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Gifte in der Kleidung und in Schuhen

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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20 minuten Logo

Belgien 1.10.2009: <Schwarze BHs können Krebs auslösen: Ungesunde Unterwäsche> [wegen hoher Farbstoffkonzentration]

aus: 20 minuten online; 1.10.2009; http://www.20min.ch/life/lifestyle/story/Ungesunde-Unterwaesche-30239366

<Sex ja, gesund nein. Wegen der hohen Farbstoffkonzentration können schwarze BHs und Unterhosen Krebs verursachen. Besonders bei hoher Tragfrequenz.

Der schwarze BH kann die Gesundheit gefährden.

Bei einer hohen Tragefrequenz können manche BHs krebserregend sein. Das besagt eine Studie des Konsumentenmagazins «Öko-Test» der belgischen Zeitung «Gazet».

Für die Studie wurden 25 schwarze Büstenhalter verschiedener Marken auf die Konzentration der Farbstoffe getestet. Die Verwendung von Farbstoffen in Textilien ist in Europa an strenge Regeln gebunden, da sie ab einem gewissen Mass krebserregend sein können. Acht der getesteten BHs wiesen eine zu hohe Konzentration auf.>

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Welt online, Logo

23.10.2011: Giftige Kleider: "In Textilien sind Giftstoffe erlaubt, die sonst verboten sind" - und in Schuhen auch

Es ist ein Megaskandal. Hier die Zusammenfassung: "Textile Ausrüststoffe" manipulieren die Kleider:
-- von 1600 Farben sind nur 16 unbedenklich
-- für Textilien gibt es kaum Gesetze und kaum Verbote
-- Schwermetalle in der Kleidung sind erlaubt (Cadmium, Arsen, Quecksilber etc.)
-- das Kleiderlabel Oeko-tex zertifiziert Kleidung mit reduziertem Gifteintrag
-- Reissverschlüsse und Knöpfe sondern Blei ab
-- Stoffe setzen Formaldehyd frei (krebserregend), die die Stoffe "knitterfrei" machen
-- Phthalate (beeinträchtigen die Fruchtbarkeit) sind im Kunststoff von T-Shirt-Aufdrucks und wahrscheinlich auch in Verpackungsfolien und in Transportboxen
-- Kleider und Decken mit chemischem Flammschutzmittel
-- Weisstöner ähnlich wie Östrogen
-- um die Chemikalienmenge auf das Notwendige zu reduzieren, sollen Kleider vor dem Tragen gewaschen werden
-- unabhängige Studien zur Chemie in den Kleidern gibt es kaum

-- dabei lösen viele Kleiderfarben womöglich Hautallergien aus, Dermatitis etc. [wahrscheinlich auch Heuschnupfen!!!]
-- dabei sind die Farben nicht einmal konstant gemischt, sondern es wird gepanscht, wie es gerade kommt
-- Blei im Benzin ist verboten, im Kostüm und in der Hose ist Blei bis heute erlaubt (Reissverschluss)
-- Tributylzinn (giftig) ist als Schiffsanstrich verboten, in der Kleidung erlaubt
-- Pentachlorphenol im Holzschutzmittel ist verboten, in der Kleidung nicht

-- und dieselbe Praxis mit Giften gilt auch für Schuhe: Es ist alles erlaubt...

aus: Welt online: Giftstoffe im Stoff: Gefährlicher Chemikalien-Cocktail in Textilien; 23.10.2011;
http://www.welt.de/gesundheit/article13673320/Gefaehrlicher-Chemikalien-Cocktail-in-Textilien.html

Der Artikel:

<Autor: Susanne Donner

Toxisch, fruchtschädigend, krebserregend: Einzelne Kleidungsstücke enthalten oft Hunderte teils giftige Chemikalien. Schwarze Textilien sind besonders belastet.

Wenn das Etikett eines T-Shirts preisgeben müsste, woraus es besteht – so wie eine Tiefkühlpizza oder eine Hautcreme –, dann müsste man wohl einen Extrazettel dazulegen. Denn Kleidung besteht nicht bloß aus Baumwolle oder Polyester. Sie ist vielmehr beladen mit einem Cocktail aus vielen Hundert Chemikalien. Nicht selten machen diese mehr als ein Fünftel des Gewichts von Hose oder Kleid aus.

In einem einzigen schwarzen BH können über 400 Chemikalien stecken.

Es sind Mixturen, die für Ästhetik und Tragekomfort sorgen. So beult der Rock nicht mehr aus, das Hemd fällt immer glatt, der Pullover ist weich. Diese Mixturen lassen das Weiß für lange Zeit strahlen und schützen Synthetikfasern vor der Zerstörung durch Sonnenlicht. Der Mantel bekommt keine Knötchen mehr und Regen perlt einfach ab.

Textile Ausrüststoffe heißen sie in der Sprache der Branchenexperten. Doch auch diese wissen nicht, wie viele davon im Umlauf sind, geschweige denn, wie viele täglich auf die menschliche Haut treffen. Über 6000 Zubereitungen führt der Textilhilfsmittelkatalog, mehr als 4000 Farben stehen im Colourindex.

Eine einzige Farbe besteht aus vielen Dutzend Chemikalien

Um Strumpf oder Nachthemd zu färben, werden noch dazu fast immer verschiedene kommerzielle Farben zusammengerührt. Für Schwarz treffen sich beispielsweise Blau, Orange und Braun. In einem einzigen schwarzen BH identifizierte der Chemiker Michael Braungart und Leiter des Hamburger Umweltinstituts EPEA über 400 Chemikalien.

Es könnte den Bekleideten herzlich egal sein, was in der Mode steckt, wenn die Stoffe harmlos wären. Doch dem ist nicht so. Braungart kämpft seit Jahren für Produkte, die weder Mensch noch Umwelt gefährden und sich schadlos recyceln lassen. Bekleidung erfüllt dieses Leitbild selten, sagt er. Von 1600 kommerziellen Farben sind laut Braungart nur 16 unbedenklich. Die übrigen: toxisch, fruchtschädigend, krebserregend, biologisch nicht abbaubar. Oder aber ihre Giftigkeit ist ungewiss.

Nur geringfügig milder fällt das Urteil des Züricher Beratungsunternehmens Friedlipartner aus: Von 1980 bewerteten Farben sind nur 18 Prozent „mit großer Wahrscheinlichkeit unproblematisch“. Knapp die Hälfte birgt potenzielle Gesundheitsgefahren. Darunter sind vor allem sogenannte Azofarbstoffe, die krebserregende Amine abspalten, und Dispersionsfarbstoffe, beliebt für Polyester.

Bei den übrigen weiß man schlichtweg zu wenig, um ein Risiko auszuschließen. Das ist beunruhigend, denn ein Nanogramm bis ein Mikrogramm Farbe gehen beim Tragen auf jeden Quadratzentimeter Haut über, wenn das Textil fachmännisch gefärbt ist. Wurde in der Produktion geschludert, ist es meist weit mehr.

Nur für wenige Chemikalien gibt es Grenzwerte

„Den Behörden fehlen umfassende Kenntnisse über diese Produkte“, schreibt das Berliner Bundesinstitut für Risikobewertung. Eine Zulassung für Textilien gibt es nicht. Grenzwerte bestehen nur für sehr wenige Chemikalien. Verbote sind die absolute Ausnahme.

Die Organisation Oeko-tex ist eine der wenigen Adressen, die den Markt, der sein Zentrum vor Jahren in ferne Erdteile verlagert hat, zumindest in Teilen durchblickt. „Es ist kompliziert, mit den Produzenten in China, Indien, Bangladesch und Pakistan in Kontakt zu treten“, sagt Geschäftsführer Jean-Pierre Haug.

Seit Beginn der 90er-Jahre vergibt Oeko-tex ein Label, den „Oeko-tex Standard 100“, für umweltfreundlich gefertigte Garne und Bekleidung. Dafür hat die Organisation Kriterien aufgestellt, die über das gesetzliche Mindestmaß hinausgehen. Über 10000 Zertifikate hat sie bis heute weltweit ausgeteilt.

Die Standards können die meisten Anwärter allerdings nicht auf Anhieb einhalten. „Es ist absolut normal, dass sie drei bis vier Mal in der Produktion nachbessern müssen“, sagt Haug. Und das, obwohl sich die Oeko-tex wie alle Zertifizierungssysteme am ökonomisch Machbaren orientiert: Schwermetalle im Textil sind zwar erlaubt. Aber es gelten Grenzwerte für Arsen bis Cadmium und Quecksilber.

Einige Dutzend Farben, die nachweislich krebserregend und allergieauslösend sind, hat Oeko-tex ausgeschlossen, darunter bestimmte Blau- und Orangetöne. Pestizide im Stoff sind zwar nicht tabu, aber limitiert. Bromierte Flammhemmer, die sich in der Umwelt wie im Menschen anreichern, dürfen in Bekleidung gar nicht vorkommen.

Es ist eine lange Liste mit Chemikalien, die Oeko-tex nicht oder nur beschränkt im Stoff haben will. Die Hersteller haben Mühe sie einzuhalten. Klamotten, die zu viel Farbe abgeben, und verbotene Farben sind zwei wichtige Gründe, einem Hersteller das Gütesiegel zu verweigern, sagt Haug.

Reißverschlüsse und Knöpfe sondern Blei ab

Immer wieder sondern Reißverschlüsse und Knöpfe zu viel Blei ab, oder der Stoff setzt zu viel Formaldehyd frei. Formaldehydharze machen Baumwollhemden und Viskosekleider knitterfrei. Bis zu einem Zehntel des Kleidungsgewichts wiegt alleine dieser chemische Bügelersatz.

In kleinen Mengen entweicht ständig Formaldehyd. Diese Chemikalie kann nachweislich Tumore wuchern lassen. Seit Neuestem wird sie verdächtigt, an einer Form von Blutkrebs, der myeloischen Leukämie, beteiligt zu sein. Sie reizt die Augen, Haut und Schleimhäute. Oeko-tex hat deshalb Formaldehyd in Babybekleidung verboten. In den übrigen Textilien gelten strenge Grenzwerte für die Chemikalie.

Ein zunehmendes Problem sind laut Haug Phthalate in der Bekleidung. Einige dieser Weichmacher können die Fruchtbarkeit schädigen. Schon 2007 verbot die Europäische Kommission daher diese Chemikalien in Babybeißringen und Kinderspielzeug. In Textilien sind sie aber weiterhin verbreitet. Sie stecken bekanntermaßen im Kunststoff, der für T-Shirt-Aufdrucke verwendet wird.

Da sie jedoch in weit mehr als bedruckten Bekleidungsstücken auftauchen, vermutet Haug, dass der Weichmacher aus Verpackungsfolien und Transportboxen ausdünstet und in die Bekleidung übergeht. Phthalate verbessern und beschleunigen aber auch den Färbevorgang und könnten so beim Herstellungsprozess in die Wäsche gelangen.

„Sie sind nicht leicht unter Kontrolle zu halten“, kommentiert Haug. Und das, obwohl die Weichmacher bei Oeko-tex längst nicht verboten sind. Die Gütegemeinschaft schreibt für ihre strengste Kategorie, die Babybekleidung, lediglich einen Grenzwert von maximal 0,1 Prozent des Kleidungsgewichtes vor.

Das Berliner Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat sich mit gesundheitlichen Risiken der Textilchemikalien befasst. Der Tenor ist ein anderer als bei Oeko-tex: „Es gab in den letzten Jahren nur wenige erkennbare Probleme“, sagt Toxikologe Thomas Platzek.

In den 70er-Jahren schreckte die Strumpffarbenallergie die Behörden auf, in den 90er-Jahren kehrte sie als Leggingsallergie zurück. Schuld sind vermutlich Farbstoffe. Jetzt sind Leggings wieder in Mode, aber das BfR hört kaum Beschwerden.

Keine Allergien, so die gute Nachricht

Doch was ist mit Langzeitfolgen – dem Beitrag von Textilchemikalien zu Krebs, Unfruchtbarkeit und neurologischen Schäden? Aus Sorge um solche Wirkungen hatte das BfR im Jahr 2007 geraten, Textilien nicht mit Flammschutzmitteln auszurüsten. Denn diese verhindern zwar, dass Stoffe in Brand geraten. Doch das schützende Mittel ist selbst schädlich.

Geschehen ist nach der BfR-Empfehlung aber nichts. Im Gegenteil: Im angelsächsischen Raum müssen Kinder-Nachtwäsche und Bettzeug flammhemmend ausstaffiert sein, sagt Haug. Da der Textilmarkt global ausgerichtet ist, taucht auch in deutschen Kaufhäusern diese chemisch imprägnierte Ware auf.

2007 hatte das Institut auch Bedenken gegenüber Weißtönern, die einige Hundert Chemikalien umfassen. Sie machen Unterwäsche dauerhaft strahlend weiß. Einige Substanzen ähneln aber in der Molekülstruktur dem Östrogen und wirken möglicherweise so wie das weibliche Geschlechtshormon.

Die Behörde wies in diesem Zusammenhang 2007 auf Datenlücken hin: „Ergebnisse, die eine größere Relevanz für die Risikoabschätzung beim Menschen haben, stehen noch aus.“ Und nun, vier Jahre später? Neuere Studien gibt es nicht. Um sich nicht unnötig mit Textilchemikalien zu belasten, empfiehlt Platzek, Bekleidung vor dem ersten Tragen zu waschen.

Unabhängige Studien zur Wirkung von Textilchemikalien sind rar, obwohl wir diese Chemikalien so nah an uns heran lassen wie kaum einen anderen Verbrauchsgegenstand. Der Erlangener Dermatologe Wolfgang Uter stieß nur einmal in das Terrain vor und ließ danach frustriert die Finger davon. Er wollte ermitteln, wie häufig Allergien auf zwei blaue Textilfarbstoffe sind. Von 3041 Patienten mit Dermatitis in deutschen, schweizerischen und österreichischen Hautkliniken reagierten 40 positiv auf einen Mix der Farbstoffe.

In Textilien sind Chemikalien erlaubt, die sonst verboten sind

Doch seine Studienergebnisse ließen sich später nicht reproduzieren. Die Zusammensetzung der Farben schwankte stark. Sie ließen sich nicht in einheitlicher Qualität beschaffen. Das zeugt von einer Produktion ohne Standards – und für Allergiker heißt das: am besten ganz die Finger weg von bunt gefärbter Kleidung. Auch deshalb hat Oeko-tex neuerdings begonnen, Zertifikateinhaber unangekündigt zu kontrollieren. „Es gibt schwarze Schafe, denen wir das Siegel entziehen müssen“, sagt Haug.

Die Europäische Kommission warnt in ihrer Liste der gefährlichen Produkte regelmäßig vor belasteter Kleidung. Denn in Textilien sind viele Chemikalien erlaubt, die in anderen Produkten längst verboten sind. Nur einige Beispiele: Blei verbannte man in den 80er-Jahren aus Benzin. In Kostüm und Hose darf es bis heute sein. Giftiges Tributylzinn ist als Schiffsanstrich tabu, auf der Haut nicht. Krebserregendes Pentachlorphenol ist als Holzschutzmittel nicht mehr zugelassen.

Für Schuhe und Bekleidung gilt indes lediglich ein Grenzwert. Der Einsatz der meisten bedenklichen Stoffe ist nicht geregelt. Somit darf man vermuten, dass diese Beispiele nur der Gipfel eines schmutzigen Wäschebergs ist.>

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n-tv online, Logo

27.10.2011: Schadstoffe in Kindersitzen: Phtalate gegen Fruchtbarkeit, Flammschutzmittel, Organozinn und Formaldehyd - nur "giftig oder krebserregend"

aus: n-tv online: Verkehr: Schadstoffe in Kindersitzen: Waschen hilft nicht; 27.10.2011;
http://www.n-tv.de/ticker/Auto/Schadstoffe-in-Kindersitzen-Waschen-hilft-nicht-article4633496.html

<München (dpa/tmn) - Gesundheitsschädliche Stoffe wie Weichmacher oder Flammschutzmittel lassen sich aus belasteten Kindersitzen nicht entfernen. «Da nützt auch Waschen nichts», sagt ADAC-Sprecher Christian Buric.

Ohnehin rät er davon ab, bei Kindersitzen die Bezüge zu entfernen und zu waschen, da die Sitze dafür teilweise demontiert werden müssen. Wenn anschließend beim Zusammenbau Fehler gemacht werden, verliert ein Sitz unter Umständen seine Schutzwirkung, gibt Buric zu bedenken.

Beim jüngsten Kindersitztest des Automobilclubs und der Stiftung Warentest wurden zwei baugleiche von insgesamt acht Kindersitzen mit «mangelhaft» bewertet, weil die Schadstoffbelastung laut dem ADAC über dem tolerierbaren Grenzwert lag. Bei einem Test im Mai waren in zwei von 28 Kindersitzen zu viele Schadstoffe festgestellt worden.

Für die Schadstoffe im Material gibt es in der Regel keine erkennbaren Anzeichen. «Sie sind nicht durch einen auffälligen Geruch aufspürbar, und belastete Materialien müssen sich auch nicht seltsam anfühlen», erklärt Thomas Unger, Testleiter des ADAC. Hinweise auf gesundheitsschädliche Substanzen können seriöse Produkttests geben, bei denen eine chemische Analyse gemacht wurde.

Beim jüngsten Kindersitztest von ADAC und Stiftung Warentest wurde im Labor unter anderem eine hohe Konzentration von Phtalaten festgestellt. «Das sind Weichmacher, die dafür sorgen sollen, dass Kunststoffe nicht brechen und splittern», erläutert Buric. Laut Testchef Unger können Phtalate die Fruchtbarkeit von Menschen beeinträchtigen und bei Schwangeren fruchtschädigend wirken. Daneben entdeckten die Tester Flammschutzmittel, Organozinn und Formaldehyd. Diese Stoffe gelten als giftig oder krebserregend.

Quelle: n-tv.de / dpa>

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Der Standard online,
                Logo

30.10.2012: <"Erschreckender Chemie-Cocktail" in Outdoor-Jacken> - hormonell wirksame Stoffe, hormonell wirksame NPE, Weichmacher etc. - Wirkung auf Menschen, Abwässer und Gewässer

aus: Der Standard online; 30.10.2012;
http://derstandard.at/1350259649303/Erschreckender-Chemie-Cocktail-in-Outdoor-Jacken

<Laut der Greenpeace-Sprecherin sollte man sich überlegen, ob man eine High-Performance-Jacke überhaupt braucht.

Greenpeace veröffentlicht Untersuchungsdaten zu Chemikalien in regen- und windfester Bekleidung.

Hohe Berge, grüne Täler und Wiesen: Die Marketingstrategie von Outdoor-Bekleidungsherstellern ist klar. Man setzt auf Naturverbundenheit, um Menschen dazu zu bringen, ihre wasser- und windabweisenden Jacken zu kaufen. Dabei sind eben diese Kleidungsstücke nicht so grün wie die Werbung. Ein Greenpeace-Produkttest zeigt, dass die 14 untersuchten Outdoor-Textilien laut Konsumentensprecherin Claudia Sprinz "einen erschreckenden Chemie-Cocktail" enthalten. 

In jedem Produkt wurden laut Greenpeace-Aussendung hormonell wirksame Stoffe nachgewiesen, die auch im Blut von Neugeborenen und in der Muttermilch nachgewiesen werden konnten. Der Test, der von zwei unabhängigen Labors durchgeführt wurde, ergab außerdem eine hohe Konzentration von Nonylphenolethoxilate (NPE) und Weichmachern, sogenannten Phtalaten.

Kinder-Poncho mit hohen Weichmacher-Werten

Der höchste NPE-Gehalt wurde in einer Kinder-Regenjacke von Seven Summits gefunden. NPE werden für Wasch- und Färbeprozesse verwendet. Sie sind langlebig, hormonell wirksam und reichern sich in der Nahrungskette an. Den höchsten Weichmacher-Wert weist im Test ein Kinder-Poncho von Northland auf. Weichmacher können das Hormonsystem stark beeinflussen und zu Unfruchtbarkeit oder Übergewicht führen. Beide Kleidungsstücke wurden in Österreich eingekauft.

Der Kinder-Poncho weist eine Weichmacher-Konzentration von 5700 mg/kg auf. Zum Vergleich: Für Spielzeuge oder Gegenstände, die von Kindern in den Mund
genommen werden können, schreibt die aktuell gültige EU-Spielzeugrichtlinie einen Grenzwert von 1000 mg/kg vor.

Die umwelt- und gesundheitsschädlichen Stoffe landen nicht nur bei der Produktion im Abwasser. Auch durch das Waschen beschichteter Textilien werden diese freigesetzt. Wie hoch die Konzentration der Stoffe dabei ist, wurde bisher nicht untersucht. Als sicher gilt aber, dass die meisten Chemikalien in Kläranlagen nicht abgebaut werden.

Deshalb fordert Sprinz, dass "das chemische Wettrüsten der letzten Jahre bei Outdoor-Bekleidung ein Ende haben" muss. Laut der Konsumentensprecherin braucht es "für einen Spaziergang, eine Wanderung oder für den Spielplatz keine High-Performance-Jacke, mit der man Expeditions-Bergtouren machen kann". Auffällig wurden beim Greenpeace-Test auch Produkte bekannter Outdoor-Marken wie The North Face, Patagonia, Jack Wolfskin, Kaikkialla, Marmot, Mammut und Vaude. (red, derStandard.at, 29.10.2012)

Link zur Studie

"Chemie für jedes Wetter">

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Basler Zeitung online,
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13.2.2013: <Giftstoffe in Kinderregenjacke der Migros>

aus: Basler Zeitung online; 13.2.2013;
http://bazonline.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Giftstoffe-in-Kinderregenjacke-der-Migros/story/12572384

<Greenpeace stellt der Jacke der Migros-Eigenmarke Trevolution ein schlechtes Zeugnis aus. Sie enthält gesundheitsgefährdende Stoffe. Der Grossist nimmt die Jacke aus dem Sortiment.

Migros hat aufgrund eines Schadstoffberichts der Umweltorganisation Greenpeace eine Kinderregenjacke aus dem Sortiment genommen. Dies berichtet heute der «Blick» (Artikel online nicht verfügbar). «Die höchste Schadstoffkonzentration wurde in der Kinderregenjacke der Migros-Marke Trevolution gefunden», schreibt die Organisation in ihrem Bericht.

Die Trevolution-Regenjacke enthielt sowohl hohe Konzentrationen an gesundheitsschädlichen Weichmachern, sogenannten Phthalaten, sowie an Fluortelomeralkoholen (FTOH). Die Konzentration der FTOH sei die höchste, die Greenpeace je in Outdoorkleidern gemessen habe. Getestet wurden laut Greenpeace vier Kleidungsstücke der Eigenmarken der Migros sowie drei der Eigenmarken von Coop. Bei den getesteten Artikeln handelte es sich um drei T-Shirts, eine Jogginghose, eine Bluse, ein Hemd sowie eine Kinderregenjacke.

«Regenjacke entspricht nicht den Qualitätskriterien»

Die Migros betonte gegenüber dem «Blick» zwar, dass die nachgewiesenen Stoffe unter den Grenzwerten lägen. Trotzdem verkauft sie das Kleidungsstück per sofort nicht mehr. «Die Kinderregenjacke entspricht nicht den Migros-Qualitätskriterien», sagte der Detailhändler auf Anfrage. Man habe mit dem Programm Eco bereits 1996 begonnen, schädliche Chemikalien aus der Produktion der Textilien auszuschliessen.

Doch auch die Kleidungsstücke der Coop-Eigenmarken Naturaline, Code of Casual und Nulu schnitten nicht einwandfrei ab. Coop-Sprecher Urs Meier bedauerte die Befunde. Wir unterstützen die Greenpeace-Kampagne und möchten unseren Beitrag leisten, damit die Verwendung von gefährlichen Chemikalien gestoppt wird», sagte er gegenüber der Zeitung. Coop will zudem bis 2020 alle gefährlichen Chemikalien aus der Produktionskette verbannen.

Hormonähnliche Schadstoffe

Fluortelomeralkohole werden zur Kunstfaserbeschichtung verwendet und haben eine wasser- und fettabweisende Wirkung. Bei diesen Kohlenstoff-Fluorverbindungen handelt es sich um die stabilsten überhaupt in der organischen Chemie. Deshalb können sie, wenn sie erst mal in die Umwelt gelangen, kaum mehr abgebaut werden. Auch die sogenannten Phthalate gelten als sehr problematisch, denn sie wirken wie Hormone und können bei Männern zu Unfruchtbarkeit, Übergewicht und Diabetes führen. (heb)>

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n-tv
                    online, Logo

30.4.2013:
Öko-Test: <Hose voll: Kinderjeans strotzen vor Schadstoffen>

aus: n-tv online; 30.4.2013;
http://www.n-tv.de/ratgeber/Kinderjeans-strotzen-vor-Schadstoffen-article10560896.html

<So schlecht waren die Ergebnisse bei einem "Öko-Test Jeans" noch nie.

Jeans sind praktisch, erschwinglich, modisch und robust. Also ideal auch für Kinder - sollte man meinen. Wäre da nicht der hohe Schadstoffgehalt in vielen Hosen, wie Öko-Test unter anderem aufgedeckt hat.

Seit mehr als 50 Jahren sind Jeans nicht mehr aus dem Straßenbild weckzudenken. Die einstige Arbeitshose erfreut sich auch bei Kindern großer Beliebtheit. Und genau wie für Erwachsene gibt es Kinderjeans mit aufwendigen Waschungen, Spezialeffekten und allen erdenklichen Formen und Preisen.

Öko-Test hat in seiner aktuellen Mai-Ausgabe Kinderjeans unter die Lupe genommen. Neben Schadstoffgehalt und Materialeigenschaften der Kleidungsstücke wurden auch die Produktionsbedingungen überprüft. Die Ergebnisse sind ernüchternd bis erschütternd. Von 20 getesteten Hosen ist keine einzige "gut" oder "sehr gut". Vier Hosen schaffen ein "befriedigend" - mehr als die Hälfte der getesteten Jeans fällt mit einem "ungenügend" durch. Am besten schnitten bei der Untersuchung noch Modelle aus Bio-Baumwolle ab.

Demnach enthält mehr als die Hälfte der Jeans problematische Farbstoffbestandteile, was verblüfft, denn eigentlich werden sie mit dem ungefährlichen Farbstoff Indigo gefärbt. Das von Öko-Test mit der Analyse beauftragte Labor habe in vielen Hosen krebsverdächtiges Anilin nachgewiesen. In den Jeans der Anbieter Ernsting's Family, Levi Strauss und Takko wurde sogar ein krebserregendes aromatisches Amin gefunden. Vermutlich wurden diese Stoffe verwendet, um bestimmte Farbeffekte zu erzielen.

Durch die Bank nicht "gut"

Vollkommen ausgeblendet werden beim Kauf auch oft die katastrophalen Bedingungen, unter denen nicht nur Billig-Jeans produziert werden - Stichwort Ausbeutung, Arbeitsbedingungen und Sicherheit der Arbeiterinnen in den Billiglohnländern. Wer immer billiger und schneller produzieren lässt, setzt seine Lieferanten unter enormen Druck und fördert miserable Arbeitsbedingungen. Gefragt sind aber auch die Konsumenten: Wer es immer noch billiger haben will, fördert das Leid all jener, die unter unwürdigen Bedingungen und oft für einen Hungerlohn arbeiten muss.

Öko-Test hat versucht, Licht ins Dunkel zu bringen und zu diesem Zweck die Hersteller mit einem Fragebogen zu sozialer Verantwortung und Produktionsbedingungen für ihre Ware konfrontiert. Dabei fiel die Firma Mexx dadurch auf, dass sie erst gar nicht auf das Anliegen der Tester reagiert hat. Alle anderen haben mehr oder weniger ausführlich geantwortet.

Die Anbieter Bon Prix, Frugi, C&A, Otto, Serendipity und Zara haben die Namen der an der Produktion beteiligten Firmen genannt und Nachweise - etwa Kopien von Rechnungen - geliefert. Besonders vorbildlich: Die Bio-Jeans Anbieter Frugi und Serendipity haben ihre Lieferkette offengelegt und zum Teil durch Zertifikate ihre Kontrollen bestätigt. Beide Marken bekamen für ihre Modelle "Frugi Boys Jeans, Denim Organic Clothing" (39,90 Euro) beziehungsweise " Serendipity Loose Pants, Denim, GOTS" (53,50 Euro) von den Testern das Gesamturteil "befriedigend". Genauso wie die "CFL Basic Jeans, Dark Blue" von Otto 22,99 Euro) und die" Palomino Bootcut Leg Regular Waist Bio-Cotton" von C&A (15,00 Euro).

Die Liste der als "ungenügend" getesteten Modelle ist ungleich länger. Darunter so namhafte Hersteller wie Levis und Esprit (Levi‘s Pant Nos Jael Slim, Indigo für 54,95 und Esprit Jeans Boys, Superdark Denim, 35,95). Aber auch beliebte und preiswertere Firmen wie H&M (Jeans Slim & Denim, 14,95 Euro), Jako-O (Jeans Gummibund Normal, 24,95 Euro) und Zara (Boys Denim Slim, 23,95 Euro) enttäuschen auf der ganzen Linie und erhalten von Öko-Test konsequenterweise ein "ungenügend".

Quelle: n-tv.de , awi>

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14.9.2018: Problematische Gummistiefel mit PAK und giftigen Weichmachern
Testsieger: Kindergummistiefel stark mit Schadstoffen belastet
https://www.srf.ch/sendungen/kassensturz-espresso/kindergummistiefel-stark-mit-schadstoffen-belastet

<Schlechte Nachrichten für den kommenden Herbst: Fast alle Gummistiefel für Kinder sind schadstoffbelastet. Die deutsche Zeitschrift «Öko-Test» hat 16 getestet und nur einem Paar die Note «befriedigend» gegeben.

Sharon de Wolf

Kinder springen und toben gerne in Pfützen und Matsch. Nasse Füsse sind dabei nicht besonders sinnvoll, ziehen sie doch oft erkältete Kinder und rundum gestresste Mütter und Väter nach sich. Umso wichtiger sind also zuverlässige Stiefel für die kalte und nasse Jahreszeit.

Das deutsche Magazin «Öko-Test» hat 16 Paar ungefütterte Gummistiefel für Kinder ins Labor geschickt. Darunter auch Schuhe von bekannten Marken wie Dosenbach, Decathlon, Crocs, H&M, Jako-O, Sterntaler und Reno. Untersucht wurden Grössen von 27 bis 29, die sich für Kindergartenkinder eignen.

Im Fokus der Laborprüfungen:

  • polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
  • giftige Weichmacher in den Kunststoffen

Das beste Urteil im Test: «Befriedigend»

Das Resultat ist wenig erfreulich: «Gute» oder «sehr gute» Gummistiefel gibt es nicht. Als Bestnote vergaben die Tester bei 16 überprüften Paar Stiefeln nur einmal «befriedigend». Ein weiteres Exemplar erhielt noch ein «ausreichend». Den Rest der Produkte beurteilt das Magazin mit «mangelhaft» und «ungenügend».

Hauptschuld am miserablen Gesamtergebnis: In allen Gummistiefeln fand das Labor PAK-Verbindungen. Darunter fast überall Naphthalin. Die Verbindung gilt aufgrund von Tierversuchen als krebsverdächtig für Menschen. In Kinderprodukten werteten die Tester Naphthalin deshalb streng ab.

Auch einige verarbeitete Weichmacher sieht «Öko-Test» kritisch. Sie sollen die eigentlich spröden Kunststoffe flexibel machen. Problematisch seien vor allem sogenannte Phthalate, die wie ein Hormon wirken können und im Verdacht stehen, Organe zu schädigen. Nachweisbar waren sie in zwei Gummistiefelpaaren. In sechs weiteren stecken Ersatzweichmacher, deren Auswirkung auf die Gesundheit bislang nicht genügend erforscht ist.

Die zwei besten im Test

Elefanten Jaloppy Jelly (pink)
Gesamturteil: Befriedigend
Preis: 29.90 Franken *
Bemerkungen: Hergestellt in Italien. Hauptmaterial Kunststoff. Keine Weichmacher, jedoch ist der Naphtalin-Wert erhöht.

Sterntaler Gummistiefel Herzen (rosa)
Gesamturteil: Ausreichend
Preis: 29.95 Franken *
Bemerkung: Hergestellt in China. Hauptmaterial Naturgummi. Keine Weichmacher, jedoch ist der Naphtalin-Wert erhöht. Negativ aufgefallen ist den Testern ebenfalls der optische Aufheller, da dieser die Umwelt stark belastet.

* Günstigster Preis gemäss Internetrecherche vom 11.09.2018.
Quelle: «Öko-Test» Ausgabe Mai 2018. (Der detaillierte Test kann auf oekotest.de, Link öffnet in einem neuen Fenster , Link öffnet in einem neuen Fensterkostenpflichtig heruntergeladen werden.)

Rubrik «Testsieger»

In «Testsieger» informiert «Kassensturz» über Tests von anderen Konsumenten-Magazinen und -Sendungen im In- und Ausland. Hier geht es zu allen Tests.

Was sind die Alternativen?

«Öko-Test» empfiehlt, Gummistiefel nicht jeden Tag zu tragen. Steht dann doch die Bachwanderung mit dem Nachwuchs an, raten die Verbraucherschützer zu zusätzlichen dicken Socken oder Strumpfhosen. Denn die Schadstoffe dürften praktisch nicht durch die Strümpfe und durch die intakte Haut gelangen. Für weniger feuchte Aktivitäten wie Spaziergänge im Regen empfiehlt das Magazin wasserabweisende, feste Schuhe. Sie seien schon deshalb ratsam, weil die Füsse darin weniger schwitzen.>

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