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Merkblatt: Alterserscheinungen

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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[Ergänzung: Quecksilber in Amalgam provoziert Alterserscheinungen
Die Amalgammetalle (über 50 % Quecksilber) können das Immunsystem und die inneren Organe schwer schädigen und dadurch Alterserscheinungen frühzeitig provozieren].

[Ergänzung: Blutgruppenernährung vermindert Alterserscheinungen
Wer seine Ernährung nach der Blutgruppenernährung von Dr. D'Adamo ausrichtet, kann viele Alterserscheinungen verhindern].


n-tv online,
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29.11.2010: Übersicht über Alterserscheinungen: Einige Tatsachen

n-tv online: Unaufhaltsam: Der Verfall des menschlichen Körpers; 29.11.2010;
http://www.n-tv.de/mediathek/bilderserien/wissen/Der-Verfall-des-menschlichen-Koerpers-article15317.html

-- in den Zellen spielen sich altersbedingte Prozesse ab
-- von Jahr zu Jahr wird man kleiner, weil ab dem 40. Altersjahr, vor allem aber ab dem 60. Altersjahr, die Bandscheiben an Höhe verlieren
-- ab dem 60. Altersjahr wird das Skelett instabil
-- das Gehirn büsst im Laufe des Lebens 1/3 des Volumens ein und Vergesslichkeit wird normal
-- je grösser das Hirn, desto älter wird das Wesen, was wahrscheinlich mit dem Verlust der Hirnzellen begründet ist: Kleine Hirne sterben schneller ab
-- die Immunabwehr wird schwächer
-- Arterien und Gelenke versteifen
-- Knochen werden brüchig
-- das Hormonsystem stellt kaum noch verjüngende Hormone her
-- die Potenz und die Libido nehmen ab
-- die Tyrosinproduktion für dunkles Haar lässt nach
-- die Verdauung wird träger
-- das Muskelgewebe wird schlaff und faltig
-- Depressionen sind normal, vor allem, wenn man / frau dann noch in den Spiegel schaut [und meint, man solle wieder wie 20 aussehen]
-- Verschleiss und Leistungseinbusse beginnen oft schon kurz nach dem 20. Geburtstag
-- die Fehlertheorie behauptet, 20% sei das Altern genetisch bedingt, und 80% sei Verschleiss, also so: Faktoren wie Umweltbedingungen, säurebildende Nahrung (Fleisch), vergiftete Pestizid-Nahrungsmittel und sonstige Chemie-Nahrungsmittel, Nebenwirkungen von Medikamenten und / oder Alltagsstress beschleunigen das Altern
-- UV-Licht verursacht die Alterung der Haut (provoziert Radikale), und Knoblauch, Gurken, Knoblauch, Brokkoli, Tee und Kaffe bewirken Antioxidantien, die Radikale "fangen" (vermindern die Reaktion mit freien Radikalen) und der Haut neue Frische verleihen, auch Zitrusfrüchte, Tomaten, Basilikum, Spargel und Kakao
-- regelmässiges Fasten bewirkt, dass der Körper länger lebt (Diät bei Mäusen bewirkte 50% längere Lebensdauer als bei Dauerfressern)
-- der Energiebedarf nimmt ab dem 30. Geburtstag stetig ab, und je weniger Überfütterung, aber nährstoffreiches Essen, desto länger das Leben und weniger chronische Erkrankungen
-- gemäss der Hormontheorie produziert die Zirbeldrüse im Alter durch Verkalkung weniger Melatonin, und dadurch wird leichteres Frieren, schlechters Schlafen und schlechtere Regeneration

Die kapitalistische "Medizin" erfindet deswegen Anti-Aging-Hormone, was von manchen Glaubensgruppen als "Doping" eingestuft wird. Beobachtungen sprechen von einem "unkalkulierbaren" Risiko.

-- Lebensstil und Ernährung bewirken ein um 10 Jahre jüngeres Aussehen: nicht rauchen, nur wenig Alkohol, zurückhaltend essen, regelmässig sportliche Betätigung, Stoffwechselaktivität mit Meditation, Ruhe und Gelassenheit reduzieren,mit Spaziergängen und schöner Musik
-- Mineralien und Spurenelemente sind absolut wichtig (vor allem Bewässerungskulturen mit Gletscherwasser ist wesentlich, Beispiel sind hohe Bergkulturen, wo Menschen regelmässig 120 Jahre alt werden; Beispiele sind die Kaukasus-Völker)
-- 8 Stunden Schlaf pro Tag ist Voraussetzung für das Erreichen eines hohen Alters
-- Distelöl, Fischöle, Vitamin E und Knoblauch in mässigen Mengen
-- das Lachen nicht vergessen
-- Unfälle vermeiden
-- friedliche Gesellschaft pflegen


-- hoher IQ und viel Geld auf der hohen Kante sind also nicht Voraussetzung für ein hohes Alter



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22.5.2006: Leichtes Übergewicht im Alter positiv

aus: Mehr Pfunde im Alter positiv; ARD-Text, 22.5.2006, Tafel 526

<Leichtes Übergewicht kann bei Senioren lebensverlängernd wirken: Menschen über 80 Jahre mit einem relativ hohen Body-Mass-Index (BMI) von 25 bis 29,9 haben eine niedrigere Sterblichkeitsrate als Gleichaltrige mit einem bislang als normal betrachteten Wert von 18,5 bis 24,9. Das ergab eine US-Studie, über die die Zeitschrift "American Journal of Epidemiology berichtete. Die Forscher schlugen vor, die Body-Mass-Indizes für Senioren zu ändern. Der BMI errechnet sich aus dem Körpergewicht in kg geteilt durch die Körpergrösse in Metern zum Quadrat.>

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2007: Hildegard-Drogerie: Alterserscheinungen

aus: Auswahl bewährter und wirkungsvoller Naturheilprodukte. Ausgabe 2002. Hildegard-Drogerie AG, Aeschenvorstadt 24+25, 4010 Basel.

Vorbeugung gegen Alterserscheinungen: Nierenfunktion stärken (S.18); Wermutwein einnehmen: Der Wermutwein wirkt mit stimulierenden Bitterstoffen und aromatischen Ölen (S.18).

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1991: Dr. Vogel: Alterserscheinungen

aus: Alfred Vogel: Der kleine Doktor. Hilfreiche Ratschläge für die Gesundheit. Verlag A.Vogel, Postfach, CH-9053 Teufen AR, 66.Auflage 1991

Nierenpflege

-- einmal jährlich eine Urinprobe machen lassen. Die Niere ist im Alter dafür dankbar, und eine Zuckerkrankheit / Diabetes ist feststellbar, bevor es zu spät ist (S.228)

-- bei grosser Hitze sollen kalte Getränke immer langsam und schluckweise getrunken werden

-- nicht in zu kaltem Wasser baden, gefolgt von warmen Duschen und Wickeln

-- nicht frösteln nach einem Regenguss, also nach einem Regenguss eine warme Dusche nehmen und frische, trockene Kleider anziehen (S.227)

-- rohe Petersilie, fein geschnitten in Suppe oder auf belegten Broten

oder: Zwiebelwickel auf die Niere (S.40), oder Zwiebel roh essen regt Niere an (S.516)

oder: heisse Duschen

oder: heisse Kräuterwickel (S.41): Auflagen mit zerquetschten oder durch Hackmaschine getriebenen Solidago / Goldruteblättern, Birkenblättern, auch Zinnkraut wirkt unterstützend (S.551)

oder: heisse Kräutersitzbäder, und nach dem Bad darf man nicht frieren

oder: auf der Nierengegend ein Katzenfell tragen

oder: Tees einnehmen aus Goldrute/Solidago, Zinnkraut, Hagenbuttenkerne, Schliessgras, Goldrute auch in Tropfenform

+ trockenes Hautbürsten
+ Luft- und Sonnenbäder (S.41)

oder: Majoran einnehmen, fördert Nierentätigkeit und Wasserausscheidung (S.509)
oder: Liebstöckel einnehmen, stützt Nieren mit ätherischen Ölen (S.512)
oder: Kirschenstiele-Tee einnehmen (S.629).

Aussortieren:
-- Salz
-- Fleisch [versauert den Körper]
-- Weisszucker [ist Vitaminräuber]
-- scharfe Gewürze [belasten die Niere] (S.40).

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1997: Dr.med.Volker Schmiedel / Dr.med. Matthias Augustin: Alterserscheinungen

aus: Dr.med.Volker Schmiedel / Dr.med. Matthias Augustin: Handbuch Naturheilkunde. Methoden, Anwendungen, Selbstbehandlung. Haug-Verlag, Heidelberg 1997.

Alterungserscheinungen werden begünstigt durch Quecksilbervergiftung; Quecksilber regt die Bildung von zellschädigenden Radikalen an (S.237).


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gmx-Nachrichten, online

2006: Sex hält jung und fördert das Immunsystem - Wachstumshormon Somatotropin

aus: gmx-Nachrichten: Vielseitiger Jungbrunnen Sex; Medical Tribune public, Dezember 2005 / Januar 2006, S.29

<Englische Forscher stellten fest: Ehepaare, die in höherem Alter dreimal in der Woche oder noch häufiger miteinander schliefen, sahen durchschnittlich 10 Jahre jünger aus als Menschen mit wenig Sex. Ihre Erklärung: Geschlechtsverkehr aktiviert das Wachstumshormon Somatotropin, das das Bindegewebe verjüngt.

Gleichzeitig erkannten deutsche Forscher, dass Sex das so genannte unspezifische Immunsystem aktiviert. Die Zahl der natürlichen Killerzellen, die Viren abtöten, stieg nach Sex auf das Doppelte.>

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n-tv Logo

3.7.2009: Das Single-Leben lässt das Gehirn im Alter stark retardieren und das Demenz-Risiko steigern - bei Männern mehr als bei Frauen

aus: n-tv online: Männer gefährdeter als Frauen. Demenz-Risiko durch Singleleben; 3.7.2009;
http://www.n-tv.de/wissen/koerpergeist/Demenz-Risiko-durch-Singleleben-article395218.html

<Alleinlebende Menschen erkranken im hohen Alter häufiger an Krankheiten wie Demenz und Alzheimer als ihre in einer Partnerschaft lebenden Altersgenossen. Wie eine in der Fachzeitschrift British Medical Journal (BMJ) veröffentlichte Studie ergab, liegt das Risiko kognitiver Schwächen im Alter bei denen, die mit rund 50 Jahren ohne Partner leben, doppelt so hoch wie bei Menschen, die im mittleren Alter verheiratet oder in einer Beziehung sind. Beinahe dreimal so hoch lag das Risiko dann, wenn die Probanden im mittleren Alter geschieden oder verwitwet waren und keine neue Partnerschaft mehr eingegangen sind.

Für die Studie befragte das schwedische Karolinska-Institut in den 70er und 80er Jahren 2000 Menschen im Alter von rund 50 Jahren. Etwa 1400 von ihnen wurden 1998 erneut interviewt. Ein Grund für die Ergebnisse könne nach Angaben der Autoren der Studie sein, dass Partnerschaften auch "kognitive und soziale Herausforderungen" bedeuteten, was Demenz vorbeuge.

Bei der Studie traten zudem Unterschiede zwischen Männern und Frauen zutage - alleinlebende Männer waren gefährdeter als alleinlebende Frauen, im Alter an Demenz oder Alzheimer zu erkranken.

AFP>

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Kassensturz, Logo

Schweiz 17.2.2009: Ungesunde Altersheime mit zu schwerer, ungesunder Kost

aus: Kassensturz: Essen im Altersheim: Schwere Kost für Senioren; 17.2.2009;
http://www.sf.tv/sendungen/kassensturz/manual.php?catid=kassensturzsendungsartikel&docid=20090217-altersheim

<Viele Senioren sind falsch ernährt, mit gravierenden Folgen für ihre Gesundheit. «Kassensturz» hat erstmals das Essen von Alters- und Pflegeheimen in der ganzen Schweiz im Labor untersucht und die Menüpläne der Heime analysiert. Das Ergebnis: Viele Altersheime kochen zu wenig gesund.

Betagtengerechtes Essen servieren ist eine grosse Herausforderung. Wenn Pflegeheime sie nicht meistern, sind die Konsequenzen schlimm. Das sieht Professor Reto Kressig immer wieder. Er leitet die geriatrische Abteilung des Universitätsspitals Basel. Er macht bei seinen Patientinnen und Patienten erschreckende Beobachtungen: Nur eine Minderheit von ihnen ist bei Spitaleintritt richtig ernährt.

Zu wenig Nährstoffe

40 Prozent der Senioren stehen am Rand einer Mangelernährung, unglaubliche 30 Prozent sind mangelernährt. Reto W. Kressig: «Für den Patienten bedeutet das, dass er über längere Zeit zu wenig Nährstoffe wie Protein, Vitamin, Kohlenhydrate und Fett eingenommen hat. Dadurch verlor er an Muskelkraft.»

«Kassensturz» testet in der ganzen Deutschschweiz die Menüs von zehn Alters- und Pflegeheimen. Reporter holen zur Mittagszeit das Hauptmenü mit Fleisch samt Suppe, Salat und Dessert. Alles, was aufgetischt wird, bringt «Kassensturz» ins Labor. Es bestimmt den Kalorien- und Nährstoffgehalt. Zudem misst das Labor, wie viel Folsäure, Vitamin D und B12 vorhanden ist. Diese Vitamine sind für alte Menschen besonders wichtig.

Alle Komponenten

Die diplomierte Ernährungsberaterin HF Helena Kistler-Elmer wertet für «Kassensturz» die Laborergebnisse aus. Und: Sie analysiert jeweils einen Wochen-Menüplan der Pflegeheime, einschliesslich Frühstück und Nachtessen. Wie ein Seniorenmittagessen zusammengesetzt sein muss, geben die Richtlinien der Schweizerischen Ernährungsgesellschaft vor. «Es muss alle Komponenten auf dem Teller haben mit Eiweissprodukten, mit Stärkebeilagen, Gemüse und Salat», sagt die Expertin.

Ein Senior brauche aber grundsätzlich weniger Kalorien. Helena Kistler-Elmer: «Ein Menü sollte ungefähr 420 bis 570 Kalorien enthalten, das entspricht wesentlich weniger als einem Erwachsenenmenü, wo 700 bis 800 Kalorien drin liegen dürfen.» Doch: Senioren brauchen mehr Vitamine und Mineralstoffe als Erwachsene mittleren Alters. Deshalb müsse das Essen «dichter» sein, ergänzt Kistler-Elmer.

Zu viele Kalorien

Als «ungenügend» beurteilt die Expertin die Stiftung Tertianum Gerbhof und Weiher in Gossau (SG): Note 3,8. Das Menu mit Schweinssteak hat zu viele Kalorien, zudem sind weder Folsäure noch die Vitamine D und B12 vorhanden. «Kassensturz» konfrontiert Christoph Künzli von der Tertianum AG. Er ist über das schlechte Resultat nicht glücklich. Es bestehe Handlungsbedarf in Gossau (SG): «Wir haben bereits Massnahmen eingeleitet», sagt Künzli.

Ebenfalls «ungenügend»: Das Pflegezentrum der Di Gallo-Gruppe in Speicher (AR). Note 3,8. Die Heimleitung schreibt, sie achte darauf, dass die Gerichte nahrhaft und gesund seien und gleichzeitig die Wünsche der Bewohner berücksichtigten.

Plan gegenlesen

Note 3,9 für das das Alterszentrum Weiherweg in Basel: Das Labor misst zu viel Fett und Eiweiss, gesamthaft 1118 Kalorien – soviel wie kein anderes Mittagessen der Stichprobe. Steve Steffen ist seit drei Jahren Chefkoch im Alterszentrum Weiherweg. Er ist verantwortlich für die Menüplanung. Aufgrund des schlechten Resultates der «Kassensturz»-Stichprobe will er Konsequenzen ziehen: «5 Mal am Tag Obst und Gemüse, da werden wir das Augenmerk vermehrt drauflegen, das ist ein guter Hinweis.»

Ausserdem werde man das Vieraugenprinzip einführen: «Dass jemand den Menüplan gegenliest und auf die Ausgewogenheit achtet», sagt Steffen. Die sehr gefragte, gutbürgerliche Küche wolle das Alterszentrum Weiherweg ansonsten beibehalten. Steffen: «Aber wir werden sie sicher vermehrt von der Ernährungsberaterin kontrollieren lassen.»

(sf/horl/doer)>

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20 minuten
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1.2.2010: Magnesium-haltige Lebensmitteln verlangsamen Demenz

aus: 20 minuten online: Denkbeschleuniger: Natürliches Hirndoping mit Magnesium?; 1.2.2010;
http://www.20min.com/gesundheit/news/story/Natuerliches-Hirndoping-mit-Magnesium--10581586

Magnesium ist in vollwertigen Getreiden, Gemüsen und in bestimmten Früchten enthalten und bewirkt, dass das Gehirn gesund funktioniert. Ausserdem verlangsamt Magnesium die Demenz. Die "Zivilisation" erfindet Magnesiumtabletten statt gesunde Ernährung. Aber lesen Sie selbst.

Der Artikel:

<Einfach eine Magnesium-Tablette schlucken und unser Grips läuft sogleich zur Hochform auf: Funktioniert beim Menschen, was bei Ratten jetzt wissenschaftlich bewiesen werden konnte?

Ein Mineral mit grosser Wirkung: 400 mg davon [Magnesium] sollte jeder täglich zu sich nehmen.

Ohne Magnesium könnten wir nicht leben. In höher dosierter Form hilft es uns, die Muskeln nach dem Sport zu entspannen oder das Einschlafen zu erleichtern. Wer regelmässig vollwertiges Getreide, Gemüse wie Spinat oder bestimmte Früchte zu sich nimmt, erleidet kaum einen Magnesium-Mangel. Auf einen ausgewogenen Magnesium-Haushalt zu achten, lohnt sich. Denn wer täglich weniger als 400 mg des Minerals zu sich nimmt, läuft eher Gefahr, an Asthma, einem Herzleiden oder einer Allergie zu erkranken.

Hirnbooster Magnesium?

Dass die Magnesium-Komponente MgT des wertvollen Minerals nicht nur unseren Muskeln, sondern auch dem Gehirn guttun, konnten jetzt chinesische Wissenschaftler nachweisen - zumindest im Tierversuch. Bei jungen Ratten wurde nach der Gabe von MgT die Leistungsfähigkeit der Synapsen im Hippokampus verbessert. Diese Hirnregion ist für das Lernen und die Merkfähigkeit verantwortlich: «Sollte sich zeigen, dass MgT auch für den Menschen sicher und effizient ist, könnte das Ergebnis unserer Untersuchungen zukunftsweisend sein», kommentiert der Leiter der Studie, Guosong Liu, Direktor des Center for Learning and Memory der Tsinghua University im chinesischen Peking das Resultat.

«Verlust kognitiver Fähigkeiten verlangsamt»

Dass MgT einen positiven Einfluss auf das Denkvermögen ausübt, ist nicht ganz neu: Seit vorangegangenen Versuchen mit kultivierten Gehirnzellen kann man den Mineral-Komponenten ähnlich positive Eingenschaften zuschreiben, wie «LiveScience» berichtet. Auch der vorzeitigen Alterung lässt sich mit ausreichender Magnesium-Gabe ein Schnippchen schlagen: «Die Hälfte der in den Indstrieländern lebenden Bevölkerung leidet unter einem Magnesium-Mangel», erklärt Liu. Dieser würde dem Wissenschaftler zufolge im Alter weiter ansteigen. Dabei könnte mit der richtigen Magnesium-Versorgung Schlimmeres verhindert werden: Würde dieser Mangel bei den Betroffenen frühzeitig und langfristig behoben, so «könnte der durch das Altern bedingte Verlust kognitiver Fähigkeiten verlangsamt werden», behauptet Liu.

Die komplette Studie wurde am 28. Januar im Fachmagazin Neuron veröffentlicht.

(rre)>

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n-tv online,
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17.4.2010: Pflegetagegeldversicherung für das Alter ab 80 abschliessen

aus: n-tv online: Versichern & Vorsorgen: Im Alter zum Sozialfall werden? - Vorsorgen statt verdrängen; 17.4.2010;
http://www.n-tv.de/ratgeber/versichernvorsorgen/Vorsorgen-statt-verdraengen-article828167.html

<von Isabell Noé

"Turne bis zur Urne" ist ein schönes Motto, dem allerdings nicht alle folgen können. Ab 80 Jahren steigt das Risiko, zum Pflegefall zu werden, rapide an. Meist reichen die Leistungen der Pflegeversicherung nicht aus. Und dann geht's ans Eingemachte - es sei denn, man hat vorgesorgt.

Ab 80 wird Altern richtig riskant.

Sich nicht mehr alleine waschen können, Hilfe beim Aufstehen brauchen oder an Bett gefesselt sein – dieser Vorstellung gibt man sich nicht gerne hin und deshalb ist es kein Wunder, dass sich kaum jemand freiwillig damit auseinandersetzt, im Alter einmal pflegebedürftig zu werden. Statistisch gesehen ist das Risiko auch begrenzt – vorausgesetzt, man stirbt früh genug: von den 60 bis 80jährigen sind gerade einmal vier Prozent dauerhaft auf fremde Hilfe angewiesen. Ist die 80 aber erstmal überschritten, steigt die Wahrscheinlichkeit zum Pflegefall zu werden auf über 28 Prozent.

Dass die Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung ausreichen, um alle Kosten zu decken, ist unwahrscheinlich: Selbst in Pflegestufe III, also Schwerstpflegebedürftigkeit, zahlt die Versicherung höchstens 1510 Euro. Die Heimkosten sind oft mehr als doppelt so hoch. Um sie zu tragen, geht es ans Eingemachte: Erst muss der Pflegebedürftige sein Vermögen aufbrauchen, dann werden die Kinder ins Visier genommen. Wenn es auch bei ihnen nichts zu holen gibt, zahlt das Sozialamt. Um diesem unschönen Szenario vorzubeugen, heißt es: Vorsorgen. Und zwar so früh wie möglich. Zum einen wird die Versicherung teurer, je später man einsteigt. Zum anderen wird es schon mit 60 schwerer, einen Anbieter zu finden, der einen überhaupt aufnimmt.

Ziemlich teuer: Pflegerentenversicherung

Vor der Suche nach einem Anbieter steht die Wahl des Versicherungstyps. Es gibt Pflegerenten-, Pflegekosten- und Pflegetagegeldversicherungen. Am teuersten ist die  Pflegerentenversicherung. Basierend auf einer Lebensversicherung zahlt sie eine vorher vereinbarte lebenslange Rente, wenn der Versicherte pflegebedürftig wird. Wie hoch die Rente ausfällt, hängt vom Grad der Pflegebedürftigkeit ab, der von den Versicherern definiert wird. Die tatsächlichen Pflegekosten spielen dabei keine Rolle, bei ambulanter und stationärer Unterbringung gibt es den gleichen Betrag. Verbraucherschützer raten von der Pflegerente ab, weil die Beiträge relativ hoch sind und gerade in Pflegestufe I und II eher wenig Leistung zu erwarten ist.     

Als Alternative eignen sich Pflegerentenversicherungen vor allem für Einmalzahler und Versicherungswillige, die wegen ihres Alters oder Gesundheitszustands keinen anderen Pflegeschutz mehr bekommen.

Pflegekostenversicherung: Papierkrieg droht

Eine deutlich günstigere Variante der Risikobegrenzung ist die Pflegekostenversicherung. Sie übernimmt die Restkosten, die von der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht gedeckt werden. Ganz aus dem Schneider ist man mit der Police allerdings nicht, in der Regel werden die Leistungen nur anteilig erstattet, manche Tarife deckeln auch die Gesamtkosten. Die Ausgaben müssen einzeln nachgewiesen werden, was ziemlich mühsam sein kann. Deshalb ist auch die Kostenversicherung nur eingeschränkt zu empfehlen.

Beste Wahl: Pflegetagegeldversicherung

Auf etwas weniger Papierkrieg muss man sich bei der Pflegetagegeldversicherung einstellen. Sie zahlt – abhängig von der Pflegestufe – für jeden Tag der Pflegebedürftigkeit einen bestimmten Betrag. In einem Vergleich der Stiftung Warentest waren das in Pflegestufe III mindestens 60 Euro pro Tag, also 1800 Euro im Monat. Wer darauf verzichtet, die Pflegestufe I mitzuversichern, kann meist deutlich bei den Beiträgen sparen.

Auf Versicherungen, die erst ab Stufe III zahlen, sollte man sich generell nicht einlassen. Der Großteil der Pflegebedürftigen wird bei I oder II eingestuft, womit die Pflegekosten häufig nicht hinreichend abgedeckt werden. Bei Vorerkrankungen sollte man mehrere Anträge gleichzeitig stellen. Wer abgelehnt wird, muss das nämlich in Folgeanträgen angeben, was die Sache nicht einfacher macht.>

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20 minuten
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17.6.2010: Im Alter ist ein gesundes Gehirn noch lange lernfähig

aus: 20 minuten online: Altersforschung: Gesundes Gehirn bis ins Greisenalter; 17.6.2010;
http://www.20min.com/wissen/news/story/Gesundes-Gehirn-bis-ins-Greisenalter-13515388

<von Alice Kohli - Das Lern- und Wissenspotenzial älterer Menschen ist gröser als allgemein angenommen. Wie gross - das wird an der Uni Zürich untersucht.

Lernen hält auch im hohen Alter die grauen Zellen auf Trab.

Die wenigsten Menschen werden im Alter dement. Trotzdem konzentriert sich ein Grossteil der Altersforschung auf Alzheimer und ähnliche Krankheiten. Nur wenig Beachtung fand in der Wissenschaft bisher das gesunde Gehirn älterer Menschen. Lange glaubte man sogar, dass das Oberstübchen ab einem gewissen Alter einrostet – sich also nicht mehr an neue Situationen anpasst. Heute ist aber klar: Selbst im hohen Alter können sich Hirnstrukturen noch verändern und es entstehen neue Verkabelungen von Nervenbahnen. «Das ist eine relativ junge Erkenntnis», bemerkt Mike Martin, Professor für Gerontopsychologie an der Universität Zürich. Er testet gemeinsam mit dem Neuropsychologen Lutz Jäncke am neu gegründeten Institut für Plastizitätsforschung (INAPIC) seit einem halben Jahr Trainingsmassnahmen, die die Lern- und Erinnerungsleistung im Alter verbessern.

«Es ist eine der wichtigsten Fähigkeiten des Menschen, mit bislang noch unbekannten Anforderungen umgehen zu können», sagt Mike Martin. Nicht nur die neuen Technologien fordern unsere Lernfähigkeit täglich aufs Neue heraus – auch eine Gesellschaft, in der immer mehr ältere Menschen leben, ist auf fitte Gehirne angewiesen.

Um besser zu verstehen, wie man auch im Alter das Gehirn jung hält, sucht das INAPIC motivierte Personen ab 60 Jahren, die an Trainingsstudien zu Motorik, Gedächtnis und Orientierung teilnehmen möchten.

www.inapic.uzh.com>

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Welt
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23.11.2010: Alterserscheinungen mit gesunder Lebensweise und etwas Sport verhindern

aus: Welt online: Sportwissenschaften: Wenn 70-Jährige beim Joggen 20-Jährige abhängen; 23.11.2010;
http://www.welt.de/gesundheit/article11172884/Wenn-70-Jaehrige-beim-Joggen-20-Jaehrige-abhaengen.html

<Eine Langzeitstudie mit einer halben Million Langstreckenläufern zeigt: Die Lebensweise beeinflusst die Leistung stärker als das biologische Alter.

Die Lebensweise hat einen stärkeren Einfluss auf Gesundheit und Leistung als das biologische Alter: Eine inaktive Lebensweise ist der Hauptgrund für Leistungseinbußen im mittleren Lebensalter. Zu diesem Ergebnis sind Forscher der Deutschen Sporthochschule Köln gekommen.

In einer Langzeitstudie hatte eine Forschungsgruppe um den Sportmediziner Prof. Dieter Leyk Laufleistungen von einer halben Million Langstreckenläufern im Alter zwischen 20 und 80 Jahren analysiert, wie die Hochschule am Montag mitteilte.

Vor dem 55. Lebensjahr treten nach Angaben der Forscher keine signifikanten Leistungsverluste auf. „Etwa ein Viertel der 60- bis 70-jährigen Seniorensportler ist sogar schneller als die Hälfte der 20- bis 50-Jährigen“, hieß es.

Verblüffend sei auch die große Zahl der über 50-jährigen Sport-Neueinsteiger: „Ein Drittel der 50- bis 60-Jährigen und ein Viertel der 60- bis 70-Jährigen haben beispielsweise erst innerhalb der letzten fünf Jahre mit regelmäßigem Training begonnen“.

Das Fazit der Sportmediziner: „Auch ältere Nicht-Sportler können durch regelmäßiges Training bemerkenswerte Leistungssteigerungen und eine Vielzahl gesundheitlich positiver Effekte erzielen.“ Für einen Einstieg in den Sport sei es fast nie zu spät.

Die seit 2005 laufende und noch andauernde PACE-Langzeitstudie nimmt den Einfluss körperlicher Aktivität auf Gesundheit und Leistungsfähigkeit unter die Lupe. Untersucht werden unter anderem körperlich aktive und inaktive Erwerbstätige, Rentner wie auch sportlich aktive Vergleichsgruppen verschiedener Disziplinen.

900.000 Laufzeiten wurden bislang ausgewertet. Außerdem wurden mehr als 13.000 Sportler zu Alltagsgewohnheiten, Gesundheit, Arbeit, Motivation zum Sporttreiben und zum Training befragt.

Weiterführende Informationen im Internet:

PM Sporthochschule

Fachaufsatz im Deutschen Ärzteblatt

dpa/oc>

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26.1.2011: Rentnern fehlt eine Hirnfunktion und sehen den Hintergrund eher als den Vordergrund - und das macht Rentner im Verkehr zum Sicherheitsrisiko

aus: Welt online: Hirnforschung: Warum Rentner am Steuer so gefährlich sein können; 26.1.2011;
http://www.welt.de/wissenschaft/article12345895/Warum-Rentner-am-Steuer-so-gefaehrlich-sein-koennen.html

<Es liegt nicht nur an den Augen, sondern am Gehirn: Ältere Menschen nehmen den Bildhintergrund stärker als den Bildvordergrund wahr – mit gefährlichen Folgen.

Radfahrer, Fußgänger oder den Gegenverkehr sehen ältere Autofahrer schlechter, als beispielsweise die Landschaft dahinter.

US-Forscher haben entdeckt, warum viele ältere Autofahrer das Verkehrsgeschehen nicht mehr so gut im Blick haben: Die Funktion einer Hirnregion lässt nach, die normalerweise im Hintergrund wahrgenommene Bewegungen ausblendet, um so die Konzentration auf bewegliche Objekte im Vordergrund zu erhöhen. Dadurch sinkt beispielsweise die Achtsamkeit gegenüber anderen Autos, Fahrradfahrern oder Fußgängern.

Entdeckt haben die Forscher diesen Zusammenhang, als sie bei Freiwilligen kurzfristig die Arbeit der zuständigen Hirnregion unterdrückten und dann mit den Probanden Wahrnehmungstests durchführten. Das berichtet das Team um Duje Tadin von der University of Rochester im Fachmagazin „Journal of Neuroscience“.

Aus früheren Studien war bereits bekannt, dass ältere Menschen stärker als jüngere auf Dinge und Seheindrücke reagieren, die sich im Hintergrund abspielen, beispielsweise die vorbeiziehende Landschaft beim Autofahren. Welche Hirnfunktionen diesem Phänomen zugrundeliegen, war bisher aber unklar. Allerdings stand bereits ein bestimmtes Hirnareal im Verdacht, dafür verantwortlich zu sein: die mittlere temporale Region (MT) des Sehzentrums.

Um deren Bedeutung konkret zu untersuchen, störten die Forscher bei den Testteilnehmern jetzt gezielt die Funktion dieses Hirnbereichs durch die sogenannte transkranielle Magnetstimulation. Dabei werden mit Hilfe von Stromimpulsen Magnetfelder erzeugt, die durch den Schädel hindurch die Aktivität in bestimmten Hirnbereichen verändern können. In diesem Zustand absolvierten die Probanden für 15 Minuten verschiedene Wahrnehmungstests an einem Bildschirm.

Wenn die Funktion des MT beeinträchtigt war, waren die Probanden besser in der Lage, große sich bewegende Objekte im Hintergrund wahrzunehmen als sonst, zeigte die Auswertung. „Die Flut an visuellen Informationen, die auf uns einströmt, ist immens - das kann unser Gehirn nicht alles verarbeiten“, erläutert Tadin das Ergebnis. Deshalb müsse sich das Gehirn auf die wichtigen Dinge konzentrieren können.

Nicht nur beim Autofahren seien das in der Regel die kleineren Objekte im Vordergrund und nicht die im Hintergrund. Das MT fungiere demnach als eine Art Filtersystem, das die unwichtigeren Bewegungsinformationen des Hintergrunds unterdrückt. Diese Leistung gehe offenbar mit zunehmendem Alter verloren, vermuten sie.

Die Ergebnisse haben den Forschern zufolge auch eine Bedeutung für die Erforschung von bestimmten psychischen Erkrankungen. Beispielsweise bei Schizophrenie oder bestimmten Formen von Depression sei ebenfalls bekannt, dass die Betroffenen verstärkt Vorgängen im Hintergrund Aufmerksamkeit schenken.

Eine Erforschung der Rolle des MT in diesem Zusammenhang könnte daher zum Verständnis und damit letztendlich zur Optimierung der Behandlung solcher Störungen beitragen, sagen die Forscher.

dapd/db>

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Welt
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11.3.2011: Vitamine B6, B12 und Folsäure gegen Hirnverfall

aus: Welt online: Demenz und Alzheimer: Simpler Vitamin-Mix bremst geistigen Verfall; 11.3.2011;
http://www.welt.de/gesundheit/article12775573/Simpler-Vitamin-Mix-bremst-geistigen-Verfall.html

<Autor: Berrit Gräber

Eine neue Studie zeigt, wie überraschend einfach ein drohender Abbau von Gehirnmasse im Alter in den Griff zu bekommen ist – mit einem einfachen Vitamin-Cocktail.

Wer das Gefühl hat, seine geistige Leistungsfähigkeit schwindet und das Gedächtnis lässt ihn immer öfter im Stich, sollte sein Blut untersuchen lassen. Womöglich ist ein überhöhter Homocystein-Spiegel Grund für die schleichende Vergesslichkeit im Alter. Das Zellgift kann die Hirnleistung schädigen bis hin zu Demenz und Alzheimer. Was dagegen hilft, ist ein simpler Vitamin-Mix, hat jetzt eine neue Studie britischer und schwedischer Wissenschaftler ergeben. Die Vitamine B6, B12 und Folsäure können den Verfall abbremsen.

„Dass B-Vitamine dem Abbau von Gehirnmasse deutlich gegensteuern können, ist inzwischen wissenschaftlich unbestritten„, sagt Claudia Mauelshagen, Ärztin beim Deutschen Grünen Kreuz in Marburg. Das Erstaunliche sei, dass die Gefahr einer schlimmen Erkrankung so einfach erfolgreich auszuschalten sei, betonen auch die Experten der Homocystein-Dach-Liga, einer Vereinigung von Herz-Kreislauf-Spezialisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Nur: Kaum ein Bürger weiß, dass altersbedingte Gehirnschwäche mit einem einfachen Vitamin-Präparat aus der Apotheke in den Griff zu bekommen wäre. Auch die Ursache allen Übels, das Zellgift Homocystein, ist weitgehend unbekannt.

Dabei raten Wissenschaftler schon seit einigen Jahren dazu, diesen wichtigen Blutwert spätestens ab dem 40. Lebensjahr regelmäßig kontrollieren zu lassen. Mit dem Lebensalter steigt die schädliche Homocystein-Konzentration im Blut. Fast jeder Zweite über 50 hat zu viel davon im Körper, erklärt die Dach-Liga. Das Risiko für Arterienverkalkung, Herzinfarkt, Schlaganfall, Parkinson oder geistigen Verfall geht dann rasant nach oben.

Homocystein wird auch eine Rolle bei Depressionen und Osteoporose zugeschrieben. Viele Wissenschaftler hielten es für gefährlicher als Cholesterin und mindestens so schädlich wie Rauchen, sagt Mauelshagen.

Aber wie kommt es zu überhöhten Werten? Homocystein entsteht beim Abbau von Eiweiß, ist hochgiftig und muss deshalb rasch entgiftet werden. Zuständig dafür sind die drei Vitamine Folsäure, Vitamin B12 und B6. Bei einem gesunden Stoffwechsel klappt das reibungslos, bei Älteren aber nicht mehr so perfekt.

Sind Menschen auf Dauer nicht mehr optimal mit Vitaminen versorgt, schädigt das aggressive Stoffwechselprodukt die Wände der Gefäße, fördert Arterienverkalkung und geistigen Verfall. Liegt der Homocystein-Spiegel über 10 Mikromol pro Liter im Blutplasma, muss er runter.

Kein Problem für den, der B-Vitamine schluckt. Dass die Gedächtnisstörungen nicht noch schlimmer wurden, bekamen die über 70-jährigen Teilnehmer der neuen Studie am eigenen Leib zu spüren. Die 271 Probanden waren in zwei Gruppen aufgeteilt worden. Eine nahm täglich einen Vitamin-Mix ein. Die Kontrollgruppe bekam ein Scheinpräparat. Jeweils 24 Monate lang. Am Ende war klar: Der Hirnabbau konnte dank B-Vitaminen bestenfalls um 53 Prozent verlangsamt werden.

Spätestens ab dem 50. Geburtstag sollte jeder seinen Homocystein-Spiegel so gut kennen wie seine Blutdruck-, Blutzucker- oder Cholesterinwerte, empfiehlt Mauelshagen. Man muss sich allerdings selbst kümmern. Der Homocystein-Wert wird selten automatisch mitgetestet, wenn der Arzt ein Blutbild anordnet. Die Kosten für den Laborwert müssen in der Regel selbst bezahlt werden. Die Krankenkassen springen meist erst beim einem zweiten Folgetest ein.

Vor allem Patienten mit Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Problemen, schon bekannten Gefäß-, Darm-, Nieren- und Schilddrüsenerkrankungen sollten auf jeden Fall ihren Homocystein-Wert bestimmen lassen, betont die Ärztin beim Grünen Kreuz. Liegen die Blutwerte weit über 15 Mikromol/Liter und kommen noch andere Risikofaktoren hinzu, reichen Tabletten aus der Apotheke meist nicht mehr aus. Dann steht oft eine Intensivtherapie mit hochkonzentrierten Vitamin-Mix-Spritzen beim Arzt an.

dapd/oc>

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El
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2.12.2011: Jubilados: Alimento especial para “viejitos” [con mucha fibra]

2.12.2011: Ältere Menschen brauchen spezielle "Altersnahrung" [mit viel Fasern]

de / aus: http://www.prensaescrita.com/adiario.php?codigo=AME&pagina=http://www.elmen.com.pe

<A medida que pasan los años muchos cambios se registran en el cuerpo, eso obliga a realizar modificaciones en los hábitos de vida, como por ejemplo la alimentación. Los adultos mayores tienen problemas para pasar los alimentos porque reducen su producción de saliva y con frecuencia sufren de problemas de estreñimiento y eso los lleva a tener una dieta especial rica en fibras.>
<Bei fortschreitendem Alter ändert sich vieles im menschlichen Körper, was viele Wechsel bei den täglichen Gewohnheiten bedeutet, und dies gilt auch für die Ernährung. Die älteren Erwachsenen haben Probleme beim Ernährungsdurchlauf, weil ihre Speichelproduktion reduziert ist undhäufig unter Verstopfung leiden. Deswegen müssen sie eine speziell faserreiche Ernährung haben.


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n-tv
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20.12.2011: Kalorienarme Ernährung regt CREB1-Molekül an, das für Langlebigkeit und gute Gehirnfunktion zuständig ist

aus: n-tv online: Weniger essen, länger fit sein: Strikte Diät hilft gegen Alterung; 20.12.2011;
http://www.n-tv.de/wissen/Strikte-Diaet-hilft-gegen-Alterung-article5044181.html

<Forscher entdecken möglicherweise eine wirksame Therapie, um die Alterung des Gehirns beim Menschen aufzuhalten. Mittels Tests an Mäusen können sie nachweisen, dass die Tiere, die weniger zu fressen bekommen, länger fit bleiben. Verantwortlich dafür ist das Proteinmolekül CREB1.

Wer weniger isst, bleibt einer Studie zufolge geistig länger fit. Italienische Wissenschaftler fanden heraus, dass eine kalorienarme Ernährung das Proteinmolekül CREB1 anregt, das wiederum für Langlebigkeit und gute Gehirnfunktion zuständige Gene aktiviert, wie aus der in der US-Zeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" veröffentlichten Studie hervorgeht. Studien-Autor Giovambattista Pani aus Rom hofft nun auf eine Möglichkeit, das Molekül ohne Diät, sondern mit Medikamenten zu aktivieren.

Für die Studie testeten die Forscher eine Diät an Mäusen. Die Tiere erhielten lediglich 70 Prozent ihrer herkömmlichen Menge an Nahrung, wodurch das Molekül angeregt wurde. Zwar hatten Wissenschaftler bereits zuvor herausgefunden, dass Mäuse auf Diät bessere kognitive Fähigkeiten haben, weniger aggressiv sind und zudem seltener oder später an Alzheimer erkranken, sie kannten aber nicht die Ursache dafür. Labormäuse, die ohne das Molekül gezüchtet wurden, wiesen bei den Untersuchungen keine geistigen Verbesserungen auf, wenn sie auf Diät gesetzt wurden.

Die Ergebnisse liefern den Forschern zufolge wichtige Erkenntnisse für zukünftige Therapien, um die Alterung des Gehirns aufzuhalten. Laut dem US-Neurologen Marc Gordon können die Forschungsergebnisse auch erklären, warum fettleibige Menschen im Alter häufiger mit Demenz zu kämpfen haben.

AFP>

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Spiegel
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8.1.2012: Altersheim ist nicht mehr Greisenheim: Theater, Schwimmbad, Fitnessraum, Sprachkurs - alles da

aus: Der Spiegel online: Investment im Altersheim: Rendite mit Rentnern; 8.1.2012;
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,802704,00.html

<Von Claudia Lindenberg

Es muss nicht nur trostlos sein: Immer mehr Seniorenheime rüsten auf, bieten Theater, Schwimmbad, Fitnessräume oder gar Sprachkurse für ihre Klientel. Das macht sie auch interessant für Investoren. Wer aber mit Rentnern Geld verdienen will, sollte genau hinschauen.

"I'm bored in old people's homes" - "Ich langweile mich in Altenheimen". Dieses provokante Schild hält eine Rentnerin im Musikvideo "My Generation" der Rockband "The Zimmers" in die Kamera. Die Combo entstand 2007 anlässlich einer Dokumentation des britischen Senders BBC: Dort wurde auch über eine Rentnergruppe berichtet, die sich gegen die Schließung ihrer Bingohalle zur Wehr gesetzt hatte. Die aus diesen Widerständlern und weiteren Senioren gecastete Band schaffte es mit der Coverversion des The-Who-Songs "My Generation" sogar auf Platz 26 der britischen Charts. Im Video spielen die Senioren genüsslich mit den Vorurteilen über Rockbands und demolieren am Schluss stilgerecht diverse Gitarren.

Der Video-Protest gegen die oft trostlose Realität des Rentnerdaseins will provozieren, doch häufig genug bestätigen Berichte über den Pflegenotstand in Altenheimen dies.

Dass es auch anders geht, zeigt zum Beispiel die Augustinum-Gruppe, die laut Branchendienst Care Invest bundesweit Rang 12 unter den größten Anbietern belegt. Dort gehören ein hauseigenes Theater, Schwimmbad, Fitnessräume, Sprachkurse und sonstige Aktivitäten zum Standard. Allerdings handelt es sich bei den 22 Seniorenresidenzen des Anbieters auch um die Luxusklasse des Seniorenwohnens: Wer etwa im Hamburger Augustinum direkt am Elbufer residieren will, zahlt 2.260 Euro monatlich für ein 1,5-Zimmer-Apartment.

Wohnstift fürs Depot

Ähnlich luxuriös, Wasserblick ebenfalls inklusive, wird sich das jüngste Augustinum-Haus in Meersburg am Bodensee präsentieren, wenn es Anfang 2013 die Pforten öffnet. Das spektakuläre Alpenpanorama soll nicht nur die künftigen Bewohner, sondern auch Investoren begeistern: Der Hamburger Initiator Hesse Newman bietet Anlegern mit dem Classic Value 5 die Möglichkeit, über eine Beteiligung am Vermietungserfolg der Seniorenresidenz teilzuhaben. 5 Prozent, ansteigend auf 5,5 Prozent im Jahr 2027, stellt Hesse Newman Anlegern in Aussicht. Die Residenz mit 266 hochwertigen Wohnungen ist für 30 Jahre mit einem Triple-Net- Mietvertrag an die Augustinum-Gruppe vermietet. "Damit bieten wir eine langfristige Planungssicherheit dank eines bonitätsstarken Mieters", kommentiert Hesse-Newman-Vorstand Marc Drießen das Fondskonzept, das ein Investment in zwei Wachstumsmärkte - hochwertiges Wohnen am Bodensee sowie Seniorenwohnen - ermögliche.

Konsolidierung erwartet

Eher bodenständig kommen dagegen die Immobilien der reinen Pflegefonds- Anbieter Immac und INP daher. Beide Häuser stellen Anlegern monatliche Ausschüttungen in Aussicht. Umfangreicher sind die Anlagemöglichkeiten hingegen für Großanleger: So bieten unter anderem Catella Real Estate, RREEF, Patrizia, Corpus Sireo und Avia Rent entsprechende Portfolio-Fonds an.

Obwohl unbestritten ist, dass der Bedarf an Seniorenimmobilien angesichts des demografischen Wandels zunehmen dürfte (siehe Grafik auf Seite 38), mahnen Studien zur Vorsicht: Angesichts des hohen Sanierungsrückstands in vielen Häusern bei kaum steigenden Einnahmen rechnet beispielsweise die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young in einer aktuellen Analyse mit einer Konsolidierung des Marktes:

"Wir gehen davon aus, dass bis 2020 rund jedes siebte Pflegeheim vom Markt verschwinden wird", sagt Hans Kersel, Partner bei Ernst & Young. Dieser Aspekt ist bei Investments in Seniorenimmobilien umso wichtiger, als diese - ähnlich wie Hotels - besonders abhängig von der Qualität des Betreibers sind. Hinzu kommt, dass die Häuser von künftigen Änderungen der Vorschriften der Heimmindestbauverordnung betroffen sein können. "Dies führt zu erhöhten Revitalisierungsaufwendungen am Ende der geplanten Nutzungsdauer oder zu einem geringeren Verkaufserlös", sagt Pascal Seppelfricke, Gründer des Seppelfricke Family Office.

Auch könnten Pflegekonzepte durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse bereits nach 15 bis 20 Jahren völlig überholt sein. Die heute aus medizinischen Gründen empfohlene Atrium-Bauweise etwa sei vor 15 Jahren noch völlig unbekannt gewesen.

Positiver beurteilt der Vermögensverwalter hingegen den Teilmarkt für betreutes Wohnen: "Während reine Pflegeheime eine Spezialimmobilie darstellen, hat das betreute Wohnen eher den Charakter eines Wohnimmobilieninvestments und bietet später einfachere Möglichkeiten für eine Umnutzung." Damit seien auch höhere Kaufpreisfaktoren gerechtfertigt, während sie bei Pflegeheimen eher beim 12,5- bis 13-Fachen der Jahresnettokaltmiete liegen sollten.

Objekt muss zum Standort passen

Weitere wichtige Kriterien für den Anlageerfolg mit Seniorenimmobilien sieht Albrecht von Witzendorff, Direktor bei Ernst & Young, darin, dass beispielsweise die Ausstattung und das Service-Angebot zur Lage der Einrichtung passen. "Hinsichtlich des Standorts ist es zudem wichtig, dass im Einzugsgebiet eine ausreichende Nachfrage sowie eine gute Anbindung ans Ortszentrum vorhanden sind", ergänzt er. Dass sich die Nachfrage nach Pflegeleistungen nicht über einen Kamm scheren lässt, zeigt eine Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadtund Raumforschung: Sie prognostiziert bis 2030 einen erheblichen Anstieg in den A-Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt und Stuttgart, aber auch in Regionalzentren, mittelgroßen Universitätsstädten und deren Umland wie etwa Hannover, Nürnberg, Bonn oder Freiburg. "Wir gehen davon aus, dass Regionen eine hohe Wertstabilität von erstklassigen Pflegeimmobilien zu erwarten haben, in denen die Betreiber steigende Investitionskosten auch auf die Bewohner umlegen können", sagt Jan Linsin, Co- Autor einer aktuellen Marktstudie und Deutschland-Research-Chef bei CBRE.

"Dabei sind vor allem Regionen von Bedeutung, die einen relativ starken Zuzug von Senioren erwarten dürfen und einen hohen Anteil von Unternehmern und Beamten aufweisen, da diese laut Statistik über das höchste Geld- und Sachvermögen verfügen", ergänzt Linsin und hebt den Daumen für Standorte mit hohem Wohneigentumsanteil und Potenzial für Wertsteigerungen auf dem Immobilienmarkt: "Der zu erwartende Verkaufserlös oder eine Beleihung über Umkehrhypotheken kann dort am besten für die Finanzierung des Pflegeheims verwendet werden.">

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Welt
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30.1.2012: <Long-Life-Formel: Langweiler mit preußischen Tugenden leben länger>

aus: Welt online, 30.1.2012;
http://www.welt.de/gesundheit/article13841107/Langweiler-mit-preussischen-Tugenden-leben-laenger.html

<Autor: Jörg Zittlau| 30.01.2012

Ernährung und Sport sind überbewertet, wichtiger ist die Persönlichkeit. Vor allem disziplinierte und zielstrebige Menschen erreichen ein Methusalem-Alter.

Der Mensch wird - zumindest in den Wohlstandsgesellschaften - älter als je zuvor. Dennoch gibt es auch viele, die es nicht bis dahin schaffen. Warum also ist die Lebenserwartung so unterschiedlich? Liegt es an den Genen, der Ernährung, der körperlichen Bewegung oder an der finanziellen Ausstattung?

Die US-Forscher Howard Friedman und Leslie Martin sind dieser Frage nachgegangen und legen die Ergebnisse jetzt in einem Buch vor: "Die Long-Life-Formel" (Beltz-Verlag). Demnach sind es neben einem günstigen sozialen Umfeld vor allem Disziplin und Zielstrebigkeit, die uns ein Methusalem-Alter erreichen lassen.

Friedman und Martin arbeiten an der University of California, doch ihre Studie ist auf mehrere Forschergenerationen angelegt. "Die besten Ergebnisse erhält man bei einer Studie zur Lebenserwartung, wenn man die daran beteiligten Personen ihr ganzes Leben lang begleitet", so die beiden Psychologen. Dazu reicht ein einzelnes Forscherleben aber nicht aus. Friedman und Martin haben deshalb ein Projekt weitergeführt, das seit 1921 die Lebensumstände von etwa 1500 US-Amerikanern beobachtet.

Begründet wurde es von Lewis Terman, einem Psychologen der Stanford University. Ihn ärgerte seinerzeit, dass in den USA weithin die Theorie vertreten wurde, wonach intelligente Menschen, weil sie zu gehemmt und neurotisch sind, ungesünder seien als andere mit niedrigem Intelligenzquotienten. Er sah, dass Eltern ihren Kindern die Bücher wegnahmen und hinaus zum Spielen schickten.

Terman, der auf IQ-Forschung spezialisiert war, ertrug das nicht. Er beschloss, eine eigene Studie einzuleiten. Dazu rekrutierte er 1528 Grundschulkinder mit einem IQ von über 135 Punkten, um detaillierte Daten zu Gesundheit, Familiengeschichte und Alltag zu sammeln.

Terman starb 1956. Bis dahin war er zur Überzeugung gelangt, dass "begabte Kinder ihre Altersgenossen im Gesundheitszustand übertreffen". Was ihn in seiner Sicht bestärkte, dass man einen hohen IQ per Züchtung in der Menschheit ausbauen sollte.

Trotz dieser eugenischen Auswüchse setzten andere Forscher sein Projekt fort, denn der Datenbestand war wertvoll. Man ließ die "Termiten", wie sich die Teilnehmer in Anlehnung an ihren Untersucher nannten, alle fünf Jahre einen umfangreichen Fragebogen ausfüllen. Und wenn sie gestorben waren, ließ man sich die Todesurkunden zuschicken, um mehr über die Ursache ihres Ablebens zu erfahren.

1990 begannen Friedman und Martin, mit den Daten zu arbeiten. Sie erkannten, dass sich eigentlich kein Zusammenhang zwischen Intelligenz, Sozialstatus und Gesundheit erstellen ließ, weil die Testpersonen ja allesamt hochintelligent waren und aus weißen, gut situierten Familien stammten, sodass es in diesen Punkten keine Vergleichsgruppe gab.

Diese Einschränkung hatte auch einen entscheidenden Vorteil: IQ und Sozialstatus waren nun keine Störgrößen mehr in dem Bemühen, mehr über die entscheidenden Faktoren der Lebenserwartung zu erfahren.

So zeigte sich, dass Sport das Sterbealter kaum nach hinten verschiebt. Auch Optimismus verlängert das Leben weniger, als vermutet wird. Pessimisten sterben zwar früher, doch das liegt daran, dass sie mehr Unfälle und Gewalt gegen sich erleben. "Schwarzmaler leben gefährlich", warnen die beiden Psychologen, "sie begeben sich oft auf einen riskanten Lebensweg." Was schon erstaunlich ist, weil man von einem Pessimisten eher wenig Risikofreude erwartet, weil er vieles für zwecklos hält und daher selten aktiv wird.

Doch er zieht mit seiner Einstellung auch mehr Unglück und Gewalt auf sich. Nach dem Prinzip der selbsterfüllenden Prophezeiung: Wenn ich fest an Unheil glaube, tritt es auch ein.

Nichtsdestoweniger kommt ein längeres Leben weniger durch Optimismus und Lebensfreude zustande als durch Gewissenhaftigkeit. "Wer sparsam, beharrlich, in Details verliebt und verantwortungsvoll ist, lebt am längsten", resümieren Friedman und Martin

"Gegen Ende des 20. Jahrhunderts waren 70 Prozent der Terman-Männer und 51 Prozent der Terman-Frauen gestorben - und es waren vor allem die Undisziplinierten, die das Zeitliche gesegnet hatten." Wenig tröstlich für alle Chaoten, während pflichtbewusste Arbeitsbienen auf ein langes Leben hoffen dürfen.

Es könnte etwas dran sein, wie schon ein Blick auf die Kulturgeschichte zeigt. So wurde Immanuel Kant trotz schwächlicher Körperkonstitution fast 80 Jahre alt, und als Philosoph formulierte er nicht nur den kategorischen Imperativ, seine Königsberger Mitbewohner stellten auch ihre Uhren nach seinen Spaziergängen, weil er sie unerbittlich immer zum selben Zeitpunkt tätigte.

Friedrich Nietzsche hingegen propagierte pflichtvergessene Ekstase und fühlte sich vom Leben und den Frauen überfordert - er brachte es gerade mal auf 55 Lenze. Der chaotische Mozart starb sogar schon mit 35, während es der umsichtige Bach für damalige Verhältnisse auf stolze 65 Jahre schaffte.

Langweilige Tugenden verlängern Leben

Bleibt die Frage, warum eher langweilige Tugenden wie Gewissenhaftigkeit, Zielstrebigkeit und Pflichtbewusstsein so lebensverlängernd wirken. "Der erste und vielleicht offensichtlichste Grund ist, dass disziplinierte Menschen mehr für den Erhalt ihrer Gesundheit tun und weniger riskante Dinge unternehmen", so die Erklärung der Forscher. Beispielsweise trinken und rauchen sie weniger, und auch beim Autofahren finden sie eher das Brems- als das Gaspedal.

Ein weiterer Grund ist, dass gewissenhafte Menschen meist psychosomatisch robust sind. So zeigt ihr Hirn oft einen hohen Level des Botenstoffs Serotonin, der weniger impulsiv macht und für guten Schlaf, gute Laune sowie einen angemessenen Appetit sorgt.

Besonders wichtig ist aber laut Friedman und Martin, dass gewissenhafte Menschen "aufgrund ihrer Persönlichkeit gesündere Lebenssituationen und Beziehungen aufsuchen". Sie finden beispielsweise eher zu glücklichen Ehen und stabilen Arbeitsverhältnissen. Ganz zu schweigen davon, dass zielstrebige Menschen sich weniger verzetteln und dadurch Energien für die Widrigkeiten des Lebens aufsparen.

Doch Friedman und Martin weisen selbst darauf hin, dass man ihre Studienergebnisse nicht pauschalisieren sollte. So hatten ihre "Termiten" das Glück, dass sie für ihre preußischen Tugenden im Wirtschaftsboom der Nachkriegsjahre mit gut bezahlten Jobs belohnt wurden. Wer hingegen hart arbeitet, aber in eine lange Rezession gerät, wird eher Frust aufbauen.

Und was tut ein Mensch, dem Disziplin einfach nicht in die Wiege gelegt ist? In der Studie lebten zwar diejenigen am längsten, die bereits als Kind Mini-Preußen waren. Doch man hatte auch "ein paar wilde, ungebärdige Jungs", die erst ab 40 ihr Leben in geregelte Bahnen lenkten - und mit einem längeren Leben belohnt wurden.>

Kommentar

Toller Artikel. Wenn sich nun alle daran halten, was im Artikel steht, gibt es in 0 Komma Nichts keine Kriege mehr, sondern nur noch Smilies mit sanftem Humor für die Ewigkeit. Wunderbar. Nun sollten nur noch alle lesen können und umsetzen können, was sie lesen. Man sieht: Die frohe Botschaft des Artikels wird an der Umsetzung scheitern...

Michael Palomino, 30.1.2012

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Welt
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5.2.2012: <Einsichten: Fünf Dinge, die Sterbende am meisten bedauern>

aus: Welt online; 5.2.2012;
http://www.welt.de/vermischtes/article13851651/Fuenf-Dinge-die-Sterbende-am-meisten-bedauern.html

<Autor: Nina Trentmann| 05.02.2012

Was bereuen wir, wenn unser Leben zu Ende geht? Eine Palliativpflegerin, die viele Menschen am Sterbebett bis zum Tod begleitete, hat darüber ein Buch geschrieben.

Falsche Entscheidungen und Versäumnisse bewegen die Menschen in ihren letzten Stunden. Das, was all die anderen wollten - einen sicheren Job zum Beispiel, ein geregeltes Einkommen -, das wollte Bronnie Ware nie. Nach Jahren in einer Bank kündigt die damals Ende Zwanzigjährige ihre Stelle und zieht durch die Welt, macht erst Station auf einer Südseeinsel, wo sie in einer Bar arbeitet, dann in Surrey im Südosten Englands.

Dort arbeitet die Australierin zum ersten Mal in dem Job, den sie für mehr als acht Jahre ausüben wird: Bronnie Ware wird Palliativpflegerin - für Todkranke, für Sterbende, für die, die ihren Tod kommen sehen, und die, die nichts davon wissen wollen.

Bronnie Ware begleitet ihre Patienten zu Hause in den Tod - und hört in den Wochen, Tagen und Stunden in den Gesprächen mit den Sterbenden stets dasselbe Bedauern und dieselben Vorwürfe: das Bedauern darüber, nicht das Leben gelebt zu haben, das sie sich gewünscht hatten. Reue angesichts der Entscheidungen, die man getroffen oder nicht getroffen hat. Vorwürfe gegenüber sich selbst, weil diese Erkenntnis erst kam, als es bereits zu spät war.

"Wenn sie sterben, kommt eine Menge Furcht und Ärger aus den Menschen heraus", sagt Bronnie Ware, "und dieses 'Ich wünschte, ich hätte ...', das kommt auch immer wieder." Darüber hat Bronnie Ware nun ein Buch geschrieben, "The Top Five Regrets of the Dying", übersetzt etwa "Die fünf Dinge, die Sterbende am meisten bereuen".

Für sich selbst hat Bronnie Ware entschieden, dass sie nur noch das macht, was sie wirklich will. "Ich weiß ja, was ich sonst auf meinem Sterbebett bereue", sagt sie.

1. "Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben"

Grace tut jahrzehntelang das, was von ihr erwartet wird: Sie heiratet, kriegt Kinder, opfert sich für ihren Mann und den Haushalt auf. Sie arrangiert sich mit ihrer Ehe und begehrt nicht auf, als ihr Ehemann sie tyrannisiert. Grace atmet auf, als ihr Mann in ein Pflegeheim eingewiesen wird: "Sie dachte, sie könnte danach ein neues Leben beginnen", schreibt Bronnie Ware in ihrem Buch. Doch innerhalb weniger Monate wird Grace todkrank. Sie hadert mit sich und ringt Bronnie, ihrer Pflegerin, das Versprechen ab, "sich niemals von jemandem von dem abringen zu lassen, was du machen willst". Ware gibt ihr das Versprechen. Die alte Frau stirbt. "Das bedauern fast alle Menschen. Es gibt so viele Menschen, die durchs Leben gehen und die meiste Zeit Dinge tun, von denen sie glauben, dass andere sie von ihnen erwarten." , schreibt Ware.

2. "Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet"

Über 15 Jahre wartet Margaret darauf, dass ihr gut verdienender Mann endlich in Rente geht. Als er nach vielen Streitereien einwilligt, blüht Margaret förmlich auf und beginnt hastig mit den Planungen. All die Reisen, die sie all die Jahre zusammen machen wollten! Doch dazu kommt es nicht mehr, Margaret wird krank und stirbt. "Natürlich habe ich meine Arbeit geliebt", sagt John, als Bronnie Ware seine Pflegerin wird, "aber wofür? Das wirklich Wichtige - meine geliebte Margaret - habe ich aus den Augen verloren." Auch John bereut, dass er zu viel darauf gab, was sein Umfeld von ihm dachte, dass er zu viel auf seine Karriere gab. "Alle Männer, die ich gepflegt habe, haben das gesagt", sagt Bronnie Ware. "Fast alle haben zu viel gearbeitet und zu wenig gelebt - weil sie Angst hatten, nicht genug Geld zu verdienen, oder ihrer Karriere wegen."

3. "Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken"

Jozsef, ein Überlebender des Holocaust, der nach dem Krieg mit seiner Frau nach Australien zieht, realisiert kurz vor seinem Tod, dass er seiner Familie nie all seine Gefühle gezeigt hat. "Ich hätte mir gewünscht, dass meine Familie mich wirklich gekannt hätte", sagt er zu Bronnie Ware. "Viele Menschen unterdrücken ihre Gefühle um des lieben Friedens willen", sagt die Pflegerin. "Das führt dazu, dass sich viele in einer mittelmäßigen Existenz einrichten und nie zu dem werden, was sie hätten sein können." Viele Krankheiten, die ihre Patienten über die Jahre entwickelten, rührten daher, glaubt sie.

4. "Ich wünschte mir, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden aufrechterhalten"

Doris hat eine Tochter, zu der sie früher ein enges Verhältnis hatte, so eng, dass die alte Frau kurz vor ihrem Tod zu Bronnie Ware sagt: "Ich dachte, diese Nähe würde immer bleiben." "Aber das Leben und unsere Geschäftigkeit kamen dazwischen." Ähnlich ist es mit den Freundschaften der alten Dame, sie sind längst eingeschlafen, die Freunde von früher sind nicht mehr auffindbar. "Viele meiner Patienten bedauerten, dass sie nicht genügend Zeit in ihre Freundschaften investiert hatten", sagt Ware. "Jeder vermisst seine Freunde, wenn er stirbt."

5. "Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein"

Rosemary hat es zu einer der ersten weiblichen Managerinnen in ihrem Unternehmen gebracht, doch das Scheitern ihrer Ehe verwindet sie nicht. Bronnie Ware trifft eine verbitterte Frau, die erst wenige Tage vor ihrem Tod realisiert, dass Ware recht hat, wenn sie sagt: "Wir haben die Freiheit zu wählen." Diese Erkenntnis überrascht Bronnie zuerst. "Viele Patienten erkennen das erst zum Schluss. Sie stecken in alten Mustern und Gewohnheiten und dem Komfort der Gewohnheit."

Ware gibt die oft tragischen Begebenheiten mit den Sterbenden anrührend wieder. Zugegeben, nicht alle von ihnen hatten etwas, was sie bedauerten: "Es gab Menschen ohne Reue", sagt Ware, "die mit einem Lächeln im Gesicht starben." Sie ändert ihr Leben, als sie erkennt, dass es vor allem die späte Erkenntnis ist, die ihre Patienten unglücklich macht. "Rückblickend kann ich sagen, dass auch ich mich zu lange so verhalten habe, wie es von mir erwartet wurde", sagt sie und meint damit ihre frustrierenden Jahre in der Bank.

Die Australierin arbeitet heute wieder als Sängerin und Songschreiberin, sie gibt im Internet Kurse für Persönlichkeitstraining und schreibt einen Blog, "Inspiration und Chai". Sie hat vor wenigen Tagen ein Kind bekommen, ein Mädchen, Elena. Ware sitzt heute viel auf ihrer Veranda und hört den Vögeln zu: "Ich weiß, dass ich das machen muss, was ich will - denn wenn ich das nicht tue, weiß ich, was ich auf meinem Sterbebett bereuen werde.">

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Welt
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29.3.2012: <Zweisprachigkeit verzögert Symptome von Demenz>

aus: Welt online: Alzheimer: Zweisprachigkeit verzögert Symptome von Demenz; 29.3.2012;
http://www.welt.de/wissenschaft/article106136213/Zweisprachigkeit-verzoegert-Symptome-von-Demenz.html

<Wer über Jahre zwei Sprachen verwendet, der ist besser gegen Demenz-Symptome gewappnet. Geistige Ausfallerscheinungen setzten später ein als bei einsprachigen Demenzpatienten, fanden Forscher heraus.

Zweisprachige Menschen sind besser gegen den geistigen Abbau bei Alzheimer und anderen Demenzen gewappnet. Ihr Gehirn hat durch den jahrelangen Gebrauch zweier Sprachen eine Art geistiger Reserve entwickelt, wie kanadische und US-amerikanische Forscher herausgefunden haben. Gehirnregionen, die für Sprache, aber auch für das Gedächtnis und andere geistige Leistungen wichtig sind, seien bei Zweisprachigen aktiver und besser verknüpft.

Dadurch könnten die Schäden durch Demenz länger ausgeglichen werden. Im Durchschnitt dauere es drei bis vier Jahre länger, bis Symptome aufträten, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin „Trends in Cognitive Sciences“. (doi:10.1016/j.tics.2012.03.001)

„Es ist nicht überraschend, dass intensive und jahrelange Übung einer Sprache ihre Spuren in unserem Geist und Gehirn hinterlässt“, sagt Erstautorin Ellen Bialystok von der York University im kanadischen Toronto. Die Zweisprachigkeit präge das Gehirn auf einzigartige Weise. Es müsse ständig zwischen zwei Sprachen hin- und herspringen und prüfen, welche Vokabel oder Grammatik gerade gefordert sei. Dieses Umschalten erhöhe die mentale Flexibilität.

Unklar war bisher, welche konkreten Vorteile diese Anpassung des Gehirns an die Zweisprachigkeit vor allem im Alter bringt. Um das zu klären, sichteten Bialystok und ihre Kollegen bisher existierende Studien zum Thema Demenz, aber auch Erkenntnisse zur Zweisprachigkeit und werteten diese zusammenfassend aus.

Die aufschiebende Wirkung der Zweisprachigkeit betreffe vor allem die Symptome – und damit die geistigen Ausfallerscheinungen bei einer Demenz, sagen die Forscher. Denn die für Alzheimer typischen Schäden im Gehirn seien bei zweisprachigen Patienten nicht geringer als bei einsprachigen, das zeigten Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren. Dabei wurden die Gehirne von ein- und zweisprachigen Alzheimerpatienten vergleichend analysiert, die äußerlich die gleichen Symptome und das gleiche Stadium der Demenz erreicht hatten.

Bei den zweisprachigen Alzheimerpatienten seien sogar deutlich mehr Schäden im Gehirn beobachtet worden als bei den einsprachigen - obwohl ihre Symptome gleich waren. „Das stützt die Idee, dass diese Patienten die Krankheit besser verarbeiten und länger ohne Symptome leben können“, schreiben Bialystok und ihre Kollegen. Andere Faktoren wie Intelligenz, Bildungsstand und körperlicher Zustand waren bei allen untersuchten Patienten vergleichbar und seien daher nicht für die Unterschiede verantwortlich.

Reicht Schulfranzösisch schon aus?

Die Forscher untersuchten auch, wann und wie gut man eine zweite Sprache lernen muss, damit sich der schützende Effekt bemerkbar macht. „Menschen im mittleren Alter möchten natürlich wissen, ob es für sie schon zu spät ist, eine neue Sprache zu lernen oder ob ihr Schulfranzösisch vielleicht auch ausreicht“, schreiben Bialystok und ihre Kollegen. Die beste Antwort darauf sei nach jetzigem Wissensstand, dass es umso günstiger sei, je früher und besser man eine Zweitsprache spreche.

 Denn frühes, gutes Erlernen einer Sprache verändere die Gehirnfunktionen stärker, als wenn man diese nur unvollkommen beherrsche, sagen die Forscher. Das zeige unter anderem eine Studie an Alzheimerpatienten, die Spanisch und Englisch sprachen. „Bei denjenigen mit einem höheren Grad der Zweisprachigkeit setzten die Symptome erst in höherem Alter ein und auch die Diagnose erfolgte später“, schreiben die Forscher.

dapd/sara>

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n-tv
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24.4.2012: Demenz richtig vorbeugen

aus: n-tv online: Gesundheit: Demenz richtig vorbeugen; 24.4.2012;
http://www.n-tv.de/ticker/Gesundheit/Demenz-richtig-vorbeugen-article6103586.html

<Krefeld (dpa/tmn) - Jeder dritte Mann und jede zweite Frau könnte im Laufe des Lebens an Demenz erkranken. Das zeigt ein Pflegereport 2010. Doch es gibt Möglichkeiten, der Krankheit vorzubeugen.

Derzeit gehen Experten davon aus, dass jeder dritte Mann und jede zweite Frau damit rechnen muss, im Lauf des Lebens an Demenz zu erkranken. Das besagt der Pflegereport 2010 der Krankenkasse Barmer GEK. Die Zahl von 1,2 Millionen Demenzkranken wird sich demnach bis 2060 auf 2,5 Millionen mehr als verdoppeln. Von den Dementen gelten rund zwei Drittel als pflegebedürftig.

Vaskuläre Demenz ist dabei die zweithäufigste Demenzerkrankung. Ihre Hauptursache sind Gefäßveränderungen und dadurch bedingte chronische Durchblutungsstörungen im Gehirn. Um der Krankheit vorzubeugen, sei es besonders wichtig, den Blutdruck zu kontrollieren und Bluthochdruck behandeln zu lassen, erklärt Frank Bergmann, Vorsitzender des Berufsverbandes Deutscher Nervenärzte (BVDN) in Krefeld.

Weitere Risikofaktoren für die Gefäßverkalkung sind Diabetes mellitus und hohes Cholesterin. Deswegen lohnt es sich, Übergewicht und falsche Ernährung zu vermeiden und vorbeugend auf das Rauchen zu verzichten. Das gilt auch für Menschen ohne Vorerkrankung, nicht zuletzt, weil es bis jetzt keine Therapie der Ursache gibt.

Typische Symptome dieser langsam fortschreitenden Erkrankung sind Bergmann zufolge Störungen des Gedächtnisses und Denkens, der Konzentrations- und Lernfähigkeit sowie der Urteilskraft. Mit dem Erkrankungsbild können auch psychische Veränderungen wie Stimmungsschwankungen, plötzliche Gefühlsausbrüche oder eine Veränderung der Persönlichkeit einhergehen. Bei solchen Beschwerden sollten Betroffene einen Facharzt aufsuchen.

Quelle: n-tv.de / dpa>

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Spiegel
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24.4.2012: Traumata beschleunigen das Altern, z.B. Misshandlungen und Mobbing - Traumata haben ausserdem Folgen im Erbgut

aus: Spiegel online: Misshandlungen und Mobbing: Wie Traumata das Altern beschleunigen; 24.4.2012;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,829411,00.html

<Unglücklicher Teenager: Sogar im Erbgut hinterlassen schlimme Erlebnisse ihre Spuren.

Schreckliche Erfahrungen und andauernder Stress hinterlassen Spuren im Erbgut, das zeigt eine Untersuchung bei fünf- und zehnjährigen Kindern. Hatten die Kleinen Schlimmes erlebt, alterten ihre Zellen deutlich schneller.

Traumatische Erfahrungen in der Kindheit gehen buchstäblich unter die Haut: Die Enden der Chromosomen in Körperzellen verkürzen sich sehr viel rascher, wenn Kinder Mobbing, Misshandlungen oder häuslicher Gewalt ausgesetzt sind. Der Effekt ist schon im Alter zwischen fünf und zehn Jahren nachweisbar, haben britische und US-amerikanische Forscher jetzt entdeckt.

Die Chromosomen-Enden, auch Telomere genannt, zeigen das biologische Alter an. Kurze Telomere werden mit einer erhöhten Anfälligkeit für verschiedene Krankheiten, einem frühen Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit und einer geringeren Lebenserwartung in Verbindung gebracht. Die Ergebnisse seien daher das fehlende Glied, das Traumata in der Kindheit mit solchen Problemen im späteren Leben in Verbindung bringe, schreiben Idan Shalev von der Duke-Universität in Durham und seine Kollegen im Fachmagazin "Molecular Psychiatry".

Die Telomere verkürzen sich im Laufe des Lebens bei jeder Zellteilung. Unterschreiten sie eine kritische Länge, muss die Zelle aufhören, sich zu teilen, oder es können sich Fehler beim Prozess häufen. Daher ist die Telomerlänge ein Indikator für die Lebenserwartung einer Zelle und gilt als ein wichtiger Faktor beim Altern. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass bestimmte äußere Einflüsse die Verkürzung der Telomere beschleunigen können - wie etwa Rauchen, Übergewicht und chronischer Stress. Traumata in der Kindheit galten bereits seit längerem als möglicher Einflussfaktor. Ein definitiver Nachweis habe aber noch ausgestanden, schreibt das Team.

Um diesen zu erbringen, entschieden sich Shalev und seine Kollegen, eine Untergruppe der sogenannten E-Risk-Studie zu untersuchen. Bei dieser Langzeituntersuchung werden mehr als tausend Zwillingspaare, die in den Jahren 1994 und 1995 in Großbritannien geboren wurden, zusammen mit ihren Familien bis heute begleitet. Das Team wählte für die aktuelle Untersuchung 236 Kinder aus, von denen im Alter von fünf und zehn Jahren Abstriche aus der Mundschleimhaut für DNA-Analysen genommen worden waren. Zudem befragten die Forscher die Mütter und andere Erziehungsberechtigte zu möglichen Gewalterlebnissen, denen die Kinder ausgesetzt waren.

Telomere bei Gewaltopfern schneller verkürzt

Knapp 42 Prozent der Kinder waren in ihrem Leben bereits Opfer von Misshandlungen, Mobbing oder häuslicher Gewalt gewesen, ergab die Auswertung. Bei diesen Kindern hatten sich die Telomere in den fünf Jahren zwischen den beiden DNA-Tests deutlich stärker verkürzt als bei ihren Altersgenossen, die keine Gewalt erlebt hatten. Besonders stark war der Effekt bei denjenigen, die mehr als einer Art von Gewalt ausgesetzt waren. Der Zusammenhang blieb auch bestehen, wenn die Forscher den sozioökonomischen Status, den Body-Mass-Index und das Geschlecht mit in die Auswertung einbezogen.

Die Wissenschaftler vermuten, dass der Stress das Immunsystem übermäßig aktiviert oder die Menge an sogenannten freien Radikalen im Körper erhöht und dass dies wiederum die Telomere beeinflusst. Die Ergebnisse sollen nun in größeren Studien und mit älteren Kindern überprüft werden.

Frühere Studien hatten zudem gezeigt, dass traumatische Erlebnisse sogenannte epigenetische Veränderungen auslösen können. Dadurch wird die Aktivität einzelner Gene langfristig verändert, was beispielsweise das Risiko einer Depression erhöhen kann. Solche Veränderungen werden sogar von Müttern an ungeborene Kinder weitergegeben.

wbr/dapd>

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Spiegel
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25.4.2012: Kokain lässt vorzeitig altern - die Hirnrinde schrumpft

aus: Spiegel online: Vorzeitige Alterung: Kokainkonsum lässt Hirnrinde schrumpfen; 25.4.2012;
http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,829663,00.html

<Kokainnutzung: "Langzeitrisiko der verfrühten Gehirnalterung"

In den Gehirnen von Kokainsüchtigen haben Forscher eindeutige Hinweise auf eine Turbo-Alterung gefunden. Die graue Substanz schrumpft doppelt so schnell wie bei Vergleichspersonen. Ein anderes Hirnareal der Abhängigen bleibt dagegen überraschend jung.

London - Viele Kokainabhängige im mittleren Alter zeigen kognitive Ausfälle, wie sie Mediziner sonst nur von älteren Patienten kennen. Eine neue Untersuchung legt nun nahe, dass der häufige Genuss der Droge die Alterung des Denkorgans beschleunigt.

Bei Menschen, die regelmäßig Kokain nehmen, schrumpft die graue Masse des Gehirns schneller und stärker als bei Nicht-Kokainnutzern gleichen Alters, Geschlechts und Bildungsstands, schreiben Forscher um Karen Ersche von der University of Cambridge im Fachjournal "Molecular Psychiatry". Der jährliche Verlust an Gehirnmasse sei bei Kokainabhängigen fast doppelt so hoch wie bei gesunden Vergleichspersonen.

Am stärksten betroffen sei die Hirnrinde im Stirn- und Schläfenbereich. Dort liegen Regionen, die entscheidend sind für Aufmerksamkeit, Selbstkontrolle und das Gedächtnis. "Vor allem junge Menschen, die Kokain nehmen, müssen dringend über dieses Langzeitrisiko der verfrühten Gehirnalterung aufgeklärt werden", warnen die Forscher.

Von den geschätzten 21 Millionen Kokainnutzern weltweit sei rund ein Prozent als abhängig einzustufen. Diese Menschen hätten ein hohes Risiko, vorzeitig wichtige Funktionen ihres Gehirns zu verlieren. Diese Erkenntnis müsse nun sowohl in der Drogenprävention als auch in der Therapie vor allem älterer Kokainabhängiger stärker berücksichtigt werden.

120 Probanden im Magnetresonanztomografen

Für ihre Studie hatten die Forscher die Gehirnstruktur von 120 Menschen im Alter von 18 bis 50 Jahren mit dem bildgebenden Verfahren der Magnetresonanztomografie untersucht. Die Hälfte der Versuchspersonen war kokainabhängig, die andere Hälfte hatte nie Drogen genommen.

Die Vermessung der Gehirne ergab, dass bei allen Personen die graue Substanz des Gehirns mit steigendem Alter leicht abnahm. Bei den Kokainnutzern jedoch war der Verlust an Gehirnvolumen mit 3,08 Millilitern pro Lebensjahr fast doppelt so hoch wie bei den gesunden Probanden. Diese verloren nur rund 1,69 Milliliter, was nach Angaben der Forscher dem normalen Alterungsprozess des Gehirns entspricht.

Eine Gehirnregion war bei den Kokainabhängigen jedoch von der Schrumpfung ausgenommen: "Teile des Striatums scheinen bei den Drogenabhängigen gegenüber den normalen altersbedingten Verlusten resistent zu sein", schreiben die Forscher. Dieser Hirnteil habe bei den Kokainabhängigen deutlich weniger an Volumen verloren als bei den gesunden Kontrollpersonen.

Das Striatum ist ein Teil des Großhirns, der im Hirninneren liegt und unter anderem auf den Hirnbotenstoff Dopamin reagiert, aber auch für die Drogensucht eine Rolle spielt. "Bereits zuvor gab es Berichte über ein vergrößertes Striatum bei Drogenabhängigen", sagen die Forscher. Das sei wahrscheinlich eine Folge veränderter Botenstoffaktivität in diesem Gehirnbereich. Auch dies spiegele den anormalen Alterungsprozess des Gehirns bei den Kokainabhängigen wider.

chs/dapd>


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20 minuten
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12.6.2012: <Höheres Sterberisiko: Der Tod kommt am Geburtstag> - auffällige Häufung des Todes am Geburtstag

aus: 20 minuten online; 12.6.2012;
http://www.20min.com/wissen/news/story/Der-Tod-kommt-am-Geburtstag-14703057


<von Antonio Fumagalli
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Forscher der Uni Zürich haben 2,5 Millionen Sterbedaten ausgewertet und Erstaunliches festgestellt: Die Wahrscheinlichkeit, am eigenen Geburtstag zu sterben, ist deutlich höher als an anderen Tagen.

Die Schauspielerin Ingrid Bergmann starb am 29. August 1982, der Schriftsteller William Shakespeare am 23. April 1616*. Dazwischen liegen fast vier Jahrhunderte, aber eine Gemeinsamkeit sticht ins Auge: Beide verschieden am Tag ihres Geburtstags. Zufall? Jein. «Die Wahrscheinlichkeit am eigenen Geburtstag zu sterben ist um 14 Prozent höher als an jedem anderen Tag», sagt Vladeta Ajdacic-Gross von der Universität Zürich gegenüber 20 Minuten Online.

Der Sozialwissenschaftler hat mit seinem Forscherteam nicht weniger als 2,5 Millionen Sterbedaten ausgewertet. Ein Jahr lang kämpften sie sich durch die Datenmengen, die einen Zeitraum von 40 Jahren umfassten. Dabei zeigte sich unter anderem, dass an Geburtstagen zwar grundsätzlich vermehrt gestorben wird, diese Häufung sich aber auf ein paar bestimmte Todesursachen konzentriert.

So treten Herzinfarkte um 18,6 Prozent häufiger auf als an normalen Tagen, Gehirnschläge bei Frauen gar um 21,5 Prozent. «Feierlichkeiten sind auch ein Stressfaktor. Und Stress erhöht die Wahrscheinlichkeit eines natürlichen Todes», sagt Ajdacic-Gross. Allerdings ist sogar das Risiko, wie Ingrid Bergmann an Krebs zu sterben, um zehn Prozent höher. Die Forscher stehen vor einem Rätsel: «Wir dachten zuerst, dass assistierte Suizide einen Einfluss haben. Die Zahlen belegen dies allerdings nicht», so Ajdacic-Gross.

Zu tief ins Glas geschaut

Ebenso erstaunt zeigen sich die Forscher, dass Selbstmorde an Geburtstagen – ganz im Gegensatz zur Weihnachtszeit – signifikant zunehmen. Bei Männern steigt die Anzahl um 35 Prozent. «Unsere Hypothese ist, dass für isolierte Menschen Geburtstage eine andere Rolle spielen als allgemeine Feiertage. Abschliessend können wir die Frage aber nicht beantworten», sagt Ajdacic-Gross.

Eine andere Ursache für die Häufung von unnatürlichen Todesfällen an Geburtstagen liegt auf der Hand: Alkohol. Wer etwas zu feiern hat, schaut in der Regel auch tiefer ins Glas. Vor allem für ältere Leute kann das Gläschen zu viel aber dramatische Folgen haben: Nicht Verkehrsunfälle oder Vergiftungen treten als Todesursache vermehrt in der Statistik auf, sondern schlicht und einfach Stürze.


* Der Geburtstag von Willliam Shakespeare ist nicht überliefert. Da er am 26. April 1564 getauft wurde, geht man davon aus, dass er ungefähr drei Tage zuvor das Licht der Welt erblickt hatte.>

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Spiegel
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13.6.2012: Computerspiele mit Fussbedienung helfen Senioren gegen Stürze

aus: Spiegel online: Beweglichkeit: Computerspiele schützen Senioren vor Stürzen; 13.6.2012;
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/beweglichkeit-im-alter-computerspiele-schuetzen-senioren-vor-stuerzen-a-834550.html

<85-Jährige tanzen vor dem Bildschirm zu Jazz-Songs, Altenheimbewohner lenken Kugeln durch virtuelle Labyrinthe: Computerspiele sollen helfen, Stürze im Alter zu verhindern. Aber hat Zocken an der Konsole wirklich das Zeug zur Therapie?

Ein- bis fünfmal: So oft stürzt Nino Marazzi. Jeden einzelnen Tag. Nino Marazzi ist 75 Jahre alt, er hat Parkinson, auch Schüttellähmung genannt. 1988 wurde die Krankheit bei ihm diagnostiziert, seine Feinmotorik ließ nach, 2008 begannen die Stürze. Dabei renkte er sich Finger aus, ein Schultergelenk musste ersetzt werden. Er stürzt, weil ihm schwindlig wird oder plötzlich ein Bein blockiert. Nino Marazzi will nicht mehr ständig hinfallen. Deshalb wurde er zum Computerspieler.

Dreimal pro Woche tanzte der Schweizer auf einer Tanzmatte vor einem Bildschirm - in der rechten Hand den Gehstock, in der linken eine Stuhllehne, die ihm Halt gab. Auf dem Monitor wanderten Pfeile von unten nach oben. Stießen sie auf einen gleichaussehenden Pfeil, musste er auf das passende Symbol auf der Matte treten - nach links oder rechts, vorne oder hinten.

Marazzi tanzte im Rahmen einer Studie der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. Die Forscher glauben, dass tanzen vor dem Bildschirm das Sturzrisiko senkt. Deshalb lassen sie in mehreren Studien Senioren auf den Tanzmatten trainieren. Marazzi und 17 andere Probanden übten über zehn Wochen hinweg die Tanzschritte. Davor und danach mussten sie Gehtests absolvieren.

Weltweit versuchen Wissenschaftler herauszufinden, ob Computerspiele - sogenannte Exergames - das Sturzrisiko älterer Menschen senken können. Knapp jeder Dritte Über-65-Jährige stürzt mindestens einmal im Jahr. Um dem vorzubeugen sollte man Kraft, Ausdauer, Balance und Beweglichkeit trainieren, lautete das Ergebnis einer großen Übersichtsstudie von 2010. Doch Menschen mit Gleichgewichtsstörungen gehen nicht joggen. Und wer Sturzangst hat, traut sich nicht ins Fitnesscenter. Für sie können Computerspiele eine Lösung sein.

Natürliche Bewegung in virtuellen Welten

Sie bieten die Möglichkeit, in sicherer Umgebung zu trainieren. Eine israelische Studie zeigte, dass sich Menschen in virtuellen Welten auf natürliche Weise bewegen. Da sich der Schwierigkeitsgrad einstellen lässt, kann jeder seinen Möglichkeiten entsprechend trainieren. Fortschrittsbalken und Belohnungen motivieren zu üben. Das ist wichtig, weil nur regelmäßiges Training Kraft und Gleichgewicht verbessern. Haben die Spieler Spaß, achten sie außerdem nicht so sehr auf Schwächen oder Schmerzen, sagt Clemens Becker, Leiter der Bundesinitiative Sturzprävention und Chefarzt für klinische Geriatrie in Stuttgart. Er sieht noch einen weiteren Vorteil: Die Spiele sprechen eine Zielgruppe an, die Gruppengymnastik scheut - Männer.

Mit herkömmlichen Fitness-Spielen aus dem Kaufhausregal können die meisten Älteren aber nichts anfangen: Sie sind zu schnell, zu bunt, zu laut. Die Spiele müssen für Senioren angepasst werden. Wie ein solches Spiel aussehen könnte, testen Forscher der TU Darmstadt gemeinsam mit einem Seniorenheim. Sie nutzen das Balance-Board der Spielkonsole Wii, eine Art Körperwaage mit eingebauten Sensoren. Die Spieler stehen auf dem Brett und müssen über Gewichtsverlagerung eine virtuelle Kugel durch ein Labyrinth lenken. Das soll Gleichgewicht, Kraft und Koordination trainieren, sagt Entwickler Sandro Hardy. Kommt der Spieler nicht weiter, kann die Kugel verlangsamt werden. Oder der Therapeut greift im Hintergrund ein. Das hilft, Frust zu vermeiden.

Eine Frage der Balance

Technisch aufwändiger ist ein Trainingskonzept, das Forscher des Fraunhofer Instituts für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik in Berlin unter anderem mit der Charité entwickeln. Der Spieler trainiert vor dem von herkömmlichen Spielen bekannten Steuerelement Kinect, einer Kamera, die ein grobes dreidimensionales Skelett des Nutzers erkennt. Zusätzlich trägt er einen eigens entwickelten Beckengurt mit verschiedenen Sensoren. Kamera und Beckengurt erfassen die Bewegungen des Nutzers und gleichen sie mit Idealwerten ab: Balanciert der Spieler zum Beispiel nicht sicher auf einem Bein, bekommt er eine entsprechende Rückmeldung. Auf ähnliche Weise muss er ein Boot per Gewichtsverlagerung über einen Fluss steuern.

"20 Prozent der Gangstörungen im Alter sind nicht durch Veränderungen im Muskelsystem erklärbar", sagt Eling de Bruin, Bewegungswissenschaftler an der ETH Zürich. "Sie sind auf Veränderungen der Hirnstrukturen zurückzuführen." Viele ältere Menschen hätten Probleme damit, sich auf mehrere Aufgaben gleichzeitig zu konzentrieren. Wollen sie zum Beispiel eine Straße überqueren, müssten sie ihre Aufmerksamkeit auf das Gehen richten. Auf ein Loch im Boden könnten sie deshalb nur schlecht reagieren. De Bruin und seine Kollegen sind überzeugt: Die Fähigkeit, solche Doppelaufgaben zu bewältigen, lässt sich durch das Tanzen am Bildschirm trainieren.

Nino Marazzi musste die Pfeile auf dem Bildschirm beobachten und im richtigen Moment auf die passenden Felder treten. "Manchmal blieben die Pfeile stehen, ich wollte den Fuß schon setzen, musste aber noch einen Takt abwarten", erzählt er. Andere Pfeile kamen so kurz hintereinander, dass er schnell sein musste.

Die Wissenschaftler testen das Tanzspiel derzeit in unterschiedlichen Studien. Noch laufen die Auswertungen, aber Einzelergebnisse lassen bereits jetzt Verbesserungen der kognitiven Fähigkeiten vermuten. "Wir würden jetzt gerne eine große Studie machen, in der wir das Sturzverhalten messen", sagt de Bruin. Dafür müssten die Teilnehmer einige Wochen trainieren und über Monate hinweg ein Sturztagebuch führen. Nur wenn die Tänzer seltener fallen als die Kontrollgruppe, kann davon ausgegangen werden, dass das Tanztraining das Sturzrisiko senkt. Doch solche Studien sind aufwendig und teuer. Deshalb sind sie im Bereich der Exergames selten.

Nino Marazzi wartet noch auf seine Ergebnisse. Die Parkinson-Krankheit lässt ihn weiterhin stürzen. Sein erstes Computerspiel hat ihm Freude gemacht. Er würde gerne weitertanzen. "Ich habe mich sicherer gefühlt. Ich habe gesehen, dass ich mich bewegen kann, ohne ständig Angst zu haben.">

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Der
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5.7.2012: Die Haut kann im Alter nicht mehr viel Vitamin D aufnehmen - Knochen werden brüchig - zusätzliches Vitamin D einnehmen - Studie

aus: Der Standard online: Viel Vitamin D hilft gegen Hüftbrüche im Alter; 5.7.2012;
http://derstandard.at/1339639912790/Zerbrechliche-Knochen-Viel-Vitamin-D-hilft-gegen-Hueftbrueche-im-Alter

<Drei Viertel aller Knochenbrüche sind bei Personen über 65 Jahren zu verzeichnen - Nur wenn Vitamin D in ausreichender Menge eingenommen wird, entfaltet es seine schützende Wirkung.

Weil die Knochen mit zunehmendem Alter schwächer und zerbrechlicher werden, steigt das Hüftbruchrisiko ab 65 Jahren kontinuierlich. Vitamin D hilft, Hüftbrüche zu verhindern, allerdings nur bei hoher Dosierung. Zu diesem Schluss gelangt eine vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) unterstützte Studie.

Gesunde Knochen erneuern sich, indem sie mit Hilfe von Vitamin D fortwährend Kalzium und Phosphat aufnehmen. Fehlt das Vitamin D, werden die Knochen brüchig. Oft geschieht dies im Alter, wenn die Fähigkeit der Haut nachlässt, mit der Energie des Sonnenlichts Vitamin D zu produzieren. Deshalb sind drei Viertel aller Knochenbrüche bei Personen über 65 Jahren zu verzeichnen. In Europa nimmt diese Altersklasse stark zu, bis 2050 ist daher mit einer Verdoppelung von Hüftbrüchen zu rechnen.

Widersprüchliche Resultate

Mehrere klinische Studien haben untersucht, ob die Anzahl Hüftbrüche und die damit verbundenen horrenden Kosten mit einer präventiven Verabreichung von Vitamin D reduziert werden können. Sie gelangten zu widersprüchlichen Resultaten. Nun haben Forschende um Heike Bischoff-Ferrari vom Zentrum Alter und Mobilität der Universität Zürich sich einen neuen Überblick über die Daten verschafft. In ihrer soeben im New England Journal of Medicine veröffentlichten Meta-Analyse gelingt es ihnen, die Widersprüche aufzulösen.

Bischoff-Ferrari und ihre Kolleginnen und Kollegen vom Universitätsspital Zürich und Stadtspital Waid haben sich mit den Originaldaten von etwas mehr als 30.000 betagten Personen befasst, die an elf verschiedenen klinischen Studien zur Vitamin D Supplementation teilgenommen hatten. Erstmals berücksichtigten sie dabei, dass einige Personen weniger Vitamin-D-Tropfen schluckten als vorgesehen, andere aber auch außerhalb der Studie zusätzliches Vitamin D zu sich nahmen.

Umstrittene Dosis-Wirkungs-Beziehung

So belegten die Forschenden um Bischoff-Ferrari eine bisher umstrittene Dosis-Wirkungs-Beziehung: Nur wenn Vitamin D tatsächlich in ausreichender Menge eingenommen wird, entfaltet es seine schützende Wirkung. Das Hüftbruchrisiko verminderte sich um dreißig Prozent bei denjenigen Personen, die mindestens 800 internationale Einheiten (IE) Vitamin D pro Tag zu sich nahmen.

Von dieser Dosierung profitieren sowohl gebrechliche als auch gesunde, noch zu Hause lebende Seniorinnen und Senioren. "Unsere Studie bildet die im Moment wichtigste Evidenzbasis, um die vom Bundesamt für Gesundheit empfohlene höhere Dosierung bei älteren Personen zu bekräftigen", sagt Bischoff-Ferrari. (red, derStandard.at, 5.7.2012)

Heike A. Bischoff-Ferrari, Walter C. Willett, Endel J. Oray et al (2012):
"A Pooled Analysis of Vitamin D Dose Requirements for Fracture Prevention"
New England Journal of Medicine 367: 40-49.
(als PDF beim SNF erhältlich; E-Mail: com@snf.com)

Zum Thema:

Knochen so brüchig wie morsches Holz

Hüftoperation ist nicht Hüftoperation>

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20
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6.11.2012: Präsidenten altern schneller - behauptet 20 minuten

aus: 20 minuten online: Bilder lügen nicht: Präsidenten altern sichtlich schneller; 6.11.2012;
http://www.20min.com/ausland/dossier/uswahlen/story/11843444

<Vier Jahre der mächtigste Mann der Welt – das hinterlässt Spuren. Doch nicht nur Barack Obama, auch andere Spitzenpolitiker sind in ihrer Amtszeit überdurchschnittlich ergraut.

Wir erinnern uns an die Fotos vom 20. Januar 2009. Wie der damals 47-Jährige mit der attraktiven Michelle an seiner Seite den Amtseid ablegte und dabei einen Glamour ausstrahlte, den die Welt seit John F. Kennedy mit seiner Jackie nicht mehr gesehen hatte.

Von Visionen beseelt und mit frischer Tatkraft begann er denn auch seine Regentschaft. Doch, oh Schreck, schon eineinhalb Jahre später kursierten die ersten Bilder, die einen um Jahre gealterten Mann zeigten. Das Gerücht machte die Runde, dass er während des Wahlkampfs die Haare gefärbt und auf diese Weise das gutgläubige Volk getäuscht habe.

Am Coiffeur liegts nicht

Heute ist Obama 51. Unbestritten immer noch sehr gutaussehend. Doch der Vergleich mit den Bildern vor vier Jahren bestätigt die Tendenz: Der Mann altert viel zu schnell. Das kann nicht nur an fehlenden Coiffeurbesuchen liegen. Nein, es muss die Bürde des Amtes sein, die den Staatsmann derart zeichnet.

Und Obama bildet keine Ausnahme. Andere Staatsoberhäupter und Spitzenpolitiker altern ebenfalls frühzeitig. Aber sehen Sie selbst – in unserer Vorher-Nachher-Galerie (oben) oder in der Diashow hier (mit zusätzlichen Beispielen). Wobei man beim Betrachten der Fotos einräumen muss, dass es einem Regenten doch tatsächlich gelungen ist, nach jahrelanger Amtsführung deutlich jünger auszusehen. Eine andere Politikerin sieht heute zwar nicht jünger, aber doch um Welten besser aus als bei ihrem Amtsantritt.

Doch das sind lediglich die Ausnahmen, welche die Regel bestätigen. Und diese besagt: Regieren ist ganz offensichtlich ein Knochenjob. Oder etwa nicht?>

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Der
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16.11.2012: <Spezielle Bettwäsche verbessert Lebensqualität für Bettlägerige>

aus: Der Standard online; 16.11.2012;
http://derstandard.at/1350261558180/Spezielle-Bettwaesche-verbessert-Lebensqualitaet-fuer-Bettlaegerige

<Elektronenmikroskopische Aufnahme der neuartigen Bettwäsche.

Für immobile Patienten sind Druckgeschwüre eine ständige Bedrohung - Ein neu entwickeltes Bettlaken verringert die Reibung.

Die Haut ist der Alleskönner unter den Organen: Sie schützt den Körper vor Umwelteinflüssen, leistet einen Beitrag zur Immunabwehr und unterstützt Stoffwechselfunktionen wie die Atmung. Die Haut ist immer in Aktion. Was ihr nicht bekommt, ist Immobilität. Bewegt sich ein Patient nicht, verursachen ansteigende Feuchtigkeit sowie Druck- und Scherkräfte Durchblutungsstörungen im Gewebe. Als Folge steigt der Anteil toxischer Substanzen, und es kommt zu Geschwüren, die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein können.

Betroffen sind vor allem zwei Gruppen: ältere und querschnittgelähmte Menschen. Bei ihnen beträgt das Risiko, im Verlauf eines Klinikaufenthaltes an einem Dekubitus zu erkranken, trotz aller Fortschritte in der Pflege bis zu 50 Prozent. Und gar vier von fünf Querschnittgelähmten entwickeln mindestens einmal in ihrem Leben ein Druckgeschwür.

Die Medizinaltechnik hat das Problem längst erkannt: Es gibt unzählige Ansätze und Ideen, die Lebensqualität von Dekubitusgefährdeten zu erhöhen. Einige davon funktionieren nicht gut genug, andere - wie zum Beispiel Matratzen mit wechselnden Druckverhältnissen - sind immer noch sehr teuer.

Bettlaken bringt Linderung

"Es war gerade der scheinbar simple Ansatz, der mich für die Sache einnahm", erinnert sich Anke Scheel, Oberärztin am Schweizer Paraplegiker-Zentrum (SPZ) im luzernischen Nottwill. Geleitet wird das Projekt von Empa-Forscher Siegfried Derler in der Abteilung "Schutz und Physiologie". Der Physiker widmet sich schon seit Jahren dem Thema Haut und Reibung und arbeitet an der Entwicklung von hautfreundlichen Materialen und Oberflächen.

Mit dem medizinischen Phänomen Druckgeschwür befasst er sich seit 2006. Damals lancierte er zusammen mit der Schöller-Gruppe - einem Anbieter von technischen Textilien - ein erstes von der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) gefördertes Projekt zur textilen Dekubitusprävention. Die Resultate waren viel versprechend, weshalb die Partner drei Jahre später nachlegten und auch das SPZ ins Boot holten.

Weniger Berührungspunkte

"Wir evaluierten marktgängige Kunstfasern", erklärt Derler, "und entwickelten einen Stoff mit einer Art Punktrasteroberfläche". Diese spezielle Textilstruktur bietet zwei Vorteile: Erstens entstehen weniger Berührungspunkte und eine geringere Kontaktfläche mit der Haut und zweitens können die mikroskopischen Leerräume zwischen den Rasterpunkten Feuchtigkeit aufnehmen.

In weiterer Folge optimierte der Industriepartner die Webtechniken und das Team von Siegfried Derler testete die neuen Muster an den ausgeklügelten Hautmodellen. Ende 2009 war es dann soweit: Die Laborresultate erlaubten den Schritt ins Spitalbett. Als Testgruppe stellten sich 20 Querschnittgelähmte am Ende ihrer Erstrehabilitation am SPZ in Nottwil zur Verfügung, deren Haut durch die Invalidität zwar bereits verändert, aber noch nicht über Jahre geschädigt war.

Verbesserte Blutzirkulation

Während rund anderthalb Jahren wurde die Durchblutung sowie die Rötung, Elastizität und Feuchtigkeit der betroffenen Hautpartien regelmäßig kontrolliert. Das subjektive Befinden der Testpersonen wurde per Fragebogen erhoben. Die Ergebnisse waren erfreulich: sie schwitzten weniger, ihre Hautdurchblutung verbesserte sich und sie fühlten sich deutlich wohler als auf herkömmlichen Laken.

"Wir haben gezeigt, dass unser Ansatz der textilen Dekubitusprävention funktioniert", freut sich Hans-Jürgen Hübner, Chef von Schöller Medical. Er lässt das neue Betttuch zurzeit  Tests unterziehen, die zeigen sollen, wie es sich nach mehrmaliger Nutzung und Reinigung verhält. Im kommenden Frühjahr soll die Innovation dann auf den Markt gebracht werden. "Wir sind daran, ein internationales Vertriebssystem aufzubauen", sagt Hübner. Einen potenziellen Kunden kennt er schon: Das SPZ ist aufgrund der ersten positiven Resultate daran interessiert, die neuen Betttücher breiter im Alltag einzusetzen. "Ausserdem», so Oberärztin Anke Scheel, "wären einige unserer Patienten daran interessiert, dass Betttuch auch zuhause zu nutzen". (red, derStandard.at, 16.11.2012)>

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