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Energiewende, alternative Energie

Solarenergie: Meldungen (Teil 2)

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino

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n-tv online, Logo

7.7.2012: Solaranlage auf dem Dach ist bei Hausbrand ein Risikofaktor

aus: n-tv online: Im Brandfall: Gefahr durch Solaranlagen; 7.7.2012;
http://www.n-tv.de/ratgeber/Gefahr-durch-Solaranlagen-article6670831.html

<Für Feuerwehrleute sind Solaranlagen eine zusätzliche Herausforderung.

Viele Hausbesitzer haben sich in den letzten Jahren eine Solaranlage aufs Dach gesetzt. Doch die kann im Falle eines Brandes zum zusätzlichen Problem werden, weil sie die Arbeit der Einsatzkräfte möglicherweise behindert. Doch Hausbesitzer können vorsorgen.

Solaranlagen sind von den Dächern in Dörfern und Städten nicht mehr wegzudenken. Die umweltfreundliche Alternative der Stromgewinnung birgt aber auch Risiken: "Wenn in einem Haus mit Photovoltaik-Anlagen ein Feuer ausbricht, könnten die Anlagen den Feuermännern die Arbeit erschweren", sagt Franz-Josef Hench vom Landesfeuerwehrverband Bayern.

Es sind zwei Hindernisse, die Löscharbeiten erschweren: Zum einen produziert die Anlage auch bei geringem Licht bereits Energie und schickt damit Strom über eine Leitung, die meist erst im Keller abgeschaltet werden kann. Die Einsatzkräfte müssen deshalb eine andere Löschtechnik einsetzen und einen Sicherheitsabstand halten. "Zum anderen sind die Anlagen oft nur mit leichten Konstruktionen auf den Dächern befestigt und können bei einem Dachstuhlbrand herunterrutschen und jemanden erschlagen." Ferner erschwerten die großflächigen Platten das Löschen im Dachstuhl, da das Wasser an ihnen abläuft und den Brandherd nicht erreichen kann.

Diesen Gefahren könnten die Einsatzkräfte besser begegnen, wenn alle Häuser mit Solaranlagen entsprechend gekennzeichnet würden. "Das können beispielsweise Aufkleber im Hauseingang sein", sagte Hench. Solange dies nicht gesetzlich verpflichtend geregelt ist, appelliert der Feuerwehrmann an die Hausbesitzer, entsprechende Schilder aufzuhängen. "Gerade in der Stadt sieht man nicht immer auf den ersten Blick, ob auf dem Dach Solaranlagen montiert sind." So könnten bei einem Feuer wertvolle Minuten gewonnen werden. Ein Riesenproblem stellten die Anlagen für die Feuerwehrleute jedoch nicht dar. "Es ist eine neue Technik. Und es müssen sich alle Feuerwehren darauf einstellen."

Hausratversicherungen vergleichen

Quelle: n-tv.de, dpa>

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Greenpeace Schweiz zeigt, was möglich ist, und was die konservative Politik in der Schweiz bisher verhindert:

Tagesanzeiger online, Logo

Greenpeace Schweiz 11.9.2012: «Solarenergie kann 25 Prozent unseres Bedarfs decken»

aus: Tagesanzeiger online; 11.9.2012;
http://www.tagesanzeiger.com/Solarenergie-kann-25-Prozent-unseres-Bedarfs-decken/story/11931927

<Mit einer Kletteraktion fordert Greenpeace die verstärkte Nutzung von Hausdächern für Solarenergie.

In Zürich-West kletterten heute Greenpeace-Mitglieder auf das Gebäude des Wirtschaftsprüfers Ernst & Young. Die Umweltschützer entfalteten am Vormittag riesige Banner, die auf das Potenzial der Sonnenenergie in der Schweiz hinweisen. Dass gerade dieses Gebäude neben dem Prime Tower ausgewählt wurde, ist laut Greenpeace-Energieexperte Georg Klingler Heiligtag Zufall: «Wir wollen einfach zeigen, dass zu modernen Gebäuden eine Solaranlage gehört.»

Nicht zufällig ist hingegen der Zeitpunkt der Aktion. Die Energiestrategie des Bundes kommt Ende Monat in die Vernehmlassung. Greenpeace fordert laut Klingler Heiligtag, dass der Bund die bescheidenen Ziele für die Solarenergie revidiert.

Im Videointerview erklärt er, weshalb die Nutzung der Hausdächer ein wichtiger Beitrag zur Energiewende sein soll. (Tagesanzeiger.com/Newsnet)>

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Zladibartfass von Tauri auf facebook

16.9.2012: Vergleich der Solarenergie in den "USA" und Deutschland

Die "USA" hat 3,900 % mehr Sonne als Deutschland - aber Deutschland hat 6,000 % mehr Sonnenstrom als die "USA".


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10.12.2012: <Solarenergie: Neue Lichtfalle schluckt mehr Sonnenlicht> -

aus: Deutsche Mittelstands-Nachrichten; 10.12.2012;
http://www.deutsche-mittelstands-nachrichten.de/2012/12/48735/

<Forscher entwickeln neue Lichtfallen, die die Effizienz von Solarzellen verbessern sollen.

Eine dünne Schicht aus Metall verhindert die Reflexion von Licht an der Oberfläche von Solarmodulen. Nahezu die komplette Lichtenergie kann so in den Lichtfallen gefangen werden. An bewölkten Tagen lässt sich der Ertrag sogar verdreifachen.

Wenn es darum geht, einfallendes Licht optimal zu nutzen, weisen herkömmliche Solarzellen zwei Schwachstellen auf. Erstens wird ein Teil des Lichts reflektiert, bevor es in das Innere der Zelle eindringen kann. Und zweitens verlässt ein weiterer Teil der Strahlen die Zelle wieder, ohne dass sie zur Energiegewinnung genutzt werden können. Bei Solarzellen auf Kunststoffbasis, den sogenannten organischen Solarzellen, ist dieser Nachteil besonders ausgeprägt. Forscher der Princeton University (USA) präsentierten jüngst ein neues Beschichtungsverfahren, das genau diesen beiden Schwachstellen entgegenwirkt.

Die Forscher um Stephen Chou ersetzen dazu die auch Fensterschicht genannte Oberfläche von organischen Solarzellen mit einer hauchdünnen Metallschicht. Unter dem Mikroskop betrachtet ähnelt die neue Oberfläche einem engen Netz. Die weiteren Bestandteile der Zelle ließen die Wissenschaftler unverändert. Auf die neue Oberfläche folgt weiterhin ein halbleiterfähiges Material. In diesem Fall Kunststoff . Den Boden bildet eine Metallschicht. Entscheidend für die spätere Effizienz der Solarzelle ist die besondere Anordnung des Metallnetzes an der Oberfläche. Sowohl die Abstände der einzelnen Moleküle zueinander, als auch der Abstand der Fensterschicht zur untersten Schicht der Zelle sind kleiner als die Wellenlänge von Licht.

In der Praxis wird das Licht in der Zelle gefangen gehalten, nachdem es in sie eingefallen ist. Chou nennt seine Entwicklung daher „ein schwarzes Loch für Licht“. Auf diese Weise schafften es die Amerikaner, 96 Prozent des einfallenden Sonnenlichts in den Solarzellen zu absorbieren. Nur vier Prozent wurden ungenutzt reflektiert. Das entspricht einer um 52 Prozent erhöhten Effizienz im Vergleich zu bisher verwendeten Solarmodulen. An bewölkten Tagen wächst der Vorteil der verbesserten Lichtabsorption sogar auf 81 Prozent. Das entspricht einer um 178 Prozent höheren Leistung bei diffusem Sonnenlicht.

Die Forscher hatten von Beginn an mit positiven Ergebnissen gerechnet. „Doch lag der festgestellte Anstieg über den Erwartungen”, erklärt Chou. Dabei ist die Fertigung der innovativen Fensterschicht einfach und kosteneffizient. Dank einer vor 16 Jahren von Chou entwickelten Technik können die Wissenschaftler bereits jetzt tapetengroße Flächen mit der Technologie ausstatten. Ähnlich dem Druck einer Zeitung werden die Module dabei mit der hauchdünnen Metalloberfläche versehen.

Das Verfahren muss zwar noch weiterentwickelt werden, um es bei jeder Art Solarzelle einsetzen zu können. Bisher können nur organische Solarzellen damit versehen werden. Doch gehen die Entwickler davon aus, dass auch Module mit Silizium als Halbleitermaterial von der Technik profitieren können. Für die gesteigerte Absorption von Licht ist es unerheblich, welches Material sich unter dem Metallfilm an der Oberfläche befindet. Einzig die richtige Anordnung „ist für die hohe Effizienz entscheidend”, so Chou.

Auf Siliziumzellen übertragen würde die Technik nicht nur deren Effizienz steigern. Auch deren Größe und Gewicht könnte reduziert werden. Das eingesparte Material würde wiederum die Produktionskosten senken. Wenn die Beschichtungsmethode auf Silizium basierende Solarmodule angewendet wird, könnte sie eine neue, leistungsfähigere und günstigere Generation von Solarzellen begründen.

Die Endverbraucher könnten dann mit höheren Einkünften aus dem Verkauf von Strom rechnen. Die niedrigeren Bezugskosten dürften Solarzellen zusätzliche Attraktivität verleihen. Mit der neuen Technik könnte die Erzeugung von Solarstrom dann auch in unseren Breitengraden ohne zusätzliche Förderung auskommen. Vor diesem Hintergrund müsste dann die Subvention von Solarstrom neu überdacht werden.>

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Basler
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Japan 16.12.2012: Solarstoff mit Solarzellen in den Kleidern, um das Handy aufzuladen

aus: Basler Zeitung online: Mit Kleidern das Handy aufladen; 16.12.2012;
http://bazonline.com/digital/mobil/Mit-Kleidern-das-Handy-aufladen/story/11747723

<Solarstoff könnte in Katastrophenfällen die Stromerzeugung für das Nötigste übernehmen. Die verwendeten Solarzellen der neu gegründeten Firma Sphelar-Power in Kyoto sind nur 1,2 Millimeter gross.

Solarzellen auf dem Dach sind nichts Besonderes mehr. Nun haben japanische Forscher sogar Solarzellen entwickelt, die sich auf der Haut tragen lassen.

Wie die Wissenschaftler am Dienstag mitteilten, sollen in Zukunft aus einem mit winzig kleinen Solarzellen versehenem Stoff Kleider gefertigt werden, die unterwegs Handys aufladen oder in Katastrophenfällen die Stromerzeugung für das Nötigste übernehmen können.

2015 auf dem Markt?

Vor der Marktreife des Solar-Stoffs müssten aber noch einige Probleme gelöst werden, teilte ein Vertreter des Zentrums für industrielle Technologie der Präfektur Fukui mit. So müsse die Isolierung der Stromleitungen verbessert und die Haltbarkeit des Gewebes erhöht werden.

Die verwendeten Solarzellen der neu gegründeten Firma Sphelar-Power in Kyoto sind nur 1,2 Millimeter gross. Dank ihrer körnerartigen Struktur können sie mehr Sonnenlicht aufnehmen als flache Solarzellen. Die japanischen Forscher hoffen, ihre Erfindung mit Hilfe öffentlicher Fördergelder 2015 in grösserem Stil auf den Markt zu bringen.

(rek/sda)>

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n-tv
                    online, Logo

15.4.2013: <Wohnen Energie Ratgeber: Solaranlage von Vogeldreck reinigen>

aus: n-tv online; 15.4.2013;
http://www.n-tv.de/ticker/Wohnen/Solaranlage-von-Vogeldreck-reinigen-article10477261.html

<Berlin (dpa/tmn) - Besitzer von Photovoltaikanlagen sollten gelegentlich ihre Solarplatten auf dem Dach säubern lassen. Vor allem Vogelexkremente können der Anlage stark zusetzen.

Schmutz auf den Modulen der Solaranlage kann ihre Leistung mindern. Wäscht Regen hartnäckigen Vogelkot und Blütenpollen nicht ab, sollte die Anlage gereinigt werden, rät der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) in Berlin. Auch an Standorten, an denen Photovoltaikanlagen wenig beschmutzt werden, sollten sie immer mal wieder geputzt werden. Im Stadtgebiet empfiehlt der BSW einen Zwei-Jahres-Rhythmus.

Allerdings sollten dies Profis übernehmen. Für Laien sei die Arbeit auf dem Dach zu gefährlich, und bei unsachgemäßem Vorgehen können die schwarzen Scheiben beschädigt werden. Die Kosten liegen laut BSW je nach Aufwand und Größe der Anlage zwischen 300 und 600 Euro. Die Ausgaben lassen sich von der Steuer absetzen.

Quelle: n-tv.de , dpa>

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Basler
                      Zeitung online, Logo

2.8.2013: <Uni Basel entwickelt umweltfreundlichere Solarzellen> mit Kobalt statt Iod

aus: Basler Zeitung online; 2.8.2013;
http://bazonline.com/basel/stadt/Uni-Basel-entwickelt-umweltfreundlichere-Solarzellen/story/18350742

<Forschenden der Universität Basel ist es gelungen, in Farbstoffsolarzellen auf Kupferbasis das seltene Iod durch das weit häufiger vorkommende Kobalt zu ersetzen.

Dies sei ein weiterer Schritt in Richtung einer umweltfreundlichen Energiegewinnung, teilte die Universität am Freitag mit. Die entsprechenden Forschungsresultate sind laut der Uni in der Fachzeitschrift «Chemical Communications» veröffentlicht worden. Die Basler Chemiker haben das in den Solarzellen als Elektrolyt verwendete Iod durch einen Kobalt-Komplex ersetzt. In Tests hatte sich darauf kein Leistungsverlust gezeigt.

Farbstoffsolarzellen oder DSC (Dye-sensitized Solar-Cells) verwandeln Licht in Elektrizität. Sie bestehen aus einem Halbleiter, auf dem ein Farbstoff verankert ist. Dieser fängt Sonnenlicht ein, und durch Elektronenverschiebungen entsteht eine elektrische Spannung. Für den Ladungstransport in der Zelle braucht es bestimmte Substanzen, die Elektrolyten.

Deutlich nachhaltiger

Als Elektrolyt werden bisher üblicherweise Iod und Iodid verwendet. Iod kommt als Element im Boden aber nur selten vor. Kobalt gebe es hingegen 50 mal häufiger, wird in der Mitteilung die Projektleiterin Biljana Bozic-Weber zitiert. Laut der Basler Universität erhöht so der Ersatz von Iod durch Kobalt die Nachhaltigkeit der Zellen deutlich. Ausserdem verbessere sich dadurch die langfristige Stabilität der Kupfer-Farbstoffsolarzellen. Denn verhindert werde auch ein Abbauprozess, bei dem die Kupferverbindungen in der Zelle mit dem Elektrolyten reagieren und Kupferiodid bilden.

Die Forschergruppe um die Basler Chemieprofessoren Ed Constable und Catherine Housecroft arbeitet derzeit daran, die Leistung von Farbstoffsolarzellen mit Kupferfarbstoffen zu verbessern; 2012 hatten sie das seltene Ruthenium in den Zellen durch Kupferderivate ersetzen können.

Die erstmalige Kombination von Kupferfarbstoffen und Kobalt-Elektrolyten sei nun ein wichtiger Schritt in der Entwicklung stabiler iodfreier Kupfer-Solarzellen. Vor einer Kommerzialisierung ausserhalb von Nischenmärkten seien indes noch zahlreiche Effizienzaspekte zu behandeln.

Mehr zum Thema gibt es in einer entsprechenden Mitteilung der Uni Basel zu lesen. (jg/sda)>

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20
                      minuten online, Logo

London 3.9.2013: <Grossbritannien: Ein Hochhaus als Brennglas> - eine geschwungene Glasfassade lässt Plastikteile in Autos schmelzen, Teppiche verbrennen, Holztüren sengen an, Schieferplatten platzen

aus: 20 minuten online; 3.9.2013;
http://www.20min.com/panorama/news/story/28287968

<Ein Londoner Neubau mit Glasfassade zeigt unerwünschte Nebenwirkungen: Die Sonne wird derart stark reflektiert, dass in den angrenzenden Strassen die Autos schmelzen.

Für die einen verschandelt der Neubau in Londons 20 Fenchurch Street die Skyline der Hauptstadt, für andere ist das 160 Meter hohe Gebäude von Architekt Rafael Viñoly aus Uruguay ein Hingucker, weiss der «Guardian». Ursprünglich sollte er sogar auf 200 Meter anschwellen, doch Kritiker, die um die Wirkung altehrwürdiger Bauten wie die St Paul's Cathedral und den Tower of London gefürchtet hatten, setzten sich durch.

Nun blüht neuer Ärger mit dem «Walkie-Talkie», dessen Fertigstellung für 2014 geplant ist: Die Glasfassade des Hochhauses entpuppt sich als Brennglas, meldet «City AM» aus London. «Der Hotspot an der [Strasse] Eastcheap bei der Monument Station zwingt Passanten, die Augen vor ‹etwas wie aus einem Science-Fiction-Film› zu bedecken.» Martin Lindsay hat sogar noch einschneidendere Erfahrungen sammeln müssen: Das Hochhaus hat angeblich sein Auto verbrannt.

«Ich bin ausgebrannt»

Der Geschäftsmann sagte «City AM», er habe seinen Jaguar XJ am Donnerstagmittag vor dem Walkie-Talkie parkiert und nach seiner Rückkehr nach einer Stunde später feststellen müssen, dass durch die Hitze sämtliche Plastikarmaturen und weiche Teile zerschmolzen waren. «Die müssen sich was überlegen. Ich bin ausgebrannt. Wie können sie das weiterlaufen lassen?», ärgerte sich Lindsay.

Gemeint ist die Stadt London, die verhalten reagierte: Es wurden bisher bloss drei Parkplätze gesperrt. Immerhin sollen nun weitere Untersuchungen folgen, nachdem auch Ladenbesitzer wie Ali Akay sich an die Behörden gewandt haben. Die Hitze-Strahlen setzten einen Teppich im Geschäft des Coiffeurs in Brand. «Sogar das Holz [der Tür] sengt an, alle unsere Produkte schmelzen», protestierte er. Tony Nggy ergänzte, dass die Schieferplatten am Eingang seines Cafés geplatzt seien und die Hitze die Wandfarbe verdampfen lasse.

(phi)>

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20
                      minuten online, Logo

20.11.2013: <Neue Anlagen: Basel setzt vermehrt auf Solarenergie>

aus: 20 minuten online; 20.11.2013;
http://www.20min.com/schweiz/basel/story/10569216


<von Jan Hoffmann
-

Der Grosse Rat will Solaranlagen auf den Dächern liberalisieren und hat eine entsprechende Motion an die Regierung überwiesen. Auch der FCB setzt künftig auf Solarstrom.

Energienutzung soll auf Basler Dächern weniger von ästhetischen Vorgaben ausgebremst werden. Der Grosse Rat hat gestern eine entsprechende SP-Motion mit 65 gegen 22 Stimmen zur Berichterstattung an die Regierung überwiesen. Die Motion fordert sofortige Anpassungen in Gesetz, Verordnung und Richtlinien. Der Entscheid dürfte die IWB erfreuen. Diese informierte gestern über den Baufortschritt ihrer grössten Basler Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Stadions St. Jakob-Park. «Sie wird rund 810 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren», sagte IWB-CEO David Thiel vor den Medien. Diese Menge reiche aus, um 230 Basler Haushalte oder über 50 Spiele des FC Basel mit Strom zu versorgen. «Die 3500 Module sind mit 50 Kilometer Kabeln verbunden», sagte Thiel. Die Anlage sei zu 99 Prozent fertig und werde Anfang 2014 in Betrieb genommen.

Neue Anlage in Rheinfelden

Die IWB gab zudem bekannt, dass sie in zwei neue französische Solarkraftwerke investiert. «Die IWB verfügt künftig über eine jährliche Solarstromproduktion von 34 Millionen Kilowattstunden», so Thiel weiter. Auch auf dem Dach des Abfüllgebäudes der Feldschlösschen Getränke AG in Rheinfelden entsteht eine neue Photovoltaik-Anlage. Die Bauarbeiten haben gestern begonnen.


Kommentar

Basel hat im Winter nicht so viel Nebel, deswegen lohnt sich Sonnenenergie dort auch im Winter. Aber wieso ist die Schweiz nicht schon viel weiter und hat in den "Sonnenstuben" konsequent Solarstrom installiert? Weil die nationale Regierung weiterhin schläft und keine Förderungsprogramme für bestimmte Regionen macht, wo es sich besonders lohnen würde: Wallis, Graubünden, Tessin, nebelfreie Orte im Winter (Jura, Alpen ab 900 m etc.). Schlafen schlafen schlafen CVP - Stauseen für Strom braucht es schon lange nicht mehr.

Michael Palomino, 21.11.2013

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Türkei 6.7.2014: Solarzellen bei den Schafhirten: <Türkische Schafhirten erhalten Internetzugang per "Solarzellen-Esel">

aus: Der Standard online; 6.7.2014;
http://derstandard.at/2000002668618/Tuerkische-Schafhirten-erhalten-Internetzugang-per-Solarzellen-Esel

<Die Esel transportieren Solaranlagen, durch die Energie für Internetzugang produziert wird 

Klingt komisch, ist aber so: Esel helfen türkischen Schafhirten, ins Internet zu gelangen. Denn die Lasttiere transportieren auf ihrem Rücken Solarzellen-Panel, deren Energie wiederum Geräte zum Laufen bringt, durch die sich die Hirten jederzeit mit dem Internet verbinden können.

Regierung unterstützt Projekt

Die Initiative wird laut der türkischen Hurriyet sogar von der Regierung unterstützt; sie schießt die Hälfte der Kosten von 2.800 türkischen Lire zu. Berichtete wurde über die "Plug and Play-Esel“ erstmals von der BBC, die auch ein Video von den vierbeinigen Energieträgern publizierte.

Licht kann in der Nacht genutzt werden

Das Projekt stellt eine kreative und innovative Möglichkeit dar, auch in den entlegenen Gebieten für Internetzugang zu sorgen.  Zusätzlich kann das gespeicherte Licht in der Nacht genutzt werden. Große IT-Konzerne wie Google oder Facebook setzen hingegen auf Drohnen und Ballons, um Internetzugang in entlegenen Gebieten zu ermöglichen. (fsc, derStandard.at, 6.7.2014)

Links:

BBC 

Hurriyet>


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14.7.2014: Neuer Speicher-Park: <Solarstrom könnte die Hälfte kosten und 80 Prozent des privaten Haushaltsbedarfs decken>

aus: Der Standard online; 14.7.2014;
http://derstandard.at/2000003031843/Solarstrom-koennte-die-Haelfte-kosten-und-80-Prozent-des-privaten

<Forscher verbinden Solarmodule und Batterien zum größten Solarstrom-Speicher-Park in Deutschland.

Karlsruhe - Zumindest zwei Faktoren machen Strom aus Sonnenenergie noch verhältnismäßig kostspielig und unpraktisch: Die Solaranlagen sind oft sehr teuer und die gewonnene Strom lässt sich kaum effizient speichern. Das könnte sich allerdings in Zukunft ändern: Ein Karlsruher Forschungsprojekt kam zu dem Schluss, dass sich bereits heute der Bedarf eines Privathaushalts zu 70 bis 80 Prozent mit Solarstrom decken lässt - und das etwa zur Hälfte der bisherigen Stromrechnung. Ermöglichen soll dies durch einerseits ein Preisrutsch bei Solarmodulen und zum anderen eine neue Speichertechnik, die am vergangenen Freitag beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT) in Betrieb genommen wurde.

Der Solarstrom-Speicher-Park verbindet Solarmodule mit Lithium-Ionen-Batterien und Wechselrichtern, also Geräten für die Umwandlung von Gleich- in Wechselstrom. Er liefert auch dann Strom, wenn die Sonne nicht scheint. Mit mehr als 100 Modulen und einer Leistung von einem Megawatt sei die jetzt in Betrieb genommene Anlage die größte in Deutschland, sagt KIT-Projektleiter Olaf Wollersheim.

Neuer Schub für den Solarstrom

"Wir sind fest davon überzeugt, dass die Solarstrom-Produktion dadurch neuen Schub bekommen wird, weil sie viel kostengünstiger ist als der Bezug von Strom aus dem öffentlichen Netz", erklärt der Physiker. Mit einer Solarstrom-Speicheranlage könnten Mehrfamilienhäuser und Betriebe bis zu 80 Prozent ihres Jahresstrombedarfs decken. Technisch wären auch 100 Prozent möglich, doch müssten dann die Batteriekapazitäten so sehr erhöht werden, dass sich die Sache nicht mehr rechnen würde.

Je nach Montagekosten müssten Verbraucher bei der Investition in Solarstrom-Speicher mit 6 bis 12 Cent je Kilowattstunde kalkulieren - der durchschnittliche Strompreis für Privathaushalte liegt zurzeit bei etwa 29 Cent.

Massenproduktion und Preisverfall

Die Massenproduktion in China hat zu einem deutlichen Preisverfall bei Photovoltaik-Modulen geführt. Was die Solarmodul-Hersteller in Deutschland in die Krise gestürzt hat, hilft vielen Verbrauchern bei der Entscheidung für Solarstrom.

Dabei ist ein Umdenken nötig: Anstatt monatlich die Stromrechnung zu bezahlen, ist beim Umstieg auf Solarstrom auf einen Schlag eine hohe Investition erforderlich. Er erwarte, dass es dafür künftig spezielle Finanzierungsmodelle geben werde, sagt KIT-Experte Wollersheim.

Denkbar ist aber auch, dass die großen Stromversorger den Privathaushalten die Einrichtung von Photovoltaik-Anlagen anbieten. Bei der Karlsruher EnBW gehöre das derzeit noch nicht zum Angebot, sagt ein Firmensprecher, werde aber nicht ausgeschlossen.

Solar-Batterien sind bereits kommerziell verfügbar. Die Besonderheit der Anlage auf dem Campus Nord des KIT in Eggenstein-Leopoldshafen besteht neben der Größe in der speziellen Kombination der Komponenten sowie in der besonderen Anordnung der Solarmodule in unterschiedliche Himmelsrichtungen sowie mit verschiedenen Neigungswinkeln zur Sonne.

Intelligente Batteriesteuerung

Vor allem aber hat das Projekt mit der Bezeichnung Competence E eine intelligente Batteriesteuerung entwickelt. Die dafür programmierte Software berücksichtigt unter anderem Temperatur, Ladezustände, Sonnenintensität und Batterie-Eigenschaften.

Im Zentrum der Entwicklung stand das Ziel, die Stromerzeugung mit der Verbrauchskurve des Haushalts oder Betriebs in Einklang zu bringen. Üblicherweise produzieren Solaranlagen beim höchsten Sonnenstand am Mittag den meisten Strom - wenn der Bedarf eher gering ist. Die KIT-Anlage vermeidet die Erzeugungsspitze am Mittag und gibt den Strom bei Bedarf abends, nachts oder morgens ab.

Im KIT soll der Solarstrom für den Betrieb von großen Forschungsgeräten verwendet werden. Damit könnten über das Gesamtjahr hinweg etwa zwei Prozent des Strombedarfs gedeckt werden, erklärt das Forschungszentrum. Die Anlage ist rentabel: Bei Investitionen von 1,5 Mio. Euro und einer erwarteten Lebensdauer von 20 Jahren kann sie pro Jahr 200.000 Euro an Stromkosten einsparen. (APA/red, derStandard.at, 14.07.2014)


Link
www.competence-e.kit.edu>


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Extremnews online, Logo

23.9.2014: Wenn das Sonnenkraftwerk zu gross ist, wird der Solarspiegel zu heiss - <Vögel als Solarbraten> - ca. 28.000 tote Vögel pro Jahr

aus: Extremenews online; 23.9.2014;
http://www.extremnews.com/nachrichten/natur-und-umwelt/7261150842894cd

<durch Thorsten Schmitt

Schätzungsweise 28.000 Vögeln pro Jahr kostet das Solarkraftwerk Ivanpah in der kalifornischen Mojave-Wüste das Leben. Sie werden durch die Anlage regelrecht gegrillt, berichtet das Magazin GEO (10/14).

Mehr als 300.000 Spiegel, jeder von der Größe eines Garagentors, bündeln das Sonnenlicht und senden die Strahlen wie eine Lupe ins Zentrum des Bauwerks. Dort wird Wasser zum Sieden gebracht, dessen Dampf Stromerzeugende Turbinen antreibt. Die Ausbeute ist enorm: Die anfallende Energie deckt den Strombedarf von 140.000 Haushalten. Doch an den Schutz der Vögel vor den sengenden Strahlen hat niemand gedacht. Vermutlich halten die Vögel die Spiegel für eine Wasserfläche in der Wüste und suchen dort Insekten. Ein geplanter noch höherer Turm dürfte das Problem weiter verschärfen.

Quelle: Gruner+Jahr, GEO (ots)>


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Netzfrauen online, Logo

2.10.2014: Titanium+Sonne=Kläranlage und Stromproduzent

aus: Netzfrauen online: 17-Jährige erfindet Gerät,welches saubere Energie und sauberes Wasser produziert!;
http://netzfrauen.org/2014/10/02/17-jaehrige-erfindet-geraetwelches-saubere-energie-und-sauberes-wasser-produziert/

<Cynthia hat sich zum Ziel gesetzt, mit ihrer Erfindung zwei der größten Probleme der Menschheit in den Griff zu bekommen. Sauberes Wasser und saubere Energie auf einfache Art und Weise zur Verfügung zu haben.

In der Wissenschaft gibt es noch unendlich viele Geheimnisse zu entdecken, so lautet das Motto von Google. Darum veranstaltet Google jedes Jahr die Google Wissenschafts-Messe, bei der sich Kinder und Jugendliche als Aussteller bewerben können, um ihre Erfindungen zu präsentieren.

Google gab die Finalisten der diesjährigen Googles Wissenschaftsausstellung bekannt und die Aufstellung ist beeindruckend. Unter diesen 15 Erfindungen, welche die Welt zu einem besseren Ort machen sollen, sticht die Erfindung von Cynthia Sin Nga Lam klar hervor.

Saubere Energie und sauberes Wasser

Besorgt um die Millionen von Menschen, welche ohne Energie und Wasser leben, hat die 17-jährige Jungwissenschaftlerin aus Australien eine H20Pro erfunden. Hier handelt es sich um einen tragbaren photokathaliytischen elektrischen Generator und Trinkwasseraufbereiter, welche sowohl saubere Energie, sowie Frischwasser zu gleich produziert.

Mit dem H2OPro nimmt sich Cynthia vor gleich zwei Probleme auf einmal anzugehen: Wie man Menschen rund um die Welt Wasser und Elektrizität zur Verfügung stellt, die zu weder noch Zugang haben. Zurzeit haben 780 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser, während 1,2 Milliarden ohne Elektrizität leben. Der H2OPro könnte das ändern, indem es photokathalythische Technologie verwendet, welche gleichzeitig Wasser reinigt und gleichzeitig Elektrizität erzeugt, und dies alles nur durch die Nutzung von Sonnenlicht.

In ihrer Bewerbung erklärt Cynthia, dass sie während Ihrer Forschung der Photokatalyse, durch Zufall über den Einfall des H2OPro gestolpert ist.

In der Photokatalyse wird nicht nur Wasser gereinigt und keimfrei gemacht, sondern auch Wasserstoff durch Wasserspaltung erzeugt, welcher zur Produktion von Elektrizität genutzt werden kann, erklärt Cynthia.

„Der gesamt Vorgang braucht lediglich Titania und Licht – keine zusätzliche Energiequelle ist notwendig.

Die Wasserstoffproduktion ist generell niedrig, da die lichterregten Elektronen die Tendenz haben ins Loch zurück zu fallen. Glücklicherweise kann dies überwunden werden, indem man Reduktionsmittel hinzufügt, während manche organische Schadstoffe den gleichen Zweck erfüllen. Daher empfehle ich, dass die beiden Mechanismen kombiniert werden, um so den Gewinn zu erhöhen und den Wasserstoffverbrauch gleichzeitig zu verringern. So kann zeitgleich eine äußerst effiziente Wasseraufbereitung erreicht werden.“

Es gibt noch andere eingereichte Vorschläge, die eine ähnliche Methode vorschlagen, jedoch benötigen diese oftmals eine externe Energiequelle, was wiederum bedeutet, dass sie nicht in entlegenen Gegenden genutzt werden können. Cynthia nimmt sich vor, die Umstände durch Photokatalyse zu ändern, die in einem machbaren Maßstab angewandt werden kann, der es erlaubt die Wasseraufbereitung und Elektrizitätsproduktion in einer ökonomischen und nachhaltigen Weise durchzuführen.


Der Artikel auf Englisch:

Brilliant Teenager Invents Device That Produces Clean Energy AND Fresh Water!

By Timon Singh

Google has announced the finalists of this year’s Google Science Fair and the line-up is impressive. But among the 15 inventions designed to make the world a better place, Cynthia Sin Nga Lam’s submission is definitely a major standout. Concerned about the millions of people living without energy and water, the 17-year-old student scientist from Australia built H2Pro – a Portable Photocatalytic Electricity Generation and Water Purification Unit that produces both clean energy and fresh water at the same time.

With the H2Pro, Cynthia aims to tackle two problems at once: how to provide clean water and electricty to the many people around the world who have neither. Currently 780 million people lack access to clean water, while 1.2 billion live without electricity. The H2Pro could change that using photocatalytic technology, which simultaneously purifies water and generates electricity using only sunlight.

In her application, Cynthia explains that while investigating photocatalysis, she stumbled upon the idea of the H2Pro.

In photocatalysis, not only water is purified and sterilized, but hydrogen is also produced through water-splitting, which can be used to generate electricity,” says Cynthia.

Related: 11-Year-Old’s Fantastical Water-Purifying Machine Wins 2014 Doodle 4 Google Competition

The entire process only needs titania and light — no additional power source is required. However, hydrogen production is generally low since photoexcited electrons tend to fall back to the hole (i.e. photoinduced electron-hole combination.) Fortunately, it can be overcome by adding reductants, while some organic pollutants serve such purpose. Hence, I propose to combine the two mechanisms together to enhance the yield and lower the cost of hydrogen generation, meanwhile efficient water purification can also be achieved.”

While there are other designs that have proposed a similiar method, they often require an external power source, which means they can’t be used in remote locations. Cynthia aims to change that via photocatalysis, which can be applied in a manageable scale that allows water purification and electricity production to be economically and sustainably performed. It’s an excellent humanitarian design and a strong contender for the top prize. Good luck Cynthia!

Netzfrau Roxana Bonyadi Willms>


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Deutsche Wirtschaftsnachrichten online,
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11.10.2014: <Flexibel und günstig: Solarzellen aus dem Drucker>

aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten online; 11.10.2014;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/10/11/flexibel-und-guenstig-solarzellen-aus-dem-drucker/

<Im Video zeigt Scott Watkins, wie die Solarzellen per Drucker auf die Oberfläche gelangen:

Video: CSIRO's Dr Scott Watkins on solar energy (2min.14sek.)

Video: CSIRO's Dr. Scott Watkins on solar energy (2min.14sek.)
https://www.youtube.com/watch?v=tPPb2II5uaE


Solarzellen werden in dem innovativen Verfahren auf eine Plastikoberfläche gedruckt und sind somit extrem flexibel. Zudem ist die Produktion sehr günstig. Künftig sollen sie Notebook-Taschen ummanteln und so dem Gerät konstant Energie liefern.

Ein Team von Materialwissenschaftlern hat sich zur Aufgabe gemacht, Solarzellen auf Plastikoberflächen zu drucken. Forscher von CSIRO, der Monash University und der University of Melbourne sind jetzt soweit, das Ergebnis zu präsentieren.

Natürlich sollen die gedruckten Solarzellen auch auf Hausdächer platziert werden, aber es geht um viel mehr. Es gibt bereits Pläne, dass sie mit dem Modell auch Solarpanele drucken, die eine Form wie Efeublätter haben. Damit ließe sich dann auch eine Hauswand dekorieren, die gleichzeitig eine Menge Strom erzeugt.

Es ist auf jeden Fall ein Schritt, um die Energiegewinnung noch schöner zu gestalten. Entwickler Scott Watkins spricht auch von anderen durchaus praktischen Anwendungen, die bisher völlig außer Acht gelassen wurden. So könnte er mit seinem Drucker auch Taschen mit Solarpanelen überziehen. Das macht insbesondere bei Laptop-Taschen Sinn. Somit kann der Computer mit Strom versorgt werden und sich aufladen, obwohl er eingepackt ist oder sogar während er transportiert wird.

Möglichkeiten, diese bahnbrechende Entwicklung zu nutzen gibt es massenhaft. So könnten auch die Rückseiten von Smartphones mit dieser Schicht überzogen werden und die Akkuzeit verlängern. Was an andere Stelle schon mit durchsichtigen Folien hergestellt wurde, lässt sich in gewisser Weise auch per Drucker nachahmen. Zumindest getönte Fenster bieten sich als Energielieferant an – denn bisher kann nur eine halbtransparente Variante hergestellt werden.

Noch ein Vorteil der druckbaren Solarzellen ist die kinderleichte Handhabung. Tatsächlich können die Solarpanele so einfach angeschlossen werden, wie eine Batterie. Dadurch fallen umständliche Installationen weg und der Markt wird für noch mehr Nutzer interessant.

Das haben auch verschiedene Unternehmen entdeckt. Derzeit wird das Projekt heiß umworben, damit bald die Serienproduktion gestartet werden kann. Aber ganz am Ziel ist die Forschung auch noch nicht. Fiona Scholes von CSIRO will den Wirkungsgrad der Zellen weiter erhöhen. Dies scheint bei Solarzellen ein schier unendlicher Prozess. Wenngleich es auch immer wieder Durchbrüche in der Wissenschaft gibt, die noch mehr Energie aus den Sonnenstrahlen herauskitzeln können.

Auf jeden Fall ist es ein Forschungsprojekt mit Zukunft. Im Fall der biegsamen Solarpanele, wird die Anzahl der Anwendungsmöglichkeiten sicherlich auch noch steigen.

Das Victorian Organic Solar Cell Consortium steckt hinter der Forschung. In Zusammenarbeit mit CSIRO werden seit Jahren bewegliche Solarzellen entwickelt. An dem Projekt für gedruckte Solarzellen sind über 50 Wissenschaftler beteiligt. Finanziert wird das Ganze vom Victorian Government und dem Australian Solar Institute.

Basis für den Erfolg sind die Banknoten aus Plastik, die CSIRO bereits in 25 Länder exportiert. Dieses Modell haben sich die Forscher als Vorlage genommen, um organische und photovoltaische Zellen zu drucken. Dadurch konnten die Produktionskosten enorm gesenkt werden, was ein weiterer Vorteil ist, im Vergleich zu den herkömmlichen Solarzellen. Sie sind außerdem sehr leicht, beweglich und einfach zu benutzen.

Derzeit liegt der Wirkungsgrad offenbar bei 6 Prozent. Ein nächstes Ziel ist es laut CSIRO, die Effektivität auf 10 Prozent zu erhöhen.

Genaue Daten über die Kosten werden noch nicht genannt. Allerdings gibt es eine interessante Hochrechnung. Mit nur 10 Tonnen Plastik könnten 100.000 Solarzellen gedruckt werden. Das entspricht etwa einem Container Plastiktüten. 100.000 km Solarzellen aus dem Drucker könnten wiederum so viel Energie erzeugen, wie ein Kohle- oder Nuklearkraftwerk. Diese Zahlen dienen offensichtlich als Orientierungshilfe und sind keineswegs allgemeingültig.

Wie das obige Video zeigt sind die Folien der gedruckten Solarpanele 30 Zentimeter breit. Eine Distanz von 100.000km scheint auf den ersten Blick enorm. Selbst drei Folien nebeneinander, also eine Breite von 90 cm, würde es immer noch eine Länge von 33.333 km benötigen. 10 Millionen Quadratmeter sind einfach nicht ganz so leicht zu füllen. Doch genau das ist der Vorteil der Solarpanele. Sie können auch an Häusern angebracht werden und somit sind die Flächen dreidimensional und nach oben hin offen.

Außerdem braucht kein Haushalt den Anschluss an eine derart riesige Fläche und Leistung, wie es aktuell bei den Kraftwerken der Fall ist. Mit wenigen Quadratmetern kann der Grundbedarf abgedeckt werden. Allein die Idee mit den Efeublättern an der Hauswand kommt sicherlich bei vielen Menschen gut an, weil sie dekorativ und nützlich ist.>

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Tagesanzeiger online, Logo

14.10.2014: Wüstenstrom kommt nicht nach Europa: Das Projekt von Desertec wird gestoppt, die Stromgesellschaften springen ab

aus: Tagesanzeiger online: Der Traum vom Strom aus der Wüste ist geplatzt; 14.10.2014;
http://www.tagesanzeiger.com/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Der-Traum-vom-Strom-aus-der-Wueste-ist-geplatzt/story/28459011

<400 Milliarden Euro sollten ausgegeben werden, um Europa mit sauberem und billigem Strom aus Nordafrika zu versorgen. Fünf Jahre später herrscht bei Desertec Ernüchterung. Schuld ist auch die deutsche Energiewende.

Das Projekt war ehrgeizig: In der Wüste wollte Desertec im grossen Stil Ökostrom für Europa erzeugen. Das blieb jedoch ein Traum. Künftig werde man sich auf Dienstleistungen für die verbleibenden Gesellschafter konzentrieren.

Das teilte die Desertec-Industrie-Initiative (DII) am Dienstag in Rom mit. Von den einst rund 50 Gesellschaftern blieben nur noch drei Unternehmen übrig: Der Stromerzeuger RWE, der saudi-arabische Energiekonzern Acwa Power und der chinesische Netzbetreiber SGCC.

Die Desertec-Initiative wurde vor fünf Jahren mit dem Ziel gestartet, Sonnen- und Windenergie in den nordafrikanischen Wüsten zu erzeugen und ab dem Jahr 2050 rund 15 Prozent des europäischen Strombedarfs zu decken. Die neuen Kraftwerke und Hochspannungstrassen sollten 400 Milliarden Euro kosten.

Heute fliesst Strom aus der EU nach Nordafrika

Aber die offene Finanzierung, die politischen Umbrüche und Bürgerkriege in der Region, der Ausbau der Wind- und Solarenergie in Deutschland und zuletzt der Absprung wichtiger Gesellschafter wie Siemens, Bosch oder Eon liessen die Verwirklichung der Vision immer weiter in die Ferne rücken.

Statt billigen Strom aus der Sahara nach Europa zu leiten, wird heute umgekehrt überschüssiger Strom aus der EU nach Nordafrika exportiert. Der scheidende DII-Chef Paul van Son betrachtet die Arbeit der vergangenen fünf Jahre dennoch nicht als ergebnislos: «Rund 70 Projekte sind inzwischen realisiert oder in der Umsetzung», betonte er.

Das Projektvolumen im laufenden Jahr betrage drei Gigawatt, bis 2020 werde es auf 35 Gigawatt zulegen. Dass die meisten Unterstützer nun ausstiegen, habe verschiedene Gründe. Manchen seien die Kosten zu hoch, andere wie Siemens hätten sich aus der Solarenergie verabschiedet.

ABB prüft Weiterführung der Zusammenarbeit

Seit Beginn an dabei war auch der Schweizer Technologiekonzern ABB. Dieser hält zurzeit noch an der Initiative fest: «ABB prüft die Optionen, ob eine Zusammenarbeit mit der DII weitergeführt werden soll», teilte ABB auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda mit. Die Repositionierung von Desertec habe dabei keine direkten Folgen für ABB.

DII sei nie eine Plattform für Aufträge gewesen sondern für die Entwicklung von langfristiger technologischer und politischer Lösungsansätze. ABB stellt Halbleiter her, mit deren Hilfe Strom über Tausende Kilometer mit minimalen Verlusten transportiert werden kann. (ldc/sda)>

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Deutsche
                            Wirtschaftsnachrichten online, Logo

27.11.2014: <Neue Solarzelle verwandelt Sonnenenergie direkt in Wasserstoff>

aus: Deutsche Wirtschaftsnachrichten online; 27.11.2014;
http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/11/27/neue-solarzelle-verwandelt-sonnenenergie-direkt-in-wasserstoff/

<Fällt von aussen Licht auf die Partikel, wird es im Innern mehrfach hin und her reflektiert.

Schweizer Wissenschaftler entwickeln Solarzellen, die die Photosynthese der Pflanzen nachahmen. Aus Sonnenlicht und Wasser sollen synthetische Brennstoffe wie Wasserstoff gebildet werden. Eine dem Mottenauge nachempfundene Beschichtung fängt das Licht ein und wandelt dessen Energie vollständig um.

Forscher haben eine photo-elektrochemische Zelle dem Mottenauge nachempfunden und dadurch die Lichtausbeute drastisch erhöht. Die Zelle besteht aus billigen Grundstoffen: Eisen- und Wolframoxid.

Eisenoxid, also Rost, könnte die Solartechnik revolutionieren: Aus dem (meist unerwünschten) Stoff lassen sich Photoelektroden herstellen, die Wasser spalten und dadurch Wasserstoff erzeugen. So wird Sonnenenergie nicht erst in Elektrizität, sondern direkt in einen wertvollen Brennstoff umgewandelt.

Leider hat das Ausgangsmaterial so seine Tücken: Eisenoxid ist zwar unschlagbar billig und absorbiert genau in dem Wellenlängenbereich, in dem die Sonne am meisten Licht aussendet. Doch es leitet elektrischen Strom sehr schlecht und muss daher immer in Form äußerst dünner Filme verarbeitet werden, damit die Wasserspaltung funktioniert. Der Nachteil: Diese dünnen Filme absorbieren zu wenig vom eingestrahlten Sonnenlicht.

Den Empa-Forschern Florent Boudoire und Artur Braun ist es nun nach eigenen Angaben gelungen, dieses Problem zu lösen: Eine spezielle Mikrostruktur der Photoelektrode fängt das Licht buchstäblich ein und lässt es nicht mehr heraus. Die Grundlage für diese innovative Struktur bilden winzige Partikel aus Wolframoxid, das wegen seiner satten, gelben Farbe ebenfalls für Photoelektroden benutzt werden kann.

Die gelben Kügelchen werden auf einer Elektrode aufgetragen und dann mit einer hauchdünnen (nanoskaligen) Schicht Eisenoxid überzogen. Fällt von Außen Licht auf die Partikel, wird es in innen mehrfach hin und her reflektiert. Schließlich ist alles Licht absorbiert, und die gesamte Energie steht für die Spaltung von Wassermolekülen zur Verfügung. Auf diese Weise erzeugt die Photozelle aus Wasser den ökologisch vorteilhaften Brennstoff Wasserstoff.

Im Grunde funktioniere die neu erdachte Mikrostruktur wie das Auge einer Motte, erklärt Florent Boudoire: Die Augen von Nachtfaltern müssen viel Licht einsammeln – und dürfen so wenig wie möglich reflektieren, sonst wird der Falter entdeckt und gefressen. Die Mikrostruktur dieser Augen ist speziell auf die Wellenlänge des Lichts angepasst. Die Photozelle der Empa nutzt den gleichen Effekt.

Um künstliche Mottenaugen aus Metalloxidkügelchen herzustellen, besprühte Florent Boudoire eine Glasscheibe mit einer Suspension aus Kunststoffpartikeln, die in ihrem Inneren jeweils ein Tröpfchen Wolframsalzlösung enthielten. Die Partikel bedecken das Glas wie eine Schicht Murmeln, die dicht aneinander liegen. Dann steckte er das Ganze in den Ofen; der Kunststoff verbrennt, und aus den einzelnen Tröpfchen der Salzlösung entstehen die gewünschten Wolframoxidkügelchen. In einem weiteren Sprühvorgang wird diese Struktur mit Eisensalz überzogen und erneut im Ofen erhitzt.

Nun könnte man das Mixen, Sprühen und Brennen für reine Alchemie halten – für eine Versuchsreihe, die Zufallstreffer erzielt. Doch parallel zu ihren Experimenten haben die Forscher Modellrechnungen am Computer durchgeführt und das „Einfangen des Lichts“ in den Kügelchen am Computer simuliert.

Das Ergebnis der Simulationen stimmte mit den Versuchen überein, wie Projektleiter Artur Braun bestätigt. Es ist klar zu erkennen, wie viel das Wolframoxid zum Photostrom beiträgt und wie viel das Eisenoxid. Und: je kleiner die Kügelchen sind, desto mehr Licht landet auf dem Eisenoxid, das die Kügelchen überdeckt. In einem nächsten Schritt wollen die Forscher untersuchen, welche Effekte mehrere übereinander liegende Schichten von Kügelchen auslösen können. Die Arbeit an der Mottenaugen-Solarzelle geht also weiter.>

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Huffington Post online, Logo

6.5.2017: China steigert Solarenergie um 80% in einem Jahr - aber sie haben die Kabel vergessen
China produziert mehr Solarenergie als jedes andere Land - doch es gibt ein zentrales Problem
http://www.huffingtonpost.de/2017/05/06/solarenergie-china-klimaschutz-umwelt-energie_n_16450148.html

 |  von Julius Zimmer
  • China ist die amtierende Solar-Supermacht
  • Bis Ende März diesen Jahres stieg die erzeugte Solarenergie auf 21,4 Millionen Kilowattstunden
  • Trotzdem gibt es ein großes Problem

Viele Umweltexperten und Klimaforscher sehen in der Sonnenenergie einen der Schlüsselfaktoren im Kampf gegen die Klimaerwärmung. Sie ist unendlich verfügbar, unabhängig von fossilen Brennstoffen und damit komplett C02-neutral.

Strom und Warmwasser können so umweltfreundlich und klimaschonend erzeugt werden.

Die Vorteile der Technologie hat auch die Volksrepublik China erkannt. Bereits 2013 stieg das Reich der Mitte zur Solar-Supermacht auf. Dicht gefolgt von den USA und Deutschland.

Ein weitere Schritt in Punkto Nachhaltigkeit

Jetzt hat China einen weiteren großen Schritt in Punkto Nachhaltigkeit getan. Im ersten Quartal hat das Land mit dem größten Solarenergie-Geschäft der Welt seine Kapazitäten noch einmal deutlich erweitert.

Die Energiegewinnung durch Sonnenenergie ist in diesem Zeitraum um 80 Prozent gestiegen. Das berichtet die britische Zeitung "The Independent" mit Verweis auf eine Pressemeldung der National Energy Administration (NEA), die am Donnerstag veröffentlicht wurde.

Demnach stieg in den ersten drei Monaten dieses Jahres die Stromerzeugung durch Solarenergie auf 21,4 Millionen Kilowattstunden.

Die Energieübertragung stockt

Der Zuwachs gleicht allerdings nur ein anderes Defizit aus: Die chinesische Regierung hat in den vergangenen Jahren zwar zahlreiche Solaranlagen errichtet, allerdings gestaltet sich die Übertragung der gesammelten Energie als schwierig.

Vielerorts mangelt es noch an der richtigen Infrastruktur. Dadurch stehen viele Anlagen im Land still. Den Daten der NEA zufolge sind im ersten Quartal des Jahres 2.3 Millionen Kilowattstunden auf diese Weise verloren gegangen.>

Link: In Tschernobyl könnte bald eine der größten Solaranlagen der Welt entstehen





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20
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Mettembert (bei Delsberg, Kanton Jura) 2.6.2017: Solarstrom wird "in" durch deutschen Pionier Dirk Junghans
Solarenergie: Kleingemeinde im Jura überstrahlt die Schweiz
http://www.20min.ch/schweiz/basel/story/20479510

<Die 130-Seelen-Gemeinde Mettembert bei Delémont liegt bei der Pro-Kopf-Produktion von Solarstrom das 75-fache über dem Schweizer Durchschnitt. Das hat einen Grund.

Mettemberg ist ein kleines jurassisches Dorf 35 Kilometer südwestlich von Basel – eine Kleinstgemeinde ohne eigene Web-Präsenz. Aber es ist das Solar-Vorzeige-Dorf schlechthin. Vermutlich weist es sogar die höchste Pro-Kopf-Leistung der Schweiz aus – verlässliche Daten, die einen abschliessenden Vergleich mit anderen Schweizer Gemeinden zulassen gibt es nicht. Mit einer Pro-Kopf-Leistung von 1000 Kilowattstunden pro Jahr übertrifft Mettembert den Schweizer Durchschnitt (13 kWh) um das 75-fache.

Bis vor wenigen Jahren war Mettembert noch im photovoltaischen Steinzeitalter. Doch 2014 liess sich Dirk Junghans mit seinem Solar-Unternehmen Taiga Elements in der Gemeinde nieder und brachte die Bewohner auf den Geschmack. «Ich habe mir selbst eine Anlage auf das Dach gebaut. Dann wollte der Nachbar auch eine und so ging das dann weiter», erzählt Junghans.

Boom auch ohne Fördermittel

Mettemberg ist keine Öko-Kommune, die Dorfbewohner können aber rechnen: «Die reduzieren ihre Stromrechnung», sagt Junghans. Manche würden ihre Stromrechnung bis auf Null bringen, die meisten decken mindestens die Hälfte ihres Eigenbedarfs mit einer Photovoltaik-Anlage. Das rechnet sich, auch ohne Subventionen: In der 123-Seelen-Gemeinde gibt es kein kommunales Förderprogramm und auch vom Kanton fliesst kein Geld. Solar-Unternehmer Junghans stört das nicht: «Die Anlagen sind auch so wirtschaftlich.»

Photovoltaik-Pionier

Ein Ende des Solar-Booms in Mettemberg zeichnet sich in noch nicht ab. «Es gibt noch mehr als genug Dächer im Dorf», sagt Junghans. Der 50-Jährige Unternehmer gehört zu den Photovoltaik-Pionieren. Seit Anfang der 90er-Jahre ist er in diesem Geschäft aktiv. Anfangs noch in Berlin als Berater und Bastler, dann vertiefter er sein Wissen an der Technischen Universität Berlin und am Institut für Erneuerbare Energien in Moskau. Nach längerer Tätigkeit bei Alstom ist er seit 2005 ausschliesslich im Solarbereich tätig. Und wie Mettemberg beweist, ist er auch als Botschafter der grünen Energie erfolgreich.

(lha)>

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