarzt schlug nicht weniger als sechs Füllungen für rund 1500 Franken vor. Ein anderer zwei für 1750 Franken. Nicht alle Zahnärzte wollten den Bohrer am gleichen Ort ansetzen: Betrachtet man alle Offerten, wären 13 verschiedene Zähne betroffen gewesen.

Eine Rolle scheint zu spielen, ob ein Zahnarzt gut ausgelastet ist: So muss man bei jenen Zahnärzten, die bohren wollten, nur rund sechs Tage auf einen Termin warten. Bei jenen, die keine Behandlung vornehmen wollten, betrug die Wartezeit im Schnitt dagegen zehn Tage. Weil die Studie noch nicht in einem Fachjournal erschienen ist, wollten die Autoren gegenüber 20 Minuten keinen Kommentar abgeben.

«Bekanntes Problem»

Nicht überrascht reagiert Margrit Kessler, Präsidentin der Stiftung Patientenschutz: «Es ist bekannt, dass Zahnärzte viel zu schnell teure Behandlungen vornehmen, die nicht nötig sind.» Perfid daran sei, dass es viele Leute nicht merkten. Mit der Personenfreizügigkeit seien sehr viele ausländische Zahnärzte in die Schweiz gekommen. «Es gibt zu viele Zahnärzte, was zu einer Mengenausweitung führt.»

Ein «riesiges Problem» sind laut Kessler auch Zahnärzte etwa aus den Oststaaten, die keine gleichwertige Ausbildung haben. Oder die Kurzaufenthalter, die für 90 Tage in die Schweiz kommen: «Sie wollen in möglichst kurzer Zeit viel Geld verdienen und verschwinden dann wieder.» Sie rät Patienten, im Zweifelsfall eine Zweitmeinung bei einem Zahnarzt einzuholen, der Mitglied der Schweizerischen Zahnärzte-Gesellschaft SSO ist.

«Es bleibt ein Ermessungsspielraum»

SSO-Sprecher Marco Tackenberg betont: «Unnötige Behandlungen sind nicht akzeptabel.» Zwar spürten Zahnarztpraxen den Druck der Zuwanderung ausländischer Kollegen. Wirtschaftlicher Druck rechtfertige aber in keinem Fall eine Überbehandlung.

Die Studie könne man ohne Sichtung der Röntgenbilder nicht abschliessend bewerten. So habe der Testpatient eine initiale Karies aufgewiesen. Tackenberg: «Bei diesem Befund kann der Zahnarzt zur Einschätzung kommen, dass eine kleine Füllung zur Vermeidung eines grösseren Defekts die beste Therapie darstellt.»

In den letzten Jahren habe sich in der Zahnmedizin die Meinung durchgesetzt, dass eine initiale Karies in der Regel nicht mit einer Füllung behandelt werde. Die SSO verbreite das aktuelle Wissen in Kursen. «Wie so oft in der Medizin» bleibe aber ein Ermessensspielraum.

Auch beim kantonszahnärztlichen Dienst Zürich heisst es, es gebe wohl weitere Erklärungen als nur den wirtschaftlichen Druck. Überbehandlungen beobachte man häufig bei Zahnersatz durch Implantate oder aufwändigen Rekonstruktionen. Dagegen seien «kleine Füllungen in der Regel keine besonders einträglichen Therapien». Bei beginnender Karies seien häufigere Kontrollen und Prophylaxemassnahmen notwendig. Letztere würden nicht an allen Universitäten in Europa gleich gelehrt.

(daw)"

Und noch eine Meldung über die "fleissigen" CH-Zahnärzte:


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6.10.2017: "Fleissige" CH-Zahnärzte ERFINDEN Löcher, um sich Arbeit zu "beschaffen"
Unnötige Eingriffe: «Er bekam elf Füllungen offeriert – nötig war eine»
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/26360905

"Das Überangebot an Zahnärzten führt laut dem Berater Peter Zuber dazu, dass manche ihre Praxis um jeden Preis zu füllen versuchten.

Herr Zuber*, 50 von 180 Zahnärzten wollten in einem Feldversuch der ETH einem Testpatienten mindestens eine unnötige Füllung machen. Hätten Sie das erwartet?
Leider überrascht mich das nicht im Geringsten – die Studie bestätigt nur, dass wir ein echtes Problem haben in der Schweiz. Bei meiner Arbeit als Berater erlebe ich regelmässig krasse Fälle. Gerade diese Woche kamen zwei Patienten zu mir, weil sie ein schlechtes Bauchgefühl hatten. In beiden Fällen zu Recht. Einer bekam elf Füllungen offeriert – nur eine war wirklich sinnvoll. Das ist Wahnsinn.

Wie erklären Sie das?
Es geht ums Finanzielle. Eine Zahnarztpraxis, die unter 80 Prozent ausgelastet ist, rentiert je nach Struktur nicht mehr. Also muss man sie füllen. Heute gibt es ein Überangebot. Mit der Einführung der Personenfreizügigkeit sind viele Zahnärzte aus der EU in die Schweiz gekommen und Zahnarztzentren haben massiv expandiert. Zudem schauen die Leute besser zu ihren Zähnen, weshalb es insgesamt weniger Arbeit gibt.

Müsste man weniger Zahnärzte zulassen?
Wir wissen, dass von den ausländischen Zahnärzten, die in die Schweiz kommen, nur ein Drittel gut Fuss fasst. Es gibt also auf längere Frist eine Korrektur durch den Markt. So hat der Zustrom aus Deutschland bereits abgenommen, weil es sich herumgesprochen hat, dass die Schweiz keine Goldgrube ist.

Müssten die Kantone eingreifen?
Wichtig ist, dass die Patienten die Fälle der Gesundheitsdirektion melden. Nur dann können sie handeln und schwarze Schafe aus dem Verkehr ziehen. Das ist auch schon geschehen, aber nur selten.

Wie können Patienten vermeiden, dass ihr Zahnarzt keine unnötigen Behandlungen vornimmt?
Sobald sie skeptisch sind, sollte man eine Zweitmeinung einholen. Ist jemand seit längerer Zeit bei einem Zahnarzt, ist das Risiko geringer. Wenn ein Patient den Zahnarzt wechselt, sollte er besonders kritisch sein. Er sollte im Zweifelsfall eine Zweitmeinung einholen oder sich an eine Beratungsstelle wenden. Der Patient muss insgesamt kritischer werden und nicht einfach alles schlucken. Oft ist es ja ein Informationsproblem: Der Patient weiss gar nicht, ob Eingriffe angezeigt sind oder nicht.

Wie bewerten Sie es auf einer moralischen Ebene, wenn ein Zahnarzt unnötige Eingriffe vornimmt?
Ich könnte nicht mehr in den Spiegel schauen. Das ist wohl eine Frage des Charakters. Es ist im Übrigen auch kein Problem, das nur auf die Zahnmedizin begrenzt ist, sondern es betrifft die ganze Medizin. Auch Spitäler müssen ihre Betten füllen. Beim Zahnarzt trägt der Patient die Kosten einfach direkt. (daw)"

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Shortnews
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7.11.2017: "Umfrage: Ärzte operieren in Krankenhäusern oft ohne medizinische Notwendigkeit"
http://www.shortnews.de/id/1232316/umfrage-aerzte-operieren-in-krankenhaeusern-oft-ohne-medizinische-notwendigkeit

"Laut einer Umfrage des Socium Forschungszentrums der Universität Bremen unter Klinik-Ärzten wird in Deutschland zu häufig unnötig operiert.

In deutschen Krankenhäusern zählt der Kostendruck offenbar mehr als das Wohl der Patienten. Ärztliche Entscheidungen werden der Analyse nach maßgeblich durch betriebswirtschaftliche Vorgaben beeinflusst.

"Wir hätten noch viel mehr Ärzte interviewen können", so Studienleiter Karl-Heinz Wehkamp: "Die meisten hatten geradezu ein Bedürfnis darüber zu sprechen, um Öffentlichkeit und Politik wachzurütteln.""

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25.12.2017: KORRUPTE PHARMA: MEDIKAMENT KOSTET NUN 15.000 DOLLAR, WEIL ES MEHR KRANKHEITEN HEILT
Pharma erpresst Patienten mit seltener Krankheit
https://www.infosperber.ch/Artikel/Wirtschaft/Pharma-erpresst-Patienten-mit-seltener-Krankheit

<Urs P. Gasche / 25. Dez 2017 - 100 Pillen kosteten lange 50 Dollar. Jetzt kosten die gleichen Pillen 15'000 Dollar, weil sie auch eine seltene Krankheit lindern.

In den USA gibt es etwa 5000 Frauen und Männer, die an einer seltenen Erbkrankheit leiden. Diese führt zu periodischen Lähmungserscheinungen. Ein Medikament mit dem Wirkstoff Dichlorphenamid, das jahrzehntelang für Patientinnen und Patienten mit einem grünen Star oder Glaukom verwendet wurde, kann bei Patienten mit der erwähnten Erbkrankheit die Zahl der Muskelschwäche-Attacken reduzieren. Der Wirkmechanismus ist bisher nicht geklärt. Im August 2015 hat die US-Zulassungsbehörde FDA Dichlorphenamid für diese seltene Krankheit* zugelassen. In Europa ist es nicht zugelassen.

Ein Jahr Behandlung mit unverändertem, altem Medikament kostet jetzt bis 219'000 Dollar

Seit 1958 war der Wirkstoff Dichlorphenamid unter dem Markennamen Daranid für Patientinnen und Patienten mit grünem Star auf dem Markt. Noch im Jahr 2000 kosteten 100 Pillen in den USA 50 Dollar, heute 15'000 Dollar. «Das Beispiel zeigt, dass unser Gesundheitssystem ein Problem hat, das gelöst werden muss», erklärte Rachel Sachs, Rechtsprofessorin an der Washington University in Saint Louis gegenüber der «Washington Post».

Grund für diese Kostenexplosion ist nicht etwa ein entsprechender Forschungsaufwand, um herauszufinden, dass Dichlorphenamid auch bei der genannten Erbkrankheit zweckmässig eingesetzt werden dann. Dafür genügten der FDA zwei Studien, welche die Wirkung von Dichlorphenamid im Vergleich zu einem Placebo verglichen.

Hauptgrund ist vielmehr, dass das Medikament mehrmals die Besitzerin gewechselt hat, wovon die jeweiligen Aktionäre stark profitierten.

Zuerst Merck, dann Taro Pharmaceutical, dann Sun Pharmaceutical Industries. Als die FDA Dichlorphenamid im Jahr 2015 für die Erbkrankheit zuliess, gab Sun dem Medikament den neuen Namen Keveyis. Ende 2016 verkaufte die Sun Pharmaceutical Industries Keveyis für 8,5 Millionen Dollar an die Strongbridge Biopharma. Diese erhöhte den Preis von Keveyis nochmals um 10 Prozent auf die oben erwähnten 15'000 Dollar für 100 Pillen, damit sich der Kaufpreis für die Aktionäre auszahlt.

Je nach Dosis kostet jetzt eine einjährige Behandlung zwischen 109'500 und 219'000 Dollar. Die Washington Post zitiert den Patienten Jacob Levitt, der an der seltenen Erbkrankheit leidet: «Es ist ein Entweder Oder: Entweder werden die Patienten geschröpft, aber sie bleiben am Leben. Oder sie lassen sich nicht schröpfen, aber sie sterben. Es riecht ein wenig nach Erpressung.»

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*Primäre hyperkaliämische periodische Paralysen, primäre hypokaliämische periodische Paralysen und verwandte Formen.>

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Die
                    Unbestechlichen online, Logo

Merkels Terror-Deutschland 9.1.2018 ca.: Ein neuer "Münsteraner Kreis" mit Pharma-"Schulmedizinern" hetzt gegen Naturmedizin
Neue Inquisition gegen Heilberufe: Angriffe auf Robert Franz und Uwe Albrecht
https://dieunbestechlichen.com/2018/01/neue-inquisition-gegen-alte-heilberufe-abschaffung-der-naturheilkunde-durch-angriffe-auf-heiler/

<Der Vorstoß des „Münsteraner Kreises“ von Schulmedizinern gegen den Berufsstand der Heilpraktiker (dieUnbestechlichen berichteten dazu) war offenbar nur das Fanal für eine neue Inquisition und Hetzjagd auf die nicht-schulmedizinischen Heilberufe.

Am liebsten würden die Damen und Herren Ärzte diese Berufe gleich ganz abschaffen, und das Feld allein besetzen. Oder zumindest sehr hohe Ansprüche an die Ausbildung stellen, eigentlich müsste es eben schon ein Medizinstudium sein. Die Kompetenzen der Heilpraktiker müssen stark eingeschränkt werden, wird gefordert und die bestehende Ausbildung pauschal als „unqualifiziert“ abgetan.

Die ÄrztInnen vom „Münsteraner Kreis“ wähnen sich gar in Parallelwelten: Der Welt der akademischen Medizin und der Welt der Heilpraktiker. Dabei könne die akademische Medizin sich auf Behandlungen mit nachgewiesener Wirksamkeit stützen, die Behandlungen durch Heilpraktiker dagegen bewege sich in einer unwissenschaftlichen Gedankenwelt und Alternativer Medizin. Das ist genauso falsch, wie unverschämt.

Nun scheint eine Welle von persönlichen Verfolgungen und Schikanen gegen Heiler, Heilpraktiker und auch schulmedizinisch voll ausgebildete Ärzte, die alternative Heilmethoden anwenden losgetreten zu werden: Böswillige Verdrehungen, aggressive Filmteams, in verleumderischer Absicht zusammengeschnittene Reportagen, Detekteien, die Belastungsmatrial herbeischaffen müssen, Strafanzeigen, Unterstellungen, Beschuldigungen.

Zwei prominente Beispiele: Uwe Albrecht und Robert Franz.

Zusammen mit RTL nahm das umstrittene Fake-News-Enthüllungsteam correctiv Uwe Albrecht auf’s Korn. Ein „investigativer“ Journalist überrumpelte Uwe Albrecht ohne jede Ankündigung auf der Straße, hielt ihm ein Mikrofon vor die Nase und fragte, ob Albrechts Lebenskonzept „Innerwise“ Krebs heilen könne. „Nein, kann es nicht“ gab dieser zurück. Der Fragesteller ließ nicht locker und versuchte offenbar, irgendeine zur Denunziation verwertbare Aussage zu rechtswidrigen Heilversprechen bekommen. Als nichts Vorwerfbares zu erbeuten ist, wird der Investigative sehr direkt: Ob Uwe Albrecht denn nicht doch mit dem Versprechen der Krebsheilung Klienten anlockt. Doch Albrecht stellt unbeirrbar seinen Ansatz klar: Seine Methode setzt auf Selbstverantwortung. Es gibt keine Heilversprechen. Für correctiv also nichts, woraus man hätte einen Skandal basteln können. Und doch wird der Bericht für RTL so denunziatorisch wie möglich dargestellt, und man biegt es mit aller Kraft so hin, dass der ahnungslose Zuschauer am Ende doch irgendwie glaubt, „Dr. Albrecht lockt in unverantwortlicher Weise Patienten mit Heilungsversprechen bei Krebs an“.

Hier erzählt Dr. Uwe Albrecht, wie er zu dem zweifelhaften Vergnügen kam, von correctiv und RTL in die Mangel genommen zu werden (ab Minute 14:22):

Video: Interview mit Uwe Albrecht - Was der RTL-Mainstream nicht versteht, bekämpft er! (1h12min.8sek.)

Video: Interview mit Uwe Albrecht - Was der RTL-Mainstream nicht versteht, bekämpft er! (1h12min.8sek.)
https://www.youtube.com/watch?v=vqUVQjW2jSk

Robert Franz in der Steiermark ist einer der Ersten und ein Vorkämpfer der Naturheilkunde. Sein Erfolg ist immens, auch wenn sein Auftreten sehr eigenwillig ist. Die Mainstreammedien ignorieren ihn, aber die Kranken und Heilungssuchenden laufen in Scharen zu ihm. Nun hat die österreichische Ärzte- und Apothekenkammer gegen ihn Anklage wegen Kurpfuscherei  erstattet. Zu diesem Behufe brauchten sie Erkenntnisse und Fakten und engagierten eine Detektei namens „Observer“, die diese beschaffen sollten. Anscheinend sind die Ergebnisse der Schnüffelaktion aber dürftig. Was diese Privatermittler herausgefunden haben, ist – nach Darstellung von Robert Franz – nicht mehr als die Beobachtung, dass sehr viele Menschen zu ihm kommen, denen er immer das Gleiche rät und empfiehlt. Daher sei erwiesen, dass er ein „Kurpfuscher“ sei.

Seine Original-Stellungnahme ist hier zu sehen.

Video: OPC - Robert Franz ausspioniert und wegen angeblicher "Kurpfuscherei" angeklagt (10min.49sek.)

Video: OPC - Robert Franz ausspioniert und wegen angeblicher "Kurpfuscherei" angeklagt (10min.49sek.)
https://www.youtube.com/watch?v=nrYaUyGrq-w

Wissenschaftlich fundierte Schulmedizin vs. betrügerische Kurpfuscher?

Die Schulmedizin, insbesondere die Blaulichtmedizin, hat ungeheure Fortschritte gemacht und rettet täglich viele Leben. Zahllose Menschen, die früher an Schlaganfällen, Unfallverletzungen, Hirnblutungen, Herzinfarkten und tödlichen Krankheiten gestorben wären, können durch die phantastischen Leistungen der modernen Medizin nicht nur überleben, sondern werden oft in einem erstaunlichen Maße wiederhergestellt, wie das noch vor Hundert Jahren undenkbar war. Den Sanitätern, Ärzten, Pflegern und den Pharmaherstellern gebührt dafür großer Dank. Die allermeisten Sanitäter, Ärzte und Pfleger gehen in ihrem Beruf auf und tun alles, was in ihrer Macht steht, den Patienten zu helfen. Das sei zu Anfang klar festgestellt. Das sollte geschätzt und gewürdigt werden. Generelles Schulmedizin-Bashing ist unangebracht und ignorant.

Ich selbst habe mehrfach erlebt, dass auch überzeugte Anhänger der Naturheilkunde in akuten Notfällen und Erkrankungen, denen anders nicht beizukommen ist, ihr Leben der Schulmedizin und der Qualifikation von hoch ausgebildeten Medizinern verdanken. Wer mit einer vorerst unbekannten Tropenkrankheit es gerade noch im Flieger nach Deutschland schafft, um dort vom Flughafen sofort in die Klinik transportiert zu werden, wo blitzschnell eine Diagnose erfolgt und das richtige Antibiotikum das Leben rettet, der sollte zweimal nachdenken, bevor er blind gegen die Schulmedizin im Allgemeinen und Antibiotikum im Besonderen wettert.

Andererseits ist der inflationäre Einsatz von Antibiotika eine große Gefahr. Dadurch sind mittlerweile so viele multiresistente Bakterienstämme herangezüchtet worden, dass viele bewährte Präparate ihre Wirksamkeit verlieren. Kliniken sind wegen der kaum noch abzutötenden Keime zu gefährlichen Infektionsherden geworden. Die Pharmaindustrie ist ständig auf der Suche nach neuen „Reserve-Antibiotika“, die in den kritischen Fällen eingesetzt werden, wo alle gängigen Präparate wegen der resistent gewordenen Keime nicht mehr wirken. Dazu kommt noch die Antibiotikum-Dusche in den Fleischfabriken. Tiere werden zu Schleuderpreisen erzeugt, auf Schlachtgewicht gebracht und verkauft, weil der Verbraucher viel Fleisch fordert und kaum Geld dafür ausgeben will. Also werden die Tiere in ihrem kurzen, elenden Leben mit diversen Antibiotika gefüttert, um möglichst keine Verluste durch Tod und Krankheit zu erleiden. Rückstände dieser Präparate sind aber im Fleisch enthalten und werden vom Menschen aufgenommen. Auch das führt zu Resistenzen.

Auch die Vorteile der Naturheilkunde habe ich selbst bei mehreren Fällen miterlebt, in denen ein kranker Mensch im Vertrauen auf die Schulmedizin jahrelang mit einem Bündel an Leiden kämpfte, ja so gar unfähig wurde, normal weiter zu leben und zu arbeiten. Ständig neue Behandlungen, ständig neue Medikamente, und doch wurde nichts besser, eher schlimmer. Bis zum Besuch beim Heilpraktiker. Dort wurde sich in allen Fällen wesentlich gründlicher mit dem Menschen, seiner Geschichte und Lebenssituation auseinandergesetzt, ein ganz individueller Ansatz gesucht und gefunden, und eine echte Heilung erzielt. Natürliche Therapien, Pflanzenheilkunde, sanfte Mittel, Wiederherstellung der seelischen Balance, Umstellungen der Lebensweise und kluge, aufmerksame Begleitung brachten zuwege, was die Schulmedizin nicht schaffte.

Der Mensch ist eben nicht nur ein Apparat mit mehr oder weniger gut funktionierenden Regelkreisen und nachprüfbarer Biomechanik. Die Dreieinheit aus Körper, Geist und Seele eines Lebewesens ist vielschichtig, funktioniert nicht nur dreidimensional und ist seit Hunderten von Millionen Jahren im Lebenssystem dieses Planeten miteinander verwoben. Sogar die Gestirne und Mitplaneten, unser Mond und vor allem die Sonne spielen für für unseren Mutterplaneten und das gesamte Leben darauf eine sehr wichtige Rolle.

Pflanzliche Arzeimittel verbieten?

Sehr geehrte Damen und Herren Mediziner, es dürfte Ihnen in Ihrer Ausbildung nicht entgangen sein, dass ein Großteil der heutigen, hochwirksamen Medikamente aus der alten, traditionellen Pflanzenmedizin kommen. So ist das massenhaft verkaufte Aspirin eine chemische Variante (Acetyl-Salicylsäure) des uralten, fiebersenkenden und schmerzstillenden Weidenrinden-Extraktes (Salicylsäure).

Der bis in die zwanziger Jahre bewährte und hochwirksame Wirkstoff Strophantin stammt aus der Schlingpflanze „Strophantus Maximus“ und wurde lange mit Erfolg bei Herzkrankheiten eingesetzt. Das hervorragende Mittel verschwand, weil man es nicht patentieren konnte, und weil es zu billig war. Man muss heute suchen, um es noch zu bekommen.

Ein weiteres, sehr schönes Beispiel ist die Geschichte des Herzmittels „Digitalis“.

Der englische Arzt William Withering soll 1775 nach der einen Überlieferung ein altes Familien- Medizinrezept aus Blättern des Fingerhutes gegen Herzschwäche benutzt haben, um Patienten damit zu behandeln.

Die weitaus verbreitetere Geschichte der Entdeckung des Wirkstoffes Digitalis ist die, dass besagter Doktor Withering einen Patienten mit Herzschwäche und Wassersucht nach den Regeln der anerkannten, damaligen Schulmedizin behandelte, jedoch keinen Erfolg erzielte. Als er wieder bei dem Patienten nachsah, ging es diesem ohne ersichtlichen Grund plötzlich erheblich besser. Das Herz schien wieder kräftig zu schlagen und das Wasser war aus dem Gewebe verschwunden. Die Ehefrau gestand nach eingehender Befragung, sie habe sich an ein Kräuterweiblein gewandt, wisse aber nicht, was die ihrem Mann gegeben habe. Dr. Withering soll die Kräuterfrau aufgesucht haben, aber unverrichteter Dinge wieder gegangen sein. Die Heilkundige wollte das Geheimnis des Heilkrautes nicht verraten. Durch Nachspionieren und Beobachten fand Dr. Withering heraus, dass sie den Roten Fingerhut benutzte, und daraus ein Elixier herstellte.

Diese Geschichte wirkt glaubwürdiger, als das Herauskramen eines alten Familienrezeptes: Die therapeutische Breite des Fingerhutes ist sehr eng. „Therapeutische Breite“ bezeichnet den Raum zwischen Unterdosierung, so dass keine Wirkung erzielt wird und Überdosierung, so, dass Schaden entsteht. Ein Beispiel: Von Kamille (z. B. gegen Magenentzündung) kann man soviel kaum trinken, dass man am Wirkstoff der Kamille stirbt. Gleichzeitig hilft aber schon eine Tasse warmer Kamillentee recht gut. Das ist ein große therapeutische Breite. Beim Roten Fingerhut (Digitalis Purpurea) ist diese therapeutische Bandbreite sehr eng. Sozusagen ein schmaler Grat zwischen Unwirksamkeit und Exitus.

Da belegt ist, dass Dr. Withering von 1776 bis 1779 Dutzende Herzpatienten mit dem Fingerhutelixier behandelte, aber nicht, dass davon Dreiviertel wegen falscher Dosierung starb, ist es sehr wahrscheinlich, dass er die genaue Dosierung, je nach Gewicht, Alter, Symptomen und Kondition von dem Kräuterweiblein erfahren hat. Weiterhin muss er schon vor seinen Experimenten gewusst haben, dass sich das Pflanzengift im Körper anreichert und die Wirkung sich im Laufe der Zeit verstärkt. Man musste Erfahrung haben zu erkennen, wann und in welchem Maße die Dosierung gesenkt werden musste. Durch Versuch und Irrtum wären dem guten Doktor die Patienten in einem Maße weggestorben, dass er mit seinen Versuchsreihen nicht weit gekommen wäre, sondern im Gefängnis gelandet. 1785 veröffentlichte er dann seine berühmte Abhandlung „An account of the Foxglove and its medical uses“.

Später fand der französische Arzt Drebeyene heraus, dass Digitalis nicht nur herzstärkend wirkt, sondern gleichzeitig harntreibend und dadurch auch die oft mit Herzproblemen einhergehende „Wassersucht“ behebt. 1868 erst wurde der Wirkstoff Digitalis durch den Chemiker Nativelle isoliert. Er wird bis heute in Herzmedikamenten verwendet.

Dieser Wirkstoff ist übrigens auch in den giftigen Maiglöckchen enthalten und wurde in anderen Regionen durch Kräuterkundige Heiler bei Herzschwäche verwendet.

Weißdorn ist ebenfalls ein altes Herz- und Kreislaufmittel der Kräuterkundigen und wird ebenfalls heute in Dragees verkauft. Es gibt sehr viele, heute noch verwendete Arzneimittel, die aus der alten, tradierten Pflanzenheilkunde kommen.

Und noch etwas, geehrte Herren und Damen Doktores des Münsteraner Kreises: Die Pharmahersteller schicken heute noch jede Menge Biologen und Chemiker in die Dschungel und Wälder dieser Welt, um neue Pflanzenwirkstoffe und Tiergifte zu finden und neue Medikamentenlinien darauf aufzubauen. Diese Leute wenden sich zuerst an die Schamanen und Heiler der Naturvölker, um deren Wissen anzuzapfen, während Sie hier Ihre „Konkurrenz“ mit dem Verbot pflanzlicher Medizin ausschalten wollen.

Dabei wissen Sie sehr gut, dass eines der am meisten angewandten, effizientesten und gut verträglichen Betäubungsmittel das von Fröschen gewonnene Pfeilgift aus dem südamerikanischen Dschungel ist.

Soviel zur Wirkungslosigkeit von Pflanzen- und Naturmedizin.

Moderne Medizin: Ein Wimpernschlag in der Menschheitsgeschichte

Tiere wissen, welche Pflanzen sie fressen müssen, wenn es ihnen schlecht geht. Naturvölker haben ein breites Wissen um die Heilkräfte, aber auch um die Gifte in der Natur um sie herum. Und noch vor wenig mehr als dreihundert Jahren war das auch hier in Europa so. Die „Apotheke Gottes“ mit all den Pflanzenwirkstoffen und Rezepten wurde von Kräuterweiblein, Heilern, weisen Frauen in den Völkern als „Volksmedizin“ von Generation zu Generation überliefert und gelernt. In vielen Ländern ist das auch heute noch die überwiegende Behandlungsweise bei Krankheit. Die Nonne und Mystikerin Hildegard von Bingen schrieb im Mittelalter ein Buch über Heilpflanzen und heilsame Ernährung, ein Wissenskompendium, das bis heute noch beachtet und erfolgreich angewendet wird.

Dreihundert Jahre sind ein Wimpernschlag in der Menschheitsgeschichte. Die Kenntnisse und Möglichkeiten der modernen Medizin sind noch viel jünger. Gemessen an der Menschheitsgeschichte, sind sie gerade erst jetzt aufgetaucht.

Ich darf die hochmütigen Herrschaften des Münsteraner Kreises freundlich daran erinnern, dass es nicht lange her ist, nämlich nur 153 Jahre, dass der Arzt Dr. Ignaz Semmelweis niedergemacht, diskriminiert und verjagt wurde, als er den Grund des Massensterbens von Wöchnerinnen herausfand und offen benannte: Das Leichengift an den Händen der Herren Ärzte, die von den Vivisektionen und Autopsien direkt zu den Patientinnen gingen, ohne sich richtig die Hände zu desinfizieren. Die Frauen starben reihenweise an einer Sepsis durch Unsauberkeit der Ärzte. Die Ärzte hatten keine Ahnung davon und reagierten wütend auf diese „Anschuldigung“.

Die Selbstherrlichkeit der Doktoren war damals genauso ausgeprägt und von keinerlei Zweifel getrübt, wie heute von Ärzten des Schlages „Münsteraner Kreis“. Erst nach dem Tode von Semmelweis wurde das gründliche Desinfizieren allgemein zur Pflicht. Was wissen Sie heute alles noch nicht, sehr verehrte Doktoren der Medizin? Über was wird man morgen als Ursache für Massensterben wegen Nichtwissens der Medizin im 21. Jahrhundert den Kopf schütteln? Wie viele Krebspatienten sterben heute noch unter Ihren Händen weg, nach langen qualvollen Zellgifttherapien und zerstörerischen Bestrahlungen? Sie wissen sich heute keinen anderen Rat, akzeptiert. Aber seien Sie sich dessen bewusst, dass Sie aus Nichtwissen über die tieferen Ursachen und Zusammenhänge des Krebsgeschehens handeln. Und dass Ihre Zunft dennoch jeden, der heute andere Wege zu gehen versucht, angreift, rufmordet und zerstört.

Verlorenes Wissen lässt sich nicht so leicht zurückholen

Einen weiteren Gedanken möchte ich denen, die da lauthals die Abschaffung der Heilpraktiker und insbesondere der Pflanzen- und Naturmedizin fordert, nahebringen.

Das System der modernen Schulmedizin, so effizient und hochqualifiziert es ist, steht und fällt mit dem Funktionieren des Wirtschafts- und Finanzsystems. Nur in entwickelten Staaten ist es möglich, die Apparate herzustellen, die Labore zu unterhalten, die Medikamente zu entwickeln und zu produzieren und den Stand der Ausbildung aller teilnehmenden Berufe zu gewährleisten, den die moderne Schulmedizin braucht.

In Venezuela sehen wir gerade, dass akuter Mangel an Medikamenten herrscht. Venezuela selbst hat so gut wie keine pharmazeutische Industrie. Es muss importiert werden. Da der Bolivar aber zur Zeit in einer Hyperinflation verglüht, ist das Land gezwungen, sein Staatsgold für den Erwerb von dringend notwendigen Medikamenten einzusetzen.

Stellen wir uns vor, in 30, 40 Jahren: Der „Münsteraner Kreis“ hat es damals geschafft, ein Verbot der Pflanzen- und Naturheilkunde zu erwirken. Uraltes, tradiertes Wissen mit Tausenden von überlieferten Rezepturen, Dosierungskenntnissen, Anwendungswissen und praktischer Erfahrung in der Pflanzenheilkunde ist tatsächlich untergegangen. Die moderne Medizin hat die uralte „Konkurrenz“ ausgeschaltet.

Wie die Geschichte uns lehrt, hält kein System ewig. Es gibt immer wieder Kriege, Katastrophen, Zusammenbrüche, Revolutionen. Immer, überall, unausweichlich. Auch heute, hier, in Europa zeichnen sich Wahrscheinlichkeiten und Entwicklungen ab, die einen Zusammenbruch des jetzigen Systems in nicht allzu ferner Zukunft durchaus denkbar erscheinen lassen. Darüber machen sich die meisten Leute eigentlich keine Illusionen mehr und die Medien schreiben ständig davon.

Was passiert im Fall eines Systemcrashs hier in Europa mit der medizinischen Versorgung? Was, wenn die Kliniken ohne Strom, ohne Geräte, ohne Diagnostik, ohne Medikamente sind? Es gibt eine Studie des Karlsruher Instituts für Technologie im Auftrag der Bundesregierung zum Thema „Ohne Strom in die Katastrophe“, die man nur jedem zu lesen ans Herz legen kann (legen Sie schon mal Digitalis bereit).

Unter solchen Bedingungen ist – laut dieser Studie – die moderne Medizin innerhalb weniger Tage außer Gefecht. Und das schon nach wenigen Tagen Ausfall nur der einen Zivilisations-Komponente Strom, wohlgemerkt.

Gibt es aber einen kompletter Systemzusammenbruch, wie in der untergehenden Sowjetunion – wo ein halbes Jahr vorher auch noch niemand sich hätte träumen lassen, dass das heilige Land des sozialistischen Fortschrittes innerhalb weniger Wochen zum Drittweltland werden würde – ist die moderne Medizin dauerhaft nicht mehr in Funktion. Nur noch sehr Einflussreiche oder Begüterte konnten (meist im Ausland oder exklusiven Kliniken) Medikamente oder eine moderne, medizinische Behandlung ergattern. Zeitweise erging es auch den Griechen auf dem Höhepunkt der Griechenland-Krise so.

In dieser Zeit besann man sich wieder auf die alten Kenntnisse und Fähigkeiten des Überlebens, ob beim Auto reparieren, Lebensmittel anbauen, Strümpfe stricken oder in der Gesundheitsfürsorge. Da waren die alten, sehr wirksamen Mittel der von Ihnen so verachteten Volksmedizin gefragte Retter in der Not.

Und das ist, blickt man in die Geschichte, weitaus eher der Normalzustand der Menschheit als eine hochindustrielle, wohlhabende Hightech-Zivilisation.

Daher, sehr geehrte Damen und Herren Doktores, Wissenschaftler und Gegner der Volksmedizin, Natur- und Pflanzenheilkunde: Bedenken Sie, was Sie vernichten wollen. Reichen Sie den Naturheilkundlern lieber die Hand. Arbeiten Sie doch lieber gemeinsam zum Wohle der Menschen und begraben Sie Ihr Konkurrenzdenken – auf beiden Seiten.

Und den Naturheilkundlern, Heilern und Alternativmedizinern sei anempfohlen, die Leistungen der Schulmedizin zu schätzen, wo sie gut und hilfreich sind. Stehen Sie den aufgeschlossenen Medizinern zur Seite, wie das doch heute so oft und gut zwischen guten Heilpraktikern und guten Hausärzten schon praktiziert wird.

Primum non nocere! Warum nicht Hand in Hand arbeiten? Leben retten Leben verbessern, leben und leben lassen. Es wäre so einfach.>

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Schweinz (Schweiz) 22.1.2018: Kriminelle Pharma behauptet, Krebs sei unheilbar - und verkauft "Medikamente" für 10.000e von Franken
Milliardenumsätze mit Frauen im Krebs-Endstadium
https://www.infosperber.ch/Artikel/Gesundheit/Ibrance-Milliardenumsatze-mit-Frauen-im-Krebs-Endstadium

<Urs P. Gasche / 22. Jan 2018 - Todkranke Frauen leben mit dem Medikament nicht länger. Ob wenigstens ihre Lebensqualität besser wird, ist auch nicht belegt.

«Patientinnen nehmen schwere Nebenwirkungen in Kauf, weil man sie im falschen Glauben lässt, dass sie länger oder doch besser leben», berichtete Infosperber am 16.9.2017 unter dem Titel «59'000-Franken-Therapie ohne erwiesenen Nutzen».

Betroffen sind über 50-jährige Frauen, die an einem tödlichen Brustkrebs erkrankt sind. Ihr Tumor muss bereits «lokal fortgeschritten» oder «metastasierend» sein, und die Frau muss bereits eine antihormonelle Therapie mit allen Nebenwirkungen hinter sich haben.

Diesen Frauen dürfen Ärztinnen und Ärzte das Medikament «Ibrance» des Pharmakonzerns Pfizer in Kombination mit dem Medikament «Fulvestrant» von Sandoz empfehlen. Den Frauen sagen sie, dank dieser neuen Medikamenten-Kombination könne das Wachstum des Tumors um fünf Monate länger gehemmt werden als bei der Einnahme von Fulvestrant allein. Sie reden von «progressionsfreiem Überleben» und übernehmen damit die irreführende Sprache der Pharmaindustrie.

Denn mit «Überleben», also einem längeren Leben, hat das «progressionsfreie Überleben» nichts zu tun. Gemeint ist lediglich, dass der Tumor während weniger Wochen oder Monate nicht weiter wächst. Das schiebt jedoch den Todeszeitpunkt in den allerwenigsten Fällen hinaus, wie eine am 4. Oktober 2017 veröffentlichte Studie im «British Medical Journal» BMJ beweist.*

Sieben Milliarden Umsatz pro Jahr mit «Vorzeige-Wirkstoff»

Aus Sicht der Aktionäre entwickeln sich die weltweiten Absätze von «Ibrance» hervorragend. Holger Alich, Wirtschaftsredaktor beim Tages-Anzeiger, nennt «Ibrance» einen «Vorzeige-Wirkstoff». Er zitiert anonyme «Analysten», die laut dem «Fachdienst Evaluate» jährliche Umsätze von über sieben Milliarden Dollar erwarten. Dank solcher «Bestseller» könne Pfizer zum viertgrössten Hersteller von Krebsmitteln aufsteigen.

Damit werde Pfizer in diesem wichtigen Geschäft «ein harter Wettbewerber» von Roche und Novartis. Um nicht überholt zu werden, habe Novartis dem Pharmakonzern GKS für 14 Milliarden Dollar dessen Krebssparte abgekauft.

Nicht etwa eine Medizinerin oder ein Mediziner stehen der Krebssparte von Novartis vor, sondern neu die Marketing-Expertin Elizabeth Barrett. Sie muss dafür sorgen, zitiert der TA-Wirtschaftsredaktor eine Pharma-Analystin, «dass dem Konzern hier die Wachstumstreiber nicht ausgehen».

Vergleiche mit Nichtstun – reine Messwerte als Kriterium eines Nutzens

Für Wachstumstreiber müssen die Pharmafirmen den Zulassungsbehörden Resultate wissenschaftlicher Studien vorlegen. Man kann sich nur vorstellen, wie an den Methoden und Auswertungen solcher Firmen-Studien gefeilt wird, um eine positive Wirkung zu «beweisen».

  • Verglichen wird deshalb meistens nicht die Wirkung im Vergleich zur bisher besten Therapie oder im Vergleich zu palliativen Massnahmen, sondern im Vergleich zum Nichtstun, genannt Placebo.
  • Gemessen wird häufig nicht der für die Patientinnen und Patienten relevante Nutzen – längeres Leben oder wenigstens eine bessere Lebensqualität während der letzten Monate oder Wochen –, sondern die Verbesserung eines reinen Messwerts wie das Wachstum des Tumors. Solche Messwerte nennt man «Surrogate».

Die Verbesserung eines Messwerts oder Surrogats macht jedoch nur Sinn, wenn – im konkreten Fall – ein temporärer Wachstumsstopp des Tumors in der Regel auch das Leben verlängert oder die Lebensqualität verbessert. Dies ist beim verzögerten Wachstum von Tumoren jedoch nicht der Fall, wie die bereits genannte Studie im «British Medical Journal» BMJ bewiesen hat.*

Warum halten sich die Swissmedic und vor allem das BAG nicht an die Vorgaben, welche das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen IQWIG für Deutschland macht:

  • Surrogate gelten nur dann als Beleg eines Nutzens, wenn statistisch erwiesen ist, dass die erzielten Erfolge beim Surrogat auch den patientenrelevanten Endpunkt positiv beeinflussen (Beleg für den Kausalzusammenhang).
    Mit «patientenrelevantem Endpunkt» ist entweder eine Verlängerung des Lebens oder eine Verbesserung der Lebensqualität gemeint.

Vielleicht verbesserte Lebensqualität – im Vergleich zum Nichtstun

Nach Vorab-Informationen über eine Zwischenauswertung einer weiteren Pfizer-Studie («Paloma-2») soll die Kombination «Ibrance/Letrozol» die Lebensqualität bei Erstanwendung verbessern. Allerdings wurde «Ibrance» mit einem Placebo verglichen anstatt mit einer guten palliativen Behandlung. Man weiss also nicht, ob «Ibrance/Letrozol» für die Lebensqualität besser oder schlechter ist als eine Standardtherapie mit palliativen Methoden.

Warum geben sich Zulassungsbehörden – und vor allem das Bundesamt für Gesundheit (Kassenpflicht) – mit Placebo-Vergleichen zufrieden?

  • Weil Pharmakonzerne «Wachstumstreiber» brauchen und ihre Lobby-Macht zu gross ist.>
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Deutschland 9.2.2018: EU-Medizin in Deutschland: Leere Kapseln - stolze Preise! - 2 Videos

von Luisa Sarti-Novotny
https://www.facebook.com/luisa.sartinovotny/videos/pcb.10213707753521417/10213707748161283/?type=3&theater

Es fiel
                    auf, dass die Medikamente nicht wirkten. Bei einer
                    Prüfung kam heraus: Es waren alles leere Kapseln -
                    Geld zurück!
Es fiel auf, dass die Medikamente nicht wirkten. Bei einer Prüfung kam heraus: Es waren alles leere Kapseln - Geld zurück!

Die betrogene Patientin bekommt ihr Geld zurück. Der Apotheker erklärt: Die Medikamente werden - seit es die EU gibt - nicht mehr in Deutschland produziert, sondern in Ungarn, und abgepackt werden die Medikamente nochmals woanders. Und so kommt es, dass Medikamente in Deutschland plötzlich leere Kapseln sind. Es wird eine Meldung an die Arzneimittelkontrolle gemacht.

Oh, da ist noch so ein Video:

https://www.facebook.com/luisa.sartinovotny/videos/pcb.10213707753521417/10213707748161283/?type=3&theater

Pharma-Pillen: Es waren alles leere Kapseln!  Leere Kapseln mit
                    Packung und deutschem Apotheken-Kassenzettel
Pharma-Pillen: Es waren alles leere Kapseln! - Leere Kapseln mit Packung und deutschem Apotheken-Kassenzettel



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20 minuten
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21.2.2018: Chefärzte in der kriminellen Schweinz (Schweiz) kassieren bis 2,5 Mio. Franken pro Jahr Lohn - zum Teil auch für unnötige Operationen
Bonus für unnötige OPs? - Chefärzte verdienen bis zu 2,5 Millionen Franken
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/Chefaerzte-verdienen-bis-zu-2-5-Millionen-Franken-27593985

<Schweizer Chefärzte geraten wegen ihrer hohen Löhne unter Druck. Politiker sehen Handlungsbedarf.

Chefärzte in der Schweiz verdienen noch mehr als die meisten Topmanager. Zu diesem Schluss kommt Vergütungsexperte Urs Klingler. Er hat für die SRF-Sendung «Rundschau» die Einkommen der Schweizer Chefärzte geschätzt.

Demnach verdienen Chefärzte bis zu 2,5 Millionen Franken im Jahr. Die rund 1000 Chefärzte, deren Löhne Klingler laut dem Beitrag unter die Lupe nahm, verdienen im Schnitt eine Million Franken. Am lukrativsten sind Chef-Jobs in der Radiologie, Kardiologie, Gastroenterologie, Intensivmedizin und Urologie.

Unnötige Eingriffe für mehr Bonus?

Mit ein Grund für die hohen Einkommen: Manche Chefärzte sind am Umsatz der Spitäler beteiligt. Deshalb, so berichtet es die «Rundschau», würden sie unnötige Eingriffe fördern, um selbst mehr zu verdienen.

Diese Umsatzbeteiligung stört die Politik: «Es kann bestimmt nicht sein, dass Ärzte mehr verdienen, weil sie mehr medizinische Leistungen erbringen», so CVP-Nationalrätin Ruth Humbel. SP-Gesundheitspolitikerin Bea Heim sieht die Kantone in der Pflicht: Sie sollen die Spitäler dazu bewegen, von Boni und Umsatzbeteiligungen an die Ärzteschaft abzusehen.

Spitäler sollen Löhne offenlegen

Mehrere Politiker fordern zudem mehr Transparenz: Kantonale Spitäler sollen die Löhne ihres Spitzenpersonals künftig ausweisen. Heute sind Löhne ein streng gehütetes Geheimis.

FMH-Präsident Jürg Schlup rechtfertigt im Beitrag die hohen Einkommen der Chefärzte. Unter anderem hätten diese eine sehr grosse Verantwortung und eine hohes Arbeitspensum von bis zu 80 Stunden pro Woche.

(hal)>

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20 minuten online, Logo

Schweinz (Schweiz) 12.8.2018: Korruption hat System: Schulmediziner und Spitäler ergaunern Geld: 3 Milliarden allein in der Grundversicherung
Tarif-Spielräume: Ärzte und Spitäler rechnen drei Milliarden zu viel ab
http://www.20min.ch/schweiz/news/story/-rzte-und-Spitaeler-wollen-drei-Milliarden-zu-viel-12538642

<Ein komplexes Gesundheitssystem macht es möglich: Spitäler und Ärzte stellen den Krankenkassen nicht selten überhöhte Kosten für ihre Leistungen in Rechnung.

Für medizinische Kosten kommen in vielen Fällen die Krankenkassen auf. Spitäler, Ärzte und Versicherte reichen bei diesen ihre Rechnungen ein. Dort wird jede einzelne Forderung überprüft. Laut einem Bericht des «Sonntagsblick» lassen die Versicherer sich diese Kontrollen jährlich satte 414 Millionen Franken kosten.

Und das mit gutem Grund, denn laut Hochrechnungen einer neuen Studie des Krankenkassenverbandes Santésuisse werden allein im Bereich der obligatorischen Krankenversicherung rund drei Milliarden Franken zu viel in Rechnung gestellt. Über zehn Prozent der Forderungen sind nach dieser Erhebung unberechtigt.

Ausreizen des Systems

Der grösste Kostenblock bei den Kontrollen: Fehler auf Rechnungen von Spitälern und Ärzten. Diese machten rund 40 Prozent der bemängelten Rechnungen aus. Problem sei dabei keineswegs das mangelnde Wissen seitens Ärzten und Spitälern über die entsprechenden Tarife, zitiert der «Sonntagsblick» Jürgen Vontobel, Chef des Bereichs Leistungen und Mitglieder der Geschäftsleitung der Luzerner Krankenkasse Concordia.

Vielmehr würden Letztere «teilweise bis aufs Äusserste ausgereizt». Vontobel weiter: «Die Leistungserbringer wissen sehr genau, was sie abrechnen dürfen und was nicht.» Laut Studie sind es in den meisten Fällen die Leistungsabrechnungen der Spitäler, die der internen Krankenkassen-Prüfung nicht standhalten können. Vontobel führt dies auch auf den steigenden Kostendruck zurück.

Leistungserbringer unter Kostendruck

Die Spitäler selbst weisen die Vorwürfe überhöhter Rechnungen in einer entsprechenden Stellungnahme zurück. Aber auch sie verweisen auf den enormen Kostendruck, unter dem sie als Leistungserbringer stünden. Dem Ärzteverband FMH liegt daran, die Zahlen der Studie ins Verhältnis zu setzen: Nur bei einem Bruchteil jener Ärzte, gegen die der Krankenkassenverband Santésuisse Klage eingereicht habe, käme es überhaupt zu einem Schuldspruch.

Die Studie im Auftrag von Santésuisse wurde vom Institut für Wirtschaftsstudien Basel durchgeführt. In ihrem Rahmen wurden Krankenkassen befragt, massgeblich für die Datenerhebungen war das Jahr 2016.

(jdr)>

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Schweinzer (schweizer) Fernsehen online, Logo

"Schulmedizin" 23.10.2018: Studien mit negativem Resultat werden verheimlicht!

Mehr Transparenz bei Studien: «Wir wissen nicht, ob Medikamente wirken oder nicht»
https://www.srf.ch/kultur/wissen/mehr-transparenz-bei-studien-wir-wissen-nicht-ob-medikamente-wirken-oder-nicht

<Katrin Zöfel

Ärzte sind auf Studien angewiesen. Viele Ergebnisse erfahren sie aber nicht direkt. Eine Kampagne fordert Transparenz.

Das Grippemittel Tamiflu wurde erst aggressiv vermarktet. Dann erwies es sich als ziemlich nutzlos. Ein extremes Beispiel, aber es gibt unzählige mehr. In Zahlen: Von allen Studien, die europaweit gemacht werden, wird gerade einmal die Hälfte der Ergebnisse innerhalb von 12 Monaten veröffentlicht. Das belegt eine aktuelle Studie, Link öffnet in einem neuen Fenster.

[Die Kampagne Alltrails fordert auch die Veröffentlichung von Studien mit negativem Resultat]

Initiiert wurde die Studie von der Kampagne Alltrails. Sie wirbt dafür, dass Ärzte, Forscherinnen, Kliniken und Pharmaunternehmen – wenn es sein muss – zu Transparenz gezwungen werden.

Risiko für die Patienten

Unveröffentlichte Ergebnisse seien ein Risiko für die Patienten, sagt Campaignerin Sile Lane: «Wir wissen so nicht, ob Medikamente wirken oder nicht, und auch nicht, ob sie sicher sind oder nicht.»

[Universitäten und Uni-Spitäler verweigern bei 89% der Studien die Publikation von Resultaten - die Justiz handelt nicht!]

Was auffällt: Waren Pharmaunternehmen noch vor wenigen Jahren recht zurückhaltend, was die Transparenz angeht, sind sie heute deutlich pflichtbewusster. 68 Prozent liefern schnell Resultate. Bei akademischen Studien an Universitäten oder Unispitälern sind es dagegen nur 11 Prozent.

Dabei gibt es seit kurzem in der EU und in den USA klare Gesetze, die vorschreiben, dass innerhalb von 12 Monate nach Studienende müssen Ergebnisse online auf einschlägigen Registern hinterlegt sein müssen.

Zwar wurde bisher noch nie ein Verstoss gegen diese Regeln geahndet, doch die Gesetze sind eindeutig.

Schweiz: kein Zwang zur Transparenz

In der Schweiz ist Transparenz allerdings noch nicht Gesetz, das Humanforschungsgesetz sieht nur vor, dass klinische Studien vorab registriert werden.

Auf Ende 2019 steht nun eine Evaluation dieses Gesetzes an, sagt Brigitte Meier, stellvertretende Leiterin der Abteilung Biomedizin beim Bundesamt für Gesundheit: «Transparenz wird dann ganz sicher ein Thema sein.»

Nur: Was könnte, abseits von gesetzgeberischem Druck, noch helfen, für Transparenz zu sorgen? Vielleicht brauchen Forscher an akademischen Einrichtungen nur die richtige Unterstützung?

Fast jede grössere Forschungsinstitution in der Schweiz hat eine sogenannte Clinical Trials Unit, kurz CTU, eine Art Service-Center für Forscher und Medizinerinnen, die klinische Studien machen wollen.

Gesetz- und Geldgeber müssten handeln

Eigentlich war mehr Transparenz eins der Ziele, mit dem man gestartet sei, sagt Sven Trelle, Leiter der CTU der Universität Bern. Durchsetzen liess sich das aber kaum: «Wir haben keine Handhabe, wir können nur sagen ‹man müsste mal›».

Ohne Druck von Aussen, vom Gesetzgeber und von Geldgebern wird sich nichts bewegen, sagt Trelle. Zu oft fehlten Zeit und Ressourcen, zu oft sähen Forscher an akademischen Institutionen den Wert von zügiger Transparenz nicht ein.>

Kommentar: Studien zu Natron, Hormonkräutern und Kokosöl etc. fehlen!
Es fehlen Studien zur effektiven Naturmedizin mit Natron, Hormonkräutern, Kokosöl etc. Solche Studien werden verweigert, weil dann viele Pharma-Pillen nicht mehr gebraucht würden und die KK-Prämien SINKEN würden. Info: www.med-etc.com
Michael Palomino, 24.10.2018

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YouTube online,
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27.9.2012: Ben Goldacre: Medizinische Studien mit Nachweis einer Wirkungslosigkeit werden VERSCHWIEGEN und somit die Datenlagen über "Medikamente" absichtlich VERZERRT positiv dargestellt!

Pionier-Arzt Ben Goldacre
Open-Access-Zeitschrift "Trials"
Zeitschrift PLOS Medicine
E-Mail: info@alltrials.org

Wenn ein neues Medikament getestet wird, sollen die Ergebnisse der Versuche allen Medizinern zugänglich gemacht werden -- außer dass negative oder nicht eindeutige Ergebnisse meistens nicht veröffentlicht werden und so Ärzte und Forscher darüber im Unklaren gelassen werden. In diesem leidenschaftlichen Vortrag erklärt Ben Goldacre, warum diese unveröffentlichten Fälle negativer Daten besonders irreführend und gefährlich sind.

Ben Goldacre   Der
                      Tamiflu-Betrug der Gift-Pharma-Firma Roche in
                      Basel, Schweinz / Schweiz   Die
                      Forderungen zur Publikation aller Studien über
                      "Medikamente"
Ben Goldacre - Der Tamiflu-Betrug der Gift-Pharma-Firma Roche in Basel, Schweinz / Schweiz - Die Forderungen zur Publikation aller Studien über "Medikamente"

Video: Ben Goldacre: Was Ärzte über die Medikamente, die sie verschreiben, nicht wissen (13'29'')

Video: Ben Goldacre: Was Ärzte über die Medikamente, die sie verschreiben, nicht wissen (13'29'')
https://www.youtube.com/watch?v=RKmxL8VYy0M - YouTube-Kanal: TED

Nostradamus soll alle vorausgesagt haben, aber da stimmt vieles nicht (34''). Publiziert werden nur Prophezeiungen, die zufällig eintreffen, und all die falschen Prophezeiungen werden verschwiegen (46''). Dasselbe Problem ist auch in der Wissenschaft und in der Medizin vorhanden (55''), und dort gibt es deswegen Todesopfer (59'').

Fall: Bei Daryl Bem werden Studenten plötzlich hellsichtig - und bei anderen Forschern war niemand mehr hellsichtig

Hier ist ein Beispiel wegen Hellsehens: Letztes Jahr meinte der Forscher Daryl Bem in einer Studie, er habe bei Studenten hellseherische Fähigkeiten entdeckt (1'8''). Das wurde in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift veröffentlicht (1'11''). Viele Leser meinten, ok, gut und schön (1'16''). Ich aber meine, das ist nur ein Zufall gewesen, denn mir ist bekannt, dass Studien, die zu negativen Resultaten kommen, dass Studenten also KEINE hellseherischen Fähigkeiten haben, das würde ja gar nicht erst in einer Fachzeitschrift publiziert (1'24''). Wir wissen, dass das so ist! (1'28'') - Denn eine ganze Reihe von Forschern versuchte, diese Studie über Hellseher-Fähigkeiten bei Studenten zu wiederholen. Als sie die neuen Studien mit den negativen Resultaten bei genau derselben Zeitschrift zur Publikation einreichten, meinten die Verantwortlichen bei dieser Zeitschrift: "Nein, an Wiederholungsstudien sind wir nicht interessiert. Wir wollen Ihre negativen Daten nicht." (1'45'') (original Englisch: No, we are NOT interested in publishing replication. We are NOT interested in your negative data." (1'45'')) - Damit ist bereits der Beweis erbracht, dass in der akademischen Literatur die Resultate über wissenschaftliche Studien verzerrt werden (1'56''). Das war ein Beispiel aus der trockenen Psychologie, aber es wird noch viel schlimmer, das passiert nämlich auch z.B. bei der Krebsforschung (2'5'').

Fall: Von 53 Krebsstudien erweisen sich 47 als nicht wiederholbar

Im März 2012 wurde in der Fachzeitschrift "Nature" berichtet, wie eine Forschergruppe versucht hatte, 53 verschiedene, grundlegende Studien zu Krebsheilungen zu wiederholen (2'20''). Von diesen 53 Studien liessen sich nur 6 erfolgreich wiederholen (2'24''). 47 der Studien waren also nicht wiederholbar (2'30''). Sie schlussfolgerten, dass all diese Publikationen nur deswegen möglich seien, weil eben immer nur Sensationsresultate veröffentlicht werden (2'36''). Wenn also ein aussergewöhnliches Resultat herauskommt, wird es publiziert, und wenn "nichts" dabei herauskommt, wird es nicht publiziert (2'41''). Ihr Vorschlag, das Sackgassen-Problem zu lösen, war, die Publikation negativer Forschungsergebnisse zu vereinfachen (2'52''). Ausserdem sollten die Anreize geändert werden, bzw. Wissenschaftler sollten ermutigt werden, auch negative Ergebnisse zu publizieren (2'58''). Hier ist ein weiteres Beispiel aus der klinischen Forschung (3'15'').

Fall: Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen nach Herzinfarkt provozieren mehr Tote - Lorcainid

Ein paar Forscher machten eine Studie zum Medikament Lorcainid, ein Medikament gegen Herzrhythmusstörungen, das anormale Herzrhythmen verhinderte (3'24''). Die Idee war, dass Leute nach einem Herzschlag wahrscheinlich anormale Herzrhythmen haben, und präventiv sollte ihnen ein Medikament gegen anormale Herzrhythmen gegeben werden (3'30''). So soll sich ihre Überlebenschance erhöhen (3'32''). Es wurde anfangs auch ein kleiner Versuch durchgeführt, mit weniger als 100 Personen. 50 Patienten erhielten das Lorcainid, 10 davon starben (3'43''). 50 andere Leute bekamen ein Placebo, eine Zuckerpille ohne Inhaltsstoffe, von denen starb einer (3'49''). Die Forscher betrachteten das Medikament somit als Fehlentwicklung und die Entwicklung für den Markt wurde gestoppt (3'52''). Der Versuch selber wurde aber NIE veröffentlicht, weil die Entwicklung für den Markt gestoppt wurde (3'59''). In den folgenden 5 bis 10 Jahren hatten andere Firmen leider dieselbe Idee für ein Medikament, das Herzrhythmusstörungen bei Leuten nach einem Herzinfarkt verhindern sollte (4'9''). Diese Medikamente kamen auf den Markt, wurden sehr häufig verschrieben, weil es sehr viele Herzinfarkte gibt (4'12''). Es dauerte dabei sehr lange, wie wir herausfangen, dass diese Medikamente wiederum mehr Sterbefälle verursachten (4'21''). Bis wir das merkten, waren in den "USA" bereits über 100.000 Menschen durch die Verschreibung von Medikamenten gegen Herzrhythmusstörungen (4'32'').

1993 veröffentlichten die Forscher der Studie von 1980 ein Schuldeingeständnis an die wissenschaftliche Gemeinschaft und meinten: "Als wir die Studie 1980 durchführten, dachten wir, dass die erhöhte Todesrate in der Lorcainid-Gruppe ein Zufallseffekt war." (4'53'')
(original Englisch: "When we carried out our study in 1980, we thought that the increased death rate that occurred in the lorcainide group was an effect of chance." (4'53''))
Die Entwicklung von Lorcainid wurde gestoppt und die Studie nie veröffentlicht. Das ist nun ein gutes Beispiel, wie bei den Publikationen Verzerrungen stattfinden (5'0''). Das ist der technische Begriff für das Phänomen, dass unliebsame Daten verlorengehen, nicht veröffentlicht werden, verschollen bleiben (gets lost, gets unpublished, missing in action) (5'8''). Und sie sagen dann noch so: dass das "vielleicht ein erstes Warnsignal für künftige Probleme gewesen wäre." (5'13'') - Das sind Geschichten aus der Grundlagenmedizin, liegt nun 20, 30 Jahre zurück (5'23'').

Die Open-Access-Zeitschrift "Trials"

Bei den medizinischen Publikationen hat sich nun einiges geändert. Da ist die Fachzeitschrift "Trials", eine Open-Access-Zeitschrift (5'27''), die jede Studie an Menschen veröffentlicht, egal, ob das Ergebnis positiv oder negativ ist (5'34''). Das Problem, dass negative Ergebnisse immer noch verlorengehen, besteht aber immer noch (5'40''). Das Problem betrifft auch die Grundlagen der Beweis-Medizin (evidenzbasierte Medizin) (5'45'').

Fall: Unveröffentlichte Studien über das Antidepressivum Reboxetin

Da gibt es ein Medikament Reboxetin (Pfizer: Edronax 4mg Tabletten Reboxetinmesilat), das soll ein Antidepressivum sein (5'54''). Als strebsamer Arzt las ich alle verfügbaren Studien zu dem Reboxetin durch. Da war eine Studie mit der Meinung, dass Reboxetin besser als Placebos wirken würde (6'1''), und da waren 3 weitere Studien, die zum Schluss kamen, dass Reboxetin so wie andere Antidepressiva wirken würde (6'7''). Einer meiner Patienten sprach nicht gut auf die anderen Antidepressiva an, so versuchte ich aufgrund der Angaben, Reboxetin sei genausogut, eben das Reboxetin mit ihm (6'13''). Aber es stellte sich heraus, dass wir verarscht wurden (6'18''). In Tat und Wahrheit waren es sieben Versuche gewesen, wo Reboxetin mit Placebos verglichen worden waren, davon eine positiv und veröffentlicht, aber 6 andere hatten ein negatives Resultat und blieben unveröffentlicht (6'27'').

Drei Versuche wurden veröffentlicht mit Reboxetin im Vergleich zu anderen Antidepressiva (6'32''), mit der Angabe, es wirke genausogut wie andere Antidepressiva (6'33''). Die wurden veröffentlicht (6'34''). Aber 3x mehr Patientendaten wurden ausgewertet mit dem Resultat, dass Reboxetin schlechter wirkte als die anderen Medikamente, und diese Versuche wurden nie veröffentlicht (6'44''). Ich fühlte mich verarscht (6'49'').

Fall: Aus einem Verhältnis von 38:36 wird in der akademischen Öffentlichkeit ein Verhältnis von 37:3 vorgespielt

Vielleicht meinen Sie nun, das sei ein extrem ungewöhnliches Beispiel, und das sei alles nur Erbsenzählerei (6'55''). Dieses Phänomen der Verzerrung der Studienbasis in der Öffentlichkeit ist aber inzwischen sehr gründlich erforscht (7'0''). Hier ist ein Beispiel, wie man das macht (7'2''). Der klassische Fall ist dieser: Man nimmt sich einen Haufen Studien, von denen bekannt ist, dass sie vollständig durchgeführt wurden (7'7''). Dann kontrolliert man, ob sie auch in anderer wissenschaftlicher Literatur veröffentlicht wurden (7'11''). Eine dieser Untersuchungen betrachtete alle Versuche, die jemals zu Antidepressiva durchgeführt wurden (7'15''), und die über einen Zeitraum von 15 Jahren von der FDA, der "US"-Arzneimittelbehörde, zugelassen wurden (7'19''). Untersucht wurden auch alle Versuche, die im Zuge der Zulassungen bei der FDA eingereicht worden waren (7'22''). Und das sind immer noch nicht alle Versuche, die jemals zu diesen Medikamenten durchgeführt wurden (7'25''), denn wir wissen nichts über deren Existenz (7'29''). Wir haben nur diejenigen Studien, die bewirkt haben, eine Zulassung zum Markt zu bekommen (7'30''). Bei der Kontrolle, welche dieser Zulassungsstudien nun in der etablierten, geprüften, wissenschaftlichen Literatur publiziert worden waren, fanden sie heraus, dass die Resultate mehr oder weniger halb halb waren, 38 positive Resultate für die Antidepressiva, und 36 negative Resultate gegen die Antidepressiva (7'42''). Bei der Kontrolle, was davon publiziert worden war, sah das Verhältnis ganz anders aus (7'49''): Von den 36 Studien mit negativem Resultat über Antidepressiva waren nur drei veröffentlicht worden (7'53''). Dagegen waren von den 37 Studien mit positiven Resultaten 36 publiziert worden (7'58''). Aus einem wahren Verhältnis von 38:36 wurde in der Öffentlichkeit ein Verhältnis von 37:3 gemacht (8'4''). Den Ärzten, Patienten, Gesundheitsdirektoren und Wissenschaftlern wird also in der akademischen Fachliteratur ein Verhältnis von 37:3 vorgespielt (8'15'').

Die systematische Verarschung: Positive Ergebnisse werden 2x öfter veröffentlicht als negative Ergebnisse - das Gleichnis mit der Münze

Wir wurden verarscht, und das ist ein Systemfehler im Zentrum der Medizin (8'21''). Es wurden haufenweise Studien zu der Verzerrung von Studienresultaten durchgeführt, über 100. Diese Studien über die Studienresultateverzerrung wurden in einer systematischen Übersicht gesammelt und 2010 veröffentlicht (8'30''). Das Resultat ist erschreckend: Die Verzerrung von Studienresultaten durch Publikationsmanipulation betrifft jeden Bereich der Medizin (8'38'') (All fields of medicine). - Durchschnittlich etwa die Hälfte aller Studien geht unter (missing in action: About half of all trials are buried) (8'43''). - Positive Ergebnisse werden 2x öfter veröffentlicht als negative Ergebnisse (Positive findings twice as likely to be published) (8'47''). Dieses Verhalten ist wie ein Krebs in der evidenzbasierten Medizin (8'53''). Das ist ja so, wie wenn man eine Münze wirft und nur die Resultate zählen, wenn die Münze mit dem Kopf nach oben landet (9'4''). Dabei hat die Münze aber nicht zwei Köpfe, sondern da müsste ein Betrüger am Werk sein, und die Öffentlichkeit sind Idioten, die so was durchgehen lassen (9'10''). Wir tolerieren das aber alles, und das ganze heisst "evidenzbasierte Medizin" (9'17'').

Das "wissenschaftliche Fehlverhalten" wird gestützt von Forschern, Akademikern, Industriesponsoren, Herausgebern...

Für mich ist das ein "wissenschaftliches Fehlverhalten" (Research Misconduct) (9'22''). Wenn da die Hälfte der Studienresultate verheimlicht wird, dann würde die Öffentlichkeit mich eines wissenschaftlichen Betrugs beschuldigen (Research Fraud) (9'33''). Also, wenn jemand 10 Studien durchführt und dann nur 5 Studien publiziert, weil die dem Resultat entsprechen, das man sich gesetzt hat, dann wird das toleriert und nicht als "wissenschaftliches Fehlverhalten" bezeichnet (9'42''). Die Verantwortung dafür ist auf ganze Netzwerke von Forschern, Akademikern, Industriesponsoren und Herausgebern verteilt (9'50''). Dann meint die Öffentlichkeit, das sei noch mehr tolerierbar (9'54''). Nur den Patienten selbst wird damit nicht geholfen, sondern die Auswirkungen sind vernichtend (9'58''). Das passiert genau heute (10'3'').

Fall Tamiflu [Gift-Pharma-Firma Roche, Basel, Schweinz/Schweiz]: ALLES BETRUG und WIDERSPRUCH - Roche gibt die Versuchsreihen nicht heraus (!)

Fall Tamiflu [der kriminellen Pharma-Giftfirma Roche]: Regierungen haben dafür weltweit Milliarden ausgegeben, um einen Vorrat anzuschaffen (10'9''). Es wurde eine Panik durch die Medien produziert und es wurde massenweise Tamiflu bevorratet im Glauben, dass es die Häufigkeit von Komplikationen bei Grippeerkrankungen reduziert (10'18''). Konkret: Es wurde verbreitet, Tamiflu würde vor Lungenentzündung schützen: "Kompliationen" ist der medizinische Euphemismus für Lungenentzündung (10'18'').

Das Wort "Komplikationen" ist ein medizinischer Euphemismus für Lungenentzündung und Tod (10'22''). Als nun die Cochrane-Gutachter für ihre systematische Übersicht versuchten, alle Daten aus allen Versuchen zusammenzubekommen, die jemals zurWirkung von Tamiflu durchgeführt worden waren, fanden sie heraus, dass einige dieser Versuche NIE veröffentlicht worden waren (10'36''). Sie bekamen keinen Zugang zu den Ergebnissen. Als sie dann über verschiedene Umwege doch schrittweise die Resultate zu Gesicht bekamen - also über das Gesetz über die Auskunftspflicht öffentlicher Einrichtungen, durch Bedrängen diverser Organisationen (10'47'') - was sie da fanden, waren totale Widersprüche (10'50''). Und als sie versuchten, an die klinischen Versuchsberichte heranzukommen, also die langen Versuchsreihen mit den effektiven Resultaten, die 10.000e Seiten lang sind, wo die tatsächlichen Informationen sind (10'59''), sagten sie [die kriminellen Bosse von Roche in der Gift-Stadt Basel in der Schweinz / Schweiz], dass man die nicht einsehen dürfe (11'2'').

Zeitschrift "PLOS Medicine"

Wenn Sie die komplette Korrespondenz und die Entschuldigungen und Erklärungen der Pharmafirmen lesen wollen (11'6''), können sie das in der Ausgabe von dieser Woche in der Zeitschrift PLOS Medicine (11'12'').

Gesundheitsspiele: Das "Internationale Komitee der Herausgeber medizinischer Fachzeitschriften" betrügt bei den Versuchen ebenfalls

Das Erstaunlichste an all dem ist für mich Folgendes: Für mich ist dies nicht nur ein erkennbares und erkanntes Problem, sondern bisher sind die Lösungen für das Problem auch OHNE Wirkung (11'23''). Es wurde vorgespielt, dass das Problem gelöst sei: Fake Fixes (11'26''). Wir liessen die Menschen so tun, als sei das ein gelöstes Problem (11'29''). Erst hatten wir Versuchsregister und jeder sagte: "Oh, Problem gelöst. Wir lassen alle ihre Versuche registrieren, sie veröffentlichen den Bericht, sie sagen, was sie vorhaben, bevor sie damit anfangen (11'36''), und nachher können wir prüfen, ob alle Versuche, die komplett durchgeführt wurden, auch veröffentlicht wurden (11'42''). Aber niemand hatte Lust auf diese Register. Also kam das Internationale Komitee der Herausgeber medizinischer Fachzeitschriften daher und sagte: "Naja, wir bleiben da weiter dran (11'48''). Wir veröffentlichen in unseren Zeitschriften keine Versuche, die nicht vorher registriert wurden." (11'53'') - Aber sie blieben nicht dran. 2008 wurde eine Studie durchgeführt, die zeigte, dass die Hälfte aller Versuche, die in Zeitschriften veröffentlicht wurden, die von Mitgliedern dieses Komitees, des ICMJE, herausgegeben werden, nicht ordentlich registriert worden waren. Und dass ein Viertel davon überhaupt nicht registriert war (12'6'').

Das neue Gesetz der FDA: Publikation von Versuchsresultaten muss innerhalb eines Jahres geschehen - nur 20% halten sich daran

Und dann schliesslich wurde die FDA-Gesetzesnovellierung verabschiedet, vor ein paar Jahren war das - die besagte, dass jeder, der einen Versuch durchführt, die Ergebnisse innerhalb eines Jahre veröffentlichen muss (12'15'').

Im British Medical Journal, in der ersten Ausgabe vom Januar 2012, können Sie eine Studie darüber lesen, ob sich jemand an diese Regel gehalten hat, und es stellt sich heraus, dass nur jeder fünfte [20%] das getan hat (12'27''). Das ist ein Desaster [this is a desaster] (12'32''). Die wahren Wirkungen von Medikamenten werden verschwiegen, und trotzdem verschreiben wir sie. Wir [als Ärzte] haben keinen Zugang zu all diesen Informationen (12'40''). Man kann das Problem lösen, indem man die Leute dazu zwingt, alle Versuche an Menschen zu veröffentlichen, einschliesslich der älteren Versuche (12'52''), weil das FDA-Gesetz das nur für die Versuche nach 2008 verlangt (12'57''). Ich weiss nicht, in was für einer Welt wir leben, in der wir nur Medizin auf der Basis von Versuchen der letzten zwei Jahre praktizieren (13'4'').

1. Es gehören alle Versuche an Menschen publiziert, einschliesslich der älteren Versuche, für alle Medikamente, die zur Zeit in Gebrauch sind (13'10'').
2. Sie sollten jedem, den Sie kennen, sagen, (info@alltrials.org) - dass wir hier ein Problem haben, das noch nicht gelöst ist (13'16'').



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