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Merkblatt: Gentechnik mit genmanipulierten Pflanzen - Teil 1

Genmanipulierte Pflanzen

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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  Literaturhinweis mit der Wahrheit über die tödliche Gentechnik bei Pflanzen

-- Richard Rickelmann: Tödliche Ernte. Wie uns das Agrar- und Lebensmittelkartell vergiftet. Ullstein-Verlag
-- F. William Engdahl: Saat der Zerstörung: Die dunkle Seite der Gen-Manipulation; Kopp-Verlag

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Angaben von Dr.Bruker: Gentechnologie birgt Stoffwechselkrankheiten

aus: Dr. med. M.O. Bruker: Unsere Nahrung - unser Schicksal. emu-Verlags-GmbH, 56112 Lahnstein, Deutschland, 1986


Die Gentechnologie ist so unberechenbar wie die Atomtechnologie (S.424). Der Mensch stellt Stoffe her, die die Erde zuvor nie gekannt hat (S.448). Die Interessen der Gentechnologie:
-- Produktionen steigern
-- rationalisieren
-- Herstellerkosten senken durch Verzicht auf Rohstoffe
-- Gewinn erwirtschaften (S.449).

Als Vorwand gilt, die Natur zu "verbessern", z.B. mit der Kreuzung aus Tomate und Kartoffel, der "Tomoffel", der "Anti-Matsch-Tomate", ohne Deklaration (S.450). Die Gentechnikindustrien peilen an, alles zu verändern: Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Kartoffeln, Getreide, Bier etc. Die Folgen sind ungewiss, z.B. erhöhte Toxingehalte in den betroffenen Pflanzen (S.451).

Die Industrie verschweigt Todesfälle, z.B. im Institut Pasteur bei Mitarbeitern, die mit Onkogenen und Gentechniken arbeiteten: Lymphdrüsenkrebs, Leukämie, Hirntumore (S.454). Die alternative Medizin prophezeit Langzeitschäden wegen veränderter Stoffwechsellage, z.B. durch Wachstumshormongene wie schon bei Fischen und bei Hormonrückständen (S.454).

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Argentinien 3.5.2009: Kriminelle Gentechnik-Firma Monsanto rottet Amphibien aus - und begünstigt Dengue-Fieber - Ausweitung des Dengue-Fiebers bis Paraguay, Bolivien und Brasilien

<von Karin Leuthold

In Südamerika wütet die schlimmste Dengue-Fieber-Epidemie seit 2004. Auf der Suche nach dem Ursprung der Seuche machten die Wissenschaftler eine makabre Entdeckung.

Der Norden von Argentinien, Paraguay, Bolivien und Brasilien werden zurzeit von der schlimmsten Dengue-Fieber-Epidemie seit fünf Jahren heimgesucht.

Bislang bestätigten die Behörden etwa 7700 Fälle, die Dunkelziffer wird als sehr hoch eingeschätzt.

Das Denguefieber ist eine Infektionskrankheit, die durch den Stich von der Aedes aegypty, auch Ägyptische Tigermücke oder Denguemücke genannt, übertragen wird. Die Symptome sind einer schweren Grippe ähnlich, können aber auch innere Blutungen umfassen. Deshalb zählt man das Denguefieber zu den hämorrhagischen Fiebern. Hohes Fieber, Schüttelfrost, Erschöpfungszuständen, Kopf-, Glieder-, Gelenk- und Muskelschmerzen, auffällig niedrigem Puls und metallisch bitterem Mundgeschmack sind Merkmale dieses viralen Infekts. Nach dem Fieberabfall kommt es nach vier bis fünf Tagen zu einem erneuten Fieberschub; danach entwickelt sich ein masernähnlicher Hautausschlag mit Lymphknotenanschwellungen.

Bislang gibt es gegen die Erkrankung weder eine Impfung noch eine spezifische antivirale Behandlung.

Die Aedes aegypty gedeiht in stehenden Gewässern, Pfützen, Wasserlachen in Schwimmbecken, Regenwassertonnen, offenen Wasserbehältern und Müllhalden.

Der Norden von Argentinien, Paraguay, Bolivien und Brasilien werden zurzeit von der schlimmsten Dengue-Fieber-Epidemie seit fünf Jahren heimgesucht. Bislang bestätigten die Behörden etwa 7700 Fälle, die Dunkelziffer wird als sehr hoch eingeschätzt. Neun Menschen starben in Argentinien seit Ende März an der Infektionskrankheit, die von der Stechmücke Aedes aegypti übertragen wird.

Monsanto hat die Finger im Spiel

Doch der plötzliche Ausbruch der Seuche kommt nicht von ungefähr: Der argentinische Agronom Alberto Lapolla verband in einer kürzlich veröffentlichten Studie die Dengue-Epidemie mit der Sojaanpflanzung in der Region. Seit Jahren beobachtet er eine Zunahme der gefährlichen Mücken-Art in unüblichen Zonen und zu untypischen Jahreszeiten.

Die Regierung schob die Schuld an der rasanten Verbreitung dieser asiatischen Moskito-Art auf andere: Der Erreger wurde aus Bolivien eingeschleppt – dort hat die Epidemie ihr Epizentrum mit über 6000 bestätigten Krankheitsfällen. Doch bei dieser These zu bleiben wäre etwas naiv.

Lapolla verglich in seiner Studie den geographischen Vormarsch der Dengue-Mücke mit der Ausbreitung der Sojabepflanzung: Die Gebiete überschneiden sich fast metergenau. Die Sojasprossen, die in Argentinien seit 1996 angeplanzt werden, sind genmanipuliert und werden vom US-Bio-Tech-Konzern Monsanto zusammen mit dem dazugehörenden Pestizid «Roundup» verkauft.

Monsanto versprach damals den Landwirten, die genmanipulierte Pflanze sei immun gegen das Pestizid, das hauptsächlich aus Glyphosat besteht. Damit seien ihre Ernten vor Ungeziefer sicher. Denn Glyphosat ist ein derart starkes Gift, dass es alle anderen Pflanzen und mehrere Tierarten vernichtet.

«Das Glyphosat tötet Fische, Frösche und Kröten, d.h. alle natürlichen Fressfeinde der Moskitos, von denen sie sich ernähren», schrieb Lapolla abschliessend in seinem Bericht. In den Flüssen und Seen rund um die Sojaplantagen sind die Amphibien so gut wie ausgerottet – die Dengue-Mücke kann sich dort ungestört vermehren.

Monsanto dank Menem zugelassen

Wie die argentinische Tageszeitung «Página 12» nun herausfand, wurde das Produkt des US-Konzerns Monsanto nur mit Hilfe von Unregelmässigleiten während der zweiten Regierung von Carlos Menem zugelassen: Der damalige Landwirtschaftsminister Felipe Solá unterschrieb am 25. März 1996 eine Verordnung, die den Import der genmanipulierten Sojapflanzen von Monsanto ermöglichte – drei Tage bevor sich die juristische Abteilung des Ministeriums zur Entscheidung äusserte, und ohne jegliche Berücksichtigung von Wissenschaftlern, die vor einem «unbekannten Weg» warnten, «der äusserste Vorsicht erfordert».>

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Spiegel
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"USA" 7.8.2010: <Vom Feld in die Welt: Gen-Raps breitet sich unkontrolliert aus>

aus: Spiegel online; 7.8.2010; http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,710596,00.html

<dpa

Rapsfeld (in Deutschland): Debatten um unkontrollierte Ausbreitung von Gen-Raps

Genetisch veränderter Raps kann sich auch über große Entfernungen ausbreiten. Das wollen Forscher an Straßenrändern im US-Bundesstaat North Dakota herausgefunden haben. Bei Tests zeigten fast 90 Prozent der Pflanzen Zeichen genetischer Veränderungen.

Pittsburgh - Dass sich genetisch veränderte Pflanzen auch außerhalb ihrer Anbaugebiete verbreiten, gehört zu den wichtigsten Argumenten von Gentechnik-Gegnern. In den USA glauben Wissenschaftler nun Belege dafür gefunden zu haben, dass diese Befürchtung durchaus realistisch ist. In ihrem Fokus steht die Rapspflanze, die bei Insekten wegen ihrer knallgelben Blüten besonders beliebt ist.

Mit den Insekten können die Rapspollen weit reisen, die Auskreuzung droht. Und tatsächlich scheinen Forscher um Meredith Schafer von der University of Arkansas in Fayetteville das Problem großräumig nachgewiesen zu haben. Sie hatten Rapspflanzen an Autobahnen und Landstraßen im US-Bundesstaat North Dakota untersucht - auf einer Strecke von mehr als 5400 Kilometern. Dabei überprüften sie alle acht Straßenkilometer einen Abschnitt von 50 Metern Länge. Die Wissenschaftler sammelten - sofern vorhanden - je eine Rapspflanze als Stichprobe ein, wie sie auf der Fachtagung der Ecological Society of America in Pittsburgh berichteten.

Auf diese Weise kam das Team zu insgesamt 406 Rapspflanzen. In deren Blättern suchten die Forscher nach Anzeichen von Eiweißen, die auf Resistenzen gegen bestimmte Pestizide hindeuten - Eigenschaften, die nur von genetisch veränderten Zuchtsorten stammen können.

Das beeindruckende Ergebnis: 347 Pflanzen und damit 86 Prozent aller Stichproben wurden positiv auf solche Proteine getestet. Außerdem lag das Resistenz-Gen in einigen Individuen doppelt vor. Für die Forscher war das ein weiterer Beweis dafür, dass die Populationen sich bereits außerhalb der kultivierten Flächen angesiedelt und vermehrt haben müssen, weil es solche Pflanzen eben nicht im Handel zu kaufen gibt.

Gentechnisch veränderter Raps wird in den USA bereits auf Anbauflächen von insgesamt mehr als zwei Millionen Hektar angebaut. Auch in Kanada, Chile und Australien wird er genutzt. In Deutschland war Gen-Raps ("Taurus") im Jahr 2007 versehentlich auf insgesamt tausend Hektar ausgesät worden. Auf den betroffenen Flächen durfte dann zwei Jahre lang kein Raps angebaut werden, um Kontaminierungen zu verhindern.

Die Idee hinter den genetisch veränderten Pflanzen ist im Grunde simpel: Weil sie gegen bestimmte Pestizide resistent sind, können die Bauern ihre Felder mit Unkrautvernichtungsmittel besprühen, ohne dass dem Raps etwas passiert. Einen weiteren Vorteil sehen die Züchter genetisch veränderter Pflanzen in der gezielten Erhöhung bestimmter Inhaltsstoffe. Einige Rapssorten haben zum Beispiel einen höheren Gehalt an Omega-3-Fettsäuren. Umweltschützer warnen hingegen vor Auskreuzungen, schädlichen Auswirkungen auf andere Organismen und die steigende Belastung der Böden durch die Mittel zur Schädlingsbekämpfung.

chs/ddp>

Kommentar: Gen-Raps mit Insektizid-Resistenz ist ein Albtraum für den Erdboden und ist der falsche Weg

An diesem Beispiel des Gen-Raps, der gegen Insektizide resistent ist, sieht man deutlich, wie degeneriert die Landwirtschaft in Europa arbeitet: Der Raps wird genetisch manipuliert, um gegen das Insektizid "resistent" zu sein, und gleichzeitig wird der Boden, die Erde, weiter mit Insektiziden verseucht, und dies schadet dann wieder allen anderen Pflanzen und der Vitalität des Bodens. Wir danken der westlichen Landwirtschaft für ihren tödlichen Kulturbeitrag.

Michael Palomino, 7.8.2010

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20 minuten online, Logo 

15.8.2010: <Elsass: Gentechnikgegner zerstören Rebstöcke>

aus: 20 minuten online; 15. August 2010 18:30; Akt: 15.08.2010 18:34; http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/15026809

<Aktivisten haben im Elsass Rebstöcke mit genetisch veränderten Trauben eines Forschungsinstitut der französischen Regierung zerstört.

50 Personen wurden nach dem Zwischenfall festgenommen, wie der Sicherheitschef der Region Haut-Rhin, Jean-Christophe Bertrand, im Rundfunksender Europe-1 sagte. Die Minister für Umwelt, Landwirtschaft und Forschung verurteilten die «mutwillige Zerstörung» der Rebstöcke am Nationalen Institut für landwirtschaftliche Forschung in Colmar. Mit den genetisch veränderten Weinreben habe unter anderem ein Virus erforscht werden sollen. In Frankreich haben Umweltaktivisten in der Vergangenheit immer wieder Felder mit gentechnisch veränderten Pflanzen vernichtet.

(ddp)>

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n-tv online, Logo

21.10.2010: Melone 45 Tage haltbar: Gentechniker in Mexiko schalten ein Protein aus, das für den Abbau von Fettsäuren in Zellwänden verantwortlich ist

aus: n-tv online: Gentechnik im Spiel: Melone bleibt sechs Wochen frisch; 21.10.2010;
http://www.n-tv.de/wissen/Melone-bleibt-sechs-Wochen-frisch-article1762611.html

<Bis zu 45 Tage haltbar und dabei auch noch besonders aromatisch und bissfest: Mit gentechnischen Verfahren haben mexikanische Forscher die Honigmelone "optimiert". Die Methode soll auch für Erdbeeren und Papaya attraktiv sein.

Mexikanische Genetiker haben eine Honigmelone hergestellt, die bis zu 45 Tage haltbar ist. Die Frucht lasse sich nicht nur länger lagern, sondern sei auch aromatischer und habe festeres Fruchtfleisch als unveränderte Melonen. Das berichtet das Forschungszentrum des nationalen polytechnischen Instituts in Mexiko. Für ihre Entwicklung erhielten die Forscher den diesjährigen Mexikanischen Preis für Lebensmitteltechnik.

"Mit dieser Methode verfünffachen wir die normale Haltbarkeit der Frucht, ohne dass sie weicher wird oder ihre Form verliert", sagte Miguel Angel Lim, Leiter der Forschergruppe. Eine herkömmliche Honigmelone sei nur rund zehn Tage haltbar.

Fettsäuren werden nicht abgebaut

Die Forscher hatten ein Protein ausgeschaltet, das für den Abbau von Fettsäuren in Zellwänden verantwortlich ist. Sie hatten zuvor entdeckt, dass dieses Protein im wachsenden Keimling nicht aktiv war.

Auf diese Weise könne man auch die Haltbarkeit von allen Früchten mit viel Fruchtfleisch, wie etwa Erdbeeren oder Papaya wesentlich verlängern. Um das Experiment möglichst realitätsnah zu gestalten, wurden die Früchte bei 21 Grad Celsius gelagert.

dpa>

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n-tv online, Logo

13.7.2011: Aktivisten verwüsten Gentechnik-Felder von genmanipuliertem Weizen und Kartoffeln

aus: n-tv online: Firma kommt ins Grübeln: Gentechnik-Felder verwüstet; 13.7.2011;
http://www.n-tv.de/panorama/Gentechnik-Felder-verwuestet-article3774591.html

<Die Genkartoffel Amflora wird unter Polizeischutz gepflanzt (Archivbild vom April 2010).

Bei Nacht schleichen sich die Unbekannten an und schlagen zu: Einen Wachmann setzen sie außer Gefecht, den genmanipulierten Weizen und ebensolche Kartoffeln zertrampeln sie. Die Geschäftsführerin der Firma Biovativ, Kerstin Schmidt, zweifelt nun an der Fortsetzung der Genforschung in Deutschland insgesamt.

Unbekannte haben zwei Gentechnik-Versuchsfelder bei Rostock zerstört. Etwa sechs Täter nachts auf das 15 Hektar große Gelände im Agrobiotechnikum Groß Lüsewitz eingedrungen und hätten gezielt auf zwei Feldern mit genmanipuliertem Weizen und solchen Kartoffeln die Pflanzen zertrampelt und herausgerissen, berichtete die Geschäftsführerin der Firma Biovativ, Kerstin Schmidt. Sie hätten den Wachmann festgehalten, ihm sein Handy weggenommen und die Reifen seines Autos zerstochen.

Der erneute Angriff nach einer ähnlichen Aktion in 2009 stelle die Fortsetzung der Genforschung in Deutschland in Frage, sagte Schmidt. Es gebe dafür nur noch einen weiteren Standort in Sachsen-Anhalt.

Den Sachschaden schätzte Geschäftsführerin auf mehrere hunderttausend Euro. Die Polizei in Rostock erklärte, es seien Felder teilzerstört worden. Hinweise auf mögliche Täter gibt es noch nicht.

dpa>

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Kopp-Verlag,
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30.10.2012: Forscherteam von Arpad Pusztai in Schottland, das 1998 die Wahrheit über die Gentechnik fand, wurde sofort entlassen und aufgelöst

aus: Kopp-Verlag. Wissenschaftler, der die Gefahren durch GVO aufdeckte, umgehend gefeuert, sein Team aufgelöst; 30.10.2012;
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/jonathan-benson/wissenschaftler-der-die-gefahren-durch-gvo-aufdeckte-umgehend-gefeuert-sein-team-aufgeloest.html;jsessionid=0F4B06EB1B23B630DA56092A0AC5CD73

<Jonathan Benson

Ohne dass es seinerzeit Schlagzeilen in den Medien gemacht hätte, verlor ein bekannter britischer Biochemiker 1998 über Nacht seine Stellung. Er hatte zuvor entdeckt und veröffentlicht, wie gentechnisch veränderte Organismen (GVO) zu Organschäden, Unfruchtbarkeit, Verdauungsstörungen, Immunschwäche, Krebs und anderen Krankheiten führen können. Am Tag nach Bekanntwerden der Forschungsergebnisse wurde auch sein Mitarbeiterteam aufgelöst.

Árpád Pusztai, einer der angesehensten und kenntnisreichsten Biochemiker der Welt, und sein Team hatten am Rowett Research Institute (RRI) in Schottland drei Jahre lang untersucht, wie sich eine neu entwickelte genmanipulierte Kartoffel mit einem eingeschleusten Bt-Toxin auf die Gesundheit auswirkte. Für viele überraschend, entdeckte das Forscherteam, dass die Bt-Kartoffel entgegen den Beteuerungen der Industrie bei Ratten schwere gesundheitliche Schäden verursachte, eine Tatsache, die aus Sorge um die öffentliche Gesundheit umgehend den Medien mitgeteilt wurde.

Doch anstatt Pusztai und seinen Kollegen für ihre unvoreingenommene Bewertung dieser genmanipulierten Kartoffel Anerkennung zu zollen, griffen die von der Industrie unterstützten staatlichen Behörden sie aufs Schärfste an. Sogar das Büro des damaligen Premierministers Tony Blair setzte sich, wie später bekannt wurde, sofort, nachdem Pusztai und seine Kollegen die Ergebnisse ihrer Studie im Fernsehen bekannt gemacht hatten, mit dem RRI in Verbindung. Als »Dank« für seine Aufrichtigkeit wurde Pusztai umgehend von seinem Posten gefeuert, und auch die Mitglieder seines Teams verloren ihre Stellung am Institut.

Ägyptische Forscher kommen zu ähnlichen Ergebnissen: GVO verursachen schwere gesundheitliche Schäden

Wie das Internet-Nachrichtenjournal Egypt Independent kürzlich berichtete, zeigten sich bei einer ähnlichen Studie, die Hussein Kaoud an der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Kairo durchführte, ebenfalls faszinierende, wenngleich politisch inkorrekte Ergebnisse über die Auswirkung von GVO. Kaoud und sein Team fütterten neun Gruppen von Ratten mit unterschiedlichen Kombinationen von gentechnisch verändertem Soja, Mais, Weizen und Raps. Sie beobachteten, dass diese Gen-Gifte die normalen Körperfunktionen der Tiere beeinträchtigten, und bestätigten damit Pusztais Ergebnisse.

»Ich stellte Veränderungen an verschiedenen Organen fest: eine Schrumpfung der Nieren, Veränderungen in Leber und Milz, das Auftreten bösartiger Gewebeabschnitte (sowie) Nierenversagen und Darmblutungen«, so Kaouds Kommentar über die Wirkung der GVO bei den Versuchstieren. »Auch die Gehirnfunktion war betroffen, die Lern- und Merkfähigkeit war deutlich verändert.«

Kaouds bahnbrechende Erkenntnisse werden in Kürze in den renommierten Fachzeitschriften Neurotoxicology und Ecotoxicology veröffentlicht. Ob die wissenschaftliche Gemeinschaft, die in erheblichem Maße von den Interessen der Biotech-Industrie beeinflusst ist, die Ergebnisse als gültig anerkennt oder in ähnlicher Weise gegen Kaoud und sein Team vorgehen wird wie gegen Pusztai, bleibt abzuwarten.

Das Ganze beweist wieder einmal, dass die moderne Wissenschaft – anders als viele noch immer meinen – kaum als unabhängiger, wahrheitsorientierter »Goldstandard« betrachtet werden kann, wenn es darum geht, die Realität zu interpretieren und zu verstehen. Zahlreiche unabhängige Untersuchungen haben die Wahrheit über GVO ans Licht gebracht: Sie sind im harmlosesten Fall unzureichend auf ihre Sicherheit getestet und wirken im schlimmsten Fall tödlich. Doch dieses Faktum wird dank des von den Konzernen geschaffenen GVO-freundlichen Klimas in der Mainstreamwissenschaft nach wie vor verschleiert.

Quellen für diesen Beitrag waren u.a.:

EgyptIndependent

NaturalNews

ResponsibleTechnology>

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2.6.2013: Ungarn brennt 500 Hektar Felder mit Genmais ab, um die Nahrungsmittelversorgung frei von Gentechnik zu halten

aus: Kopp-Verlag online;
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/mike-adams/ungarn-brennt-5-hektar-felder-mit-genmais-ab-um-die-nahrungsmittelversorgung-frei-von-gentechnik-.html

<Mike Adams

Wenn es darum geht, die Öffentlichkeit vor GVO zu schützen, weiß Ungarn, was zu tun ist: Die Felder abbrennen, auf denen Genmais wächst!

Umweltschützer könnten zunächst einwenden, das Abbrennen sei umweltschädlich, weil viel verbranntes organisches Material freigesetzt werde, doch tatsächlich stellt die genetische Verschmutzung eine viel größere Bedrohung für unsere Welt dar. Das Verbrennen von Genmais ist eine sichere Methode, um den giftigen genetischen Code im Pflanzengewebe unschädlich zumachen. Ich hoffe inständig, den Tag zu erleben, an dem amerikanische Gerichte die Zerstörung aller Genmaisfelder in Amerika anordnen. Und falls sich die Gerichte als der Lage nicht gewachsen erweisen, gehe ich davon aus, dass die Menschen früher oder später einen Weg finden, es selbst in die Hand zu nehmen. Denken Sie an die »Armee der Twelve Monkeys«, aber dieses Mal mit GVO.

Ungarns stellvertretender Minister für ländliche Entwicklung Lajos Bognar meldete diese Woche, auf Anordnung der Regierung seien rund 500 Hektar mit Genmais abgebrannt worden. Ungarn hat den Anbau von gentechnisch veränderten Feldfrüchten aller Art verboten und hat in den letzten Jahren wiederholt Tausende von Hektar Felder abbrennen lassen, auf denen unerlaubt Genpflanzen angebaut worden waren. Die Nachricht wurde zunächst bei Rede Brasil Atual in portugiesischer Sprache verbreitet. Eine englische Übersetzung wurde bei GMwatch.org gepostet.

GVO werden weltweit verboten

GVO sind in 27 Ländern verboten, in mindestens 50 Ländern besteht eine Kennzeichnungspflicht. In Amerika, wo Monsanto hinterlistig Gesetzgeber und Gerichte beeinflusst, sind GVO weder verboten noch kennzeichnungspflichtig. Erst kürzlich stimmten 71 US-Senatoren gegen eine Regelung, nach der die einzelnen Bundesstaaten eigene Gesetze zur Kennzeichnung von Lebensmitteln hätten erlassen können.

Diese Senatoren sind mittlerweile als die »Monsanto-71« bekannt. Auf der Liste stehen Rand Paul und Ted Cruz, beide Senatoren aus landwirtschaftlich geprägten Bundesstaaten (Kentucky und Texas), in denen Monsanto bei Farmern noch immer großen Einfluss hat.

Es ist schockierend, aber die meisten Farmer, die GVO anbauen, haben keine Ahnung, was GVO eigentlich sind und warum die Menschen sie nicht in ihrem Essen haben wollen. Die Biotech-Industrie hat sie belogen und ihnen »höhere Erträge« und »größere Gewinne« versprochen. In Wirklichkeit sind die Ernteerträge von Genpflanzen nicht nur zurückgegangen, sondern haben sogar zur Ausbildung von »Super-Unkräutern« geführt, die gegen Unkrautvernichtungsmittel resistent sind und jetzt viele Farmen bedrohen. Mit Böden, die durch den Einsatz von Glyphosat ausgelaugt sind, und sinkenden Ernteerträgen befinden sich Farmer zunehmend in einer echten Notlage.

Der einzige Ausweg besteht im Anbau gentechnikfreier Feldfrüchte. Aber Weisheit bahnt sich nur äußerst langsam den Weg in die Universität Texas A&M, eine Monsanto-Bastion und wichtiges Propagandazentrum für die Einführung von Frankenstein-Lebensmitteln im Süden der USA.

Eine genetische Apokalypse könnte Amerikas Brotkorb vernichten

Ungarn handelt klug, wenn es seinen Landwirtschaftssektor vor Monsantos Imperialismus schützt. Amerika dagegen verhält sich mehr als töricht, wenn es die Nahrungsmittelversorgung zerstörerischen Interessen von Unternehmen ausliefert, für die ausschließlich der Profit zählt.

Dadurch, dass sie die Kennzeichnung von GVO untersagt und gleichzeitig die Kommerzialisierung gentechnisch veränderter Feldfrüchte (danke, USDA!) fördert, spielt die US-Regierung russisches Roulette mit Amerikas Lebensmittelzukunft.

Eines Tages wird etwas geschehen, das die Wissenschaftler nicht vorhergesehen haben, und Monsantos Verbrechen gegen die Natur werden in einer genetischen Apokalypse explodieren, die die Zukunft des Lebens auf unserem Planeten gefährdet.

Vergessen Sie nicht: GVO sind nicht einfach »Verschmutzung« im klassischen Sinn. Sie sind eine selbst-replizierende Verschmutzung, die womöglich nicht mehr gestoppt werden kann. Deshalb ist es klug, Genmaisfelder abzubrennen. Feuer zerstört die DNS und zerlegt pflanzliche Materie in ihre einzelnen Elemente, nämlich überwiegend Kohlenstoff und mineralische Asche. Vormals gefährliche Felder sind jetzt harmlos. Feuer stellt die Gesundheit wieder her, weil gentechnisch veränderte DNS zerstört wird, die sich wahnwitzige Wissenschaftler ausgedacht haben, die für arrogante, törichte Konzerne arbeiten, die sich für schlauer halten als Mutter Natur und Gott.

Merken Sie sich meine Worte: Der Tag wird kommen, an dem die Amerikaner wünschen, sie hätten all die Genmaisfelder abgebrannt. Aber dann wird es zu spät sein. Das Verderben ist über uns, und mit ihm kommen der Hunger, das Leiden, die Verzweiflung und die Unruhen. Hunger macht Familienväter zu Rohlingen, genauso wie Gier Unternehmer zu Dämonen macht.

Um beides zu verbieten, müssen GVO jetzt verbannt werden. Die Chefs von Monsanto gehören wegen Verschwörung zur Massenvergiftung vor Gericht. Nutzen wir jedes nur anwendbare Gesetz, um dieses Monster wegzusperren, damit zukünftige Generationen nicht die verheerenden Folgen schief gegangener genetischer Freiluftexperimente erleiden müssen.

Wenn wir nicht von Ungarn lernen, wird früher oder später der Hunger unser Lehrmeister werden.>

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Basler Zeitung
                                online, Logo

Zürich 9.6.2013: Gentechnik erfindet Methode zur Hautherstellung mit einem 3-D-Drucker

aus: Basler Zeitung online:
3-D-Drucker stellt Haut für verletzte Kinder her; 9.6.2013;
http://bazonline.ch/wissen/medizin-und-psychologie/3DDrucker-stellt-Haut-fuer-verletzte-Kinder-her/story/29559126

<Am Kinderspital Zürich entwickelt ein Team eine Haut mit patienteneigenen Zellen. Diese könnte Kindern mit schweren Verbrennungen transplantiert werden.

Für Kinder mit schweren Verbrennungen gibt es neue Hoffnung. Ein Team am Kinderspital Zürich ist dabei, eine Haut mit patienteneigenen Zellen zu entwickeln, die man den Kindern transplantieren kann, wie Recherchen der «NZZ am Sonntag» ergaben.

Dafür arbeitet das Team mit einem 3-D-Drucker, der das Gewebe Schicht um Schicht aufbaut. So soll die Herstellung der Haut im Labor automatisiert werden. 3-D-Drucker sind Hoffnungsträger der produzierenden Industrie. Sie sind in der Lage, komplizierte Objekte überall und in kurzer Zeit herzustellen. Neben dem Gerät braucht es nur Material und einen elektronischen Bauplan.

Erstes Gedrucktes Organ

Die Schweiz spielt bei der Entwicklung vorne mit, vorab in der Biomedizin und der Medizinaltechnik. Die Firma regenHu aus der Romandie hat nicht nur den Drucker fürs Kinderspital gebaut. Im nächsten Februar wird sie das weltweit erste gedruckte Organ auf den Markt bringen: einen Knochen, der als Implantat in der Zahnmedizin dienen soll.

Beim Schweizer Hersteller von Hörimplantaten Sonova ist die 3-D-Revolution schon voll in Gang. Hier werden die Geräteschalen alle mit 3-D-Druckern hergestellt. Ihre Form ist perfekt auf den einzelnen Patienten abgestimmt.

Auch in der Maschinenindustrie sind die Hoffnungen gross. So können mit dem 3-D-Druck beliebig komplexe Teile gebaut werden, ohne dass die Kosten explodieren. Für die Flugzeug- und Autoindustrie ist interessant, dass gedruckte Teile viel leichter sind. Experten sehen in 3-D-Druckern eine Technologie, welche die Industrieproduktion ähnlich stark umwälzen wird wie einst die Dampfmaschine.

(wid)>

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Netzfrauen online, Logo

26.9.2013: Zu viele Gefahren: Norwegen verbietet Gentechnik-Raps GT73 der kriminellen Firma Monsanto

aus: Netzfrauen online:
Gentechnisch veränderter Raps außer Kontrolle! Norwegen verbietet Gentechnik-Raps!; 26.9.2013;
http://netzfrauen.org/2013/09/26/gentechnisch-veraenderter-raps-ausser-kontrolle-norwegen-verbietet-gentechnik-raps/

Siehe auch: http://www.landwirtschaft-bw.info/

<Die norwegische Regierung hat den Import des gentechnisch veränderten Monsanto Raps GT 73 verboten. Begründet wird die Entscheidung mit der Verunreinigungsgefahr für einheimische Wild-Rapsarten.

In der EU darf GT 73-Raps seit 2005 importiert und verarbeitet werden, obwohl  unabhängige Experten die Risikoprüfung durch die Lebensmittelbehörde EFSA als nicht ausreichend kritisieren. 

Der Raps des US-Agrochemiekonzerns Monsanto ist gegen das Spritzmittel Glyphosat resistent.

Trotz allen Studien, beabsichtigt die Bundesregierung nicht, ein Importverbot für GV-Raps einzuführen.Dieses gab 2012 bekannt.

Die Begründung der Norwegischen Regierung ist hier:
http://www.regjeringen.no/en/dep/md/press-centre/Press-releases/2012/genmodifisert-oljerapslinje-forbudt-i-no.html?id=710319

Transgene Escape: Gentechnisch veränderter Raps ausser Kontrolle - eine globale Übersicht

Die Organisation Testbiotech hat letzte Woche eine globale Übersicht über Fälle von unkontrollierter Ausbreitung von gentechnisch verändertem Raps veröffentlicht. Betroffen sind  Kanada, die USA, Japan, Australien und auch Europa.

30 Jahre nachdem die ersten gentechnisch veränderten Pflanzen hergestellt wurden 
und im Laufe von fast zwanzig Jahren kommerziellen Gentechnik-Anbaus, sind Transgene bereits in verschiedenen Regionen der Welt vom Acker entkommen .Dies trifft insbesondere auf gentechnisch veränderten Raps zu.

Testbiotech kritisiert, dass die Folgen einer räumlich und zeitlich nicht begrenzten Ausbreitung von gentechnisch veränderten Pflanzen nicht abschätzbar seien, nachdem für evolutionäre Zeiträume keine ausreichend verlässliche Vorhersagen getroffen werden können. Auch könnten veränderte Umweltbedingungen wie der Klimawandel zu unerwarteten Wechselwirkungen zwischen den Pflanzen und der biologischen Vielfalt führen.

In der EU gab es bisher keinen kommerziellen Anbau von gentechnisch verändertem Raps. Trotzdem treten auch hier immer wieder Verunreinigungen mit transgenem Raps der Firma Bayer auf, obwohl dieser bereits 2007 seine Marktzulassung verloren hat.

Aus der Studie die Fallstudie: Europäische Union

In Deutschland wurden (ebenso wie in zahlreichen anderen europäischen Ländern) insbesondere in den 1990er Jahren Freilandversuche mit gentechnisch verändertem Raps durchgeführt. Die oft mehrjährigen, auf mehrere Standorte verteilten, teils 6 großflächigen Versuche fanden in Deutschland unter Bedingungen statt, die eine Verbreitung über die Freisetzungsflächen hinaus sehr wahrscheinlich machen.

.Laut Angaben der EU-Kommission tauchen immer wieder Kontaminationen mit gentechnisch veränderten Rapspflanzen der Firma Bayer in der Ernte auf : 2007 lief in der EU die Marktzulassung für die gentechnisch veränderten Rapsvarianten Ms1xRf1, Ms1xRf2 und Topas aus. Diese Pflanzen waren 1996 zur Saatgutproduktion zugelassen worden, aber nie großflächig angebaut worden. Für deren Entfernung aus der Umwelt musste die EU-Kommission trotzdem spezielle Regelungen erlassen: Über einen Zeitraum von fünf Jahren wurden Ernte Kontaminationen mit den transgenen Rapspflanzen von bis zu 0,9% zugelassen. Diese Bescheide mussten 2012 für weitere fünf Jahre verlängert werden, weil auch dann immer noch Kontaminationen mit den transgenen Pflanzen von Bayer festgestellt wurden. Das Beispiel der EU zeigt, dass auch im Falle einer eher geringfügigen unkontrollierten Verbreitung lange Zeiträume kalkuliert werden müssen, bis eine Belastung mit gentechnischen verändertem Raps minimiert werden kann. Ob in Ländern wie Kanada oder USA der gentechnisch veränderte Raps jemals aus der Umwelt zurück geholt werden kann, muss bezweifelt werden.

Die wenigsten Menschen bringen den Namen BAYER mit Gentechnik in Verbindung. Dabei ist BAYER einer der führenden Gentechnik-Konzerne der Welt und Partner von Monsanto! Bis zum Jahr 2015 will Bayer-CropScience seine Ausgaben für die Grüne Gentechnik verdoppeln auf insgesamt 400 Mio. ¤/Jahr.

Bayer entwickelt auch gleich ein Fungizid-Insektizid-Kombination zur Bekämpfung von Krankheiten und Schädlingen in Raps.

Wirkstoff

  1. 240 g/l Thiacloprid
  2. 125 g/l Fluopyram
  3. 125 g/l Prothioconazol

Thiacloprid ist ein Insektizid aus der Klasse der Neonicotinoide. Es wurde von einer japanischen Niederlassung für Bayer CropScience aus Imidacloprid weiterentwickelt. In Frankreich ist Thiamethoxam bereits im Jahr 2011 zur Verwendung auf Ölraps und Zuckerrüben verboten worden. Die europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) untersuchte Saatbehandlungsprodukte von Syngenta, Bayer und BASF, die für sinkende Bienenzahlen verantwortlich gemacht würden. Wir haben darüber berichtet.

Gefahr für die Umwelt

Eine Studie aus Großbritannien zeigte schon 2003, dass der Anbau von Gen-Raps die Bestände von Bienen und Schmetterlingen dezimieren könnte. Die größte Studie zu ökologischen Auswirkungen des Anbaus von transgenen Nutzpflanzen auf Ackerwildkräuter und Tierwelt wurde 2003 von der gentechnikfreundlichen britischen ”Royal Society” veröffentlicht.

Verglichen wurde zwischen einem konventionellen chemiegestützten Anbau und genmanipulierten herbizidresistenten Pflanzen mit dem Einsatz des dazugehörigen Herbizids.

Der Anbau von Gentech-Raps und -Zuckerrüben zeigte massive Auswirkungen auf die Vielfalt von Ackerkräutern, Vögel und Insekten. Durch den Einsatz der Gentech-Pflanzen mit den dazugehörigen Breitbandherbiziden nahm die Vielfalt der Kräuter auf dem Acker deutlich ab, die wiederum Futterpflanzen für Insekten, Schmetterlinge und Vögel sind. So werden z. B. 24% weniger Schmetterlinge an den Feldrändern gefunden, wenn herbizidresistenter Raps angebaut wird.

An den Raps-Feldrändern wurden 44%, bei Zuckerrüben 34% weniger Blütenpflanzen gezählt. Durch die Verarmung der Artenvielfalt wären auch Vögel und andere Tiere in ihrem Überleben gefährdet.

Verbreitung von Rapssamen: Samen von freigesetztem transgenem Raps kann über Vögel und Säugetiere (etwa Rotwild) in die nähere Umgebung der Standorte bis hin zu einer Entfernung von einigen Kilometern Entfernung verbreitet werden. Es ist seit Langem bekannt, dass Rapspflanzen generell an Bahnanlagen und in Hafengebieten in Folge von Körnerverlusten beim Transport und bei der Entladung wachsen.Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) veröffentlicht die jeweiligen Monitoringberichte auf der Internetseite des BVL .

Schon seit einigen Jahren stellen die Wissenschaftler im Gentechnik-Labor des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Freiburg immer wieder Spuren von nicht zugelassenem gentechnisch verändertem Raps in Senfproben fest. Seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu gentechnisch veränderten Pollen in Honig im Jahr 2011 ist klar, dass so verunreinigter Speise-Senf nicht verkauft werden darf. 

Der Nachweis gentechnischer Veränderungen am Beispiel von Honig

Die Gefahr einer Verunreinigung mit nicht zugelassenen Gen-Pollen bei kanadischen Raps- und Kleehonigen besonders groß. In Kanada sind deutlich mehr Gen-Raps-Sorten zugelassen als in der EU. Der Honig-Verband schätzt, dass knapp fünf Prozent aller Honige wegen nicht zugelassener Gen-Pollen nach dem EuGH-Urteil nicht mehr verkehrsfähig sind, den kanadischen Honig eingeschlossen.

ÖKO-TEST Januar 2012-  Im Test: 20 Blütenhonige, die in einem spezialisierten Labor auf Gen-Tech-Pollen untersuchen wurden. In 14 Proben fand das Labor Gen-Pollen. Dies zeigt wieder einmal, dass ein Nebeneinander von Gen-Technik und Nicht-Gen-Technik gar nicht möglich ist.

Pestizidresistenter Soja: Alle Gen-Honige im Test sind mit Pollen der Pflanze Roundup Ready Soja verunreinigt. Dabei handelt es sich um eine gentechnisch veränderte Sojabohne, die vor allem in Argentinien und Brasilien großflächig angebaut wird.

Wie schon beschrieben: Es gibt mehrere Gründe für die unkontrollierte Ausbreitung: Neben dem kommerziellen Anbau (wie in Kanada und den USA) und der experimentellen Freisetzung (wie in Deutschland) spielt auch der Import und Transport (z.B. nach Europa) eine große Rolle. Entlang von knapp 80 Bahnlinien in der Schweiz wurden 2.400 Proben von verwilderten Rapspflanzen genommen. Bei 50 der Rapspflanzen wurde ein Enzym nachgewiesen, das charakteristisch für Roundup Ready-Pflanzen ist und diese gentechnisch veränderten Pflanzen tolerant gegenüber Herbiziden mit dem Wirkstoff Glyphosat machen. Die hohe Zahl der Funde bei den Proben aus den Jahren 2011 und 2012 ist bemerkenswert, da spätestens seit dem Jahr 2008 kein gentechnisch veränderter Raps (z.B. als Futtermittel) mehr in die Schweiz eingeführt wurde.

Testbiotech e.V. fördert unabhängige Forschung, untersucht ethische, soziale und wirtschaftliche Fragen und prüft Risiken für Mensch und Umwelt. Im März 2013 haben sie mit  weiteren  Nichtregierungsorganisationen vor dem Gerichtshof der Europäischen Union gegen die EU-Zulassung der gentechnisch veränderten Soja „Intacta“ von Monsanto geklagt (T-177/13-5). Die Gründe: Die EFSA hat nach Ansicht der Kläger die Risiken nicht ausreichend geprüft. Monsanto, die EFSA und die britische Regierung eilen der EU-Kommission jetzt zu Hilfe. Sie wollen dem Gerichtsverfahren beitreten, um die Gentechnik-Soja zu verteidigen.

Ähnlich wie der umstrittene Mais „SmartStax“ produziert die Gentechnik-Soja ein Insektengift und ist zusätzlich unempfindlich gegenüber dem Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat (enthalten u.a. in „Roundup“). Die Gentechnik-Soja wurde 2012 für die Verwendung in Futter- und Lebensmitteln in der EU zugelassen. Die Klage wurde vom europäischen Netzwerk unabhängiger kritischer WissenschaftlerInnen ENSSER (European Network of Scientists for Social and Environmental Responsibility), dem Verein Sambucus und Testbiotech eingereicht. Die Manfred-Hermsen-Stiftung, die Zukunftsstiftung Landwirtschaft, die Gesellschaft für ökologische Forschung und die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (AbL) unterstützen die Klage.

Testbiotech e. V. wurde 2008 von einer Gruppe kritischer Experten gegründet, um unabhängige Forschung und die gesellschaftliche Debatte über die Auswirkungen der Biotechnologie zu fördern. Sie können die NGOs bei deren Klage hier unterstützen.

Gentechnik Soja vor EU-Gericht: David gegen Goliath!  Wir wünschen Testbiotech e.V. und alle Mitstreiter viel Glück.

Gen-Technik ist  allgegenwärtig –  die Gefahr einer Verunreinigung mit nicht zugelassenen Gen-Pollen ist groß.

Norwegen verbietet Gentechnik-Raps – super Entscheidung.

Netzfrau Doro Schreier

Am 12. Oktober – Weltweit, gemeinsam gegen Monsanto!

„Unser täglich Brot aufbacke uns heute – und vergib uns unseren Geiz.“

Die EU verkauft unsere biologische Vielfalt>

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Radio Utopie online, Logo

"USA" 26.9.2013: Das Monopolgesetz für die kriminelle Firma Monsanto ist vorbei - wird nicht verlängert

aus: Radio Utopie online: Monsanto Protection Act: U.S.-Senat beerdigt Selbstermächtigungsgesetz für Agrarchemie-Giganten; 26.9.2013;
http://www.radio-utopie.de/2013/09/26/monsanto-protection-act-u-s-senat-beerdigt-selbstermaechtigungsgesetz-fuer-agrarchemie-giganten/#more-78308

<Am Mittwoch, den 25.September 2013 verweigerte der U.S.-Senat seine Zustimmung und strich komplett den Monsanto Protection Act aus der Gesetzesvorlage. Im Mai 2013 setzte sich der U.S.-Senator Jeff Merkley mit einer breit angelegten Kampagne zur Liquidierung dieser verfassungswidrigen Ungeheuerlichkeit ein. In dem Artikel “Monsanto Protection Act: U.S.-Senator organisiert Aufhebung des neuen Verfassungsbruchs” vom 19.Mai berichtete Radio Utopie ausführlich über die Hintergründe des Gesetzes.

Von petrapez

Das Gesetz US H.R. 933, das vom U.S.-Ministerium für Landwirtschaft zugelassene Saatgüter und Pflanzen zum Anbau garantiert – auch wenn U.S.-Gerichte nachweislich den Klagen zur gesundheitsschädigenden Wirkung auf lebende Organismen inklusive dem Menschen durch wissenschaftliche Studien oder fehlenden / unzureichenden Unbedenklichkeitsprüfungen stattgeben, oder wegen mit gentechisch veränderten Pflanzen kontaminierter Felder der Farmer, deren Existenzgrundlage bedroht ist – und somit die Justiz und Anhörungen vor Parlaments- und Senatausschüssen ausschaltet, gibt es seit gestern nicht mehr.

Im März 2013 verabschiedeten der U.S.-Kongress und der U.S.-Senat ein Gesetzespaket zur Lebensmittelsicherheit, in dem klammheimlich gegen die Rechtsstaatlichkeit verstossen wurde. Präsident Barack Obama setzte trotz massiver Kritik seine Unterschrift unter das von der Gentechnikindustrie diktierte Pamphlet und unterstützte mit dieser Ratifizierung offen die Profitgier der Grosskonzerne. Das Gesetz hat eine Geltungsdauer von einem halben Jahr und läuft am 30.September aus.

Am 10.September 2013 passierte die Verlängerung des Gesetzespakets für weitere drei Monate den U.S.-Kongress.

Am Dienstag, den 24.September 2013 verweigerte der U.S.-Senat seine Zustimmung und strich komplett den “Monsanto Protection Act” aus der Gesetzesvorlage.

Im Mai 2013 setzte sich der U.S.-Senator Jeff Merkley mit einer breit angelegten Kampagne zur Liquidierung dieser verfassungswidrigen Ungeheuerlichkeit ein. In dem Artikel “Monsanto Protection Act: U.S.-Senator organisiert Aufhebung des neuen Verfassungsbruchs” vom 19.Mai berichtete Radio Utopie ausführlich über die Hintergründe des Gesetzes.

Dieser unverhoffte Sieg ist dem Widerstand der Öffentlichkeit der Vereinigten Staaten von Amerika und in den meisten anderen Staaten zu verdanken. Food Democracy Now organisierte eine Petition an das Weisse Haus, die sofort innerhalb von vierundzwanzig Stunden von über einhunderttausend Menschen unterzeichnet wurde. Eine von Jeff Merkley initiierte Kampagne in seinem Bundesstaat, Oregon, erhielt ebenfalls einhunderttausend Unterschriften. Die Aktion von CREDO sammelte im Frühjahr 250000 Unterschriften.

Mit der Organisation des weltweit durchgeführten “Million March Against Monsanto” (“Monsanto Video Revolt: Netzgemeinde beschämt Mainstream-Presse”), Demonstrationen, Petitionen an die Abgeordneten und die U.S.-Regierung im Weissen Haus und unzähligen weitere Aktionen wurde ein derartiger Druck aufgebaut, der zu dem vorgestrigen unbeschreibbaren Erfolg führte. Die aktuellen Kampagnen in den U.S.A wurden stets wohlwollend zur Information der Leser mit der Veröffentlichung in der Nachrichtenagentur von Radio Utopie oder mit Berichterstattung in dieser Zeitung begleitet.

Diese Etappenrunde gegen Monsanto, Dow, Syngenta, Bayer, DuPont, Cargill, BASF und alle weiteren Biotechnologie-Konzerne gibt den Menschen den Mut und die Hoffnung, sich weiter für eine bessere Gesellschaft in allen Bereichen einzusetzen. Dieses Beispiel zeigt, dass es keinen Grund zur Resignation gibt. Senatoren und Kongressmitglieder bis hin zu den Stadtparlamenten sitzen auf ihren Plätzen nur durch die Gunst der Wähler ihrer Wahlkreise.

In Deutschland wurde am vergangenen Sonntag diese Chance wieder einmal gründlich für die nächsten Jahre vergeigt.

Artikelauswahl zum Thema

24.05.2013 Monsanto Video Revolt: Netzgemeinde beschämt Mainstream-Presse
Monsanto Protection Act: U.S.-Senator organisiert Aufhebung des neuen Verfassungsbruchs
Am 26.März 2013 setzte Obama seine Unterschrift unter die achtundsiebzig Seiten des Gesetzes, das vom US-Senator Roy Blunt, Republikaner aus Missouri eingereicht wurde. Senator Blunt, der neben vielen weiteren Ämtern im Unterausschuss für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und die berüchtigte Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit (Food and Drug Administration) des Senats sitzt, steht in Monsantos Sold.

Zuvor passierte der Entwurf, der das Jahrhunderte alte System des Checks & Balances (deutschsprachig metaphorisch “Gewaltenteilung”) in den U.S.A. praktisch aufhebt, ohne Debatte den U.S.-Kongress und Senat, deren Mitglieder des Alphabets offenkundig nicht mächtig sind oder nicht sein wollen.

Vertuscht wurde die Tragweite des Gesetzes mit der Vorläufigkeit von einigen Monaten bis 2014 wegen steuerlicher Aspekte. Doch versteckt sich im Abschnitt 735 des Entwurfs die Entmachtung der U.S.-Justiz – ein weiterer Schritt Washingtons zur Abschaffung der Demokratie. Die Passage des Gesetzes beinhaltet die Aushebelung der allgemeinen Gesetzgebung und verhindert, dass Bundesgerichte bei eingereichten Klagen über die Zulassung oder Ablehnung des Verkaufs von Saatgut und Anbau gentechnischer Produkte ein Urteil fällen können – auch wenn die Gerichte Beweise für mögliche gesundheitliche Risiken finden.

11.12.2010 US-Richter White’s kurzer Prozess: Monsanto-Rüben-Feldbefreiung!
14.08.2010
Herbe Gen-Zuckerrüben-Niederlage für Herbizid-Gigantomanen Monsanto
12.05.2010 Haiti wird von Monsanto biologisch komplett in Wüste verwandelt

Quelle: http://thehill.com/blogs/regwatch/legislation/324581-senate-funding-bill-wont-include-monsanto-protection-act->

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10.10.2013: <Gentech-Patente von BAYER: Nicht nur MONSANTO>

aus: tl axcala online; 10.10.2013;
http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=10697

CBG Coordination gegen BAYER-Gefahren/Coalition against BAYER-Dangers

Von Dr. Ruth Tippe (KEIN PATENT AUF LEBEN!) und Philipp Mimkes

In der Diskussion um gentechnisch manipuliertes Saatgut dominiert die Kritik an der Geschäftstätigkeit von MONSANTO. Im Windschatten des US-Multis ist die Firma BAYER zu einem der größten Agro-Konzerne der Welt aufgestiegen. Bei Pestiziden und Saatgut gehört der Leverkusener Multi bereits zu den führenden Anbietern. Eine Recherche am Europäischen Patentamt zeigt, dass der Konzern bei der Zahl der erteilten Gentech-Patente sogar den Spitzenplatz belegt.

Mais, Weizen, Reis, Gerste, Sojabohnen, Baumwolle, Zuckerrüben, Raps, Sonnenblumen, Kartoffeln, Tabak, Tomaten, Erbsen, Linsen, Weintrauben – die Liste transgener Pflanzen, auf welche die Firma BAYER CROPSCIENCE Patente besitzt, ist lang. Selbst genmanipulierte Bäume, zum Beispiel Pappeln, Kiefern und Eukalyptus, hat sich der Konzern schützen lassen. Dies ergab eine aktuelle Recherche der Initiative KEIN PATENT AUF LEBEN! am Europäischen Patentamt in München. Die Organisation untersuchte hierfür alle Zulassungs-Anträge, welche in den vergangenen zwanzig Jahren eingereicht wurden, sowie die erteilten Patente. BAYER besitzt demnach 206 der insgesamt rund 2.000 Patente, die in Europa auf transgene Pflanzen erteilt wurden. Damit liegt das Unternehmen auf Platz eins, noch vor PIONEER (179), BASF (144), SYNGENTA (135) und MONSANTO (119).

►Detaillierte Liste der BAYER-Patente

Zunehmende Konzentration

BAYER CROPSCIENCE, eine hundertprozentige Tochter der BAYER AG, ist mit einem Weltmarktanteil von rund 20 Prozent der zweitgrößte Pestizidhersteller der Welt (nach SYNGENTA). Bei Saatgut liegt die Firma aus dem rheinischen Monheim mit einem Anteil von 3 Prozent auf dem siebten Rang.

Im Agro-Markt ist seit Jahrzehnten ein starker Konzentrationsprozess zu beobachten. Bei Pestiziden und Saatgut besitzen die zehn größten Unternehmen einen Marktanteil von über 70 Prozent. Ziel des Oligopols ist es, den Markt unter sich aufzuteilen, Preise und politische Rahmenbedingungen zu diktieren und letztlich die Ernährungsgrundlagen der Menschheit zu kontrollieren – und damit die Geschicke des ganzen Planeten. „Wer das Saatgut kontrolliert, beherrscht die Welt“, hat der ehemalige US-Außenminister Henry Kissinger einmal festgehalten. Und Patente auf Pflanzen und Tiere sind dabei ein zentrales Hilfsmittel.

Dabei hatte schon im Jahr 2008 der von den Vereinten Nationen und der Weltbank initiierte Weltagrarbericht davor gewarnt, dass Forschung und Wissensverbreitung durch die zunehmende Patentierung eingeschränkt werden. Gerade in Entwicklungsländern würden dadurch lokal angepasste Praktiken des Ackerbaus verhindert, die zu Ernährungssicherheit und ökonomischer Nachhaltigkeit beitragen.

Einsatz von Herbiziden steigt

Der weltweit größte Anbieter von genmanipuliertem Saatgut ist – mit Abstand – die Firma

MONSANTO. Das Unternehmen hat Dutzende von kleineren Saatgutproduzenten und Züchtern aufgekauft und erreicht dadurch einen Anteil am Saatgutmarkt von rund 27 Prozent. Auch beim Verkauf von Herbiziden liegt die US-Firma vorne: 95 Prozent des gentechnisch veränderten Sojas und 75 Prozent von Genpflanzen wie Mais oder Baumwolle sind gegen das von MONSANTO entwickelte Pestizid Glyphosat (Handelsname: ROUNDUP) immun.

Studien weisen darauf hin, dass der Einsatz dieses Mittels sowohl Geburtsschäden als auch Krebs verursachen kann. Die Zahl der Vergiftungsfälle von LandwirtInnen und LandarbeiterInnen wird immer größer, besonders in Lateinamerika. Glyphosat findet sich mittlerweile sogar im Urin europäischer Großstadtbewohner, die weitab von Feldern und Gewächshäusern leben. Anders als von der Industrie stets versprochen, hat der Pestizidverbrauch durch den Einsatz genmanipulierter Pflanzen keineswegs ab-, sondern stetig zugenommen. MONSANTO steht daher völlig zu Recht im Zentrum der öffentlichen Kritik.

Für die deutschen Firmen Bayer und BASF ist diese Situation komfortabel, da sie kaum einer öffentlichen Diskussion ausgesetzt sind. Dabei ist das BAYER-Pestizid Glufosinat, das chemisch mit Glyphosat verwandt ist und ebenfalls in Kombination mit herbizid-tolerantem Saatgut angeboten wird, nicht weniger gefährlich – im Gegenteil: Der Wirkstoff kann Missbildungen bei Föten verursachen und ist deshalb als „reproduktionstoxisch“ klassifiziert. In der EU muss das Herbizid bis spätestens 2017 vom Markt genommen werden. Dies hinderte den BAYER-Konzern aber nicht, Mitte Mai den Bau einer riesigen neuen Glufosinat-Fabrik in den USA anzukündigen. Der Konzern will damit in die Lücke vorstoßen, die sich durch die zunehmende Unwirksamkeit von Glyphosat gegen Wildkräuter aufgetan hat.

BAYER auf der Überholspur

Im Bereich der „grünen Gentechnik“ hat BAYER beständig aufgeholt. Der Konzern forscht seit den 1980er Jahren an genmanipulierten Pflanzen und stieg im Jahr 2001 durch die Übernahme der Firma AVENTIS CROPSCIENCE, die ihrerseits aus den Gentechnik-Sparten von SCHERING, RHONE POULENC und HOECHST hervorgegangen war, in die erste Liga auf. Danach folgte der Zukauf von Unternehmen wie PLANT GENETICS SYSTEMS, PLANTTEC, PROSOY GENETICS und ATHENIX. Hinzu kamen Kooperationsverträge mit Biotech-Firmen wie EVOGENE (Reisforschung), MERTEC (Soja) und FUTURAGENE (Baumwolle) sowie mit Forschungs-Instituten wie der „Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation“ (Weizen) oder dem brasilianischen „Zentrum für Zuckerrohr-Technologie“.

Den größten Umsatz macht BAYER aktuell mit Baumwoll-Saatgut. Hierauf hält der Konzern allein 18 Patente. Zudem bietet BAYER genmanipulierten Raps, Zuckerrüben, Mais und Soja an. Für genmanipulierten Reis der Sorte LL62 hat der Konzern bereits vor zehn Jahren einen Antrag auf eine EU-Importzulassung gestellt.

206 Gen-Patente von BAYER

Die aktuelle Recherche zeigt, dass BAYER in den vergangenen zwanzig Jahren insgesamt 771 Anträge am Europäischen Patentamt (EPA) eingereicht hat. In 206 Fällen wurde diesen stattgegeben (siehe Tabelle). In den vergangenen drei Jahren lagen bei der Zahl der erteilten Patente gleich zwei deutsche Firmen vorne: BASF (69) und BAYER (56).

Allein 26 Patente besitzt BAYER auf Stärke und Zucker. Mittels gen-veränderter Pflanzen soll in großem Unfang Stärke für die Industrie sowie Zucker für Spezialanwendungen produziert werden.
23 BAYER-Patente beziehen sich auf Resistenzen gegen Herbizide. Die Patente zur Glufosinat-Resistenz stammen zum Teil aus den 1980er Jahren und sind mittlerweile abgelaufen. Um die Laufzeit zu verlängern, hat BAYER bei wichtigen Pflanzen wie Soja und Baumwolle kleine Veränderungen am Erbgut vorgenommen und darauf neue Patente beantragt.

Da auch das Patent des MONSANTO-Präparats Glyphosat abgelaufen ist, produziert BAYER diesen Wirkstoff inzwischen selbst und hält hierzu zehn eigene Patente. Zum Beispiel beschreibt das Patent mit der Nummer EP 1994158 ein Verfahren zur Glyphosat-Resistenz, mit dem BAYER Ansprüche auf gleich 23 Pflanzenarten anmeldet, darunter Mais, Weizen, Gerste, Soja und Reis, verschiedene Bäume und sogar Gras. Das bis zum Jahr 2027 gültige Patent stammt ursprünglich von der US-Firma ATHENIX, die im Jahr 2009 von BAYER übernommen wurde.

GREENPEACE-Landwirtschaftsexperte Dr. Dirk Zimmermann kritisiert das Forschungsprogramm des Unternehmens scharf: „Die Patent-Politik von Bayer offenbart, dass der Konzern nichts aus den verheerenden Erfahrungen mit Glyphosat-resistentem Saatgut gelernt hat. Anstatt das Praxis-Versagen herbizidresistenter Pflanzen anzuerkennen, werden weiterhin Scheinlösungen auf Kosten von Umwelt und Landwirten geplant. Mittelfristig werden auch diese scheitern und im besten Fall nur den finanziellen Interessen von Konzern und Aktionären gedient haben.“

Testverfahren monopolisiert

Im August 2011 erhielt BAYER eine EU-Importzulassung für glufosinat-resistentes Soja der Sorte A5547-127, auch bekannt als „BASTA-Bohne“ (benannt nach dem Glufosinat-Handelsnamen BASTA). Diese Art soll vor allem in Südamerika angebaut und als Tierfutter nach Europa importiert werden.

Nur wenige Monate zuvor hatte der Konzern auf die BASTA-Bohne ein bis 2026 geltendes Patent erhalten. Dieses verleiht dem Konzern zudem noch das exklusive Recht, Saatgut auf Kontaminationen mit dieser gentechnisch veränderten Soja-Sorte zu testen, was dazu dienen könnte, unabhängige Kontrollen zu verhindern.

Eine gegen Glufosinat resistente Pflanze war auch für den bislang größten Kontaminations-Skandal der Gentech-Geschichte verantwortlich: Im Jahr 2006 war genveränderter Reis der Sorte LL601 weltweit in Supermarkt-Packungen aufgetaucht, obwohl hierfür keinerlei Zulassung vorlag. Rund 30 Prozent der US-amerikanischen Ernte war verunreinigt, die EU und Japan stoppten alle Reis-Importe aus Nordamerika. Im vergangenen Jahr musste BAYER die betroffenen Landwirte mit über 900 Millionen US-Dollar entschädigen. Und bis heute ist LL601 nicht aus der Welt und wird öfters in konventionellem Handelsreis nachgewiesen.

Terminator-Patente

Seit Jahrtausenden erzeugen LandwirtInnen eigenes Saatgut. Hierdurch züchteten sie Pflanzen-Sorten, die optimal an die lokalen Gegebenheiten angepasst sind. Den großen Saatgut-Herstellern ist diese Eigenproduktion naturgemäß ein Dorn im Auge. Der perfideste Schachzug, den freien Nachbau von Saatgut zu unterminieren, unternahmen die Agro-Riesen mit der so genannten Terminator-Technologie: mit Hilfe eines gentechnischen Eingriffs werden die Pflanzen nach einer einmaligen Aussaat steril. Die Landwirte sind so gezwungen, jedes Jahr neues Saatgut zu kaufen.
Alle großen Agrokonzerne forschen an Terminator-Saatgut und haben hierzu Patente angemeldet. Durch die Übernahme der HOECHST SCHERING AGREVO GmbH (später Aventis) besitzt auch BAYER eine Reihe von Terminator-Patenten. Diese tragen Titel wie „Verfahren zur Herstellung weiblich steriler Pflanzen“ oder „Pflanzen mit modifizierten Blüten“.

Zwar kommen Terminator-Pflanzen bislang nicht zum Einsatz, da seit dem Jahr 2000 im Rahmen der UN-Konvention zur Biologischen Vielfalt ein Moratorium besteht. Dieses ist jedoch rechtlich nicht bindend. Wiederholt gab es Versuche, das Verbot aufzuweichen. Ein solcher Schritt wäre eine immense Bedrohung für die biologische Vielfalt und für die Ernährungssicherheit von Millionen Menschen, die ausschließlich von der Landwirtschaft leben - vor allem in den „Entwicklungsländern“. Die „Coordination gegen BAYER-Gefahren“ und Umweltinitiativen aus aller Welt fordern daher ein dauerhaftes Verbot der Technik. Auch entsprechende Patente müssen nach Ansicht der Verbände entzogen werden.

Patent-Tausch

Trotz der Vielzahl von Patenten und Kooperationen beruht das Gentechnik-Programm von BAYER im Wesentlichen auf nur zwei Techniken: zum einen herbizid-resistentes Saatgut, das in Kombination mit den Pestiziden Glufosinat oder Glyphosat verkauft wird, zum anderen Pflanzen, die das giftige Bakterium Bacillus thuringiensis (Bt) enthalten und dadurch Insekten abtöten.
Beide Verfahren sind schon seit den 90er Jahren auf dem Markt. Wegen der Gefahren für Mensch und Umwelt müssen Glufosinat und Glyphosat nach Ansicht der Coordination gegen BAYER-Gefahren sofort vom Markt genommen werden. Darüber hinaus sind beide Techniken wegen der zunehmenden Resistenzbildung allenfalls noch ein paar Jahre wirksam und daher kaum zukunftstauglich.

Wegen der zunehmend wirkungslosen Gen-Pflanzen hat BAYER in den vergangenen Jahren zahlreiche Tausch-Abkommen mit anderen Unternehmen geschlossen, unter anderem mit MONSANTO, DUPONT, SYNGENTA und DOW. Die Firmen verwenden nun auch Verfahren der Konkurrenz und bieten Saatgut an, das gegen zwei oder gar drei Herbizide immun ist. So wurde im vergangenen Jahr eine Soja-Sorte vorgestellt, die gegen Glufosinat, Glyphosat und 2,4-D tolerant ist (2,4-D war Teil des Entlaubungsmittels „Agent Orange“). Anfang März kündigten BAYER und SYNGENTA die Markteinführung einer weiteren Soja-Sorte an, die ebenfalls gegen drei Wirkstoffe - Mesotrion, Glufosinat und Isoxaflutol – tolerant ist. Und MONSANTO beantragte eine EU-Importzulassung für SMARTSTAX-Mais, der nicht nur gegen Glufosinat und Glyphosat gewappnet, sondern darüber hinaus noch mit sechs Toxinen des Bacillus thuringiensis gegen den Maiszünsler und andere Insekten bestückt ist.

Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen

Zu dem Problem der Resistenz-Bildungen, das eine Nebenwirkung des Saatgut-Oligopols mit seiner äußerst überschaubaren Produkt-Palette ist, kommen noch politische Schwierigkeiten hinzu. So gelang es BAYER & Co. nicht, die Skepsis der europäischen VerbraucherInnen gegenüber der „Zukunftstechnologie“ zu erschüttern. BASF hat sogar schon resigniert und die ganze Gentech-Forschung in die USA verlegt.

Darüber hinaus haben sich die mit den gentechnischen Eingriffen verbundenen Prophezeiungen nicht erfüllt. Weder wurden die Erträge signifikant gesteigert, noch wurde der Pestizid-Einsatz reduziert. Aus all diesen Gründen setzt BAYER wieder verstärkt auf konventionelle Züchtungsarten, ohne jedoch die Gentechnik abzuschreiben. Da sich die herkömmliche Züchtung aber nur rentiert, wenn der Konzern dafür Rechte auf geistiges Eigentum geltend machen kann, versucht er, auch dafür Patente zu erhalten – mit Erfolg. So erteilte das EPA dem BAYER-Konzern im August 2011 ein bis 2024 gültiges Patent auf die Züchtung von Pflanzen mit einer erhöhten Stress-Resistenz (Patent EP1616013), das im Zusatz auch erbgut-manipulierende Technologien umfasst. Hierdurch erhält BAYER Monopolrechte über wichtige Nutzpflanzen, auch wenn diese nicht einzeln genannt werden (in der Patentschrift heißt es hierzu schlicht „transgene und mutierte Pflanzen“). Unter Stress-Resistenz fallen demnach Trockenheit, hohe Lichtintensität, Hitze oder knappe Nährstoffe.

Rund 100 der 2.000 vom Europäischen Patentamt vergebenen Pflanzenpatente beziehen sich auf solche konventionellen Züchtungen. Gängig ist auch die Praxis, in herkömmlich entwickelte Pflanzen nachträglich eine Genmanipulation mit gleichem Ziel einzufügen, da auf diese Weise leichter ein Patent zu erhalten ist. Mit der Erteilung solcher Patente segnet das EPA dann die Umwidmung gezüchteter Pflanzen in eine „Erfindung“ und die Monopolisierung der genetischen Ressourcen ab.

Damit hat das internationale Patentwesen eine weite Entwicklung durchgemacht. Ursprünglich hatten sowohl das Straßburger Patent-Übereinkommen von 1963 wie auch das 1977 beschlossene Europäische Patent-Übereinkommen Eigentumsansprüche auf „im Wesentlichen biologische Verfahren“ ausgeschlossen. Züchtungen von Tieren oder Pflanzen bzw. ganzen Tierarten und Pflanzen-Sorten galten nicht als schützenswerte Erfindungen, weil Lebensprozesse nicht zur Handelsware verkommen sollten. Nach dieser Lage der Dinge hätte jedoch aus der Gentechnik kaum ein lukrativer Wirtschaftszweig werden können. Also setzten die Lobby-Verbände von BAYER & Co. mittels akrobatischer juristischer Winkelzüge alles daran, die Paragrafen so auszulegen oder zu verändern, dass sie ihnen „GENiale Geschäfte“ ermöglichten. Der Durchbruch gelang ihnen 1980, als das US-Patentamt ein Bakterium urheberrechtlich schützte. Ein Bakterium sei einer unbelebten chemischen Verbindung weit ähnlicher als Pferden, Bienen oder Himbeeren, argumentierte der Oberste Gerichtshof. Danach ging es zügig weiter. So gelang es der Harvard University 1988, sich die so genannte Krebs-Maus als geistiges Eigentum deklarieren zu lassen und schloss daraufhin sogleich einen Lizenz-Vertrag mit DUPONT. Und heutzutage gewährt das EPA sogar schon Schutzrechte auf konventionell gezüchtete Pflanzen.

Aber es gibt einen kleinen Hoffnungsschimmer. Auf seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause beschloss der Deutsche Bundestag eine Änderung des deutschen Patentgesetzes. Es schließt nunmehr das Recht auf geistiges Eigentum an konventionell gezüchtete Tiere und Pflanzen aus. Die Novelle lässt zwar einige Hintertürchen offen, und tangiert auch die Praxis des Europäischen Patentamts nicht. Christoph Then von KEINE PATENTE AUF SAATGUT! begrüßt sie dennoch: „Von der heutigen Abstimmung geht ein wichtiges Signal aus. Es herrscht bei allen Parteien im Bundestag Einigkeit darüber, dass wir dem Zugriff der Konzerne auf unsere Lebensgrundlagen klare Grenzen setzen müssen. Allerdings müssen wir auch in Zukunft über die Formulierung der Gesetze weiter streiten – das gilt sowohl für Deutschland als auch für die europäische Ebene“.

Erteilte Patente am Europäischen Patentamt 1980-2012
1. BAYER: 206
2. DUPONT-PIONEER: 179
3. BASF: 144
4. SYNGENTA: 135
5. MONSANTO: 119
6. DOW: 20

Agrogentechnik: Zahl der Patentanträge 1980-2012
1. DUPONT-PIONEER: 1.454
2. BASF: 1.273
3. SYNGENTA: 961
4. MONSANTO: 811
5. BAYER: 771
6. DOW: 228>

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