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Merkblatt: Schlaf

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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20.4.2010: Siesta-Schlaf fördert das Langzeitgedächtnis nach Lernvorgängen

Die hier präsentierten Fakten über den Siesta-Schlaf nach Lernvorgängen gelten für Kinder wie für Erwachsene gleichermassen.

aus: n-tv online: Gesundheit: Siesta bei Kindern gezielt einsetzen; 20.4.2010;
http://www.n-tv.de/wissen/gesundheit/Im-Schlaf-das-Gedaechtnis-schulen-article833527.html

<Im Schlaf das Gedächtnis schulen

Kinder sollten nach dem Lernen regelmäßig eine Siesta einlegen, um ihr Langzeitgedächtnis zu verbessern. Der Zusammenhang von Schlaf und Gedächtnisleistung ist auch für die Pharmaindustrie nicht uninteressant.

Kindertagesstätten sollten Schlaf gezielt einsetzen, um das Gedächtnis von Kindern zu verbessern. Das schlägt der Psychologe Jan Born aufgrund seiner Studien zum Tiefschlaf vor. "Wenn die Kinder nach dem Lernen regelmäßig Mittagsschlaf halten, wird sich dadurch ihre Lernleistung längerfristig deutlich verbessern", sagte der diesjährige Leibniz-Preisträger in einem Interview mit dem Magazin "Zeit Wissen" (April/Mai 2010).

Born erforscht an der Universität Lübeck den Zusammenhang zwischen Schlaf und Gedächtnis und zeigte, dass durch intensive Tiefschlafphasen Gedächtnisinhalte besser in den Langzeitspeicher des Gehirns übertragen werden.

Auch die Pharmaindustrie versuche, den Zusammenhang von Schlaf und Gedächtnisleistung zu nutzen, sagte Born. "Die nächste Generation von Schlafmitteln wird wohl die Tiefschlafphase so verstärken, dass dadurch dann auch das Gedächtnis verbessert wird."

Nach traumatischen Erlebnissen nicht schlafen

Der Psychologe plädiert aber auch dafür, nach einem traumatischen Erlebnis eher nicht zu schlafen, weil sich dieses dann nicht so stark einpräge: Es sei "eine natürliche Reaktion des Gehirns auf traumatische Ereignisse", dass Menschen, die etwas Schlimmes erlebt haben, oft schlecht oder gar nicht schlafen würden. Es sei deswegen auch "eher ungünstig, wenn man Betroffenen nach so einer Erfahrung Schlafmittel gibt."

dpa>

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20 minuten
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27.4.2010: Lernen - dann schlafen - und alles ist im Langzeitgedächtnis gespeichert

aus: 20 minuten online: Lernhilfe: Im Schlaf lernen - es geht wirklichIm Schlaf lernen - es geht wirklich; 27.4.2010; http://www.20min.ch/wissen/campus/story/Im-Schlaf-lernen---es-geht-wirklich-25958944

<von Oliver Kaftan, Students.ch - Egal ob schwere Prüfung, wichtige Präsentation oder einfach Dinge, die man sich merken möchte - darüber schlafen hilft. Allerdings zum richtigen Zeitpunkt.

Wenn Hirnforscher den Vorgang des Lernens beschreiben, werden oft anschauliche Bilder gewählt, um den komplexen Vorgang zu erklären. So wie dieser: Man stelle sich vor, der Lernstoff sei eine Rinderhälfte. Und das schlafende Hirn der Metzger. Während man schläft, nimmt sich der Metzger die Rinderhälfte vor und macht daraus köstliches Chateaubriand und Filet Mignon. Etwas weniger anschaulich beschrieben, nehmen zahlreiche Forscher an, dass unser Gehirn im Schlaf aktiv und selektiv Gedächtnisinhalte verarbeitet, sie also durchgeht und dabei festigt und verknüpft.

Schlafen Sie unmittelbar nach dem Lernen. Schlafen Sie unmittelbar nach dem Lernen.Langzeitwirkung

Basierend auf dieser Annahme wollte Jessica Payne von der Harvard Medical School untersuchen, ob für spätere Ziele relevante Gedächtnisinhalte besser verfügbar sind, wenn wir uns kurz nach dem Lernen schlafen legen. In der Tat zeigte sich, dass unser Gehirn im Schlaf relevante, adaptive und nützliche Information aufarbeitet. Im Gegensatz zu den besagten Fleischstücken, die nach kurzer Zeit nicht mehr schmackhaft sind, hält der Schlaf-Effekt jedoch bis zu vier Monaten an.

Der Trick

Dennoch gibt es den Fall, dass Menschen zwar regelmässig schlafen, sich aber dennoch fragen, warum das Ganze nicht funktioniert. Der Trick ist, dass der Schlaf unmittelbar nach dem Lernen erfolgen sollte. Wird dazwischen noch der Fernseher eingeschaltet oder E-Mails beantwortet, liegt bereits zu viel Zeit dazwischen. Der gewünschte Effekt bleibt aus. Im Schlaf bemüht sich unser Gehirn nämlich, aktiv die wichtigsten Dinge unserer neuesten Erfahrung zu filtern und selektiv ins Langzeitgedächtnis zu speichern. Das heisst: Finger vom TV und Computer - schliesslich soll sich das Gehirn an den relevanten Lerninhalt erinnern und nicht an die TV-Unterhaltungssendung.>

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Stern
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5.5.2010: Schlaf macht schlau, hält gesund und potent

aus: Stern online: Geheimnis Schlaf:  Nachtarbeit im Bett; 5.5.2010;
http://www.stern.de/wissen/mensch/kopfwelten-schoepferischer-schlummer-1564074-faq.html

<Ein Drittel unseres Lebens verschlafen wir einfach. Warum das so ist, wissen Forscher bis heute nicht. Sicher ist nur: Schlaf hält das Gedächtnis fit, repariert den Körper und erhält die Potenz. Der Schlummer macht uns glücklich, gesund und schlau.

Geheimnis Schlaf Nachtarbeit im Bett schlafen

Schlaf ist keine Zeitverschwendung - er ist lebensnotwendig

Mussten Sie schon einmal lange Zeit wach bleiben? Wahrscheinlich hatten sie nur noch einen Wunsch: schlafen. Ewig wach bleiben - das klappt einfach nicht. Denn Schlafenwollen ist ein Trieb, ähnlich wie Hunger oder Sex. Der einzige Unterschied: Der Drang zum Schlummer ist stärker als jeder andere Trieb. Ratten, die Forscher vom Schlafen abhielten, starben sogar nach einiger Zeit jämmerlich.

Schlaf ist deshalb keine Zeitverschwendung, sondern lebensnotwendig. Zu wenig Schlaf macht krank, dick und dumm - das ist wissenschaftlich belegt. Das gilt nicht nur für Menschen, sondern auch für Tiere - von der Fruchtfliege bis zum Elefanten. Doch warum Tier und Mensch schlummern müssen, wissen Forscher bis heute nicht genau. Derzeit diskutieren sie vier Erklärungen für das Geheimnis Schlaf. Es ist gut möglich, dass alle vier richtig sind und der Schlaf gleich mehrere Funktionen erfüllt:

    * Im Schlaf erholen sich Körper und Gehirn: Sie reparieren sich während dieser Zeit selbst.
    * Im Schlaf speichert das Gehirn, was es am Tag erlebt, gelernt und geübt hat. Daher formt sich das Hirn im Schlaf um oder es wachsen neue Nervenbindungen.
    * Schlaf stärkt das Immunsystem. Tagsüber sind die Abwehrkräfte im Dauereinsatz. Nachts bringt der Körper das Immunsystem wieder auf Touren.
    * Schlaf hält den Stoffwechsel im Takt. Bei zu wenig Schlaf gerät er durcheinander. Dann steigt das Risiko, übergewichtig zu werden oder an Diabetes zu erkranken.

Möglicherweise hat der Schlaf aber noch eine weitere Funktion. So vermutet der amerikanische Schlafforscher Jerome Siegel von der University of California in Los Angeles, dass der Schlaf Tiere wie Menschen daran hindere, zu gefährlichen Zeiten - nämlich nachts - unterwegs zu sein.


Eva-Maria Schnurr>

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Zusammenhang von mehr Schlaf und Schule

Spiegel
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Schlafrhythmus: Schulbeginn ab 9 Uhr ergibt eine bessere Effizienz

aus: www.spiegel.de 15.12.2008: Schulbeginn. Wer später lernt, ist besser drauf;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,596446,00.html

<Pünktlich um halb acht schellt die Schulklingel - viel zu früh, wie US-Forscher finden. Sie haben nachgewiesen, dass Schüler von einem späteren Unterrichtsbeginn klar profitieren können. [Das gilt auch für die Lehrpersonen, die in diesem Artikel vergessen wurden].

Wer später in den Tag starten kann, lebt besser - und manchmal auch länger. Zu diesem Fazit kommen Schlafforscher aus den USA, die sich mit rund 10.000 jugendlichen Schülern im US-Bundesstaat Kansas beschäftigt haben. Mit Fragebögen hatten sie bei Sechst- bis Zwölftklässlern untersucht, wie sich eine Verschiebung des täglichen Schulbeginns auswirkt - und erstaunliches herausgefunden: Schon bei einem um 60 Minuten nach hinten verschobenen Unterrichtsstart ist der Schlafhaushalt der Heranwachsenden deutlich ausgeglichener.

Die Forscher um Barbara Phillips vom Good Samaritan Sleep Center in Lexington, Kentucky, berichten über ihre Erkenntnisse im "Journal of Clinical Sleep Medicine". Die Schüler hätten die morgens gewonnene Zeit in zusätzlichen Nachtschlaf umgesetzt: Neuntklässler hätten im Schnitt zwölf Minuten länger im Bett verbracht, Zwölftklässler sogar eine halbe Stunde. Dadurch sei der Anteil von Schülern, die pro Nacht mindestens acht Stunden Schlaf bekommen hätten, von 35,7 auf 50 Prozent gestiegen.

Das Schlafplus blieb wiederum in der Schule nicht ohne Folgen: In Selbstauskünften erklärten die Spätstarter-Schüler, sie seien tagsüber deutlich weniger schläfrig als früher. Am Wochenende müssten sie weniger verpassten Schlaf nachholen. Auch auf den Strassen zeigte die Verschiebung der Anfangszeiten Wirkung: Vor der Umstellung des Schulbeginns hatte es in der betroffenen Region besonders viele Unfälle junger Fahrer gegeben. Das, so argumentieren die Forscher, habe daran gelegen, dass viele Teenager mit dem Auto zu Schule fahren mussten. Begünstigt durch den späteren Schulstart sei die Zahl der Unfälle junger Fahrer innerhalb von zwei Jahren um 16,5 Prozent gesunken.

Die besser ausgeschlafenen Schüler hätten im Auto wachsamer sein können, schreiben die Forscher. Im Gegensatz dazu seien im Rest des Bundesstaates Kansas die Unfallzahlen junger Fahrer angestiegen, und zwar um 7,8 Prozent. "Es ist überraschend, dass Highschools weiterhin ihre Schulanfangszeiten auf den frühen Morgen legen, obwohl das schlechte Auswirkungen für das Lernen, die Anwesenheit und die Fahrsicherheit der Schüler hat", sagte Forscherin Barbara Phillips.

chs>

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6.7.2010: Länger schlafen motiviert: Jugendliche schwänzen weniger

aus: n-tv online; 6.7.2010; http://www.n-tv.de/wissen/gesundheit/Jugendliche-schwaenzen-weniger-article987706.html

<Jugendliche, die eine halbe Stunde länger schlafen können, sind fitter und motivierter für die Schule. Eine Studie beweist so den Erfolg und Nutzen eines späteren Schulbeginns.

Eine halbe Stunde mehr Schlaf macht Jugendliche fitter für die Schule. Das ergab eine US-Studie mit 201 Schülern der Klassen 9 bis 12. Für eine Probephase wurde der Unterrichtsbeginn von 8.00 Uhr auf 8.30 Uhr verlegt. Ergebnis: Die Jugendlichen leisteten mehr, waren motivierter und schwänzten seltener.

Die Untersuchung wurde von einem Team um die Ärztin und Psychologin Judith Owen am Hasbro Kinderkrankenhaus in Providence (US-Bundesstaat Rhode Island) vorgenommen. Das Ergebnis stellt das Fachblatt „Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine“ vor.

Schlafen macht glücklich

Danach blieben die jungen Leute abends nicht länger auf, sondern gingen zur gleichen Zeit wie sonst ins Bett. Entsprechend ging die Zahl der Schüler, die in der Woche weniger als sieben Stunden Schlaf pro Nacht bekamen, um 79,4 Prozent zurück. Jeder zweite Jugendliche schlief nun acht oder mehr Stunden - zuvor war es nur rund jeder Sechste.

Der Anteil derjenigen, die sich als nicht richtig glücklich oder als deprimiert beschrieben, sank durch den späteren Schulbeginn von 65,8 auf 45,1 Prozent. Und statt vorher 15,3 suchten nur noch 4,6 Prozent der Jugendlichen die Krankenstation ihrer Schule auf, weil sie sich erschlagen und zu müde für den Unterricht fühlten.

Lehrer von Ergebnis begeistert

Selbst die Lehrer sprachen sich trotz anfänglichen Widerstands am Ende der Probephase mit überwältigender Mehrheit für den späteren Schulbeginn aus - und zwar nicht aus persönlichen Gründen, sondern wegen der positiven Erfahrung mit ihren Schülern, heißt es in dem Journal.

dpa>


Dasselbe Thema im Spiegel:

Spiegel
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6.7.2010: <Schlafmützen-Studie: Späteres Aufstehen macht Schüler fitter

Die Verschiebung des Schulbeginns von 8:00 auf 8:30 Uhr bewirkt mehr Motivation, weniger Anfälligkeit für Depression, weniger Müdigkeit im Unterricht - in der Pubertät mit der hormonellen Umstellung ist ein späterer Schulbeginn von grösstem Vorteil - die Zusammenarbeit Lehrer-Schüler ist beim Schulbeginn um 8:30 viel besser

Nun, es liegen Forschungsresultate dafür vor, dass der allgemeine Schulbeginn nach 8 Uhr viel besser ist als vor 8 Uhr. Ein späterer Schulbeginn hätte auch zur Folge, dass der Schülerverkehr weniger mit dem Berufsverkehr zusammenfällt. Aber die militaristischen Schulleitungen z.B. in der militaristischen Schweiz werden das nicht gelten lassen und werden meinen, dass mit einem späteren Schulbeginn die SchülerInnen verweichlicht würden. Aber lesen Sie selbst:

aus: Spiegel online; 6.7.2010; http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,704819,00.html#ref=top Neue Studie: Schüler, die später aus dem Bett müssen, sind besser und schwänzen weniger.

Morgens ein Pennbruder oder mehr der muntere Lerchentyp? Schülern tut es gut, wenn sie eine halbe Stunde später zum Unterricht müssen, haben US-Forscher ermittelt. Auch viele Lehrer sprechen sich für eine späteren Schulstart aus - und das nicht etwa nur aus Eigennutz.

Schüler, denen man eine halbe Stunde mehr Schlaf gönnt, leisten mehr, sind motivierter und schwänzen seltener den Unterricht - das hat eine Forschergruppe am Hasbro Kinderkrankenhaus in Providence im US-Bundesstaat Rhode Island herausgefunden.

Für ihre Studie ließ das Forscher-Team 201 Schülern der Klassen 9 bis 12 für eine Probephase den Unterrichtsbeginn von 8 Uhr auf 8.30 Uhr verlegen. Ergebnis: Die Jugendlichen waren besser bei der Sache und machten seltener blau. Trotz des nach hinten verschobenen Schulstarts blieben die Jugendlichen abends nicht länger auf, sondern gingen zur gleichen Zeit wie sonst ins Bett.

Entsprechend ging die Zahl der Schüler, die in der Woche weniger als sieben Stunden Schlaf pro Nacht bekamen, um fast 80 Prozent zurück. Jeder zweite Jugendliche schlief nun acht oder mehr Stunden. Zuvor schafften diesen erstrebenswerten Wert nur rund jeder Sechste.

Die halbe Stunde mehr wirkte sich auch positiv auf den allgemeinen Gemütszustand der Jugendlichen aus. Der Anteil derjenigen, die sich als nicht richtig glücklich oder als deprimiert beschrieben, sank durch den späteren Schulbeginn von gut 65 auf rund 45 Prozent. Um zwei Drittel zurück ging zudem die Zahl der Jugendlichen, die sich auf der Krankenstation ihrer Schule meldeten, weil sie sich erschlagen und zu müde für den Unterricht fühlten.

Manche deutschen Schüler müssen um 7.30 Uhr und früher ran

Das Ergebnis passt zu ähnlichen Untersuchungen auch aus Deutschland. Wissenschaftler sind schon lange der Ansicht, dass sich der Biorhythmus von Jugendlichen besonders in der Pubertät, im Alter zwischen 12 und 14 Jahren, stark verändert. Viele vormalige Frühaufsteher werden in der Zeit der hormonellen Umstellung zu Nachteulen, die später ins Bett gehen und morgens schwerer wieder rauskommen. Ab der Pubertät schadet der Mehrzahl der Schüler ein Unterrichtsbeginn um 8 Uhr eher, als er nützt. Untersuchungen hatten auch ergeben, dass Frühaufsteher im Schnitt bessere Noten schreiben als Langschläfer.

Die amerikanischen Forscher berichteten auch, dass die Lehrer vor dem Versuch gegen einen späteren Schulstart waren, sich aber nach Ende der Probephase mit großer Mehrheit für den späteren Schulbeginn aussprachen - und zwar nicht aus persönlichen Gründen, sondern wegen der positiven Erfahrungen mit ihren Schülern.

In Deutschland beginnt die Schule zwar meist um 8 Uhr, aber der Schulstart ist nicht einheitlich reglementiert. In Baden-Württemberg etwa legen die Schulen den Unterrichtsbeginn selbst fest, in Sachsen und Sachsen-Anhalt müssen Schüler oft schon um 7.30 Uhr oder teils noch früher an ihren Tischen sitzen. Wenn in ländlichen Regionen noch lange Schulwege hinzukommen, müssen die Schüler oft schon extrem früh aus den Federn.

Die aktuelle Untersuchung aus den USA veröffentlichten die Forscher um die Ärztin und Psychologin Judith Owen in der Juli-Ausgabe der Wissenschaftszeitschrift "Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine".

cht/dpa>

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Spiegel
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15.12.2010: <Studie beweist: Ausgeschlafene wirken attraktiver>

aus: Spiegel online; 15.12.2010;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,734750,00.htmlCorbis

<Nickerchen in der Hängematte: Den Schönheitsschlaf gibt es wirklich

Schlafen macht schön. Was der Volksmund sagt, haben Forscher jetzt auch wissenschaftlich bestätigt: In einer Studie ließen sie Probanden die Gesichter von unterschiedlich ausgeschlafenen Menschen beurteilen. Schlafmangel erkannten sie sofort - er beeinflusst die Attraktivität.

Schwedische Forscher haben den positiven Effekt der Schlafdauer auf die Attraktivität eines Menschen experimentell nachgewiesen. Ausgeschlafen wirken Menschen demnach tatsächlich schöner und gesünder auf ihre Mitmenschen als übernächtigt, berichten sie im "British Medical Journal". Mit ihrer Studie will das Team um John Axelsson vom Karolinska Institutet in Stockholm auch auf die generelle Bedeutung des Schlafs und das wachsende Problem der Schlafstörungen aufmerksam machen.

Die Forscher fotografierten 23 Teilnehmer im Alter zwischen 18 und 31 Jahren: Einmal kamen sie zwischen 14 und 15 Uhr zum Fototermin, nachdem sie in der Nacht zuvor mindestens acht Stunden geschlafen hatten. Das zweite Mal waren sie übernächtigt - zwei Nächte zuvor durften sie lediglich fünf Stunden schlafen, in der Nacht direkt vor dem Termin überhaupt nicht.

Für die Aufnahmen waren alle Teilnehmer ungeschminkt und blickten direkt sowie möglichst neutral in die Kamera. Diese Fotos präsentierten die Forscher 65 Testpersonen - jedes Bild nur für sechs Sekunden. Die Probanden beurteilten, wie attraktiv, gesund und ausgeschlafen sie die Menschen auf den Bildern empfanden.

Unausgeschlafen erreichten die Personen auf den Fotos im Durchschnitt deutlich geringere Wertungen bei allen drei untersuchten Aspekten als nach acht Stunden Schlaf. Dieses Ergebnis belegt den Forschern zufolge, dass Menschen sehr genau Anzeichen in Gesichtern erkennen, die mit Schlafmangel in Verbindung stehen.

Der Zusammenhang zwischen Schlafmangel und schlechter Gesundheit wurde in viele Studien nachgewiesen, ebenso die Verbindung von Gesundheitszustand und Attraktivität einer Person. In dieser Verkettung sehen die Forscher den Hintergrund für die Fähigkeit des Menschen, Schlafmangel zu erkennen und ihn auch als unattraktiv einzustufen.

wbr/dapd>


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Der Standard
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12.3.2011: <Schlafmangel erhöht Risikofreude und unangebrachten Optimismus>

aus: Der Standard online; 12.3.2011;
http://derstandard.at/1297819935282/Studie-Schlafmangel-erhoeht-Risikofreude-und-unangebrachten-Optimismus

<Wissenschafter ließen Probanden wirtschaftliche Entscheidungen treffen - ausgeschlafen und übernächtigt

Washington - Unausgeschlafene Menschen neigen laut einer aktuellen Studie zu übertriebenem Optimismus und damit zu riskanteren Entscheidungen auch beim Glücksspiel. Forscher der Duke University im US-Staat Carolina sowie aus Singapur ließen im Rahmen der im Fachblatt "Journal of Neuroscience" veröffentlichten Studie 29 gesunde Erwachsene mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren wirtschaftliche Entscheidungen im ausgeschlafenen und im übernächtigten Zustand treffen.

Verschlafene Augen blicken durch rosa Brille

Während der Befragung wurde die Hirnfunktion der Probanden mittels einer Magnetresonanztomographie überwacht. Das Ergebnis: Bei den Probanden in übermüdetem Zustand wurde eine stärkere Aktivität der Hirnregionen festgestellt, die für positive Wahrnehmungen zuständig sind.

In den für negative Wahrnehmungen zuständigen Hirnpartien war die Aktivität bei den unausgeschlafenen Testpersonen hingegen schwächer als bei den ausgeruhten Probanden. Schlafentzug bewirke offenbar "eine Verzerrung zum Optimismus", schrieben die Forscher. Die übernächtigten Probanden verhielten sich demnach, "als ob positive Konsequenzen wahrscheinlicher (oder einträglicher) seien und als ob negative Konsequenzen unwahrscheinlicher (oder weniger schädlich) seien".

Kaffee trinken, frische Luft oder Gymnastik könnten diese Auswirkungen von Müdigkeit nicht verhindern, schrieb Hauptautor Vinod Venkatraman von der Duke University. Er findet die Studienergebnisse insbesondere im Zusammenhang mit Glücksspielen im Casino interessant. Spieler neigten mit fortschreitender Stunde mehr und mehr zu Risikofreude. "Bis in die Nacht hinein aktive Spieler kämpfen nicht nur gegen das ungünstige Verhalten der Spielautomaten, sie kämpfen auch gegen die durch Schlafentzug verursachte Tendenz, bedingungslos Gewinne vorauszusehen, während sie die Möglichkeit von Verlusten unterschätzen", warnte Venkatraman. (APA/red)>

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n-tv
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26.4.2011: <Forscher empfehlen Pause: Mittagsschlaf macht effektiver> - zwischen 10 und 30 Minuten Pause soll es sein

aus: n-tv online; 26.4.2011; http://www.n-tv.de/wissen/Mittagsschlaf-macht-effektiver-article3182326.html

<Schon Winston Churchill wusste es: Ein kurzes Nickerchen zur Mittagszeit kann die Arbeit effektiver machen. Man muss dabei gar nicht wirklich schlafen - Hauptsache ist, dass man entspannt und abschaltet, und zwar zwischen zehn und dreißig Minuten.

Ein Schläfchen in Ehren ... hilft auch im Job beim effektiven Arbeiten.

Ein kurzes Nickerchen zur Mittagszeit kann helfen, effektiver zu arbeiten. Das meint der Schlafforscher Jürgen Zulley in der Zeitschrift "Human Ressources Manager". Der Mittagsschlaf sollte zwischen zehn Minuten und einer halben Stunde dauern. Beim Mittagsschlaf komme es vor allem darauf an, zu entspannen und abzuschalten, sagt der Schlafforscher. "Ob man dabei wirklich schläft, ist eine andere Sache und möglicherweise gar nicht so von Bedeutung", so der Psychologe.

Schon der frühere britische Premierminister Winston Churchill sei ein großer Verfechter eines Kurzzeit-Schläfchen gewesen. "Churchill hielt Leute für dumm, die keinen Mittagsschlaf machen. Denn so könne man aus einem Tag zwei machen", sagt Zulley. Das Nickerchen sollte aber nicht länger als eine halbe Stunde dauern. Ansonsten geht der Kreislauf in den Keller, und Arbeitnehmer tun sich schwer, wieder in die Gänge zu kommen.

Generell sei es sinnvoll, nach 90 Minuten Arbeitszeit eine kurze Pause einzulegen, meint Zulley. Denn nur solange könne der Mensch voll konzentriert arbeiten. Danach sei eine Unterbrechung von fünf bis zehn Minuten ratsam. "Diese kurze Pause sollte zusätzlich zur Mittagspause eingebaut werden", sagt Zulley. In der Praxis gönnen sich aber nur wenige solche Pausen, hat der Psychologe beobachtet. Stattdessen beachteten viele aus Zeitdruck ihre biologischen Tiefs nicht und arbeiteten pausenlos durch. "Häufig jedoch mit dem Ergebnis, dass man alles nochmal machen kann."

dpa>

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Spiegel
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1.1.2011: Vorlesung um 8 Uhr früh ist Schwachsinn

aus: Spiegel online: Langschläfer-forschung: Warum frühe Vorlesungen keine gute Idee sind; 1.1.2011;
http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,757238,00.html

<Pennen bis nach 10.00 Uhr: Wer die frühen Stunden auskosten darf, ist fit.

Bestätigung für Schlafmützen: In einer Metastudie fanden britische Forscher heraus, was viele Studenten schon lange ahnten. Geistige Höchstleistungen sind am frühen Morgen einfach nicht drin und Vorlesungen um acht Uhr daher verfehlt.

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Wer Seminare um acht Uhr morgens als Zumutung und schweren Eingriff in die persönliche Freiheit empfindet, dem sei eines gesagt: Er hat recht, das sind sie.

Forscher der britischen Warwick University fanden nach der Analyse etlicher Studien mit zusammengenommen 475.000 Probanden nun heraus, dass es gefährlich und ungerecht ist, junge Menschen zu quasi nachtschlafender Stunde in Schulen und Universitäten zu locken. Zu frühes Aufstehen und zu wenig erholsamer Schlaf erhöhten auf längere Sicht nicht nur die Gefahr eines Schlaganfalls oder Herzinfarkts um etwa das Anderthalbfache, berichten die Forscher.

Wer so zeitig an die Uni muss, tue sich auch schwer damit, Wissen aufzunehmen. Untersuchungen wie die aus Warwick belegen, dass es vielen Menschen unter 30 schlicht unmöglich ist, vor zehn Uhr morgens intellektuelle Höchstleistungen zu bringen. Die frühen Stunden gehören zu einer überaus wichtigen Schlafphase in jungen Jahren; wer sie auskosten darf, ist fit - übrigens selbst dann, wenn er am Abend zuvor lange gefeiert hat.

Manche Schlafforscher und Chronobiologen halten daher den Unterrichtsbeginn um acht Uhr morgens mit Blick auf die spätere berufliche Karriere der jungen Menschen für wenig förderlich.>

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20 minuten
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19.7.2011: <Schlafmangel: Führungskräfte schlafen zu wenig>

aus: 20 minuten online; 19.7.2011;
http://www.20min.ch/finance/news/story/19317651

<von Andy Fischer - Entscheidungsträger schlafen gemäss einer Umfrage zu wenig – und nehmen damit gemäss Schlafexperte Christian Neumann grosse Risiken auf sich.>

<<Entscheidungsträger übertreffen sich offenbar im wenig Schlafen. Ein guter «Wettbewerb»?
Christian Neumann: Im Gegenteil. Erst ein qualitativ guter und ausreichender Schlaf macht so richtig leistungs­fähig. Wenn Manager behaupten, dass sie mit fünf Stunden Schlaf auskommen, ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass das nicht stimmt.

Wie lange sollte man durchschnittlich schlafen?
Statistisch gesehen schläft der gesunde, erwachsene Mensch zirka 7,5 Stunden pro Nacht. Das Schlafbedürfnis eines ­jeden Menschen ist aber ­individuell. Alles zwischen sechs und neun Stunden kann als normal angesehen werden.

Welches sind die grössten Nebenwirkungen von Schlafmangel?

Verminderte körperliche und mentale Leistungsfähigkeit, Erschöpfung, Unruhe, Angst und Reizbarkeit sind die häufigsten Folgen. Auch Übergewicht, Diabetes und Depressionen können auftreten. Und im Strassenverkehr besteht ein klarer Zusammenhang zwischen Schlafmangel und Unfallhäufigkeit.

Kann Schlafmangel kompensiert werden – etwa mit Sport oder Vitaminen?
Nein. Aber gesunde Ernährung und Sport – in normalem Masse betrieben – fördern das allgemeine Wohlbefinden. Dadurch schläft man besser ein und es ist ein erholsamer Tiefschlaf möglich.>

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Financial
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20.7.2011: <Elite auf Entzug: Schlafmangel provoziert Fehlurteile bei Führungskräften>

aus: Financial Times Deutschland online; 20.7.2011;
http://www.ftd.de/karriere-management/management/:elite-auf-entzug-schlafmangel-provoziert-fehlurteile-bei-fuehrungskraeften/60081354.html

<Der Schlafmangel der Bosse ist nicht bloß Privatsache

Knapp sechs Stunden Schlaf pro Nacht müssen reichen. Spitzenpolitiker und Topmanager fällen laut einer Umfrage ihre Entscheidungen häufig völlig übermüdet - mit teilweise fatalen Folgen. von Claudio De Luca, Berlin

Verhandlungen bis spät in die Nacht, frühmorgens das nächste Meeting und dann schnurstracks auf Dienstreise: Deutschlands Top-Entscheider sind im Dauerstress - und zahlen einen hohen Preis dafür.

In den Chefetagen herrscht chronischer Schlafmangel, offenbart das neue Capital-Elite-Panel. Erstmals geben die Führungsspitzen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung in der Allensbach-Umfrage Auskunft, wie viel sie schlafen und wie oft sie übermüdet sind.
Resultat: Die Chefs bekommen im Schnitt nur sechs Stunden und zehn Minuten Schlaf pro Nacht. Das sind 40 Minuten weniger, als sie nach eigenen Angaben bräuchten, um am nächsten Tag wieder topfit zu sein.

Die Konsequenz lässt sich regelmäßig bei öffentlichen Auftritten bestaunen: Mal überkommt SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier das große Gähnen, mal fallen VW-Chef Martin Winterkorn die Augen zu, mal hält Finanzminister Wolfgang Schäuble ein kurzes Nickerchen.

Mehr als die Hälfte aller Top-Entscheider geben in der Umfrage für das Wirtschaftsmagazin Capital zu, dass sie regelmäßig unausgeschlafen und müde sind. Besonders wenig kommen die Politiker zur Ruhe: Fast jeder Dritte schläft pro Nacht nur fünf Stunden oder weniger, bei Topmanagern ist es knapp jeder Fünfte.

Unter einigen Alphatieren gilt es sogar als schick, mit möglichst wenig Ruhepausen auszukommen. So gibt CSU-Urgestein Edmund Stoiber stolz zu Protokoll, dass ihm vier Stunden pro Nacht reichen.

Experten wie der Regensburger Schlafforscher Jürgen Zulley halten den Lebenswandel solcher "Kurz-Schlaf-Machos" jedoch für ungesund. Und SPD-Chef Sigmar Gabriel, der selbst "wie ein ganz normaler Mensch" schläft, lästert: "Wer mit vier Stunden auskommt, ist nicht besonders leistungsfähig, sondern leidet unter präseniler Bettflucht."
Der Schlafmangel der Bosse ist nicht bloß Privatsache: "Der Ausgang von zähen Verhandlungen bis spät in die Nacht wird dadurch mitbestimmt, dass einige Leute schneller müder werden als andere", berichtet EU-Währungskommissar Olli Rehn, einer der zentralen Akteure der Euro-Krise. "Das habe ich selbst schon häufiger miterlebt." Rehn schläft pro Nacht sechs Stunden, "am Wochenende aber deutlich länger, um den Tank wieder aufzufüllen".

Der Machtfaktor Schlaf ist allgegenwärtig, bei Tarifrunden genauso wie bei politischen Weichenstellungen oder Übernahmegesprächen in der Wirtschaft. 57 Prozent aller deutschen Top-Entscheider waren schon einmal persönlich dabei, wenn Verhandlungen eine unerwartete Wende nahmen, weil eine Partei plötzlich ermattet Zugeständnisse machte.

Normal- oder Vielschläfer haben keine Chance auf einen Topjob, konstatiert die knappe Mehrheit der Spitzenpolitiker im Elite-Panel. Die Bürokraten sehen das genauso, lediglich unter den Wirtschaftsbossen hält der Großteil eine Bilderbuchkarriere auch ohne Duracell-Funktion für möglich.

Die befragten Politiker arbeiten im Schnitt 68 Stunden pro Woche, die Topmanager kommen auf 61 Stunden. Doch selbst den härtesten Arbeitstieren wird es mal zu viel. "Angela Merkel war nach dem Wahlkampf 2009 körperlich am Ende", berichtet ein Kabinettsmitglied. In den Koalitionsverhandlungen habe die Kanzlerin so manchen zweifelhaften Kompromiss einfach durchgewunken - "weil sie endlich ihre Ruhe haben wollte".>

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Der
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29.8.2011: <Schulbeginn: Schlafmediziner: "Start um 8.00 Uhr zu früh">

aus: Der Standard online: Mehr Leistung durch ruhigen Schlaf und gesunde Ernährung - Ein Drittel aller Kinder leiden an Schlafstörungen; 29.8.2011;
http://derstandard.at/1313025444519/Schulbeginn-Schlafmediziner-Start-um-800-Uhr-zu-frueh

<Österreichs Schüler müssen zu früh am Morgen in die Schule, meint ein Schlafexperte

Wien - Die Ferien neigen sich dem Ende, der Schulalltag rückt wieder näher. Zeit also, um den Tages- und vor allem auch den Schlafrhythmus wieder anzupassen. Dabei ist es am wichtigsten, in Ruhe einschlafen zu können: eingeschaltete Fernseher oder laute Musik seien "absolut verboten", betonte Schlafmediziner Harald Kenzian. Um Müdigkeit und Leistungsabfall vorzubeugen, empfiehlt Alexandra Hofer, Geschäftsführerin der Österreichischen Gesellschaft für Ernährung (ÖGE), regelmäßig für Energienachschub zu sorgen.

Vor allem unmittelbar nach dem Einschlafen fällt man in die tiefste und damit erholsamste Schlafphase. Wird diese gestört, ist laut Kenzian, Leiter der "AG Schlafmedizin und Schlafforschung" der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde (ÖGKJ), "der entspannendste Teil zerstört". Müdigkeit und Schlappheit am nächsten Tag wären vorprogrammiert. Die ÖGKJ rät neben Ruhe und dem Verbannen von Stress in Form von Fernseher und Computerspielen, auch zu einem abgedunkelten, kühlen Schlafraum und dem "Abschließen" des Tages, durch entsprechende Bettgehrituale, wie beispielsweise eine Gutenachtgeschichte.

Außerdem sollten Eltern ihren Sprössling nicht zum Schlaf zwingen, vor allem auch weil die "ideale" Schlafdauer von Mensch zu Mensch unterschiedlich sei. Für Fünfjährige seien neuneinhalb bis 13,5 Stunden völlig normal, Zehnjährigen empfiehlt man zwischen neun und elf Stunden.

Teilweise soll die Müdigkeit am Schultisch aber gar nicht die Schuld der Mädchen und Buben sein: Der übliche Unterrichtsbeginn um 8.00 Uhr ist laut Kenzian zu früh, ganz besonders im Winter. "Es scheint, dass ein späterer Schulanfang dem Biorhythmus des Kindes eher entgegen komme", so der Schlafexperte. Gesellschaftspolitisch sei das seiner Meinung nach aber nie durchzusetzen, da die Kinder außer Haus sein müssten, wenn die Eltern ihre Arbeit beginnen.

Kinder mit Schlafstörungen

Laut Kenzian leiden etwa ein Drittel aller Kinder an Schlafstörungen. Die meisten davon ließen sich jedoch durch "eine Modifizierung des Lifestyles" leicht lösen. Bei Dauerberieselung durch Fernsehen, Gamestation und laute Musik "brauche man sich nicht wundern, dass man nicht gut schlafen kann", warnte der Experte. Auch der vor allem unter Jugendlichen stark beliebte Eistee "pusht" wie Energydrinks übermäßig. All das seien mögliche Ursachen für schlechten Schlaf.

Regelmäßig essen

Zu einer Anpassung des Lebensstils zählt vor allem auch die richtige Ernährung. Hierbei sei es für Kinder vor allem wichtig, regelmäßig zu essen, da die Energiereserven schneller verbraucht seien als bei Erwachsenen. "Ein ausgewogenes erstes Frühstück und ein zweites Frühstück in der Schule füllen die Energiespeicher für den gesamten Vormittag auf und tragen zu einer gleichbleibenden Leistungsfähigkeit bei", so Hofer. Diese beiden Mahlzeiten würden gut ein Drittel der täglich benötigten Energie und Nährstoffe liefern. Ein eher sparsames Frühstück zu Hause könnte durch eine reichhaltigere Jause in der Schule ausgeglichen werden und umgekehrt.

Zu einer idealen Jause gehören laut der Ernährungsexpertin zum Beispiel Vollkorngebäck, Müsli, Obst, Gemüse, ein Milchgetränk oder Joghurt und kalorienarme Getränke wie Wasser oder stark verdünnte Fruchtsäfte. Als Belag würden sich magerer Schinken, fettarme Wurst, Käse, Gemüse, Obst oder einfach frische Kräuter eignen. Ein kleiner Tipp der Expertin: Werden die Brote beispielsweise in Dreiecke geschnitten oder in Herzform ausgestochen, hat das Kind kleinere Stücke in der Hand und die Jause schmeckt gleich noch besser. "Besonders günstig ist es, mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt zu essen. Das Frühstück und das Gabelfrühstück gelten als 'Sprungbretter in den Tag'", so Hofer. (APA)>

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Financial
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18.2.2012: <Schlafbedarf: Forscher entdecken Langschläfer-Gen>

aus: Financial Times Deutschland online; 18.2.2012;
http://www.ftd.de/wissen/leben/:schlafbedarf-forscher-entdecken-langschlaefer-gen/60170514.html

<"Wer morgens länger schläft, hälts abends länger aus" sang die Hamburger Countryband Truck Stop. Wisschenschaftler der Uni München haben nun den ersten genetischen Faktor identifiziert, der die Schlafdauer beeinflusst.

Schlafbedarf liegt auch in den Genen. Menschen mit einer bestimmten Variante des Gens ABCC9 ruhen länger pro Tag als andere. Diese Entdeckung machte ein Team um die Chronobiologen Prof. Till Roenneberg und Dr. Karla Allebrandt von der Ludwig-Maximilians-Universität München, das 4000 Menschen von Estland bis Italien zu ihren Schlafgewohnheiten befragte. Das Molecular Psychiatry Online veröffentlichte die Studie.

Vier Prozent der Europäer haben nach Angaben der Forscher von ihren beiden Eltern die Langschlafvariante geerbt. Sie ruhen im Durchschnitt 24 Minuten pro Tag länger als Menschen ohne diese Genvariante. Wer das Schlummer-Gen nur von einem Elternteil geerbt hat, bleibt immerhin noch 6 Minuten länger liegen. Der Schlaf werde zudem von weiteren Genen beeinflusst. Auch Alter, Geschlecht und der Chronotyp, der Menschen zu früh schlafenden und früh erwachenden "Lerchen" oder zu späten "Eulen" macht, spielten eine Rolle, betonte Allebrandt.

Das Gen ABCC9 und entsprechende genetische Faktoren sind weit verbreitet: Das Team um Roenneberg blockierte das entsprechende Gen in Fruchtfliegen, woraufhin die Tiere eine deutlich verkürzte Schlafdauer zeigten.

Das Langschläfer-Gen ABCC9 ist die Blaupause für das Protein SUR2, das beim Energiehaushalt der Zellen mitwirkt. "Es ist besonders spannend, dass dieses Protein auch bei Herzleiden und Diabetes eine Rolle spielt", sagte Allebrandt. "Ein Zusammenhang von Schlafdauer und Stoffwechselstörungen kann daher möglicherweise durch gemeinsam benutzte molekulare Mechanismen erklärt werden.">

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3.3.2012: Die Fantasie des 8-Stunden-Schlafs - und die tatsächlichen Schlafphasen

aus: Der Standard online: Historisch betrachtet: Der Acht-Stunden-Schlaf als Mythos; 3.3.2012;
http://derstandard.at/1330390232380/Historisch-betrachtet-Der-Acht-Stunden-Schlaf-als-Mythos

<BBC-Artikel erinnert an ein heute vergessenes Konzept: Den "ersten" und den "zweiten Schlaf"

Zum berühmten Acht-Stunden-Schlaf finden heute zwar nur noch die wenigsten regelmäßig, doch erinnern sie sich zumindest daran, dass die Oma ihn stets als gesund, wenn nicht gar notwendig empfohlen hat. Doch wer weiß, was sie zu hören bekämen, wenn sie auch die Oma von deren Oma befragen könnten (oder noch ein paar Omas zurückgehen würden). Möglicherweise würden sie dann zum ersten Mal vom "ersten" und "zweiten Schlaf", jeweils vier Stunden lang, hören - ein Konzept, das mittlerweile völlig aus dem allgemeinen Bewusstsein verschwunden ist. Und übrigens keine Angst: Nach der Badewanne und dem Fußballfeld wollen wir jetzt nicht auch die Oma als neue Maßeinheit einführen ...

Bezugnehmend auf ein aktuelles Buch des Historikers Craig Koslofsky erinnert die BBC in einem ausführlichen Artikel nicht nur an diesen heute eher exotisch erscheinenden Schlafrhythmus, es wird generell der "Mythos Acht-Stunden-Schlaf" hinterfragt. Die historische Perspektive zeigt, wie sich unser vermeintlich selbstverständliches Schlafkonzept erst in nicht allzuferner Vergangenheit etabliert hat. Lesenswert!

--> BBC: "The myth of the eight-hour sleep">

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n-tv
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5.6.2012: Der Rhythmus der Wachheit beim Menschen - Mittagszeit ist Ruhezeit

aus: n-tv online: Frage & Antwort, Nr. 228: Wach auch ohne Mittagsschlaf? 5.6.2012;
http://www.n-tv.de/wissen/frageantwort/Wach-auch-ohne-Mittagsschlaf-article6231986.html

<von Jana Zeh

Wie kommt es, dass ich am Mittag todmüde bin und obwohl ich nicht schlafe oder mich ausruhe, am Nachmittag wieder putzmunter? (fragt Natalia S. aus Braunschweig)

Man kennt das: Jeden Tag um die Mittagszeit wird man so müde, dass man aus dem Gähnen gar nicht mehr herauskommt. Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit nehmen rapide ab, die Laune verschlechtert sich und die Muskeln erschlaffen. "Solche Tiefs sind ganz normal, denn wir sind Rhythmuswesen", erklärt Schlafforscher Professor Jürgen Zulley.

Ein kurzes Schläfchen am Mittag ist gesund.

Der Zustand eines Menschen - egal, ob es sich um den geistigen, körperlichen oder seelischen handelt - verändert sich systematisch über den Tag hinweg. Diese Veränderungen werden auch als Biorhythmus bezeichnet. Es gibt am Tag prinzipiell zwei intensive Hoch- und zwei intensive Tiefphasen. Die erste Hochphase stellt sich am Vormittag ein. Diesem Hoch folgt ein Tief, die Mittagsmüdigkeit, die sich vor allem zwischen zwölf und zwei Uhr breitmachen kann. Nach der Mittagsmüdigkeit kommt wieder ein intensives Hoch am Nachmittag, bei vielen Menschen zwischen drei und fünf Uhr. Diesem Hoch folgt das nächste Tief, das dann schließlich in die Nachtruhe münden sollte.

Mittagsruhe ist gesund

Wer am Mittag ruht oder sogar die Möglichkeit hat, zu schlafen, der wird am Nachmittag einer Studie zufolge bis zu 30 Prozent leistungsfähiger sein als jemand, der durchgearbeitet hat. Das gilt allerdings nur, wenn die Ruhephase nicht übertrieben wird. "Eine Mittagsruhe sollte nicht länger als 30 Minuten dauern, da der Körper am Tag nur diese Zeit zur Regenerierung benötigt", so Zulley. Eine längere Ruhepause würde den Biorhythmus zu sehr durcheinanderbringen und auch das Wachwerden würde wesentlich schwerer, so Zulley weiter. Die Übergänge zwischen Hoch und Tiefs verlaufen allmählich und können sich zeitlich verschieben. Zwischen diesen Hochs und Tiefs gibt es auch noch mehrere kleinere Schwankungen, die individuell verschieden erlebt werden.

Das menschliche System kann sich - zumindest in einem bestimmten Rahmen - erneuern, allerdings nur, wenn es genügend Ruhezeiten hat. Die größte Ruhephase sollte in der Nacht liegen. Aber auch das sogenannte Power Napping am Mittag steigert nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern schützt auch noch langfristig vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Burn-out und anderen Überlastungserscheinungen. Regelmäßige Mittagsruhen gehören also zu einem gesunden und empfehlenswerten Anti-Stress-Programm.

Übrigens: In den USA und Japan wird das Power Napping immer öfter praktiziert und von zahlreichen Firmen sogar mit besonderen Rückzugsmöglichkeiten unterstützt. Deutsche Firmen und Angestellte hingegen sind noch sehr zögerlich bei der Durchführung des gesunden Kurzschlafes.>

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n-tv
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22.6.2012: Schlaftipps

aus: n-tv online: Lieber nicht nackt schlafenDie häufigsten Schlaf-Mythen; 22.6.2012;
http://www.n-tv.de/wissen/Die-haeufigsten-Schlaf-Mythen-article6552476.html

<Von Jana Zeh

Schlaf ist im Liegen am erholsamsten. Es gibt Möbel, die extra für den Büroschlaf konzipiert sind. Bäcker, die in traditionellen Betrieben arbeiten, sollten besser Frühaufsteher sein. Alkoholische Getränke sollten nicht als Schlummerdrinks konsumiert werden. Sie stören den Schlaf.

Um den Schlaf ranken sich jede Menge Mythen. Warum Alkohol als Schlafmittel vermieden werden sollte, Vorratsschlaf nicht gelingt und weshalb man sich beim Schlafen lieber etwas anziehen sollte: Wir klären Sie am Tag des Schlafes auf.

Der Schlaf vor Mitternacht ist der beste. Irrtum!

Es geht nicht so sehr darum, wann man schläft, sondern welchen Schlafrhythmus man hat und mit welcher Qualität man schläft. "Die ersten eineinhalb Stunden nach dem Einschlafen sind die erholsamsten, egal, ob sie vor oder nach Mitternacht geschlafen werden" erklärt der Schlafmediziner Professor Thomas Penzel von der Charité Berlin in einem Gespräch mit n-tv.de. Wenn man es beispielsweise gewohnt ist, jede Nacht kurz nach Mitternacht zu Bett zu gehen und dann ausreichend schläft, dann ist das völlig in Ordnung. Geht man dagegen jeden Abend gegen 22 Uhr zu Bett, dann sind es natürlich die Stunden bis Mitternacht, die am wirkungsvollsten sind.

Nackt schläft man am besten. Irrtum!

Schlafmediziner empfehlen eine leichte Schlafbekleidung, die die Bewegungen im Schlaf und den Körper nicht einengt. Diese schützt den Körper, die Arme und Schultern vorm Auskühlen. Geschlafen werden sollte bei einer Raumtemperatur zwischen 16 und 18 Grad Celsius. Im Traumschlaf, der auch als REM-Schlaf bezeichnet wird, ist der Körper wie gelähmt. Die Temperaturregulation des Körpers ist in dieser Schlafphase abgeschaltet. Dann nackt und ohne Decke zu liegen, bringt ein erhöhtes Risiko der Unterkühlung mit sich. Ein weiterer Vorteil von Nachtbekleidung ist die Schweißaufnahme. Die meisten Menschen schwitzen aus unterschiedlichen Gründen in der Nacht stark. Der Schweiß wird beim Nacktschläfer direkt in Bettwäsche, Decke und Matratze abgegeben. Aus diesem Grund müsste die Bettwäsche von Nacktschläfern wesentlich öfter gewaschen werden als von bekleideten Schläfern. Auch Decken und Matratzen von Nacktschläfern verschleißen schneller.

Nach einem Gläschen (Alkohol) kann man viel besser schlafen. Irrtum!

"Tatsächlich ist es so, dass Alkohol zwar beim Einschlafen hilft, die zweite Hälfte des Schlafes jedoch stört", sagt Penzel ganz klar. Alkoholische Getränke trägen zur Entspannung bei und können die Gedanken beruhigen. Ein Durchschlafen allerdings behindern sie. Zudem führt Alkoholgenuss zu vermehrtem Harndrang, der ebenfalls den Schlaf unterbricht. Menschen mit Schlafstörungen sollten dringend davon absehen, Alkohol als "Betthupferl" zu verwenden. Auch von Süßigkeiten vor dem Zubettgehen ist dringend abzuraten. Die meisten enthalten Kakao, der eine eher aufputschende Wirkung hat.

Im Laufe eines Tages nimmt die Müdigkeit ständig zu. Irrtum!

"Müde ist ein zu unspezifisches Wort für uns", so Penzel. In der Schlafmedizin wird prinzipiell zwischen Schläfrigkeit und Müdigkeit unterschieden. Hohe Schläfrigkeit ist zu beobachten, wenn der Mensch sehr schnell einschlafen kann. Eine große Müdigkeit hingegen hat eher etwas mit Mattigkeit und Schlappheit zu tun. Dieses Gefühl kann auch durch Überforderungen und Stress entstehen. Wenn es also hier eher um die Frage nach der Schläfrigkeit geht, dann nimmt diese über den Tag hinweg nicht ständig zu. Der Mensch ist ein Rhythmuswesen. Die Schläfrigkeit schwankt in einem Rhythmus von etwa vier Stunden. Zur Mittagszeit beispielweise können Schlafmediziner eine relativ kurze Einschlafzeit beobachten. Nach der Mittagszeit dagegen, selbst wenn man nicht geschlafen hat, nimmt die Schläfrigkeit wieder rapide ab. Diesbezüglich gibt es sogar eine sogenannte verbotene Zone, die am frühen Abend zwischen 18 und 20 Uhr liegt. Zu dieser Zeit erleben die meisten Menschen ein Aktivitätshoch. Die Schläfrigkeit nimmt ab und für Menschen mit einem gesunden Schlaf-Wach-Rhythmus ist es unmöglich, in diesem Zeitraum einzuschlafen. Die Müdigkeit allerdings kann auch während dieses Zeitraums als hoch empfunden werden.

Jeder kann zum Frühaufsteher werden. Irrtum!

Ob jemand eher Frühaufsteher oder eher Langschläfer ist, kann er sich selbst nicht aussuchen. Die innere Uhr mit individuellen Leistungskurven gehört zur Veranlagung. Nachteulen können nicht zu Lerchen umerzogen werden oder umgekehrt. Selbst wenn Langschläfer über einen längeren Zeitraum durch äußere Umstände, wie Arbeits- oder Ausbildungsbeginn gezwungen werden, früh aufzustehen, ändert das nichts an ihrer ursprünglichen Veranlagung. "Es ist zwar möglich, jemanden zu konditionieren, aber ein Typwechsel passiert dadurch nicht", räumt der Experte ein. So wie jeder eine ganz individuelle Schlafdauer benötigt, um sich gut und ausgeruht zu fühlen, so behält man auch seine Präferenzen für den Tagesrhythmus. Es kann allerdings sein, dass man als Langschläfer im Alter tatsächlich früher wach wird und leichter aufstehen kann. Das hängt dann mit einer anderen Aufteilung der Schlafdauer oder einer Verschlechterung der Schlafqualität zusammen."Ausgeprägte Früh- oder Spättypen sind aber eher selten. Bis zu 90 Prozent der Menschen sind sogenannte Mitteltypen" erklärt Penzel weiter.

Schäfchenzählen hilft jedem beim Einschlafen. Irrtum!

Seit jeher raten Großeltern ihren Enkeln einfach, Schäfchen zu zählen, um besser einzuschlafen. Bei Kindern mag ja dieser Ratschlag tatsächlich zum Einschlafen führen, weil das Zählen sie langweilt oder sogar beruhigt. Bei Erwachsenen hingegen reicht das bloße Zählen meistens nicht aus, um in den Schlaf zu finden. Das hat die Schlafforscherin Allison Harvey herausgefunden. Sie teilte in einer Untersuchung ihre Probanden mit Einschlafstörungen in drei verschiedene Gruppen auf. Die erste sollte sich bildlich eine schöne Situation kurz vor dem Einschlafen vorstellen. Die zweite Gruppe bekam lediglich die Anweisung, sich irgendwie abzulenken. Die Dritte sollte so wie gewöhnlich zu Bett gehen. Aus der zweiten Gruppe gaben zwei Probanden an, gezählt zu haben. Die erste Gruppe schlief nach eigenen Angaben rund 20 Minuten schneller ein als sonst. Bei den beiden anderen Gruppen konnte keine Verbesserungen erkannt werden. Wer weiterhin am Schäfchenzählen festhalten will, weil es ihn beruhigt, der sollte sich in Zukunft die Tiere in einer schönen Umgebung vorstellen.

Durch Schlafentzug kann man sterben. Irrtum!

Am Schlafentzug selbst stirbt kein Mensch. Tatsächlich ist es so, dass ein massiver Schlafentzug zu einer erheblichen Schwächung des körpereigenen Immunsystems führt. Der Körper wird angreifbar und zieht sich diverse Infektionen zu. An diesen Infektionen kann man dann tatsächlich sterben, da das Immunsystem des Körpers nicht mehr genug Kraft hat, den Körper zu heilen. Wenn ein Mensch beispielsweise Fieber hat, dann schläft er ja auch wesentlich mehr als sonst, denn das Immunsystem baut sich im Schlaf auf.

Man kann vorschlafen. Irrtum!

Kein Mensch kann auf Vorrat schlafen, aber jeder kann Schlaf nachholen oder auch einmal eine Nacht durchwachen, wenn er zuvor ausgeschlafen hat. Es gibt einige wenige Menschen, die über ihr individuelles Bedürfnis hinaus schlafen können. Dieser Schlaf besteht dann zum größten Teil aus dem sogenannten Traumschlaf, der nicht sehr erholsam ist, denn das Gehirn arbeitet auf Hochtouren. Das wiederum kann über einen längeren Zeitraum zu Verstimmungen und sogar zu Depressionen führen, die dann wiederum schläfrig machen. Ein Teufelskreis entsteht, aus dem man dann nur schwer wieder herauskommt.

Ist man müde genug, dann kann man auch im Stehen schlafen. Irrtum!

Menschen mit einem sehr großen Schlafdefizit können zwar im Stehen einschlafen, jedoch in den für den Körper so wichtigen und erholsamen Tiefschlaf kommen sie im Stehen auf gar keinen Fall. Im Tiefschlaf nämlich lässt die Muskelspannung so stark nach, dass man nicht mehr stehen kann und schließlich in sich zusammensackt. Das Schlafen im Stehen ist nur ein leichter bzw. oberflächlicher Schlaf.

Ältere Menschen brauchen weniger Schlaf. Irrtum!

Nach der Pubertät wird das Schlafbedürfnis eines Menschen festgelegt. Diese optimale Schlafdauer wird dann ein Leben lang beibehalten. Sie nimmt ab dem 20. Lebensjahr lediglich wenige Minuten ab. Im Alter allerdings verteilen die meisten Menschen ihre Schlafdauer über den Tag hinweg. Das kann vom täglichen Sekunden- oder Minutenschlaf bis hin zum ausgedehnten Mittagsschlaf führen.

Am besten schläft man beim Fernsehen ein. Irrtum!

Viele Menschen schlafen tatsächlich vor dem laufenden Fernseher ganz gut ein. In gemütlicher Atmosphäre auf der bequemen Couch oder im Sessel können sie sich entspannen und sinken so schnell in den Schlaf. Gesund allerdings ist das nicht, da ja die ersten Stunden des Schlafs die wichtigsten sind. Diese jedoch werden meistens durch die Stimmen und das Flackern aus dem Fernsehgerät gestört, so dass man in diesem Zeitraum wieder wach wird - meistens, um dann ins Bett zu wanken. Um einen erholsamen Schlaf zu genießen und Schlafstörungen vorzubeugen, sollte man sich unbedingt ein anderes Einschlafritual zulegen. Fernseher und andere elektrische Geräten gehören übrigens nicht ins Schlafzimmer. Sie stören die Ruhe, die zum Schlafen notwendig ist.

Quelle: n-tv.de>

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n-tv
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26.8.2012: <Wissenschaft: Einfache Dinge lernt der Mensch im Schlaf> - Geruchs- und Hörsinn bleiben wach und können neue Zusammenhänge abspeichern

aus: n-tv online; 26.8.2012;
http://www.n-tv.de/ticker/Wissenschaft/Einfache-Dinge-lernt-der-Mensch-im-Schlaf-article7061936.html

<London (dpa) - Manches lernt der Mensch im Schlaf. Zumindest die Hirnzellen für Geruchs- und Hörsinn bleiben wach genug, um sich zu verschalten. Das berichtet ein Forscherteam um Anat Arzi vom israelischen Weizmann Institute of Science im Fachjournal «Nature Neuroscience».

Dass vorhandenes Wissen sich im Schlaf festigt, ist bekannt. Die Studie von Arzi und seinen Kollegen zeigt jedoch: Während Menschen schlafen, können sie unterbewusst auch völlig neue Informationen abspeichern, wie den Zusammenhang von Tönen und Gerüchen.

In ihrer Studie präsentierten die Forscher schlafenden Menschen verschiedene Klänge in Kombination mit gut duftenden oder unangenehmen Gerüchen - vom verrottenden Fisch bis hin zum Shampoo. Ergebnis: Die Probanden atmeten bei angenehmen Düften tiefer ein. Erstaunlicherweise zogen die Schlafenden nach einiger Zeit die Luft auch dann stärker ein, wenn sie nur die Töne hörten, welche die Forscher ihnen gemeinsam mit angenehmen Gerüchen vorgespielt hatten - obwohl sie in diesem Moment völlig neutrale Luft einatmeten. Und auch im wachen Zustand behielten sie dieses Verhalten bei.

Dabei konnten die Teilnehmer sich nicht bewusst an eine konkrete Verbindung der beiden Sinneswahrnehmungen erinnern. Nach Angaben der Forscher lässt sich dieses Verhalten auf eine geformte Assoziation zurückführen: Die mentale Verbindung von Ton und Geruch entstehe im Schlaf. Faulpelze sollten sich aber nicht zu früh freuen: Die Wissenschaftler halten es für unwahrscheinlich, dass Menschen komplexe Dinge wie Faktenwissen oder neue Fremdsprachen im Schlaf erlernen.

Quelle: n-tv.de, dpa>

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Heute.at online, Logo

1.9.2015: 9 Stunden Schlaf sind optimal - nicht 7 Stunden
Studie enthüllt: Schlaf ist wichtiger als Ernährung und Nichtrauchen

http://www.heute.at/lifestyle/gesundheit/Schlaf-ist-wichtiger-als-Ernaehrung-und-Nichtrauchen;art23696,1205981

<Wie Forscher der University of California herausfanden, ist die positive Bedeutung von Schlaf bisher wohl unterschätzt worden. Die Wissenschafter stellten fest, dass Schlaf der größte Faktor für körperliche Gesundheit ist - noch vor anderen Einflüssen wie Alter, Ernährung, Rauchen oder Stress. 

Besonders drastisch wirkt sich zu wenig Schlaf auf das Risiko aus, eine Erkältung zu bekommen. Wer weniger als sechs Stunden pro Nacht schläft, ist einem vier mal höheren Risiko ausgesetzt krank zu werden, wie Menschen, die mindestens sieben Stunden pro Nacht ruhen. Noch höher ist das Risiko demnach, wenn man weniger als fünf Stunden ruht.

[9 Stunden Schlaf sind optimal - nicht 7 Stunden]

Damit ist auch die weit verbreitete Annahme wiederlegt, dass sieben Stunden Schlaf optimal seien. Die Forscher fanden in Versuchsreihen heraus, dass neun Stunden pro Nacht das Optimum darstellen. Weiters fanden sie heraus, dass Schlaf den bei weitem größten Einfluss auf die körperliche Gesundheit hat.>

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Youtube online, Logo

Wer auf der linken Seite schläft, schläft gesünder

Video von Natürliche Heilmittel: This Is Why You Should Sleep on Your Left Side (4min.30sek.)
https://www.youtube.com/watch?v=UbElZBptFZg



Die Schlafposition kann die Gesundheit beeinflussen. Auf dem Rücken schlafen mit Schlafapnöe oder Asthma kann sehr unangenehm werden mit schwererer Atmung (30sek.). Wer auf der rechten Seite schläft, kann Verdauungsbeschwerden verstärken (33sek.). Wer auf der linken Seite schläft, fördert dagegen die Verdauung (36sek.), die Gesundheit wird sehr gefördert und wirkt sogar lebensrettend (41sek.). In der holistischen Medizin ist die like Seite die kontrollierende, lymphatische Seite (46sek.). Wenn man auf der linken Seite schläft, hat der Körper mehr Zeit, Giftstoffe zu filtern, Lymphflüssigkeit zu filtern und Abfallstoffe durch die Brustkanäle und die Lymphknoten zu filtern (55sek.).

Wer auf der linken Seite schläft, schläft gesünder
6 Gründe, auf der linken Seite zu schlafen


1. stärkt das Lymphsystem (1min.2sek.). Die Ayurveda-Medizin meint, wer auf der linken Seite schläft, lässt die Lymphflüssigkeit besser filtern und die Abfallstoffe besser durch die Lympsknoten filtern (1min.8sek.). Die linke Körperseite ist eben die stärkere, lymphatische Seite (1min.14sek.). Studien fanden heraus, dass das Schlafen auf der linken Seite auch bewirkt, dass mehr Aballstoffe vom Gehirn entfernt werden (1min.18sek.). Schlafen auf der rechten Seite dagegen schwächt die Stärke des lymphatischen Systems (1min.24sek.).

2. Schlafen auf der linken Seite kann die Verdauung stärken (1min.28sek.) wegen der Gravitation (1min.34sek.). Lebensmittelreste gehen dann leichter vom Dünndarm in den unteren Dickdarm über (1min.37sek.). Konkret: Dann wird der Darm beim Aufstehen eher zu Stuhlgang bewegt (1min.41sek.). Schlaf auf der linken Seite lässt den Magen und den Darm in natürlicherweise "hängen", weil der Magen links liegt, und die Leber rechts liegt (1min.49sek.). Der Pankreas kann dadurch mehr Enzyme bilden und so die Verdauung unterstützen (1min.54sek.).

3. Schlafen auf der linken Seite ist gut für das Herz (1min.58sek.). Ärzte raten Schwangern ebenfalls, auf der linken Seite zu schlafen, um den Blutkreislauf zum Herz in zu stärken (2min.3sek.). Auch ohne Schwangerschaft gilt: Wenn man auf der linken Seite schläft, nimmt das dem Herz etwas Gewicht weg (2min.9sek.). Die Gravitation unterstützt dann die Entwässerung durch die Lymphe zum Herz zu (2min.12sek.), und unterstützt den Blutkreislauf durch die Aorta vom Herz weg (2min.14sek.).

4. Auf der linken Seite zu schlafen ist für Schwanger ideal (2min.17sek.). So wird der Kreislauf gefördert, die Gebärmutter liegt nicht auf der Leber (2min.26sek.), die Blutzufuhr zur Gebärmutter, zu den Nieren und zum Fötus  wird gestärkt (2min.32sek.). Aus diesen Gründen empfehlen Ärzte den Schwangeren, so viel wie möglich auf der linken Seite zu schlafen (2min.38sek.).

5. Schlafen auf der linken Seite kann Magenbrennen reduzieren (2min.41sek.). Die Zeitschrift "Clinical Gastroenterology" meldete in einer Studie, dass der Schlaf auf der linken Seite saures Aufstossen vermindert (2min.49sek.), weil der Magen auf der linken Seite liegt (2min.52sek.). Schlafen auf der rechten Seite kann saures Aufstossen verschlimmern (2min.54sek.). Wer nach einer Mahlzeit saures Aufstossen verspürt, kann sich 10 Minuten auf der linken Seite hinlegen und weg ist es (3min.1sek.).

6. Schlafen auf der linken Seite kann chronische Rückenschmerzen lindern (3min.7sek.), so dass dar Rückgrat entlastet wird (3min.14sek.) und man besser durchschlafen kann (3min.19sek.). Man beginnt einfach mit Schlafen auf der linken Seite, ev. muss man sich umgewöhnen (3min.26sek.).

Tricks
Man kann sich hinter den Rücken ein langes Kissen legen, so dass man sich nicht umwälzt (3min.41sek.). Statt sich rechts hinzulegen, kann man die Schlafrichtung ändern (3min.46sek.). Man kann auf der rechten Seite auch ein kleines Licht anbringen, und dann wird man automatisch dort schlafen wollen, wo kein Licht ist: auf der linken Seite (3min.59sek.). All dies gilt nicht für Menschen mit Herzbeschwerden, Schlafapnöe, Glaukom und Karpaltunnelsyndrom, die auf der linken Seite nicht besser schlafen (4min.18sek.).


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