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Merkblatt: Krebs: Brustkrebs

Schmerzmittel erhöhen Brustkrebsrisiko (Ibuprofen oder Aspirin) -- Brustkrebsvorsorge mit Magnetresonanztherapie MRT ist sehr effektiv, Mammographie nicht -- Gen begünstigt Brustkrebs und Eierstockkrebs -- Brustkrebs beim Mann - Abtasten und Knoten finden -- Brustkrebs ist zu 5% genetisch bedingt -- Brustkrebsvorsorge: Der Tumor ist so gross wie ein Stecknadelkopf - grosse Heilungschancen, wenn noch keine Metastasen vorhanden sind -- Bluttest kann Brustkrebs bis 11 Jahre vorhersagen -- Nachtschichten bei Frauen erhöhen das Risiko für Brustkrebs - weil der Hormonhaushalt erheblich gestört wird --

Meldungen,

präsentiert von Michael Palomino

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12.6.2005: <Schmerzmittel erhöhen Brustkrebsrisiko> - Man / frau hüte sich vor Dauereinnahmen von Ibuprofen oder Aspirin


ARD Logo

aus: ARD-Text, 12.6.2005, Tafel 529

<Die langfristige tägliche Einnahme so genannter nichtsteroidaler Entzündungshemmer (NSAID) erhöht das Brustkrebsrisiko.

Die Gefahr für die Entstehung vor allem so genannter nicht lokalisierter Mammakarzinome steigt laut einer amerikanischer Studie durch den täglichen Konsum von Ibuprofen.

Ibuprophen
                        provoziert bei längerer Einnahme Krebs (nicht
                        lokalisierte Mammakarzinome) Ibuprophen provoziert bei längerer Einnahme Krebs (nicht lokalisierte Mammakarzinome)

Die dauerhafte tägliche Einnahme von Aspirin dagegen vergrössert die Wahrscheinlichkeit für so genannten rezeptor-negativen Brustkrebs.

Aspirin provoziert bei längerer Einnahme
                        rezeptor-negativen Brustkrebs Aspirin provoziert bei längerer Einnahme rezeptor-negativen Brustkrebs

Ein nur gelegentlicher Gebrauch solcher Medikamente ist demnach nicht mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko verbunden.> -----

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Spiegel
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26.2.2010: Brustkrebsvorsorge mit Magnetresonanztherapie MRT ist sehr effektiv, Mammographie nicht

aus: Spiegel online: Brustkrebsvorsorge: Mediziner fordern Kernspin statt Mammografie; 26.2.2010;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,680379,00.html

<Brustkrebsvorsorge: "Die Leitlinien wurden ohne konkrete Beweislage aufgestellt"

Die Brustkrebsvorsorge kämpft mit Problemen: Seit der Einführung des staatlichen Früherkennungsprogramms mehren sich die kritischen Stimmen, die am Nutzen des Massenscreenings zweifeln. Eine Studie belegt jetzt zudem, dass die Kernspin-Tomografie der Mammografie weitaus überlegen ist.

Die Früherkennung von Brustkrebs sollte nach Ärzteansicht geändert werden. Statt einer Mammografie sollten Mediziner viel häufiger als bisher die sogenannte Magnetresonanztomografie (MRT), auch Kernspin-Tomografie genannt, einsetzen. Zu diesem Schluss kommen Christiane Kuhl und ihre Kollegen von der Radiologischen Universitätsklinik Bonn in einer neuen Studie, die im "Journal of Clinical Oncology" veröffentlicht wurde. Demnach hatten die Forscher mit Hilfe der MRT wesentlich mehr Tumore korrekt erkannt als mit Mammografie oder Ultraschall.

687 Frauen mit genetisch bedingtem erhöhtem Brustkrebsrisiko nahmen an der Studie teil. Über fünf Jahre wurden sie jährlich mittels MRT, Mammografie und Ultraschall untersucht. Bei 27 von ihnen fanden die Mediziner in diesem Zeitraum Brustkrebs oder Vorstufen davon. Die MRT-Untersuchung erkannte 25 Erkrankungen - ein Anteil von 93 Prozent. Der Ultraschall kam nur auf 37 Prozent und die Mammografie auf 33 Prozent. Die Wissenschaftler schließen daraus, dass zukünftig auch Frauen mit nur mäßig erhöhtem Risiko eine MRT zur Früherkennung angeboten werden sollte.

Auch die Kombination von MRT und Mammografie brachte keine signifikante Verbesserung der Erkennungsrate. Die Studie zeige, dass bei einer MRT-Früherkennung die Entdeckungsrate von Brustkrebs oder Brustkrebs-Vorstufen durch eine Mammografie oder Sonografie nicht zu verbessern sei. Kuhl und ihre Kollegen schließen daraus, dass MRT allein zur Früherkennung ausreichend ist.

Leitlinien in Frage gestellt

Damit stellen die Forscher die geltenden Leitlinien zur Früherkennung in Frage. Diese empfehlen, dass die rund 450 Euro teure MRT ausschließlich zusätzlich zu Mammografie und Sonografie eingesetzt wird. Insbesondere die Mammografie, die rund 110 Euro kostet, gilt bisher als unverzichtbar. Und bei Risikopatientinnen soll eine Untersuchung jährlich erfolgen - schon in jungen Jahren.

Für Christiane Kuhl ist angesichts der Strahlenbelastung diese Leitlinie nicht mehr haltbar: "Wir haben starke Hinweise darauf, dass Frauen mit dem Brustkrebs-Gen eine höhere Anfälligkeit für Röntgenstrahlung haben." Somit bestehe das Risiko, dass erst durch die vielen Röntgenuntersuchungen ein Brustkrebs bei diesen Frauen ausgelöst werde, sagt Kuhl SPIEGEL ONLINE. Gerade bei jungen Frauen mit sehr hohen genetischem Risiko sei daher das Verhältnis von Nutzen und Risiko einer Mammografie immer schon fraglich gewesen.

Bereits in früheren Studien hatte Kuhl die Überlegenheit der Kernspintomografie gegenüber der Mammografie belegt. Der Nutzen der Mammografie hingegen wird schon seit langem kritisch diskutiert. Trotzdem ist sie die übliche Früherkennungsmethode bei Brustkrebs. "Die bisherigen Leitlinien wurden damals ohne konkrete Beweislage aufgestellt", sagt Kuhl. "Nun haben wir Beweise, aber es passiert einfach nichts." Weil die Krankenkassen kein Geld hätten, um die MRT-Untersuchungen zu finanzieren, fordere man immer mehr Beweise, beklagt Kuhl. "Bis die Sache im Sande verläuft. Da sollte man dann lieber ehrlich sagen: Wir hätten die medizinischen Möglichkeiten - aber wir können sie nicht finanzieren."

lub/dpa>


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Stern online,
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19.4.2010: Gen begünstigt Brustkrebs und Eierstockkrebs

aus: Brustkrebs und Eierstockkrebs: Neu entdecktes Gen erhöht Risiko deutlich; 19.4.2010;
http://www.stern.de/gesundheit/brustkrebs-und-eierstockkrebs-neu-entdecktes-gen-erhoeht-risiko-deutlich-1559160.html

<In manchen Familien erkranken auffällig viele Frauen an Brustkrebs. Mediziner suchen daher nach Risiko-Genen. Jetzt ist ein deutsches Forscherteam fündig geworden. Die Entdeckung könnte gerade den betroffenen Familien nutzen.

Circa 57.000 Frauen erhalten in Deutschland pro Jahr die Diagnose Brustkrebs. Einige von ihnen haben schon beinahe damit gerechnet, weil Großmutter, Mutter, Schwestern oder Tanten erkrankt waren. Bei ihnen hat eine Mutation, eine vererbte Genveränderung, die Krebsgefahr deutlich erhöht. Bereits vor 15 Jahren haben Forscher zwei Risiko-Gene für die Tumorerkrankungen entdeckt: BRCA1 und BRCA2. Steckt in einem dieser Gene ein Fehler, liegt das Risiko der Frau, in ihrem Leben am Brustkrebs zu erkranken bei 60 bis 80 Prozent. Doch Veränderungen in BRCA1 oder 2 finden sich nicht in allen Familien, in denen Brustkrebs besonders häufig auftaucht. Es müsste also noch andere Hochrisiko-Gene geben, haben Forscher weltweit angenommen. Nur konnten sie jahrelang keines finden.
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Jetzt meldet eine deutsche Wissenschaftlergruppe im Fachmagazin "Nature Genetics", dass sie ein weiteres Gen entdeckt hat - dank verbesserter Forschungsmethoden: "RAD51C" steigert nicht nur das Risiko für Brustkrebs deutlich, sondern auch das für Eierstockkrebs. Insgesamt untersuchten die Forscher das Erbgut von Frauen aus 1100 Risikofamilien, bei 480 davon waren mehrere Fälle von Brust- und Eierstocktumoren bekannt. Nur in diesen Familien fanden sich Frauen mit Mutationen im "RAD51C"-Gen. Ihr Brustkrebsrisiko soll ebenfalls bei 60 bis 80 Prozent liegen, das für Eierstockkrebs bei 20 bis 40 Prozent. Im Vergleich zu den schon bekannten Risiko-Genen kommt "RAD51C" jedoch selten vor. "Schätzungsweise fünf, maximal zehn Prozent der Frauen, die an Brustkrebs erkranken, haben eine Veränderung im BRCA1- oder BRCA2-Gen. Mutationen im RAD51C-Gen sind grob geschätzt bei 0,5 Prozent der Patientinnen zu finden", sagt Rita Schmutzler, Leiterin des Schwerpunktes Familiärer Brust- und Eierstockkrebs der Universitäten Köln/Bonn, die an der Studie beteiligt war.

Die Entdeckung stütze die Hypothese, dass verschiedene seltene Gendefekte erblichen Brust- und Eierstockkrebs auslösen, sagt Alfons Meindl, Leiter der Abteilung für gynäkologische Tumorgenetik am Klinikum rechts der Isar in München, der die molekulargenetischen Untersuchungen der Studie geleitet hat. Es sei auch eine wichtige Grundlage für die weitere Suche nach solchen Genen. "Denn bisher können durch die nun bekannten Risikogene nur 60 Prozent der Hochrisikofamilien erklärt werden."
Wie die Entdeckung Frauen helfen kann

Für Frauen aus Risikofamilien ist ein "RAD51C"-Test sinnvoll: Bei manchen wird keine gefährliche Mutation vorliegen. Ihr Risiko, an Krebs zu erkranken, ist also nicht erhöht - eine beruhigende Nachricht. "Den anderen Frauen können wir eine intensive Früherkennung anbieten und sie über prophylaktische Operationen beraten", sagt Schmutzler.

Ob sie ihre Brustdrüse vorsorglich operieren lasse, müsse jede Frau selbst entscheiden. "Wir empfehlen Risikopatientinnen aber, die Eierstöcke entfernen zu lassen. Zum einen bricht dieser Krebs in der Regel später aus, der Eingriff kann also stattfinden, wenn die Familienplanung schon abgeschlossen ist und die Wechseljahre kurz bevorstehen. Zum anderen existiert keine zuverlässige Früherkennungsmethode für Eierstockkrebs", erklärt Rita Schmutzler. Diese Krebsform ist deutlich seltener als Brustkrebs - in Deutschland erkranken im Jahr 9700 Frauen. Allerdings ist die Prognose schlechter: Nur knapp jede zweite Frau ist fünf Jahre, nachdem sie die Diagnose Eierstockkrebs erhalten hat, noch am Leben. Im Falle von Brustkrebs sind es immerhin 81 Prozent.

Frauen, die nicht aus Risikofamilien stammen, sollten sich allerdings nicht um den Zustand ihres "RAD51C"-Gens sorgen. "Auf keinen Fall sollten alle Frauen präventiv ihre Risiko-Gene checken lassen. Das ist nur sinnvoll, wenn durch die familiäre Geschichte ein klarer Verdacht vorliegt", sagt Schmutzler. Schließlich soll das neu entdeckte Gen nicht für mehr Unsicherheit sorgen, sondern gezielt helfen, einigen Frauen eine bessere Vorsorge und Behandlung zu ermöglichen.

Nina Bublitz>

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n-tv online,
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3.9.2010: Brustkrebs beim Mann - Abtasten und Knoten finden

aus: n-tv online: Brustkrebs beim Mann: "Eine eigenständige Erkrankung"; 3.9.2010;
http://www.n-tv.de/wissen/Eine-eigenstaendige-Erkrankung-article1411451.html

Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen, kommt aber auch bei Männern vor. n-tv.de spricht mit Brigitte Overbeck-Schulte, Bundesvorsitzende der Frauenselbsthilfe nach Krebs, über die Besonderheiten der Krankheit und die Situation der Betroffenen.

n-tv.de: Wenn es um Brustkrebs beim Mann geht, reden wir dann von derselben Krankheit wie Brustkrebs bei Frauen?

Brigitte Overbeck-Schulte: Nein, zwei Experten haben auf unserer jüngsten Bundestagung eindeutig festgestellt, dass Brustkrebs beim Mann eine eigenständige Krankheit ist. Das lässt sich an verschiedenen Merkmalen festmachen. So wurden bei Gen-Analysen über 1000 Unterschiede gegenüber dem Brustkrebs der Frauen entdeckt. Das Tragische an der Geschichte ist, dass es bisher kaum wissenschaftliche Untersuchungen zu diesem Thema gibt und Männer meistens genauso therapiert werden wie erkrankte Frauen.

Woran liegt das?

Die Patientengruppe der Männer mit Brustkrebs ist relativ klein. Jährlich gibt es rund 500 Neuerkrankungen bei Männern. Um das ins Verhältnis zu setzen: Auf 100 Frauen, bei denen Brustkrebs diagnostiziert wird, kommt ein Mann. Brustkrebs ist also insgesamt eine sehr häufige Krankheit, aber Männer erkranken eher selten daran. Wegen der kleinen Patientengruppe ist wiederum das Forschungsinteresse der Pharmaindustrie gering.

Prinzipiell sind die Heilungschancen einer Brustkrebserkrankung beim Mann nicht schlechter als bei Frauen. Und doch ist die Sterberate bei Männern in den vergangenen 25 Jahren im Gegensatz zu der bei Frauen nicht gesunken. Das liegt unter anderem daran, dass Brustkrebs bei Männern häufig zu spät entdeckt wird. Und das müsste eigentlich nicht sein, denn Verhärtungen oder Knoten lassen sich beim Mann viel besser ertasten als bei Frauen. Das Problem ist aber, dass Männer gar kein Bewusstsein für eine Selbstuntersuchung ihrer Brüste haben. Zu den Risikogruppen gehören Männer, in deren Familien häufig Brustkrebs vorgekommen ist. Wenn also die Mutter, Schwester oder Tante vor allem in jungen Jahren an Brustkrebs erkrankt ist, sollten auch die männlichen Mitglieder der Familie regelmäßig ihre Brüste abtasten.

Auf was sollten Männer bei solch einer Selbstuntersuchung denn besonders achten?

Wenn sie Verhärtungen oder Knoten ertasten oder aber auch, wenn aus der Brustwarze Flüssigkeit austritt, dann kann das ein Hinweis auf Brustkrebs sein. In solchen Fällen sollten Männer zuerst zu ihrem Hausarzt gehen. Das Problem ist jedoch, dass auch viele Hausärzte nicht auf die Idee kommen, dass es sich um Brustkrebs handeln könnte und ihre Patienten ohne eine klärende Diagnostik einfach wieder nach Hause schicken.

Wie sieht denn eine gute Diagnostik aus?

Hausärzte sollten ihre Patienten zum Gynäkologen oder direkt zu einem Radiologen überweisen. Eine Untersuchung per Mammographie ist beim Mann aufgrund des fehlenden Drüsengewebes nicht möglich. Radiologen versuchen daher mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung zu einer klaren Diagnose zu kommen. Sollte der Befund auffällig sein, wird zur Abklärung eine Biopsie, also Gewebeentnahme, durchgeführt.

Leiden Männer anders als Frauen an der Diagnose Brustkrebs?

Die rosa Schleife ist ein internationales Symbol, das auf die Problematik der Brustkrebserkrankung hinweisen will.

Ja und nein. Wenn die Diagnose "Krebs" lautet, ist das für die meisten Menschen ein Schock. Angesichts der Bedrohung des eigenen Lebens stellt sich bei vielen ein Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit. Bei Brustkrebs kommt bei vielen Frauen als psychisch sehr belastend der Verlust der Brust hinzu. Männer dagegen leiden psychisch sehr darunter, dass sie an einer typischen Frauenkrankheit erkrankt sind. Es löst Scham und Unbehagen in ihnen aus. Sie müssen sich vom Frauenarzt untersuchen lassen und werden mit Hormonen behandelt, die oftmals massive Nebenwirkungen wie die Einschränkung ihrer Potenz oder Stimmungsschwankungen haben. Sehr belastend ist außerdem, dass Brustkrebs beim Mann zu ungefähr 80 Prozent eine Erbkrankheit ist. Das bedeutet, die Männer haben große Angst um die Gesundheit ihrer Kinder.

Was können Männer mit der Diagnose Brustkrebs für ihre Psyche tun?

Brigitte Overbeck-Schulte ist die Bundesvorsitzende des Vereins Frauenselbsthilfe nach Krebs.

Das größte Problem scheint zu sein, dass es bisher kaum Austauschmöglichkeiten für diese Männer gegeben hat. Aus diesem Grund haben wir als größte deutsche Krebs-Selbsthilfeorganisation das Netzwerk Männer mit Brustkrebs ins Leben gerufen. Bisher haben sich 26 betroffene Männer gemeldet, die an diesem Projekt mitarbeiten wollen. Auf unserer Bundestagung am letzten Augustwochenende in Magdeburg haben diese Männer ein Konzept erarbeitet, wie das Netzwerk organisiert sein soll und wie sie als Ansprechpartner bundesweit fungieren können. Acht Männer haben sich direkt bereit erklärt, als telefonische Ansprechpartner zu Verfügung zu stehen. Diese sollen vor allem auch regional-spezifische Informationen weitergeben können.

Es geht also um den Austausch von Mann zu Mann?

Genau! Das Netzwerk soll helfen, Betroffene zusammenzubringen. Es ist gerade für diese Männer wichtig, sich in einer so extremen Lebenssituation auszutauschen. Die Standardtherapie für Männer mit Brustkrebs ist beispielsweise nicht durch Studien abgesichert. Das heißt, sowohl Patienten als auch Ärzte tappen im Dunkeln, zum einen was die Auswahl der Medikamente angeht, zum anderen bei der Dauer der Behandlung. Hier gibt es noch große Lücken in der Forschung. Das schürt die Unsicherheit der Betroffenen zusätzlich. Gerade deshalb ist es so wichtig, dass Männer mit Brustkrebs in den Informationsaustausch mit anderen Betroffenen treten können.

Mit Brigitte Overbeck-Schulte sprach Jana Zeh>


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Basler Zeitung
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16.10.2010: Brustkrebs ist zu 5% genetisch bedingt mit Hochrisikogenen BRCA1 und BRCA2 - Brustamputation ist in Brustkrebs-Familien sinnvoll - Eierstockentfernung ab 40 ist ein Schutz gegen Eierstockkrebs und Brustkrebs

Spezielle Genkombinationen begünstigen Brustkrebs bei Frauen. Brustentfernungen und Eierstockentfernungen lassen die Brustkrebsraten sinken. Nun, die Vorsorge gegen Krebs mit der Blutgruppenernährung und mit der Blutgruppenmedizin von Dr. D'Adamo wird im Artikel nicht erwähnt. Das ist traurig, denn mit Blutgruppenernährung müsste keine Frau sich eine Brust amputieren oder einen Eierstock herausnehmen lassen. Ah, und die Krankenkasse bezahlt natürlich die Brustamputatio und die Eierstockoperation, und die Naturmedizin wird nur durch eine Zusatzleistung abgedeckt. Aber lesen Sie selbst, wie der Wahnsinn in der "Schulmedizin" funktioniert:

aus: Basler Zeitung online: Ein radikaler Schnitt; 16.10.2010;
http://bazonline.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Ein-radikaler-Schnitt-/story/28476520
<Von Anke Brodmerkel.

Zwei Fehler im Erbgut erhöhen das Brustkrebsrisiko drastisch. In diesem Fall beugt die Entfernung der Brüste einer Erkrankung am besten vor.

Brustkrebs-Gene: Verlorene Schutzfunktion

In der Schweiz erkranken jedes Jahr mehr als 5000 Frauen an Brustkrebs. Bei etwa jeder zwanzigsten Patientin ist der Tumor Folge einer Mutation in einem der beiden Hochrisikogene BRCA1 und BRCA2. Die Abkürzung BRCA steht für die englische Krankheitsbezeichnung Breast Cancer.

Entdeckt wurden die Gene in den Jahren 1994 und 1995. Von BRCA1 weiss man, dass es in seiner funktionsfähigen Variante Schäden am Erbmaterial in den Zellen des Brust- und Eierstockgewebes repariert. Falls in einer Zelle ein irreversibler Erbgutschaden vorliegt, löst BRCA2 den Tod dieser Zelle aus. So wird verhindert, dass sich gesunde Zellen in Krebszellen verwandeln. Sind die beiden Gene verändert, können sie ihre Schutzfunktion nicht mehr ausreichend wahrnehmen.

Während in der Allgemeinbevölkerung etwa 10 Prozent aller Frauen im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs erkranken, sind es unter den Trägerinnen der Hochrisikogene rund 70 Prozent. In den betroffenen Familien tritt der Krebs in nahezu jeder Generation und oft schon in jungen Jahren auf. Häufig endet er tödlich.

Frauen mit einem hohen familiären Risiko sollten sich deshalb in einem der zehn genetischen Zentren der Schweiz (Adressen unter http://sakk.ch/de/download/183) oder in einem zertifizierten Brustzentrum beraten lassen und regelmässig zur Früherkennung gehen. Diese beinhaltet, anders als bei Frauen ohne erhöhtes Brustkrebsrisiko, neben der Mammografie auch regelmässige Ultraschall- und Kernspinuntersuchungen. Die Kosten dafür übernehmen die Krankenkassen

[In Brustkrebsfamilien dem Brustkrebs durch Brustamputation vorbeugen: Der Fall von Evelyn Heeg]

Evelyn Heeg war erst dreissig Jahre alt, als sie eine der vielleicht schwierigsten Entscheidungen ihres Lebens traf. Völlig gesund beschloss die glücklich verheiratete Lehrerin aus dem deutschen Freiburg, sich beide Brüste entfernen zu lassen. So wollte sie dem Brustkrebs entgehen, an dem sie sehr wahrscheinlich eines Tages erkranken würde.

Ihre Mutter, zwei Tanten und eine Grosstante waren bereits in jungen Jahren an Brustkrebs verstorben. Und nach einem Gentest erfuhr Evelyn Heeg, dass sie das Schicksal ihrer weiblichen Verwandten vermutlich teilen würde – falls sie sich nicht zu dem radikalen Schritt einer Brustentfernung entschied. An einem Morgen im November 2005 liess die junge Frau die Operation in einer Münchner Klinik vornehmen.

Keine Zahlen für die Schweiz

Während in den USA und in einigen Ländern Europas ein solches Vorgehen üblich ist bei Frauen mit erblichem Brustkrebsrisiko, ist der Eingriff in Deutschland und in der Schweiz nicht unumstritten. Viele Mediziner hierzulande sind der Ansicht, dass eine regelmässige Früherkennung – die bei Risikopatientinnen pro Jahr eine Mammografie, eine Kernspin- und zwei Ultraschalluntersuchungen umfasst – ähnlich gute Ergebnisse liefert. Anders ausgedrückt: Frauen, die sich vorbeugend die Brust abnehmen lassen, leben nicht unbedingt länger als solche, die regelmässig zur Vorsorge gehen. «Offizielle Zahlen über präventive Mastektomien in der Schweiz gibt es aber nicht», sagt Susanne Bucher, Leitende Ärztin am Brustzentrum Luzern.

Einen Vorteil hat die Brustentfernung unzweifelhaft: Sie nimmt den Frauen die ständige Angst, dass die nächste Vorsorgeuntersuchung ein auffälliges Ergebnis liefern wird. Und dass der Brustkrebs dann, wie es bei Risikopatientinnen häufig der Fall ist, rasch voranschreitet. Auch eine grosse, kürzlich veröffentlichte Studie zeigt, dass die Entscheidung zu einer vorbeugenden Mastektomie sinnvoll sein kann («Journal of the American Medical Association», Bd. 304, S. 967).

Risiko bedeutend geringer

Das Team um Susan Domchek von der School of Medicine an der University of Pennsylvania hatte für seine Untersuchung 2482 Frauen aus Europa und Nordamerika rekrutiert, die alle ein genetisch bedingtes Brustkrebsrisiko aufwiesen. Bei ihnen war entweder, so wie bei Evelyn Heeg, das BRCA1-Gen oder das BRCA2-Gen verändert. Beide Erbanlagen unterdrücken in ihrer ursprünglichen Variante die Entstehung von Tumoren in der Brust und in den Eierstöcken (siehe Artikel rechts).

Frauen, die eine Mutation in einem der beiden Gene aufweisen, erkranken hingegen mit einer Wahrscheinlichkeit von 56 bis 84 Prozent bis zu ihrem siebzigsten Lebensjahr – oft schon viel früher – an einer aggressiven Form von Brustkrebs. Auch das Risiko für Eierstockkrebs ist bei Trägerinnen der Risikogene stark erhöht.

Risiko sinkt auf ein bis drei Prozent

Um der drohenden Gefahr zu entgehen, hatten sich 247 der Studienteilnehmerinnen zu einer vorbeugenden Brustentfernung entschieden. Sie alle wurden nach der Operation über mindestens drei Jahre hinweg beobachtet. Wie sich herausstellte, erkrankte keine von ihnen während dieser Zeit an Brustkrebs. «Im Gegensatz dazu wurde im gleichen Zeitraum bei sieben Prozent der Frauen, die auf die Mastektomie verzichtet hatten, ein Tumor in der Brust diagnostiziert», schreiben Domchek und ihre Kollegen.

Die Wissenschaftler bestätigen damit die Ergebnisse kleinerer Studien, denen zufolge das Brustkrebsrisiko nach einer Entfernung der Brüste nur noch bei etwa ein bis drei Prozent liegt. Vollständig eliminieren lässt sich die Gefahr auch durch die Operation nicht, weil nie alle Zellen des Brustgewebes entfernt werden können.

Hilft auch bei Eierstockkrebs

Das Team um Domchek untersuchte auch, wie sich eine vorbeugende Entfernung der Eierstöcke und der Eileiter, Salpingo-Oophorektomie genannt, auf das Risiko von Eierstockkrebs auswirkt. «Da bei dieser Krebsart die Heilungschancen noch geringer sind als beim Brustkrebs und es zudem keine effizienten Methoden der Früherkennung gibt, sind präventive Massnahmen besonders wichtig», sagt Marion Kiechle, die Direktorin der Frauenklinik am Klinikum rechts der Isar der TU München, die zugleich das Interdisziplinäre Brustzentrum Münchens leitet.

Auch das bestätigt die aktuelle Studie. In einem Zeitraum von sechs Jahren verstarben drei Prozent der Probandinnen, die sich keiner Operation unterzogen hatten, an Eierstockkrebs. Bei den 939 Teilnehmerinnen, die sich die Eierstöcke und Eileiter hatten entfernen lassen, waren es nur 0,4 Prozent.

Für den Laien überraschend wirkte sich die Entfernung der Eierstöcke auch auf die Brustkrebssterblichkeit aus: Während innerhalb der sechs Jahre zwei Prozent der Frauen, die sich der Operation unterzogen hatten, an Brustkrebs verstarben, waren es bei den Probandinnen, die ihre Eierstöcke behalten hatten, sechs Prozent.

Zufrieden nach dem Eingriff

«Warum die Entfernung der Eierstöcke das Risiko von Brustkrebs senkt, wissen wir nicht», sagt Kiechle. «Für viele Frauen, die sich vor einer Brustentfernung scheuen und in deren Familie der Brustkrebs noch nicht in ganz jungen Jahren aufgetreten ist, ist eine Salpingo-Oophorektomie mit Anfang vierzig, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist, aber eine sehr gute Option.» Durch den Eingriff seien die Frauen vor Eierstock- und zu einem gewissen Grad vor Brustkrebs geschützt.

Auch Evelyn Heeg denkt darüber nach, sich in einigen Jahren einer Salpingo-Oophorektomie zu unterziehen. Derzeit geniesst sie aber erst einmal ihr Leben. Denn auch mit dem kosmetischen Ergebnis des Eingriffs ist sie sehr zufrieden. Ihre Brust wurde mit Gewebe aus dem Gesäss wieder aufgebaut, viele Nerven haben sich in den vergangenen Jahren regeneriert. Die neuen Brüste sind Teil ihres Körpers geworden.

(Tages-Anzeiger)>


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n-tv online,
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23.2.2012: Brustkrebsvorsorge: Der Tumor ist so gross wie ein Stecknadelkopf - grosse Heilungschancen, wenn noch keine Metastasen vorhanden sind

aus: n-tv online: Kampf gegen Brustkrebs Heilungschancen steigen; 23.2.2012;
http://www.n-tv.de/wissen/Heilungschancen-steigen-article5564701.html <Im Kampf gegen den Brustkrebs zeichnen sich in Deutschland messbare Erfolge ab. Mit Hilfe des Mammografie-Screening-Programms wurden rund doppelt so viele kleine Tumore wie früher aufgespürt - damit ist eine Heilung erkrankter Frauen leichter möglich als früher.

Seit dem Start des Mammografie-Screening-Programms zur besseren Früherkennung im Jahr 2005 entdecken Ärzte rund doppelt so viele kleine Tumore wie früher, heißt es im neuen Bericht der Kooperationsgemeinschaft Mammografie, der beim Deutschen Krebskongress in Berlin vorgestellt wurde. Damit ist eine Heilung erkrankter Frauen leichter möglich als früher. Viele Patientinnen können darüber hinaus ihre Brust behalten, weil Chirurgen nicht mehr so viel Gewebe entfernen müssen. In Zahlen heißt das: Bei 8 von 1000 Frauen wird heute Brustkrebs entdeckt. Vor der Einführung des Screening-Programms waren es 2 bis 3.

"Wir gehen davon aus, dass wir Leben retten können", sagt Karin Bock, Leiterin des Referenzzentrums Mammografie Südwest in Marburg. "Kleine Tumore bieten Chancen auf eine Komplettheilung. Wenn der Krebs schon gestreut hat, können wir das Leben oft nur verlängern."

Jedes Jahr 17.000 Todesfälle

Brustkrebs fordert unter allen bösartigen Tumorarten bei Frauen in Deutschland mit Abstand die meisten Todesopfer. Nach den Zahlen des Robert-Koch-Instituts (RKI) sterben jedes Jahr rund 17.000. Für den Bundestag war dies der Grund, nach dem Vorbild anderer EU-Staaten im Jahr 2002 ein landesweites Screening-Programm anzuschieben. Bis 2009 waren flächendeckend 94 Einheiten aufgebaut.

Das Prinzip ist einfach, aber aufwendig: Alle Frauen im besonders gefährdeten Alter zwischen 50 und 69 Jahren werden alle zwei Jahre zu einer Röntgenuntersuchung zur Früherkennung von Brustkrebs eingeladen. Das sind 10 Millionen Menschen - das Programm kostet rund 155 Millionen Euro pro Jahr. Ob der Aufwand den erhofften Nutzen bringt, wird sich erst ab 2015 wirklich zeigen. Denn nur in einer langen Zeitreihe kann man sehen, ob die Todesfallzahlen sinken. Bisher bleibt die gute Nachricht, dass sie seit 2006 nicht mehr gestiegen sind. Dass die Neuerkrankungszahlen in diesem Zeitraum von rund 57.900 auf 59.500 im Jahr 2010 anwuchsen, ist auch auf das Screening zurückzuführen: Es wird mehr entdeckt.

Kleiner als ein Stecknadelkopf

Der neue Bericht beleuchtet die Jahre 2008 und 2009 und kommt zum selben Ergebnis wie eine erste Studie für 2005 bis 2007: 30 bis 35 Prozent der entdeckten Tumore sind kleiner als ein Stecknadelkopf. Vor dem Screening fielen nur 14 Prozent der Tumore in dieser geringen Größe auf. Mit der Früherkennung ist der Anteil der gefährlichen schon kirschgroßen Tumore, die Metastasen bilden können, dementsprechend gesunken. Statt 40 Prozent sind es nur noch 19 bis 23 Prozent.

Bisher nimmt die Hälfte der angeschriebenen Frauen die Einladung zum Screening an. Auffällig ist der hohe Zuspruch in Ostdeutschland - bis zu 70 Prozent. Ärztin Bock geht davon aus, dass das ein ähnliches Phänomen wie beim Impfen ist: In der DDR zählte Gesundheitsvorsorge zur Pflicht, die Tradition hat sich gehalten. Darüber hinaus sind Screening-Mobile in allen ländlichen Gegenden beliebt - die nächste Frauenarztpraxis ist im Zweifel fern.

Finnland und die Niederlande als Vorbild

Bock hofft, dass sich immer mehr Frauen vom Sinn der Untersuchung überzeugen lassen. In Finnland und den Niederlanden, wo seit den 90er Jahren gescreent wird, kommen bis zu 80 Prozent. Schon heute ist das Screening in Deutschland das am besten angenommene Früherkennungs-Angebot - vor Gebärmutterhals, Darm- und Hautkrebs.

Trotzdem ist es keine Überlebensgarantie. Es gebe Tumore, die wüchsen innerhalb von drei Monaten zur Größe einer Pflaume heran, berichtet Bock. Das passiere vor allem bei jüngeren Frauen und sei bei den Frauen in der Altersgruppe des Screenings seltener - aber eben nicht ausgeschlossen. Der Zwei-Jahres-Abstand zwischen den Reihenuntersuchungen hat sich dennoch bewährt. Bei Folgeuntersuchungen finden die Radiologen immer noch bei fünf bis sechs von 1000 Frauen einen Tumor - gewachsen nach der Erstkontrolle.

Bewährt hat sich auch die fachübergreifende Besprechung jeder einzelnen Brustkrebserkrankung unter Radiologen, Pathologen, Chirurgen und Frauenärzten. Es gibt maßgeschneiderte, individuelle Lösungen für OP und Nachsorge. Nur eines bedrückt Patientinnen nach einer Studie der Deutschen Krebsgesellschaft weiter: Es fehle an psychosozialer Betreuung. Nach der Entlassung aus der Klinik fielen viele Frauen noch immer in ein tiefes Loch.

dpa>

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20 minuten
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3.5.2012: Bluttest kann Brustkrebs bis 11 Jahre vorhersagen

aus: 20 minuten online: Epigenetik: Bluttest kann Brustkrebs vorhersagen; 3.5.2012;
http://www.20min.ch/wissen/gesundheit/story/Bluttest-kann-Brustkrebs-vorhersagen-18987409

<Im Rahmen einer Studie gelang es britischen Forschern, das Brustkrebsrisiko von Frauen einzuschätzen. Dabei konnte der Diagnose um bis zu elf Jahre zuvorgekommen werden.

Weiss man das Brustkrebs-Risiko schon bald anhand eines Bluttests einzuschätzen? Britische Wissenschaftler glauben das Fundament für einen solchen Test gelegt zu haben. Während ihrer Forschungsarbeit stiessen sie auf einen Zusammenhang zwischen einer molekularen Veränderung eines speziellen Gens der weissen Blutkörperchen (Leukozyten) mit dem Namen ATM und der gefürchteten Erkrankung. Im Rahmen einer Untersuchung analysierten die Wissenschaftler Blutproben von 1380 Frauen unterschiedlichen Alters. 640 dieser Frauen erkrankten an Brustkrebs.

Im Fokus der Studie stand die sogenannte Methylierung, ein biochemischer Prozess, während dem Gene an, beziehungsweise ausgeschaltet werden (Epigenetik). Frauen, deren Blut einen besonders hohen Methylierungsanteil des ATM-Gens aufgewiesen hatte, erkrankten doppelt so häufig an Brustkrebs wie die Probandinnen, deren Methylierungs-Level im Vergleich niedrig war.

Vorhersage bis zu elf Jahre vor Diagnose

Anhand des Tests gelang es den Forschern, den Brustkrebs im Durchschnitt drei Jahre vor Diagnosestellung vorauszusagen. In Einzelfällen gelang diese Vorhersage bereits elf Jahre, bevor die Krankheit festgestellt wurde. Besonders zuverlässig funktionierte der Test bei Frauen unter 60 Jahren.

«Wir hoffen, dass wir durch das Verstehen der epigenetischen Mechanismen zukünftig weitere genetische Faktoren finden, die uns Hinweise auf das Erkrankungsrisiko einer Person geben», sagte der Leiter der Studie, James Flanagan vom Imperial College London im Gespräch mit dem britischen Telegraph.

Die Gen-Suche geht weiter

Noch ist der Test, dessen wissenschaftliche Abhandlung im Fachmagazin Cancer Research publiziert wurde, weit von einem flächendeckenden Einsatz in der medizinischen Praxis entfernt. «Bis jetzt sind wir auf Veränderungen in einer kleinen Region eines Gens gestossen, welches mit einem Erkrankungsrisiko für Brustkrebs in Verbindung steht», meint Flanagan.

Der nächste Schritt seiner epigenetischen Forschungsbemühungen sei nun, alle Gene zu finden, die sich für den Erkrankungsprozess verantwortlich zeichnen.

(rre)>

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n-tv online,
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20.6.2012: Nachtschichten bei Frauen erhöhen das Risiko für Brustkrebs - weil der Hormonhaushalt erheblich gestört wird

aus: n-tv online: Brustkrebsrisiko steigt erheblichNachtdienst stört Hormonhaushalt; 20.6.2012;
http://www.n-tv.de/wissen/Nachtdienst-stoert-Hormonhaushalt-article6541736.html

<Nachtschichten sind für viele unangenehm und kräftezehrend. Nun stehen die nächtlichen Dienste auch im Verdacht, krebserregend zu sein. Das Brustkrebsrisiko beispielsweise steigt erheblich an, wenn die Frauen mehr als vier Jahre lang zwischen Tag- und Nachtarbeit wechseln.

Nachtarbeit erhöht bei Frauen laut einer französischen Studie das Brustkrebsrisiko um 30 Prozent. Eine Untersuchung bei Krankenschwestern habe ein deutlich höheres Risiko bei den Frauen gezeigt, die nachts arbeiten, berichtete Pascal Guénel von Forschungszentrum des Inserm- Instituts, der die veröffentlichte Studie leitete. Das gelte vor allem, wenn die Frauen mehr als vier Jahre lang Nachtschichten machten und sich Tag- und Nachtarbeit abwechselten.

Ein sogar um 50 Prozent erhöhtes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, haben Frauen, die mit der Nachtarbeit vor ihrer ersten Schwangerschaft angefangen haben. Bei ihnen seien die Brustdrüsen noch nicht voll differenziert und dadurch anfälliger für Störungen, sagte Guénel, dessen Erkenntnisse im "International Journal of Cancer" veröffentlicht wurden.

Das Krebsforschungszentrum der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte Nachtarbeit bereits 2007 als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft, weil sie den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus durcheinanderbringt. Dadurch wird auch der Hormonkreislauf gestört. Für Brustkrebs ist Nachtarbeit nach Ansicht von Guénel ein ebenso großer Risikofaktor wie eine Hormonbehandlung, eine späte erste Schwangerschaft oder eine genetische Vorbelastung. Für seine Studie verwandte der Wissenschaftler die Daten von 1250 Französinnen, die an Brustkrebs erkrankten und 1350 nicht betroffenen Frauen.

Quelle: n-tv.de, AFP>

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