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Merkblatt: Fieber: Dengue-Fieber

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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24.8.2011: Statt die Menschen die Mücken immunisieren: Bakterium immunisiert die Mücken gegen den Dengue-Virus

aus: n-tv online: Dengue-Fieber eindämmen: Bakterie macht Mücke resistent; 24.8.2011;
http://www.n-tv.de/wissen/Bakterie-macht-Muecke-resistent-article4131216.html

<Das Dengue-Fieber ist die am häufigsten von Moskitos übertragene Krankheit. Forscher entdecken im Labor eine Bakterien-Art, die die Aedes-Mücken gegen den Virus immun machen.

Australische Forscher haben mit Hilfe von Bakterien im Labor Moskitos als Überträger des Dengue-Virus ausgeschaltet. Sogenannte Wolbachia-Bakterien machten die Insekten immun gegen das Virus, berichten die Wissenschaftler um den Biologen Scott O'Neill von der Monash-Universität in Melbourne im britischen Fachjournal "Nature". Die Mücken konnten die Erreger somit auch nicht mehr weitergeben. Das Dengue-Fieber ist die häufigste von Moskitos übertragene Krankheit weltweit. Jedes Jahr gibt es 50 bis 100 Millionen Infektionen, rund 40 Prozent der Weltbevölkerung sind gefährdet.

Dengue-Viren werden über Aedes-Mücken übertragen, vor allem durch Aedes aegypti. Die Mücken sind vor allem in Asien, Süd- und Mittelamerika, der Karibik und Afrika verbreitet, vereinzelt wurden Ansteckungen in Europa bekannt. Auch in Australien kommen sie vor. An Impfstoffen wird derzeit gearbeitet.

Wolbachia-Bakterien machen resistent

Sind Mücken von einer bestimmten Wolbachia-Art befallen, werden sie gegen Dengue-Viren nahezu komplett resistent, schreiben O'Neill und Kollegen. Wolbachia-Bakterien leben in den Zellen vieler Insekten, auch in manchen Moskitos. Bislang sei jedoch noch nicht beschrieben worden, dass sie in Aedes-aegypti-Mücken natürlicherweise vorkommen, sagte die Biologin Stefanie Müller vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg.

O'Neill und seine Kollegen infizierten Aedes-aegypti-Weibchen im Labor gezielt mit einem bestimmten Wolbachia-Stamm, die Moskitos wurden immun. Die Wolbachia-Bakterien werden von weiblichen Mücken an die Nachkommen weitergegeben. Ziel sei, die Zahl der weiblichen infizierten Nachkommen zu maximieren, schreibt Jason L. Rasgon von der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore in einem Begleitartikel in "Nature". Dadurch können sich die Bakterien schnell in einer Population ausbreiten.

Mücken werden nicht ausgerottet, sondern ersetzt

Die Australier probierten das aus und entließen Anfang des Jahres an zwei Orten nahe der Stadt Cairns (Queensland) über mehrere Wochen jeweils insgesamt 150.000 Moskitos in die Freiheit, die Träger des speziellen Wolbachia-Stammes waren. Den Angaben zufolge verdrängten diese Moskitos in wenigen Monaten nahezu die kompletten natürlichen Aedes-aegypti-Populationen in diesen Gegenden. Der Vorteil der Strategie liege darin, dass nicht die Moskitos als Überträger komplett ausgerottet, sondern durch resistente Exemplare ersetzt werden, betont Rasgon. So würden die ökologischen Folgen vermutlich minimiert.

dpa>

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n-tv
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27.9.2011: Dengue-Fieber nicht im Griff in Süd-"Amerika"

aus: n-tv online: Tausende Todesfälle: Dengue grassiert in Lateinamerika; 27.9.201m1;
http://www.n-tv.de/reise/Dengue-grassiert-in-Lateinamerika-article4250946.html

<Reisende in Süd- und Mittelamerika sollten sich bei Grippesymptomen von einem Arzt untersuchen lassen. Denn derzeit grassiert dort das Dengue-Fieber. Es gibt in diesem Jahr bereits eine Million Erkrankungs- und tausende Todesfälle.

In Brasilien, Bolivien, Kolumbien, Paraguay, Peru und Mexiko seien in diesem Jahr bereits rund eine Million Menschen am Dengue-Fieber erkrankt, warnt das Centrum für Reisemedizin (CRM) in Düsseldorf. Die tatsächliche Zahl liege wahrscheinlich deutlich höher, da nicht jede Erkrankung gemeldet wird. Allein in Brasilien wurden mehr als 715.000 Fälle bestätigt, 3120 Menschen starben.

Typische Symptome von Dengue sind hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen sowie eine flüchtige Rötung der Haut. Fieber und Schmerzen klingen meist nach einer Woche ab, viele Patienten fühlen sich aber danach noch lange matt. Die erste Erkrankung verlaufe meist gutartig, erklärt das CRM. Bei weiteren Infektionen könnten jedoch innere Blutungen und Schocksymptome auftreten.

Vor den Stichen der Tigermücke schützen

Das CRM rät, sich tagsüber vor Stichen der Tigermücke zu schützen, die das Dengue-Virus überträgt. Dazu sollten sich Reisende mit Mückenschutzmittel eincremen, das den Wirkstoff DEET in einer Konzentration von mehr als 30 Prozent enthält. Es biete für rund drei Stunden Schutz vor den meisten stechenden Insekten. Außerdem empfiehlt das CRM, helle, geschlossene Kleidung zu tragen und diese mit dem Insektizid Permethrin zu imprägnieren.

dpa>


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Dengue in Pakistan nach langen Monsunregen:


Crónica viva del Perú, Logo




Epidemia de dengue mata a 186 personas en Pakistán [Video]

Dengue-Fieberepidemie tötet in Pakistan 186 Personen

de / aus:
http://www.cronicaviva.com.pe/index.php/mundo/resto-del-mundo/29218--epidemia-de-dengue-mata-a-186-personas-en-pakistan-video

Sábado, 08 de Octubre de 2011 10:02



Samstag, 8. Oktober 2011, 10:02 Uhr; Übersetzung von Michael Palomino

PAKISTÁN.-Al menos 186 personas han muerto tras una epidemia de dengue que se extendió en la población hace un mes y medio pese a la advertencia realizada por la Organización Mundial de la Salud (OMS), para que tomen las medidas preventivas.

Las autoridades sanitarias de este país informaron que el dengue causó estragos en Pakistán y desde que se empezó a extender, hace un mes y medio, ha acabado con la vida de al menos 186 personas.

Todas estas muertes se han registrado en la ciudad de Lahore y aledaños, según un funcionario dedicado a la atención de los casos de dengue de la provincia oriental de Punyab.

El número total de pacientes que se sospecha que han padecido dengue asciende a 15 mil 065, según la fuente.

Distintas fuentes del Departamento de Salud de Punyab (las competencias en esta materia han sido descentralizadas) rehusaron comentar detalles sobre la propagación de la enfermedad en Pakistán.

La situación ha desbordado a las autoridades, que se han tenido que volcar además en la ayuda humanitaria en la vecina provincia sureña de Sindh, donde las inundaciones han dejado hasta el momento 7,5 millones de afectados.

La estación monzónica y las relativamente altas temperaturas favorecen la propagación del dengue, especialmente en Punyab.

Las autoridades han lanzado campañas de prevención de esta enfermedad transmitida por los mosquitos y se han visto obligadas a cerrar las escuelas públicas durante varios días.

La infección se muestra letal con los pacientes que sufren fiebre hemorrágica y que tienen un acceso limitado al servicio sanitario, aunque los medios también han informado del fallecimiento incluso de diputados regionales a causa de la enfermedad.

La Organización Mundial de la Salud (OMS) advirtió a finales de septiembre de una posible epidemia de dengue en Pakistán. Se teme que la cifra de victimas mortales aumente.


C.A.U



Pakistan. - Mindestens 186 Personen haben durch eine Dengue-Fieberepidemid das Leben verloren. Die Epidemie breitet sich seit einem Monat aus, und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat alle Hände voll zu tun, damit in der Region die notwendigen Massnahmen ergriffen werden.

Das Gesundheitsministerium des Landes informierte, das Dengue-Fieber habe im Land bereits schwere Schäden angerichtet, und seit es sich seit 1 1/2 Monaten ausgeweitet habe, seien 186 Personen daran gestorben.

Alle diese Toten wurden gemäss Angaben eines für die Kontrolle des Denguefiebers zuständigen Beamten in der Prozinz Pundschab in der Stadt Lahore und in den angrenzenden Gebieten registriert.

Die Anzahl der betroffener Patienten stieg gemäss Schätzungen desselben Beamten auf 15.065.

Es wird laufend Propaganda zum Schutz vor der Krankheit gemacht, in allen verfügbaren Zeitungen.

Die Situation entglitt den Behörden, und auch die Nachbarprovinz Sindh ist betroffen, wo ebenfalls 7,5 Millionen von den Überschwemmungen betroffen sind.

Die Monsun-Saison und die relativ hohen Temperaturen begünstigen die Verbreitung des Dengue-Fiebers, speziell im Punyab.

Die Behörden fahren Kampagnen zur Vorbeugung gegen die Krankheit, die von Mücken übertragen wird, und einige öffentliche Schulen mussten während einiger Tage geschlossen werden.

Die Infektion wird tödlich, wenn die Patienten hämorrhagisches ieber haben und nur beschränkten Zugang zu sanitären Diensten haben. Gemäss Medienberichten sind aber auch regionale Abgeordnete an der Krankheit bereits gestorben.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnte Ende September vor einer möglichen Dengue-Epidemie in Pakistan. Es wird befürchtet, dass die Zahl der Toten noch steigen wird.

C.A.U.


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Spiegel
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31.10.2011: Genetisch veränderte und sterile Moskitomännchen sollen die Moskitos selber ausrotten

aus: Spiegel online: Gentechnik: Kritiker verurteilen Tests mit Selbstmord-Moskito; 31.10.2011;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,794928,00.html

<Von Cinthia Briseño

Oxitec/ Derric Nimmo

Eine Biotech-Firma setzt eine umstrittene Waffe im Kampf gegen das Dengue-Fieber ein: Genetisch veränderte und sterile Moskitomännchen sollen ihre Art selbst ausrotten und so die Übertragung des tödlichen Virus stoppen. Ein erster Feldversuch klappte - Kritiker reagieren empört.

Nun hat es Luke Alphey doch geschafft. Der Forscher hat einen langen Weg hinter sich. Bereits vor gut drei Jahren hätte sein einzigartiger Feldversuch in Asien starten sollen. Es wäre eine Weltpremiere gewesen. Doch sein Plan scheiterte am Widerstand von Naturschützern und der Bevölkerung. Obwohl die Regierung in Kuala Lumpur grünes Licht gegeben hatte, wollten die Bewohner des Fischerdorfs Pulau Ketam Alpheys Gentechnik-Mücke nicht. Dabei soll sie Segen für Millionen Menschen sein. Mit ihr will Alphey, Gründer des britischen Biotech-Unternehmens Oxitec (Oxford Insect Technologies), das in der Nähe von Oxford seinen Sitz hat, eine tödliche Virusinfektion ausrotten: das Dengue-Fieber.

Nach dem geplatzten Versuch musste Alphey einen neuen Ort suchen, um seine genetisch veränderte Mücke im Feldversuch zu testen. Der Start-up-Gründer fand ihn: 2009 entließ Oxitec auf Grand Cayman, der größten der karibischen Kaimaninseln, rund 3,3 Millionen sterile Moskitomännchen der Art Aedes aegypti. Die Insekten sind Hauptüberträger des Dengue-Fiebers. Alpheys Gentech-Gelbfiebermücke trägt den Namen OX513A, weil in deren Genom eine zusätzliche DNA-Sequenz steckt. Diese bewirkt, dass die Nachkommen noch im Larvenstadium sterben, wenn sie nicht mit einem speziellen Antibiotikum behandelt werden.

Es war der erste Feldversuch in kleinem Maßstab, daran beteiligt war auch eine Behörde der Insel, die Mosquito Research and Control Unit (MRCU). Jetzt präsentiert Alpheys Team das Resultat im Fachmagazin "Nature Biotechnology". Für Alpheys Team und sein Unternehmen könnte es der Durchbruch sein - und bald die Kassen klingeln lassen. Das Experiment beweist erstmals, dass die Methode per se funktioniert. Wilde Aedes-aegypti-Weibchen paarten sich mit den todbringenden OX513A-Männchen und die Zahl der gefährlichen Dengue-Überträger reduzierte sich.

Angespanntes Verhältnis

Schon im November 2010 verkündeten die Forscher erste Ergebnisse auf dem Treffen der US-Gesellschaft für Tropenmedizin und Hygiene in Atlanta, doch das rief die Kritiker erneut auf den Plan. Kurz nach dem Kongressvortrag veröffentlichte das Wissenschaftsjournal "Science" einen Artikel, in dem von "angespannten Beziehungen" die Rede ist: Die Stiftung von Bill und Melinda Gates fördert mit knapp 20 Millionen Dollar ein internationales Großprojekt für die Entwicklung von gentechnisch veränderten Mücken. Oxitec kommt mit fünf Millionen Dollar ein beachtlicher Teil des Kuchens zugute. Doch der Leiter des Moskito-Projekts, Anthony James von der University of California in Irvine, kritisierte Alpheys Vorgehen aufs Schärfste.

Er selbst bereitet seit Jahren einen ähnlichen Feldversuch in Mexikos Bundesstaat Chiapas vor, ebenfalls mit Mücken aus den Laboren von Oxitec, doch dabei sollen Käfige die unkontrollierte Verbreitung der Mücken verhindern. Niemals hätte er die Moskitos so freigesetzt, empörte sich James, wie Alphey es auf Grand Cayman getan hätte.

Gegen die Mücken mit dem Selbstauslöschungsprogramm gibt es seitens der Kritiker viele Vorbehalte und Befürchtungen. Das Hauptargument: Abläufe in einem Ökosystem sind komplex, niemand kann sie genau vorhersagen. Löscht man ein Glied der Nahrungskette, könnte das unabsehbare Folgen haben. Manche Genetiker fürchten zudem, dass sich das Erbgut der gentechnisch veränderten Mücken wiederum verändern könnte: Manche Larven könnten das tödliche Gen möglicherweise doch überleben und ihrerseits auf die Nachkommen abgeben.

Impfung gegen Dengue ist noch nicht in Sicht

Alpheys Publikation führt dagegen die nackten Zahlen ins Feld: Nach Schätzungen der WHO erkranken jährlich 50 Millionen Menschen am Dengue-Fieber, Tendenz steigend, mehr als 12.000 sterben daran. Und eine Impfung, wie sie etwa bei der tödlichen Tropenkrankheit Malaria in Sichtweite ist, gibt es bisher nicht.

Wer sich mit dem Dengue-Virus ansteckt, wird nach drei Tagen bis zwei Wochen erst von teils hohem Fieber und Schüttelfrost geplagt. Heftige Kopfschmerzen, Schmerzen hinter den Augen, in den Muskeln und Gelenken sowie Hautausschläge können hinzukommen. Manchmal kommt es zum hämorraghischen Fieber, das zu inneren Blutungen führt.

Die Idee, durch Insekten übertragbare Krankheiten mit Hilfe von genetisch veränderten Tieren zu bekämpfen, ist nicht neu. Bereits in den vierziger Jahren kam der Gedanke auf, sterile Moskitomännchen in die Umwelt zu setzen. Die Forscher sterilisieren die Insekten dafür durch Bestrahlung. Damit konnte man bereits in den fünfziger Jahren die Schraubenwurmfliege, deren Larven sich tief in das Fleisch ihres Wirts fressen, erstmals auf Curaçao ausrotten. In den neunziger Jahren gelang das gleiche mit der Schlafkrankheit bringenden Tsetsefliege auf Sansibar.

Doch bei Moskitos ist die Bestrahlung weniger effektiv: Die Männchen werden zwar steril, allerdings schwächt die Bestrahlung die Insekten insgesamt, weshalb sie schnell daran zugrunde gehen. Deshalb setzt man auf die Gentechnik, ähnliche Experimente gibt es auch im Kampf gegen die Malaria. Und auch klassische Züchtungsmethoden kommen zum Einsatz: Erst kürzlich hat ein Team eine Mückenart im Feldversuch getestet, die Dank eines speziellen Bakterienstamms, den sie in sich trägt, gegen das Dengue-Virus resistent ist und es nicht überträgt.

Derweil ist Alphey fleißig dabei, sein Projekt weiterzutreiben. Nach dem Desaster in Asien hatte Oxitec seine Hausaufgaben gemacht, informierte die Behörden, führte Informationskampagnen für die Bevölkerung durch, warb bei wichtigen Politikern der Insel für sein Projekt und schulte die Mitarbeiter der Mosquito Research and Control Unit. Den Tag, an dem die ersten gentechnisch veränderten Insekten ins Freie gesetzt wurden, bekam dagegen kaum einer mit, es war eine unauffällige Verkündung. Und Oxitec zieht bereits in den nächsten Feldversuch: Nun soll die OX513A-Mücke die Felder in Brasilien erobern.>

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Spiegel
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23.4.2012: Dengue mit Parasitenpilz bekämpfen, der die Mücken tötet

aus: Spiegel online: Tropenkrankheit: Parasiten-Pilz soll Dengue-Fieber bekämpfen; 23.4.2012;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,828505,00.html

<Von Alexandra Jane Oliver

Gegen das tropische Dengue-Fieber kann die moderne Medizin wenig ausrichten. Die Zahl der Erkrankten steigt weltweit , eine Impfung gibt es nicht. Einer Studie zufolge könnte eine parasitärer Pilz die Lösung sein. Er tötet die Mücken, die Dengue-Fieber an Menschen übertragen.

Brisbane - Seit Jahrzehnten kämpfen Mediziner gegen das tropische Dengue-Fieber - mit wenig Erfolg. Bis heute gibt es keine Impfung gegen die Virusinfektion. Mit verschiedenen Mitteln rücken Forscher den Stechmücken, die den Erreger übertragen, zu Leibe; etwa mit genetisch veränderten, sterilen Moskitomännchen. Nun kommt auch ein natürlicher Gegner der Insekten zum Einsatz: ein parasitärer Pilz.

Bis zu hundert Millionen Menschen erkranken der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge jedes Jahr an Dengue-Fieber. Übertragen wird die Krankheit vor allem von ägyptischen Tigermücken. Auf tropische Länder beschränkt sich das Infektionsrisiko nicht. 2010 seien auch Menschen in Frankreich und Kroatien an Dengue-Fieber erkrankt, berichtet die Weltgesundheitsorganisation WHO. In Deutschland sind in diesem Jahr bisher 80 Fälle gemeldet worden.

Forscher hoffen, dass ein Pilz im Kampf gegen die Mücken helfen kann, die teilweise resistent gegen Insektizide geworden sind. "Beauveria bassiana" tötet Mücken und sorgt bei den überlebenden Insekten dafür, dass sie Menschen deutlich weniger stechen", schreiben australische Forscher um Jonathan Darbro im Fachmagazin "The American Journal of Tropical Medicine and Hygiene".

In Freiluft-Käfigen getestet

Der Pilz kommt im Erdboden vor und befällt als Parasit verschiedene Insektenarten. Landwirte setzen ihn bereits ein, zum Beispiel zur Bekämpfung von Kirschfruchtfliegen. Die Wissenschaftler untersuchten am Queensland Institute of Medical Research in Brisbane, wie ägyptische Tigermücken auf den Parasiten reagieren. Ganz neu ist diese Idee nicht, der Pilz wurde bereits an Tigermücken getestet.

Die Forscher konnten damals aber nur beweisen, dass er Tigermücken im Labor auslöscht. Ob der Trick auch in freier Wildbahn und bei starken Temperaturschwankungen funktionieren würde, war unklar. Darbro und seine Kollegen testeten den Pilz deshalb auch in Freiluftkäfigen.

Im Labor starben 88 Prozent der Mücken an der Pilzinfektion. In den Freiluft-Käfigen war die Sterberate variabler. Hier tötete der Pilz 59 bis 95 Prozent der Tigermücken. Die Insekten, die überlebten, waren verändert: Sie legten weniger Eier und das Risiko von ihnen gestochen zu werden sank um 30 Prozent. Dass die Mücken irgendwann gegen den Pilz resistent werden, sei unwahrscheinlich, schreiben die Forscher.

"Der Pilz darf Menschen nicht gefährden"

Von der praktischen Umsetzung ist man aber noch weit entfernt. Der Grund: Wenn die Mückenausrottung klappen soll, müssen Experten den Pilz in Wohngebieten anwenden. Dengue-Mücken vermehren sich dort besonders gut in Regentonnen, Pfützen, Töpfen und Tümpeln. "Man muss ausschließen, dass der Pilz für Menschen gefährlich ist", sagte Adriana Costero vom US-Institute für Allergien und Infektionskrankheiten (NIAID) dem Wissenschaftsmagazin "The Scientist". In der Studie waren Darbro zufolge auch einige Menschen mit den Pilzsporen infiziert worden. "Diese Personen wurden aber alle erfolgreich behandelt", erklärte er.

Die wichtigste Frage sei aus seiner Sicht, wie Experten die Mücken großflächig mit dem Pilz infizieren könnten. "Man muss die richtige Stelle finden, das ist die größte Herausforderung."

Der deutsche Biologe Andreas Krüger ist skeptisch, ob sich die Mücken großflächig ausrotten lassen: "Die Studie ist zwar vielversprechend, aber das Problem ist, dass die Pilze nicht im Wasser überleben. Mückenlarven kann man hiermit also nicht töten", sagt Krüger, der für die Bundeswehr am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg arbeitet. Die Behörden müssten die erwachsenen Mücken dort aufspüren, wo sie sich aufhalten - also quasi in jeder Nische.

"Die Mückenlarven müssten getötet werden"

Dem Biologen zufolge ist die Infektion mit Pilzsporen aus diesem Grund auch schon bei der Bekämpfung von Malaria-Mücken vorerst gescheitert. Eine Alternative wäre, die Insekten auf eine bestimmte Fläche zu lotsen. "In Afrika werden so Tsetse-Fliegen auf große Stofftücher gelockt. Das Material könnte mit Pilzsporen besprüht werden, so würde sie sich anstecken", erklärt er.

Das Problem: Tsetse-Fliegen könne man mit blau-schwarzer Farbe leicht ködern. Mücken reagieren dem Experten zufolge aber eher auf Duftstoffe und sind nicht so leicht anzulocken. Sie legen grundsätzlich keine weiten Strecken zurück, weil sie in einem Wohngebiet brüten und fressen können. Sein Fazit: "Nur wenn Experten es schaffen, die Mückenlarven im Wasser zu töten, hat die Mückenbekämpfung gute Chancen auf Erfolg."

Im Rahmen der "Eliminate Dengue"-Kampagne testen australische Forscher um den Biologen Scott O'Neill derweil eine andere Methode. Sie hatten bereits 2011 Tigermücken mit sogenannten Wolbachia-Bakterien infiziert und ihre Ergebnisse im Wissenschaftsmagazin "Nature" veröffentlicht. Das Bakterium machte die Mücken immun gegen Dengue-Fieber. Die Dengue-resistenten Insekten setzten die Wissenschaftler dann in der Natur aus.

Der Plan: Sie sollten sich mit anderen Tigermücken paaren und so unter den Insekten nach und nach eine Resistenz gegen Dengue-Fieber aufbauen. Der Versuch war erfolgreich, aber die mit Wolchachia-Bakterien infizierten Mücken starben früher. Dieses Jahr wollen die Forscher untersuchen, wie sich die mit Bakterien infizierten Mücken in Gebieten schlagen, in denen Dengue-Fieber besonders verbreitet ist. Die Versuche finden in Vietnam, Thailand, Indonesien und Brasilien statt.>

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Spiegel
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18.5.2012: <Dengue-Fieber Die unterschätzte Krankheit>

aus: Spiegel online; 18.5.2012;

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/dengue-fieber-tropenkrankheit-verbreitet-sich-schnell-a-833829.html

<Die Tropenkrankheit könnte mehr Menschen töten als Malaria, warnt die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. Die moderne Medizin kann gegen die Krankheit bisher noch wenig ausrichten, Bluttests sind noch langsam und teuer.

Hamburg - Eine gefährliche Karriere: Innerhalb weniger Jahrzehnte ist das von Viren ausgelöste Dengue-Fieber zu einer der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt aufgerückt, warnen Gesundheitsexperten. Vor 1970 sei die Tropenkrankheit nur aus neun Ländern bekannt gewesen. Nun seien infizierte Überträgermücken bereits in über hundert zumeist tropischen Staaten verbreitet. Das in schweren Fällen zu inneren Blutungen führende Leiden hat die Weltgesundheitsorganisation WHO erstmals in den fünfziger Jahren bei größeren Ausbrüchen auf den Philippinen und in Thailand registriert. Mehr als 40 Prozent aller Menschen lebten in Dengue-Gebieten.

Das seien ähnliche Zahlen wie bei Malaria, die aber nach Einschätzung der WHO in den Jahren 2004/2005 ihren Höhepunkt überschritt und rückläufig sei, sagt Andreas Stadler, Gesundheitsexperte der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Eschborn. Dengue hingegen breite sich weiter aus.

Weltweit gesehen könnten die Dengue-Viren möglicherweise sogar mehr Menschen töten als die Malariaerreger, meint Stadler, denn die Dengue-Symptome seien nicht eindeutig und würden beispielsweise in Malariaregionen oft als Malaria diagnostiziert. Letztere sei in diesen Gebieten meistens ebenfalls im Blut nachweisbar. Bei Malaria genüge ein Tropfen Blut unter dem Mikroskop, um die vergleichsweise großen Erreger, die einzelligen Plasmodien, zu erkennen.

Für die winzigen Dengue-Viren benötige man dagegen einen Bluttest, der zwar auch schon relativ schnell und billig, aber dennoch längst nicht in jeder Gesundheitseinrichtung der Welt verfügbar sei. Zudem sei er nicht besonders sicher. Eindeutige Nachweismethoden sind nach Auskunft Stadlers teuer und nicht in jedem Labor möglich. "Dengue ist so ein bisschen die vergessene Krankheit", ergänzt Stadler. Einen Impfstoff oder eine direkte Therapie gibt es bislang nicht. "Man kann nur Vorbeugung betreiben und die Symptome möglichst früh behandeln."

50 bis 100 Millionen Infektionen pro Jahr

Nach WHO-Schätzungen gibt es weltweit 50 bis 100 Millionen Dengue-Infektionen pro Jahr. Etwa 500.000 Menschen müssen in Kliniken behandelt werden, davon sterben etwa 2,5 Prozent, vor allem Kinder. Bei guter Versorgung sei die Todesrate zwar geringer. In einigen Ländern Südostasiens und Lateinamerikas ist Dengue nach Einschätzung der WHO dennoch eine der häufigsten Todesursachen bei Kindern.

Die Überträgermücken Aedes albopictus und Aedes aegypti - oder deren Eier - reisen Stadler zufolge vor allem mit dem Containerhandel durch die Welt. Aber auch von Touristen werden sie verbreitet. "Das Insekt ist total anpassungsfähig, ein echter Überlebenskünstler. Und die bevorzugten Gebiete weiten sich aus, etwa Städte mit Kanälen und vielen kleinen Wasserflächen." Zur Reifung der Eier genügten schon kleinste Wassermengen, zum Beispiel in Joghurtbechern oder Altreifen. "Zudem hat die Mücke mit der sinkenden Zahl an Frosttagen auch bessere Überlebenschancen."

"Wir schätzen Dengue vom Potential her stärker ein als die Malaria, weil sich das Virus schneller verbreitet", sagt auch der Leiter der Virusdiagnostik am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) in Hamburg, Jonas Schmidt-Chanasit. Die Fallzahlen der Malaria seien zwar noch höher. Doch das Dengue-Virus gehöre zu den sich am schnellsten ausbreitenden Erregern weltweit. Sicher spiele auch die Verbreitung von Schnelltests eine Rolle beim Anstieg der registrierten Fälle. "Aber es gibt auch mehr Fälle."

Wenig Fälle in Europa

Schrecken in Europa verbreiteten zwei Meldungen aus dem Jahr 2010 über Dengue-Virus-Übertragungen auf dem Kontinent. Ein 72 Jahre alter Mann, der im August 2010 mit dem Auto nach Südkroatien gereist war, hatte kurz nach seiner Rückkehr nach Deutschland hohes Fieber sowie Kopf-, Glieder- und Augenschmerzen. Das berichtet das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin. Diagnose: Dengue-Fieber. Im September 2010 steckten sich zudem zwei Menschen in Südostfrankreich mit dem Virus an.

Rasend schnell verbreitet sich die Krankheit in Europa bislang dennoch nicht. In dem kleinen Gebiet im Südosten Frankreichs ist es bei den zwei Infizierten geblieben, in der betroffenen Region Kroatiens sind nach Angaben der EU-Seuchenbehörde ECDC nachträglich frühere Infektionen registriert worden. "Von beiden Gebieten ist bekannt, dass sich die Überträgermücke Aedes albopictus gut etabliert hat", schreibt das Institut. "Seit 2010 wurde in Europa keine weitere Übertragung bekannt", erläutert Schmidt-Chanasit. Das bedeute aber keine Entwarnung, da solch' eine Krankheit, je nach Temperatur und Niederschlag, mal häufiger und mal weniger auftrete. In Frankreich seien die Patienten zudem sofort isoliert worden.

Italien besonders gefährdet

In Europa ist Aedes albopictus, die sogenannte Tigermücke, schon viel weiter verbreitet als das Virus. "In Italien wird die Mücke überhaupt nicht oder mangelhaft bekämpft, so dass sie bereits im gesamten Land heimisch ist", kritisiert Schmidt-Chanasit. "Wir haben viele italienische Reiserückkehrer aus den Tropen, die mit einer Dengue-Virusinfektion nach Italien zurückkommen. Die müssen theoretisch nur gestochen werden, und dann ist das Virus dort." Zwar sei in Italien noch keine Dengue-Übertragung nachgewiesen worden, dies sei aber in den kommend Jahren zu erwarten. Stärker werde die Tigermücke in der Schweiz, Frankreich und Spanien bekämpft. In den Niederladen sei das Insekt über Glücksbambus-Pflänzchen aus China in Gewächshäuser transportiert, aber bislang nicht außerhalb davon nachgewiesen worden.

Es nutze nichts, mit Flugzeugen Insektizide großflächig zu versprühen. "Man muss in jeden Blumentopf, jeden Gulli beispielsweise eine Tablette mit dem biologischen Insektenmittel Bti (Bacillus thuringiensis israelensis) einbringen", sagt Schmidt-Chanasit. In Stadtstaaten wie Singapur lasse sich so etwas umsetzen, in Thailand sei es schwer. Besonders tückisch: Die Dengue-Viren können sich im Gegensatz zu Malariaerregern auch über die Mückeneier verbreiten.

Eine Studie von Anfang Mai zeigte dennoch, dass sich die Bekämpfung sogar finanziell lohnen kann: Auf Puerto Rico verursache Dengue jährliche Kosten von knapp 40 Millionen Dollar (30 Millionen Euro) durch Therapie und den Ausfall an Arbeitskraft, errechnete ein Team um Donald Shepard von der amerikanischen Brandeis University. Ein Dollar in die Bekämpfung der Mücke investiert spare 5 Dollar solcher Kosten.

Ein Todesfall in Deutschland

Im Südwesten Deutschlands seien bereits ein Mückenei und im vergangen Jahr auch ein Tigermücken-Weibchen entdeckt worden, ergänzt Schmidt-Chanasit. "Das sind jetzt Einzelnachweise, aber es ist sicher nur eine Frage der Zeit, bis sich die Mücke etabliert hat." Ob sich die Tigermücke in diesem Jahr dort ausbreite, werde in Zusammenarbeit mit der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Stechmückenplage (KABS) untersucht. Im Sommer werden Ergebnisse erwartet.

Bislang registrierte Deutschland einen Dengue-Todesfall: Eine 21 Jahre alte Reiserückkehrerin starb 2010 an Dengue - weil die Diagnose "Dengue-Fieber" nicht rechtzeitig gestellt wurde. "Ärzte hatten bei ihr eine Gallenblasenentzündung vermutet. Bei der Gallenblasenentfernung ist sie dann verblutet", sagt Schmidt-Chanasit. "In Deutschland mit unserer Intensivmedizin muss eigentlich bei frühzeitiger und richtiger Diagnose keiner an Dengue sterben." Man könne die Krankheit zwar nicht direkt, wohl aber deren Symptome behandeln und den Körper allgemein stärken.

Hat ein Mensch einmal die Attacke durch ein Dengue-Virus überstanden, ist er gegen diesen Typ immun. Es gibt aber vier verschiedene Dengue-Virustypen. "Daher kann jeder Mensch viermal im Leben erkranken", erläutert Schmidt-Chanasit. Jede weitere Infektion mit dem Erreger kann dann gefährlicher verlaufen. Die erste Infektion sei meist relativ leicht zu überstehen. Bei einer zweiten oder dritten Infektion könnten innere Blutungen jedoch zum Tod führen. Durch den internationalen Transport seien alle vier Dengue-Virustypen aber inzwischen weltweit verbreitet.

Nur ein Zehntel der Fälle wird entdeckt

Das Robert Koch-Institut registrierte im Jahr 2001 noch 60 eingeschleppte Fälle. 2010 waren es schon knapp 600. Gründe seien die Zunahme der Fernreisen und die Verbreitung der Viren. Doch oftmals zeigt sich die Krankheit nur mit leichtem Fieber und wird gar nicht erst erkannt. "Wir gehen davon aus, dass ungefähr nur ein Zehntel der importierten Fälle diagnostiziert werden", erläutert Schmidt-Chanasit. Ärzte sollten bei kranken Reiserückkehrern Dengue stärker in Betracht ziehen: Hauptsymptome seien ein Hautausschlag am Rumpf, Fieber sowie Gliederschmerzen. Reisende könnten sich mit Abwehrmitteln schützen, die den Wirkstoff DEET enthalten. Ein Mückennetz helfe auch gegen die Tigermücke. "Man sollte die Netze aber auch zusätzlich mit Insektiziden besprühen."

Was aber lässt sich ansonsten in Entwicklungsländern tun? "Wir stärken die Gesundheitssysteme und fördern Umwelthygienemaßnahmen in Siedlungsräumen", meint GIZ-Experte Stadler. So werde die Bevölkerung aufgerufen, kleinste Wasseransammlungen zu vermeiden und das Umfeld von Häusern dementsprechend zu sanieren. Sümpfe und Straßengräben sollten trockengelegt werden. Auch die WHO und andere Organisationen fördern wieder, wie vor 50 Jahren, diesen Ansatz. "Das kommt jetzt wieder in Mode", meinte Stadler, nachdem die Nutzung des Insektizids DDT stark eingeschränkt und ein Teil der Mücken auch resistent dagegen geworden sei. "Mehr kann man eigentlich nicht machen."

nik/dpa>

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Der
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18.6.2012: Immer mehr Dengue-Fieber im tropischen Asien

aus: Der Standard online: Dengue-Fieber breitet sich in Südost-Asien rasch aus; 18.6.2012;
http://derstandard.at/1339638168685/Vorsicht-im-Urlaub-Dengue-Fieber-breitet-sich-in-Suedost-Asien-rasch-aus

<Eine der am häufigsten von Mücken übertragenen Krankheiten weltweit - Die Symptome ähneln denen einer Grippe, schwere Verläufe sind möglich.

Manila - Das gefährliche Dengue-Fieber breitet sich in Südostasien trotz regionaler Bekämpfungsaktionen weiterhin stark aus. Dengue bleibe eine "ernste Gefahr für die öffentliche Gesundheit", warnte die Weltgesundheitsorganisation WHO anlässlich des "Asean Dengue Day" der südostasiatischen Staatenorganisation Asean.

Anstieg der Fälle in den meisten Ländern

Eine im Vorjahr von Asean ins Leben gerufene Kampagne gegen Dengue scheint wenig Wirkung zu zeigen. Die meisten der zehn Mitgliedsstaaten meldeten für 2012 einen Anstieg der Fälle. Dengue-Fieber ist eine der am häufigsten von Mücken übertragenen Krankheiten weltweit.

In Kambodscha wurden nach WHO-Angaben von Beginn 2012 bis Mitte Juni 4.054 Dengue-Erkrankungen gemeldet, fast fünfmal so viel wie im Vorjahreszeitraum. In Laos stieg die Zahl der Erkrankungen von 526 auf 778, und in Malaysia von 8.720 auf 10.352. In den Philippinen meldete das Gesundheitsministerium 32.193 Fälle von Jänner bis Anfang Juni, etwa 2.000 mehr als in den Vergleichsmonaten im Vorjahr. Die Zahl der Dengue-Todesfälle in den Philippinen fiel allerdings von 201 auf 195, so die Behörde. Lediglich Singapur und Vietnam meldeten leicht sinkende Erkrankungszahlen. In Australien, wo die Dengue übertragenden Aedes-Mücken nur weit im Norden des Landes vorkommen, verdoppelte sich die Zahl der Infektionen auf knapp über 900. Australien ist kein Asean-Mitglied.

Das Dengue-Fieber könne nicht von den Gesundheitssektoren allein besiegt werden, auch der private und der öffentliche Sektor müssten aktiv werden, mahnte die WHO.

Grippeähnliche Symtome

Weltweit gibt es jährlich 50 bis 100 Millionen Dengue-Infektionen. Rund 40 Prozent der Weltbevölkerung leben in Dengue-Gebieten. Die Viren werden über Mücken übertragen, die vor allem in Asien, Süd- und Mittelamerika, der Karibik und Afrika verbreitet sind. Die Symptome des Knochenbrecherfiebers, wie die Krankheit auch genannt wird, können denen einer Grippe ähneln und werden von starken Kopf-, Muskel- und Gliederschmerzen begleitet. Es kann insbesondere nach erneuten Infektionen aber auch zu inneren Blutungen und im schlimmsten Fall zum Tod des Infizierten kommen. In Thailand und den Philippinen testet der Pharmakonzern Sanofi Pasteur einen Impfstoff - bislang gibt es noch keinen auf dem Markt. Ergebnisse werden für September erwartet. (APA)>


Lesermeinungen ergänzen wichtige Details: Es gibt vier verschiedene Stämme, und wenn hintereinander die Erkrankung mit zwei verschiedenen Stämmen erfolgt, kann es tödlich sein:

Die Leute meinen, sie hätten eine Grippe gehabt

<Das Tückische ist eben dass die Symptome bei einer Erkrankung denen einer normalen Grippe ähneln, es holen sich mehr Urlauber in Asien einen grippalen Infekt als man glaubt, meist hervorgerufen den den ungewohnten Wechsel von klimatisierten Räumen in die Tropenhitze, auch extrem heruntergekühlte Busse (speziell Nachts, im Bus 18 Grad, draussen 30) können Auslöser sein.
Das heisst dass, dass viele Reisende bereits einmal Denguefieber hatten ohne zu wissen dass es kein grippaler Infekt war, bei einer neuerlichen Erkrankung wirds dann gefährlich und kann bis zum Tod führen.>

Andere meinen, nach einer Dengue-Fieber-Erkrankung sei man immun:

<Es gibt vom Dengue-Fieber vier Stämme, ist man einmal an einem Stamm erkrankt, besteht Immunität gegen diesen Stamm, man kann also an diesem nicht mehr erkranken, sondern nur an einem anderen der drei verbliebenen.

Ob man bereits einmal Dengue-Fieber hatte oder nicht, hat nix mit dem Krankheitsverlauf bei einer neuerlichen Erkrankung zu tun.

Und ich hab' letzten Freitag einen Freund getroffen, der sich in Singapur Dengue-Fieber geholt hat. Er meinte, das wäre keinesfalls mit einem grippalen Infekt vergleichbar, noch nicht mal mit einer normalen "echten" Grippe...>

Auch eine weitere Lesermeinung meint, nach einer Dengue-Fieber-Erkrankung sei man immun:

<Stimmt, hatte es auch mal, aber keine ahnung mehr welche und die ärzte haben mir "gratuliert" jetzt immun zu sein...>

Und dann kommt eine weitere Lesermeinung: Wenn eine Erkrankung mit einem anderen Stamm erfolgt, dann kann es tödlich werden:

<Das ist kein Unsinn. Eine Zweiterkrankung mit einem anderen Stamm kann offenbar tatsächlich viel gefährlicher sein.>

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Welt
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21.6.2012: <Infektion: Antikörper funktioniert gegen Dengue-Virus> - Spritze wirkt gegen einen von vier Virentypen, fehlen also noch drei

aus: Welt online; 21.6.2012;
http://www.welt.de/gesundheit/article106645359/Antikoerper-funktioniert-gegen-Dengue-Virus.html

<Ein Antikörper bremst das Dengue-Virus auf dem Weg in die Zelle. Zumindest gegen einen von vier Typen der Infektion könnte eine Injektion helfen. Neue Wirkstoffe werden dringend gebraucht.

Forscher haben einen menschlichen Antikörper beschrieben, der eine Form des gefährlichen Dengue-Virus neutralisiert. Wenn sich dieser Antikörper an den Erreger bindet, kann das Virus nicht mehr in die Zelle eindringen und sie infizieren. Das zeigen Resultate, die das Team um Paul MacAry von der Universität Singapur im Journal "Science Translational Medicine" präsentiert.

Mehr als 40 Prozent aller Menschen leben in Dengue-Gebieten. Das Virus wird von Steckmücken übertragen und ist zum Auslöser einer der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt geworden, berichtet die Weltgesundheitsorganisation WHO. Vor 1970 sei Dengue nur aus neun Ländern bekannt gewesen. Nun seien infizierte Überträgermücken bereits in über 100 zumeist tropischen Staaten verbreitet.

Etwa 100 Millionen Menschen ziehen sich die Infektion jährlich zu, neue Wirkstoffe sind dringend gesucht.

Ansatz gegen einen Typen

Wer mit dem Virus infiziert wurde, entwickelt Antikörper. Von den Dengue-Erregern gibt es aber vier Typen (Serotyp 1 bis 4), und ein Antikörper schützt jeweils nur gegen einen davon.

Aus dem Blut eines infizierten Patienten isolierten MacAry und seine Kollegen nun Immunzellen, die sich an die Oberfläche von Viren des Serotyps 1 binden. Diese können dann nicht mehr mit der Membran von Körperzellen verschmelzen und in die Zelle eindringen – dies ist die Voraussetzung für die Infektion. Gegen die Typen 2, 3 und 4 wirkt das Abwehrmolekül nicht.

In Versuchstieren, bei denen sich eine Dengue-Infektion nachbilden lässt, ging die Zahl der Viren binnen kurzer Zeit nach der Injektion der Antikörper zurück.

Das Team um MacAry sieht in den Ergebnissen Hinweise auf einen guten Kandidaten für die Behandlung von Dengue-Infizierten, die den Serotyp 1 haben. Womöglich gibt es ähnliche Antikörper auch gegen die Typen 2, 3 und 4.

dpa/cl>

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Der
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Brasilien 10.7.2012: Genmanipulierte Mücken gegen Dengue-Fieber: Der Nachwuchs soll "nicht lebensfähig" sein

aus:
Der Standard online: Neue Waffe im Kampf gegen Dengue-Fieber: Genmanipulierte Mücken; 10.7.2012;
http://derstandard.at/1341844953937/Neue-Waffe-im-Kampf-gegen-Dengue-Fieber-Genmanipulierte-Muecken

<Die Ägyptische Tigermücke (Aedes aegypti) ist in Brasilien für die Verbreitung des Dengue-Fiebers verantwortlich. Nun will die Regierung der Krankheit mit genmanipulierten Mücken beikommen.

Ägyptische Tigermücken sollen nicht lebensfähigen Nachwuchs hervorbringen - Freilandexperimente waren erfolgreich.

Brasília - Brasilien setzt im Kampf gegen das Dengue-Fieber auf eine neue Waffe: Das Land will im großen Stil genmanipulierte Mücken züchten. Nach einem am Montag von Gesundheitsministerium vorgestellten Plan sollen die mit einem für die Nachkommen fatalen Gen ausgestatteten männliche Ägyptische Tigermücken (Aedes aegypti) freigesetzt werden. Paaren sich die Mücken mit wild lebenden Weibchen, dann sollte der resultierende Nachwuchs nach kurzer Zeit sterben. Mit dieser Methode könne die Population der Überträger des Dengue-Fiebers verringert werden.

Freilandtests erfolgreich

Dem Ministerium zufolge wurde die Methode bereits in zwei mückenverseuchten Dörfern getestet. Dort sei die Mückenpopulation binnen sechs Monaten um 90 Prozent zurückgegangen. Eine am Samstag eröffnete Fabrik im Staat Bahía im Nordosten des Landes soll künftig pro Woche vier Millionen der transgenen Insekten produzieren.

Das durch die Stechmücken übertragene Dengue-Virus führt zu hohem Fieber, Kopf- und Gelenkschmerzen. In schweren Fällen kann ein hämorrhagisches Fieber mit Blutungen auftreten, die Krankheit kann zum Tode führen. Allein im ersten Halbjahr dieses Jahres erkrankten in Brasilien eine halbe Million Menschen an Dengue-Fieber.>

Kommentar: Weitere Fälle warten

Kann man dieses Verfahren auch bei anderen Fällen einsetzen, also z.B. bei Heuschreckenplagen oder Pilzen, die Fruchtbaumplantagen schädigen etc.?

Michael Palomino, 10.7.2012

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Der
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7.9.2012: <Dengue-Fieber in Griechenland>


aus: Der Standard online; 7.9.2012;
http://derstandard.at/1345166525568/Dengue-Fieber-in-Griechenland

<Experte schließt nicht aus, dass sich das Dengue-Fieber in den nächsten 15 Jahren auch in Mitteleuropa zu einem Problem entwickeln könnte.

Athen/Wien - In Griechenland ist ein 84-Jähriger wahrscheinlich am Dengue-Fieber gestorben. Experten zufolge hat sich seit fast 85 Jahren niemand im Land selbst mehr mit dem Virus angesteckt. Der Mann starb am 30. August in einem Krankenhaus der Hafenstadt Patras. Das Opfer soll sich in der Region der westgriechischen Stadt Agrinion am Ionischen Meer infiziert haben.

"Er hatte alle Symptome. Zudem haben die Laboruntersuchungen der ersten Blutabnahme gezeigt, dass es Dengue-Fieber war", sagte Athanasios Tsagris vom griechischen Zentrum für Krankheitskontrolle und Vorbeugung (KEELPNO) am Freitag. "Wir haben einen 'probable case' - wie es international heißt", so der Mikrobiologie-Professor von der Universität Athen. Die erste Kontrolle sei positiv bewertet worden. Da der Mann aber gestorben ist, könne man nicht mehr die zweite Blutprobe prüfen.

Eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten

Dengue-Fieber tritt vorwiegend in den Tropen und Subtropen auf, breitet sich seit Jahren jedoch zunehmend aus. Im Jahr 2010 traten Fälle in Kroatien und Südfrankreich auf. Zu den Symptomen zählen starkes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. In schweren Fällen treten innere Blutungen oder ein Schocksyndrom auf. Dengue-Fieber wird beispielsweise durch weibliche Tigermücken übertragen. Einen Impfstoff gibt es noch nicht.

Ende der 1920er Jahre, vor der lokalen Ausrottung der Überträgermücke, wütete in Griechenland eine der größten dokumentierten Dengue-Epidemien. Damals erkrankten Experten zufolge rund eine Millionen Menschen, etwa 1.000 starben.

In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das von Viren ausgelöste Leiden zu einer der gefährlichsten Infektionskrankheiten entwickelt. Die WHO schätzt, dass sich pro Jahr rund 50 bis 100 Millionen Menschen anstecken. Etwa 2,5 Prozent der Erkrankten sterben.

Widerstandsfähiger Überträger

Laut dem Wiener Tropenmediziner Herwig Kollaritsch kehren pro Jahr auch 70 bis 80 Österreicher mit dem Dengue-Fieber vom Urlaub zurück. Genaue Zahlen gebe es nicht, da diese Krankheit hierzulande keiner Meldepflicht unterliege und nicht immer diagnostiziert werde, weil sie nicht immer voll ausbricht. Es handelt sich jedenfalls um mehr Dengue- als Malaria-Fälle. Für Marton Széll vom Wiener Tropenzentrum ist es nicht ausgeschlossen, dass sich das Dengue-Fieber in den nächsten 15 Jahren auch in Mitteleuropa zu einem Problem entwickeln könnte. Laut Auskunft des Tropenmediziners hat das vor allem damit zu tun, "dass die Tigermücke nur sehr wenig Wasser braucht und deshalb relativ schnell sehr weit 'reisen' kann". (APA/dpa/red, derStandard.at, 7.9.2012)>

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n-tv
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11.9.2012: <Kampf gegen Denguefieber: Neuer Impfstoff macht Hoffnung>


aus: n-tv online; 11.9.2012;
http://www.n-tv.de/wissen/Neuer-Impfstoff-macht-Hoffnung-article7181896.html

<Bis zu 100 Millionen Menschen infizieren sich pro Jahr mit dem Dengue-Virus. Ärzte und Pharmaexperten berichten in einer Studie von einem wirksamen Impfstoff. Doch das Mittel hat einen Makel.

Ein neuer Impfstoff gegen die Tropenkrankheit Dengue soll erfolgversprechend sein: Das Mittel habe eine Wirksamkeit von rund 30 Prozent und könnte so die Zahl der Neuerkrankungen senken. Das berichten Forscher aus Thailand und Frankreich im Journal "The Lancet" (Online-Vorabveröffentlichung). Andere Wissenschaftler betonen, dass die Impfung nur bedingt schützt.

Die Ergebnisse stammen aus einer Studie mit 4002 thailändischen Schulkindern in der Nähe von Bangkok. Kinder sind besonders anfällig für Dengue. Insgesamt 2669 zufällig ausgewählte Mädchen und Jungen bekamen bis zu dreimal den Impfstoff in den Oberarm gespritzt, 1333 Kinder erhielten ein Placebo. Die beobachtenden Ärzte wussten nicht, welches Kind zu welcher Gruppe gehört.

In der Folgezeit traten 134 Dengue-Fälle auf: Betroffen waren 76 Kinder beziehungsweise 2,8 Prozent der geimpften Gruppe und 58 Kinder beziehungsweise 4,4 Prozent der Kontrollgruppe. "Dieser Unterschied ist nicht statistisch signifikant", betont das Team um den Impfstoff-Forscher Derek Wallace von Sanofi Pasteur in Singapur.

Nicht alle Dengue-Formen abgedeckt

Anschließende Tests hätten jedoch gezeigt, dass der Impfstoff durchaus wirksam ist: Das Dengue-Virus gibt es in vier Formen, sogenannten Serotypen. "Gegen die drei Serotypen DENV 1, 3 und 4 war der Impfstoff zwischen 60 und 90 Prozent wirksam gewesen. Nur DENV 2 schien in diesem Versuch gegen den Impfstoff resistent zu sein", schreiben die Forscher. Das Mittel sei gut vertragen worden. In den zwei Jahren nach der ersten Spritze habe es keine Probleme gegeben.

Ein deutscher Experte warnt aber vor verfrühter Euphorie: "Alle, die daran forschen, hatten sich auf die Fahnen geschrieben, ein Dengue-Impfstoff solle gegen alle vier Serotypen schützen. Das Ziel ist damit nicht erreicht", sagte der Leiter der Virusdiagnostik am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNI) in Hamburg, Jonas Schmidt-Chanasit. Es sei zwar erfreulich, dass es nun überhaupt etwas gebe. Aber auch mit diesem Impfstoff werde es kaum möglich sein, die Krankheit effektiv zurückzudrängen.

Weitere Untersuchungen notwendig

Der Impfstoff namens CYD-TDV wurde von dem Pharma-Hersteller Sanofi Pasteur entwickelt. Das Unternehmen finanzierte diese Studie. Mehrere Mitarbeiter sind Co-Autoren dieser Fachpublikation.

Ein Impfstoff könnte für Milliarden von Menschen, die in einem der 128 Länder leben, wo Dengue-Viren übertragen werden, Grund zur Freude sein, schreibt Scott B. Halstead vom International Vaccine Institute (Seoul/Südkorea) in einem Kommentar in "Lancet". Auch er hält aber weitere Untersuchungen in diesem Bereich für notwendig.

Das Dengue-Fieber ist eine Virus-Erkrankung, die von der Gelbfiebermücke und der Asiatischen Tigermücke übertragen wird und vor allem in den Tropen und Subtropen auftritt. In Deutschland tauchen Dengue-Fälle als "Mitbringsel" aus Reiseländern auf.

Quelle: n-tv.de, dpa>

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n-tv
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21.11.2012: <Dengue-Fieber in Europa: Erstmals großer Ausbruch seit 20er Jahren> - Infektionsherd Madeira

aus: n-tv online; 21.11.2012;
http://www.n-tv.de/ticker/Erstmals-grosser-Ausbruch-seit-20er-Jahren-article7823116.html

<In Europa ist erstmals seit den 20er Jahren wieder eine größere Welle des von Mücken übertragenen Dengue-Fiebers ausgebrochen. So wurden bisher 1357 Fälle auf der Urlauber-Insel Madeira gemeldet, wie die zuständige  EU-Behörde ECDC am Dienstagabend berichtete.

669 Fälle seien bereits im Labor bestätigt worden, bei dem Rest handelt es sich bisher nur um Verdachtsfälle. Den Angaben zufolge wurde bei etwa 25 Urlaubern aus  Deutschland, Frankreich, Schweden und vom portugiesischen Festland  nach der Heimreise von Madeira Dengue-Fieber diagnostiziert.

Auch wenn das Fieber bisher noch zu keinem Todesfall geführt hat, so ist dies nach Ansicht des ECDC aufgrund der Vielzahl der Madeira-Urlauber trotzdem eine bedeutendes Ereignis für die öffentlich Gesundheit. Zudem sei ein weiteres Einschleppen des Fiebers auf das europäische Festland zu erwarten. Fluggesellschaften, Flughäfen  und Häfen wurden aufgefordert, auf gute Desinfektion zu achten.

Symptome des Dengue-Fiebers sind Fieber und Kopf- und Gelenkschmerzen, in schweren Fällen kann ein hämorrhagisches Fieber mit Blutungen auftreten. Der Virus wird durch Stechmücken vom Typ «Aedes aegypti» übertragen, welche erstmals 2005 auf der Insel gesichtet wurden.  Die  ersten zwei Fälle von Dengue-Fieber auf der Insel wurden Anfang Oktober gemeldet. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO infizieren sich weltweit jährlich zwischen 50 und 100 Millionen Menschen mit Dengue-Fieber.

Quelle: n-tv.de, AFP>

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29-04-2013: <Paraguay atraviesa su peor epidemia de dengue>





http://www.cronicaviva.com.pe/index.php/regional/selva/66987-denuncian-a-policias-de-violar-a-dos-menores-en-comisaria

<Asunción.- El ministro de Salud paraguayo, remarcó hoy que su país está atravesando por la epidemia de dengue más fuerte y de mayor envergadura, con 110 mil casos sospechosos y 70 mil confirmados, que es 4 veces mayor que el año pasado.

Según precisó el ministro Arbo, las cifras alcanzadas en 2013 superan ampliamente las de los últimos años.

Señaló además, que el serotipo o subespecie del virus del dengue –transmitido por el mosquito Aedes aegypti– que predomina en la mayoría de los casos, es el de tipo 2, el que provoca los casos más graves de dengue.

A esto se suma la gran cantidad de personas que ya fueron infectadas por otros serotipos del virus en epidemias anteriores, añadió el ministro de Paraguay.

Hasta el momento, el dengue en este país ha provocado 48 muertes en cuatro meses.
(KBU)>





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Spiegel
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20.6.2013: <Tropenkrankheit: Denguefieber wird in Europa zum Problem>

aus: Spiegel online; 20.6.2013;
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/tropenkrankheit-dengue-fieber-wird-in-europa-zum-problem-a-906475.html

<Von Peter Janssen und Christoph Müller

Denguefieber ist keine reine Tropenkrankheit mehr, das Virus erreicht auch Europa. Betroffene fühlen sich wie bei einer Grippe, doch Patienten können an inneren Blutungen sterben. Es gibt keine Impfung - allein der Kampf gegen die Tigermücke kann die Infektion verhindern.

Bangkok - Schon der Name der Krankheit klingt nach einer Fernreise: Denguefieber. Die Infektionskrankheit hat sich in der Vergangenheit vor allem in den Großstädten Südostasiens ausgebreitet, wo die Tigermücke den Erreger in sich trägt. Doch die Mücke und mit ihr auch das Virus finden den Weg nach Mitteleuropa.

Kürzlich meldete das Europäische Seuchenzentrum Denguefälle auf Madeira. Auf der portugiesischen Insel erkranken seit vergangenem Oktober immer wieder Menschen daran. In der französischen Mittelmeerstadt Nizza und in Kroatien infizierten sich 2010 vereinzelt Menschen. Im selben Jahr meldete Miami im US-Bundesstaat Florida das erste Auftreten seit einem halben Jahrhundert. In Italien ist die Asiatische Tigermücke (Aedes aegypti) inzwischen heimisch geworden.

Gelenkschmerzen wie bei einer Virusgrippe

"Der Klimawandel mag dafür verantwortlich sein, denn überall da, wo es wärmer wird, kann die Asiatische Tigermücke das Denguevirus über einen längeren Zeitraum übertragen", sagt Pratap Singhasivanon, Tropenmediziner an der Universität Mahidol in Thailand. Die Mücke braucht saubere stehende Gewässer, um sich zu vermehren. Gerade in der Regenzeit bieten die Städte Südostasiens das im Überfluss.

In Indien etwa starben im vergangenen Jahr 216 Menschen an den Folgen des Fiebers, das auch Knochenbrecherfieber genannt wird, weil es starke Gelenkschmerzen verursacht. Dort erkrankten im vergangenen Jahr so viele Menschen am Denguefieber wie nie zuvor. In Thailand haben sich die Fälle in der ersten Jahreshälfte 2013 im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht. Selbst das hygienefanatische Singapur leidet derzeit unter einer Dengue-Epidemie, die so schlimm ist wie seit 2007 nicht mehr.

Mutierte Kampfmücken gegen die Überträger

Um das Fieber zu bekämpfen, muss man der Mücke die Brutstätten nehmen. Auf den Philippinen wurde deshalb das Programm "Vier-Uhr-Gewohnheit" ins Leben gerufen: Die Städter sollen dazu erzogen werden, regelmäßig einmal täglich ihre Wohnung und Höfe aufzuräumen und alte Reifen, Blumentöpfe und Eimer, in denen sich Wasser sammelt, zu entfernen. "Nichts ist besser als Vorsorge", sagt die Initiatorin des Programms im Gesundheitsministerium.

Andere Länder gehen aggressiver gegen die Mücke vor: Malaysia experimentiert mit mutierten Mücken, die die Asiatischen Tigermücken angreifen und töten. Eine Universität in Singapur entwickelt ein Handy-App, mit dem die Bürger Mücken-Brutstätten fotografieren und die Bilder direkt an die zuständige Stelle im Gesundheitsamt schicken können. Thailand testet einen Dengue-Impfstoff des französischen Pharmakonzerns Sanofi an Schulkindern in der Provinz Ratchaburi. Das vorläufige Ergebnis: Der Impfstoff macht nur gegen drei der vier Dengue-Untergruppen immun.

Die Suche nach einem Impfstoff läuft seit Jahrzehnten und ist kompliziert, weil alle vier Untergruppen gleichzeitig ausgeschaltet werden sollen. Pratap Singhasivanon ist dennoch hoffnungsvoll: "Ich glaube, wir haben eine Dengue-Impfung, bevor wir eine Malaria-Impfung haben." Neben dem Sanofi-Impfstoff seien vier oder fünf andere Wirkstoffe in der Entwicklung.

Das mag beruhigend sein für die reichen westlichen Länder, in denen erste Denguefälle auftreten. Für Südostasien ist es jedoch nicht das Ende des Problems. "Selbst wenn ein Impfstoff sich als wirksam erweist, heißt das noch nicht, dass daraus ein nationales Impfprogramm wird, denn wir müssen auch die Kosten beachten", sagt Andi Muhadir, der Direktor des indonesischen Seuchenkontrollamts.

dpa>

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Welt
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6.11.2013: Die Mücken infizieren: <Wolbachia-Bakterien: Forscher infizieren Moskitos mit Dengue-Hemmer>

aus: Welt online; 6.11.2013;
http://www.welt.de/gesundheit/article121604737/Forscher-infizieren-Moskitos-mit-Dengue-Hemmer.html

<Mit dem Dengue-Virus stecken sich jährlich 390 Millionen Menschen an, es gibt keine Therapie. Nun setzen Forscher neu an: Sie infizieren die Mücken mit Bakterien, die gegen Dengue resistent machen.

Von

Ihr Spitzname ist "Doktor Dracula" und ihre Haustiere sind Mücken: Die Insektenkundlerin Nguyen Thi Yen füttert die Moskitos mit ihrem eigenen Blut. Die schmerzhaften Stiche nimmt sie gerne in Kauf, denn ihre Lieblinge sind die große Hoffnung der Forscher im Kampf gegen die gefährlichen Dengue-Viren.

Sie tragen die sogenannten Wolbachia-Bakterien in sich, die Mücken gegen die Dengue-Erreger weitgehend bis vollständig resistent machen. Wissenschaftler versuchen nun, Möglichkeiten zu finden, wie möglichst viele der Blutsauger mit diesen Bakterien infiziert werden können.

Mit dem Dengue-Virus stecken sich jährlich etwa 390 Millionen Menschen an, überwiegend in Asien. Der Erreger kann ein hämorrhagisches Fieber, das sogenannte Denguefieber, auslösen. Die Erkrankung wird auch Knochenbrecherfieber genannt.

Diese Krankheit endet oft tödlich; es gibt keine Therapie dagegen, nur die Symptome können behandelt werden. Übertragen wird das Virus von bestimmten Moskitos, vor allem von der Ägyptischen Tigermücke (Aedes aegypti). Gerade diese Mücken tragen von Natur aus keine Wolbachia-Bakterien in sich – obwohl das Bakterium bei sehr vielen Insekten nachgewiesen werden kann.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich der australische Wissenschaftler Scott O'Neill mit dem Wolbachia-Bakterium. O'Neill lehrte früher an der Yale-Universität im US-Staat Connecticut, seit mehreren Jahren schon ist er Dekan der Monash-Universität in Melbourne. Einer seiner Studenten fand heraus, wie Wolbachia Mücken übertragen werden kann, die das Bakterium nicht in sich tragen. Sie geben es dann künftigen Generationen weiter.

Der Vorteil: Mit Wolbachia infizierte Insekten sterben zum einen früher als andere, zum anderen hemmt das Bakterium die Übertragung von Dengue-Erregern. "Bei einem Moskito mit Wolbachia können sich Dengue-Viren nicht entwickeln", erklärt O'Neill. "Und wenn sich die Viren nicht entwickeln, können sie auch nicht übertragen werden."

Infizierte Moskitos sollen andere ersetzen

Im nächsten Schritt ging es darum zu testen, inwieweit sich Wolbachia-Mücken in die freie Natur ausbringen lassen. Versuche in kleineren Gebieten in Australien zeigten, dass mit Wolbachia infizierte Moskitos innerhalb von zweieinhalb Jahren Mücken ohne das Bakterium zu 95 Prozent ersetzen konnten. Jetzt stellte sich die Frage: Wie bekommt man Wolbachia-Mücken in die Gebiete in Südostasien, in denen Dengue-Erreger weit verbreitet sind?

Hier kommt "Doktor Dracula" ins Spiel – die 58 Jahre alte Insektenkundlerin arbeitet seit rund 35 Jahren am Nationalen Institut für Hygiene und Epidemiologie in Hanoi. Es ist vorgesehen, dass Wolbachia-Moskitos dieses Jahr auf einer der vietnamesischen Küste vorgelagerten Insel namens Tri Nguyen ausgesetzt werden. Ein zweiter Versuch ist kommendes Jahr in Indonesien geplant.

In speziellen Behältern, in denen eine bestimmte Temperatur und Feuchtigkeit herrschen musste, wurden Tausende Eier von Wolbachia-Mücken zunächst mit dem Flugzeug, dann mit dem Boot, nach Tri Nguyen gebracht. Dort schlüpften sie unter Laborbedingungen.

Für ihre Ernährung sorgten freiwillige Helfer – sie alle wurden von Doktor Yen vorher sorgfältig auf mögliche Krankheiten untersucht, die sie den Mücken womöglich hätten übertragen können. Das Blut von Vegetariern befand die Forscherin als nicht gut genug für ihre Moskitos, auch Menschen, die kürzlich Medikamente eingenommen hatten, wurden ausgeschlossen. "Sogar im Schlaf denke ich an sie", sagt Yen. "Ich gebe auf sie acht wie auf ein Baby."

Forscher hoffen, Krankheit unter Kontrolle zu bringen

Die Forscher hoffen, die Dengue-Erreger bald in den Griff bekommen zu können. Das Wolbachia-Projekt ist dabei nur ein Baustein: Impfstoffe sind in der Entwicklung, auch wenn deren Effektivität derzeit noch unbefriedigend ist.

Es gibt außerdem Versuche, Mückenarten, die Dengue übertragen, genetisch so zu verändern, dass die Männchen unfruchtbar werden. Das könnte dazu führen, dass diese Arten künftig weniger weit verbreitet sein werden als bisher.

"Seit etwa 40 Jahren beschäftige ich mich mit dieser Krankheit", sagt die Medizinerin Diane Gubler aus Singapur. "Endlich kommen wir an den wirklich sehr aufregenden Punkt, an dem, denke ich, die Krankheit unter Kontrolle gebracht werden könnte."

Noch gibt es viel zu tun. Auf Tri Nguyen waren schon einmal 90 Prozent aller Mücken mit Wolbachia infiziert; die Quote sank aber inzwischen auf 65 Prozent. Eine ähnliche Entwicklung war bei den Versuchen in Australien beobachtet worden. Die Forscher experimentieren jetzt mit anderen Stämmen des Bakteriums, deren Dengue-hemmende Wirkung aber geringer ist als die der früher verwendeten Bakterienstämme.

Die 3500 Bewohner von Tri Nguyen jedenfalls haben sich an Forscher und Mücken längst gewöhnt. "Wir töten die Mücken nicht, auch wenn sie stechen", sagt der Fischer Tran To. "Wolbachia im Haus ist wie ein Doktor im Haus."

AP/oc>
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n-tv
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Fotoquellen

[1] Yacon-Blätter mit Yacon-Blüte: http://www.realseeds.co.uk/Newsletter08.html
[2] Yacon-Wurzeln: http://es.wikipedia.org/wiki/Smallanthus_sonchifolius
[3] Weltkarte Diabetes 2010 und Prognose 2030:
http://www.welt.de/gesundheit/article13066748/In-Arabien-ist-Diabetes-ein-Wohlstandsphaenomen.html


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